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Dokumentenidentifikation DE69603392T2 23.03.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0733425
Titel Rohrdrehmaschine mit verbesserten Lagereinrichtung
Anmelder Ricci, Donato L., Hager City, Wis., US
Erfinder Ricci, Donato L., Hager City, Wis., US
Vertreter Andrae Flach Haug, 83022 Rosenheim
DE-Aktenzeichen 69603392
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 30.01.1996
EP-Aktenzeichen 963006333
EP-Offenlegungsdatum 25.09.1996
EP date of grant 28.07.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.03.2000
IPC-Hauptklasse B23B 5/16
IPC-Nebenklasse B23B 3/26   

Beschreibung[de]

I. Gebiet der Erfindung: Die Erfindung betrifft eine Lager- und Laufringanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Lager dieser Art werden in einer Drehmaschine und insbesondere in einer portablen zweischaligen Drehmaschine mit geteiltem Rahmen zum Schneiden und Endbearbeiten von Rohren mit relativ großen Durchmessern verwendet.

II. Beschreibung des Standes der Technik: Greifdrehmaschinen mit geteiltem Rahmen des hier beschriebenen Typs sind in der Technik bekannt. Meine älteren US-Patente 4,739,685 und 4,939,964 stellen die entsprechende Technologie dar. Die Rohrdrehmaschine mit geteiltem Rahmen umfaßt erste und zweite halbkreisförmige Hälften, die entworfen sind, um beim Zusammenfügen das zu bearbeitende Rohr zu umgeben. Die sich ergebende ringförmige Einrichtung enthält einen stationären Ringabschnitt, der an das Rohr geklemmt wird, und einen daran anstoßenden rotierbaren Abschnitt einschließlich einer Ringverzahnung, die zur Rotation um das konzentrisch angeordnete Rohr an dem stationären Abschnitt gelagert ist. Ein Luftdruck-betriebener, Hydraulik-betriebener oder elektrisch betriebener Motor ist im Betrieb mit der Einrichtung gekoppelt und enthält ein Antriebszahnrad, das mit der Ringverzahnung an dem rotierbaren Segment der Rohrdrehmaschine kämmt. An dem rotierbaren Segment der Rohrdrehmaschine ist ferner ein ein Schneidwerkzeug tragender Werkzeugblock angebracht, der bei jeder Umdrehung der Ringverzahnung in inkrementalen Schritten in radialer Richtung zu dem zu bearbeitenden Rohr vorwärtsbewegt werden kann.

Bisher trat in dem Stand der Technik eine Schwierigkeit bezüglich der Art auf, in der die Ringverzahnung gelagert war, um sich relativ zu dem stationären Klemmring zu drehen. In Fig. 2 meines älteren US-Patents 4,739,685, die hier als Fig. 1 wiedergegeben ist, ist ein Querschnitt dargestellt, der die Art und Weise zeigt, in der das Verzahnungsteil 10 zur Rotation relativ zu dem stationären Ringteil 11 gelagert ist. Eine erste Gruppe von Rollenlagern 12 wirken mit der geradlinig bogenförmigen Oberfläche eines kreisförmigen Laufteils 14 zusammen, das mit Schraubbolzen 13 an dem Ringverzahnungsteil 10 angeschraubt ist. Das Laufteil 14 wirkt auch mit einer zweiten Gruppe von Lagern 15 zusammen. Die Lager in der zweiten Gruppe 15 weisen gegenüberliegende schräge Segmente auf, die mit einer an dem Laufteil 14 ausgebildeten W-förmigen Oberfläche 16 und mit einer bzw. einem an der Innenseitenwand des Hohlraums 18 ausgebildeten V-förmigen Verlängerung oder Vorsprung 17 zusammenwirken.

Es hat sich herausgestellt, daß das Laufteil 14 sich unter Last wie ein Drehhebel verhält und der Ringverzahnung 10 erlaubt, sich vor und zurück zu bewegen, was zu einem übermäßigen Verschleiß der Lager und zu einer leichten Variation des Schneidkreises führt, wenn die Ringverzahnung das fertigzustellende Rohr umläuft. Darüber hinaus ist die Herstellung der Einrichtung kostenintensiv, da die für die Herstellung der Ringverzahnung erforderliche Bearbeitung kompliziert ist und aufgrund der zwischen der Ringverzahnung 10 und dem kreisförmigen Laufteil 14 vorgesehenen Toleranzen, die einzuhalten sind, damit diese Teile den geeigneten Kontakt mit den zugeordneten Lagern 12 und 15 ausbilden werden.

In der in meinem älteren Patent 4,939,964 beschriebenen Rohrdrehmaschine mit geringem Spiel wurden die bei der Lagerung der Ringverzahnung an dem stationären Teil in dem '685-Patent beschriebenen Schwierigkeiten teilweise gelöst. Die hier dem '964-Patent entnommene Fig. 2 zeigt die Weise, in der die Ringverzahnung in dieser älteren Erfindung gelagert ist. Die aufgrund der Fähigkeit der Ringverzahnung 19, sich unter Lasten zu bewegen, auftretende Schwierigkeit eines übermäßigen Verschleißes bestand weiterhin. Wiederum wurde das Laufteil 20 gesondert von der Ringverzahnung 19 hergestellt und durch Schraubbolzen an dieser befestigt, was es schwierig machte, das gewünschte Maß an Kontakt zwischen dem Laufteil 20, dem W-förmigen Segment 21 an der Ringverzahnung und den an dem stationären Teil 23 befestigten gekerbten Rollenlagern 22 aufrecht zu erhalten.

US-A-5054342 offenbart Rohrbearbeitungsvorrichtungen mit einer Lager- und Laufringanordnung, die im wesentlichen ähnlich mit denjenigen in der US-A-4739685 sind, die vorstehend beschrieben wurden.

Dem Oberbegriff des Anspruchs 1 liegt die Offenbarung der US-A-5054342 zugrunde, und die sich von dieser unterscheidenden Merkmale der vorliegenden Erfindung sind in dem Kennzeichen des Anspruchs 1 angegeben.

Ein Ziel der Erfindung besteht darin, eine Lager- und Laufringanordnung zu schaffen, die einer Bewegung unter Last widersteht und die übermäßigen Verschleiß beim Gebrauch minimiert.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorstehend erwähnten Merkmale, Ziele und Vorteile der Erfindung werden dem Fachmann aus der folgenden detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen deutlich, in denen:

Fig. 1 eine erste Anordnung zum Lagern einer Ringverzahnung an einem stationären Ringteil in einer Greifdrehmaschine für Rohre nach dem Stand der Technik zeigt;

Fig. 2 eine weitere Anordnung zum Lagern der Ringverzahnung einer portablen Greifdrehmaschine für Rohre an ihrem zugeordneten stationären Ringteil nach dem Stand der Technik zeigt;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Rohrdrehmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 4 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 3 ist;

Fig. 5 eine Teilquerschnittansicht entlang der Linie 5-5 in Fig. 4 ist;

Fig. 6 eine Teilquerschnittansicht entlang der Linie 5-5 in Fig. 4, jedoch mit einer alternativen Rollenlagerkonfiguration, ist;

Fig. 7 eine Querschnittansicht entlang der Linie 7-7 in Figur Fig. 5 ist;

Fig. 8 eine Querschnittansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels entlang der Linie 8-8 in Fig. 4 ist; und

Fig. 9 eine Querschnittansicht entlang der Linie 9-9 in Fig. 8 ist.

BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS

Bezugnehmend auf Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht einer gemäß der vorliegenden Erfindung konstruierten Greifdrehmaschine für Rohre gezeigt. Sie wird allgemein durch das Bezugszeichen 30 bezeichnet und umfaßt ersichtlich ein erstes ringförmiges Teil 32, das konzentrisch um den Umfang eines zylindrischen, zu bearbeitenden Rohrs (nicht dargestellt) klemmbefestigbar ist. Das ringförmige Teil 32 ist entlang Linien 34 und 36 diametrisch geteilt, wobei die beiden halbkreisförmigen Segmente bei 38 mit Schwenkschrauben zusammengehalten werden. Während die Einrichtung 30 als aus zwei halbkreisförmigen Hälften bestehend dargestellt ist, um ihre Portabilität zu erhöhen, kann das Gerät auch aus vier Viertelsegmenten aufgebaut sein, die um das Rohr zusammengefügt werden können. Für eine ordentliche Zentrierung sind eine Mehrzahl von Kissen 40 um die Innenwandoberfläche des stationären Ringteils 32 positioniert und durch Schrauben 42 (Fig. 4) an ihrem Ort gehalten.

Ein zweites, rotierbares, ringförmiges Teil 44, das zu der Innenfläche des stationären Ringteils 32 rotierbar gelagert ist, umfaßt ebenfalls zwei halbkreisförmige Hälften 46 und 48, die durch Schwenk schrauben bei 50 zusammengehalten werden. Innerhalb einer an dem stationären ringförmigen Teil angebrachten Schutzabdeckung 52 ist eine Ringverzahnung 54 mit einem in der äußeren Umfangsoberfläche derselben ausgebildeten Zahnmuster untergebracht. Wie im folgenden näher erläutert wird, ist die Ringverzahnung 54 zu dem stationären ringförmigen Teil 32 gelagert und wirkt mit einem Stirnrad 56 zusammen, das von einem geeigneten Motor 58 angetrieben wird, wobei der Motor auf einem Träger 60 befestigt ist, welcher an dem stationären ringförmigen Teil 32 fixiert ist. Das Stirnrad 56 kämmt mit den Zähnen auf dem Ringverzahnung 54, und wenn der Motor 58 angetrieben wird, rotiert die Ringverzahnung 54 innerhalb der Abdeckung 52. Der verwendete Motor kann durch Luftdruck angetrieben, hydraulisch angetrieben oder elektrisch angetrieben sein.

An der Außenfläche 62 der Ringverzahnung 54 ist eine Werkzeug-Gleitblock-Einrichtung angebracht, die allgemein durch das Bezugszeichen 64 bezeichnet ist. Der Werkzeug-Gleitblock 64 trägt ein Metall-Schneidewerkzeug 66, und bei jeder Rotation der Ringverzahnung, wenn das Schneidwerkzeug das fertigzustellende Rohr umläuft, tritt ein Sternrad 68 an der Gleitblock-Einrichtung mit einem Stift 70 in Eingriff, der in dem Bewegungsweg des Sternrades angeordnet ist, wodurch bewirkt wird, daß die Gewindewelle, an der das Sternrad befestigt ist, um einen vorbestimmten Winkel rotiert und dabei den Gleitblock 64 in radialer Richtung nach vorne bewegt. Auf diese Weise kann das Werkzeug 66 in inkrementalen Schritten durch die Dicke der Wand des fertigzustellenden Rohrs nach vorne bewegt werden, um ein Endsegment desselben abzuschneiden.

In den Fig. 3 und 4 ist auch ein Träger 71 gezeigt, der an der freiliegenden seitlichen Oberfläche der Ringverzahnung 54 angebracht ist. Der Träger 71 trägt ein in einer Gewindespindel 74 befestigtes Endbearbeitungswerkzeug 72, das durch Rotation eines Kurbelrades 76 in Längsrichtung einstellbar ist. Das in manuell betätigbarer Form dargestellte Kurbelrad 76 dient zur Vorwärtsbewegung des Werkzeugs 72 zu einer Schneidendoberfläche eines Rohrs, wobei jedoch dem Fachmann deutlich wird, daß das Werkzeug, falls gewünscht, auch durch Verwendung eines Schrittmotorantriebs vorbewegt werden kann.

Bezugnehmend auf die Fig. 5 und 6 wird ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert, das eine verbesserte Art und Weise zeigt, mittels der die Ringverzahnungseinrichtung 54 zur Rotation relativ zu dem stationären ringförmigen Teil 32 gelagert ist. Das stationäre Teil 32 und das rotierbare ringförmige Ringverzahnungsteil 54 stoßen entlang einer Linie 78 aneinander an, entlang welcher sie eben ausgeführt sind. Ferner ist eine ringförmige Vertiefung 80 einer vorgegebenen Tiefenabmessung in das stationäre Teil 32 eingearbeitet, und von dieser nach innen gerichtet ist eine Reihe von Gewindebohrungen bei 82 ausgebildet, die eine Gewindespindel- oder Achse 84 einer Rollenlagereinrichtung 86 empfangen können. Die Lagereinrichtung umfaßt ihrerseits obere und untere Kugellager-gelagerte Rollen 88 und 90, die von einem Abstandselement 92 in Art einer Unterlegscheibe voneinander beabstandet sind. Der äußere Laufbereich der Rollenlager 88 und 90 ist nach innen abgeschrägt, um wie dargestellt eine V-förmige Nut zu bilden, wenn die zwei Rollenlager 88 und 90 einander auf der Gewindeachse 84 gegenüberliegen.

Von der Innenfläche der Ringverzahnung 54 innenliegend ist eine ringförmige Ausnehmung 93 ausgebildet, die ein Paar einander gegenüberliegende Seitenwände 94 und 96 aufweist. Jede Wand 94 und 96 ist mit einem ringförmigen Vorsprung 98 ausgestattet, der im Querschnitt die Form eines abgeschnittenen, gleichschenkeligen Dreiecks aufweist und somit mit der Form der in den Rollenlagereinrichtungen 86 gebildeten V-Nut 92 übereinstimmt.

Fig. 6 zeigt eine zu der in Fig. 5 gezeigten Rollenlagerkonfiguration alternative Rollenlagerkonfiguration. Statt die einzelnen Rollenlager 88 und 90 mit ihren schrägen Enden einander wie in Fig. 5 gegenüberliegend anzuordnen, sind die Rollenlager in der Anordnung der Fig. 6 umgekehrt, so daß ihre schrägen Enden voneinander weg gerichtet sind, und die Abstands-Unterlegscheibe 99 befindet sich nunmehr benachbart der Oberfläche 80 des Gehäuses 32. Durch die in Fig. 6 gezeigte Konfiguration der Rollenlager 88 und 90 wird die Notwendigkeit für eine etwas schwierig zu bildende, vorstehende ringförmige Rippe bei 98 in Fig. 5 vermieden. Stattdessen weist die Verzahnung 62 schräge Eckenrandbereiche bei 95, 97, 101 und 103 in Fig. 6 auf. Der in der Verzahnung 62 ausgebildete Lagerlaufbereich ist somit derart ausgebildet, daß er unmittelbar mit der äußeren Umfangsfläche der Rollenlager 88 und 90 übereinstimmt.

Unter Bezugnahme auf die Querschnittansicht der Fig. 7 ist ersichtlich, daß die Rollenlagereinrichtungen 86 nicht auf einem gemeinsamen Lagerkreis liegen, sondern daß ihre Rotationsachsen 84 stattdessen einen radialen Versatz aufweisen. Das heißt, daß eine mit 86a bezeichnete erste Gruppe von Rollenlagern auf einem ersten Lagerkreis liegen, so daß die Umfangsflächen derselben mit der Wand 96 des Lagerlaufbereichs 93 in Eingriff stehen, während die mit 86b bezeichneten Rollenlager auf einen Lagerkreis fallen, der zu dem Lagerkreis der Gruppe 86a radial versetzt ist, wobei ihre Außenumfangsoberflächen sich mit der Lagerlaufwand 94 in Eingriff befinden. Die Rollenlager der mit 86a bezeichneten Gruppe alternieren mit jenen der als 86b bezeichneten Gruppe um den Umfang des ringförmigen Teils 32.

Es hat sich gezeigt, daß die versetzte Anordnung der Rollenlager und ihr Zusammenwirken mit den Wänden an dem Lagerlaufbereich 93 jegliche seitliche Verschiebung des rotierbaren Ringteils 54 relativ zu dem stationären Ringteil 32 selbst dann unterbindet, sofern es relativ hohen Lasten ausgesetzt ist, wenn die Ringverzahnung und die angebrachten Werkzeugeinrichtungen angetrieben werden, um das Rohr zur Endbearbeitung zu umlaufen. Ferner vereinfacht sich die Konstruktion der Einrichtung in hohem Maße, da diese kein gesondertes, mit der Ringverzahnung verschraubtes Laufteil benötigt, wie dies in den Anordnungen der Fig. 1 und 2 zum Stand der Technik der Fall ist.

ALTERNATIVES AUSFÜHRUNGSBEISPIEL

Bezugnehmend auf die Fig. 8 und 9 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel dargestellt. In dieser Anordnung ist ebenfalls ein Ringverzahnungsteil 100 zur Rotation an einer inneren ebenen Oberfläche 102 eines stationären ringförmigen Teils 104 gelagert. Genauer ist die Oberfläche 102 des stationären ringförmigen Teils 104 mit regelmäßigen, in Umfangsrichtung beabstandeten Bohrungen oder Vertiefungen 105 versehen, die so dimensioniert sind, daß sie ein exzentrisches Nockenteil 107 mit Gleitpassung aufnehmen. Der Nocken 107 ist zylindrisch und weist eine Gewindebohrung 109 auf, in welche der Stil 84 der Lagereinrichtung 106 eingeschraubt ist. Die Gewindebohrung 109 ist um eine vorbestimmte Exzentrizität versetzt zu der Mittenlinie der zylindrischen Nocke angeordnet und daher wird die Lagereinrichtung 106 verschoben, wenn der exzentrische Nocken 107 innerhalb der Bohrung 108 rotiert wird. Wenn eine gewünschte Position der Lagereinrichtung eingestellt ist, wird diese durch eine Einstellschraube 124 an ihrem Ort festgelegt.

Innenliegend von der inneren Oberfläche der Ringverzahnung 100 ist ein Lagerlaufbereich 114 mit gegenüberliegenden Seitenwänden 116 und 118 ausgebildet. Die Seitenwände des Lagerlaufbereichs können wiederum einen dreieckförmigen Vorsprung bei 120 und 122 aufweisen, der mit einer V-Nut in der Lagereinrichtung übereinstimmt, welche sich ergibt, wenn die schrägen Oberflächen der unteren und oberen Rollenlagerteile 110 und 112 einander gegenüberliegen. Wenn die Lagereinrichtung der Fig. 6 verwendet wird, ist kein derartiger dreieckförmiger Vorsprung erforderlich. Aufgrund der exzentrischen Befestigung können die einzelnen Rollenlagereinrichtungen 106 durch Rotieren des exzentrischen Nockens unter Verwendung eines Allen-Schraubenschlüssels oder dergleichen und nachfolgendes Einbringen einer Gewindesicherungsschraube 124 in eine sich radial zu der exzentrischen Nocke hin erstreckende Gewindebohrung eingestellt werden, um die exzentrische Orientierung zu sichern. Die Rollenlagereinrichtungen 106 können dabei so eingestellt werden, daß sie mit den drei eckförmigen Vorsprüngen 120 und 122 und den Wänden 116 und 118 des Lagerlaufbereichs 114 unter einem gewünschten, zwischenliegenden Spiel in Eingriff stehen. Es hat sich herausgestellt, daß diese alternative Ausführungsform ebenfalls die gewünschte Stabilität unter Belastung der Ringverzahnung schafft, wenn diese entlang ihres Umlaufweges angetrieben wird. Darüber hinaus wird dieses gewünschte Ergebnis mit einer einfacheren, kostengünstigeren Realisierung verglichen mit dem Stand der Technik erreicht.

Diese Erfindung wurde hier detailliert beschrieben, um dem Patentgesetz zu genügen und den Fachmann mit der erforderlichen Information für die Anwendung der neuen Prinzipien und für die Konstruktion und den Gebrauch derartiger benötigter spezieller Komponenten zu versorgen. Die Erfindung kann jedoch auch mit anderen Einrichtungen und Geräten durchgeführt werden, und verschiedene Modifikationen sowohl hinsichtlich Einzelheiten der Einrichtung als auch hinsichtlich Betriebsabläufen können ausgeführt werden, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Lager- und Laufringanordnung für eine Greifdrehmaschine zum Endbearbeiten von Rohren, mit einem stationären ersten ringförmigen Teil (32), das konzentrisch um den Umfang eines zylindrischen, zu bearbeitenden Rohrsegments herum befestigbar ist, wobei das erste ringförmige Teil eine innere bogenförmige Fläche, eine äußere bogenförmige Fläche und eine sich dazwischen erstreckende ebene Oberfläche (78) aufweist, einem zweiten, einteiligen ringförmigen Teil (54), das eine innere bogenförmige Fläche, eine äußere bogenförmige Fläche mit einer daran vorgesehenen Getriebeverzahnung sowie eine ebene Oberfläche aufweist, die sich dazwischen erstreckt und an die ebene Oberfläche (78) des ersten ringförmigen Teils angrenzt und dieser gegenüberliegt, wobei das zweite ringförmige Teil relativ zum ersten ringförmigen Teil drehbar ist, einer ersten, zwischen den ebenen Oberflächen (78) vorgesehenen und am zweiten ringförmigen Teil angeordneten Umfangslagerlauf wand (94), und einer Vielzahl von Rollenlagereinrichtungen (86), die jeweils ein Rollenlager (88, 90) aufweisen, das drehbar auf einer Achse (84) befestigt ist, wobei die Rollenlagereinrichtungen am ringförmigen Teil (32) befestigt und deren Achsen senkrecht zur ebenen Oberfläche (78) des ersten ringförmigen Teils angeordnet sind, um eine im wesentlichen kreisförmige Bahn zu bestimmen, wobei Umfangsflächen der Rollenlager (88, 90) mit der Lagerlaufwand (94) zusammenwirken, um das zweite ringförmige Teil (54) drehbar relativ zum ersten ringförmigen Teil (32) zu haltern,

dadurch gekennzeichnet, daß die ebene Oberfläche des zweiten ringförmigen Teils (54) mit einer Umfangsausnehmung (93) versehen ist, die gegenüberliegende parallele Wände (94, 96) aufweist, welche einen Lagerlaufbereich bestimmen, in dem die Rollenlager (88, 90) aufgenommen sind, wobei eine der Ausnehmungswände die erste Lagerlaufwand (94) und die gegenüberliegende Wand eine zweite Lagerlaufwand (96) bestimmt, und ferner dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenlageroberflächen mit beiden Lagerlaufwänden (94, 96) zusammenwirken.

2. Lager- und Laufringanordnung nach Anspruch 1, wobei die Rollenlagereinrichtungen (86) erste und zweite in Umfangsrichtung geordnete Gruppen (86a, 86b) aufweisen, wobei die Achsen (84) der ersten Gruppe auf einem imaginären Kreis liegen, der von denjenigen der zweiten Gruppe radial beabstandet ist, wobei die Rollenlager (88, 90) der ersten Gruppe (86a) Umfangsflächen haben, die mit der ersten Laufwand (94) zusammenwirken, und die Rollenlager der zweiten Gruppe Umfangsflächen haben, die mit der zweiten Laufwand (96) zusammenwirken.

3. Lager- und Laufringanordnung nach Anspruch 2, wobei jedes Rollenlager (88, 90) in der ersten Gruppe (86a) zu einem Rollenlager in der zweiten Gruppe (86b) benachbart ist.

4. Lager- und Laufringanordnung nach Anspruch 3, wobei die Rollenlager der ersten Gruppe (86a) mit den Rollenlagern der zweiten Gruppe (86b) abwechseln.

5. Lager- und Laufringanordnung nach Anspruch 1, wobei die Rollenlager (106) exzentrisch angeordnet sind.

6. Lager- und Laufringanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Rollenlager (88, 90) einer jeden Einrichtung (86) eine Umfangs-V-Nut begrenzt, die mit einem an den Lagerlaufwänden (94, 96) vorgesehenen Umfangsvorsprung (98) zusammenwirkt, der an die Form der Nut angepaßt ist.

7. Lager- und Laufringanordnung nach Anspruch 6, wobei in jeder Rollenlagereinrichtung (86) die Umfangs-V-Nut zwischen einem ersten und einem zweiten Rollenlager (88, 90) bestimmt ist, von denen jedes auf der Achse (84) drehbar angeordnet ist und eine schräge Umfangsfläche hat, um die Nut zu bestimmen.

8. Lager- und Laufringanordnung nach Anspruch 7, wobei zwischen dem ersten und zweiten Rollenlager (88, 90) ein Abstandsring (92) vorgesehen ist.

9. Lager- und Laufringanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Motoreinrichtung (56, 58), die am ersten ringförmigen Teil (32) befestigt ist und ein Stirnrad (56) aufweist, um mit der am zweiten ringförmigen Teil (54) vorgesehenen Verzahnung in Eingriff zu treten, um das letztere relativ zum ersten ringförmigen Teil zu drehen.

10. Lager- und Laufringanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Werkzeugblock (64), der am zweiten ringförmigen Teil (54) befestigt ist, um sich mit diesem zu drehen, und der eine Einrichtung (68, 70) aufweist, um ein Schneidwerkzeug in radialer Richtung in inkrementalen Schritten auf jede Umdrehung des zweiten ringförmigen Teils hin vorwärts zu bewegen.







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