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Dokumentenidentifikation DE19938216A1 24.02.2000
Titel Verflüssigungsverfahren
Anmelder L'Air Liquide, S.A. pour l'Etude et l'Exploitation des Procédés Georges Claude, Paris, FR
Erfinder Trainier, Jean-Pierre, Paris, FR
Vertreter Prietsch, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 80687 München
DE-Anmeldedatum 12.08.1999
DE-Aktenzeichen 19938216
Offenlegungstag 24.02.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2000
IPC-Hauptklasse F25J 1/00
Zusammenfassung Verfahren zur Verflüssigung eines Gases, bei dem das Gas verdichtet, gekühlt, dann in einer ersten Turbine entspannt und zumindest teilweise verflüssigt wird und ein Teil der erzeugten Flüssigkeit ebenfalls gekühlt und dann in einer zweiten Turbine entspannt wird. Die zweite Turbine arbeitet mit einer höheren Einlaßtemperatur als die erste Turbine und die erste Turbine arbeitet mit einem Auslaßdruck, der von dem der zweiten Turbine abweicht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verflüssigung eines Gasstroms und einen Verflüssiger.

Es sind zahlreiche Verfahren zur Verflüssigung der Bestandteile von Luft bekannt.

Aus der US-A-3 605 422 ist ein Verfahren zur Verflüssigung von Stickstoff bekannt, bei dem Stickstoff aus einer Mitteldrucksäule mittels zweier in Reihe angeordneter Verdichter verdichtet und dann in drei Teile aufgeteilt wird. Zwei der Teile werden jeweils in einer Turbine auf den gleichen Druck entspannt, wobei einer dieser Teile in einer kalten Turbine und der andere dieser Teile in einer warmen Turbine entspannt wird. Der verbleibende Teil wird verflüssigt und in die Säule zurückgeleitet.

Aus der US-A-4 778 497 ist ein Verfahren bekannt, bei dem zu verflüssigender, gasförmiger Stickstoff in zwei parallel angeordneten Boostern auf den gleichen Druck verdichtet und in drei Teile aufgeteilt wird, von denen zwei bei unterschiedlichen Temperaturen auf den gleichen Druck entspannt werden und einer verflüssigt und in einer Turbine entspannt wird.

Aus der US-A-4 883 518 ist ein Verfahren bekannt, bei dem unter mittlerem Druck stehender Stickstoff mittels zweier in Reihe angeordneter Booster verdichtet und dann in zwei Teile aufgeteilt wird, wobei ein Teil verflüssigt und in die Säule zurückgeführt und der andere Teil in einer kalten Turbine entspannt und zu dem Booster zurückgeführt wird. Ein Teil mittels der Booster nicht verdichteten Stickstoffs wird in einer warmen Turbine auf einen Druck entspannt, der dem am Auslaß der kalten Turbine entspricht.

Aus der US-A-4 894 076 ist ein aufwendiges Verfahren bekannt, das mindestens vier Turbinen nutzt.

Bei dem aus der US-A-5 231 835 bekannten Verfahren wird Stickstoff mittels zweier in Reihe angeordneter Booster verdichtet und einer warmen Turbine zugeführt. Eine kalte Turbine wird mit Stickstoff gespeist, der nicht zu den Boostern strömt. Die kalte Turbine erzeugt einen entspannten Stickstoffstrom, der unter einem niedrigeren Druck als der mittels der warmen Turbine erzeugte Strom steht.

Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß das Verdichtungsverhältnis des kalten Entspannungsmittels klein ist, so daß der Wirkungsgrad dieser Turbine hoch ist. Jedoch ist dies hinsichtlich des Wirkungsgrads des Verflüssigungsverfahrens nicht die beste Anordnung.

Es ist bekannt, daß ein höherer Druck am Einlaß der kalten Turbine stets günstiger ist, um ein geringes Verdichtungsverhältnis zu erhalten, was eine Erhöhung des Auslaßdrucks der kalten Turbine bedeutet. Das Problem, das in der US-A-5 231 835 dargelegt ist, nach der die kalte Turbine eine hohe Auslaßtemperatur hat (infolge des höheren Drucks in der kalten Turbine, der eine Folge des höheren Drucks ist, der zu einer höheren Temperatur des gekühlten superkritischen Fluids nach Wärmeaustausch mit dem Auslaß der kalten Turbine führt), kann durch Anwendung der Erfindung gelöst werden, die den Unterkühleraufbau betrifft.

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verflüssigung eines Gasstroms, bei welchem Verfahren ein erster Gasstrom von einem ersten Druck auf einen zweiten Druck verdichtet wird, der erste Gasstrom von dem zweiten Druck auf einen dritten Druck verdichtet wird, der erste verdichtete Gasstrom unter dem dritten Druck in einen ersten und einen zweiten Anteil aufgeteilt wird, der erste Teil verdichtet und dann gekühlt wird, ein Teil des ersten verdichteten Anteils in einer ersten Turbine entspannt wird und der Rest des ersten Teils zumindest teilweise verflüssigt wird, um eine zumindest teilweise verflüssigte Fraktion zu bilden, zumindest ein Teil des zweiten Anteils gekühlt und dieser Teil des gekühlten zweiten Anteils in einer zweiten Turbine entspannt wird, wobei die zweite Turbine eine höhere Einlaßtemperatur als die erste Turbine aufweist und die erste Turbine einen Auslaßdruck aufweist, der sich von dem Auslaßdruck der zweiten Turbine unterscheidet.

Die Erfindung hat auch einen Verflüssiger zur Verflüssigung eines Gasstroms zum Gegenstand, umfassend einen Wärmeaustauscher, eine erste und eine zweite Turbine, eine erste Verdichtungseinrichtung, eine zweite Verdichtungseinrichtung, eine dritte Verdichtungseinrichtung, eine Leitung, um den Gasstrom der ersten Verdichtungseinrichtung zuzuführen, eine Leitung, um den Gasstrom von der ersten Verdichtungseinrichtung zur zweiten Verdichtungseinrichtung zu führen, Leitungen, um den mittels der zweiten Verdichtereinrichtung verdichteten Gasstrom in einen ersten und einen zweiten Anteil aufzuteilen, den ersten Anteil der dritten Verdichtungseinrichtung zuzuführen und den ersten Anteil von der dritten Verdichtungseinrichtung zu dem Wärmeaustauscher zu führen, eine Leitung, um einen Teil des ersten Anteils von dem Wärmeaustauscher zu der ersten Turbine zu führen, eine Leitung, um einen Teil des ersten Anteils von der ersten Turbine zu der zweiten Verdichtungseinrichtung zu führen, eine Leitung, um den Rest des ersten Anteils zumindest teilweise zu verflüssigen, so daß eine zumindest teilweise verflüssigte Fraktion entsteht, eine Leitung, um zumindest einen Teil des zweiten Anteils von der zweiten Verdichtungseinrichtung zu dem Wärmeaustauscher zu führen, eine Leitung, um den besagten Teil des zweiten Anteils von dem Wärmeaustauscher zu der zweiten Turbine zu führen, und eine Leitung, um den zweiten Anteil von der zweiten Turbine zu der ersten Verdichtungseinrichtung zu führen.

Spezielle Ausführungsformen nach der Erfindung können mindestens eines der folgenden Merkmale umfassen:

  • - der Auslaßdruck der ersten Turbine ist höher als der Auslaßdruck der zweiten Turbine;
  • - der Auslaßdruck der zweiten Turbine entspricht im wesentlichen dem ersten Druck (d. h. der Unterschied zwischen den zwei Drücken ist eine Folge des Druckabfalls innerhalb des Systems);
  • - der Auslaßdruck der ersten Turbine ist höher als der Auslaßdruck der zweiten Turbine;
  • - der Auslaßdruck der ersten Turbine entspricht im wesentlichen dem zweiten Druck (d. h. der Druckunterschied ist nur eine Folge des Druckabfalls in dem System);
  • - der erste Teil wird mittels zweier in Reihe angeordneter Booster verdichtet, die mit der ersten bzw. der zweiten Turbine gekuppelt sind;
  • - zumindest ein Teil des entspannten zweiten Anteils wird zu dem ersten Gasstrom zurückgeführt;
  • - zumindest ein Teil des entspannten ersten Teils wird zu dem verdichteten ersten Gasstrom, der unter dem zweiten Druck steht, zurückgeführt;
  • - der Auslaßdruck der zweiten Turbine liegt zwischen 4 und 10 bar absolut;
  • - der Einlaßdruck der ersten Turbine liegt zwischen 40 und 80 bar absolut;
  • - der Auslaßdruck der ersten Turbine liegt zwischen 5 und 15 bar absolut;
  • - zumindest ein Teil des zweiten Anteils durchströmt eine Kühleinheit;
  • - zumindest ein Teil des ersten Anteils durchströmt eine Kühleinheit;
  • - der erste verdichtete Gasstrom, der unter dem dritten Druck steht, wird in den ersten Anteil, den zweiten Anteil und einen dritten Anteil aufgeteilt, wobei der dritte Anteil gekühlt und in einer dritten Turbine bei einer Einlaßtemperatur entspannt wird, die höher als die der ersten oder der zweiten Turbine ist;
  • - der verflüssigte Teil des ersten Anteils wird nach Entspannung auf einen Druck, der geringer als der Auslaßdruck der ersten Turbine ist, zur Bildung einer unterkühlten Flüssigkeit mittels indirektem Wärmeaustausch mit einem Teil der unterkühlten Flüssigkeit unterkühlt;
  • - ein gasförmiger Strom mit einer abweichenden Temperatur wird aus einer Luftzerlegungseinheit in den Verflüssiger eingespeist;
  • - der zumindest teilweise verflüssigte Anteil wird zumindest teilweise einer Entspannungsvorrichtung zugeführt;
  • - die dritte Verdichtungseinrichtung besteht aus zwei in Reihe angeordneten Boostern;
  • - eine Entspannungseinrichtung entspannt zumindest einen Teil der zumindest teilweise verflüssigten Fraktion; und
  • - eine weitere Turbine entspannt einen Strom aus der zweiten Verdichtungseinrichtung.

Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung einer ersten Ausführungsform;

Fig. 2 eine weitere Ausführungsform, bei der der Speisestrom nur teilweise verflüssigt wird;

Fig. 3 eine weitere Ausführungsform, bei der ein Teil des Speisestroms zunächst verdichtet wird, statt in dem Austauscher gekühlt zu werden;

Fig. 4 eine weitere Ausführungsform, wobei einige alternative Anordnungen einer zusätzlichen Turbine dargestellt sind.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird ein Luftstrom in einer Luftdestillationseinheit, die eine nicht dargestellte Doppelsäule umfaßt, zerlegt und Stickstoff 33 unter einem ersten Druck aus der Mitteldrucksäule der Doppelsäule abgezogen. Gleichzeitig wird ein Stickstoffstrom 37 aus der Niederdrucksäule der Doppelsäule abgezogen und in einem Verdichter C verdichtet; der resultierende Strom 38 wird mit dem unter dem ersten Druck stehenden Stickstoff 33 und einem ersten Rückspeisestrom 43 vermengt.

Der Strom wird dann in einem Verdichter C1 (erstes Verdichtungsmittel) verdichtet, mit einem zweiten Rückspeisestrom 45 vermengt und in einem Verdichter C2 (zweites Verdichtungsmittel) auf einen dritten Druck verdichtet. So entsteht ein Strom 39, welcher in zwei Anteile aufgeteilt wird.

Ein erster Strom 19 wird in Boostern B1, B2 nachverdichtet, in einem Wärmeaustauscher E1 gekühlt und in zwei Teile aufgeteilt. Der Booster B1 ist mit einer ersten Turbine D1 und der Booster B2 ist mit einer zweiten Turbine D2 gekuppelt.

Ein Teil 30 des ersten Stroms wird mittels der ersten Turbine D1 auf einen Zwischendruck entspannt, in dem Wärmeaustauscher E1 erwärmt und stromab des Verdichters C1 mit dem Speisestrom vermengt; er bildet den zweiten Rückspeisestrom 45. Der Rest 4 des ersten Teils wird in dem Wärmeaustauscher E1 verflüssigt, dem Wärmeaustauscher E2 zugeführt, in dem er gekühlt wird, in einem Ventil V1 entspannt, in einem Wärmeaustauscher E3 gekühlt und in zwei Fraktionen aufgeteilt.

Die erste Fraktion 14 wird in drei Ströme 13, 47 und 50 aufgeteilt, von denen zwei in den Wärmeaustauscher E1 zurückströmen. Nach Erwärmung wird der Strom 47 in dem Wärmeaustauscher E1 mit dem ersten Rückspeisestrom 7 vermengt und der Strom 50, 52 in den Verdichter C zurückgeführt und mit dem Niederdruckstickstoff vermengt.

Der Rest 13 der ersten Fraktion wird in zwei Subströme aufgeteilt, von denen einer 29 in die Luftzerlegungseinheit zurückgeführt wird und der andere 15 einem Speichertank zugeführt wird.

Die zweite Fraktion wird in einem Ventil V2 entspannt und in einen Gasstrom und einen Flüssigkeitsstrom zerlegt, wobei letzterer in den Wärmeaustauscher E3 zurückgeführt wird. Die beiden Ströme werden dann vermengt, den Wärmeaustauschern E2 und E1 zugeführt und dann abgelassen (Ströme 10 und 18).

Der zweite Anteil 5 wird leicht gekühlt, strömt durch eine Kühleinheit R, in der er gekühlt und in der zweiten Turbine D2 entspannt wird. Er wird dann erwärmt und mit dem Strom 47 und dann mit dem Speisestrom 38 stromauf des Verdichters C1 vermengt.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform wird der Strom 4 mittels des Wärmeaustauschers E1 nur teilweise verflüssigt. Das so gebildete Zweiphasengemisch wird dem Abscheider 5 zugeführt. Die flüssige Fraktion wird entsprechend dem Strom 4 nach Fig. 1 behandelt. Hingegen wird die gasförmige Fraktion mit entspanntem Gas aus der Turbine D1 vermengt und in den Verdichter C2 zurückgeführt.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 wird ein Teil des Stroms 5 in dem Austauscher E1 nicht gekühlt sondern in einem Booster B3 verdichtet, in einer Turbine D3, die mit dem Booster gekuppelt ist, entspannt, in dem Austauscher E1 erwärmt und zu dem Verdichter C2 zurückgeführt. Die Turbine D3 hat eine höhere Einlaßtemperatur als die Turbinen D1 und D2. Diese Anordnung ist vorteilhaft, denn ein Strom 60 wird mit dem Auslaß der Turbine D2 und ein Strom 61 wird stromauf des Austauscher E1 mit dem Strom 47 vermengt.

In Fig. 4 sind mehrere alternative Anordnungen einer Turbine D4 dargestellt, die mit einem Strom 4 gespeist wird, der zu 100% aus Flüssigkeit bestehen oder geringe gasförmige Anteile enthalten kann. Die Turbine kann zwischen den Austauschern E1 und E2, zwischen den Austauschern E2 und E3 oder stromab des Austauschers E3 angeordnet sein.

Der vorstehend beschriebene Gasstrom besteht aus Stickstoff. Es können auf diese Weise aber genauso Gasströme aus anderen Gasen verflüssigt werden.

Beispiel

Wie aus Fig. 1 hervorgeht, wird ein Luftstrom in einer eine (nicht dargestellte) Doppelsäule umfassenden Luftdestillationseinheit zerlegt; es werden 4000 Nm3/h Stickstoff 33 auf einem ersten Druck von 5,1 bar absolut aus der Mitteldrucksäule der Doppelsäule abgezogen. Gleichzeitig wird ein Strom 37 von 13.268 Nm3/h Stickstoff mit einem Druck von 1, 1 bar absolut aus der Niederdrucksäule der Doppelsäule abgezogen.

Nach Verdichtung in dem Verdichter C wird der Strom 38 mit Stickstoff 33, der unter dem ersten Druck steht, und mit 31.494 Nm3/h eines ersten Rückspeisestroms 43 vermengt.

Der Strom wird dann in dem Verdichter C1 (erstes Verdichtungsmittel) auf einen Druck von 8,79 bar absolut verdichtet und mit einem zweiten Rückspeisestrom 45 von 54.100 Nm3/h vermengt. Der Gesamtstrom von 104.150 Nm3/h wird zur Bildung eines Stroms 39 in einem Verdichter C2 (zweites Verdichtungsmittel) auf einen dritten Druck von 28,75 bar absolut verdichtet und in zwei Teile aufgeteilt.

Ein erster Strom 19 von 74.450 Nm3/h wird in den Boostern B1, B2 auf 49,69 bar absolut nachverdichtet, in dem Wärmeaustauscher E1 auf -108°C gekühlt und in zwei Teile aufgeteilt. Der Booster B1 ist mit der ersten Turbine D1 und der Booster B2 ist mit der zweiten Turbine D2 gekuppelt.

Der Teil 30 des ersten Stroms (54.100 Nm3/h) wird mittels der ersten Turbine D1 auf den Zwischendruck von 9 bar absolut entspannt, in dem Wärmeaustauscher E1 erwärmt und stromab des Verdichters C1 mit dem Speisestrom vermengt; er bildet den zweiten Rückspeisestrom 45. Der Rest 4 des ersten Anteils (20.350 Nm3/h) wird in dem Wärmeaustauscher E1 verflüssigt, dem Wärmeaustauscher E2 zugeführt, in dem er von -169°C auf -186°C gekühlt wird, in dem Ventil V1 entspannt, in dem Wärmeaustauscher E3 auf -194°C gekühlt und in zwei Fraktionen aufgeteilt.

Die erste Fraktion 14 wird in drei Ströme 13, 47 und 50 aufgeteilt, von denen zwei zu dem Wärmeaustauscher E1 zurückgeführt werden. Nach Erwärmung auf Umgebungstemperatur (diese soll zwischen etwa -50°C und etwa +50°C, vorzugsweise zwischen -20°C und +45°C, besser noch zwischen 0°C und +40°C liegen) wird der Strom 47 (1794 Nm3/h) in dem Wärmeaustauscher E1 mit dem ersten Rückspeisestrom 7vermengt; der Strom 50, 52 (1288 Nm3/h) wird in den Verdichter C zurückgeführt und mit dem Niederdruckstickstoff vermengt.

Der Rest der ersten Fraktion (15.283 Nm3/h) wird in zwei Subströme aufgeteilt, von denen ein Substrom 29 zu der Luftzerlegungseinheit zurückgeführt und der andere Substrom 15 einem Speichertank zugeführt wird.

Die zweite Fraktion wird in dem Ventil V2 entspannt und in einen Gasstrom und einen Flüssigkeitsstrom zerlegt, wobei letzterer zu dem Wärmeaustauscher E3 zurückgeführt Wird. Die zwei Ströme werden dann vermengt, den Wärmeaustauschern E2 und E1 zugeführt und dann abgelassen (1985 Nm3/h) (Ströme 10 und 18).

Der zweite Teil 5 wird auf 7°C gekühlt, durchströmt die Kühleinheit R, in der er auf -25°C gekühlt wird, und in der zweiten Turbine D2 auf 5,24 bar absolut entspannt. Er wird dann erwärmt, mit dem Strom 47 und dann mit dem Speisestrom 38 stromauf des Verdichters C1 vermengt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Verflüssigung eines Gasstroms, umfassend folgende Schritte
    1. a) ein erster Gasstrom wird von einem ersten Druck auf einen zweiten Druck verdichtet;
    2. b) der erste Gasstrom wird von einem zweiten Druck auf eine dritten Druck verdichtet;
    3. c) der erste verdichtete Gasstrom wird unter dem dritten Druck in einen ersten und einen zweiten Anteil aufgeteilt;
    4. d) der erste Anteil wird verdichtet und dann gekühlt, ein Teil des verdichteten ersten Teils wird in einer ersten Turbine entspannt und der Rest des ersten Anteils wird zumindest teilweise verflüssigt, um eine zumindest teilweise verflüssigte Fraktion zu bilden;
    5. e) zumindest ein Teil des zweiten Anteils wird gekühlt und zumindest ein Teil des gekühlten zweiten Anteils wird in einer zweiten Turbine entspannt, wobei die zweite Turbine eine höhere Einlaßtemparatur als die erste Turbine hat und sich der Auslaßdruck der ersten Turbine von dem Auslaßdruck der zweiten Turbine unterscheidet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßdruck der ersten Turbine höher als der Auslaßdruck der zweiten Turbine ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßdruck der zweiten Turbine im wesentlichen dem ersten Druck entspricht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßdruck der ersten Turbine höher als der Auslaßdruck der zweiten Turbine ist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßdruck der ersten Turbine im wesentlichen dem zweiten Druck entspricht.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Anteil mittels zweier in Reihe angeordneter Booster verdichtet wird, die mit der ersten bzw. der zweiten Turbine gekuppelt sind.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des entspannten zweiten Anteils in den ersten Gasstrom zurückgeführt wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des entspannten ersten Anteils in den verdichteten ersten Gasstrom, der unter dem zweiten Druck steht, zurückgeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßdruck der zweiten Turbine ungefähr zwischen 4 und 10 bar absolut liegt.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßdruck der ersten Turbine ungefähr zwischen 40 und 80 bar absolut liegt.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßdruck der ersten Turbine ungefähr zwischen 5 und 15 bar absolut liegt.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des zweiten Anteils eine Kühleinheit durchströmt.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der erste verdichtete Gasstrom, der unter dem dritten Druck steht, in den ersten, den zweiten und in einen dritten Anteil aufgeteilt wird, wobei der dritte Anteil gekühlt und in einer dritten Turbine bei einer Einlaßtemperatur, die höher als die der ersten oder der zweiten Turbine ist, entspannt wird.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der verflüssigte Teil des ersten Anteils nach Entspannung auf einen Druck, der niedriger als der Auslaßdruck der ersten Turbine ist, zur Bildung einer unterkühlten Flüssigkeit durch indirekten Wärmeaustausch mit einem Teil der unterkühlten Flüssigkeit unterkühlt wird.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein gasförmiger Strom mit einer abweichenden Temperatur aus einer Luftzerlegungseinheit in den Verflüssiger eingespeist wird.
  16. 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der zumindest teilweise verflüssigte Anteil zumindest teilweise einer Entspannungsvorrichtung zugeführt wird.
  17. 17. Verflüssiger zur Verflüssigung eines Gasstroms, umfassend:
    1. a) einen Wärmeaustauscher;
    2. b) eine erste und eine zweite Turbine;
    3. c) eine erste Verdichtungseinrichtung;
    4. d) eine zweite Verdichtungseinrichtung;
    5. e) eine dritte Verdichtungseinrichtung;
    6. f) eine Leitung, um der ersten Verdichtungseinrichtung den Gasstrom zuzuführen;
    7. g) eine Leitung, um den Gasstrom von der ersten Verdichtungseinrichtung zu der zweiten Verdichtungseinrichtung zu führen;
    8. h) Leitungen, um den mittels der zweiten Verdichtungseinrichtung verdichteten Gasstrom in einen ersten und einen zweiten Anteil aufzuteilen, um den ersten Anteil der dritten Verdichtungseinrichtung zuzuführen und den ersten Anteil aus der dritten Verdichtungseinrichtung zu dem Wärmeaustauscher zu führen;
    9. i) eine Leitung, um einen Teil des ersten Anteils von dem Wärmeaustauscher zu der ersten Turbine zu führen, eine Leitung, um diesen Teil des ersten Anteils von der ersten Turbine zu der zweiten Verdichtungseinrichtung zu führen;
    10. j) eine Leitung, um den Rest des ersten Anteils zumindest teilweise zu verflüssigen, so daß eine zumindest teilweise verflüssigte Fraktion entsteht;
    11. k) eine Leitung, um zumindest einen Teil des ersten Anteils von dem zweiten Verdichtungsmittel zu dem Wärmeaustauscher zu führen;
    12. l) eine Leitung, um zumindest einen Teil des zweiten Anteils von dem Wärmeaustauscher zu der zweiten Turbine zu führen; und
    13. m) eine Leitung, um den zweiten Anteil von der zweiten Turbine zu der ersten Verdichtungseinrichtung zu führen.
  18. 18. Verflüssiger nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Verdichtungseinrichtung aus zwei in Reihe angeordneten Boostern besteht.
  19. 19. Verflüssiger nach Anspruch 17 oder 18, gekennzeichnet durch eine Entspannungseinrichtung zur Entspannung zumindest eines Teils der zumindest teilweise verflüssigten Fraktion.






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