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Dokumentenidentifikation DE19501949C2 05.01.2000
Titel Verfahren zur Aufrechterhaltung eines gesunden, biologischen Wohnraumklimas in bewohnten nach außen geschlossenen Räumen mit Radiatorenheizung
Anmelder Neumayer, Walter, 83257 Gstadt, DE
Erfinder Neumayer, Walter, 83257 Gstadt, DE
DE-Anmeldedatum 24.01.1995
DE-Aktenzeichen 19501949
Offenlegungstag 25.07.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse F24F 11/08
IPC-Nebenklasse F24F 3/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Die vorgegebene Aufrechterhaltung eines gesunden biologisch gut verträglichen Wohnraumklimas in bewohnten nach außen geschlossenen Räumen mit Radiatorenheizung erfordert eine zusammenhängende Regelung für die notwendige Frischluftzufuhr und der vorhandenen Radiatorenheizung zur Aufrechterhaltung eines gesunden biologisch gut verträglichen Luftfeuchtigkeitsgehalts, Sauerstoffgehalts bei möglichst allergiefreundlicher Atemluftzusammensetzung ohne Pollenflug, Hausstaubumwälzung, Verdrängung verbrauchter Raumluft ohne große Energieverluste, Geruchbelästigung.

Es ist bekannt, zur Erfüllung dieser Erfordernisse eine aufwendige Be- und Entlüftungsanlage mit Klimaanlage und aufwendiger Meß und Regeltechnik einzusetzen. Andererseits sind Einzelmaßnahmen bekannt wie Aufstellen von Verdunstungsgefäsen, Luftbefeuchter, Lüften durch öffnen von Fenstern, über ein Ventilator mit Filter, biologische Umluftfilter. Bioreaktoren sind zum Beispiel aus der DE 41 05 390 C1 bekannt, welcher auch die Raumluft befeuchtet. Aus DE 92 18 079 U1 ist es bekannt Frischluft durch einen Radiator zu erwärmen.

Eine befriedigende Aufrechterhaltung eines gesunden biologisch gut verträglichen Wohnraumklimas ist mit den bekannten Verfahren nur mit erheblichen Aufwand möglich. Einzelmaßnahmen wie Befeuchter, Umluftfilter, Belüftung über Fensteröffnen, Ventilatoren mit Filter bei mit Radiatoren beheizten Räumen ergeben Schwankungen, Umständlichkeiten und sind schwierig zu handhaben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung dafür zu schaffen, das bzw. die mit geringem Aufwand durchführbar und einfach bedienbar ist.

Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß durch die Merkmale nach Anspruch 1 beziehungsweise durch Anspruch 2 gelöst.

Wenn ein Raum mehrere Heizungsradiatoren aufweist, ist nur ein Radiator mit einem Bioreaktor, Zuluftventilator, Wasserversorgung auszustatten. Zur Schalldämmung Raumluftentstaubung bietet sich eine Heizkörperverkleidung mit Ventilator-unterstützter Umlauffiltration an.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mit einem geringen Frischluftstrom nach Bedarf auch einem geringen Energiebedarf, geringe Reaktorgröße, proportional sind und eine einfache kontinuierliche Anpassung eines gesunden Wohnraumklimas im Sommer wie im Winter möglich ist und die verbrauchte Raumluft energiesparend ins Gebäudeinnere verdrängt werden kann. Besonders bei warmer, trockener Sommerluft kann durch die natürliche Bioreaktorverdunstung mit geringstem Energieaufwand eine gesunde pollenfreie, kühle Belüftung durchgeführt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Fig. 1 zeigt Ventilator 1, der die Frischluft durch das Reaktorteil drückt und aufbereitet mit der Raumluft vermischt. Zur Verstärkung kann eine Heizkörperverkleidung 6 mit eingebautem Umwälzventilator und Filtereinlage dienen.

Fig. 2 zeigt den integrierten Bioreaktor 2 mit Wasseranschluß 4 der im Heizungsreaktor 3 bedienbar über das Heizungsregulierventil 5 eingebaut ist. Die Reaktorabscheidungen fallen in Form von Schlamm an und können einfach abgelassen werden. Die Regelung der gewünschten relativen Luftfeuchte im Raum ist durch die Energiezufuhr durch die gewünschte Einstellung des Thermoregelventils 5 regelbar. Der notwendige Frischluftbedarf ist nach Empfinden über eine Ventilatorregelung einstellbar und kann zur Energieeinsparung auf den Mindestbedarf reduziert werden. Durch die mögliche Kühlung, Erwärmung, Reinigung, Befeuchtung der Frischluftzufuhr auf 100% relativer Feuchte und Mengenregulierung ist eine kontinuierliche Aufrechterhaltung und Anpassung des gewünschten Wohnraumklimas möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Aufrechterhaltung eines gesunden, biologischen Wohnraumklimas in nach außen geschlossenen Räumen mit Radiatorenheizung, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) ein regulierbarer Frischluftstrom bei kalter Aussenluft während der Heizperiode mittels eines in einem Heizungsradiator integriertem Bioreaktor mit Feuchtigkeit angereichert wird und durch Einstellen einer für den Raum spezifischen Frischlufteintrittstemperatur über das Heizkörperregelventil die Raumluftfeuchte eingesteht wird.
    2. b) ein regulierbarer Frischluftstrom bei hohen Aussentemperaturen mittels dem mit Wasser gekühlten Bioreaktor durch das Bioreaktorverfahren mit natürlicher Verdunstungskälteeniwicklung, biologisch gereinigt, gekühlt der Raumluft zugeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Klimatisierung eines Wohnraumes aus einem mit Wasser beaufschlagbaren Bioreaktor besteht, der über einen regelbaren Ventilator mit Frischluft beaufschlagbar ist und derart in einen mit einem Regelventil versehenen Heizungsradiator integriert ist, daß der Bioreaktor durch den Radiator erwärmbar ist, wobei eine zusätzliche regelbare Wasserversorgung vorgesehen ist.






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