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Dokumentenidentifikation DE69700864T2 13.04.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0823659
Titel Negativ arbeitendes Bildaufzeichnungsmaterial
Anmelder Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-ashigara, Kanagawa, JP
Erfinder Aoshima, Keitaro, Yoshida-cho, Haibara-gun, Shizuoka, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69700864
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 05.08.1997
EP-Aktenzeichen 971134903
EP-Offenlegungsdatum 11.02.1998
EP date of grant 01.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2000
IPC-Hauptklasse G03F 7/004
IPC-Nebenklasse G03F 7/038   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG: Gebiet der Erfindung:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bildaufzeichnungsmaterial, das als planografische Druckplatte verwendet werden kann. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Negativ- Bildaufzeichnungsmaterial, das geeignet als planografische Druckplatte verwendet wird und mit Hilfe eines Infrarotlasers aufgrund von Digitaloutputsignalen aus einem Computer oder dergleichen direkt eine Druckplatte erzeugen kann.

Beschreibung des Standes der Technik:

Herkömmlich wurden als Systeme zur Erzeugung einer Druckform direkt aus digitalen Computerdaten die folgenden Systeme vorgeschlagen: (1) ein System, bei dem eine elektrofotografische Methode verwendet wird; (2) ein System, bei dem eine photopolymerisierbare Verbindung verwendet wird, die durch Exposition an einen Laser, der blaues oder grünes Licht emittiert, polymerisiert; (3) ein System, bei dem ein Aufzeichnungsmaterial verwendet wird, bei dem ein Salz auf einem lichtempfindlichen Harz auflaminiert ist; und (4) ein System, bei dem eine Silbersalz-Diffusionstransfermethode verwendet wird.

Jedoch erfordert das System unter Verwendung einer elektrofotografischen Methode (1) wie oben komplizierte Bilderzeugungsprozesse, wie Aufladung, Belichtung, Entwicklung und dergleichen, und daher wird eine komplizierte und grosse Vorrichtung erforderlich. Mit einem System, bei dem die obige photopolymerisierbare Verbindung (2) verwendet wird, lässt sich schwer in einem beleuchteten Raum arbeiten, weil eine Druckform verwendet wird, die hochempfindliche gegenüber blauem oder grünem Licht ist. Bei Methoden (3) und (4) bestehen, weil ein Silbersalz verwendet wird, die Nachteile, dass Verfahren, wie z. B. Entwicklung und dergleichen, kompliziert werden und die Abwasserlösung selbstverständlich Silber enthält.

In den vergangenen Jahren haben sich Lasertechnologien bemerkenswert entwickelt. Insbesondere stehen nun leistungsstarke und kompakte Feststofflaser und Halbleiterlaser, die Infrarotstrahlen mit einer Wellenlänge von 760 bis 1200 nm emittieren, ohne weiteres zur Verfügung. Diese Laser sind als Lichtquelle zur Aufzeichnung bei der direkten Produktion einer Druckform aus digitalen Computerdaten sehr brauchbar. Da jedoch die meisten praktisch verwendbaren, lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien empfindlich gegenüber sichtbarem Licht mit einer Wellenlänge von 760 nm oder weniger sind, kann mit diesen Infrarotlasern keine Bildaufzeichnung durchgeführt werden. Daher ist ein Material erwünscht, das sich mit einem Infrarotlaser beschreiben lässt.

Als Beispiel von Bildaufzeichnungsmaterialien, mit denen mittels eines Infrarotlasers Bilder aufgezeichnet werden können, ist ein Material, das ein Oniumsalz, ein Phenolharz und ein Spektralsensibilisierungsmittel enthält, in US-PS 4 708 925 offenbart. Jedoch ist dieses Bildaufzeichnungsmaterial ein positives Aufzeichnungsmaterial, bei dem der lösungsverhindernde Effekt, der durch das Oniumsalz und das Phenolharz gegenüber dem Entwickler verursacht wird, ausgenutzt wird. Andererseits schliessen Beispiele von negativen Bildaufzeichnungsmaterialien ein Aufzeichnungsmaterial mit einem Oniumsalz, einem Resolharz, einem Novolakharz und einem Infrarotabsorptionsmittel ein, wie es in der JP-OS (JP-A) 7-20629 offenbart ist. Mit dem Bildaufzeichnungsmaterial lässt sich durch die Laserbelichtung nur ein positives Bild erhalten, aber durch Durchführung einer Wärmebehandlung nach der Laserbelichtung kann auch ein Negativbild erhalten werden. Im allgemeinen sollte zum Erhalt eines Negativbildes der beschichtete Film nicht auf den unbelichteten Teilen, den Nichtbild-erzeugenden Teilen, nach der Entwicklung verbleiben. Wenn das in der JP-OS (JP-A) 7-20629 offenbarte Bildaufzeichnungsmaterial nach der Belichtung unter milden Bedingungen wärmebehandelt wird, lassen sich die Positiv-Charakteristiken des Aufzeichnungsmaterials schwer beseitigen und der Beschichtungsfilm neigt dazu, auf den belichteten Teilen zu verbleiben. Daher krankt eine Druckplatte, bei der dieser Typ von Bildaufzeichnungsmaterialien verwendet wird, an dem Problem der Fleckbildung während des Druckens. Ausserdem fehlt der Druckplatte, bei dem diese Art Bildaufzeichnungsmaterial verwendet wird, die Filmfestigkeit im Bildteil und infolgedessen ist die Druckdauerhaftigkeit während des Bedruckens unzureichend.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG:

Demgemäss ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung eines Negativ-Bildaufzeichnungsmaterials, mit dem sich direkt eine Druckplatte aus digitalen Computersignalen durch Infrarotbestrahlung mit Feststoff- oder Halbleiterlasern erzeugen lässt. Einweiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Negativ-Bildaufzeichnungsmaterials, das einen geringen Restfilm auf dem Nichtbildteil nach der Aufzeichnung eines Bildes aufweist und somit die Erzeugung von Flecken während des Druckens verhindern kann. Noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Negativ-Bildaufzeichnungsmaterials mit ausgezeichneter Festigkeit des Filmes mit den aufgezeichneten Bildern und somit guter Dauerhaftigkeit während des Druckens.

Der Erfinder der vorliegenden Erfindung richtete sein Augenmerk auf die Bestandteile von negativen Bildaufzeichnungsmaterialien und entdeckte nach viel Forschung und Diskussion, dass die obigen Ziele der vorliegenden Erfindung durch die Verwendung eines Polymers als Bindemittel erreicht werden können, das einen Substituenten aufweist, bei dem ein Heteroatom direkt mit einem aromatischen Ring verbunden ist. Das heisst, die vorliegende Erfindung umfasst: (A) ein Polymer, das die Struktur mit der folgenden allgemeinen Formel (I) in der Polymerseitenkette einschliesst; (B) eine Verbindung, die in Gegenwart einer Säure vernetzt (nachstehend bezeichnet als "Wärmevernetzungsmittel"), und (C) eine Verbindung, die in Gegenwart von Licht oder Wärme eine Säure erzeugt (nachstehend bezeichnet als "säureerzeugendes Mittel").

worin Ar&sub1; eine Arylengruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen darstellt, die substituiert sein kann; X&sub1; NR&sub2;, O, S oder SiR&sub3;R&sub4; bedeutet; X&sub2; NR&sub5;, O, S oder SiR&sub6;R&sub7; bedeutet; R&sub1; eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeutet, die substituiert sein kann; R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5;, R&sub6; und R&sub7; gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Kohlenwasserstoffrest mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen darstellen, der substituiert sein kann; und m eine ganze Zahl von 0 bis 5 bedeutet; n 1 bedeutet, wenn m 0 ist und n 0 oder 1 bedeutet, wenn m von 1 bis 5 geht.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN:

Die vorliegende Erfindung wird nun im Detail erläutert. (A) Polymer, das eine Struktur mit der allgemeinen Formel (I) in der Polymerseitenkette einschliesst.

In der vorliegenden Erfindung wird ein Polymer, das die Struktur mit der oben erwähnten allgemeinen Formel (I) in der Polymerseitenkette enthält, verwendet. Die Struktur mit der allgemeinen Formel (I) kann direkt mit der Polymerhauptkette verbunden sein oder kann mit der Polymerhauptkette über eine geeignete verbindende Kette in anhängender Weise verbunden sein. Beispiele bevorzugter verbindender Ketten schliessen eine Esterbindung, eine Amidbindung, eine Etherbindung und eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Wasserstoffatomen ein, die die oben erwähnten Bindungen aufweisen kann. Beispiele von Polymerhauptketten schliessen Vinylpolymere mit einer Hauptkette aus Poly(meth)acrylat, Polystyrol oder Polyvinylacetal; Polyester; und Polyurethane ein. Unter diesen Beispielen sind Vinylpolymere im Hinblick auf Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit bevorzugt.

In der allgemeinen Formel (I) bedeutet Ar&sub1; eine Arylengruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen, die substituiert sein kann. Konkrete Beispiele für Arylengruppen schliessen Phenylen, Naphthylen, Anthracenylen und Phenanthrenylen ein. Unter diesen Beispielen sind Phenylen und Naphthylen im Hinblick auf Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit bevorzugt. Beispiele für bevorzugte Substituenten, welche diese Arylengruppen aufweisen können, schliessen eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen, ein Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe und eine Carbamoylgruppe ein.

X&sub1; bedeutet NR&sub2;, O, S oder SiR&sub3;R&sub4;. X&sub2; bedeutet NR&sub5;, O, S oder SiR&sub6;R&sub7;. R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5;, R&sub6; und R&sub7; können gleich oder verschieden sein und bedeuten jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen, die substituiert sein kann. Beispiele für bevorzugte Substituenten, die in R&sub1; bis R&sub7; verwendet werden, schliessen ein Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Carbamoylgruppe, eine Alkoxygruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen, eine Perfluoralkylgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen und eine Hydroxyalkylgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen ein.

m bedeutet eine ganze Zahl von 0 bis 5. n bedeutet 1, wenn m 0 ist, und bedeutet 0 oder 1, wenn m von 1 bis 5 geht. Das heisst, wenigstens eine Gruppe aus X&sub1; und X&sub2; muss mit Ar&sub1; verbunden sein. Vorzugsweise sind wenigstens zwei Gruppen aus X&sub1; und X&sub2; mit Ar&sub1; verbunden.

Polymere mit einer Struktur mit der allgemeinen Formel (I) in den Polymerseitenketten, die in der vorliegenden Erfindung vorzugsweise verwendet werden, schliessen Struktureinheiten mit den folgenden allgemeinen Formeln (II) oder (III) ein. Bestandteile in den allgemeinen Formeln (II) und (III), die die gleichen wie in der allgemeinen Formel (I) sind, haben die gleichen Zahlen und es wird hier keine weitere Erläuterung gegeben.

wobei Y&sub1; eine Einfachbindung, eine Esterbindung, eine Amidbindung, eine Etherbindung und eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen darstellt, die die oben erwähnten Bindungen aufweisen kann; R&sub8; ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet; und R&sub9; und R&sub1;&sub0; gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen, die substituiert sein kann, bedeuten. Beispiele für bevorzugte Substituenten, die R&sub9; und R&sub1;&sub0; aufweisen können, schliessen ein Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Carbamoylgruppe, eine Alkoxylgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen, eine Perfluoralkylgruppe und eine Hydroxyalkylgruppe ein. R&sub9; und R&sub1;&sub0; können einen kondensierten Benzolring, einen Naphthalinring oder einen Cyclohexanring bilden. p bedeutet eine ganze Zahl von 1 bis 4. q und r bedeuten beide eine ganze Zahl von 0 bis 3. s bedeutet eine ganze Zahl von 0 bis 4.

Diese Polymere können durch Radikalpolymerisation mit einem Monomer entsprechend der allgemeinen Formel (IV) oder (V) auf herkömmlich bekannte Weise erhalten werden. Bestandteile in den allgemeinen Formeln (IV) und (V), die gleich sind wie in den allgemeinen Formeln (I), (II) und (III) haben die gleichen Zahlen und werden hier nicht weiter erläutert

Unter Monomeren mit den allgemeinen Formeln (IV) und (V) werden die in der vorliegenden Erfindung bevorzugt verwendeten nachstehend angegeben.

In den Strukturformeln (IV-1) bis (IV-8) und (V-1) bis (V-18) bedeutet R&sub4; ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe.

In der vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise ein Polymer verwendet, das durch Radikalpolymerisation von wenigstens einem der Monomere mit den allgemeinen Formeln (IV) und (V) erhalten wird. Sowohl ein Homopolymer, das mit nur einer Art aus den Monomeren mit den allgemeinen Formeln (IV) bis (V) erhalten wird, als auch ein Copolymer, das mit zwei oder mehreren Arten erhalten wird, kann verwendet werden.

In der vorliegenden Erfindung sind Polymere, die stärker bevorzugt verwendet werden, Copolymere, die durch Radikalpolymerisation von wenigstens einem der Monomere mit den allgemeinen Formeln (VI) und (V) und einem Monomer mit einer Säuregruppe, wie z. B. einer Carbonsäure, erhalten werden. Vorzugsweise wird eine Säuregruppe in ein Polymer im Hinblick auf die Verbesserung der Entwicklungseigenschaften mit Wasser oder einer wässrigen Alkalilösung eingeführt. Beispiele für Säuregruppen schliessen -COOH, -CONHCO-, -CONHSO&sub2;-, -SO&sub2;NH- und phenolisches OH ein.

Beispiele für Monomere mit einer solchen Säuregruppe schliessen Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure, Maleinsäure, N-(2-Carboxyethyl) acrylamid, N-(2- Carboxyethyl)methacrylamid, N-(Carboxyphenyl)acrylamid, N-(Carboxyphenyl)methacrylamid, Carboxystyrol, Maleimid, N-(Phenylsulfonyl)acrylamid, N-(Phenylsulfonyl)- methacrylamid, N-(Tolylsulfonyl)acrylamid, N-(Tolylsulfonyl)methacrylamid, N-(Chlorphenylsulfonyl)- acrylamid, N-(Chlorphenylsulfonyl)methacrylamid, N-(Sulfamoylphenyl) acrylamid, N-(Methylsulfamoylphenyl)- acrylamid, N-(Methylsulfamoylphenyl)methacrylamid, N-(Phenylsulfamoylphenyl)acrylamid, N-(Phenylsulfamoylphenyl)methacrylamid, N-(Tolylsulfamoylphenyl)acrylamid, N-(Tolylsulfamoylphenyl)methacrylamid, N-[(Chlorphenylsulfamoyl)phenyl]acrylamid, N-[(Chlorphenylsulfamoyl)phenyl]methacrylamid, N-(Hydroxyphenyl)acrylamid, N-(Hydroxyphenyl)- methacrylamid, N-(Hydroxynaphthyl)acrylamid und N-(Hydroxynaphthyl)methacrylamid ein.

Neben Säuregruppen werden auch Monomere, die ein Salz einer starken Säure enthalten, wie z. B. das Natriumsalz von p-Styrolsulfonsäure, Alkalimetallsalze von 2-Acrylamid-2-methylpropansulfonsäure, Tetraalkylammoniumsalze, Kaliumsalze von 3-Sulfopropylacrylat, ebenfalls als Bestandteile eines Copolymers verwendet, da sie die Lösungseigenschaften in Wasser verbessern können und infolgedessen die Entwicklungseigenschaften des Bildaufzeichnungsmaterials in wässrigen Entwicklern verbessern.

Ferner können neben den Monomeren mit einer Säuregruppe und den Monomeren, die ein Salz enthalten, herkömmlich bekannte Monomere, falls erforderlich, verwendet werden. Beispiele solcher bekannter Monomere schliessen Acrylate, wie Methylacrylat, Ethylacrylat, Propylacrylat, Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Cyclohexylacrylat, 2-Hydroxyethylacrylat, Benzylacrylat; Methacrylate, wie Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Propylmethacrylat, Butylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat, 2-Hydroxyethylmethacrylat und Benzylmethacrylat; und Acetonitril ein.

Der Anteil der Einheiten mit den allgemeinen Formeln (II) oder (III), die im Copolymer enthalten sind, das die obigen Monomere verwendet, beträgt vorzugsweise 20 bis 95 Gew.-%, stärker bevorzugt 30 bis 90 Gew.-%.

Das Molekulargewicht-Gewichtsmittel des in der vorliegenden Erfindung verwendeten Polymers beträgt vorzugsweise 5000 oder mehr und stärker bevorzugt von 10.000 bis 300.000. Das Molekulargewichts-Zahlenmittel beträgt vorzugsweise 1000 oder mehr und stärker bevorzugt von 2000 bis 250.000. Der Polydispersitätsgrad (Molekulargewicht-Gewichtsmittel/Molekulargewichts- Zahlenmittel) beträgt vorzugsweise 1 oder mehr und stärker bevorzugt 1,1 bis 10.

Diese Polymere können statistische Polymere, Blockpolymere oder Pfropfpolymere sein, aber statistische Polymere sind bevorzugt.

Beispiele für Lösungsmittel, die in der Synthese des in der vorliegenden Erfindung verwendeten Polymers verwendet werden, schliessen Tetrahydrofuran, Ethylendichlorid, Cyclohexanon, Methylethylketon, Aceton, Methanol, Ethanol, Ethylenglykolmonomethylether, Ethylenglykolmonoethylether, 2-Methoxyethylacetat, Diethylenglykoldimethylether, 1-Methoxy-2-propanol, 1-Methoxy-2-propylacetat, N,N- Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid, Toluol, Ethylacetat, Methyllactat, Ethyllactat, Dimethylsulfoxid und Wasser ein. Diese Lösungsmittel können allein oder als Mischung von zwei oder mehreren verwendet werden.

Als Radikalpolymerisationsinitiator, der bei der Synthese eines in der vorliegenden Erfindung verwendeten Polymeren verwendet wird, können bekannte Verbindungen, wie Azoinitiatoren und Peroxidinitiatoren, verwendet werden.

Im Hinblick auf die gesamten Feststoffkomponenten des Bildaufzeichnungsmaterials liegen vorzugsweise 40 bis 90 Gew.-% vor. Falls die Zugabemenge geringer ist als 20 Gew.-%, ist die Härte des Bildteils nach der Bilderzeugung unzureichend. Falls die Zugabemenge mehr als 55 Gew.-% beträgt, kann kein Bild geformt werden.

(B) Wärmevernetzungsmittel:

Ein Wärmevernetzungsmittel, das in der vorliegenden Erfindung vorzugsweise verwendet wird (nachstehend als Vernetzungsmittel bezeichnet), ist eine Verbindung, die in einem Molekül wenigstens zwei Gruppen enthält, wie z. B. eine Hydroxymethylgruppe, eine Alkoxymethylgruppe, eine Epoxygruppe und eine Vinylethergruppe. Ein Wärmevernetzungsmittel ist vorzugsweise eine Verbindung, in der diese vernetzbaren Gruppen direkt an einen aromatischen Ring gebunden sind. Beispiele hierfür schliessen Methylolmelamin, Resolharz, epoxidierte Novolakharze und Harnstoffharze ein. Ausserdem sind auch Verbindungen bevorzugt, die in "Kakyozai Handbook (Handbuch der Vernetzungsmittel)" von Shinzo Yamashita und Tosuke Kaneko, veröffentlicht von Taiseisha Co., Ltd., offenbart sind. Insbesondere liefern Phenolderivate, die in einem Molekül wenigstens zwei Gruppen, wie z. B. Hydroxymethylgruppen und Alkoxymethylgruppen, enthalten, eine gute Echtheit im Bildteil, wenn ein Bild erzeugt wird, und sind somit bevorzugt. Beispiele für Phenolderivate schliessen Resolharze ein.

Diese Vernetzungsmittel sind jedoch wärmeinstabil und daher nicht sehr günstig im Hinblick auf die Lagerfähigkeit nach der Produktion eines Bildaufzeichnungsmaterials. Andererseits haben Phenolderivate, die in einem Molekül wenigstens zwei Gruppen, wie Hydroxymethylgruppen und Alkoxymethylgruppen, enthalten und 3 bis 5 Benzolringe mit einem Molekulargewicht von 1200 oder weniger aufweisen, eine gute Lagerfähigkeit und werden somit besonders bevorzugt in der vorliegenden Erfindung verwendet.

Als Alkoxymethylgruppe sind solche mit 6 oder weniger Kohlenstoffatomen bevorzugt. Beispiele hierfür schliessen eine Methoxymethylgruppe, Ethoxymethylgruppe, n-Propoxymethylgruppe, Isopropoxymethylgruppe, n-Butoxymethylgruppe, Isobutoxymethylgruppe, sek- Butoxymethylgruppe und t-Butoxymethylgruppe ein. Ausserdem sind auch Alkoxymethylgruppen mit einem Alkoxysubstituenten oder mehreren Alkoxysubstituenten, wie z. B. 2-Methoxyethoxymethylgruppen und 2-Methoxy-1- propoxymethylgruppen, ebenfalls bevorzugt.

Unter diesen Phenolderivaten werden besonders bevorzugte Vertreter nachstehend gezeigt.

worin L¹ bis L&sup8; gleich oder verschieden sein können und jeweils eine Hydroxymethylgruppe, Methoxymethylgruppe oder Ethoxymethylgruppe bedeuten.

Phenolderivate mit einer Hydroxymethylgruppe können durch Reaktion einer entsprechenden Phenolverbindung ohne eine Hydroxymethylgruppe (eine Verbindung, in der L¹ bis L&sup8; in den obigen Formeln Wasserstoffatome sind) und Formaldehyd in Gegenwart eines basischen Katalysators erhalten werden. Es ist dabei bevorzugt, dass die Reaktionstemperatur 60ºC oder weniger beträgt, um eine Verharzung oder Gelierung des Phenolderivats zu verhindern. Speziell können die Phenolderivate mit Hydroxymethylgruppen nach Methoden synthetisiert werden, die in den JP-OSen (JP-A) 6-282067 und 7-64285 offenbart sind.

Phenolderivate mit einer Alkoxymethylgruppe können durch Reaktion eines entsprechenden Phenolderivats mit einer Hydroxymethylgruppe und Alkohol in Gegenwart eines Säurekatalysators erhalten werden. Es ist dabei bevorzugt, dass die Reaktionstemperatur 100ºC oder weniger beträgt, um so die Verharzung oder Gelierung des Phenolderivats zu verhindern. Speziell können die Phenolderivate mit einer Alkoxymethylgruppe nach einer Methode synthetisiert werden, die in EP-A1-632 003 offenbart ist.

Phenolderivate mit einer Hydroxymethylgruppe oder Alkoxymethylgruppe, die wie oben synthetisiert wurden, sind im Hinblick auf die Lagerfähigkeit bevorzugt. Phenolderivate mit einer Alkoxymethylgruppe sind im Hinblick auf die Lagerfähigkeit besonders bevorzugt.

In der vorliegenden Erfindung wird ein Vernetzungsmittel in einer Menge von 5 bis 70 Gew.-% und vorzugsweise 10 bis 65 Gew.-%, bezogen auf die gesamten Feststoffkomponenten des Bildaufzeichnungsmaterials, verwendet. Wenn die Menge des Vernetzungsmittels weniger als 5 Gew.-% beträgt, verschlechtert sich die Filmfestigkeit des Bildteils während der Bildaufnahme. Andererseits ist eine Menge von mehr als 70 Gew.-% im Hinblick auf die Lagerfähigkeit nicht bevorzugt.

Diese Vernetzungsmittel können alleine oder in einer Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden.

(C) Säureerzeugendes Mittel:

Ein säureerzeugendes Mittel bezeichnet in der vorliegenden Erfindung eine Verbindung, die sich bei Exposition an Licht oder Wärme von 100ºC oder Wärme zersetzt und eine Säure erzeugt. Vorzugsweise ist die erzeugte Säure eine starke Säure mit einem pKa von 2 oder weniger, wie eine Sulfonsäure oder Salzsäure. Beispiele von säureerzeugenden Mitteln, die in der vorliegenden Erfindung vorzugsweise verwendet werden, schliessen Oniumsalze, wie z. B. Iodoniumsalze, Sulfoniumsalze, Phosphoniumsalze und Diazoniumsalze, ein. Speziell können Verbindungen gemäss US-PS 4 708 925 und JP-OS (JP-A) 7-20629 verwendet werden. Insbesondere sind Iodoniumsalze, Sulfoniumsalze und Diazoniumsalze mit Sulfonsäureionen als Gegenionen bevorzugt. Ausserdem sind auch Benzylsulfonate bevorzugt, wie sie in den US-PSen 5 135 838 und 5 200 544 offenbart sind. Ferner sind auch aktive Sulfonsäureester und Disulfonylverbindungen gemäss den JP-OSen (JP-A) 2-100054 und 2-100055 und der japanischen Patentanmeldung 8-9444 ebenfalls bevorzugt. Daneben sind haloalkylierte s-Triazine, die in der JP-OS (JP-A) 7-271029 offenbart sind, ebenfalls bevorzugt.

Besonders bevorzugte säureerzeugende Mittel, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sind Verbindungen mit der folgenden allgemeinen Formel (VI) oder (VII):

worin R&sub1;&sub1; eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 30 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeutet, die substituiert sein kann; R&sub1;&sub2; eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit 25 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeutet, die substituiert sein kann; R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4; und R&sub1;&sub5; gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen sind, die substituiert sein kann. Ausserdem können zwei oder mehrere Gruppen aus R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4; und R&sub1;&sub5; miteinander unter Bildung eines Ringes verbunden sein. Beispiele für Substituenten, die in R&sub1;&sub1;, R&sub1;&sub2;, R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4; und R&sub1;&sub5; vorzugsweise verwendet werden, schliessen ein Halogenatom, eine Nitrogruppe, eine Cyanogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Carbamoylgruppe, eine Oxogruppe, eine Hydroxylgruppe, eine Alkyloxygruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen und eine Aryloxygruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen ein.

Beispiele für besonders bevorzugte Verbindungen mit den allgemeinen Formeln (VI) oder (VII) werden nachstehend angegeben.

Diese Verbindungen können nach den Methoden gemäss den JP-OSen (JP-A) 2-100054 und 2-100055 und den US-PSen 5 135 838 und 5 200 544 synthetisiert werden.

Diese Verbindungen werden in einem Anteil von 0,01 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtfeststoffkomponenten des Bildaufzeichnungsmaterials, zugegeben, vorzugsweise mit 0,1 bis 25 Gew.-%, und stärker bevorzugt, 0,5 bis 15 Gew.-%. Falls die Additivmenge weniger als 0,01 Gew.-% beträgt, kann ein Bild nicht erhalten werden. Wenn die Additivmenge mehr als 50 Gew.-% beträgt, treten Flecken auf dem Nichtbildteil während des Abziehens auf.

Diese Verbindungen können allein oder in einer Kombination von zwei oder mehreren Arten verwendet werden.

Spektralsensibilisierungsmittel:

In der vorliegenden Erfindung zersetzen sich die oben erwähnten säureerzeugenden Mittel und erzeugen bei Exposition an Licht oder Wärme eine Säure. Wenn säureerzeugende Mittel verwendet werden, die sich unter Lichtexposition zersetzen, muss kein Spektralsensibilisierungsmittel verwendet werden, wenn das einstrahlende Licht (z. B. Ultraviolettlicht) durch das säureerzeugende Mittel absorbiert wird. Wenn jedoch Licht durch das säureerzeugende Mittel nicht absorbiert wird, ist ein Spektralsensibilisierungsmittel erforderlich. Sensibilisierungsmittel, wie bekannte Sensibilisierungsmittel, die gewöhnlich in Nichtradikalpolymerisations-Bildaufzeichnungsmaterialien verwendet werden, können verwendet werden, wenn mit sichtbarem Licht belichtet wird. Spezielle Beispiele schliessen die Eosine gemäss JP-OS (JP-A) 4-219756 und die Pigmente mit einem Thiazolidonskelett gemäss den JP-OSen (JP-A) 2-244050 und 8-220757 ein. Bildaufzeichnungsmaterialien der vorliegenden Erfindung enthalten jedoch kein radikalpolymerisierbares polyfunktionelles Monomer. Es ist daher nicht eindeutig bekannt, ob ein Sensibilisierungsmittel, das effektiv im oben erwähnten Nichtradikalpolymerisationstyp verwendet wird, ebenfalls in der vorliegenden Erfindung effektiv verwendet werden kann.

Einer der Hauptzwecke der vorliegenden Erfindung ist die Aufzeichnung eines Bildes mit einem Infrarotstrahlenerzeugenden Laser. Aus diesem Grund müssen sowohl das oben beschriebene Spektralsensibilisierungsmittel als auch ein Infrarotstrahlen-absorbierendes Mittel als Spektralsensibilisierungsmittel verwendet werden.

Infrarotstrahlen-absorbierende Mittel, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sind Farbstoffe oder Pigmente, die effektiv Infrarotstrahlen mit einer Wellenlänge von 760 bis 1200 nm absorbieren. Vorzugsweise haben der Farbstoff oder das Pigment ein Absorptionsmaximum zwischen den Wellenlängen von 670 und 1200 nm.

Als Farbstoffe können bekannte Farbstoffe, die im Handel erhältlich oder in der Literatur offenbart sind [z. B. "Senryo Binran (Dye Handbook)", herausgegeben von Yuki Gosei Kagaku Kyokai (Organic Synthetic Chemistry Association), veröffentlicht 1970, verwendet werden. Speziell schliessen Beispiele Azofarbstoffe, Metallkomplex-Azofarbstoffe, Pyrazolonazofarbstoffe, Naphthochinonfarbstoffe, Anthrachinonfarbstoffe, Phthalocyaninfarbstoffe, Carboniumfarbstoffe, Chinoniminfarbstoffe, Methinfarbstoffe, Cyaninfarbstoffe, Squaryliumfarbstoffe, Pyryliumsalze und Metallthiolatkomplexe ein.

Beispiele für bevorzugte Farbstoffe schliessen die Cyaninfarbstoffe gemäss den JP-OSen (JP-A) 58-125246, 59-84356, 59-202829 und 60-78878; Methinfarbstoffe gemäss den JP-OSen (JP-A) 58-173696, 58-181690 und 58-194595; Naphthochinonfarbstoffe gemäss den JP-OSen (JP-A) 58-112793, 58-224793, 59-48187, 59-73996, 60-529940 und 60-63744; Squaryliumfarbstoffe gemäss JP-OS (JP-A) 58-112792; und Cyaninfarbstoffe gemäss GB-PS 434 875 ein.

Ausserdem können vorzugsweise im nahen Infrarot absorptionssensibilisierende Mittel, die in US-PS 5 156 938 offenbart sind, verwendet werden. Ferner können vorzugsweise ebenso substituierte Arylbenzo(thio)pyryliumsalze gemäss US-PS 3 881 924; Trimethinthiapyryliumsalze gemäss JP-OS (JP-A) 57-142645 (US-PS 4 327 159), pyryliumhaltige Verbindungen gemäss JP-OSen (JP-A) 58-181051, 58-220143, 59-413363, 59-84248, 59-84249, 59-146063 und 146061; Cyaninfarbstoffe gemäss JP-OS (JP-A) 59-216146; Pentamethinthiopyryliumsalze gemäss US-PS 4 283 475; und Pyryliumverbindungen gemäss JP-OSen (JP-A) 5-13514 und 5-19702 verwendet werden.

Als weitere Beispiele für bevorzugte Farbstoffe können Farbstoffe, die im nahen Infrarot absorbieren, gemäss US-PS 4 756 993, mit den Formeln (I) und (II) angeführt werden.

Unter diesen Farbstoffen sind besonders bevorzugt Cyaninfarbstoffe, Squaryliumfarbstoffe, Pyryliumfarbstoffe und Nickelthiolatkomplexe.

Pigmente, die in der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, schliessen handelsübliche Pigmente und solche Pigmente, die im Color Index (C. I.) Manual, "Saishin Ganryo Binran (Modern Pigment Manual)", herausgegeben von Nippon Ganryo Gijutsu Kyokai (Japan Pigment Technology Association), veröffentlicht 1977; "Saishin Ganryo Oyo Gijutsu (Modern Pigment Application Technology)" von CMC Press, veröffentlicht 1986; und "Insatsu Ink Gijutsu (Printing Ink Technology)" von CMC Press, veröffentlicht 1984, offenbart sind.

Beispiele für Pigmente schliessen schwarze Pigmente, gelbe Pigmente, orange Pigmente, braune Pigmente, rote Pigmente, violettfarbene Pigmente, blaue Pigmente, grüne Pigmente, fluoreszierende Pigmente, Metallpulverpigmente und Polymerpignente ein. Speziell können unlösliche Azopigmente, Azolackpigmente, kondensierte Azopigmente, Chelatazopigmente, Phthalocyaninpigmente, Anthrachinonpigmente, Perylen- und Perynonpigmente, Thioindigopigmente, Chinacridonpigmente, Dioxazinpigmente, Isoindolinonpigmente, Chinophthalonpigmente, gefärbte Lackpigmente, Azinpigmente, Nitrosopigmente, Nitropigmente, natürliche Pigmente, fluoreszierende Pigmente, anorganische Pigmente und Russ verwendet werden. Unter diesen Beispielen ist Russ bevorzugt.

Diese Pigmente können ohne Oberflächenbehandlung oder nach einer Oberflächenbehandlung verwendet werden. Beispiele für Oberflächenbehandlungsmethoden schliessen ein Verfahren der Oberflächenbeschichtung mit einem Harz oder einem Wachs, ein Verfahren des Anbringens eines Tensids und ein Verfahren der Anbindung einer reaktiven Substanz (wie z. B. einem Silankupplungsmittel, einer Epoxyverbindung und Polyisocyanat) mit der Pigmentoberfläche ein. Die oben erwähnten Oberflächenbehandlungsmethoden sind offenbart in Kinzokusekken no Seishitsu to Oyo (Arten und Anwendungen von Metallseifen)" von Sachi Press; "Insatsu Ink Gijutsu (Tintendrucktechnologie)" von CMC Press, veröffentlicht 1984; und "Saishin Ganryo Oyo Gijutsu (Moderne Pigmentaufbringungstechnologie)" von CMC Press, veröffentlicht 1986.

Eine Pigmentpartikelgrösse von 0,01 bis 10 um ist bevorzugt, 0,05 bis 1 um ist stärker bevorzugt, und 0,1 bis 1 um ist am stärksten bevorzugt. Eine Pigmentpartikelgrösse von weniger als 0,01 um ist im Hinblick auf die Stabilität der Pigmentdispersion in einer Beschichtungslösung für eine lichtempfindliche Schicht nicht bevorzugt. Andererseits ist eine Pigmentpartikelgrösse von mehr als 10 um im Hinblick auf die Gleichmässigkeit der Bildaufzeichnungsschicht nicht bevorzugt.

Als Verfahren zur Dispergierung eines Pigments können bekannte Dispergiermethoden, die bei der Tintenproduktion oder Tonerproduktion eingesetzt werden, verwendet werden. Beispiele für Dispergiermaschinen schliessen Ultraschalldispergiergeräte, Sandmühlen, Reibemühlen, Perlmühlen, Supermühlen, Kugelmühlen, Impeller, Dispergatoren, KD-Mühlen, Kolloidmühlen, Dynatrone, Dreifachwalzenmühlen und Druckkneter ein. Details dazu sind in "Saishin Ganryo Oyo Gijutsu (Moderne Pigmentaufbringungstechnologie) von CMC Press, veröffentlicht 1986, beschrieben.

Diese Farbstoffe oder Pigmente können in einer Menge von 0,01 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtfeststoffkomponente des Bildaufzeichnungsmaterials, vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, stärker bevorzugt in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-% im Fall eines Farbstoffs, und noch stärker bevorzugt in einer Menge von 1,0 bis 10 Gew.-% im Fall eines Pigments zugegeben werden. Eine Pigment- oder Farbstoffmenge von weniger als 0,01 Gew.-% führt zu einer niedrigen Empfindlichkeit. Andererseits führt eine Menge von mehr als 50 Gew.-% zu Flecken im Nichtbildteil während des Druckens.

Diese Farbstoffe oder Pigmente können zu einer Schicht mit anderen Komponenten, oder im Fall, dass das Bildaufzeichnungsmaterial eine Vielzahl von Schichten umfasst, zu einer Schicht gegeben werden, die verschieden von einer Schicht ist, die die anderen Komponenten enthält. Im allgemeinen beruht im Fall eines Sensibilisierungsmittels für sichtbares Licht der Funktionsmechanismus gewöhnlich auf Energietransfer oder Elektronentransfer, wie in "Zokanzai (Sensibilisierungsmittel)" von Katsumi Tokumaru und Shin Ogawara, veröffentlicht von Kodansha Co., Ltd., offenbart ist. Der Funktionsmechanismus für Infrarot- Sensibilisierungsmittel ist dagegen noch nicht vollständig aufgeklärt. Es wurde jedoch vorgeschlagen, dass Infrarotabsorptionsmittel Wärme erzeugen und thermisch säureerzeugende Mittel bei Absorption von Infrarotlicht zersetzen.

Andere Komponenten:

In der vorliegenden Erfindung sind die oben erwähnten vier Komponenten (A) bis (D) notwendig und verschiedene Verbindungen können, je nach Erfordernis, dem Bildaufzeichnungsmaterial zugesetzt werden. Beispielsweise kann ein Farbstoff mit einer hohen Absorption im Bereich von sichtbarem Licht als Färbungsmittel verwendet werden. Spezielle Beispiele schliessen Ölgelb #101, Ölgelb #103, Ölpink #312, Ölgrün BG, Ölblau BOS, Ölblau #603, Ölschwarz BY, Ölschwarz BS, Ölschwarz T-505 (hergestellt von Orient Chemical Industry Co., Ltd.), Victoria Pure Blue, Kristallviolett (CI42555), Methylviolett (CI42535), Ethylviolett, Rhodamin B (CI145170B), Malachitgrün (CI42000), Methylenblau (CI52015) und Farbstoffe gemäss JP-OS (JP-A) 62-293247, ein.

Vorzugsweise werden diese Farbstoffe zugegeben, um den Bildteil und den Nichtbildteil nach der Bilderzeugung leicht unterscheiden zu können. Die zugegebene Menge beträgt 0,01 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtfeststoffkomponenten des Bildaufzeichnungsmaterials.

Um eine stabile Behandlung unabhängig von einer Fluktuation der Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen, können ein nicht-ionisches Tensid gemäss JP-OS (JP-A) 62-251740 und 3-208514 und ein ampholytisches Tensid gemäss JP-OSen (JP-A) 59-121044 und 4-13149 zu dem erfindungsgemässen Bildaufzeichnungsmaterial zugegeben werden.

Beispiele für nicht-ionische Tenside schliessen Sorbitantristearat, Sorbitanmonopalmitat, Sorbitantrioleat, Monoglyceridstearat und Polyoxyethylennonylphenylether ein.

Beispiele für ampholytische Tenside schliessen Alkyldi(aminoethyl)glycin, Alkylpolyaminoethylglycinhydrochlorid, 2-Alkyl-n-carboxyethyl-N-hydroxyethylimidazoliniumbetain und N-Tetradecyl-N,N-substituiertes Betain (z. B. Amorgen K, hergestellt von Dai-Ichi Kogyo Co., Ltd.) ein.

Die Menge der oben erwähnten nicht-ionischen Tenside und ampholytischen Tenside beträgt vorzugsweise 0,05 bis 15 Gew.-% und stärker bevorzugt 0,1 bis 5 Gew.-% in einem Aufzeichnungsmaterial.

Um dem Film Flexibilität etc. zu verleihen, kann erforderlichenfalls ein Weichmacher zum Bildaufzeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung zugesetzt werden. Beispiele für Weichmacher schliessen Polyethylenglykol, Tributylcitrat, Diethylphthalat, Dibutylphthalat, Dihexylphthalat, Dioctylphthalat, Tricresylphosphat, Tributylphosphat, Trioctylphosphat und Tetrahydrofurfuryloleat ein.

Ein erfindungsgemässes Bildaufzeichnungsmaterial kann im allgemeinen durch Auflösung der oben erwähnten Komponenten in einem Lösungsmittel und Aufbringen der resultierenden Lösung auf einen geeigneten Träger hergestellt werden. Die hier verwendeten Lösungsmittel schliessen z. B. ein, sind jedoch nicht beschränkt auf Ethylendichlorid, Cyclohexanon, Methylethylketon, Methanol, Ethanol, Propanol, Ethylenglykolmonomethylether, 1-Methoxy-2- propanol, 2-Methoxyethylacetat, 1-Methoxy-2-propylacetat, Dimethoxyethan, Methyllactat, Ethyllactat, N,N- Dimethylacetamid, N,N-Dimethylformamid, Tetramethylharnstoff, N-Methylpyrrolidon, Dimethylsulfoxid, Sulfolan, γ-Butyllacton, Toluol und Wasser.

Diese Lösungsmittel werden allein oder als Mischung verwendet. Die Konzentration der oben erwähnten Komponenten (Gesamtfeststoffkomponenten einschliesslich Additive) beträgt vorzugsweise 1 bis 50 Gew.-% in der Lösung. Die Applikationsmenge (Feststoffkomponenten) auf dem Träger, die nach dem Auftragen und Trocknen erhalten wird, wird je nach dem Applikationszweck bestimmt. Für eine planografische Druckplatte ist jedoch 0,5 bis 5,0 g/m² bevorzugt. Als Applikationsverfahren können verschiedene Methoden verwendet werden, wie z. B. Rakelauftrag, Rotationsauftrag, Sprühauftrag, Tuchauftrag, Eintauchauftrag, Doktormesserauftrag, Auftrag mit einer Klinge und Walzauftrag. Wenn die aufgebrachte Menge abnimmt, erhöht sich die apparente Empfindlichkeit, aber die Filmcharakteristiken des Bildaufzeichnungsmaterials nehmen ab.

Ein Tensid zur Verbesserung der Auftragbarkeit, wie z. B. ein fluorhaltiges Tensid gemäss JP-OS (JP-A) 62-170950 kann einer erfindungsgemässen Bildaufzeichnungsschicht zugesetzt werden. Die Zugabemenge beträgt vorzugsweise 0,01 bis 1 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtfeststoffkomponenten des Bildaufzeichnungsmaterials, und stärker bevorzugt 0,05 bis 0,5 Gew.-%.

Träger:

Beispiele für Träger, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, schliessen dimensionsstabile plattenartige Substanzen, wie Papier, Papier, das mit einem Kunststoff (wie Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol) laminiert ist, Metallplatten (wie Aluminium, Zink und Kupfer), Plastikfilme (wie Cellulosediacetat, Cellulosetriacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat, Celluloseacetat/butyrat, Cellulosenitrat, Polyethylenterephthalat, Polyethylen, Polystyrol, Polypropylen, Polycarbonat und Polyvinylacetal) und Papier- oder Plastikfilme, die mit den oben erwähnten Metallen laminiert wurden oder auf denen die oben erwähnten Metalle abgeschieden wurden.

Ein Polyesterfilm oder eine Aluminiumplatte ist als Träger in der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Insbesondere ist eine Aluminiumplatte bevorzugt, da sie eine gute Dimensionsstabilität hat und zu relativ niedrigen Kosten aufgebracht werden kann. Beispiele für bevorzugte Aluminiumplatten schliessen Aluminiumplatten und Legierungsplatten mit Aluminium als Hauptkomponente und Spurenmengen eines anderen Elements ein. Ausserdem können auch Plastikfilme, auf die Aluminium laminiert oder abgeschieden ist, verwendet werden. Beispiele anderer Elemente, die in einer Aluminiumlegierung vorliegen können, schliessen Silicium, Eisen, Mangan, Kupfer, Magnesium, Chrom, Zink, Wismut, Nickel und Titan ein. Die Gesamtmenge der anderen Elemente in der Legierung beträgt vorzugsweise 10 Gew.-% oder weniger. In der vorliegenden Erfindung ist Reinaluminium besonders bevorzugt. Da jedoch die Herstellung eines vollständig reinen Aluminiums im Hinblick auf die Raffinierungstechnologie schwierig ist, kann auch ein Aluminium, das Spurenmengen an anderen Elementen enthält, verwendet werden. Die Zusammensetzung einer Aluminiumplatte, die in der vorliegenden Erfindung wie oben erwähnt eingesetzt wird, ist nicht besonders beschränkt und eine bekannte Aluminiumplatte kann ebenfalls verwendet werden. Die Dicke einer Aluminiumplatte, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, beträgt etwa 0,1 bis 0,6 mm, vorzugsweise 0,15 bis 0,4 mm und stärker bevorzugt 0,2 bis 0,3 mm.

Wenn eine Aluminiumplatte als Träger verwendet wird, wird zur Verbesserung der Haftung des Trägers und einer darauf gebildeten Schicht vorzugsweise die Aluminiumplattenoberfläche aufgerauht. Vor dem Aufrauhen der Aluminiumplatte kann erforderlichenfalls eine · Entfettungsbehandlung mit einem Tensid, einem organischen Lösungsmittel oder einer wässrigen Alkalilösung zur Entfernung des Walzöls auf der Oberfläche durchgeführt werden.

Die Oberflächenaufrauhbehandlung einer Aluminiumplatte kann mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden, wie z. B. mechanischem Aufrauhen, einem elektrochemischen Aufrauhen, bei dem eine Plattenoberfläche angelöst wird, und einer chemischen Aufrauhmethode, bei der die Plattenoberfläche selektiv angelöst wird. Als mechanisches Verfahren können bekannte Methoden, wie Kugelabbrasionsmethoden, Bürstenabbrasionsmethoden, Strahlabtragungsmethoden und Reibeabtragungsmethoden, verwendet werden. Als elektrochemische Aufrauhmethoden können Methoden, bei denen Wechselstrom oder Gleichstrom an eine Platte in einer Elektrolytlösung, die Salzsäure oder Salpetersäure enthält, angelegt wird, verwendet werden. Ausserdem kann eine Methode, die beide der oben erwähnten Methoden kombiniert, verwendet werden, wie in JP-OS (JP-A) 54-63902 offenbart ist.

Eine Aluminiumplatte, an die eine Oberflächenaufrauhbehandlung angelegt wird, kann einer Alkaliätzbehandlung oder Neutralisierungsbehandlung unterworfen werden, gegebenenfalls gefolgt von einer Anodisierbehandlung, um die wasserabstossenden Eigenschaften und Abbrasionsbeständigkeitseigenschaften der Oberfläche zu verbessern, falls gewünscht. Als Elektrolytlösung, die bei der Anodisierungsbehandlung einer Aluminiumplatte verwendet wird, können verschiedene Elektrolyte, die einen porösen Oxidfilm bilden, verwendet werden. Im allgemeinen können Schwefelsäure, Phosphorsäure, Oxalsäure, Chromsäure oder eine Mischung daraus verwendet werden. Die Konzentration eines Elektrolyten entscheidet sich geeignet nach dem Elektrolyttyp.

Die Bedingungen für die Anodisierung werden nach dem verwendeten Elektrolyttyp bestimmt und können daher nicht global spezifiziert werden. Im allgemeinen sind jedoch Bedingungen einer Elektrolytkonzentration von 1 bis 80 Gew.-%, einer Lösungstemperatur von 5 bis 70ºC, einer Stromdichte von 5 bis 60 A/dm², eine Spannung von 1 bis 100 V und einer Elektrolysedauer von 10 Sekunden bis 5 Minuten geeignet.

Eine Menge des anodisierten Films von weniger als 1,0 g/m² führt zu einem unzureichenden Plattenabtrag und es bilden sich leicht Kratzer auf einem Nichtbildteil der planografischen Druckplatte und dadurch wird das sogenannte "Tinten", das durch Ansammlung von Tinte in den Kratzern auftritt, leicht hervorgerufen.

Nach der Anodisierungsbehandlung wird erforderlichenfalls auf der Aluminiumoberfläche eine Hydrophilisierungsbehandlung durchgeführt. Beispiele für Hydrophilisierungsbehandlungen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, schliessen eine Alkalimetallsilikatmethode (wie z. B. eine wässrige Natriumsilikatlösung) gemäss US-PSen 2 714 066, 3 181 461, 3 280 734 und 3 902 734 ein. Bei dieser Methode wird der Träger durch Eintauchen oder Elektrolyse mit einer wässrigen Natriumsilikatlösung behandelt. Weitere Beispiele schliessen ein Verfahren der Behandlung mit Kaliumfluorzirconat gemäss JP-AS (JP-B) 36-22063 und ein Verfahren der Behandlung mit Polyvinylphosphonat gemäss US-PSen 3 276 868, 4 153 461 und 4 689 272 ein.

Sonstiges:

Ein Bildaufzeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung kann eine Grundierungsschicht auf dem Träger, falls erforderlich, umfassen. Verschiedene organische Verbindungen können als Grundierschichtkomponenten verwendet werden. Beispiele schliessen Carboxymethylcellulose, Dextrin, Gummi arabicum, organische Phosphonsäuren, die substituiert sein können, wie z. B. Phosphorsäuren mit einer Aminogruppe (z. B. 2-Aminoethylphosphonsäure), Phenylphosphonsäure, Naphthylphosphonsäure, Alkylphosphonsäure, Glycerophosphonsäure, Methylendiphosphonsäure und Ethylendiphosphonsäure; organische Phosphorsäuren, die substituiert sein können, wie Phenylphosphorsäure, Naphthylphosphorsäure, Alkylphosphorsäure und Glycerophosphorsäure; organische Phosphinsäuren, die substituiert sein können, wie Phenylphosphinsäure, Naphthylphosphinsäure, Alkylphosphinsäure und Glycerophosphinsäure; Aminosäuren, wie Glycin und β-Alanin; und Hydrochloride eines Amins mit einer Hydroxygruppe, wie Triethanolamin-hydrochlorid, ein. Die Grundierungsschichtkomponente kann daraus ausgewählt werden und kann in einer Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden.

Eine geeignete Menge einer organischen Grundierungsschicht beträgt 2 bis 200 mg/m².

Wie zuvor erwähnt, kann mit einem Bildaufzeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung eine planografische Druckplatte erzeugt werden. Die planografische Druckplatte wird vorzugsweise bildweise mit Infrarotstrahlen einer Wellenlänge von 760 bis 1200 nm belichtet, die von einem Feststofflaser oder Halbleiterlaser emittiert werden. In der vorliegenden Erfindung kann die Druckplatte unmittelbar nach der Laserbestrahlung entwickelt werden, wird aber vorzugsweise durch Wärme zwischen dem Laserbestrahlungsprozess und dem Entwicklungsprozess behandelt. Bevorzugte Temperaturen und Zeiten einer Wärmebehandlung sind ein Bereich von 80 bis 150ºC und eine Dauer von 10 Sekunden bis 5 Minuten. Als Erwärmungsmethoden können verschiedene, herkömmlich bekannte Methoden, wie z. B. ein Verfahren der Erwärmung mit einer heissen Platte oder einem keramischen Heizer und ein Verfahren der Erwärmung mit einer Lampe, verwendet werden. Speziell können die Methoden gemäss der japanischen Patentanmeldung Nr. 8-94197 verwendet werden. Die Laserenergie, die zur Aufzeichnung durch Laserbestrahlung erforderlich ist, kann durch die Wärmebehandlung verringert werden.

Anschliessend wird das erfindungsgemässe Bildaufzeichnungsmaterial vorzugsweise mit einer wässrigen Alkalilösung entwickelt.

Wenn eine wässrige Alkalilösung zur Entwicklung verwendet wird, kann eine herkömmliche bekannte wässrige Alkalilösung als Entwickler oder Regenerator für ein erfindungsgemässes Bildaufzeichnungsmaterial verwendet werden. Beispiele schliessen anorganische Alkalisalze, wie Natriumsilikat, Kaliumsilikat, tertiäres Natriumphosphat, tertiäres Kaliumphosphat, tertiäre Ammoniumphosphat, sekundäres Natriumphosphat, sekundäres Kaliumphosphat, sekundäres Ammoniumphosphat, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Ammoniumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat, Ammoniumhydrogencarbonat, Natriumborat, Kaliumborat, Ammoniumborat, Natriumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Kaliumhydroxid und Lithiumhydroxid, ein. Ausserdem werden auch organische alkalische Mittel verwendet, wie Monomethylamin, Dimethylamin, Trimethylamin, Monoethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Monoisopropylamin, Diisopropylamin, Triisopropylamin, n-Butylamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Monoisopropanolamin, Diisopropanolamin, Ethylenimin, Ethylendiamin und Pyridin.

Diese Alkalien können alleine oder in einer Kombination aus zwei oder mehreren verwendet werden. Unter diesen Alkalien besonders bevorzugte Entwickler sind wässrige Silicatlösungen, wie Natriumsilicat und Kaliumsilicat. Diese sind bevorzugt, weil die Entwicklungseigenschaften durch das Verhältnis und die Konzentration von Siliciumdioxid SiO&sub2;, die eine Komponente des Silikats ist, und des Alkalimetalloxids M&sub2;O eingestellt werden können. Beispielsweise können Alkalimetallsilikate gemäss JP-OS (JP-A) 54-62004 und JP-AS (JP-B) 57-7427 verwendet werden.

Ferner ist bekannt, dass, wenn eine automatische Entwicklungsmaschine zur Entwicklung verwendet wird, durch Zugabe einer wässrigen Lösung (Regenerator), deren Alkalinität stärker ist als die des Entwicklers, zum Entwickler eine grosse Menge planografische Druckplatten verarbeitet werden können, ohne den Entwickler im Entwicklungstank während langer Zeit zu ändern. Die Regeneratormethode wird vorzugsweise in der vorliegenden Erfindung auch verwendet.

Verschiedene Arten von Tensiden und organischen Lösungsmitteln können zu einem Entwickler oder Regenerator zur Förderung oder Einschränkung der Entwicklungseigenschaften, Verbesserung der Dispersion des Entwicklungsschaums oder Gleichmässigkeit des Druckplattenbildteils gegenüber Tinte, falls erforderlich, zugegeben werden. Beispiele von bevorzugten Tensiden schliessen anionische Tenside, kationische Tenside, nichtionische Tenside und ampholytische Tenside ein. Beispiele für bevorzugte organische Lösungsmittel schliessen Benzylalkohol ein. Vorzugsweise wird auch Polyethylenglykol oder ein Derivat davon oder Polypropylenglykol oder ein Derivat davon verwendet.

Ferner können auch Reduktionsmittel, wie z. B. ein Natriumsalz oder Kaliumsalz von Hydrochinon, Resorcin, eine anorganische Säure, einschliesslich schwefliger Säure, und Hydrogensulfite, organische Carbonsäuren, Antischaummittel und Wasserenthärter zu einem Entwickler oder Regenerator, falls erforderlich, zugegeben werden.

Beispiele für Entwickler, die ein Tensid, ein organisches Lösungsmittel und ein Reduktionsmittel enthalten, schliessen eine Entwicklungszusammensetzung ein, die Benzylalkohol, ein anionisches Tensid, eine Alkalie und Wasser enthält, wie offenbart in JP-OS (JP-A) 51-77401, eine Entwicklungszusammensetzung mit Benzylalkohol, einem anionischen Tensid und einer wässrigen Lösung, einschliesslich eines wasserlöslichen Sulfits gemäss JP-OS (JP-A) 53-44202, und eine Entwicklungszusammensetzung mit einem organischen Lösungsmittel mit einer Löslichkeit in Wasser bei Raumtemperatur von 10 Gew.-% oder weniger, einer Alkalie und Wasser, wie offenbart in JP-OS (JP-A) 55-155355. Die Entwickler werden vorzugsweise in der vorliegenden Erfindung verwendet.

Druckplatten, die mit den oben erwähnten Entwicklern und Regeneratoren entwickelt werden, werden einer Nachbehandlung mit einer Waschlösung, enthaltend Wasser, ein Tensid etc., und einer Desensibilisierungslösung mit Gummi arabicum, einem Stärkederivat etc. unterworfen. Als Nachbehandlung, die in einem Fall durchgeführt wird, wenn das erfindungsgemässe Bildaufzeichnungsmaterial als Druckplatte verwendet wird, können diese Behandlungen in Kombination verwendet werden.

Seit kurzem werden automatische Entwicklungsmaschinen weithin beim Druckplattenherstellen und in der Druckindustrie verwendet, um die Druckplattenherstellung zu straffen und zu standardisieren. Im allgemeinen umfasst diese automatische Entwicklungsmaschine einen Entwicklungsteil und einen Nachbehandlungsteil und jeder Teil umfasst Mittel zur Übertragung einer Druckplatte, Behandlungstanks und Sprühvorrichtungen, wobei die Entwicklungsverarbeitung durch eine Sprühbehandlung, die durch eine Pumpe aufgestrahlt wird, aus einer Sprühdüse auf die Druckplatte nach Belichtung durchgeführt wird, während die Druckplatte horizontal befördert wird. Ausserdem ist seit kurzem auch ein Verfahren bekannt geworden, bei dem eine belichtete Druckplatte in einem Behandlungstank, der mit der Behandlungslösung gefüllt ist, eingetaucht wird, während die Druckplatte durch Führungsrollen weiterbefördert wird. Bei einer solchen automatischen Behandlung kann ein Regenerator für jede Behandlung in Abhängigkeit von der Menge der zu entwickelnden Druckplatten, Arbeitszeit und dergleichen ergänzt werden.

Das sogenannte Wegwerf-Verfahren, bei dem eine im wesentlichen nicht-behandelte Behandlungslösung zur Behandlung verwendet wird, kann ebenfalls eingesetzt werden.

Eine wie oben erwähnt erhaltene, planografische Druckplatte kann für einen Druckprozess nach gegebenenfalls Aufbringen eines desensibilisierenden Gummis eingesetzt werden. Wenn jedoch eine planografische Druckplatte mit einem höheren Plattenabrieb gewünscht wird, wird eine Brennbehandlung vorgesehen.

Wenn eine Brennbehandlung bei einer planografischen Druckplatte vorgesehen wird, ist es bevorzugt, die Platte mit einer Gegenätzlösung zu behandeln, wie offenbart in den JP-ASen (JP-B) 61-2518 und 55-28062 und den JP-OSen (JP-A) 62-31859 und 61-159655, bevor sie gebrannt wird.

Verfahren dafür schliessen ein Verfahren des Aufbringens einer Gegenätzlösung auf eine planografische Druckplatte mit einem Schwamm oder einem absorbierenden Tuch, die damit imprägniert sind, eine Methode des Aufbringens der Gegenätzlösung auf eine Druckplatte durch Eintauchen der Platte in einen mit der Lösung gefüllten Trog, und ein Verfahren des Aufbringens der Lösung auf die Platte mit einem automatischen Beschichter ein. Durch Ausgleichung der Menge der Lösung mit einem Balg oder einer Druckwalze nach dem Aufbringen, kann ein noch stärker bevorzugtes Ergebnis erhalten werden. Die geeignete Menge einer Gegenätzlösung, die aufgebracht wird, beträgt im allgemeinen 0,03 bis 0,8 g/m² (Trockengewicht).

Eine planografische Druckplatte, auf die die Gegenätzlösung aufgebracht wird und die getrocknet wird, wird bei hoher Temperatur mit einem Brennapparat (z. B. einem Brennapparat BP-1300, der von Fuji Photo Film Co., Ltd. erhältlich ist, falls erforderlich, erhitzt. Die Erhitzungstemperatur und -dauer hängt von der Art der Komponenten, die das Bild ergeben, ab. Im allgemeinen ist jedoch ein Bereich von 180 bis 300ºC und ein Bereich von 1 bis 20 Minuten bevorzugt.

Eine mit einer Brennbehandlung behandelte planografische Druckplatte kann herkömmlichen Behandlungen, wie z. B. einer Wäsche mit Wasser und Gummibeschichtung, erforderlichenfalls unterworfen werden. In einem Fall, bei dem eine Gegenätzlösung mit einem wasserlöslichen Polymer verwendet wird, kann jedoch die Desensibilisierungsbehandlung, wie z. B. die Gummibeschichtung, weggelassen werden. Die planografische Druckplatte, die durch eine solche Behandlung erhalten wurde, wird in einem Offsetdrucker zum Drucken von grossen Mengen verwendet.

BEISPIELE

Die vorliegende Erfindung wird nun durch Beispiele im Detail erläutert. Die vorliegende Erfindung ist jedoch auf diese Beispiele nicht beschränkt.

Synthese von Polymer (BP-1):

24,83 g (0,2 mol) o-Methoxyphenol und 100 ml Tetrahydrofuran wurden in einen 500 ml-Kolben, der mit einer Rührvorrichtung und einem Kühlrohr versehen war, eingebracht. Eine Lösung, in der Natriummethoxid (0,2 mol) in Methanol gelöst war, wurde unter Rühren des Inhalts zum Kolben gegeben. Dann wurden Tetrahydrofuran und Methanol bei reduziertem Druck entfernt. 300 ml Tetrahydrofuran wurden zum Kolben gegeben und dann 46,94 g (0,2 mol) 2-Chlorethyl-p-toluolsulfonat zugegeben. Dann wurde die Mischung unter Erwärmen auf Rückfluss 20 Stunden zur Förderung der Reaktion gerührt. Nach der Reaktion wurden unlösliche Substanzen durch Filtration entfernt und das Produkt unter reduziertem Druck kondensiert. Dann wurde die Reaktionsmischung durch Säulenchromatografie mit Kieselgel raffiniert und 25,1 g 2-(o-Methoxyphenoxy)- ethylchlorid hergestellt.

Dann wurden 25,1 g 2-(o-Methoxyphenoxy)ethylchlorid, 33,40 g Kaliummethacrylat, 11,17 g Kaliumiodid, 50 ml N,N- Dimethylformamid und eine kleine Menge Hydrochinon in einen 200 ml-Kolben, der mit einer Rührvorrichtung und einem Kühlrohr versehen war, gegeben. Die Mischung wurde auf 100ºC erwärmt und gerührt. Die umgesetzte Mischung wurde durch Säulenchromatografie mit Kieselgel gereinigt und 24,8 g 2-(o-Methoxyphenoxy)ethylmethacrylat hergestellt.

21,4 g 1-Methoxy-2-propanol wurden in einen 100 ml-Kolben, der mit einer Rührvorrichtung und einem Kühlrohr versehen war, gegeben und unter einem Stickstoffstrom auf 75ºC erwärmt, Unter Rühren des Kolbeninhalts wurde eine Mischung von 15,35 g 2-(o-Methoxyphenoxy)ethylmethacrylat, 3,01 g Methacrylsäure, 0,1151 g "V-601" (Azopolymerisationsinitiator von Wako Pure Chemical Ind., Ltd.) und 21,4 g 1-Methoxy-2-propanol zum Kolben über 2,5 Stunden zugetropft. Nach ihrer Zugabe wurden 0,1151 g "V-601" zugegeben und die Mischung 3 Stunden bei 75ºC gerührt. Nach der Reaktion wurde die Mischung auf Raumtemperatur abgekühlt und 50 ml Methanol zugegeben. Die Mischung wurde unter Rühren zu 1 l Wasser gegeben. Das ausgefallene Produkt wurde durch Filtration gewonnen und unter reduziertem Druck getrocknet. 10,5 g Polymer (BP-1) wurden hergestellt. Das Molekulargewicht-Gewichtsmittel, gemessen durch GPC, betrug 62.000 (Polystyrolstandard).

Synthese von Polymer (BP-2):

2,6-Dimethoxyphenol und 3-Chlorpropanol wurden unter basischen Bedingungen zu 3-(2,6-Dimethoxyphenyl)propanol umgesetzt. Methylacrylat und 3-(2,6-Dimethoxyphenyl)- propanol wurden in Gegenwart eines Säurekatalysators unter Entfernung von Methanol durch Erwärmen umgeestert und 3-(2,6-Dimethoxyphenyl)propylacrylat hergestellt. 3-(2,6- Dimethoxyphenyl)propylacrylat, N-(p-Sulfamoylphenyl)- methacrylamid und Acrylsäure wurden zum Erhalt von Polymer (BP-2) copolymerisiert. Das Molekulargewicht- Gewichtsmittel, gemessen durch GPC, betrug 66.000 (Polystyrolstandard).

Synthese der Polymere (BP-3) bis (BP-10):

Polymere (BP-3) bis (BP-10) gemäss Tabellen 1 bis 4 wurden unter Verwendung des obigen Verfahrens synthetisiert.

TABELLE 1
TABELLE 2
TABELLE 3
TABELLE 4

Synthese des Vernetzungsmittels (HM-1):

20 g 1-[α-Methyl-α-(4-hydroxyphenyl) ethyl]-4-[α,α-bis (4- hydroxyphenyl)ethyl]benzol ("Trisp-PA", hergestellt von Honshu Chemical Industry Co., Ltd.) wurden zu einer 10%-igen wässrigen Kaliumhydroxidlösung gegeben, gerührt und gelöst. 60 ml einer 37%-igen Formalinlösung wurden allmählich über 1 Stunde unter Rühren zur Mischung zugegeben. Die resultierende Mischung wurde bei Raumtemperatur 6 Stunden gerührt und zu einer verdünnten Schwefelsäure gegeben. Das ausgefallene Produkt wurde filtriert und mit Wasser gut gewaschen. Dann wurden durch Umkristallisation mit 30 ml Methanol 20 g eines weissen festen Phenolderivats mit einer Hydroxymethylgruppe der folgenden Struktur (HM-1) erhalten. Die Reinheit betrug 92% (Flüssigchromatografiemethode).

Synthese des Vernetzungsmittels (btM-1):

20 g des Phenolderivats mit einer Hydroxymethylgruppe (HM-1), das im obigen Synthesebeispiel erhalten wurde, wurden zu 1 l Methanol gegeben, erwärmt, gerührt und gelöst. Nach Zugabe von 1 ml konzentrierter Schwefelsäure wurde die Lösung 12 Stunden am Rückfluss gehalten. nach der Reaktion wurde die umgesetzte Lösung abgekühlt und 2 g Kaliumcarbonat zugegeben. Nach ausreichendem Einengen der Mischung wurden 300 ml Ethylacetat zugegeben. Die resultierende Lösung wurde mit Wasser gewaschen, eingeengt und zur Trockne eingedampft, so dass 22 g eines weissen festen Phenolderivats mit einer Methoxymethylgruppe der folgenden Struktur (MM-1) erhalten wurden. Die Reinheit betrug 90% (Flüssigchromatografiemethode).

BEISPIEL 1

Eine Aluminiumplatte (Material 1050) mit einer Dicke von 0,30 mm wurde durch Waschen mit Trichlorethylen entfettet. Die Aluminiumplattenoberfläche wurde dann mit einer Nylonbürste und einer Suspension, in der ein Bimssteinpulver mit 400 mesh Grösse in Wasser suspendiert wurde, aufgerauht und dann gründlich mit Wasser gewaschen. Die Platte wurde durch Eintauchen in eine 25%-ige wässrige Natronlauge bei 45ºC 9 Sekunden lang geätzt und mit Wasser gewaschen. Die Platte wurde dann in eine 2% HNO&sub3;-Lösung 20 Sekunden eingetaucht und mit Wasser gewaschen. Die Ätzmenge der gekörnten Oberfläche betrug etwa 3 g/m². Dann wurde die Platte mit einem Gleichstromanodenoxidationsfilm von 3 g/m² mit einer 7%-igen H&sub2;SO&sub4;-Lösung als Elektrolyt und einer Stromdichte von 15 A/dm² versehen und mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Aluminiumplatte wurde mit der folgenden Grundierlösung behandelt und die Grundierschicht bei 80ºC 30 Sekunden getrocknet. Die Beschichtungsmenge nach dem Trocknen betrug 10 mg/m².

Grundierlösung:

β-Alanin 0,1 g

Phenylphosphonsäure 0,05 g

Methanol 40 g

reines Wasser 60 g

Die folgende Lösung (P) wurde hergestellt, auf die obige grundierte Aluminiumplatte aufgebracht und bei 100ºC 1 Minute getrocknet. Eine planografisches Druckplatte (P-1) vom Negativtyp wurde erhalten. Die Menge der getrockneten Beschichtung betrug 1,5 g/m².

Lösung (P)

Polymer (BP-1) 1,5 g

Wärmevernetzungsmittel (mm-1) 0,5 g

säureerzeugendes Mittel (VI-1) 0,15 g

Farbstoff, erhalten durch 1-Naphthalinsulfonsäure als Gegenion von Victoria- Reinblau BOH 0,05 g

"Megafak F-177" (fluorhaltiges Tensid, hergestellt von Dainippon Ink & Chemicals, Inc.) 0,06 g

Methylethylketon 15 g

1-Methoxy-2-propanol 5 g

Methylalkohol 7 g

Die planografische Druckplatte (P-1) vom Negativtyp wurde mit Ultraviolettlicht belichtet. Nach der Belichtung wurde die Platte mit einer Heizplatte 30 Sekunden auf 100ºC erwärmt, dann in einer automatischen Entwicklungsmaschine mit dem Entwickler DP-4 (1 : 8) und der Waschlösung FR-3 (1 : 7), hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd., verarbeitet. Die Oberfläche wurde mit dem Gummi GU-7 (1 : 1) von Fuji Photo Film Co., Ltd. behandelt und zum Drucken mit der Heidel KOR-D-Maschine vorgesehen. Eine vorteilhafte fleckfreie Kopie im Nichtbildteil wurde erhalten.

BEISPIELE 2 BIS 10

In der folgenden Lösung (Q) wurden neun Lösungsarten (Q-2) bis (Q-9) unter Verwendung verschiedener Arten von Verbindungen hergestellt. Die Lösungen wurden auf grundierte Aluminiumplatten auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 aufgebracht und bei 100ºC 1 Minute getrocknet. Die planografischen Druckplatten (Q-2) bis (Q-9) vom Negativtyp wurden hergestellt. Die Menge des getrockneten Überzugs betrug 1,5 g/m².

Lösung (Q):

Polymer 1,5 g

Wärmevernetzungsmittel 0,5 g

säureerzeugendes Mittel 0,2 g

infrarotabsorbierendes Mittel (Produktname: "NK-2014", hergestellt von Nippon Kankoshikiso Kenkyujo Co., Ltd.) 0,15 g

Farbstoff, erhalten durch Vorsehen von 1-Naphthalinsulfonsäure als Gegenion von Victoria Reinblau BOH 0,05 g

"Megafak F-177" (fluorhaltiges Tensid, hergestellt von Dainippon Ink & Chemicals, Inc.) 0,06 g

Methylethylketon 15 g

1-Methoxy-2-propanol 5 g

Methylalkohol 7 g

Die in den Lösungen (Q-2) bis (Q-9) verwendeten Verbindungen werden in Tabelle 5 gezeigt.

TABELLE 5

Die erhaltenen planografischen Druckplatten (Q-2) bis (Q-9) vom Negativtyp wurden mit einem Halbleiterlaser mit Infrarotlicht von 830 bis 850 nm Wellenlänge belichtet. Bei der Belichtung wurden die Platten 30 Sekunden auf 100ºC wärmebehandelt, dann in einer automatischen Entwicklungsmaschine mit dem Entwickler DP-4 (1 : 8) und der Waschlösung FR-3 (1 : 7), hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd., verarbeitet. Die Oberfläche wurde mit dem Gummi GU-7 (1 : 1) von Fuji Photo Film Co., Ltd. behandelt und zum Drucken mit der Heidel KOR-D-Maschine vorgesehen. Die Zahl der guten Kopien, die während des Druckens erhalten wurden, wurde vermerkt. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 6. In allen Fällen wurden mehr als 40.000 Kopien fleckfrei in den Nichtbildteilen erhalten.

VERGLEICHSBEISPIEL 1

Unter identischen Bedingungen wie in Beispiel 2, ausser dass Novolakharz (MW: 2500), erhalten durch Reaktion von m-Cresol und Formaldehyd unter sauren Bedingungen, anstelle des Polymers (BP-1) in der Lösung (Q-1) von Beispiel 2 verwendet wurde, wurde eine planografische Druckplatte (R) vom Negativtyp erhalten. Die erhaltene planografische Druckplatte (R) vom Negativtyp wurde mit Bildern versehen und dann auf die gleiche Weise wie in Beispiel 2 zum Drucken behandelt. Die Zahl der erhaltenen guten Kopien wurde vermerkt. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 6. Nur etwa 20.000 Kopien wurden erhalten. Ausserdem wurde eine leichte Fleckbildung in den Nichtbildteilen beobachtet.

TABELLE 6

Aus den Ergebnissen der Beispiele 2 bis 10 und Vergleichsbeispiel 1 wurde beobachtet, dass planografische Druckplatten, bei denen das Bildaufzeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung vom Negativtyp verwendet wurde, ausgezeichnet im Hinblick auf die Druckdauerhaftigkeit während des Druckens und auch im Hinblick auf die Verfärbungsbeständigkeit in den Nichtbildteilen waren.

BEISPIELE 11 BIS 15

Eine Aluminiumplatte (Material 1050) mit einer Dicke von 0,30 mm wurde durch Waschen mit Trichlorethylen entfettet. Die Aluminiumplattenoberfläche wurde dann mit einer Nylonbürste aufgerauht und eine Suspension, in der ein Bimssteinpulver mit 400 mesh Grösse in Wasser suspendiert wurde, und dann gründlich mit Wasser gewaschen. Die Platte wurde durch Eintauchen in eine 25%-ige wässrige Natronlauge bei 45ºC 9 Sekunden lang geätzt und mit Wasser gewaschen. Die Platte wurde dann in eine 2% HNO&sub3;-Lösung 20 Sekunden eingetaucht und mit Wasser gewaschen. Die Ätzmenge der gekörnten Oberfläche betrug etwa 3 g/m². Dann wurde die Platte mit einem Gleichstromanodenoxidationsfilm von 3 g/m² mit einer 7%-igen H&sub2;SO&sub4;-Lösung als Elektrolyt und einer Stromdichte von 15 A/dm² versehen. Die Aluminiumplatte wurde bei 80ºC 30 Sekunden in eine 2,5%-ige wässrige Natriumsilicatlösung eingetaucht, mit Wasser gewaschen und getrocknet.

In der folgenden Lösung (S) wurden die Arten der Verbindungen geändert und 5 Lösungsarten (S-1) bis (S-5) hergestellt. Die Lösungen wurden auf die obigen Aluminiumplatten aufgebracht und bei 100ºC 1 Minute getrocknet. Planografische Druckplatten (S-1) bis (S-5) vom Negativtyp wurden erhalten. Die Menge der getrockneten Beschichtung betrug 1,6 g/m².

Lösung (S)

Polymer 1,6 g

Wärmevernetzungsmittel (mm-1) 0,5 g

säureerzeugendes Mittel 0,2 g

Infrarotabsorptionsmittel (Produktname: "NK-3508", hergestellt von Nippon Kankoshikiso Kenkyujo Co., Ltd.) 0,15 g

Farbstoff, erhalten durch 1-Naphthalinsulfonsäure als Gegenion von Victoria- Reinblau BOH 0,05 g

"Megafak F-177" (fluorhaltiges Tensid, hergestellt von Dainippon Ink & Chemicals, Inc.) 0,06 g

Methylethylketon 15 g

1-Methoxy-2-propanol 5 g

Methylalkohol 7 g

Verbindungen, die in den Lösungen (S-1) bis (S-5) verwendet wurden, werden in Tabelle 7 gezeigt.

TABELLE 7

Die erhaltenen planografischen Druckplatten (S-1) bis (S-5) vom Negativtyp wurden mit einem YAG-Feststofflaser, der Infrarotlicht mit etwa 1064 nm Wellenlänge erzeugte, belichtet. Nach der Belichtung wurden die Platten 30 Sekunden auf 100ºC erhitzt, dann mit dem Entwickler DN-3C (1 : 1) von Fuji Photo Film Co., Ltd. entwickelt. Die Oberfläche wurde mit FN-2 behandelt und zu Drucken mit der Heidel KOR-D-Maschine vorgesehen. Die Zahl der erhaltenen vorteilhaften Kopien wurde vermerkt. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 8. In allen Fällen wurden mehr als 30.000 Kopien erhalten. In keinem Nichtbildteil einer Kopie wurde eine Verfärbung beobachtet.

VERGLEICHSBEISPIEL 2

Unter identischen Bedingungen wie in Beispiel 11, ausser dass Novolakharz (Molekulargewicht-Gewichtsmittel von 2500), erhalten durch Reaktion von m-Cresol und Formaldehyd unter sauren Bedingungen, anstelle des Polymers (BP-1) in der Lösung (S-1) von Beispiel 11 verwendet wurde, wurde eine planografische Druckplatte (T) vom Negativtyp hergestellt. Die erhaltene planografische Druckplatte (T) vom Negativtyp wurde mit Bildern versehen und auf die gleiche Weise wie in Beispiel 11 zum Druck behandelt. Die Zahl der erhaltenen guten Kopien wurde vermerkt. Die Ergebnisse Zeigt Tabelle 8. Nicht einmal 20.000 Kopien wurden erhalten.

TABELLE 8

Aus den Ergebnissen der Beispiele 11 bis 15 und Vergleichsbeispiel 2 wurde beobachtet, dass die planografischen Druckplatten, bei denen das erfindungsgemässe Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp verwendet wurde, ausgezeichnet in der Druckdauerhaftigkeit während des Druckens und auch in der Verfärbungsbeständigkeit in den Nichtbildteilen sind.

BEISPIELE 16 BIS 17

In der folgenden Lösung (U) wurden die Typen der Verbindungen geändert und zwei Arten von Lösungen (U-1) bis (U-2) hergestellt. Die Lösungen wurden auf die obigen Aluminiumplatten aufgebracht und bei 100ºC 1 Minute getrocknet. Negative planografische Druckplatten (U-1) bis (U-2) wurden erhalten. Die Menge des getrockneten Überzugs betrug 1,0 g/m².

Lösung (P)

Polymer 1,2 g

Wärmevernetzungsmittel 0,4 g

säureerzeugendes Mittel 0,15 g

Infrarotabsorptionsmittel (Produktname: "NK-2014", hergestellt von Nippon Kankoshikiso Kenkyujo Co., Ltd.) 0,12 g

Farbstoff, erhalten durch 1-Naphthalinsulfonsäure als Gegenion von Victoria- Reinblau BOH 0,04 g

"Megafak F-177" (fluorhaltiges Tensid, hergestellt von Dainippon Ink & Chemicals, Inc.) 0,05 g

Methylethylketon 5 g

1-Methoxy-2-propanol 15 g

Methylalkohol 5 g

Wasser 5 g

Verbindungen, die in den Lösungen (U-1) bis (U-2) verwendet wurden, werden in Tabelle 9 gezeigt.

TABELLE 9

Die erhaltenen planografischen Druckplatten (U-1) bis (U-2) vom Negativtyp wurden mit Halbleiterlaser- Infrarotlicht von etwa 830 bis 850 nm Wellenlänge belichtet. Nach der Belichtung wurden die Platten 30 Sekunden bei 130ºC wärmebehandelt, dann durch Abreiben mit einer Bürste unter Waschen mit Leitungswasser entwickelt. Die erhaltenen Druckplatten wurden zum Drucken behandelt. Vorteilhafte fleckfreie Kopien in den Nichtbildteilen wurden erhalten.


Anspruch[de]

1. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp, umfassend (A) ein Polymer mit der Struktur der folgenden allgemeinen Formel (I) in der Polymerseitenkette, (B) eine Verbindung, die in Gegenwart einer Säure vernetzt, und (C) eine Verbindung, die eine Säure in Gegenwart von Licht oder Wärme erzeugt:

worin Ar&sub1; eine Arylengruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen darstellt, die substituiert sein kann; X&sub1; NR&sub2;, O, S oder SiR&sub3;R&sub4; bedeutet; X&sub2; NR&sub5;, O, S oder SiR&sub6;R&sub7; bedeutet; R&sub1; eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeutet, die substituiert sein kann; R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5;, R&sub6; und R&sub7; gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeuten, die substituiert sein kann; m eine ganze Zahl von 0 bis 5 bedeutet; und n 1 bedeutet, wenn m 0 ist und 0 oder 1, wenn m von 1 bis 5 geht.

2. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss Anspruch 1, wobei das Polymer die Struktur mit der folgenden allgemeinen Formel (II) oder (III) enthält:

worin Y&sub1; eine Einfachbindung, eine Esterbindung, eine Amidbindung, eine Etherbindung und eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen darstellt, die die oben erwähnten Bindungen aufweisen kann; R&sub8; ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet; R&sub9; und R&sub1;&sub0; gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen, die substituiert sein kann, bedeuten; p eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeutet; q und r beide eine ganze Zahl von 0 bis 3 bedeuten; s eine ganze Zahl von 0 bis 4 bedeutet und X&sub1; und R&sub1; gleich sind wie X&sub1; bzw. R&sub1; aus der allgemeinen Formel (I).

3. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss Anspruch 1, worin das Polymer wenigstens ein Polymer, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polymeren mit den folgenden Strukturformeln; ist:

4. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, worin der Gehalt des Polymers, das das Polymer mit der allgemeinen Formel (I) enthält, 20 bis 95 Gew.-% beträgt.

5. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, worin die Verbindung, die in Gegenwart der Säure vernetzt, wenigstens zwei Hydroxymethylgruppen, Alkoxymethylgruppen, Epoxygruppen oder Vinylethergruppen im Molekül enthält.

6. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss Anspruch 5, wobei die Verbindung, die in Gegenwart einer Säure vernetzt, aus wenigstens einer Verbindung mit den folgenden Strukturformeln ausgewählt wird:

7. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, worin der Gehalt der Verbindung, die in Gegenwart einer Säure vernetzt, 5 bis 70 Gew.-% beträgt.

8. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Verbindung, die eine Säure in Gegenwart von Licht oder Wärme erzeugt, durch die folgende allgemeine Formel (VI) oder (VII) dargestellt wird

worin R&sub1;&sub1; eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 30 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeutet, die substituiert sein kann; R&sub1;&sub2; eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit 25 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeuten, die substituiert sein kann; R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4; und R&sub1;&sub5; gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen bedeutet, die substituiert sein kann; und ausserdem zwei oder mehrere Gruppen aus R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4; und R&sub1;&sub5; miteinander zu einem Ring verbunden sein können.

9. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss Anspruch 8, wobei die Verbindung, die eine Säure in Gegenwart von Licht oder Wärme erzeugt, aus wenigstens einer der Verbindungen mit den folgenden Strukturformeln ausgewählt wird:

10. Bildaufzeichnungsmaterial vom Negativtyp gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, worin der Gehalt der Verbindung, die eine Säure in Gegenwart von Licht oder Wärme erzeugt, 0,01 bis 50 Gew.-% beträgt.







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