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Dokumentenidentifikation DE19847330A1 13.04.2000
Titel Sonnenschutzanlage
Anmelder Stosa AG, Buchs, CH;
Lauterburg & Cie AG, Langnau, CH
Erfinder Meier, Hans-Peter, Zofingen, CH;
Lauterburg, Nikolaus, Langnau, CH
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Anmeldedatum 09.10.1998
DE-Aktenzeichen 19847330
Offenlegungstag 13.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2000
IPC-Hauptklasse E06B 9/24
IPC-Nebenklasse E06B 9/32   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sonnenschutzanlage, die eine bewegliche Sonnenschutzabdeckung aufweist. Um Montage- und Verkabelungsaufwand so gering wie möglich zu halten, umfaßt die Sonnenschutzanlage Photovoltaikelemente, die mit einer Steuerung und einem Akkumulator verbunden sind, um die zur Bewegung der Sonnenschutzabdeckung erforderliche Energie bereitzustellen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sonnenschutzanlage, wie zum Beispiel eine Sonnenschutzmarkise oder eine bewegbare Textilabdeckung, die entweder manuell oder automatisch in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen ein- und ausfahrbar ist.

Bei diesen Vorrichtungen besteht ein Problem im Anschluß des elektrischen Stellmechanismus, der in der Regel eine separate Leitungsverlegung nach außen hin erfordert.

Es ist dahingehend Aufgabe der Erfindung, eine bewegliche Sonnenschutzanlage zu schaffen, bei welcher der Aufwand für die Leitungsverlegung minimiert werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß umfaßt die Sonnenschutzanlage Photovoltaikelemente, die den notwendigen Strom für die Betätigung der Elektromotoren zum Bewegen der Sonnenschutzabdeckung liefern. Auf diese Weise wird der Verstell- bzw. Bewegungsmechanismus der Sonnenschutzanlage autark, d. h. unabhängig von einer externen Energiezufuhr.

Vorzugsweise sind die Photovoltaikelemente oberhalb und/oder seitlich an einem Halter bzw. an einem Rahmenelement der Sonnenschutzanlage vorgesehen, so daß die Anordnung der Photovoltaikelemente zum einen nicht im Bewegungsbereich der Sonnenschutzanlage liegt und zum anderen das optische Erscheinungsbild der Sonnenschutzanlage nicht stört. Dies läßt sich vor allem dann sehr gut realisieren, wenn die Photovoltaikelemente über der Wand- oder Ständerhalterung montiert sind, so daß sie von unten her kaum ins Auge fallen, jedoch die günstigste Position hinsichtlich der Sonneneinstrahlung haben. Vorzugsweise könnten die Photovoltaikelemente auch dann beim Bewegen bzw. Ausfahren der Sonnenschutzanlage mit bewegt werden und/oder zusätzliche Photovoltaikelemente freigelegt werden, die auf dem Träger allein keinen Platz haben. Hierdurch läßt sich die gesamte Fläche der Sonnenschutzanlage bzw. der Sonnenschutztextilie für die Erzeugung von Strom nutzen. Die Photovoltaikelemente können dann beim Einfahren der Sonnenschutzanlage bzw. beim Aufrollen des Stoffes wieder selbsttätig in eine kompakte z. B. übereinander angeordnete Stellung positioniert werden. Die Photovoltaikelemente können hierfür vorzugsweise auf Streben oder Drähten angeordnet werden, die sowohl mit einem feststehenden Teil als auch einem beweglichen Teil der Sonnenschutzanlage verbunden sind.

Vorzugsweise sind die Photovoltaikelemente jeweils einzeln oder in Gruppen an einem beweglichen Träger gehalten, der durch die Sonneneinstrahlung selbst steuerbar ist und dazu dient, die Photovoltaikelemente immer in eine optimale Richtung zur Sonneneinstrahlung zu positionieren. Dies wird dann vorzugsweise über dezentrale bei dem Verstellmechanismus angeordnete Steuerungen oder über eine zentrale Steuerung bewerkstelligt. Die Verstellung erfolgt dann vorzugsweise über kleine Elektromotoren mit geringer Leistung und geringem Stromverbrauch.

Die Photovoltaikelemente werden vorzugsweise in einem gewissen Abstand, z. B. von 10 cm über der Sonnenschutztextilie angeordnet, wobei möglichst im Randbereich keine Photovoltaikelemente angeordnet werden, so daß die gesamte Vorrichtung von außen bzw. von unten so gut wie nicht sichtbar ist. Als Anbringungspunkte eignen sich z. B. schwenkbar angelegte Teleskopstangen, durch Federrollen vorgespannte Spannschnüre oder Spanndrähte oder Scherenmechanismen.

Durch diese Anordnung der Photovoltaikelemente wird bewirkt, daß zum einen das optische Erscheinungsbild der an sich formschönen Sonnenschutzanlage erhalten bleibt und deren Einsatzbereich nicht eingeschränkt wird.

Vorzugsweise ist, insbesondere im Bereich der Halterung, ein Akkumulator vorgesehen, der den durch die Photovoltaikelemente erzeugten Strom speichert, so daß jederzeit Energie zur Betätigung bzw. Bewegung der Sonnenschutzabdeckung bereit steht.

Die Photovoltaikelemente sind in einer optisch ansprechenden Lösung auf bzw. im Bereich der Blende angeordnet, die zur Abdeckung der Tuchwelle vorgesehen ist. Auf diese Weise sind die Elemente immer der Strahlung ausgesetzt und sind von unten nicht sichtbar.

In einer alternativen Lösung sind die Photovoltaikelemente auf bzw. im Bereich der Ausfallstange angeordnet. Auch bei dieser Anordnung wird eine hinsichtlich der Orientierung zur Sonneneinstrahlung günstige Positionierung der Elemente erzielt. In diesem Fall sind die Photovoltaikelemente mit einem vorzugsweise in der Tuchwelle angeordneten Betätigungsmotor und/oder der Steuerung vorzugsweise über elektrisch leitende Drähte verbunden, die im Saumbereich (seitliche Kante) der Sonnenschutztextilie verlaufen. Die Drähte können in die Textilie eingewebt oder auch anderweitig eingebunden sein. Auf diese Weise wird eine sichere elektrische Verbindung zwischen Sonnenschutzelementen und Motor bzw. Steuerung bereitgestellt, die optisch so gut wie nicht wahrnehmbar ist und somit auch den optischen Gesamteindruck der Anlage nicht stört.


Anspruch[de]
  1. 1. Sonnenschutzanlage mit zumindest einer bewegbaren Sonnenschutzabdeckung, z. B. Sonnenschutztextilie, umfassend Photovoltaikelemente, die mit einer Steuerung und einem Akkumulator verbunden sind, um den zur Bewegung der Sonnenschutzanlage erforderlichen Strom zu liefern.
  2. 2. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente über einer Halterung bzw. über der Sonnenschutzabdeckung der Sonnenschutzanlage angeordnet sind.
  3. 3. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente auf der Blende über der Tuchrolle einer textilen Sonnenschutzabdeckung angeordnet sind.
  4. 4. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente an einem beweglichen Teil der Sonnenschutzanlage befestigt sind.
  5. 5. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente an bzw. auf der Ausfallstange der Sonnenschutzanlage befestigt sind.
  6. 6. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente mit einem im Bereich der Tuchwelle angeordneten Motor bzw. einer Steuerung über elektrisch leitende Drähte verbunden sind, die im Saumbereich der Sonnenschutztextilie verlaufen.
  7. 7. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente an Streben oder Drähten gehalten sind, die zwischen einer stationären Halterung der Sonnenschutzanlage und einem beweglichen Teil der Sonnenschutzanlage befestigt sind.
  8. 8. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente auf Teleskopstreben, federvorgespannten Zugdrähten oder Scherenmechanismen oberhalb der Sonnenschutzabdeckung gehalten sind.
  9. 9. Sonnenschutzanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Photovoltaikelemente einzeln oder in Gruppen auf einem beweglichen Träger angeordnet sind.
  10. 10. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuerung für die beweglichen Träger zur selbsttätigen Orientierung der Photovoltaikelemente vorgesehen ist.






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