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Dokumentenidentifikation DE69512761T2 18.05.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0733491
Titel Löschvorrichtung für hartnäckige, trockene Markierungen nach einer ersten Löschung
Anmelder Sanford Corp., Bellwood, Ill., US
Erfinder Wagner, Michael J., Carol Stream, Illinois 60188, US;
Baudino, Rodney J., Woodridge, Illinois 60517, US
Vertreter Leonhard Olgemöller Fricke, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69512761
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 23.03.1995
EP-Aktenzeichen 953019353
EP-Offenlegungsdatum 25.09.1996
EP date of grant 13.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.05.2000
IPC-Hauptklasse B43L 21/04

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Löscher im allgemeinen sowie ein Kombinationsprodukt aus Löscher und Stift, das ein Löschsystem umfaßt. In allen Ausgestaltungen betrifft sie spezifisch einen Löscher, der speziell darauf angepaßt wurde, hartnäckige, trocken zu löschende Markierungen auf weißen Tafeln zu entfernen, wobei das Wort "hartnäckig" vorliegend im Sinne von "schwer zu entfernen" verwendet wird.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

In den vergangenen Jahren wurde die Benutzung von trockenen Stiften (Markern) auf weißen Tafeln in steigendem Maße üblich. Solche Stifte sind weit entwickelt und derzeit in einer Vielzahl von Farben erhältlich, obwohl Schwarz die am meisten verwendete Farbe ist. Solche Stifte werden üblicherweise in Verbindung mit Trockenlöschtafeln eingesetzt, die eine relativ glatte, nichtporöse Oberfläche besitzen, so daß die Stiftflüssigkeit nicht in demselben Maße in die Tafel eindringt, wie Kreide in eine gängige Schiefertafel. Solche trockenen Tafeln sind ebenfalls im Stand der Technik gut bekannt, und daher ist eine detaillierte Beschreibung der Trockentafeln für das Verständnis der Erfindung nicht notwendig. Solche Tafeln sind in vielen Farben erhältlich, aber weiß ist bei weitem die häufigste Farbe, da sie den größten oder annähernd größten Kontrast zur Stifteflüssigkeit, insbesondere schwarzer Flüssigkeit, bietet.

Obwohl Stift und Tafel wie oben beschrieben sehr verbreitet sind, sind bestimmte Nachteile offenkundig geworden, die für den Benutzer lästig sind.

Ein bedeutendes Problem ist die Tatsache, daß es schwierig ist, die mit solchen Stiften produzierte Schrift oder Markierung von der Trockentafel zu entfernen, wenn sie eine bedeutende Zeit lang auf der Trockentafel verblieben ist. Es sollte klar sein, daß es Trockentafel-Löscher gibt, die sehr gut darin sind, frisch auf eine Trockentafel aufgebrachte Schrift oder Markierungen zu entfernen. Wenn beispielsweise ein Lehrer Stifte und eine Tafel wie oben beschrieben benutzt, um eine Unterrichtsstunde zu illustrieren, kann die Tafel mit Schrift und Zeichen bedeckt sein, bevor die Unterrichtseinheit beendet ist. Wenn das der Fall ist, löscht der Vortragende einfach das zuvor in der Unterrichtsstunde Geschriebene oder Gezeichnete mit einem üblichen Trockentafel-Löscher und erzeugt dabei einen gereinigten Bereich auf der Tafel, und dann beginnt er, diesen gereinigten Bereich wieder zu bedecken, während die Stunde voranschreitet. Vor wenigen Momenten Geschriebenes oder Gezeichnetes und andere Schrift oder Markierungen, die bis zu einem doch deutlich längeren Zeitraum wie beispielsweise während der vorangegangenen Unterrichtsstunde aufgebracht wurden, verschwinden leicht mit Hilfe eines Löschers, der eine übliche Löschoberfläche für Trockentafeln besitzt. Wenn die Schrift jedoch für einen längeren Zeitraum auf der Tafel verblieb, beispielsweise während der Ferien oder über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder mehreren Monaten hinweg, während dem die Schule geschlossen war, können die Markierungen, die vom letzten Gebrauch verblieben sind, mit Hilfe eines üblichen Löschers nur unter großen Schwierigkeiten und unter Anwendung von wiederholten Reibvorgängen unter deutlichem durch die Hand ausgeübtem Druck entfernt werden. Gelegentlich erhält man nicht einmal bei Anwendung der oben beschriebenen Mühe eine wirklich saubere Oberfläche, und demzufolge muß der nächste Benutzer mit einer Oberfläche arbeiten, die schwache und möglicherweise gar nicht so schwache Spuren der Beschriftung trägt, die von einem Vorgänger stammen. Die Möglichkeit einer Verwirrung liegt auf der Hand.

Ältere Beschriftungen oder Zeichnungen, die sich für einen längeren Zeitraum auf einer Trockentafel befunden haben, werden im allgemeinen als hartnäckige, trocken zu löschende Schrift bzw. Markierung bezeichnet, und dieser Ausdruck soll in dieser Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen benutzt werden, um solche Beschriftungen oder Zeichnungen zu beschreiben.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung richtet sich auf einen Löscher, der ganz besonders gut dafür eingerichtet ist, schnell und leicht hartnäckige, trocken zu löschende Zeichen (Schriftzeichen, Zeichnungen) von Schreibtafeln zu entfernen, während er gleichzeitig in der Lage ist, schnell und leicht frische Zeichen im gleichen Maße zu entfernen wie übliche Löscher. Die Erfindung richtet sich auch auf einen solchen Löscher, der als solcher und ohne begleitende Bestandteile verwendet werden kann, und gleichermaßen auf einen Löscher, der einen oder eine Mehrzahl von Stiften halten kann, so daß der Benutzer den Löscher und den Stift oder die Stifte als Einheit handhaben und schnell von einem Stift auf einen anderen Stift mit anderer Farbe wechseln kann, wodurch eine Pause bei der Präsentation durch den Trockentafel-Nutzer vermieden wird, die zum Verlust des roten Fadens und einer Unterbrechung der Aufmerksamkeit führen würde.

Der Löscher in (a) dem Löscher und (b) der Kombination aus Löscher und Stift umfaßt ein erstes Löschmittel, das besonders gut geeignet ist, um kurz zuvor aufgebrachte Zeichen von der trocken zu reinigenden Tafel zu entfernen, für die die Verwendung dieser Erfindung vorgesehen ist, und ein zweites Löschmittel, das besonders gut dafür eingerichtet ist, hartnäckige, trocken zu löschende Schrift bzw. Markierung zu entfernen. Auch wenn verschiedene Materialien für jedes der oben beschriebenen Löschmittel verwendet werden kann, ist es doch bevorzugt, daß das erste Löschmittel ein textiler Flor bzw. ein Veloursmaterial ist, während das zweite Löschmittel Velcro und vorzugsweise ein Velcro mit geschlossenen Schlaufen oder Maschen sein kann.

Es ist ferner ein Merkmal der Erfindung, daß der Löscher-Rahmen so ausgestaltet ist, daß er von einem Benutzer bequem gegriffen werden kann, wenn der Löscher keine Stifte trägt, und in gleicher Weise von einem Benutzer leicht gegriffen werden kann, wenn einer bis hin zur vollen Aufnahmekapazität des Löschers mit diesem gemeinschaftlich angeordnet sind.

Die Erfindung geht von der US-A 1,928,230 aus, auf der der Oberbegriff des Anspruchs 1 basiert, und erreicht ihr Ziel mit Hilfe der charakterisierenden Merkmale dieses Anspruchs. Bevorzugte Merkmale finden sich in den untergeordneten Ansprüchen.

BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die Erfindung wird mehr oder weniger schematisch durch die beigefügten Figuren erläutert, wobei;

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Löschersystems für hartnäckige, trocken zu löschenden Markierungen gemäß dieser Erfindung ist, wobei in diesem Fall drei Stifte damit verbunden sind;

Fig. 2 eine Ansicht des rechten Endes ist;

Fig. 3 eine Endansicht des Löschers ist; und

Fig. 4 eine Ansicht des Löschers von unten darstellt.

BESCHREIBUNG EINER SPEZIFISCHEN AUSGESTALTUNG

Gleiche Bezugszeichen werden verwendet, um auf solche Bestandteile in den Zeichnungen hinzuweisen, die von Figur zu Figur gleich oder ähnlich sind.

Das Löschsystem dieser Erfindung wird in den Fig. 1 und 2 allgemein mit 10 bezeichnet. Der Löscher besteht im wesentlichen aus zwei Teilen, einem Rahmen, der in den Fig. 1, 2 und 3 im allgemeinen mit 11 bezeichnet wird, und dem Löschmittel, das in den Figuren allgemein mit 12 bezeichnet ist.

0 einen bis zum anderen Ende gleichbleibende Dimensionen aufweist, so daß er sich für kostengünstige Herstellungsverfahren anbietet, beispielsweise Kunststoffextrusions-Techniken.

Der untere Teil des Rahmens 11 besitzt drei verschiedene Abschnitte, die einen Mittelabschnitt 14 und zwei Seitenabschnitte 15 und 16 umfassen, die am besten in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt sind. Wie man am besten aus Fig. 3 ersehen kann, sind die beiden Seitenabschnitte 15 und 16 auf ein- und derselben Höhe angeordnet, und der mittlere Abschnitt 14 ist hiergegenüber durch nach oben und zur Seite geneigte Wandteile 17 und 18 nach unten versetzt angeordnet. Der untere Teil bildet dadurch eine Basis, an der das Löschmittel befestigt ist.

Das Löschmittel besteht aus zwei mit 19, 20 bezeichneten textilen Flor- bzw. Veloursstreifen, deren Ausdehnung an die Befestigungsbereiche 21, 22, die auf der unteren Oberfläche der Seitenabschnitte 15 bzw. 16 gebildet sind, angepaßt ist und sich von dort nach unten erstreckt. Die textilen Flor- bzw. Veloursstreifen sind durch einen Träger, der mit 23 bzw. 24 bezeichnet ist, an den ihnen entsprechenden Oberflächen befestigt. Vorzugsweise ist der Träger ein Klebstoff mit der Eigenschaft, eine ausreichend starke Verbindung schaffen zu können, um den beachtlichen Drucken standzuhalten, denen der Löscher während seiner Verwendung im Laufe der gesamten Lebensdauer des Löschers ausgesetzt ist, und in der Lage, eine solche Bindung sowohl mit dem Material einzugehen, aus dem der Rahmen besteht, das vorzugsweise Kunststoff ist, als auch mit der üblichen Rückseite des Flors bzw. Velours. Der Flor bzw. Velours kann beispielsweise ein Textilmaterial aus Polypropylen in der Form sein, wie es in Böden bzw. Teppichen und anderen Produkten wie Farbrollern verwendet wird. Ein geeignetes Trägermaterial ist ein transparenter Kleber, der von der 3M Company unter der Handelsbezeichnung 8056 Adhesive Systems bezogen werden kann. Dieser Träger wird in einer Menge aufgebracht, mit der sich eine feste Bindung erzielen läßt, und kann beispielsweise eine Dicke in der Größenordnung von etwa 0,79 mm (1/32 inch) aufweisen. Das Textilmaterial kann beispielsweise eine Dicke im Größenbereich von etwa 6,35 mm (1/4 inch) besitzen.

Das Löschmittel umfaßt weiterhin einen Streifen 26 aus dem Kunststoffmaterial, das allgemein als Velcro bekannt ist. Velcro ist sowohl mit aufgeschnittenen Schlaufen als auch geschlossenen Schlaufen erhältlich, aber die Form mit geschlossenen Schlaufen wird wegen ihrer Steifigkeit und besseren Fähigkeit, Beschriftungen zu entfernen, verwendet. Das Velcro wird mit Hilfe eines geeigneten Trägers, der mit 27 bezeichnet ist, an der unteren Oberfläche des Mittelabschnitts 14 des Rahmens befestigt, wobei der Träger derselbe wie das Trägermaterial 23, 24 sein kann, da Velcro ein Kunststoffmaterial ist.

Aus den Fig. 2 und 3 kann man entnehmen, daß sich der textile Flor bzw. Velours vorzugsweise ein klein wenig weiter nach unten erstreckt als das Velcro, wobei dieser Abstand beispielsweise in der Größenordnung von 0,79 mm (1/32 inch) liegt.

Der obere Teil des Rahmens besitzt ungefähr die Form des Buchstabens Y und besteht aus einem vertikalen Stab 28 und zwei voneinander wegstrebenden Armteilen 29, 30, die sich an der Verbindung 31 trennen (oder treffen). Jeder Armteil endet in einer aufwärts und auswärts geneigten Wand 32, 33, wobei jede Wand bei 34 bzw. 35 zu einem Zweck, der hier nachstehend deutlich werden wird, eine scharfeckige Verbindung mit dem ihr zugeordneten Arm ausbildet. Es läßt sich erkennen, daß derjenige Teil der Armteile 29, 30, die in naher Nachbarschaft zu den ihnen zugeordneten Wänden 32, 33 liegen, mit einer leichten Krümmung in umgekehrter Richtung ausgebildet sind, so daß sich die Arm-Wand- Verknüpfungspunkte 34, 35 näher zur oberen Oberfläche der ihnen zugeordneten Seitenabschnitte 15, 16 angeordnet befinden als der sich direkt von den genannten Arm-Wand-Verbindungsstellen 34, 35 nach innen erstreckende Bereich.

Jede Wand 32, 33 endet in einem sich nach innen erstreckenden Abschnitt 37, 38, der in diesem Fall waagerecht angeordnet ist. Jeder sich nach innen erstreckende Abschnitt 37, 38 endet seinerseits in einer sich nach unten erstreckenden Randkante 39, 40, obwohl diese spezifische Ausgestaltung variiert werden kann, wie es nachstehend deutlich werden wird.

Da der gesamte Rahmen aus Kunststoff gebildet ist und die Dicke der verschiedenen Bestandteile im Bereich von nur etwa 1,58 mm (1/16 inch) sein kann, ergibt sich der Vorteil, daß die Bestandteile nicht absolut starr sind, obwohl sie in spannungsfreiem Zustand relativ zueinander ortsfest sind. Insbesondere haben sie die Fähigkeit, sich in einem geringen Grad zueinander und voneinander weg zu biegen, wenn sie durch milden durch Hand ausgeübten Druck in eine verformende Richtung gezwungen werden. Das Kunststoffmaterial, aus dem der Rahmen besteht, besitzt eine Erinnerung, so daß die Bestandteile nach Deformierung durch von außen ausgeübten Druck bestrebt sind, ihre anfängliche, spannungsfreie Position wieder einzunehmen.

Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2, und zuerst dabei auf Fig. 2, ist die Kombination eines Löschers und eines Maximums von drei Stiften gezeigt. Wie man am besten Fig. 2 entnehmen kann, kann einer der oder können alle Stifte 44, 45, 46 oder eine beliebige Kombination hiervon im Rahmen 11 angeordnet sein, wodurch ein kombiniertes Löscher-Stifte-System 10 entsteht. Die genaue Ausgestaltung der Stifte ist kein wesentliches Merkmal der Erfindung, solange mindestens ein gradliniger Bereich mit dem Löscher verbunden werden kann.

Um die Möglichkeit zu schaffen, daß ein Stift im Rahmen aufgenommen und sicher von ihm gehalten wird, müssen bestimmte räumliche Verhältnisse vorliegen.

In spezifischer Weise wird zum Halten des Stifts 45 zwischen der oberen Oberfläche des linken Seitenabschnitts 15 des Rahmenbodens und dem linken Arm 29 des Y-Abschnitts des Rahmens der Abstand zwischen der linksseitigen Verbindungsstelle 34 zwischen Arm und Wand und der oberen Oberfläche des linken Seitenabschnitts 15 geringfügig kürzer sein als der vertikale Durchmesser des Stifts 45. Da der vertikale Abstand zwischen der Arm-Wand-Verbindungsstelle 34 und dem linken Seitenabschnitt 15 links vorn vertikalen Durchmesser des Stiftes 45 liegt und der genannte vertikale Abstand geringer ist als der vertikale Abstand (oder Durchmesser) des Stifts 45, wird der Stift 45 zwischen dem Y-Abschnitt und dem linken Seitenabschnitt 15 des Rahmens formschlüssig mechanisch gehalten. Damit wurde mindestens eine Dreipunkt-Lagerung für den Stift geschaffen, wobei mindestens zwei der drei Stütz- oder Kontaktpunkte zwischen dem Rahmen und dem Stift auf entgegengesetzten Seiten einer diametral verlaufenden Linie mit mindestens einem Kontaktpunkt auf jeder Seite der diametralen Linie liegen.

Vergleichbare Funktionen sind bezüglich der rechten Seite des Löschers vorhanden, wenn der Stift 46 in seine angegebene Position eingeschoben wird. Die Wirkung ist, daß die inhärente Rückstellkraft des Kunststoffmaterials, aus dem die Y-Armteile 29, 30 gebildet sind, die genannten Y-Arme 29, 30 dazu befähigt, aufwärts in Richtung einer 12 : 00-Position zu schwenken, sobald ein Stift in den Taschenbereich eingeführt wird, der zwischen der Unterseite eines Y-Arms 29, 30 und der oberen Seite eines Seitenabschnitts 15, 16 gebildet wird.

Wenn ein Stift 44 in die oben befindliche Mitte des Y-Abschnitts oberhalb der Verbindungsstelle 31 eingebracht wird, geben die planaren Wände 32, 33 nach außen nach, wodurch es möglich wird, daß der Stift 44 durch den waagerechten Zwischenraum zwischen den Randkanten 39, 40 hindurchtritt, bis der Stift an die innere Oberfläche der Y-Armteile 29, 30 stößt, wie in Fig. 2 dargestellt. Da der Abstand zwischen den Kontaktpunkten der Randkanten 39, 40 kleiner ist als der waagerechte Durchmesser des Stifts 44, und da sich der genannte Abstand oberhalb des genannten waagrechten Durchmessers befindet, wird der Stift durch die Überstruktur, die durch die Wände 32, 33, die inneren Wandabschnitte 37, 38 und die Randkanten 39, 40 definiert ist, formschlüssig mechanisch gehalten. Es sollte klar sein, daß dann, wenn drei Stifte im Rahmen 11 angeordnet sind, die sich nach innen erstreckenden Abschnitte 37, 38 leicht nach oben sowie auch nach außen federn.

Unter Bezugnahme auf Fig. 1 wird nun ein spezifisches Beispiel eines Stifts einer definierten Gestalt erläutert. In dieser Abbildung sind die allgemein mit 44,45 und 46 bezeichneten Stifte (Marker) jeweils mit einem zylindrischen Hauptteil 47 mit gleichbleibendem Durchmesser ausgeformt, der an einem Ende in einem kurzen Abschnitt mit verringertem Durchmesser 48 endet, welcher gegen eine Kappe 49 stößt. Der maximale Durchmesser der Kappe 49 ist in diesem Fall als identisch mit dem Durchmesser des zylindrischen Teils 47 gezeigt, und demzufolge verbiegt der Kappenbereich mit maximalem Durchmesser den Y-Teil des Rahmens im gleichen Maße und in der gleichen Weise wie es der zylindrische Teil 47 tut. Es sollte aber klar sein, daß es möglich ist, daß der maximale Durchmesser der Kappe größer oder kleiner als der Durchmesser des zylindrischen Hauptabschnitts 47 ist. Wenn die Kappe einen maximalen Durchmesser besitzt, der größer als der Durchmesser des zylindrischen Teils 47 ist, wird die einzige oder hauptsächliche Haltekraft zwischen dem Rahmen und dem Stift oder den Stiften an den Kontaktpunkten zwischen dem Rahmen und dem genannten maximalen Durchmesser der Kappe auftreten. Wenn der maximale Durchmesser der Kappe kleiner als der des zylindrischen Teils 47 ist, wird die hauptsächliche und wahrscheinlich einzige Haltekraft zwischen dem Rahmen und dem Stift oder den Stiften zwischen dem zylindrischen Teil 47 und dem Rahmen auftreten.

Es läßt sich daraus erkennen, daß der Löscher in seinem Aufbau bezüglich der Aufnahme von Stiften verschiedener Längen und äußerer Gestaltungen sehr flexibel ist.

Im Gebrauch greift der Benutzer mit einer Hand den Rahmen des Löschers zusammen mit einem, zwei oder drei Stiften, sofern vorhanden, und reibt die mit Zeichen bedeckte Trockentafel mit den gewöhnlichen, durch Arm und Hand erzeugten Strichen.

Die Flor- bzw. Veloursstreifen 19, 20 entfernen wirksam solche Schriftzeichen oder Zeichnungen, die noch nicht so lange und nicht so fest eingetrocknet sind, daß sie als hartnäckige, trocken zu löschende Markierungen bezeichnet werden könnten. Die außen liegende Oberfläche des Velcro-Streifens 26 kann mit der trocken zu reinigenden Tafel in Kontakt kommen und zur Löschwirkung beitragen, aber der wesentliche schriftlöschende Teil des Löschsystems werden die Flor- bzw. Veloursstreifen 19, 20 sein; tatsächlich können sie alle nicht hartnäckigen Zeichen entfernen. Es ergibt sich, daß der Velcro-Streifen nicht vollständig aktiviert werden muß, solange keine hartnäckigen trocken zu löschenden Markierungen entfernt werden müssen, wobei der Ausdruck nicht vollständig aktiviert alle Grade der Aktivierung von keiner Aktivierung bis zu der beinahe vollständigen Aktivierung umfaßt.

Wenn er auf hartnäckige, trocken zu löschende Schriftzeichen oder Zeichnungen trifft, übt der Benutzer ausreichend Druck aus, um zu bewirken, daß der Velcro-Streifen 26 in Kontakt mit der trocken zu reinigenden Tafel kommt. Da die einzelnen Schlaufen, die den Velcro-Streifen bilden, sehr viel steifer und härter als die weiche, teppichartige Konsistenz der Flor- bzw. Veloursstreifen 19, 20 ist, werden die Flor- bzw. Veloursstreifen leicht zusammengepreßt und an ihren Kanten nach außen gedrückt, so daß die rauhen, härteren Velcro-Fasern leicht bis zur Oberfläche der Tafel gelangen. Als Folge kommt die stärkere Schabwirkung, die von den Velcro-Schlaufen herrührt, sofort auf der Tafel zu Geltung, was bewirkt, daß ein maximaler Reibe-/Löschdruck auf den hartnäckigen trocken zu löschenden Markierungen lastet. Von den Markierungen stammendes Material, das von der Oberfläche der trocken zu reinigenden Tafel abgelöst wird und nicht von dem Velcro aufgenommen wird, wird von den weicheren Flor- oder Veloursstreifen 19, 20 eingefangen,

Es läßt sich daher erkennen, daß ein Löschsystem und insbesondere ein Löscher oder ein Löscher in Kombination mit einem oder einer Mehrzahl von Stiften offenbart wurde, dessen Wirkung es ist, daß er sowohl kurz zuvor aufgetragene Schrift oder Zeichnungen auf trocken zu reinigenden Tafeln als auch hartnäckige trocken zu löschende Markierungen wirksam entfernt.

Obwohl eine spezifische Ausgestaltung der Erfindung dargestellt und beschrieben wurde, wird es den Fachleuten unmittelbar offensichtlich sein, daß verschiedene Modifikationen und Abwandlungen innerhalb des Rahmens der Ansprüche gemacht werden können. Dementsprechend ist es vorgesehen, daß der Umfang der Erfindung ausschließlich durch die sich hier anschließenden Ansprüche begrenzt wird, sofern diese im Licht des relevanten Standes der Technik ausgelegt werden und nicht gemäß den spezifischen Offenbarungen, die voranstehend dargelegt wurden.


Anspruch[de]

1. Löscher (10) zum Löschen von schwer entfernbarer, trocken zu löschender Schrift bzw. Markierung, wobei der Löscher einen Rahmen (11) mit einem Unterteil (14) aufweist, welches Löschmittel (19, 20; 26) trägt,

wobei der Rahmen (11) weiterhin einen Teil (28, 29, 30) umfaßt, der sich vom Unterteil (14) aufwärts erstreckt und zum Halten in der Hand des Benutzers profiliert ist, und die Löschmittel von der Unterseite des Unterteils (14) gehalten werden,

wobei die Löschmittel ein erstes Löschmittel (19, 20) aus weichem, flexiblem Material, das in der Lage ist, Beschriftungs-Flüssigkeit, die kurz zuvor auf eine Beschriftungs-Oberfläche aufgebracht wurde, zu entfernen und zu halten, und ein zweites Löschmittel (26) umfassen, welches härter und steifer als das erste Löschmittel und in der Lage ist, schwer entfernbare Trockenlösch-Beschriftungen zu entfernen, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Löschmittel (19-20) ein textiler Flor- bzw. ein Veloursmaterial ist, während das zweite Löschmittel (26) ein mit Haken und/oder Schlaufen versehenes Material ist.

2. Löscher nach Anspruch 1, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Löschmittel (26) ein Material mit geschlossenen Schlaufen ist.

3. Löscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der sich aufwärts erstreckende Teil (28, 29, 30) des Rahmens (11) weniger breit als das Unterteil (14) ist.

4. Löscher nach Anspruch 1, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Löschmittel (26) zwischen getrennten Bereichen (19, 20) des ersten Löschmittels angeordnet ist.

5. Löscher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß sich das erste Löschmittel (19-20) in spannungsfreiem, betriebsfreiem Zustand von der Unterseite des Unterteils (14) des Rahmens (11) über eine geringfügig größere Strecke als das zweite Löschmittel (26) nach unten erstreckt, wodurch dann, wenn nur das erste, weiche Löschmittel (19, 20) zur Entfernung einer Beschriftung benötigt wird, das zweite Löschmittel (26) nicht vollständig aktiviert werden muß.

6. Löscher nach einem beliebigen der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der sich nach oben erstreckende Teil (28, 29, 30) des Rahmens (11) Raum für die Aufnahme und das Halten mindestens eines Stiftes (44, 45 oder 46) besitzt, wodurch Löscher und Stift als einheitliche Struktur gegriffen und verwendet werden können.

7. Löscher nach Anspruch 6, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der sich nach oben erstreckende Teil (28, 29, 30) allgemein Y-förmig ausgebildet ist, wobei mindestens ein Armteil (29, 30) des Y über eine Seite des Unterteils (14) ragt, wobei die Unterseite dieses Armteils und das Unterteil so profiliert sind, daß sie mit einem hierzu hinzugefügten Stift an mindestens drei Kontaktpunkten in Kontakt treten, von denen mindestens zwei an gegenüberliegenden Seiten einer diametralen Linie des Stiftes liegen.

8. Löscher nach Anspruch 7, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß jeder Armteil (29, 30) des Y über eine zugehörige Seite des Unterteils (14) ragt, wobei die Unterseite jedes Armteils und die ihr zugeordnete Seite des Unterteils so profiliert sind, daß sie mit einem hierzu hinzugefügten Stift an mindestens drei Kontaktpunkten in Kontakt treten, von denen mindestens zwei an gegenüberliegenden Seiten einer diametralen Linie des Stiftes liegen.

9. Löschsystem nach Anspruch 8, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der Armteil (29, 30) des Y einen Sitz für die Aufnahme eines dritten Stiftes bildet, und Mittel (37, 38) für ein formschlüssiges mechanisches Halten des dritten Stiftes vorgesehen sind.

10. Löscher nach Anspruch 9, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (11) eine einheitliche, aus einem Stück bestehende Struktur ist, die aus einem festen, biegbaren Material gebildet ist, das geringfügig elastisch deformiert werden kann, wenn ein Stift hinzugefügt wird.







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