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Dokumentenidentifikation DE19938168A1 02.03.2000
Titel Türschutzbeschlag
Anmelder Rzieb, Georg, 90763 Fürth, DE
Erfinder Rzieb, Georg, 90763 Fürth, DE
DE-Anmeldedatum 10.08.1999
DE-Aktenzeichen 19938168
Offenlegungstag 02.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2000
IPC-Hauptklasse E05B 17/14

Beschreibung[de]

Die Türschutzbeschläge (Türschutzschilder) für gewöhnliche mechanische Schlösser decken die Öffnung für Schlüsseleinstecken nie völlig über. Dadurch ist das Schlüsselloch auch für unerwünschte böswillige Eingriffe (z. B. Einstecken von kleinen Gegenständen oder Verkleben) frei zugänglich. Das führt oft dann zu völliger Zerstörung des Schlosses, hilflos versperrte Tür ist die Folge.

Meine Erfindung löst dieses Problem dadurch, daß das Schlüsselloch an der Türaußenseite verriegelbar völlig überdeckt wird. Leicht durchführbare vandalartige Beschädigung des Schlosses ist dann nicht mehr möglich.

Ein Ausführungsbeispiel dieser Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 Frontbild des Türbeschlages in der Position "auf".

Fig. 2 Frontbild des Türbeschlages in der Position "zu".

Fig. 3 Schnittbild des Türbeschlages in der Position "zu".

Die Schlüsseloch-Vollüberdeckung (1) wird aus etwa 3 mm dickem Stahlblech (ggf. Panzerblech) ausgefertigt und kann sich in Nuten des Türschildes (2) mittels Handkraft, die auf den Türknauf (3) wirkt, auf und ab bewegen. In der Position "ab", d. h. "zu" ist die Überdeckung durch einen Stahlstift (4), auf welchen die Spiralfeder (5) horizontal mit angemessener Kraft drückt, versperrt und gesichert.

Um den Zugang zum Schloß an der Türaußenseite zu ermöglichen, wird an der Tür- Innenseite ein Elektromagnet (6) angebracht, der ein Teil des Funkschlosses darstellt. Der Magnet bekommt mittels einer Drahtleitung den notwendigen Niedervolt-Arbeitsstrom. Die elektronische Steuerzentrale des Funkschlosses besteht aus dem Netz-Trafo, dem Netz/Accu-Umschalter, dem Funkschalter, dem Zeitschalter und der Accu-Batterie. Der Funkschalter wird per einer kodierbaren Fernbedienung betätigt. Auf den entsprechenden Funkbefehl läßt er den Niedervolt-Strom vom Trafo oder der Batterie über den Zeitschalter in den Elektromagneten fließen. Die dadurch entstehende magnetische Kraft überwindet den Widerstand der Spiralfeder und zieht den Stahlstift horizontal ein. Damit wird die Schlüsselloch-Überdeckung entriegelt und ist anschließend per Handdruck auf den Türknauf nach oben zu ziehen. Der Zeitschalter beendet den Stromfluß in den Elektromagneten nach vorprogrammierter Dauer und der Stahlstift drückt wieder gegen die Überdeckungsplatte, nicht aber in eine Sperrhöhlung. Die Überdeckung wird dadurch in der Position "auf" gehalten. Das Türschloß ist dann wie üblich zu bedienen. Danach wird die Überdeckung ganz einfach mit der Hand am Türknauf heruntergezogen bis der Stahlstift in eine Aushöhlung in der Überdeckung einrastet und die Position "zu" absichert. Damit ist der Bedienungszyklus dieses Türschutzbeschlags beendet.

Im Falle eines Funkschloß-Versagens wird an der entsprechenden Stelle der Stahlstift durch die Überdeckung aufgebohrt (ggf. durch einen Schlüsseldienst). Nach Abschrauben beider Türbeschlagseiten lassen sich der Stahlstift und die Überdeckungsplatte leicht umtauschen. Der Türknauf wird an der Überdeckungsplatte durch eine Sicherheitsschraube (7) befestigt, die bei einer Rohgewalt-Anwendung an den Knauf früher nachgibt als das der Stahlstift tun würde.

Meine Türbeschlag-Erfindung ist sowohl für die Nachrüstung der bereits bestehenden Türen als auch für neue Türproduktion geeignet. Im Falle einer kompletten Türproduktion wären natürlich die Montage des Elektromagneten und seines Einspeisungskabels in das Türinnere günstig.


Anspruch[de]
  1. Türschutzbeschlag, gekennzeichnet durch die Schlüsselloch-Vollüberdeckung, die mittels eines elektronischen Funkschlosses zu verschließen ist.






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