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Dokumentenidentifikation DE69131459T2 16.03.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0492532
Titel Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Formkörpers
Anmelder Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Hara, Takahisa, Kawanishi-shi, Hyogo-ken, JP;
Matsumoto, Masahito, Ibaraki-shi, Osaka-fu, JP;
Usui, Nobuhiro, Takatsuki-shi, Osaka-fu, JP;
Matsubara, Shigeyoshi, Osaka-shi, Osaka-fu, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69131459
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.12.1991
EP-Aktenzeichen 911220002
EP-Offenlegungsdatum 01.07.1992
EP date of grant 21.07.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.2000
IPC-Hauptklasse B32B 27/04
IPC-Nebenklasse B29C 45/00   B29C 43/18   B29C 43/34   B29C 70/06   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen mehrschichtigen Formgegenstand. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere einen mehrschichtigen Formgegenstand, der eine faserverstärkte Schicht aus einer Harzlage sowie eine Hautschicht mit einem guten Oberflächenzustand aufweist.

Weil ein durch Preßformen einer faserverstärkten Harzlage hergestellter Gegenstand eine ausgezeichnete Festigkeit aufweist und insbesondere weil ein glasfaserverstärkter Harzgegenstand eine höhere Verstärkungswirkung aufweist und hinsichtlich der Herstellungskosten vorteilhaft ist, wird er bei Anwendungen verwendet, bei denen eine Festigkeit des Gegenstands erforderlich ist, was beispielsweise bei Fahrzeugteilen der Fall ist. Ein Formgegenstand aus der faserverstärkten Harzlage hat jedoch ein schlechtes Aussehen und fühlt sich nicht weich an. Um diese Mängel zu verbessern, wird ein mehrschichtiger Formgegenstand mit einer schichtförmig auf die faserverstärkte Harzlage aufgebrachten Hautschicht vorgeschlagen. Bisher wurden solche mehrschichtigen Formgegenstände durch Verbinden einer Kernschicht der faserverstärkten Harzlage und einer vorgeformten Hautschicht oder durch Einspritzen und Verschäumen eines verschäumbaren Harzes, wie Polyurethanharz, zwischen einer Kernschicht der faserverstärkten Harzlage und einer Hautschicht, um diese miteinander zu integrieren, hergestellt.

Die herkömmlichen Verfahren zum Herstellen des die faserverstärkte Harzlage und die Hautschicht enthaltenden mehrschichtigen Formgegenstands haben viele Schritte und weisen hohe Herstellungskosten auf.

US-A-4 783 298 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bilden einer aufgebrachten Schicht auf einem in einer unterteilten Formanordnung gebildeten Formprodukt. Insbesondere wird eine sehr dünne "80 bis 120 um messende" Schicht eines bei Wärme aushärtenden Harzes auf einer Oberfläche der Lagenformverbindung "SMC" gebildet. Bei diesem Verfahren wird in die SMC eingestochen, um eine Perforation zu bilden, wird ein Beschichtungsmaterial "ein unter Wärme aushärtendes Harz (im Originaltext: thermosetting resin)" in einen Beschichtungsraum, der sich in einem geschlossenen Raum befindet, welcher durch die Formen verschlossen ist, durch die Perforation eingespritzt, und werden die Formen dann geschlossen, um eine sehr dünne "80 bis 120 um messende" Schicht des unter Wärme aushärtenden Harzes auf der Oberfläche der SMC zu bilden. Zum Härten des unter Wärme aushärtenden Harzes ist das Anwenden von Wärme wesentlich. Die Aushärtzeit ist jedoch nicht sehr kurz, und sie ist in ausreichendem Maße länger als die Zeit, in der sich die Oberfläche der thermoplastischen Harzschmelze verfestigt, wenn sie in Kontakt mit der kalten Form gelangt. Weil die Schicht des unter Wärme aushärtenden Harzes weiterhin sehr dünn ist, wird der Oberflächenteil der Schicht teilweise nicht gehärtet, sondern es wird im wesentlichen die ganze Schicht gleichmäßig gehärtet.

In EP-A-333 198 ist ein Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Formgegenstands offenbart, der einen Harzkörper und ein Hautmaterial aufweist. Bei diesem Verfahren wird das Hautmaterial zwischen den Formen zugeführt, wird dann die Harzschmelze zwischen dem Hautmaterial und einer der Formen zugeführt und werden schließlich die Formen geschlossen, um den schichtförmig ausgebildeten Formgegenstand zu formen. Das offenbarte Verfahren liefert die Harzschmelze, während die Geschwindigkeit des Schließens einer Form auf höchstens 30 mm/s geregelt wird, wenn sich die Hohlraumöffnung im Bereich zwischen (c + 100) und (c + 5) mm befindet. Gemäß dem Verfahren aus EP-A-333 198 werden die Zuführbedingungen so gesteuert, daß das Hautmaterial nicht durch die Wärme und den Druck der Harzschmelze beeinträchtigt wird, weil die Harzschmelze zum Hautmaterial hin zugeführt wird.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Formgegenstands bereitzustellen, der eine faserverstärkte Harzlage und eine Hautschicht mit einem guten Aussehen, welche sich gut anfühlt, aufweist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Formgegenstands vorgesehen, welches die in den Ansprüchen 1 bzw. 3 beanspruchten Schritte enthält.

Die Erfindung wird in Zusammenhang mit der Zeichnung detailliert beschrieben, in der

die Fig. 1A und 1B vertikale Schnitte einer zum Ausführen einer Ausführungsform des Verfahrens der vorliegenden Erfindung verwendeten Formvorrichtung sind,

die Fig. 2A und 2B vertikale Schnitte einer zum Ausführen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens der vorliegenden Erfindung verwendeten Formvorrichtung sind und wobei

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines in Beispielen hergestellten Artikels ist.

Als faserverstärkte Harzlage werden ein thermoplastisches Harz (beispielsweise Polypropylen, Polyamid und dergleichen), das mit anorganischen Fasern (beispielsweise Glasfasern, Kohlefasern, Edelstahlfasern und dergleichen) verstärkt ist, organische Fasern (beispielsweise Polyamidfasern, Polyesterfasern, Aramidfasern und dergleichen) oder eine Mischung der anorganischen und der organischen Fasern verwendet. Als Verstärkungsfasern werden herkömmliche Fasern, die jeweils einen Durchmesser von 1 bis 50 um aufweisen, verwendet. Unter diesen sind die Glasfasern bevorzugt, weil sie bei geringen Kosten eine hohe Verstärkungswirkung aufweisen.

Unter den faserverstärkten Lagen sind hinsichtlich der Herstellungskosten eine durch Imprägnieren eines mattenförmigen Gegenstands oder eines abgezettelten Gewebes aus langen Glasfasern mit einem geschmolzenen thermoplastischen Harz, wie Polypropylen oder Polyamid, durch Mischen von mittellangen Glasfasern mit einer Länge von einigen Millimetern bis 50 mm und eines pulverförmigen thermoplastischen Harzes, wie Polypropylen, sowie durch Erwärmen und Schmelzen sowie Formen der Mischung hergestellte Lage und eine durch Mischen der mittellangen Glasfasern und eines pulverförmigen thermoplastischen Harzes, wie Polypropylen, sowie durch Härten von ihm zusammen mit einem Klebstoff unter Bildung eines mattenförmigen Gegenstands bevorzugt.

Das bei der vorliegenden Erfindung verwendete thermoplastische Harz wird in einem geschmolzenen Zustand auf die Oberfläche der faserverstärkten Harzlage oder die Schaumstofflage aufgebracht und durch Fließformen verarbeitet, um die Hautschicht zu bilden. Beispiele des thermoplastischen Harzes sind thermoplastische Elastomere, wie olefinische thermoplastische Elastomere und auf Styren basierende thermoplastische Elastomere, weiche Vinylchloridharze, Polyethylen niedriger Dichte und dergleichen. Unter diesen sind die olefinischen thermoplastischen Elastomere bevorzugt, weil sie eine ausgezeichnete Übertragbarkeit beim Prägen aufweisen, sich weich anfühlen und wärmebeständig sind.

Das thermoplastische Harz sollte unter Berücksichtigung seiner Schmelzverbindungseigenschaften mit der faserverstärkten Harzlage oder der Schaumstofflage ausgewählt werden. Wenn eine faserverstärkte Harzlage mit Polypropylen als Grundstoffharz verwendet wird, ist das olefinische thermoplastische Elastomer als das thermoplastische Harz bevorzugt, weil es gute Schmelzverbindungseigenschaften und eine gute Übertragbarkeit von Prägungen von der Form aufweist. Wenn jedoch eine faserverstärkte Harzlage mit Polyamid als Grundstoffharz verwendet wird, weist das olefinische thermoplastische Elastomer unzureichende Schmelzverbindungseigenschaften mit Polyamid auf und ist weniger bevorzugt.

Es ist gemäß der vorliegenden Erfindung möglich, einen mehrschichtigen Formgegenstand mit einer Schaumstoffschicht durch Bereitstellen der faserverstärkten Harzlage in den Formen, durch Anordnen der Schaumstofflage auf der Harzlage und durch dann erfolgendes Zuführen des geschmolzenen thermoplastischen Harzes herzustellen. In diesem Fall sollte die Schaumstofflage fest mit der faserverstärkten Harzlage und dem thermoplastischen Harz der Hautschicht verbunden sein.

Ein stark durch Schmelzen gebundener integrierter mehrschichtiger Gegenstand kann durch Bereitstellen einer faserverstärkten Harzlage, die Polypropylen als ein Grundstoffharz enthält, durch Anordnen einer Schaumstofflage aus Polypropylen und durch Zuführen des olefinischen thermoplastischen Harzes als Harzschmelze und durch Verschmelzen von ihnen hergestellt werden, weil diese Kombination der Materialien gute Schmelzverbindungseigenschaften aufweist.

Wenn ein mehrschichtiger Formgegenstand durch Bereitstellen einer Polypropylen als ein Grundstoffharz enthaltenden faserverstärkten Harzlage, Anordnen einer Polyurethan- Schaumstofflage, Zuführen des olefinischen thermoplastischen Elastomers als die Harzschmelze und Verschmelzen von ihnen hergestellt wird, werden drei Schichten durch einen sogenannten Ankereffekt der Harze stark integriert, weil geschmolzenes Polypropylen oder das olefinische thermoplastische Elastomer in Unebenheiten auf der Oberfläche der Schaumstofflage eindringt.

Bei einer Kombination der Schichten, die schlecht aneinander haften, dringen das Grundstoffharz und das thermoplastische Harz der Hautschicht dann, wenn ein Paar von Zwischenschichten, wie ein Gewebe, mit einem Klebstoff an den beiden Oberflächen der Schaumstofflage angebracht oder durch Verschmelzen mit diesen verbunden wird, in das Gewebe ein, so daß die Schaumstoffschicht über das Gewebe fest mit der glasfaserverstärkten Lage und der Hautschicht integriert wird.

Wenn die Schaumstofflage im mehrschichtigen Formgegenstand gemäß der vorliegenden Erfindung bereitgestellt ist, sind bevorzugte Beispiele der Schaumstofflage Schaumstofflagen aus Polypropylen und Polyurethan. Das Ausdehnungsverhältnis des Schaumstoffs liegt vorzugsweise zwischen 5 und 45.

Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird weiter detailliert mit Bezug auf die anliegende Zeichnung erklärt.

Wie in Fig. 1 dargestellt ist, wird auf einer unteren Form 1 mit einer sich darin befindenden Harzschmelzenleitung 3 eine glasfaserverstärkte Harzlage 7, die außerhalb der Formen vorgewärmt wurde, angeordnet. Die faserverstärkte Harzlage 7 weist an einer Position, die der Position der Harzzuführöffnung 4 entspricht, ein Loch 8 auf, dessen Durchmesser größer ist als derjenige einer Harzzuführöffnung 4. Eine obere Form 2, die an ihrer Innenwand Prägungen aufweisen kann, wird abgesenkt. Vor dem vollständigen Schließen der Formen wird die obere Form 2 einmal angehalten, oder ihre Absenkrate wird verringert, und eine Harzschmelze 9 wird von der Harzzuführöffnung 4 zugeführt. Die zugeführte Harzschmelze 9 durchläuft das Loch 8 und erreicht einen Hohlraum zwischen der faserverstärkten Harzlage 7 und der oberen Form 2. Vor dem Beenden der Harzzufuhr oder gleichzeitig damit wird erneut mit dem Absenken der oberen Form 2 begonnen, oder es wird beschleunigt, um die Formen zu schließen, bis eine Hohlraumöffnung einen vorgegebenen Wert erreicht hat, wodurch die Harzschmelze 9 unter Bildung einer Hautschicht, die klare Einprägungen aufweisen kann, die von der Innenwand der oberen Form übertragen werden, zu den Rändern des Hohlraums strömt. Ein Teil des Harzgrundstoffs der faserverstärkten Lage 7 schmilzt und fließt unter Auffüllung der Hohlraumränder, wodurch die Kernschicht gebildet wird.

Wenn die Schaumstofflage 10 als eine Zwischenschicht verwendet wird, wie in Fig. 2 dargestellt ist, wird eine faserverstärkte Harzlage 7 mit einem Loch, das größer ist als ein Durchmesser der Harzzuführöffnung 4 und an einer der Öffnung 4 entsprechenden Position ausgebildet ist, auf der unteren Form 1 angeordnet, und es werden dann die Schaumstofflage mit einem ähnlichen Loch 8, dessen Durchmesser größer ist als derjenige der Harzzuführöffnung 4 und das an einer der Öffnung 4 entsprechenden Position ausgebildet ist, sowie die Harzschmelze 9 durch die Löcher 8 vom Auslaß 4 in einen Raum zwischen der oberen Form 2 und der Schaumstofflage 10 eingeführt, um einen mehrschichtigen Gegenstand mit der Schaumstoffschicht zu formen.

Die Harzschmelze wird durch Einstellen der unteren Rate der oberen Form 2 auf 0 bis 30 mm/s zugeführt, wenn der Zwischenraum zwischen der oberen und der unteren Form zwischen (c + 5) und (c + 100) mm liegt, wobei c die Dicke des Endprodukts ist. Daraufhin wird vor der Harzzufuhr oder sobald diese beendet ist, erneut mit dem Absenken der unteren Form begonnen oder dies wird beschleunigt, um den mehrschichtigen Gegenstand mit einem sehr guten Aussehen zu formen. Falls die Absenkrate nicht kleiner als 30 mm/s ist oder wenn die Harzzufuhr nicht erfolgt, wenn der Zwischenraum der Formen außerhalb des obenerwähnten Bereichs liegt, kann der Formgegenstand Ungleichmäßigkeiten oder Strömungsmarken auf der Hautschicht aufweisen, oder ist die Übertragung der Prägung häufig schwierig. Wenn die Schaumstoffschicht 10 als die Zwischenschicht verwendet wird, sind die Absenkrate der oberen Form 2 und der Zeitpunkt der Harzzufuhr entsprechend der Hohlraumöffnung wichtig, weil die Schaumstofflage 10 eine geringe Widerstandsfähigkeit gegenüber Wärme und Druck aufweist und während des Formens leicht eingedrückt oder deformiert wird.

Weil die Harzschmelze 9 gemäß der vorliegenden Erfindung im Formhohlraum bereitgestellt wird, bevor das Schließen der Form abgeschlossen ist, oder die Harzschmelze 9 zugeführt wird, während die Formen geschlossen werden, um die Harzschmelze verfließen zu lassen, um den Formhohlraum aufzufüllen, kann der Gegenstand unter einem Druck geformt werden, der geringer ist als beim Spritzgießen. Daher wird die Schaumstofflage nicht beschädigt, und es kann der Formgegenstand mit einem ausgezeichneten Aussehen hergestellt werden. Die vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele veranschaulicht, die den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung nicht einschränken.

Beispiel 1

Ein Paar von Formen, die einen in Fig. 3 dargestellten Gegenstand erzeugen, wurden an einer oberen und einer unteren Andruckplatte angebracht, wobei die obere von ihnen vertikal bewegt wurde und eine Spannkraft von 100 Tonnen aufwies, und der Gegenstand wurde unter den folgenden Bedingungen geformt.

Als faserverstärkte Harzlage wurde eine Polypropylenlage mit einer Dicke von 2 mm, die mit 30 Gewichtsprozent mittellanger Glasfasern mit einer Länge von 10 bis 50 mm (hergestellt von Keipla Sheet Co., Ltd.) verstärkt ist, verwendet. In dieser Lage wurde an einer der Position des Harzzuführauslasses 4 der oberen Form 4 entsprechenden Position ein Loch gebildet, und die Lage wurde in einem Ofen auf 230ºC vorgewärmt und erweicht. Daraufhin wurde die Lage unter Anpassen des Lochs 8 an die Harzzuführöffnung 4 auf der unteren Form angeordnet, wie in Fig. 1A dargestellt ist.

Die obere Form 4, die an ihrer Innenwand Prägeornamente aufweist, wurde mit einer Geschwindigkeit von 200 mm/s abgesenkt. Wenn die Hohlraumöffnung 10 mm erreichte, wurde das Absenken der oberen Form unterbrochen und ein olefinisches thermoplastisches Elastomer (Sumitomo TPE 3465 Black, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.), das auf 220ºC erwärmt und geschmolzen wurde, wurde zwischen der oberen Form 2 und der glasfaserverstärkten Polypropylenlage 7 durch das Loch 8 von der Harzzuführöffnung 4 zugeführt. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Temperatur der oberen Form 80ºC und diejenige der unteren Form 60ºC. Kurz vor dem Abschluß der Zufuhr der Harzschmelze wurde erneut mit dem Absenken der oberen Form 2 mit einer Geschwindigkeit von 25 mm/s begonnen, und dies wurde beendet, wenn der Zwischenraum 3 mm erreicht hatte, woraufhin für 90 Sekunden unter Druck gekühlt wurde, um das Formen abzuschließen.

Der hergestellte Formgegenstand war ein zweischichtiger Formgegenstand aus einer Kernschicht aus dem glasfaserverstärkten Polypropylen und der Hautschicht aus dem olefinischen thermoplastischen Elastomer, das integriert schichtförmig auf die Polypropylenschicht aufgebracht worden war und schön übertragene Prägungen aufwies und sich weich anfühlte.

Beispiel 2

Die gleiche glasfaserverstärkte Polypropylenlage mit dem Loch 8, wie sie im Beispiel 1 verwendet wurde, wurde im Ofen auf 230ºC vorgewärmt und erweicht und dann unter Anpassen des Lochs an die Harzzuführöffnung 4 auf der unteren Form 1 angeordnet. Danach wurde eine Polypropylen-Schaumstofflage (mit einem Ausdehnungsverhältnis von 15 und einer Dicke von 3,0 mm) (PPSM 15030, hergestellt von Toray), die an der gleichen Position wie die glasfaserverstärkte Polypropylenlage ein Loch aufwies, auf der glasfaserverstärkten Polypropylenlage 7 angeordnet.

Die obere Form 4 wurde mit einer Geschwindigkeit von 200 mm/s abgesenkt. Wenn die Hohlraumöffnung 30 mm erreicht hatte, wurde die Geschwindigkeit des Absenkens der oberen Form auf 8 mm/s verringert, und es wurde ein olefinisches thermoplastisches Elastomer (Sumitomo TPE 3465 Black, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.), das auf 230ºC erwärmt und geschmolzen wurde, zwischen der oberen Form 2 und der Schaumstofflage 10 durch die Löcher 8 vom Harzzuführauslaß 4 zugeführt. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Temperatur der oberen Form 80ºC und diejenige der unteren Form 60ºC. Sobald die Hohlraumöffnung 18 mm erreicht hatte und die Zufuhr der Harzschmelze abgeschlossen war, wurde das Absenken der oberen Form 2 auf 20 mm/s beschleunigt und abgeschlossen, wenn der Zwischenraum 4,5 mm erreicht hatte, woraufhin für 120 Sekunden unter Druck gekühlt wurde, um das Formen abzuschließen.

Der hergestellte Formgegenstand war ein dreischichtiger Formgegenstand aus einer Kernschicht aus dem glasfaserverstärkten Polypropylen und der Hautschicht aus dem olefinischen thermoplastischen Elastomer, das durch die Polypropylen-Schaumstofflage integriert schichtförmig auf die glasfaserverstärkte Polypropylenschicht aufgebracht worden war und schön übertragene Prägungen aufwies und sich weich anfühlte, jedoch keine Strömungsmarken aufwies.

Beispiel 3

Ebenso wie beim Beispiel 2, wobei jedoch anstelle der Polypropylen-Schaumstofflage eine Polyurethan-Schaumstofflage mit einem Ausdehnungsverhältnis von 17 und einer Dicke von 4,0 mm (hergestellt von Inoac Co., Ltd.) verwendet wurde, wurde ein dreischichtiger Formgegenstand mit einem guten Aussehen hergestellt.

Beispiel 4

Ebenso wie beim Beispiel 1, wobei jedoch eine Polypropylenlage mit einer Dicke von 3,0 mm, die mit langen Glasfasern verstärkt ist (X Sheet, hergestellt von Idemitsu NSG. Co., Ltd.) verwendet wurde und wobei das Absenken der oberen Form unterbrochen wurde, wenn der Zwischenraum 4,0 mm erreicht hatte, wurde ein zweischichtiger Formgegenstand hergestellt. Der hergestellte Formgegenstand war ein zweischichtiger Formgegenstand aus einer Kernschicht aus dem glasfaserverstärkten Polypropylen und der Hautschicht aus dem olefinischen thermoplastischen Elastomer, das integriert schichtförmig auf die Polypropylenschicht aufgebracht worden war und schön übertragene Prägungen aufwies und sich weich anfühlte.

Vergleichsbeispiel

Ebenso wie beim Beispiel 1, wobei jedoch 20 Sekunden nach dem Abschluß der Harzzufuhr das Absenken der oberen Form auf 20 mm/s beschleunigt wurde, um die Formen zu schließen, wurde ein zweischichtiger Formgegenstand hergestellt. Die geprägte Oberfläche der Hautschicht des olefinischen thermoplastischen Harzes wies eine Unebenmäßigkeit und Prägeflüsse auf, und der Gegenstand hatte ein schlechtes Aussehen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Formgegenstands mit den Schritten:

Anordnen einer faserverstärkten Harzlage (7) zwischen einem Paar aus einer oberen und einer unteren Form (1, 2) auf der unteren Form, wobei die Harzlage außerhalb der Formen vorgewärmt wird,

Zuführen einer Harzschmelze (9) eines thermoplastischen Harzes zwischen der oberen Form (2) und der faserverstärkten Harzlage (7) von einer in der unteren Form (1) bereitgestellten Harzzuführöffnung (4) durch ein in die faserverstärkte Harzlage (7) eingebrachtes Loch,

während der Zufuhr der Harzschmelze (9) oder sobald das Zuführen des Harzes beendet wurde erfolgendes Schließen der Formen, um die Harzschmelze (9) fließen zu lassen und sie zu formen, um einen mehrschichtigen Formgegenstand herzustellen, der die faserverstärkte Harzlage (7) und eine Hautschicht aus dem thermoplastischen Harz aufweist, die integriert schichtförmig auf die Harzlage (7) aufgebracht ist, wobei die Harzschmelze unter Einstellen der Rate des Absenkens der oberen Form (2) auf bis zu 30 mm/s zugeführt wird, wenn der Zwischenraum zwischen der oberen und der unteren Form (1, 2) von (c + 5) bis (c + 100) mm reicht, wobei c die Dicke des herzustellenden Gegenstands ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das thermoplastische Harz ein olefinisches thermoplastisches Elastomer ist.

3. Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Formgegenstands mit den Schritten:

Anordnen einer faserverstärkten Harzlage (7) zwischen einem Paar aus einer oberen und einer unteren Form (1, 2) auf der unteren Form, wobei die Harzlage außerhalb der Formen vorgewärmt wird, und dann einer Schaumstofflage (10) auf der Harzlage (7),

Zuführen einer Harzschmelze (9) aus einem thermoplastischen Harz zwischen der oberen Form (2) und der Schaumstofflage (10) von einer in der unteren Form (1) bereitgestellten Harzzuführöffnung (4) durch in der faserverstärkten Harzlage (7) und der Schaumstofflage (10) gebildete Löcher (8),

während der Zufuhr der Harzschmelze (9) oder sobald das Zuführen des Harzes beendet wurde erfolgendes Schließen der Formen, um die Harzschmelze (9) fließen zu lassen und sie zu formen, um einen mehrschichtigen Formgegenstand herzustellen, der die faserverstärkte Harzlage (7), die Schaumstofflage (10) und eine Hautschicht des thermoplastischen Harzes aufweist, die integriert schichtförmig auf die Schaumstofflage (10) aufgebracht ist, wobei die Harzschmelze unter Einstellen der Rate des Absenkens der oberen Form (2) auf bis zu 30 mm/s zugeführt wird, wenn der Zwischenraum zwischen der oberen und der unteren Form (1, 2) von (c + 5) bis (c + 100) mm reicht, wobei c die Dicke des herzustellenden Gegenstands ist.

4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das thermoplastische Harz ein olefinisches thermoplastisches Elastomer ist.







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