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Dokumentenidentifikation DE19835367A1 17.02.2000
Titel Zweireihiges Pendelrollenlager
Anmelder FAG OEM und Handel AG, 97421 Schweinfurt, DE
Erfinder Brand, Armin, 97688 Bad Kissingen, DE;
Weigand, Michael, 97725 Elfershausen, DE;
Schröder, Rainer, 97440 Werneck, DE;
Ganß, Werner, 97424 Schweinfurt, DE
DE-Anmeldedatum 05.08.1998
DE-Aktenzeichen 19835367
Offenlegungstag 17.02.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.2000
IPC-Hauptklasse F16C 19/38
IPC-Nebenklasse F16C 33/48   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft die Käfighälften des zweireihigen Pendelrollenlagers.
Durch ein Kupplungselement (1) werden die beiden Käfighälften (8) miteinander verbunden, um die Drehzahlunterschiede zwischen den beiden Käfighälften zu verhindern.
Diese Drehzahlunterschiede treten bei vorwiegend axialer Belastung der Pendelrollenlager auf und führen zu schädlicher Gleitreibung im Lager.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft den Käfig eines zweireihigen Pendelrollenlagers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es gibt bereits eine Vielzahl von Pendelrollenlagern, bei denen jede Rollenreihe je einen Käfig besitzt. Diese Lösungen hat den Nachteil, daß bei einer axialen Belastung gewisser Größe des zweireihigen Pendelrollenlagers nur eine Rollenseite belastet ist und die zweite Rollenseite lastlos ist. Dies hat zur Folge, daß die lastlos laufende Rollenreihe in der Drehzahl abfällt bis hin zum Stillstand. Hier entstehen schädliche Gleitreibungen im Lager. Bei plötzlichem Lastwechseln wird diese Rollenbahn in kürzester Zeit bis auf Lagerdrehzahl beschleunigt. Diese Beschleunigung bedeutet einen sehr hohen Verschleiß für die Laufbahnen im Innenring, Außenring und die Wälzkörper. Zusätzlich wird der Käfig stoßweise stark belastet.

In der DE 29 04 368 wird ein Lösungsansatz für das Problem der unterschiedlichen Drehzahl der beiden Rollenreihen angegeben, in dem auf ein Kupplungselement zwischen den Käfighälften hingewiesen wird. Hierbei wird aber ein zusätzliches Bauteil eingesetzt, das die beiden Käfighälften über einen Reibschluß verbindet. Die reibschlüssigen Verbindungen aus einem weichelastischen Werkstoff gewähren keine sichere Mitnahme der beiden Käfighälften. Außerdem verschleißen diese reibschlüssigen Verbindungen unter der Abgabe von kleinen Partikeln, die dann im Pendelrollenlager negative Auswirkungen haben.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, beim zweireihigen Pendelrollenlager einen Käfig so zu gestalten, daß er einerseits die störende Gleitreibung zwischen den zwei Käfighälften verhindert, andererseits günstigere Herstellkosten aufweist als das bestehende System aus zwei Käfighälften mit einem zusätzlichen Kupplungselement.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch den kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst. Die Ansprüche 2 und 3 beschreiben spezielle Ausgestaltung.

Durch die Ansätze an den Käfigen, die wechselseitig ineinander greifen, wird eine formschlüssige Mitnahme der beiden Käfige bewirkt.

Dadurch, daß zwischen zwei gegenüberliegende Ansätze der Käfighälften ein Freiraum in Umfangsrichtung besteht, können sich die Käfige in bestimmten Grenzen in Umfangsrichtung gegeneinander verschieben. Vor- und Nachlaufeffekte der Käfige werden gegeneinander ausgeglichen. Da die beiden Käfighälften nicht fest miteinander verbunden sind, können sich die beiden Käfighälften im Betrieb leicht axial voneinander bewegen, was dazu führt, daß beide Rollenlaufbahnen auf einer optimalen Lauflinie im Pendelrollenlager umlaufen und so kaum Zwangsführungskräfte im Pendelrollenlager entstehen.

Durch das Auslegen der äußeren Mantelfläche der Ansätze als gleitende Führungsfläche in der Außenringlaufbahn kann gemäß Anspruch 2 ohne zusätzliche Bauteile eine Außenring-Laufbahnführung der Käfige erreicht werden.

Durch das Anbringen der Abflachungen gemäß Anspruch 3 können die Käfige problemlos montiert werden, da sie zur Montage axial in den Außenring eingeschoben werden können.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.

Fig. 1 zeigt eine mögliche Variante der erfindungsgemäßen Käfige mit den Ansätzen 1, dem Freiraum 2, der gleitenden Führungsfläche im Außenring 4 sowie den äußeren Abflachungen 3

Fig. 2 zeigt einen Käfig nach Fig. 1 im vergrößerten Ausschnitt

Fig. 3 zeigt ein ganzes zweireihiges Pendelrollenlager mit Innenring 5, Rollen 6, Außenring 7 und den Käfighälften 8 mit den Ansätzen 1 im Schnitt längs zur Drehachse.


Anspruch[de]
  1. 1. Zweireihiges Pendelrollenlager mit einem Innenring und einem Außenring und dazwischen auf den Laufbahnen des Innen- bzw. Außenring laufenden zwei Rollenreihen, mit je einem Käfig, wobei zwischen den beiden Käfigen ein Kupplungselement vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungselement an den jeweils inneren Seitenringen der beiden Käfige aus segmentierten Ansätzen (1) bestehen, die in Freiräume mit Spiel in Umfangsrichtung (2) des jeweils anderen Käfigs hineinragen.
  2. 2. Pendelrollenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelflächen (4) der Ansätze (1) der Laufbahn des Außenrings mit geringem Spiel gegenübersteht.
  3. 3. Pendelrollenlager nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in zwei gegenüberliegenden Bereichen des größeren Ringteils Abflachungen (3) eingearbeitet sind, die so dimensioniert sind, daß der Käfig axial zur Montage in den Außenring hineingeschoben werden kann.






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