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Steuerung von hydraulischen Aufzuganlagen - Dokument DE19847972A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19847972A1 20.04.2000
Titel Steuerung von hydraulischen Aufzuganlagen
Anmelder Andretzky, Jürgen, 42119 Wuppertal, DE
Erfinder Andretzky, Jürgen, 42119 Wuppertal, DE
DE-Anmeldedatum 17.10.1998
DE-Aktenzeichen 19847972
Offenlegungstag 20.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2000
IPC-Hauptklasse B66B 3/00

Beschreibung[de]

Vierkanalige Ausführung eines Schachtinformationssystems für elektrisch betriebene, hydraulische Aufzuganlagen, bzw. mit geöffneten Türen einfahrende, elektrisch betriebene Seilaufzüge.

Das hier vorgestellte Verfahren zur Schachtinformationsgewinnung (Positionsbestimmung) für Aufzuganlagen bedient sich der Magnetschaltertechnik. Hierbei werden die Magnetschalter am Fahrkorb befestigt. Die zugehörigen Schaltmagnete befinden sich hingegen an bestimmten Positionen entlang der Fahrstrecke im Aufzugschacht. Abhängig von der Polarität des Magneten und der Fahrtrichtung ändert der Magnetschalter während seiner Vorbeifahrt am Magneten seinen Zustand, so daß sich definierte Strecken ergeben, auf denen der Schalter geschlossen bzw. geöffnet ist.

Neben anderen (Nockenschalter, Schlitzinitiatoren, Inkrementalgebern usw.) ist die Verwendung von Magnetschaltern eine gängige Methode. Das physikalische Funktionsprinzip der Schalter (magnetisch, optisch, mechanisch, . . .) ist für das hier vorgestellte Verfahren unerheblich, so daß im folgenden von Kanälen gesprochen wird.

Die Anforderung an ein solches System sind folgende:

  • 1. Erkennung der Endhaltestellen mit resultierender Einleitung der Fahrtverzögerung (Bremsweg) sowie ggf. Korrektur des Etagenzählwerks. In den Endhaltestellen muß sichergestellt sein, daß der minimale Bremsweg eingehalten wird. Hierzu muß das Kopiersystem die notwendige Information explizit liefern. Wird ferner zur Stockwerksbestimmung ein Impulszählverfahren angewendet, so dient diese Information gleichzeitig zur Synchronisation des Etagenzählers (Korrektur).
  • 2. Erkennung der Bündigstellung in den Etagen.

    In den Haltestellen muß die Bündigkeit (kein Niveauunterschied zwischen Fahrkorb- und Treppenhausboden) für die Steuerung, aus beiden Fahrtrichtungen kommend, erkennbar sein. Weicht die Bündigstellung ab (z. B. durch Beladung), muß dieses erkannt und korrigiert werden können. (Nachstellen)
  • 3. Einleitung der Fahrtverzögerung vor Erreichen der Zieletage. Vor Erreichen der jeweiligen Zielhaltestelle muß die Steuerung rechtzeitig den Bremsvorgang (Langsamfahrt/Feinfahrt) einleiten.
  • 4. Die sogenannte Türzonenbildung. (Forderung gem. EN81) Normalerweise ist ein Fahren des Aufzugs bei offenen Türen unmöglich. (Stromkreisunterbrechung durch geöffnete Türkontakte.) Dem gegenüber steht bei hydraulischen Aufzügen die Forderung gemäß EN81 14.2.1.2 "Einfahren und Nachstellen bei offenen Türen", d. h. der Aufzug soll Niveauunterschiede auch bei geöffneter Tür ausgleichen. Hierzu müssen innerhalb eines definierten Türzonenbereiches die Türkontakte überbrückt werden und zwar durch zwei, voneinander unabhängig wirkende Schalter (Redundanz), deren einwandfreie Funktion zu überwachen ist.

Der Aufwand an Schaltern bisheriger Systeme zur Erfüllung der genannten Anforderungen sieht folgendermaßen aus:

Jede Endhaltestelle wird jeweils durch einen eigenen Schalter signalisiert (Kanal 1 + 2). Die Signalisierung der Bündigstellung erfordert zwei weitere Schalter (Kanal 3 + 4). Die Information zur Einleitung des Bremsvorgangs erfolgt bestenfalls auch über Kanal 3 + 4. (Verschiedentlich werden auch hierfür noch weitere Kanäle benutzt.)

Für die Zonenbildung sind gemäß EN81 zwei unabhängige Signale vorgeschrieben, wovon eines durch geschickte Ausnutzung der Bündigsignalgeber (Kanäle 3 + 4) gebildet werden kann und nur noch ein weiterer Kanal (5) benötigt wird. Minimaler Aufwand bisher also fünf Kanäle (Schalter).

Der im Patentanspruch angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, die Anzahl der benötigten Schalter auf vier zu begrenzen und somit den Material- und Zeitaufwand während der Montage der Aufzuganlage herabzusetzen.

Die Lösung dieses Problem wird durch die im Patentanspruch aufgeführten Merkmale erreicht.

Das vorgestellte Verfahren ermöglicht die Einsparung eines Kanals, indem die Information für die Endhaltestellen mit nur einem Schalter gebildet wird, der nun für beide Endhaltestellen den Startpunkt des Bremswegs signalisiert. Die Information, welcher Endhalt erreicht ist, wird aus der jeweiligen Fahrtrichtung abgeleitet und (elektr.) gespeichert. Bei Verlust dieser Information (Stromausfall, etc.) initialisiert sich das System neu durch eine Suchfahrt zum untersten Halt, wobei in beiden Endhaltebereichen grundsätzlich langsam gefahren wird. Damit die untere Etage als solche eindeutig erkannt werden kann, muß sich die unterste Bündigstellung von allen anderen, also auch von der obersten Bündigstellung unterscheiden. Zu diesem Zweck besitzt der Kanal neben den beiden Schaltpunkten für die Bremswege noch einen dritten Schaltpunkt im sogenannten Türzonenbereich, so daß das Informationsmuster für die Bündigstellung im obersten Halt das gleiche ist, wie für die Zwischenhaltestellen. Die dadurch auftretende Fehlinformation bezüglich der Endhaltestellenbestimmung wird durch entsprechende logische Verknüpfung mit der Türzoneninformation unterdrückt.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile ergeben sind insbesondere aus kürzeren Montagezeiten. Die im Aufzugbau verwendeten Schienen zur Führung des Fahrkorbs gestatten aufgrund ihrer Profilgebung ein sehr einfaches Anbringen von Schaltmagneten am sog. Schienenrücken, d. h. beim Einsatz von Magnetschaltern können pro Schiene sehr leicht jeweils zwei Schaltspuren (eine pro Schienenseite) aufgebaut werden. Bei zwei Führungsschienen sind daher die ersten vier Kanäle für die Schachtkopierung mit einfachsten Mitteln zu realisieren. Ab der fünften Spur müssen spezielle Konsolen zur Befestigung der Schaltmagnete gefertigt und montiert werden, so daß der Montage- und Materialaufwand beträchtlich steigt, womit der Vorteil eines vierkanaligen Kopiersystems deutlich wird.

Seilaufzüge, bei denen weder Nachstellen noch Einfahren bei geöffneten Türen gefordert ist, benötigen wegen der verzichtbaren Türzonenbildung sogar nur noch drei Kanäle.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Schachtinformationsgewinnung (Kopiersystem, Kabinenposition) für elektrisch betriebene, hydraulische Aufzuganlagen, bzw. mit geöffneten Türen einfahrende, elektrisch betriebene Seilaufzüge, dadurch gekennzeichnet, daß bei diesem Verfahren nur noch vier Informationsgeber (Magnetschalter) notwendig sind zur vollständigen Gewinnung der benötigten Schachtinformationen, unter Erfüllung aller sicherheitsrelevanten Vorgaben nach EN81.






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