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Dokumentenidentifikation DE19923041A1 27.01.2000
Titel Elektronischer Hotelschlüssel
Anmelder Rennings, Manfred, 33175 Bad Lippspringe, DE
Erfinder Rennings, Manfred, 33175 Bad Lippspringe, DE
Vertreter Fiedler & Ostermann, 33106 Paderborn
DE-Anmeldedatum 20.05.1999
DE-Aktenzeichen 19923041
Offenlegungstag 27.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.01.2000
IPC-Hauptklasse E05B 49/04
IPC-Nebenklasse G07F 7/08   
Zusammenfassung Elektronischer Hotelschlüssel zum Öffnen und Verschließen einer Hotelzimmertür, wobei ein elektronischer Datenspeicher vorgesehen ist mit mehreren Speicherbereichen, wobei in einem ersten Speicherbereich ein Code für das Betätigen der Hotelzimmertür und in einem weiteren Speicherbereich eine Bezahlapplikation vorgesehen ist, mittels der das Einspeichern von Geldbeträgen ermöglicht wird, mit einem Anzeigendisplay (2) zum Anzeigen von Geldbeträgen und mit Eingabetasten (3) zur Eingabe von Daten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen elektronischen Hotelschlüssel nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Als elektronische Hotelschlüssel sind kreditkartengroße Chipkarten bekannt, die einen Code gespeichert haben, mittels dessen das Öffnen und verschließen einer vorgegebenen Hotelzimmertür ermöglicht wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen elektronischen Hotelschlüssel derart weiterzubilden, daß der Komfort eines Hotelgastes während seines Aufenthalts im Hotel erhöht wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe weist der erfindungsgemäße Hotelschlüssel die Merkmale des Patentanspruchs 1 auf.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen elektronischen Hotelschlüssels besteht insbesondere darin, daß die Funktionalität des Hotelschlüssels erweitert wird. Der Hotelschlüssel kann nicht nur zum Öffnen bzw. Schließen des Hotelzimmers genutzt werden, sondern gleichzeitig auch zum Bezahlen innerhalb des Hotels. Auf einfache Weise kann bei notwendiger Abgabe des Hotelschlüssels gleichzeitig die Rechnung gezahlt werden.

Nach einer Weiterbildung des elektronischen Hotelschlüssels kann dieser eine Applikation aufweisen, nach der E-Mails, Telefonanrufe und andere Mitteilungen auf dem Chip des Hotelschlüssels gespeichert wird. Bei vorübergehendem Verlassen des Hotels und Abgabe des Hotelschlüssels können diese Mitteilungen in den Speicher des Hotelschlüssels geladen werden, so daß der Hotelgast nach Zurückkehren in seinem Zimmer die Informationen mittels eines Kartenlesegerätes bzw. Interfaces für ein Notebook auslesen kann.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Hotelschlüssel einen Warnmelder auf, so daß nach Drücken eines Alarmknopfes ein Notsignal erzeugt wird, das über Funk die Hotelleitung erreicht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.

Der elektronische Hotelschlüssel besteht aus einem kreditkartengroßen Gehäuse 1, mit einem Anzeigedisplay 2 und einer Mehrzahl von Eingabetasten 3. Innerhalb des Gehäuses 1 ist ein Mikroprozessor mit einem Speicher angeordnet, wobei unterschiedliche Applikationen in unterschiedlichen, vorzugsweise verschlüsselten Speicherbereichen abgespeichert sind. Eine Schnittstelle 4 ermöglicht die elektronische Verbindung zu einem Personalcomputer oder Notebook. Alternativ kann das Gehäuse 1 auch als Kartenkörper ausgebildet sein, der an genormten Stellen (ISO 7816) Kontaktflächen aufweist.

Als Applikation kann zum einen in dem Speicher des Hotelschlüssels der Code für das entsprechende Hotelzimmer abgespeichert sein. Weiterhin ist eine Bezahl-Applikation vorgesehen, die das Abspeichern von Geldbeträgen ermöglicht. Diese Applikation ist in einem gesicherten Speicherbereich abgespeichert, so daß eine Manipulation der gespeicherten Daten vermieden werden kann. Nur autorisiertes Hotelpersonal kann mittels eines Codes, beispielsweise durch entsprechend autorisierte Kartenlesegeräte mit einem Hintergrundsystem Zugang zu diesen Daten erlangen. Auf diese Weise kann das Hotelpersonal Rechnungen für Getränke etc. in die Karte bzw. in den Hotelschlüssel einspeichern. Der Hotelgast kann jederzeit diese Daten in dem Anzeigendisplay 2 abrufen, so daß er einen Überblick hat über die angefallen Kosten. Ihm ist es jedoch verwehrt, Änderungen an diesen Daten vorzunehmen.

Als weitere Applikation ist vorgesehen, daß Telefonanrufe, E-Mails etc. als elektronische Daten in den Speicher des Hotelschlüssels eingespeichert werden können. Dies bietet sich an, wenn während der Abwesenheit des Hotelgastes solche Nachrichten angefallen sind. Das Hotelpersonal kann während der Abwesenheit diese Daten auf den Hotelschlüssel übertragen, so daß der Hotelgast bei Betätigen des Hotelschlüssels, also beim Öffnen des Hotelzimmers, automatisch durch einen Signalton oder durch eine visuelle Anzeige auf die eingegangenen Mitteilungen hingewiesen wird. Er kann diese dann sofort abrufen.

Darüber hinaus kann der Hotelschlüssel mit einer Funkwarnanlage 5 verbunden sein, die bei Betätigung ein Notrufsignal an die Hotelleitung sendet. Zu diesem Zweck ist ein Sender in dieser Funkwarnanlage 5 integriert, die bei Betätigen eines Notrufknopfes ein vorgegebenes Notrufsignal absendet.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektronischer Hotelschlüssel zum Öffnen und Verschließen einer Hotelzimmertür, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektronischer Datenspeicher vorgesehen ist mit mehreren Speicherbereichen, wobei in einem ersten Speicherbereich ein Code für das Betätigen der Hotelzimmertür und in einem weiteren Speicherbereich eine Bezahlapplikation vorgesehen ist, mittels der das Einspeichern von Geldbeträgen ermöglicht wird, mit einem Anzeigendisplay (2) zum Anzeigen von Geldbeträgen und mit Eingabetasten (3) zur Eingabe von Daten.
  2. 2. Elektronischer Hotelschlüssel nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schnittstelle (4) vorgesehen ist zur Verbindung mit einem Datenverarbeitungsgerät, insbesondere mit einem Personalcomputer.
  3. 3. Elektronischer Hotelschlüssel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Funkwarnanlage (5) vorgesehen ist, die in Abhängigkeit vom Drücken einer Eingabetaste (3) ein Warnsignal aussendet.
  4. 4. Elektronischer Hotelschlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Batterie oder ein Akkumulator vorgesehen ist zur Energieversorgung der elektronischen Verbraucher.






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