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Dokumentenidentifikation DE19850114A1 11.05.2000
Titel Dachhaube
Anmelder Meltem Lüftungsgeräte GmbH & Co. KG, 82239 Alling, DE
Vertreter Betten & Resch, 80469 München
DE-Anmeldedatum 30.10.1998
DE-Aktenzeichen 19850114
Offenlegungstag 11.05.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.2000
IPC-Hauptklasse F24F 7/02
Zusammenfassung Eine Dachhaube (1) für ein auf der Oberseite eines Hausdachs austretendes Entlüftungsrohr weist ein Aufsatzelement (2) mit einer Entlüftungsöffnung (4) zum Austritt der aus dem Entlüftungsrohr austretenden Luft auf. Ein Bereich zwischen einem Regenschutzdach (6) und der Entlüftungsöffnung (4) angeordneten Drehkörper mit wenigstens einer Prallfläche (8) ist in eingebautem Zustand der Dachhaube (1) um eine vertikale Drehachse (10) drehbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dachhaube für ein auf der Oberseite eines Hausdaches austretendes Entlüftungsrohr.

Bei bekannten Hausentlüftungen kommt es bei windigen Tagen häufig dazu, daß sich im Entlüftungsrohr Windgeräusche bilden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Entlüftungsrohr bereitzustellen, bei dem bei vorhandenem Wind nur geringe Windgeräusche auftreten.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.

Die Erfindung sieht eine Dachhaube für ein auf der Oberseite eines Hausdaches austretendes Entlüftungsrohr vor. Gemäß der Erfindung weist die Dachhaube ein Aufsatzelement mit einer Entlüftungsöffnung zum Austritt der aus dem Entlüftungsrohr austretenden Luft auf. Ein solches Aufsatzelement kann leicht auf das Entlüftungsrohr aufgesteckt werden. Weiterhin ist ein oberhalb der Entlüftungsöffnung angeordnetes Regenschutzdach vorgesehen, das verhindert, daß Regenwasser in die Entlüftungsöffnung und nachfolgend in das Entlüftungsrohr eintritt. Im Bereich zwischen Regenschutzdach und Entlüftungsöffnung ist ein Drehkörper mit wenigstens einer Prallfläche angeordnet, wobei der Drehkörper in eingebautem Zustand der Dachhaube um eine insbesondere vertikale Drehachse drehbar ist. Gemäß der Erfindung ist auch eine horizontale Drehachse sowie eine Kombination aus mehreren Drehachsen denkbar.

Bei der Erfindung hat sich herausgestellt, daß mit einer erfindungsgemäßen Dachhaube, die einen erfindungsgemäßen Drehkörper aufweist, Windgeräusche im Entlüftungsrohr stark vermindert werden. Dies wird darauf zurückgeführt, daß durch die Wirkung der Prallfläche in einer Windströmung ein Überdruck in dem Entlüftungsrohr aufgebaut wird, der dem Entstehen von Luftschwingungen entgegenwirkt.

Man nimmt an, daß der störende Effekt insbesondere auf folgenden Sachverhalt zurückzuführen ist. An ein gemeinsames Hauptrohr angeschlossene Einzelentlüftungsgeräte arbeiten grundsätzlich unabhängig. Beim Betrieb bereits wenigstens eines Einzelentlüftungsgeräts entsteht im Hauptrohr ein Überdruck, da es in das Hauptrohr ausbläst. Bei auftretendem Wind wird an der Oberseite des aus dem Hausdach austretenden Entlüftungsrohrs Luft abgesaugt, so daß in dem Entlüftungsrohr und nachfolgend in dem an das Entlüftungsrohr angeschlossenen Hauptrohr ein Unterdruck erzeugt wird. Durch diesen Unterdruck werden in den Einzelentlüftungsgeräten vorgesehene Rückschlagklappen geöffnet. Dabei wird der in dem Hauptrohr vorhandene Unterdruck abgebaut, worauf sich die Rückschlagklappen wieder schließen. So baut sich eine hörbare Schwingung an den Rückschlagklappen auf, die sich über das Hauptrohr ausbreitet.

Der Drehkörper soll vorzugsweise um eine vertikale Drehachse drehbar sein, damit seine Wirkung bei jeglicher Windrichtung ausnutzbar ist.

Gemäß der Erfindung ist der Drehkörper so ausgebildet, daß die Prallfläche bei einer Anströmung der Dachhaube mit einer im wesentlichen horizontal verlaufenden, aus veränderlicher Richtung kommender Luftströmung durch eine selbsttätige Drehung des Drehkörpers gegen die aktuelle Richtung der Luftströmung drehbar ist. Durch eine solche Ausbildung des Drehkörpers wird bewirkt, daß sich die Prallfläche auch bei wechselnden Drehrichtungen stets gegen die Luftströmung stellt, so daß der erfindungsgemäße Effekt ausnutzbar ist.

Gemäß der Erfindung kann der Drehkörper als flache, im wesentlichen rechteckige Platte ausgebildet sein, wobei die Drehachse im Bereich einer in der Platte verlaufenden Symmetrielinie angeordnet ist. Die Prallfläche wird dann durch je eine der beiden großen Oberflächen der Platte gebildet. Bei Versuchen hat sich herausgestellt, daß mit einem solchen Drehkörper gute Wirkungen erzielt werden.

Gemäß der Erfindung kann der Drehkörper auch wenigstens teilweise luftdurchlässig ausgebildet sein und insbesondere Durchbrüche aufweisen, durch die eine Luftströmung strömen kann. Solche Drehkörper lassen sich einfach herstellen, wobei trotzdem gewährleistet ist, daß sich eine Anstellung der Prallfläche gegen die Luftströmung ergibt, solange die Drehachse nicht in großem Ausmaß versetzt von der Symmetrielinie angeordnet ist.

Die Luftdurchlässigkeit kann auch durch Öffnungen erreicht werden, die sich in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit eines den Drehkörper anströmenden Luftstroms öffnen und/oder schließen. Es könne auch Öffnungen vorgesehen werden, deren Größe sich in Abhängigkeit der Geschwindigkeit eines den Drehkörper anströmenden Luftstroms ändert. Dadurch kann die Größe der wirksamen Angriffsfläche des Drehkörpers an die Druckverhältnisse im Entlüftungsrohr angepaßt werden.

Die Drehachse kann weiterhin so ausgebildet sein, daß sie an einer Oberseite im Bereich einer Regenschutzhaube lagerbar ist und an einer Unterseite im Bereich einer in einer Entlüftungsöffnung einer Dachhaube vorgesehenen Einsatznabe lagerbar ist. Dabei kann die Drehung des Drehkörpers um die Drehachse aufgrund einer Lagerung des Drehkörpers auf der Drehachse erfolgen, die wiederum fest an der Dachhaube und/oder im Bereich der Entlüftungsöffnung befestigt ist. Alternativ dazu kann der Drehkörper fest mit der Drehachse verbunden sein, die wiederum im Bereich der Dachhaube gelagert ist.

Gemäß der Erfindung kann zwischen der Unterseite des Drehkörpers und der Oberseite der Entlüftungsöffnung ein Spalt vorgesehen sein, was den geräuscharmen Betrieb des Entlüftungsrohres begünstigt. Zum Schutz gegen das Eindringen von Tieren in die Entlüftungsöffnung kann weiterhin um einen Bereich zwischen der Unterseite des Regenschutzdaches und der Oberseite der Entlüftungsöffnung ein Schutzgitter vorgesehen sein.

Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht.

Die einzige Figur zeigt eine Dachhaube 1 im Querschnitt. Die Dachhaube 1 gliedert sich in ein zylindrisches Aufsatzrohr 2, das mit seiner unteren Austrittsöffnung 3 auf ein in dieser Ansicht nicht gezeigtes Entlüftungsrohr eines Hausdaches aufgesteckt werden kann.

Das Aufsatzrohr 2 weist weiterhin eine obere Austrittsöffnung 4 auf, um die herum insgesamt vier Tragstäbe 5 angeordnet sind, von denen in dieser Ansicht nur zwei dargestellt sind. An den Oberseiten der Tragstäbe 5 ist ein Regenschutzdach 6 angeordnet, das umlaufend mit einem nach unten ragenden Rand 7 ausgebildet ist. Im Bereich zwischen der Unterseite des Regenschutzdaches 6 und der oberen Austrittsöffnung 4 ist ein als Drehplatte 8 ausgebildeter Drehkörper angeordnet. Die Drehplatte 8 weist zahlreiche Durchgangsbohrungen 9 auf, von denen in dieser Ansicht nur eine einzige mit einer Bezugsziffer versehen ist. Weiterhin ist im Bereich der Drehplatte 8 eine Drehachse 10 vorgesehen, die sowohl durch eine Symmetrielinie der Drehplatte 8 als auch durch eine Symmetrielinie der Dachhaube 1 verläuft. Die Drehachse 10 ist in in dieser Ansicht nicht gezeigten Lagern im Regenschutzdach 6 und in einer im Bereich der oberen Austrittsöffnung 4 vorgesehenen Drehnabe 11 drehbar gelagert. Die Drehnabe 11 ist dabei als sich zwischen zwei gegenüberliegenden Randbereichen der oberen Austrittsöffnung 4 erstreckende Verbindungsstrebe ausgebildet.

Im Betrieb der Dachhaube 1 wird diese so auf das in dieser Ansicht nicht gezeigte Entlüftungsrohr aufgesteckt, daß die Drehachse 10 im wesentlichen vertikal verläuft. Bezugsziffernliste 1 Dachhaube

2 Aufsatzrohr

3 untere Austrittsöffnung

4 obere Austrittsöffnung

5 Tragstab

6 Regenschutzdach

7 Rand

8 Drehplatte

9 Durchgangsbohrung

10 Drehachse

11 Drehnabe


Anspruch[de]
  1. 1. Dachhaube (1) für ein auf der Oberseite eines Hausdachs austretendes Entlüftungsrohr, wobei die Dachhaube (1) die folgenden Merkmale aufweist:
    1. 1. ein Aufsatzelement (2) mit einer Entlüftungsöffnung (4) zum Austritt der aus dem Entlüftungsrohr austretenden Luft,
    2. 2. ein oberhalb der Entlüftungsöffnung (4) angeordnetes Regenschutzdach (6),
    3. 3. einen im Bereich zwischen Regenschutzdach (6) und Entlüftungsöffnung (4) angeordneten Drehkörper mit wenigstens einer Prallfläche (8), der in eingebautem Zustand der Dachhaube (1) um eine insbesondere vertikale Drehachse (10) drehbar ist.
  2. 2. Dachhaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (8) so ausgebildet ist, daß die Prallfläche (8) bei einer Anströmung der Dachhaube (1) mit einer im wesentlichen horizontal verlaufenden Luftströmung durch eine selbsttätige Drehung des Drehkörpers (8) gegen die Luftströmung drehbar ist.
  3. 3. Dachhaube nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper als flache, im wesentlichen rechteckige Platte (8) ausgebildet ist, wobei die Drehachse (10) im Bereich einer in der Platte (8) verlaufenden Symmetrielinie angeordnet ist.
  4. 4. Dachhaube nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (8) wenigstens teilweise luftdurchlässig ausgebildet ist.
  5. 5. Dachhaube nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (10) an ihrer Oberseite im Bereich der Dachhaube (6) gelagert ist und an ihrer Unterseite im Bereich einer in der Entlüftungsöffnung (4) vorgesehenen Einsatznabe (11) gelagert ist.
  6. 6. Dachhaube nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Unterseite des Drehkörpers (8) und der Oberseite der Entlüftungsöffnung (4) ein Spalt vorgesehen ist.
  7. 7. Dachhaube nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß um einen Bereich zwischen der Unterseite des Regenschutzdachs und der Oberseite der Entlüftungsöffnung herum ein Schutzgitter vorgesehen ist.
  8. 8. Drehkörper für eine Dachhaube (1) eines auf der Oberseite eines Hausdachs austretenden Entlüftungsrohrs, wobei der Drehkörper eine Drehachse (10) sowie eine Prallfläche (8) aufweist, wobei der Drehkörper so ausgebildet ist, daß die Prallfläche (8) bei einer Anströmung der Dachhaube (1) mit einer im wesentlichen horizontal verlaufenden Luftströmung durch eine selbsttätige Drehung des Drehkörpers gegen die Luftströmung drehbar ist.
  9. 9. Drehkörper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper als flache, im wesentlichen rechteckige Platte (8) ausgebildet ist, wobei die Drehachse (10) im Bereich einer in der Platte (8) verlaufenden Symmetrielinie angeordnet ist.
  10. 10. Drehkörper nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (8) wenigstens teilweise luftdurchlässig ausgebildet ist.
  11. 11. Drehkörper nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (10) so ausgebildet ist, daß sie an einer Oberseite im Bereich einer Regenschutzhaube (10) lagerbar ist und an ihrer Unterseite im Bereich einer in einer Entlüftungsöffnung (4) einer Dachhaube (1) vorgesehenen Einsatznabe (11) lagerbar ist.






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