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Dokumentenidentifikation DE69033258T2 05.01.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0424503
Titel MISCH- UND MESSSYSTEM FÜR EINEN MEHRPHASEN-PROZESS
Anmelder Framo Engineering A/S, Sandsli, NO;
Norsk Hydro A/S, Oslo/Osló, NO
Erfinder MOHN, Frank, London SW20 0AY, GB;
MARTIN, Wallace, William, N-5043 Hop, NO
Vertreter Wilhelms, Kilian & Partner, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69033258
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.05.1990
EP-Aktenzeichen 909073595
WO-Anmeldetag 04.05.1990
PCT-Aktenzeichen GB9000701
WO-Veröffentlichungsnummer 9013859
WO-Veröffentlichungsdatum 15.11.1990
EP-Offenlegungsdatum 02.05.1991
EP date of grant 25.08.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse G05D 11/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Vermischen oder Homogenisieren einer ersten Flüssigkeit mit einer zweiten Flüssigkeit oder einem Gas.

Aus der US-A-3 445 141 ist eine Vorrichtung bekannt, umfassend eine Rohrleitung, die einen Venturi-Abschnitt aufweist, durch den ein Strom Wasser fließt. Flüssigdüngemittel wird unmittelbar unterhalb des Venturi-Abschnittes durch ein Dosierventil von einem Behälter aufgrund des sich durch den Venturi-Abschnitt ergebenden Druckabfalls in den Wasserstrom eingeleitet.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Vermischen oder Homogenisieren einer ersten Flüssigkeit mit einer zweiten Flüssigkeit oder einem Gas bereitgestellt, wobei die Vorrichtung folgendes umfaßt: einen Behälter, der einen Pool der ersten Flüssigkeit aufnimmt, wobei der Behälter einen Einlaß für die Flüssigkeit und eine Öffnung aufweist, die mit einem Abflußrohr in Verbindung steht, eine Verengung im Abflußrohr, die die Funktion eines Venturi-Rohrs hat, und einen Kanal, der in das Abflußrohr von einer Quelle der zweiten Flüssigkeit oder des Gases verläuft, die sich außerhalb des Behälters befindet, um in dem Venturi-Rohr die erste Flüssigkeit aus dem Pool mit der zweiten Flüssigkeit oder dem Gas von der Quelle zu vermischen.

Die Erfindung stellt auch ein Verfahren zum Vermischen oder Homogenisieren einer ersten Flüssigkeit mit einer zweiten Flüssigkeit oder einem Gas bereit, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt: Abgeben der ersten Flüssigkeit aus einem Behälter mit einem Pool der ersten Flüssigkeit durch ein Abflußrohr, das mit dem Behälter über eine Öffnung darin in Verbindung steht, wobei in dem Abflußrohr eine Konstruktion enthalten ist, die die Funktion eines Venturi-Rohres hat, und Zuführen der zweiten Flüssigkeit oder des Gases von einer außerhalb des Behälters gelegenen Quelle durch einen Kanal mit einem Auslaßende im Abflußrohr zum Vermischen der zweiten Flüssigkeit oder des Gases mit der ersten Flüssigkeit, die durch das Venturi-Rohr abgegeben wird.

Es wird möglicherweise gewünscht, mehr als eine zweite Flüssigkeit oder mehr als ein Gas mit der Flüssigkeit zu vermischen, und der Kanal kann dann durch zwei oder mehr konzentrische Rohre gebildet werden, von denen das innere Rohr und der Raum bzw. die Räume zwischen diesem und dem oder jedem Außenrohr eine zweite Flüssigkeit oder ein Gas in das Venturi-Rohr zuführt.

Eine die Erfindung ausgestaltende Vorrichtung kann auf praktische Weise mit einem Durchflußmeßmittel verbunden werden. Durchflußmeßanordnungen, die auf den Druckabfall ansprechen, der entsteht, wenn ein Fluid durch ein Venturi-Rohr fließt, können in die Vorrichtung integriert werden, indem Drucksensoren am Abfluß-Venturi- Rohr installiert werden. Durch Anschließen eines Densitometers können Mengendurchflußraten eines homogenisierten Mehrphasen-Fluidstroms auf zuverlässige Weise ermittelt werden.

Der Strom in das Abflußrohr kann durch Schwerkraft induziert werden, wobei sich der Auslaß aus der Kammer in deren Boden befindet. Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann aber auch so ausgelegt sein, daß sie sich unmittelbar oberhalb einer geeigneten Pumpe oder eines geeigneten Boosters befindet.

Die Vorrichtung beinhaltet vorzugsweise ein Mittel, das dazu neigt, einen bestimmten Flüssigkeitspegel in dem Behälter oder der Kammer aufrechtzuhalten. Die Erfindung kann demzufolge bewirken, daß der oder jeder Kanal, der eine Flüssigkeit oder ein Gas in das Venturi-Rohr und nicht durch die Öffnung leitet, durch den Pool der Flüssigkeit in der Kammer verläuft und mit Löchern oder Perforationen versehen ist. Die Menge der aus dem Flüssigkeitspool abgezogenen Flüssigkeit erhöht sich somit in Abhängigkeit von dem ansteigenden Flüssigkeitspegel, wenn sich mehr Perforationen unter dem Flüssigkeitsspiegel befinden.

Die Erfindung kann auf die Homogenisierung und/oder die Messung eines Gemisches aus Öl, Wasser und Gas angewendet werden, und sie kann in einer Form ausgestaltet werden, die für eine Unterseeverwendung geeignet ist. Die Erfindung stellt somit auch einen Durchflußmeßeinsatz bereit, der eine Drossel beinhalten kann, die für die Unterseeinstallation angeordnet ist, wie zum Beispiel durch die Installation in einem Aufnahmefaß, das an einen Steigrohrkopf angeschlossen ist.

Die Erfindung stellt somit ein mehrphasiges Prozeßmisch- und -meßsystem oder ein System bereit, mit dem zwei oder mehr Fluidmaterialien, das heißt Flüssigkeiten, Gase oder Dämpfe gemischt werden, und mit dem die gemischten Materialien bei Bedarf gemessen werden können.

Es ist einleuchtend, daß die Erfindung eine Reihe verschiedener Anwendungsmöglichkeiten insbesondere in der Ölindustrie hat, wo sie auf das chemische Einleiten und Vermischen sowie auf die Onshore- und Offshore- Verarbeitung von Rohöl angewendet werden kann. In ihrem Aspekt als Homogenisierungsvorrichtung ist sie insbesondere auf das Mischen oder Homogenisieren von Gas- und Ölgemischen anwendbar, die aus Onshore- oder Unterseebohrlöchern gefördert wurden. Das aus solchen Bohrlöchern geförderte Fluid kann in bezug auf seine Gas- und Flüssigkeitskomponenten beträchtlich variieren. Sie kann zum Beispiel Chargen von im wesentlichen unvermischter Flüssigkeit umfassen, die von vornehmlich gasförmigen Teilen getrennt ist, sowie von Teilen, die mehr oder weniger homogen sind. Diese Unbeständigkeit der Natur des geförderten Materials macht deren Handhabung schwierig, insbesondere in bezug auf die Pumpausrüstung.

Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigt:

Fig. 1 und 3 Seitenansichten der Misch- oder Homogenisierungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung im Schnitt;

Fig. 2 eine Seitenansicht einer Misch- oder Homogenisierungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung im Schnitt, die in unserer mitanhängigen Ausscheidungsanmeldung EP-A-95108997.8 beansprucht wird;

Fig. 4 eine Teilschnitt-Seitenansicht eines Aufnahmebehälters einer Unterseeinstallation, die einen Einsatz aufnimmt, der eine Vorrichtung gemäß Fig. 2 beinhaltet;

Fig. 5 eine Seitenansicht der Unterseeinstallation, in der das Gefäß montiert ist; und

Fig. 6 eine Draufsicht auf die Unterseeinstallation in einem kleineren Maßstab.

Die Mischvorrichtung von Fig. 1 umfaßt einen aufrechten zylindrischen Behälter 10, dessen obere Endwand 11 mit einem mittleren Loch versehen ist, durch das ein Rohr 12 entlang der Behälterachse verläuft. Neben dem Rohr 12 hat ein aufrechtes Einlaßrohr 14 Verbindung mit dem Behälterinneren über ein zweites Loch in der oberen Endwand 11, das von der Achse versetzt ist. Die untere Endwand 16 des Behälters hat einen mittleren Auslaß 17, über den der Behälter mit einem hohlen Abflußrohranschlußstück 20 Verbindung hat, dessen Inneres so ausgestaltet ist, daß es als Venturi-Rohr fungiert. Das mittlere Rohr 12 verläuft, mit Abstand, durch den Auslaß 17, und sein offenes unteres Ende ist unmittelbar innerhalb des Anschlußrohrstückes 20.

Eine durch das Einlaßrohr 14 mit einer geeigneten Strömungsrate in den Behälter eingeleitete Flüssigkeit bildet einen Pool 21, aus dem die Flüssigkeit unter Schwerkraft durch den Auslaß 17 und das Abflußrohranschlußstück 20 strömt. Eine zweite Flüssigkeit oder ein Gas, die/das über das Rohr 12 zugeführt wird, wird durch das Venturi-Rohr durch das Rohr gezogen und somit effektiv mit der durch das Rohr 14 eintretenden Flüssigkeit vermischt. Das Rohr 12 ist mit Löchern oder Perforationen 22 wenigstens über seinem unteren Bereich ausgestattet, so daß die Flüssigkeit in dem Pool 21 über das Rohr sowie durch den Auslaß 17 in das Venturi-Rohr eintreten kann. Auf diese Weise wird ein gewisses Maß an Regulierung des Pegels des Pools 21 erzielt, da eine größere Zahl der Perforationen 22 für den Abfluß der Flüssigkeit zur Verfügung steht, wenn der Pegel des Pools ansteigt.

Die Vorrichtung von Fig. 1 dient somit zum Vermischen einer Flüssigkeit aus einer ersten externen Quelle mit einer anderen Flüssigkeit oder einem Gas aus einer zweiten, unterschiedlichen, externen Quelle. Die Vorrichtung hat eine Reihe verschiedener Anwendungsmöglichkeiten wie z. B. zur Chemikalieninjektion oder für die tropfenweise Zufuhr von Zusätzen zu einer Flüssigkeit.

Die Vorrichtung gemäß Fig. 2 ist so ausgestaltet, daß sie flüssige und gasförmige Phasen miteinander vermischt, die in einer einzelnen Fluidzufuhr auftreten, und somit als Homogenisierer fungiert. In der nachfolgenden Beschreibung der Vorrichtung der Fig. 2 und 3 werden bereits in Fig. 1 verwendete Bezugsziffern auch hier wieder für gleiche oder ähnliche Teile verwendet.

Die Vorrichtung von Fig. 2 unterscheidet sich von der von Fig. 1 dahingehend, daß die Fluidquelle für das mittlere Rohr 12 der obere Teil des Behälterinneren ist. Zu diesem Zweck verläuft das mittlere Rohr 12 nicht über die obere Endwand 11 nach oben hinaus, die mit einem zweiten, axial versetzten Loch 25 versehen ist. Ein Unterbehälter 26, der die Form eines Zylinders mit einer geringeren axialen Länge und einem geringeren Durchmesser als der Hauptbehälter hat und durch den das Einlaßrohr 14 verläuft, ist an der oberen Endwand 11 montiert, und sowohl das Loch 25 als auch das Rohr 12 haben damit Verbindung.

Die flüssige Phase eines mehrphasigen Fluidstroms, der über das Einlaßrohr 14 in den Behälter 10 eintritt, neigt dazu, sich unter Schwerkraft von der gasförmigen Phase abzuscheiden, und bildet den Pool 21 im unteren Teil des Behälters. Die gasförmige Phase nimmt den oberen Teil des Behälters oberhalb der Oberfläche des Flüssigkeitspools ein. Die flüssige Phase wird aus dem Pool 21 durch das Abflußrohranschlußstück 20 unter Schwerkraft abgezogen, und die Wirkung des Venturi-Rohres besteht darin, daß sie Gas aus dem oberen Teil des Behälters durch das Loch 25, den Unterbehälter 26 und das mittlere Rohr 12 in das Venturi-Rohr abzieht. Die flüssige Phase wird demzufolge mit der gasförmigen Phase gemischt, so daß ein homogenisiertes oder ein wesentlich homogenisiertes Fluid im Abflußrohranschlußstück 20 erhalten wird. Wenn der in den Behälter eintretende mehrphasige Fluidstrom bereits homogen oder in etwa homogen ist, dann wird das Gemisch durch das Abflußrohranschlußstück über die Öffnung 17 und das Rohr 12 abgelassen.

Die Hohlraumfraktion α des aus dem Behälter 10 abfließenden Fluids ist abhängig von den Abmessungen des Venturi-Rohrs und kann von der Gesamtströmungsrate QT, dem Flüssigkeitspegel h im Behälter und vom absoluten Druck σ unabhängig gemacht werden.

Angenommen, in dem Behälter 10 sind sowohl etwas Flüssigkeit als auch etwas Gas vorhanden, ist der Gesamtdruckabfall für die durchfließenden Gas- und Flüssigkeitsphasen gleich, und die Hohlraumfraktion aus dem Behälter kann wie folgt aus der resultierenden Gleichung abgeleitet werden:

Dabei ist:

AT - der Querschnittsbereich des Behälters,

AL - der Querschnittsbereich der Flüssigkeit in dem Venturi-Rohr,

AG - der Querschnittsbereich des Gases in dem Venturi-Rohr,

ξL- der gesamte Flüssigkeitsverlustkoeffizient,

ξG- der gesamte Gasverlustkoeffizient,

PL - die Flüssigkeitsdichte,

PG - die Gasdichte, und

g - Schwerkraft.

Bei gleichmäßigen Strömungsbedingungen ist die durchschnittliche aus dem Behälter abgezogene Hohlraumfraktion gleich der durchschnittlichen in diesen eintretenden Hohlraumfraktion. Um zu gewährleisten, daß sich im Behälter immer Flüssigkeit und Gas befinden, ist es ratsam, die mit zunehmendem Flüssigkeitspegel abgezogene Gasfraktion zu verringern, und umgekehrt, und dies wird mit Hilfe der Perforationen 22 im mittleren Rohr 12 erzielt. Der perforierte Rohrabschnitt 22 fungiert somit als integraler Regulator, der eine Variation der Hohlraumfraktion zuläßt. Durch eine entsprechende Wahl der Abmessungen des Venturi-Rohrs und der Perforationen 25 in dem Rohrabschnitt 22 kann jede gewünschte Mischeinheitseigenschaft erzielt werden.

In einigen Anwendungen der Vorrichtung von Fig. 2 ist es möglicherweise wünschenswert, einen Fluidzusatz in den aus dem Rohranschlußstück 210 abfließenden homogenisierten Strom einzuleiten, und dies kann einfach mit Hilfe der in Fig. 3 gezeigten Vorrichtungsform erzielt werden.

Die Vorrichtung von Fig. 3 ähnelt der von Fig. 2, hat jedoch zusätzlich eine Rohrleitung 30, die koaxial beabstandet in der Rohrleitung 12 aufgenommen wird. Die Innenrohrleitung 30 verläuft zum unteren Ende der Rohrleitung 12 und hat an ihrem oberen Ende Verbindung mit einer Quelle des gewünschten flüssigen oder gasförmigen Zusatzes, der zusammen mit der Flüssigphase aus dem Pool 12 und der gasförmigen Phase darüber in das Venturi-Rohranschlußstück eingesaugt wird, um dort mit diesen Phasen effektiv vermischt zu werden. Eine Innenrohrleitung wie die Rohrleitung 30 könnte auch in die Vorrichtung der anderen Figuren eingebaut werden, wo gewünscht wird, mehr als ein Fluid mit der durch das Einlaßrohr 14 zugeführten Flüssigkeit zu vermischen.

In einigen Anwendungen der in den Fig. 1, 2 und 3 illustrierten Vorrichtungsformen ist es wünschenswert, den durch die Vorrichtung fließenden Fluidstrom zu messen, und die Vorrichtung kann an einen abwärts gelegenen Durchflußmesser angeschlossen werden. Da jedoch jede Vorrichtungsform ein Venturi-Rohr beinhaltet, läßt sich ein Durchflußmeßgerät der Art, die von dem Druckabfall abhängig ist, der in einem Venturi-Rohr auftritt, leicht in die Mischvorrichtung integrieren.

Wie also schematisch nur in Fig. 2 dargestellt ist, obwohl dies auch auf die Vorrichtung der Fig. 1 und 3 anwendbar ist, sind an dem Rohranschlußstück 20 axial oberhalb und unterhalb Drucksonden oder Meßgeräte 40 und 41 montiert, die Ausgangssignale erzeugen, die den erfaßten Fluiddruck repräsentieren. Das oberhalb montierte Meßgerät 40 befindet sich am Eingang zur Venturi-Kehle, und das Meßgerät 41 befindet sich an der Kehle selbst. Die Ausgangssignale des Meßgerätes werden in ein Verarbeitungsgerät 50 gespeist. Oberhalb und unterhalb beabstandete Temperatursensoren 45 und 46 sind ebenfalls am Rohranschlußstück 20 an jeweiligen axialen Stellen montiert, die denjenigen der Druckmeßgeräte 40 und 41 entsprechen. Die erfaßte Temperatur repräsentierende Ausgangssignale werden von den Sensoren 45 und 46 zum Verarbeitungsgerät 50 geleitet. Die Ausgangssignale von den Temperatursensoren 45 und 46 werden in das Verarbeitungsgerät 50 geleitet, das Ausgänge zu einem Anzeige- und/oder Aufzeichnungsgerät 51 anlegt, um Variationen der Dichte aufgrund von Temperaturänderungen auszugleichen.

Das durch das Rohranschlußstück 20 fließende Gemisch umfaßt sowohl gasförmige als auch flüssige Phasen, und die Mengendurchflußraten der getrennten Phasen können mit dem Verarbeitungsgerät 50 errechnet werden, indem es mit Ausgangssignalen von einem Densitometer 54 gespeist wird, das von jeder beliebigen Art sein kann, wie beispielsweise ein y- oder Röntgenstrahlen-Densitometer. Die homogenisierte Natur des Fluidstroms in dem Rohranschlußstück 20 gewährleistet ein genaues Ergebnis.

Es wurde zwar auf Fluidstrom durch die Vorrichtung der Fig. 1, 2 und 3 unter Schwerkraft Bezug genommen, aber die Strömung kann auch durch einen abwärtigen Booster 31 oder eine Pumpe verstärkt oder induziert werden, die schematisch nur in Fig. 3 angedeutet ist, aber auch auf die Vorrichtung von Fig. 1 oder Fig. 2 anwendbar ist, und der/die unterhalb des Abfluß- oder Venturi-Rohranschlußstückes 20 montiert ist.

Die vorliegende Erfindung findet insbesondere, aber nicht ausschließlich, in der Ölindustrie Anwendung. So kann beispielsweise Rohöl, das sich aus einem Gemisch aus Gas, Öl und Wasser zusammensetzt, durch die Vorrichtung von Fig. 2 gespeist werden. Zur Verwendung in Unterseeinstallationen kann die Vorrichtung wie in Fig. 4 gezeigt in einen Einsatz 60 zur Aufnahme in einem aufrechten, oben offenen Gefäß 61 eingebaut werden, das sich an der Anlage befindet. Das Gefäß 61 kann wie in den Fig. 5 und 6 an einem Rahmen für einen Satellitenproduktions-Steigrohrkopf 63 montiert sein, praktischerweise auf der gegenüberliegenden Seite des Steigrohrkopfes von einem Steuermodul 62, um zu einem Gewichtsausgleich des Rahmens beizutragen.

Der Einsatz 60 hat ein oberes, ein mittleres und ein unteres Dichtungsmittel 64, 65 und 66 mit gleichem Durchmesser zum Abdichten gegen einen unteren Abschnitt des Gefäßes 61 mit gleichförmigem Innenquerschnitt. Das Dichtungsmittel wird durch Hydraulikdruck nach dem Einsetzen des Einsatzes 61 in das Gefäß aktiviert. Der Raum zwischen dem oberen und dem mittleren Dichtungsmittel 64 und 65 definiert eine verschlossene Eintrittskammer, in die das Rohöl, das durch das Rohr 69 gefördert wird, durch ein Loch in der Gefäßwand zugeführt wird. Von der Eintrittskammer fließt das Rohöl in den Behälter 10 der Misch- oder Homogenisierungsvorrichtung, durch die es fließt. Das untere Dichtungsmittel 66 definiert das untere Ende einer Abflußkammer, in die der gemischte und dosierte Rohölfluß vom unteren Ende des Rohranschlußstückes 20 der Vorrichtung eintritt, und von dem es aus dem Gefäß durch eine Öffnung in der Gefäßwand in das Rohr 70 abfließt.

Der elektrische und hydraulische Stromanschluß an dem Einsatz 60 erfolgt durch Kupplungsanordnungen, die ein Loch in der Bodenwand des Gefäßes 61 und einen Steckanschlußteil 72 umfassen, der aus dem unteren Ende des Einsatzes vorsteht und der durch Einstechen während der Installation des Einsatzes in das Loch eingeführt wird. Oberhalb des oberen Dichtungsmittels 64 umfaßt der Einsatz 60 einen Steckverbinder 74, mit dem er mechanisch in einem oberen Abschnitt des Gefäßes mit größerem Durchmesser als der untere Abschnitt verriegelt wird, und einen Laufhals 75, mit dem er während der Installation in das Gefäß abgesenkt wird und bei Bedarf mit Hilfe eines speziellen Laufwerkzeugs wieder herausgehoben werden kann.

Elektrische und hydraulische Verbindungen mit dem Einsatz 61 erfolgen über den Steckanschlußteil 72 und einen elektrischen/hydraulischen Signalintegrator 76, der sich unterhalb des untersten Dichtungsmittel 66 befindet. Der Einsatz kann bei Bedarf eine Drossel 80 beinhalten, die sich oberhalb der Durchflußmeßvorrichtung wie gezeigt oder unterhalb davon befinden kann, und mit der Verbindungen von dem Integrator 76 verlaufen, sowie zur Durchflußmeßvorrichtung, es sei denn, die Drossel umfaßt ein mechanisch betätigtes Drosselventil. Steuer- und Informationsignale werden durch den Steckanschlußteil 72 und den Integrator 76 zwischen dem Einsatz und dem Steigrohrkopf-Steuermodul 62 sowie durch ein Speisekabel 81 für die Installation an ein Schaltzentrum geführt.

Der Durchflußmesser-Einsatz 60 und das Gefäß 61 sind unterhalb des Flügelventils des Steigrohrkopfes 63 montiert, mit dem er über einen festverrohrten Flanschanschluß verbunden ist, so daß das Rohöl kontinuierlich vom Kopf durch ein Hauptventil und das Flügelventil zum Einsatz und nach außen über einen Strömungsbasis-Steckverbinder zum Transportrohr fließt.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Vermischen oder Homogenisieren einer ersten Flüssigkeit mit einer zweiten Flüssigkeit oder einem Gas, wobei die Vorrichtung folgendes umfaßt: einen Behälter (10), der einen Pool (21) der ersten Flüssigkeit aufnimmt, wobei der Behälter einen Einlaß (14) für die Flüssigkeit und eine Öffnung (17) aufweist, die mit einem Abflußrohr (20) in Verbindung steht, eine Verengung im Abflußrohr, die die Funktion eines Venturi-Rohres hat, und einen Kanal (12; 30), der in das Abflußrohr von einer Quelle der zweiten Flüssigkeit oder des Gases verläuft, die sich außerhalb des Behälters befindet, um in dem Venturi-Rohr die erste Flüssigkeit aus dem Pool mit der zweiten Flüssigkeit oder dem Gas von der Quelle zu vermischen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Kanal (12; 30) zur Quelle durch den Pool (21) der ersten Flüssigkeit in dem Behälter (10) verläuft.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der der Kanal (12) mit Löchern versehen ist, um darin die erste Flüssigkeit aus dem Pool (21) aufzunehmen.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der der Kanal (12) in beabstandeten Positionen über seine Länge mit Löchern versehen ist, so daß die Menge der darin aufgenommenen ersten Flüssigkeit abhängig ist von dem Pegel des Pools (21).

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Kanal (30) innerhalb der Rohrleitung (12) in dem Behälter (17 [sic]) verläuft, die eine Verbindung zwischen dem Abflußrohr (20) und dem Inneren des Behälters in einer von dem Abflußrohr beabstandeten Position herstellt.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der der Kanal konzentrisch innerhalb der Rohrleitung (12) verläuft.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei der die Rohrleitung (12) mit Löchern versehen ist, um mit der ersten Flüssigkeit im Pool (21) und mit dem Inneren des Behälters (17 [sic]) über dem Pool in Verbindung zu stehen.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Rohrleitung (12) in beabstandeten Positionen über ihre Länge mit Löchern versehen ist, so daß die Menge der in die Rohrleitung eintretenden ersteh Flüssigkeit abhängig ist vom Pegel des Pools (21).

9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche mit Durchflußmessern (40, 41, 50, 51) zum Messen der Strömung durch das Venturi-Rohr.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der der Durchflußmesser folgendes umfaßt: Drucksensoren (40, 41), die sich jeweils am Eingang zur Einschnürung am Venturi- Rohr und an der Einschnürung befinden, ein Verarbeitungsmittel (50) zum Verarbeiten der Sensorausgänge und ein Anzeige- und/oder Aufzeichnungsmittel (51), das auf den Ausgang des Verarbeitungsmittels reagiert.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der der Durchflußmesser Sensoren (45, 46) umfaßt, die auf die Fluidtemperatur an den Drucksensoren (40, 41) reagieren, und bei der das Verarbeitungsmittel (50) die Temperatursensorausgänge zum Ausgleichen von temperaturabhängigen Dichteänderungen verwendet.

12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, bei der der Durchflußmesser ein Densitometer (54) umfaßt und das Verarbeitungsmittel (50) auf die Ausgänge der Drucksensoren und des Densitometers reagiert, um die Massendurchflußgeschwindigkeiten gasförmiger und flüssiger Phasen im Venturi-Rohr zu errechnen.

13. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der sich die Abflußrohr-Öffnung (17) im unteren Bereich des Behälters (10) befindet.

14. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der das Abflußrohr (20) mit dem Einlaß einer der Verengung nachgeschalteten Saugpumpe (31) in Verbindung steht.

15. Unterwasserinstallation, die eine Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche einschließt, zum Vermischen oder Homogenisieren von Rohöl und Gas.

16. Unterwasserinstallation nach Anspruch 15, bei der die Vorrichtung in einem Einsatz (60) enthalten ist, der in einem Gefäß (61) der Installation aufgenommen wird, in das der Einsatz von einer Oberflächenausrüstung gesetzt und aus dem es wieder herausgenommen werden kann.

17. Unterwasserinstallation nach Anspruch 16, umfassend Dichtungen (64, 65, 66), die zwischen dem Einsatz (60) und dem Gefäß (61) wirksam sind, wobei die Dichtungen eine Eintrittskammer und eine Austrittskammer definieren, die jeweils mit einem Einlaß und dem Abflußrohr der Vorrichtung in Verbindung stehen.

18. Unterwasserinstallation nach Anspruch 17, umfassend Mittel zum Aktivieren der Dichtungen durch Hydraulikdruck.

19. Unterwasserinstallation nach Anspruch 16, 17 oder 18, umfassend ein Mittel (74) zum Verriegeln des Einsatzes an dem Gefäß nach der Aufnahme darin.

20. Unterwasserinstallation nach Anspruch 16, 17, 18 oder 19, umfassend elektrische und/oder hydraulische Anschlußmittel (72, 76) zwischen dem Einsatz und der Unterwasserinstallation, wobei das Anschlußmittel dafür vorgesehen ist, infolge einer Einstichinstallation des Einsatzes in das Gefäß wirksam zu sein.

21. Verfahren zum Vermischen oder Homogenisieren einer ersten Flüssigkeit mit einer zweiten Flüssigkeit oder einem Gas, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt: Abgeben der ersten Flüssigkeit aus einem Behälter (10) mit einem Pool (21) der ersten Flüssigkeit durch ein Abflußrohr (20), das mit dem Behälter über eine Öffnung (17) darin in Verbindung steht, wobei in dem Abflußrohr eine Konstruktion enthalten ist, die die Funktion eines Venturi-Rohres hat, und Zuführen der zweiten Flüssigkeit oder des Gases von einer außerhalb des Behälters gelegenen Quelle durch einen Kanal (12; 30) mit einem Auslaßende im Abflußrohr zum Vermischen der zweiten Flüssigkeit oder des Gases mit der ersten Flüssigkeit, die durch den Venturi-Kanal abgegeben wird.

22. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem der Kanal (12) durch den Pool (21) verläuft, wobei Löcher (22) beabstandet über den Kanal angeordnet sind, um den Fluß einer von der Höhe des Pools (21) abhängigen Menge der Flüssigkeit in den Kanal zu ermöglichen.

23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, umfassend das Zuführen von wenigstens einem Drittel der Flüssigkeit oder des Gases durch einen zweiten Kanal mit einem Auslaßende in dem Abflußrohr zum Vermischen im Venturi- Rohr.

24. Verfahren nach Anspruch 21, 22 oder 23, umfassend das Messen des Fluidstroms durch das Venturi-Rohr durch Erfassen von Druckänderungen daran.

25. Verfahren nach Anspruch 24, umfassend das Ausgleichen der Fluidstrommessung durch Erfassen von Temperaturänderungen am Venturi-Rohr.

26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, umfassend das Bestimmen von Massendurchflußgeschwindigkeiten von Gas- und Flüssigkeitsphasen im Venturi-Rohr durch Dichtemessung daran.

27. Verfahren nach einem der Ansprüche 21-26, umfassend das Koordinieren der Strömung von Flüssigkeit in den und aus dem Pool, um den Pegel des Flüssigkeitspools beizubehalten.







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