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Dokumentenidentifikation DE19848864A1 27.04.2000
Titel Schloß, insbesondere Treibstangenschloß
Anmelder Karl Fliether GmbH & Co, 42551 Velbert, DE
Erfinder Axmann, Horst, 42549 Velbert, DE
Vertreter H. Rieder und Kollegen, 42329 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 23.10.1998
DE-Aktenzeichen 19848864
Offenlegungstag 27.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.2000
IPC-Hauptklasse E05B 63/20
IPC-Nebenklasse E05B 65/00   E05C 9/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Schloß, insbesondere Treibstangenschloß, mit mindestens einer von einer Fallenfeder (41) in Vortrittsrichtung beaufschlagten Falle (27), die in einer ersten Fallenvortrittsstellung, in der im wesentlichen nur ein die Fallenschräge (28) aufweisender Fallenkopfabschnitt (A) den Stulp (1) überragt, von einem freigebbaren Sperrglied (33) gehalten ist und aus dieser Fallenvortrittsstellung nach Fallenrückverlagerung und Freigabe des Sperrgliedes (33) in eine zweite Fallenvortrittsstellung ausfährt, in welcher ein sich der Fallenschräge (28) anschließender Riegelabschnitt (B) vor dem Stulp (1) tritt, und schlägt zur Erzielung einer schließtechnischen Verbesserung vor, dass die Freigabe des Sperrgliedes (33) mit der Fallenrückzugbewegung einhergeht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schloß, insbesondere Treibstangenschloß, mit mindestens einer von einer Fallenfeder in Vortrittsrichtung beaufschlagten Falle, die in einer ersten Fallenvortrittsstellung, in der im wesentlichen nur ein die Fallenschräge aufweisender Fallenkopfabschnitt den Stulp überragt, von einem freigebbaren Sperrglied gehalten ist und aus dieser ersten Fallenvortrittsstellung nach Fallenrückverlagerung und Freigabe des Sperrgliedes bis in eine zweite Fallenvortrittsstellung ausfährt, in welcher ein sich der Fallenschräge anschließender Riegelabschnitt vor den Stulp tritt.

Es ist aus der EP 0 431 369 A2 bekannt, eine solche Fallensteuerung an einem Einsteckschloß vorzusehen. Die Falle besitzt dort eine bis zur Fallenkopfstirnfläche reichende Längsnut zur Aufnahme eines hebelartigen Sperrgliedes, welches in der ersten Fallenvortrittsstellung mit einem Sperrnocken hinter den Stulp ragt und damit die weitere Vortrittsbewegung der Falle blockiert. Bei einem Zuziehen der ihre Offenstellung einnehmenden Tür bewirkt das türrahmenseitige Schließblech ein Zurückfahren der Falle, wobei das Sperrglied aus seiner Sperrstellung zur Falle tritt und bei fluchtender Ausrichtung von Falle und Schließeingriffsöffnung des Schließbleches die Vorverlagerung der Falle in die zweite Fallenvortrittsstellung zuläßt. Diese Lösung ist nachteilig. Bei einem Anstrich der Tür kann in die Längsnut der Falle eintretende Farbe zur Bewegungsunfähigkeit des Sperrgliedes führen, so daß die Schließfunktion nicht mehr gewährleistet ist. Auch sind Manipulationen am Sperrglied bei offenstehender Tür möglich.

Ferner muß das Schließblech auf die Gestaltung der Falle genauestens abgestimmt und montiert sein.

Eine ähnliche Fallensteuerungsmechanik ist auch bei einem Zusatzschloß eines Treibstangenschlosses bekannt, vgl. DE 296 05 517 U1. Auch hier stellen sich die vorgeschilderten Nachteile ein.

Demgegenüber hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein Schloß, insbesondere Treibstangenschloß, der in Rede stehenden Gattung in einfacher Weise schließtechnisch zu verbessern.

Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei einem Schloß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, daß die Freigabe des Sperrgliedes mit der Fallenrückbewegung einhergeht.

Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein Schloß der in Rede stehenden Art geschaffen, welches sowohl gebrauchs- als auch schließtechnisch verbessert ist. Ein bis zur Fallenkopfstirnfläche reichendes Sperrglied ist nun nicht mehr vorgesehen. Das bedeutet, daß ein unmittelbares Zusammenwirken von Sperrglied und Schließblech nicht vorliegt. Die Freigabe des Sperrgliedes geht nun mit der Fallenrückzugsbewegung einher, wobei die Falle selbst das Tastelement darstellt, um bei der Fallenrückzugsbewegung das Sperrglied in die Freigabestellung zu steuern, was danach den Vortritt der Falle in die zweite Fallenvortrittsstellung zuläßt. Das Sperrglied befindet sich selbst in einer Verstecklage, also im Inneren des Schloßgehäuses, und ist von der Außenseite der Tür her nicht zugängig. Manipulationen am Sperrglied sind dadurch nicht vornehmbar. Sodann können Farbanstriche der Tür auch zu keiner Schwergängigkeit des Sperrgliedes führen. Ferner ist eine Verschmutzung im Sperrgliedbewegungsbereich weitgehend verhindert. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß das Sperrglied zufolge Schrägflankensteuerung aus seiner Sperrstellung in eine Freigabestellung verlagert wird, in welcher das Sperrglied gehalten ist. Die Mittel zur Verlagerung des Sperrgliedes aus der Sperrstellung heraus in die Freigabestellung sind demgemäß einfach fertigbar, was dazu beiträgt, Herstellungskosten einzusparen. Sobald beim Rückschub der Falle über die Schrägflankensteuerung das Sperrglied aus der Sperrstellung in die Freigabestellung gebracht wird, ist dafür Sorge getroffen, daß das Sperrglied nicht ungewollt in die Sperrstellung gelangen kann. Im Detail ist dabei so vorgegangen, daß das in der Freigabestellung gehaltene Sperrglied zufolge Hebelbeaufschlagung bei einem drücker- oder wechselbetätigten Fallenrückzug zum Eintritt in die Sperrstellung gelöst wird und bei dem folgenden Fallenrückzug in die Sperrstellung tritt. Um die Falle in ihrer ersten Fallenvortrittsstellung sicher halten zu können und dennoch das Aussteuern des Sperrgliedes zu gewährleisten, ist das Sperrglied als mit einem Sperrklinkenkopf versehener Hebel ausgebildet. Sodann weist der Sperrklinkenkopf eine Steuerschräge auf und greift in eine Sperrausnehmung des Fallenschwanzes in der Sperrstellung ein. Über die Steuerschräge wird beim schließblechbedingten Fallenrückschub der Sperrklinkenkopf aus der Sperrausnehmung ausgehoben bis in die gesicherte Freigabestellung. Dies erlaubt danach den Vortritt der Falle über die erste Fallenvortrittsstellung hinaus in die zweite Fallenvortrittsstellung, in welcher die Falle mit ihrem Riegelabschnitt vor den Stulp und in die Falleneingriffsöffnung des Schließbleches tritt. Um das Sperrglied in der Freigabestellung sicher zu fixieren, ist es in der Freigabestellung von einer Feder reib- oder rastschlüssig gehalten, welche Feder vom Hebel verlagerbar ist. Das Aufheben der reib- oder rastschlüssig gehaltenen Freigabestellung erfolgt dadurch, daß der die Feder außer Haltewirkung bringende Hebel der Fallenrückzugshebel ist. Hierdurch erfüllt der Fallenrückzugshebel eine Doppelfunktion: Einerseits dient er dazu, die Feder außer Haltewirkung zu bringen und andererseits die Falle zurückzuziehen. Es ist möglich, die vorbeschriebene Fallensteuerungsmechanik einem normalen Einsteckschloß zuzuordnen. Es bietet sich jedoch auch an, daß die Falle einem von einem Hauptschloß treibstangenbetätigbaren Zusatzschloß zugeordnet ist. Das Zusatzschloß selbst kann einen, durch eine gesonderte Treibstange betätigbaren Riegel besitzen. Es liegt demnach eine geteilte Ausbildung der Treibstangen vor. Die eine ist dem Hebel und die andere einem Treibstangen-Anschlußschieber zugeordnet, welch letztere den Riegel steuert.

Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemäß gestalteten Treibstangenschlosses mit vorgetretenen Fallen und Riegeln, betreffend die Verriegelungsstellung,

Fig. 2 eine klappfigürliche Ansicht der Fig. 1,

Fig. 3 in Einzeldarstellung das obere Zusatzschloß entsprechend der Stellung, die sich bei offenstehendem Türflügel ergibt,

Fig. 4 eine Innenansicht des Hauptschlosses, ebenfalls bei offenstehender Tür,

Fig. 5 eine Detailansicht des Stulpes, in Pfeilrichtung V in Fig. 1 gesehen,

Fig. 6 das Zusatzschloß in der Stellung, welche sich beim Zuziehen der Tür ergibt, und zwar bei sich am Schließblech abstützender Falle, wobei jedoch die Schließeingriffsöffnungen des Schließbleches noch nicht mit Falle und Riegel fluchten,

Fig. 7 die Folgedarstellung der Fig. 6, wobei sowohl die Falle als auch der Riegel in ihre Verriegelungsstellung getreten sind,

Fig. 8 einen Ausschnitt der Fig. 7 im Bereich der Falle nebst Sperrglied und Fallenrückzugshebel und

Fig. 9 die Rückverlagerung der Falle mittels des treibstangenverlagerten Fallenrückzugshebels, und zwar nach vorangegangener Rückverlagerung des Riegels.

Das Treibstangenschloß besitzt einen langgestreckten, schienenartigen Stulp 1 mit im Mittelbereich desselben angeordnetem Hauptschloß 2 und sich beiderseits desselben erstreckenden Zusatzschlössern 3 gleichen Aufbaues. Das Hauptschloß 2 entspricht in seinem Aufbau dem in der DE 38 36 694 A1 beschriebenen, so daß nur die für die Erfindung wesentlichen Details erläutert werden. Das Schloßeingerichte des Hauptschlosses 2 beinhaltet eine Hauptschloß-Falle 4, deren Fallenkopf 4' eine querschnittsangepaßte Öffnung des Stulpes 1 durchgreift. An dem Fallenschwanz 4" greift eine die Falle in Ausschlußrichtung beaufschlagende Fallenfeder 5 an. Der Fallenschwanz 4" wirkt zusammen mit einer im Hauptschloß 2 gelagerten Drückernuß 6. Die Falle 4 ist zudem verlagerbar durch einen Wechselhebel 7, der im Schloßgehäuse um den Stehzapfen 8 schwenkbar gelagert ist. Gesteuert wird der Wechselhebel 7 von einem in Schloßlängsrichtung verlagerbarem Wechselschieber 9. In einen randoffenen Querschlitz 10 desselben greift ein Mitnehmerstift 11 einer Segmentscheibe 12 ein, die unter Belassung eines Freiganges mit dem Letztrad 13 eines Untersetzungsgetriebes U in Mitnahmeverbindung steht. Angetrieben wird das Untersetzungsgetriebe U mittels eines Schließgliedes 14 eines in das Hauptschloß 2 einbaubaren, nicht veranschaulichten Schließzylinders.

Ein mit dem Letztrad 13 fest verbundenes, durchmesserkleineres Zahnrad 15 kämmt mit einer Zahnleiste 16 eines sich unterhalb des Wechselschiebers 9 im Hauptschloß 2 geführten Treibstangen-Anschlußstücks 17. Die beiden Enden desselben sind gekuppelt mit Treibstangen 18. In gleicher Ebene zur ersten Treibstange 18 erstreckt sich eine zweite, drückernußbetätigbare Treibstange 19, und zwar in der Weise, daß sich beide Treibstangen 18, 19 mit ihren jeweiligen Längskanten gegenüberliegen und sich zu dem Querschnitt einer normal breiten Treibstange ergänzen. Rückseitig sind die Treibstangen 18, 19 überfangen von im Querschnitt U-förmigen Haltegliedern 20.

Zur Verlagerung der wechselschieberseitigen Treibstange 19 durch die Drückernuß 6 dient ein von der Drückernuß radial ausladender Flügel 21, in dessen Bewegungsbahn eine Schulter 22 des Wechselschiebers 9 ragt.

Die mit dem Treibstangen-Anschlußstück 17 verbundene Treibstange 18 ist gekuppelt mit einem im Zusatzschloß 3 in Stulplängsrichtung geführten Treibstangen-Anschlußschieber 23. Dieser besitzt an seinem oberen Ende einen Steuervorsprung 24, welcher einen als Hakenriegel gestalteten Riegel 25 steuert. Das Hauptschloß 2 besitzt ebenfalls einen Hauptschloßriegel 26, der jedoch von einem Zahnrad des Untersetzungsgetriebes U vor- und zurückgeschlossen wird.

Unterhalb des hakenartigen Riegels 25 des Zusatzschlosses 3 ist in diesem eine Falle 27 geführt. Diese setzt sich in bekannter Weise zusammen aus einem Fallenkopf 27' und einem Fallenschwanz 27". Der Fallenkopf 27' bildet eine Fallenschräge 28 aus, die sich an dem Fallenkopfabschnitt A befindet, welcher in der ersten Fallenvortrittsstellung, vgl. Fig. 3, den Stulp 1 überragt. An die Fallenschräge 28 schließt sich ein Riegelabschnitt B an. Mit diesem tritt die Falle in ihre zweite Fallenvortrittsstellung in die Schließeingriffsöffnung 29 eines türrahmenseitigen Schließbleches 30 hinein. Zur Aufnahme des Riegels 25 ist das Schließblech 30 mit einer entsprechend positionierten Riegeleintrittsöffnung 31 versehen.

Der Fallenschwanz 27' besitzt eine von seiner Oberkante ausgehende Sperrausnehmung 32. Diese wirkt zusammen mit einem winkelhebelartigen Sperrglied 33. In seinem Winkelscheitel ist das Sperrglied 33 um einen schloßgehäuseseitigen Stehzapfen 34 gelagert, welcher seinerseits auch zur Führung des Treibstangen-Anschlußschiebers 23 herangezogen ist. An dem aufwärts ragenden, kürzeren Winkelarm 35 greift eine Zugfeder 36 an, welche das Sperrglied 33 entgegen Uhrzeigerrichtung belastet. Der längere Winkelarm 37 des Sperrgliedes 33 formt an seinem freien Ende einen Sperrklinkenkopf 38, welcher seinerseits eine Steuerschräge 39 und eine Halteschulter 40 ausbildet. Die dem Stulp 1 zugewandte Steuerschräge 39 verläuft schräg zur Verlagerungsrichtung der Falle 27. In der ersten Fallenvortrittsstellung gemäß Fig. 3 ragt der Sperrklinkenkopf 38 in die Sperrausnehmung 32 hinein und begrenzt mit der Halteschulter 40 die von der Fallenfeder 41 verursachte Fallenvortrittsverlagerung. Die Falle 27 beaufschlagt dabei mit einer Gegenschulter 42 die Halteschulter 40. An seinem freien Ende ist der Winkelarm 37 mit einer Abwinklung 43 versehen. Dieselbe formt an der dem Stulp 1 zugekehrten Stirnfläche eine Rastmulde 44, welche mit einem Rastvorsprung 45 einer schloßkastenseitig befestigten Rastfeder 46 zusammenwirkt.

Des weiteren ist der Fallenschwanz 27" rückwärtig mit einer Mitnahmeschulter 47 versehen, welche ihrerseits mit einem am unteren Ende des Zusatzschlosses 3 gelagerten Fallenrückzughebel 48 zusammenwirkt. Derselbe ist um einen Stehzapfen 49 schwenkbar angeordnet. Herangezogen ist der Stehzapfen 49 sodann noch zur Führung des Treibstangen-Anschlußschiebers 23. Es liegt eine winkelförmige Gestaltung des Fallenrückzugshebels 48 vor. Das freie Ende 50 des nach oben weisenden, den Fallenschwanz 27" übergreifenden Hebelarmes 51 formt eine Nase und wirkt zusammen mit dem Rastvorsprung 45. Der nach unten schräg abwärts gerichtete Hebelarm 52 dagegen wirkt zusammen mit einer Abwinklung 19' der Treibstange 19, welche ihrerseits mit dem Wechselschieber 9 gekuppelt ist.

Es stellt sich folgende Wirkungsweise ein:

Wird eine mit dem erfindungsgemäß gestalteten Treibstangenschloß versehene Tür zugezogen, so werden hierdurch die Hauptschloßfalle 4 als auch die Falle 27 des Zusatzschlosses 3 in Schloßeinwärtsrichtung beaufschlagt. Da das Zusammenwirken der Hauptschloßfalle 4 bekannt ist, wird lediglich auf die Wirkungsweise der Falle 27 des Zusatzschlosses eingegangen. Bei deren Rückverlagerung beaufschlagt die vordere, quer zur Fallenverlagerungsrichtung verlaufende Wand 53 der Sperrausnehmung 32 die Steuerschräge 39 des Sperrgliedes 33 und verschwenkt dieses entgegen Federbelastung in Aufwärtsrichtung. In der Endphase der Aufwärtsverlagerung greift der Rastvorsprung 45 der Rastfeder 46 in die Rastmulde 44 des Sperrgliedes 33 ein und hält dieses in der Freigabestellung zur Falle 27, vgl. Fig. 6. Sobald die Falle 27 mit der Schließeingriffsöffnung 29 des Schließbleches 30 fluchtet, kann die gespannte Fallenfeder 41 wirksam werden und die Falle 27 vorschließen in die Stellung gemäß Fig. 7. Durch entsprechende Bemessung des nicht veranschaulichten Führungsschlitzes des Zusatzschlosses 3 wird die Vortrittsbewegung der Falle 27 begrenzt. Es liegt dadurch die zweite Fallenvortrittsstellung vor, in welcher der Riegelabschnitt B den Stulp überragt 1 und in die Schließeingriffsöffnung 29 eingetreten ist, so daß ein Zurückdrücken der Falle 27 beispielsweise mittels einer in den Spalt zwischen Schließblech 30 und Stulp 1 eingesteckten Scheckkarte verhindert ist. Es kann nun die Verriegelung des Treibstangenschlosses bewirkt werden, und zwar durch Schlüsselbetätigung, wobei der Hauptschloßriegel 26 vorschließt. Ferner wird über das Treibstangen-Anschlußstück 17 eine Abwärtsbewegung der Treibstange 18 veranlaßt, die ihrerseits den Treibstangen-Anschlußschieber 23 in Abwärtsrichtung verlagert. Deren Steuervorsprung 24 führt dazu, daß der hakenartige Riegel 25 ausschließt und in die Riegeleintrittsöffnung 31 des Schließbleches 30 einfährt.

Das Öffnen der Tür verlangt zunächst eine Schlüsselbetätigung in Entriegelungsrichtung, wobei die Riegel 25, 26 außer Eingriff gebracht werden. Bei Fortsetzung der Rückschließbetätigung werden beide Treibstangen 18, 19 geringfügig in Aufwärtsrichtung verlagert. Der Verlagerungsweg der Treibstange 19 dient dabei dazu, den Fallenrückzugshebel 48 zu verschwenken. Dessen freies Ende 50 hebt dabei den Rastvorsprung 45 aus der Rastmulde 44 aus, während einhergehend die Falle 27 über die Mitnahmeschulter 47 am Fallenschwanz 27" in Schloßeinwärtsrichtung gezogen wird, woraufhin sich die Stellung gemäß Fig. 9 einstellt. Entfällt nun die Hebelbeaufschlagung, so kann die Falle 27 sich vorverlagern. Da das Sperrglied 33 nicht mehr durch den Vorsprung 45 gesichert ist, fällt der Sperrklinkenkopf 38 in die Sperrausnehmung 32 ein und sichert die Falle 27 in ihrer ersten Fallenvortrittsstellung.

Bei lediglich zugezogener Tür ohne Verriegelung kann ein Zurückziehen der Falle 27 und Aufheben der Raststellung des Sperrgliedes 33 durch Drückernußbetätigung erzielt werden, wobei deren Flügel 21 mit der Schulter 22 zusammenwirkt und den Wechselschieber 9 in Aufwärtsrichtung bewegt und damit die Treibstange 19, welche ihrerseits über den Fallenrückzugshebel 48 die Halterast des Sperrgliedes 33 aufhebt und über die Mitnahmeschulter 47 die Falle 27 zurückzieht. Nach Beendigung der Hebelbeaufschlagung kann dann die Falle 27 in ihre erste Fallenvortrittsstellung fahren, was durch den Sperrklinkenkopf 38 begrenzt ist. Einhergehend mit einer Drückernußverlagerung wird auch die Hauptschloßfalle 4 zurückgezogen.

Es ist möglich, die an dem Zusatzschloß aufgezeigte Fallensteuerungsmechanik in entsprechender Weise an einem Einsteckschloß zu realisieren.

Alle offenbarten Merkmale dieser Anmeldung sind erfindungswesentlich. In die Offenlegung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Schloß, insbesondere Treibstangenschloß, mit mindestens einer von einer Fallenfeder (41) in Vortrittsrichtung beaufschlagten Falle (27), die in einer ersten Fallenvortrittsstellung, in der im wesentlichen nur ein die Fallenschräge (28) aufweisender Fallenkopfabschnitt (A) den Stulp (1) überragt, von einem freigebbaren Sperrglied (33) gehalten ist und aus dieser ersten Fallenvortrittsstellung nach Fallenrückverlagerung und Freigabe des Sperrgliedes (33) in eine zweite Fallenvortrittsstellung ausfährt, in welcher ein sich der Fallenschräge (28) anschließender Riegelabschnitt (B) vor den Stulp (1) tritt, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabe des Sperrgliedes (33) mit der Fallenrückzugbewegung einhergeht.
  2. 2. Schloß nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (33) zufolge Schrägflankensteuerung aus seiner Sperrstellung in eine Freigabestellung verlagert wird, in welcher das Sperrglied (33) gehalten ist.
  3. 3. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Freigabestellung gehaltene Sperrglied (33) zufolge Hebelbeaufschlagung bei einem drücker- oder wechselbetätigten Fallenrückzug zum Eintritt in die Sperrstellung gelöst wird und bei dem folgenden Fallenrückzug in die Sperrstellung tritt.
  4. 4. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (33) als mit einem Sperrklinkenkopf versehener Hebel ausgebildet ist.
  5. 5. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrklinkenkopf (38) eine Steuerschräge (39) aufweist und in eine Sperrausnehmung (32) des Fallenschwanzes (27") in der Sperrstellung eingreift.
  6. 6. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (33) in der Freigabestellung von einer Feder (46) reib- oder rastschlüssig gehalten ist, welche Feder (46) vom Hebel (48) verlagerbar ist.
  7. 7. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der die Feder (46) außer Haltewirkung bringende Hebel (48) der Fallenrückzugshebel ist.
  8. 8. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Falle (27) einem von einem Hauptschloß (2) treibstangenbetätigbaren Zusatzschloß (3) zugeordnet ist.
  9. 9. Schloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzschloß (3) einen, durch gesonderte Treibstange (18) betätigbaren Riegel (25) besitzt.






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