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Dokumentenidentifikation DE19841567C1 20.01.2000
Titel Lüftungskanal mit Schalldämpfungselement
Anmelder Jacobs, Heinz-Josef, 33100 Paderborn, DE
Vertreter Hanewinkel, L., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 33102 Paderborn
DE-Anmeldedatum 11.09.1998
DE-Aktenzeichen 19841567
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2000
IPC-Hauptklasse F24F 13/24
Zusammenfassung Der Lüftungskanal (1) beinhaltet mindestens ein sich in Strömungsrichtung (S) im Lüftungskanal (1) erstreckendes Schalldämpfungselement (10). Dieses Schalldämpfungselement (10) weist quer zur Strömungsrichtung (S) einen ringförmigen Querschnitt auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Lüftungskanal mit mindestens einem sich in Strömungsrichtung im Lüftungskanal erstreckenden Schalldämpfungselement.

Derartige Lüftungskanäle werden üblicherweise eingesetzt, um von Maschinen, aus Maschinenhallen, aus Klimaanlagen od. dgl. die Abluft wegzuführen. Um den aus dem Lüftungskanal austretenden Schall zu dämpfen, wird in der Praxis häufig ein plattenförmiges Schalldämmaterial in Längsrichtung in ein Stück des Lüftungskanals eingeschoben. Diese Schalldämpfplatten, auch Kulissen genannt, erstrecken sich in der Regel von einer Seite des Lüftungskanals bis zur anderen Seite. Zwischen den einzelnen nebeneinander oder übereinander geschichteten Platten verbleiben Durchtrittsspalte für die Luft. Um hiermit eine ausreichende Dämpfung zu erreichen wird eine relativ große Absorberfläche benötigt. Außerdem muß ein bestimmter Luftdurchsatz gewährleistet sein. Dies führt dazu, daß das Kanalstück, in das die Schalldämpfkulissen eingesetzt werden (Dämpfungskanalstück), je nach Luftmenge den entsprechenden Querschnitt (wird nach Luftgeschwindigkeit berechnet) aufweisen muß.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Alternative zu diesem Stand der Technik zu schaffen, bei der bei einer geringeren Gesamtquerschnittsfläche des Lüftungskanals und ausreichendem Luftdurchsatz eine höhere Dämpfungswirkung (Absorbieren) erreicht wird.

Diese Aufgabe wird bei einem Lüftungskanal mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 dadurch gelöst, daß das oder jedes Schalldämpfungselement quer zur Störmungsrichtung einen ringförmigen Querschnitt aufweist.

Bei einem derartigen Aufbau wird erreicht, daß bei einer geringeren Querschnittsfläche des Absorbermaterials die Absorberfläche, an der die Luft vorbeistreicht, d. h. die seitliche Oberfläche des Schalldämpfungselementes entlang der Strömungsrichtung, erheblich größer ist. Es kann somit bei gleichem Luftdurchsatz auf einer geringeren Querschnittsfläche eine höhere Dämpfung erreicht werden. Aufgrund der geringeren Querschnittsfläche besteht nicht nur ein geringerer Platzbedarf für den Lüftungskanal, sondern es ist auch eine nicht unerhebliche Kostenreduzierung damit verbunden, da zum einen das Dämpfungskanalstück mit geringerem Materialaufwand hergestellt werden kann und zum anderen auch die Kanalübergangsstücke vom normalen Lüftungskanal auf das Dämpfungskanalstück kleiner ausfallen können.

Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Lüftungskanals.

Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn das Schalldämpfungselement von der Ringöffnung aus radial nach außen mehrschichtig ausgebildet ist. Durch diesen schichtweisen Aufbau ist es möglich, die Schalldämpfungselemente sehr formstabil und leicht aufzubauen.

Als vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn mindestens eine der Schichten ein Lochblech, mindestens eine weitere eine Faserdämmschicht und mindestens eine weitere eine Gesteinsschicht ist. Hierbei kann ein besonders leichter und stabiler Aufbau dadurch erreicht werden, daß das oder jedes Schalldämpfungselement von der Ringöffnung aus nach außen zunächst einen die Ringöffnung begrenzenden inneren Lochblechmantel, eine sich daran anschließende innere Gesteinsschicht, eine daran wiederum angrenzende äußere Faserdämmschicht und einen daran anschließenden, das Schalldämpfungselement nach außen begrenzenden äußeren Lochblechmantel aufweist.

Unter "Lochblech" ist in diesem Sinne im übrigen jede Art von perforierten Blechen, z. B. auch geschlitzte Bleche oder Gitterbleche, zu verstehen.

Durch die ineinanderliegenden Lochblechmäntel und die mittlere Gesteinsschicht ist eine äußerst hohe Stabilität des gesamten Schalldämpfungselementes bei gleichzeitig geringem Gewicht gewährleistet, so daß derartige Schalldämpfungselemente mit mehreren Metern Länge hergestellt und verarbeitet werden können.

Als Faserdämmschicht wird vorzugsweise eine Glasfasergewebeschicht verwendet und die Gesteinsschicht besteht vorzugsweise aus Lavagesteinskörnern, so daß die gesamten Materialien unbrennbar sind. Selbstverständlich kann als Faserdämmschicht aber auch Steinwolle od. dgl. dienen. Die Faserdämmschicht ist nicht brennbar nach A1.

Prinzipiell kann das Schalldämpfungselement jede beliebige ringförmige Querschnittsform aufweisen.

Bei einem rechteckigen Querschnitt des Lüftungskanals ist es jedoch vorteilhaft, wenn die Schalldämpfungselemente und die jeweiligen Ringöffnungen einen koaxial ineinanderliegenden viereckigen Querschnitt, vorzugsweise einen quadratischen Querschnitt, aufweisen. Insbesondere bei einem runden Lüftungsrohr weisen die Schalldämpfungselemente und die jeweiligen Ringöffnungen dagegen vorzugsweise koaxial ineinanderliegende kreisförmige Querschnitte auf.

Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Schalldämpfungselement anströmseitig mit einem Strömungsleitkopf versehen, welcher durch geeignete Mittel am Schalldämpfungselement befestigt ist.

Dieser Strömungsleitkopf weist an seiner zum Schalldämpfungselement weisenden Seite einen dem Schalldämpfungselement entsprechenden Querschnitt auf und läuft zu seinem anströmseitigen freien Ende hin radial nach außen zur Ringöffnung konisch zu.

Bei einem quadratischen Profil des Schalldämpfungselements kann der Strömungsleitkopf z. B. eine äußere Form nach Art eines Klostergewölbes aufweisen, bei einem runden Querschnitt des Schalldämpfungselements dagegen z. B. eine Kalottenform, wobei jeweils im Zentrum der Spitze des Strömungsleitkopfs sich die kreisförmige oder quadratische Ringöffnung befindet.

Der Strömungsleitkopf kann außenseitig einen geschlossenen Mantel oder einen Lochblechmantel aufweisen und/oder zur Ringöffnung hin ebenfalls einen geschlossenen Mantel oder einen Lochblechmantel aufweisen. Er kann hohl sein oder mit einem ringförmigen Kern aus einer Gesteinsschicht gefüllt sein, welcher von einer Faserdämmschicht ummantelt ist.

Damit alle Absorberflächen gut genutzt werden können, sollte das Schalldämpfungselement an allen Seiten zur Lüftungskanalwandung beabstandet im Lüftungskanal angeordnet sein. Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn der Abstand zwischen dem Schalldämpfungselement und der Lüftungskanalwandung in etwa dem Durchmesser oder Kantenmaß der Ringöffnung des Schalldämpfungselements entspricht, was von der Luftmenge und Luftgeschwindigkeit abhängig ist.

In einen Lüftungskanal können auch mehrere Schalldämpfungselemente quasi als Module in Reihen und/oder Spalten parallel nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sein. Hierbei sollte der Abstand benachbarter Schalldämpfungselemente zueinander und der Abstand der zur Lüftungskanalwandung benachbarter Schalldämpfungselemente zur jeweiligen Lüftungskanalwandung in etwa wiederum dem Durchmesser oder Kantenmaß der Ringöffnung der Schalldämpfungselemente entsprechen.

Die Schalldämpfungselemente sind vorzugsweise mittels einer schienenförmigen Aufhängung in Längsrichtung einschiebbar im Lüftungskanal angeordnet, so daß sie jederzeit entnehmbar und austauschbar sind. Es sind aber auch andere Befestigungen vorstellbar, z. B. Federbügel oder Lochbänder.

Im übrigen werden die einzelnen Module so gefertigt, daß von außen keine Beschädigung erfolgen kann und so eine saubere Absorption gewährleistet ist. Vor allem wird im Luftstrom keine Faserwolle mitgeführt.

Die Gesteinsschicht hat den Vorteil, dem Dämpfungsmodul mehr Masse geben zu können.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es stellen dar:

Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Lüftungskanal mit einer Draufsicht auf mehrere im Lüftungskanal angeordnete modulartige Schalldämpfungselemente mit einer Aufhängung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil eines Lüftungskanals mit einem Schnitt durch ein Schalldämpfungselement mit einer Aufhängung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,

Fig. 3 eine perspektivische Frontansicht eines Schalldämpfungselements mit abgebautem Strömungsleitkopf gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

Fig. 4 einen Längsschnitt durch ein Schalldämpfungselement mit einem Strömungsleitkopf, wobei der Strömungsleitkopf in der linken und in der rechten Hälfte gemäß unterschiedlichen Ausführungsformen dargestellt ist.

Wie aus den Figuren ersichtlich, weist ein im Lüftungskanal (1) sich in Strömungsrichtung (S) erstreckendes Schalldämpfungselement (10) gemäß der vorliegenden Erfindung quer zur Strömungsrichtung (S) einen ringförmigen Querschnitt auf, der gleichzeitig eine prozentuale Luftmenge aufnimmt und durchströmen läßt.

Das Schalldämpfungselement (10) ist hierbei von der Ringöffnung (11) aus radial nach außen mehrschichtig ausgebildet, wobei als innerste Schicht zunächst ein die Ringöffnung (11) begrenzender innerer Lochblechmantel (12) vorgesehen ist, an den sich radial nach außen eine innere Faserdämmschicht (13) anschließt. Daran grenzt eine mittlere Gesteinsschicht (14) als Kernschicht an. Um diese Gesteinsschicht (14) ist wiederum eine äußere Faserdämmschicht (15) gelegt, welche von einem das Schalldämpfungselement (10) nach außen begrenzenden äußeren Lochblechmantel (16) begrenzt ist.

Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen weisen die Schalldämpfungselemente (10) und die jeweilige Ringöffnung (11) koaxial ineinanderliegende quadratische Querschnitte auf, die vorzugsweise in Lüftungskanäle (1) mit rechteckigem Querschnitt eingesetzt werden.

Bei den Faserdämmschichten (12, 15) handelt es sich jeweils um unbrennbare Glasfasergewebeschichten. Diese Faserdämmschichten (12, 15) sind in erster Linie für die schalldämmende Wirkung verantwortlich.

Die Gesteinsschicht (14) besteht aus Lavagesteinskörnern mit einer Körnung von vorzugsweise zwischen 3 bis 6 mm.

Die Lochblechmäntel (12, 16) weisen im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Anteil der Lochfläche zu geschlossener Fläche von 40 : 60 auf.

Derartig schichtweise aufgebaute Schalldämpfungselemente (10) sind ausgesprochen leicht, montagefreundlich, nicht verletzbar und sehr formstabil, so daß sie auch in Längen bis etwa 3 m in einem Stück hergestellt werden können.

Anströmseitig weisen die Schalldämpfungselemente (10) einen Strömungsleitkopf (20) auf, welcher durch geeignete Mittel an dem Schalldämpfungselement (10) befestigt ist. Eine derartige Befestigung kann z. B. über Klammern, Blindnieten oder Schrauben erfolgen (nicht dargestellt).

Der Strömungsleitkopf (20) weist jeweils an seiner zum Schalldämpfungselement (10) weisenden Seite (27) ein dem Schalldämpfungselement (10) entsprechenden Querschnitt auf und läuft zu seinem anströmseitigen freien Ende (28) hin radial von außen zur Ringöffnung (11) konisch zu. Bei den in den Figuren dargestellten quadratischen Schalldämpfungselementen (10) weist der Strömungsleitkopf (20) eine äußere Form nach Art eines Klostergewölbes auf (s. Fig. 3).

Bei dem in Fig. 3 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Strömungsleitkopf (20) außenseitig einen geschlossenen Mantel (25) auf und zur Ringöffnung (11) hin einen Lochblechmantel (22). Der Strömungsleitkopf (20) ist hierbei mit einem ringförmigen Kern (23) aus einer Gesteinsschicht befüllt, welcher von einer Faserdämmschicht (24) ummantelt ist (Fig. 4, linke Seite). Alternativ kann der Strömungsleitkopf (20) auch hohl ausgebildet sein (Fig. 4, rechte Seite).

Ebenso kann der Strömungsleitkopf (20) auch komplett, d. h. außenseitig als auch zur Ringöffnung hin einen geschlossenen Mantel (25, 26) aufweisen (Fig. 4, rechte Seite), oder komplett einen Lochblechmantel (21, 22) aufweisen (Fig. 4, linke Seite).

Je nach Größe der Schalldämpfungselemente (10) und nach Größe des Lüftungskanals (1) kann in einem Lüftungskanal (1) nur ein Schalldämpfungselement (10) eingeschoben sein oder es können auch mehrere Schalldämpfungselemente (10) modulartig in Reihen und/oder Spalten parallel nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sein. Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit vier nebeneinander bzw. übereinander angeordneten Schalldämpfungselementen (10) in einem Lüftungskanal (1).

Bei einem einzigen Schalldämpfungselement (10) in einem Lüftungskanal (1) ist das Schalldämpfungselement (10) an allen Seiten zur Lüftungskanalwandung (2) beabstandet im Lüftungskanal (1) angeordnet. Befinden sich im Lüftungskanal (1) mehrere Schalldämpfungselemente (10) (Fig. 1), so ist der Abstand (c) benachbarter Schalldämpfungselemente (10) zueinander und der Abstand (d) zwischen den zur Lüftungskanalwandung (2) benachbarten Schalldämpfungselementen und der Lüftungskanalwandung (2) in etwa so groß wie der Durchmesser oder das Kantenmaß (a) der Ringöffnung (11) der Schalldämpfungselemente (10).

Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Lüftungskanal (1) eine Kantenlänge von 840 mm auf und die äußere Kantenlänge eines Schalldämpfungselementes (10) entspricht 340 mm bei einem Kantenmaß (a) der Ringöffnung (11) von ca. 100 mm. Somit beträgt der Abstand (c) zwischen zwei Schalldämpfungselementen (10) jeweils 80 mm und der Abstand (b) der Schalldämpfungselemente (10) zur Wandung (2) des Lüftungskanals (1) 40 mm. Ein optimaler Wert für den Durchmesser oder das Kantenmaß (a) der Ringöffnung (11) liegt erfahrungsgemäß zwischen 80, 100 oder 120 mm in Abhängigkeit der Luftmenge und der gewünschten Dämpfung.

Die Schalldämpfungselemente (10) sind mittels schienenförmiger Aufhängungen (6, 17; 5, 18) in Längsrichtung einschiebbar im Lüftungskanal (1) angeordnet.

Bei einem ersten Ausführungsbeispiel ist an der Wandung (2) des Lüftungskanals (1) eine T-förmige Schiene (6) mittels einer Fußplatte (6a) od. dgl. befestigt. An der Außenwandung der Schalldämpfungselemente (10) befinden sich entsprechende C- förmige Aufhängeelemente (17), welche über den T-Kopf der Schiene (6) greifen.

Um zwei benachbarte Schalldämpfungselemente (10) gegeneinander zu stabilisieren, können diese über eine Doppel-T-Schiene (7) miteinander verkoppelt sein, deren T-Köpfe jeweils wiederum in an den Außenlandungen der Schalldämpfungselemente (10) angeordnete C-förmige Aufhängeelemente (17) greifen. Die Aufhängungsschienen (6, 7) sind möglichst dünn zu wählen, so daß keine lästigen Pfeiffgeräusche entstehen.

Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Schienenaufhängung (5, 18). Hierbei ist an der Wandung (2) des Lüftungskanals (1) eine L-förmige Schiene (5) mit einer Grundplatte (5a) od. dgl. befestigt. In diese Schiene (5) greifen entsprechende im Querschnitt L-förmige Aufhängeelemente (18), welche an der Außenwandung des Schalldämpfungselementes (10) befestigt sind, ein.

Um eine zusätzliche Schalldämmung zu erreichen, kann auch die Wandung (2) des Lüftungskanals (1) selbst mit einer Dämmstoffschicht (4) versehen sein, welche auf die Blechwandung (3) des Lüftungskanals (1) aufkaschiert ist.

Zum Anbringen der Schalldämpfungselemente (10) im Lüftungskanal (1), können diese in größeren Längen als Meterware produziert und geliefert werden. Aufgrund der Stabilität der neuartigen Schalldämpfungselemente (Module) (10) ist es möglich, problemlos Längen von bis zu 3 m herzustellen; mit den bisherigen plattenförmigen Kulissen wurden allenfalls Längen von 1,5 m erreicht. Diese Schalldämpfungselemente (10) können dann vor Ort auf die gewünschte Länge gekürzt oder verlängert werden und bei Bedarf mit einem Strömungsleitkopf (20) versehen werden.

Die neuartigen Schalldämpfungselemente (10) können bei entsprechender Größe auch in einen normalen Lüftungskanal eingeschoben werden, so daß überhaupt kein Übergangsstück verwendet werden muß. Sie haben bei einer geringeren Querschnittfläche eine erheblich größere Absorbtionsfläche und somit eine höhere schalldämpfende Wirkung als die bisherigen Kulissen. Ein gemäß Fig. 1 hergestelltes Ausführungsbeispiel mit den o. g. Maßen (Grundfläche 840 mm × 840 mm = 0,7 m2) ist bezüglich des Luftdurchsatzes in der Lage, ein herkömmliches Schalldämpfungsstück mit einer Grundfläche von 1140 mm × 800 mm = 0,91 m2 zu ersetzen. Bei einer Länge der Schalldämpfungselemente (10) in Strömungsrichtung von 1 m ergibt sich bei den bisherigen Elementen eine Absorberfläche von 6,4 m2, bei den neuartigen Dämpfungselementen dagegen eine Absorberfläche von 7,02 m2. D. h., daß bei insgesamt 22% weniger Grundfläche eine 10% höhere Absorbtionsfläche erreicht wird. Dies hat zur Folge, daß die Dämpfung von 30 dba bei den bisherigen Schalldämpfungselementen auf eine Dämpfung von 36 dba bei den neuartigen Schalldämpfungselementen (10) ansteigt.

Das Schalldämpfungselement (10) ist an einem, in Einschieberichtung hinteren Längenende mit einer dem Strömungsleitkopf (20) entsprechenden Ausnehmung (Wölbung, Einbuchtung) ausgestattet, in die der Strömungsleitkopf (20) bei aneinandergereihten Schalldämpfungselementen (10) mindestens nahezu formschlüssig eingreift. Hierdurch wird eine saubere, passgenaue und strömungstechisch günstige Verbindung aneinandergereihter Module bei Verlängerung erreicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Lüftungskanal (1) mit mindestens einem sich in Strömungsrichtung (S) im Lüftungskanal (1) erstreckenden Schalldämpfungselement (10), dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Schalldämpfungselement (10) quer zur Strömungsrichtung (S) einen ringförmigen Querschnitt aufweist.
  2. 2. Lüftungskanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalldämpfungselement (10) von der Ringöffnung (11) aus radial nach außen mehrschichtig ausgebildet ist.
  3. 3. Lüftungskanal nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalldämpfungselement (10) mindestens ein Lochblech (12, 16), mindestens eine Faserdämmschicht (13, 15) und mindestens eine Gesteinsschicht (14) aufweist.
  4. 4. Lüftungskanal nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Schalldämpfungselement (10) von der Ringöffnung (11) aus nach außen zunächst einen die Ringöffnung (11) begrenzenden inneren Lochblechmantel (12), eine sich daran anschließende innere Faserdämmschicht (13), eine daran angrenzende mittlere Gesteinsschicht (14), eine daran wiederum angrenzende äußere Faserdämmschicht (15) und einen daran anschließenden, das Schalldämpfungselement (10) nach außen begrenzenden, äußeren Lochblechmantel (16) aufweist.
  5. 5. Lüftungskanal nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede Faserdämmschicht (12, 15) eine Glasfasergewebeschicht aufweist.
  6. 6. Lüftungskanal nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede Gesteinsschicht (14) Lavagesteinskörner aufweist.
  7. 7. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Schalldämpfungselement (10) und die jeweilige Ringöffnung (11) einen koaxial ineinanderliegenden viereckigen Querschnitt aufweisen.
  8. 8. Lüftungskanal nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des oder jedes Schalldämpfungselements (10) und der Querschnitt der jeweiligen Ringöffnung (11) quadratisch ist.
  9. 9. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Schalldämpfungselement (10) und die jeweilige Ringöffnung (11) einen koaxial ineinanderliegenden kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
  10. 10. Lüftungskanal nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Schalldämpfungselement (10) anströmseitig einen Strömungsleitkopf (20) aufweist.
  11. 11. Lüftungskanal nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsleitkopf (20) an seiner zum Schalldämpfungselement (10) weisenden Seite (27) einen dem Schalldämpfungselement (10) entsprechenden Querschnitt aufweist und zu seinem anströmseitigen, freien Ende (28) hin radial von außen zur Ringöffnung (11) hin konisch zuläuft.
  12. 12. Lüftungskanal nach Anspruch 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsleitkopf (20) eine äußere Form nach Art eines Klostergewölbes aufweist.
  13. 13. Lüftungskanal nach Anspruch 9 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsleitkopf außen eine Kalottenform aufweist.
  14. 14. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsleitkopf (20) außenseitig einen geschlossenen Mantel (25) oder einen Lochblechmantel (21) aufweist und/oder zur Ringöffnung (11) hin einen geschlossenen Mantel (26) oder einen Lochblechmantel (22) aufweist.
  15. 15. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsleitkopf (20) hohl ist oder einen ringförmigen Kern (23) aus einer Gesteinsschicht aufweist und mit einer Faserdämmschicht (24) durchsetzt ist.
  16. 16. Lüftungskanal nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalldämpfungselement (10) an allen Seiten zur Lüftungskanalwandung (2) beabstandet im Lüftungskanal (1) angeordnet ist.
  17. 17. Lüftungskanal nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (b) zwischen dem Schalldämpfungselement (10) und der Lüftungskanalwandung (2) in etwa dem Durchmesser oder Kantenmaß (a) der Ringöffnung (11) des Schalldämpfungselements (10) entspricht.
  18. 18. Lüftungskanal nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Lüftungskanal (1) mehrere Schalldämpfungselemente (10) in Reihen und/oder Spalten parallel neben- und/oder übereinander angeordnet sind und der Abstand (c) benachbarter Schalldämpfungselemente (10) zueinander und der Abstand (b) der zur Lüftungskanalwandung (2) benachbarten Schalldämpfungselemente (10) zur Lüftungskanalwandung (2) in etwa dem Durchmesser oder Kantenmaß (a) der Ringöffnung (11) der Schalldämpfungselemente (10) entspricht.
  19. 19. Lüftungskanal nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke (d) des oder jedes Schalldämpfungselements (10) vom inneren Lochblechmantel (12) zum äußeren Lochblechmantel (16) in etwa dem Durchmesser oder Kantenmaß (a) der jeweiligen Ringöffnung (11) entspricht.
  20. 20. Lüftungskanal nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Schalldämpfungselement (10) mittels mindestens einer schienenförmigen Aufhängung (6, 17; 5, 18) in Längsrichtung einschiebbar im Lüftungskanal (1) angeordnet ist.
  21. 21. Lüftungskanal nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine schienenförmige Aufhängung (6, 17), mindestens eine in Luftkanallängsrichtung verlaufende T-förmige Schiene (6) und mindestens ein über den T-Kopf der Schiene (6) greifendes, C-förmiges Aufhängeelement (17) aufweist.
  22. 22. Lüftungskanal nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei benachbarte Schalldämpfungselemente (10) über eine Doppel-T-Schiene (7) und zwei jeweils über die T-Köpfe greifende, an den Außenwandungen der Schalldämpfungselemente (10) angeordnete, C-förmige Aufhängeelemente (17) miteinander verbunden sind.
  23. 23. Lüftungskanal nach Anspruch 20, 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine schienenförmige Aufhängung (5, 18) mindestens eine im Querschnitt L-förmige Schiene (5) aufweist, in welche ein entsprechendes im Querschnitt L-förmiges Aufhängeelement (18) eingreift.
  24. 24. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalldämpfungselement (10) an einem (hinteren) Ende mit einer dem Störmungsleitkopf (20) entsprechenden Ausnehmung (Wölbung) ausgestattet ist, in die der Strömungsleitkopf (20) bei in Längsrichtung aneinandergereihten Schalldämpfungselementen (10) mindestens nahezu formschlüssig einfaßt.






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