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Dokumentenidentifikation DE69700768T2 27.04.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0816233
Titel Verfahren zum Sterilisieren einer Kammer von einer Verpackungsmaschine
Anmelder Shikoku Kakoki Co., Ltd., Tokushima, JP
Erfinder Ueta, Kei, c/o Shikoku Kakoki Co., Ltd., Kitajimacho, Itano-gun, Tokushima, JP;
Iwano, Fumiyuki, c/o Shikoku Kakoki Co., Ltd., Kitajimacho, Itano-gun, Tokushima, JP;
Fujimoto, Akimasa, c/o Shikoku Kakoki Co., Ltd., Kitajimacho, Itano-gun, Tokushima, JP;
Ueda, Michio, c/o Shikoku Kakoki Co., Ltd, Kitajimacho, Itano-gun, Tokushima, JP
Vertreter Paul und Kollegen, 41464 Neuss
DE-Aktenzeichen 69700768
Vertragsstaaten CH, DE, DK, FR, GB, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 23.06.1997
EP-Aktenzeichen 972019137
EP-Offenlegungsdatum 07.01.1998
EP date of grant 10.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.2000
IPC-Hauptklasse B65B 55/10

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Sterilisierung einer Kammer in einer Verpackungsmaschine, beispielsweise zur Herstellung von Behältern, die mit Milch oder ähnlicher flüssiger Nahrung gefüllt sind, und genauer auf ein Sterilisierungsverfahren zum Gebrauch in Verpackungsmaschinen, um aus einer Materialbahn rechteckige quaderförmige Behälter, die mit Inhalten gefüllt sind, herzustellen, wobei das Verfahren geeignet ist, eine antiseptische Kammer, die ausgelegt ist, um einen Verpackungsarbeitsraum von der Außenluft zu trennen, frei von Mikroorganismen zu machen, bevor die Maschine eine Verpackungstätigkeit ausführt.

Herkömmliche Verpackungsmaschinen der beschriebenen Art umfassen solche, die eine antiseptische Kammer, um einen Verpackungsarbeitsraum von der atmosphärischen Luft zu trennen, eine Materialbahnführungseinrichtung mit Rollen, um eine Materialbahn durch die antiseptische Kammer zu führen, eine Rohrformvorrichtung, um die Materialbahn in eine Rohrform zu bringen, wobei eine Kante der Materialbahn deren andere Kante überdeckt und die erzeugte Überdeckung längs zur Materialbahn verschlossen wird, während sich die Materialbahn von oben abwärts innerhalb der antiseptischen Kammer bewegt, um ein Rohr zu formen, eine Behälterformvorrichtung, um das Rohr von der antisepti schen Kammer abwärts zurückzuziehen, das zurückgezogene Rohr jedesmal quer zu diesem zu verschließen, wenn das Rohr um eine Länge, die einem Behälter entspricht, abwärts transportiert wird, und den quer verschlossenen Bereich zu schneiden, um einen kissenförmigen Behälter zu formen und abzutrennen, und eine Füllvorrichtung, um Inhalte in das Rohr zu füllen, bevor der verschlossene Bereich abgetrennt wird, umfassen.

Das Innere der antiseptischen Kammer der Verpackungsmaschine muß antiseptisch gehalten werden und muß aus diesem Grund vor Beginn der Verpackungstätigkeit durch Einführung eines Antiseptikums, wie beispielsweise einer wäßrigen Lösung aus Wasserstoffperoxid, in die antiseptische Kammer sterilisiert werden (siehe beispielsweise FR 2 145 527 A). Die antiseptische Kammer wird normalerweise auf die folgende Weise sterilisiert. Zuerst wird die Kammer geöffnet, die Materialbahn wird in die Kammer eingelegt, durch die Führungsvorrichtung und die Rohrformvorrichtung geführt, aus der Kammer herausgeführt und dann in der Behälterformvorrichtung eingebracht, woraufhin die Kammer geschlossen wird. Danach werden die Rohrformvorrichtung und die Behälterformvorrichtung betätigt, um die Materialbahn zu einem Rohr und dann zu Behältern zu formen. Hier wird die Materialbahn nicht in ihrer Querrichtung verschlossen, sondern nur geschnitten, um unverschlossene Behälter zu bilden. Wenn die rohrförmige Materialbahn durch die Rohrformvorrichtung zufriedenstellend in ihrer Längsrichtung verschlossen wurde, werden die Rohrformvorrichtung und die Behälterformvorrichtung angehalten, um die Materialbahn und das Rohr zum Stillstand zu bringen. Der Rohrbereich, der sich zu diesem Zeitpunkt von der antiseptischen Kammer abwärts erstreckt, wird ganz verschlossen, indem er in Längsrichtung verschlossen und durch die Behälterformvorrichtung an seinem Boden zusammengepreßt wird. Nun wird eine wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid in die antiseptische Kammer gesprüht, um die zerstäubte Lösung an der Innenwand der Kammer, den Innenflächen des Rohrbereichs, der aus der Kammer gebracht wurde, und den Flächen der Vorrichtungen und anderen Komponenten der Maschine innerhalb der Kammer aufzubringen. Zuletzt wird Heißluft in die Kammer geleitet, um das Innere der Kammer und das Innere des Rohrs zu sterilisieren und zu trocknen.

Um das Innere der antiseptischen Kammer vollständig antiseptisch zu machen, ist es erforderlich, auch die Kontaktbereiche zwischen der Materialbahn und den Rollen antiseptisch zu machen. Wenn jedoch die wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid mit dem herkömmlichen Verfahren in die antiseptische Kammer gesprüht wird, steht die Materialbahn still, so daß die Kontaktbereiche zwischen der Materialbahn und den Rollen nicht gründlich sterilisiert werden können.

Um die Kontaktbereiche zwischen der Materialbahn und den Rollen zu verkleinern, wurde deshalb versucht, die Anzahl der Rollen zu verringern oder Rollen mit kleinerem Durchmesser zu verwenden, oder die Rollen beim Stillstand der Materialbahn zwangsweise relativ zu dieser zu bewegen, so daß das Antiseptikum an den Rollen haftet, um die Kontaktbereiche zwischen der Materialbahn und den Rollen zu sterilisieren. Die Verringerung der Rollenanzahl oder der Rollendurchmesser erzeugt jedoch einen nachteiligen Einfluß auf die Rollen hinsichtlich der Führung der Materialbahn wie beispielsweise eine Zick-Zack Bewegung der Materialbahn, während die erzwungene Drehung der Rollen das Problem nach sich zieht, daß die Materialbahn beeinträchtigt wird oder daß eine Vorrichtung komplexeren Aufbaus erforderlich ist.

Es wurde auch versucht, eine Tänzerrolle innerhalb der antiseptischen Kammer einzubauen, wodurch die Spannung auf die Materialbahn reduziert und ein Zwischenraum zwischen der Materialbahn und den Rollen zu den vorderen und hinteren Tänzerrollen erzeugt wurde, um die Kontaktbereiche zwischen der Materialbahn und den Rollen zu sterilisieren, wobei es das erhaltene Ergebnis zu verbessern gilt.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorangegangenen Probleme zu lösen und ein Verfahren zur Sterilisierung einer Kammer in Verpackungsmaschinen zu schaffen, durch das die Kontaktbereiche zwischen der Materialbahn und den Rollen zuverlässig sterilisiert werden können, indem ein Antiseptikum wirkungsvoll an den Kontaktbereichen angebracht wird.

Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Sterilisierung einer Kammer in einer Verpackungsmaschine, worin eine Materialbahn zur Herstellung von Verpackungsbehältern unter Führung von Rollen in das Innere der Kammer bewegt wird, in eine Rohrform gebracht wird, erwärmt und an den gegenüberliegenden Kanten der Bahn in Längsrichtung von dieser verschlossen wird, um eine rohrförmige Bahn zu erhalten, und anschließend quer dazu außerhalb der Kammer verschlossen wird, um aus der rohrförmigen Bahn Behälter zu bilden, wobei das Kammersterilisierungsverfahren den Schritt einer Vorsterilisierung durch Einführung einer Antiseptikums in die Kammer während der Bewegung der Bahn, um das Antiseptikum zwischen der Bahn und den Rollen vorzusehen, und den Schritt einer Hauptsterilisation, in dem das Antiseptikum wieder mit der an einem Bodenbereich geschlossenen Bahn, wie sie aus der Kammer herausgebracht wird, in die Kammer eingeführt wird, aufweist.

Der Schritt der Vorsterilisation wird durch Einführung eines Antiseptikums in die Kammer, während die Materialbahn bewegt wird, durchgeführt, um das Antiseptikum zwischen der Materialbahn und den Rollen vorzusehen, so daß die Kontaktbereiche zwischen der Bahn und den Führungsrollen wirkungsvoll sterilisiert werden können. Somit muß die Anzahl von Rollen oder der Durchmesser der Rollen nicht verkleinert werden. Da weiterhin das Antiseptikum zwischen der Materialbahn und den Rollen, die durch die Bewegung der Bahn gedreht werden, vorgesehen wird, ist es unwahrscheinlich, daß die Materialbahn beschädigt wird oder eine Vorrichtung komplexeren Aufbaus erforderlich ist.

Das Antiseptikum ist beispielsweise in Form eines Nebels vorgesehen. In diesem Fall ist es wünschenswert, den Schritt der Kühlung des Kammerinnenraums vor dem Schritt der Hauptsterilisation zu tätigen. Der Hauptsterilisationsschritt wird dann durchgeführt, nachdem die Kammer gekühlt wurde, wodurch ein wirkungsvolles Anbringen des Antiseptikums an den Oberflächen der verschiedenen Bereiche innerhalb der Kammer gesichert wird.

Das Antiseptikum kann die Form eines Gases haben.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Die Zeichnung ist ein Diagramm, das die Anordnung der Hauptkomponenten einer Verpackungsmaschine zur Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Eine Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.

Die Zeichnung zeigt den Teil einer Verpackungsmaschine, um einige Schritte eines Gesamtprozesses durchzuführen, d. h., eine Materialbahn W für Verpackungsbehälter in eine Rohrform (rohrförmige Materialbahn) zu bringen und dann das Rohr zu Behältern C, die mit Inhalten gefüllt werden, zu formen. Dieser Teil der Maschine umfaßt eine antiseptische Kammer 1, eine Rohrformvorrichtung 2, eine Behälterformvorrichtung 3 und eine Füllvorrichtung 4.

Die antiseptische Kammer 1 ist in vertikaler Richtung länglich und besitzt einen Fortsatz, der seitlich von einer Seite des oberen Bereichs der Kammer vorsteht, und einen Einlaß 5 an der gegenüberliegenden Seite. Obwohl es nicht gezeigt ist, sind Versorgungsleitungen für ein Antiseptikum und antiseptische Luft mit dem Einlaß 5 verbunden. In dem inneren oberen Bereich der antiseptischen Kammer 1 sind Quetschwalzen (Antiseptikumsentfernungsrollen) 6, Luftbürsten (Heißluftdüsen, um das Antiseptikum wegzublasen) 7, eine Ablaufrolle 8, eine Halterolle 9 hält, eine Tänzerrolle 10 und Führungsrollen 11, 12, 13 angeordnet.

Die Rohrformvorrichtung 2 umfaßt obere Formrollen 14, Zwischenformrollen 15 und untere Formrollen 16, die unterhalb der Führungsrolle 13 angeordnet sind und eine in vertikaler Richtung längliche Heizeinrichtung 17, die zwischen den Zwischenrollen 15 und den unteren Formrollen 16 an einer Seite dieser angeordnet ist, wobei diese Komponenten innerhalb der Kammer 1 vorgesehen sind. Obwohl es nicht gezeigt ist, ist eine Heißluftversorgung mit Heizmitteln mit einem Heißlufteinlaß 18 der Heizeinrichtung 17 verbunden, wobei dieser Einlaß außerhalb der antiseptischen 1 Kammer positioniert ist.

Die Behälterformvorrichtung 4 besitzt eine Fülleitung 19. Die Fülleitung 19 erstreckt sich an einer Zwischenhöhe zwischen den Positionen der oberen Formrollen 14 und den Zwischenformrollen 15 in die antiseptische Kammer 1 und erstreckt sich weiter abwärts innerhalb der Rollen 15 und der unteren Formrollen 16, erstreckt sich dann durch eine Bodenwand 1a der antiseptischen Kammer 1 und endet an einer Stelle oberhalb der Behälterformvorrichtung 3. Obwohl es nicht gezeigt ist, sind Versorgungsleitungen für antiseptische Luft und die Inhalte mit einem Einlaß 20 der Fülleitung 19 verbunden, wobei dieser Einlaß außerhalb der antiseptischen Kammer 1 angeordnet ist.

Obwohl es nicht gezeigt ist, ist ein Sterilisierungsbad unterhalb einer unteren Wand 1b des seitlichen Fortsatzes des oberen Bereichs der antiseptischen Kammer 1 angeordnet, so daß es an die Wand anschließt. Die Materialbahn W wird aus dem Sterilisierungsbad gezogen, durch die untere Wand 1b in die antiseptische Kammer 1 geleitet, läuft zwischen den Quetschrollen 6, zwischen den Luftbürsten 7 und zwischen der Ablaufrolle 8 und der Halterolle 9 durch, wird um die Tänzerrolle 10 und die Führungsrollen 11, 12, 13 geleitet, läuft zwischen den Formrollen 14, 15, 16 auf deren Innenseite durch und wird dann durch die Bodenwand 1a aus der antiseptischen Kammer 1 geleitet und in der Behälterformvorrichtung 3 plaziert. Wie später beschrieben wird, transportiert die Behälterformvorrichtung 3 die Materialbahn weiterhin um einen Weg, der jeweils einem Behälter C entspricht. Die Materialbahn W wird schrittweise in eine Rohrform gebracht, während sie sich auf der Innenseite der oberen Formrollen und Zwischenformrollen 14, 15 bewegt, und wird zwischen den Zwischenformrollen und unteren Formrollen 15, 16 fast vollständig in Rohrform gebracht, wobei eine ihrer Kanten die andere Kante überdeckt. Die Überdeckung wird mit Heißluft, die durch die Heizeinrichtung 17 an dieser angebracht wird, erwärmt und danach durch die unteren Formrollen 16 in Längsrichtung verschlossen, um ein Rohr T zu bilden (mit einem Längsverschluß). Durch Mittel der Behälterformvorrichtung 3 wird das Rohr T abwärts aus der antiseptischen Kammer 1 geleitet, um einen Weg, der jeweils der Länge eines Behälters entspricht, abwärts transportiert, in ihrer Querrichtung in dem Bereich zwischen nebeneinanderliegenden Bereichen, die jeweils dem Behälter C entsprechen, verschlossen (um einen Querverschluß zu bilden) und jedesmal, wenn das Rohr transportiert wird, in der Mitte des Querverschlusses geschnitten, wodurch kissenförmige einzelne Behälter C gebildet werden. Die Fülleitung 19 erstreckt sich durch einen Bereich der Materialbahn W, der nicht ganz in Rohrform gebracht wurde, in das Rohr T und endet an einer Stelle etwas oberhalb des querverschlossenen Bereichs, der als Boden des Rohrs T dient. Die Inhalte, die durch die Fülleitung 19 geleitet werden, werden in das Rohr T gefüllt, bevor es am Verschlußbereich geschnitten wird. Danach wird der gefüllte Bereich abwärts bewegt und an einem oberen Bereich geschnitten, wo er verschlossen ist. So werden nacheinander kissenförmige Behälter C, die mit Inhalten gefüllt sind, gebildet.

Bevor die Maschine zu der beschriebenen Verpackungstätigkeit eingesetzt wird, wird die antiseptische Kammer 1 beispielsweise auf die folgende Weise sterilisiert.

Zuerst wird die Tür (nicht gezeigt) der Kammer 1 geöffnet, die Materialbahn W wird, nachdem sie durch das Sterilisierungsbad geführt wurde, wie zuvor beschrieben durch die Kammer 1 geleitet, aus dieser herausgezogen und in der Behälterformvorrichtung 3 plaziert, und dann wird die Tür geschlossen, um die Kammer 1 zu schließen (Materialbahnladeschritt). Dieser Materialbahnladeschritt wird manuell durchgeführt. An der Stelle der Rohrformvorrichtung 2 wird nun die Materialbahn W schrittweise manuell in Rohrform gebracht, auf der Innenseite der Formrollen 14, 15, 16 geführt und in der Behälterformvorrichtung 3 plaziert. Dann wird eine wässrige Lösung aus Wasserstoffperoxid, die als Antiseptikum dient, in Form eines Nebels für eine bestimmte Zeitdauer durch den Einlaß 5 in die Kammer 1 gesprüht (Vorsterilisationsschritt). Während des Vorsterilisationsschritts wird die Behälterformvorrichtung 3 betätigt, welche die Materialbahn W transportiert. Der Vorsterilisationsschritt wird automatisch durchgeführt, beispielsweise durch die Bedienung eines Schalters an der Bedienungsleiste. Während des Vorsterilisationsschritts wird die Materialbahn nicht in ihrer Querrichtung verschlossen. Die Heizeinrichtung 17 der Rohrformvorrichtung 2 und die Füllvorrichtung 4 werden außer Betrieb gehalten, und die rohrförmige Materialbahn W wird nicht in ihrer Längsrichtung verschlossen, so daß die sich überdeckenden Kanten der rohrförmigen Materialbahn W, die abwärts aus der Kammer 1 geleitet wird, nicht eng verbunden werden. Somit sterilisiert die wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid, auch wenn sie gesprüht wird, das Innere der Kammer 1 nicht vollständig, jedoch erlaubt der Transport der Materialbahn während des Aufsprühens der Lösung das Aufbringen der Lösung an den Kontaktbereichen zwischen der Materialbahn W und den Rollen 6, 8 bis 16. Nach Beendigung des Vorsterilisationsschritts werden die Rohrformvorrichtung 2 und die Behälterformvorrichtung 3 für eine bestimmte Zeitdauer betätigt, wodurch die Materialbahn w in ein Rohr T geformt und aus dem Rohr T nacheinander Behälter hergestellt werden (Rohrformschritt). Dieser Rohrformschritt wird automatisch nach dem Vorsterilisationsschritt durchgeführt. In dieser Phase wird das Rohr nicht in seiner Querrichtung verschlossen, sondern nur von der Behälterformvorrichtung 3 geschnitten. Dadurch, daß die Füllvorrichtung 4 außer Betrieb gehalten wird, werden leere Behälter, die nicht in ihrer Querrichtung verschlossen sind, gebildet. Nach Beendigung des Rohrformschritts werden die Rohrformvorrichtung 2 und die Behälterformvorrichtung 3 automatisch aus dem Betrieb genommen, um die Materialbahn W und das Rohr T anzuhalten. Dann wird durch den Einlaß 5 für eine bestimmte Zeitdauer antiseptische Luft in das Innere der Kammer 1 geleitet, um das Innere der Kammer 1 zu kühlen (Kühlschritt). Nach Beendigung des Rohrformschritts überprüft das Bedienungspersonal die Behälter, die keinen Querverschluß besitzen, auf die Längsverschlußbereiche. Wenn die Verschlußbereiche zufriedenstellend ausfallen, wird automatisch der Kühlschritt durchgeführt, beispielsweise durch Drehen eines Schalters. Wenn die Verschlußbereiche nicht zufriedenstellend ausfallen, wird der Rohrformschritt erneut durchgeführt, und wenn die erzeugten Verschlußbereiche zufriedenstellend sind, folgt der Kühlschritt. Dann wird durch den Einlaß 5 für eine bestimmte Zeitdauer die wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid in Form eines Nebels in die Kammer 1 gesprüht, während die Rohrformvorrichtung 2 und die Behälterformvorrichtung 3 außer Betrieb gehalten werden (Hauptsterilisationsschritt). Dieser Hauptsterilisationsschritt wird automatisch nach dem Kühlschritt durchgeführt. Obwohl der Bodenbereich des Rohrs T in dieser Phase nicht in seiner Querrichtung verschlossen ist, wird er verschlossen gehalten, indem er von der Behälterformvorrichtung 3 eingeklemmt wird. Der Teil des Rohrs T, der sich von der Kammer 1 abwärts erstreckt, wird durch den eingeklemmten Bereich und den Längsverschlußbereich ganz verschlossen gehalten. Die wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid, die in die verschlossene Kammer 1 gesprüht wird, wird an der inneren Oberfläche der Kammer 1, an den Oberflächen der Materialbahn W innerhalb der Kammer 1, an der inneren Oberfläche des Rohrs T, die sich außerhalb der Kammer 1 befindet, und an den Oberflächen der Vorrichtungen und Komponenten innerhalb der Kammer 1 angebracht. Danach wird durch den Einlaß 5 für eine bestimmte Zeitdauer Heißluft in das Innere der Kammer 1 geleitet, um das Innere der Kammer 1 zu sterilisieren und zu trocknen (Sterilisations-Trocknungsschritt). Dieser Sterilisations-Trocknungsschritt wird nach dem Hauptsterilisations schritt automatisch durchgeführt. Die Sterilisierungstätigkeit wird nach Beendigung des Sterilisations- Trocknungsschritts abgeschlossen und es folgt die vorangegangene Verpackungstätigkeit.

Die oben beschriebene Sterilisierungstatigkeit umfaßt den Vorsterilisationsschritt, während dem die Materialbahn W bewegt wird, so daß die wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid auch an den Kontaktbereichen zwischen der Materialbahn W und den Rollen 6, 8 bis 16 innerhalb der Kammer 1, die durch die Bewegung gedreht werden, angebracht oder angehaftet wird, folglich eine wirkungsvolle Sterilisierung stattfindet.

Auf den Rohrformschritt folgt der Kühlschritt, um das Innere der Kammer 1 vor dem Hauptsterilisationsschritt zu kühlen. Die Lösung aus Wasserstoffperoxid kann deshalb an den Oberflächen verschiedener Bereiche im Inneren der Kammer angebracht oder angehaftet werden. Das Antiseptikum kann in Form von Gas in die Kammer 1 geleitet werden. In diesem Fall muß der Kühlschritt dem Hauptsterilisationsschritt nicht vorangehen.

Obwohl die Heizeinrichtung 17 der Rohrformvorrichtung gemäß der beschriebenen Ausführungsform Heißluft zum Erwärmen der Materialbahn W verwendet, können auch andere Mittel wie beispielsweise Hochfrequenzheizmittel zum Erwärmen verwendet werden.

Das Antiseptikum muß nicht immer die wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid sein, sondern es kann beispielsweise auch Persäure verwendet werden.


Anspruch[de]

1. Ein Verfahren zur Sterilisierung einer Kammer in einer Verpackungsmaschine, bei dem eine Bahn zur Herstellung von Verpackungsbehältern unter der Führung von Rollen in das Innere der Kammer bewegt wird, in eine Rohrform gebracht, erwärmt und an gegenüberliegenden Kanten der Bahn in Längsrichtung von dieser verschlossen wird, um eine rohrförmige Bahn zu erhalten, und anschließend quer dazu außerhalb der Kammer verschlossen wird, um aus der rohrförmigen Bahn Behälter zu bilden, wobei das Kammersterilisierungsverfahren den Schritt einer Vorsterilisierung durch Einführung eines Antiseptikums in die Kammer während der Bewegung der Bahn, um das Antiseptikum zwischen der Bahn und den Rollen vorzusehen, und den Schritt einer Hauptsterilisation, in dem das Antiseptikum wieder mit der an einem Bodenbereich geschlossenen Bahn, wie sie aus der Kammer herausgebracht wird, in die Kammer eingeführt wird, aufweist.

2. Ein Kammersterilisationsverfahren wie in Anspruch 1 definiert, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Antiseptikum in der Farm eines Nebels ist.

3. Ein Kammersterilisationsverfahren wie in Anspruch 1 oder 2 definiert, das dadurch gekennzeichnet ist, daß vor dem Hauptsterilisationsschritt ein Schritt ausge führt wird, bei dem der Innenraum der Kammer gekühlt wird.

4. Ein Kammersterilisationsverfahren wie in Anspruch 1 definiert, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Antiseptikum in der Form eines Gases ist.

5. Ein Kammersterilisationsverfahren wie in einem der Ansprüche 1, 2, 3 und 4 definiert, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Antiseptikum eine wäßrige Lösung aus Wasserstoffperoxid ist.







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