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Dokumentenidentifikation DE69512025T2 25.05.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0742864
Titel VERRIEGELBARER TÜRGRIFF
Anmelder HOFFMAN ENCLOSURES, INC., Anoka, Minn., US
Erfinder SWAN, David, A., Shoreview, MN 55126, US;
LAU, Robert, G., Anoka, MN 55303, US
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Aktenzeichen 69512025
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.02.1995
EP-Aktenzeichen 959116344
WO-Anmeldetag 01.02.1995
PCT-Aktenzeichen US9501592
WO-Veröffentlichungsnummer 9521308
WO-Veröffentlichungsdatum 10.08.1995
EP-Offenlegungsdatum 20.11.1996
EP date of grant 08.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.05.2000
IPC-Hauptklasse E05B 13/10

Beschreibung[de]
I. HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft Türgriffe zum Betätigen von Türen mit einer Klinke. Insbesondere betrifft diese Erfindung einen solchen Türgriff, der schließbar ist, um eine Tür daran zu hindern, geöffnet zu werden.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Elektronische Geräte und andere wertvolle Gegenstände werden oftmals in Schränken gelagert, die mit nach vorne weisenden Türen versehen sind, die einen Zugriff auf das Schrankinnere ermöglichen. Wo wertvolle oder vertrauliche Informationen in einem Schrank gelagert werden, ist es wünschenswert, ein Mittel zum Abschließen der Schranktür vorzusehen, um einen unbefugten Zugriff zu verhindern.

Im Stand der Technik finden sich Türknöpfe oder Türgriffe, die verschließbar sind, um einen Zugriff zu verhindern. Beispielsweise sind die im Oberbegriff des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale in dem französischen Patent Nr. 759,232 (Weil) offenbart, das einen verschließbaren Griff für ein Kraftfahrzeug zeigt, bei dem ein Kombinationsschloß verwendet wird, um einen Zugriff zu verhindern. Zusätzlich weisen Türknöpfe Zylinderschlösser auf, die in dem Knopf angeordnet sind und eine Drehung des Knopfes verhindern, sofern nicht ein Schlüssel eingeführt und betätigt wird.

Für Schränke, die in der Industrie zum Lagern elektronischer Ausrüstungsgegenstände oder dergleichen verwendet werden, benötigt man robuste und kostengünstige Türgriffe. Derartige Produkte müssen haltbar konstruiert sein, um den wiederholten und rücksichtslosen Gebrauch in einer industriellen Umgebung aushalten zu können. Ferner müssen solche Produkte billig herstellbar sein. Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen verschließbaren Türgriff für eine Zugangstür zu schaffen, der ein tüchtiges Schloß abgibt, einen robusten Aufbau aufweist und zu geringen Kosten herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen verriegelbaren Türgriff mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

II. ABRISS DER ERFINDUNG

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein verriegelbarer Türgriff für eine Zugangstür vorgesehen. Der Türgriff weist ein Gehäuse auf, das sich axial erstreckt. Ein Verriegelungsstift ist in dem Gehäuse gelagert. Der Verriegelungsstift ist quer zur Axialrichtung zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung bewegbar. Wenn der Verriegelungsstift die Verriegelungsstellung einnimmt, ragt ein Riegelende über das Gehäuse hinaus nach außen. In der Freigabestellung ist das Riegelende zum Gehäuse hin zurückgezogen. Der verriegelbare Griff weist ferner einen vom Benutzer betätigbaren Nocken auf, der an dem Gehäuse befestigt ist. Eine Bewegung des Nockens in eine erste Richtung führt dazu, daß der Stift in seine Freigabestellung getrieben wird. Eine Bewegung des Nockens in eine zweite Position führt dazu, daß der Stift in die Verriegelungsstellung bewegt wird. Der Nocken ist in seine zweite Position vorgespannt. Der verriegelbare Griff weist ferner einen Verschlußriegel auf, der, wenn er in eine erste Stellung bewegt wird, den Nocken in seiner zweiten Stellung sperrt. Der Verschlußriegel ist aus seiner ersten Stellung vorgespannt. Der Verschlußriegel kann in seiner ersten Stellung festgestellt werden, wodurch der Griff verriegelt wird.

III. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung eines verriegelbaren Griffs gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 ist eine Explosiv-Darstellung eines verriegelbaren Griffs in Fig. 1;

Fig. 3 ist eine teilweise Aufrißdarstellung des verriegelbaren Griffs in Fig. 1;

Fig. 4 ist eine Seitenschnittansicht eines Gehäuses für den verriegelbaren Griff in Fig. 1;

Fig. 5 ist eine Vorderansicht des Gehäuses in Fig. 4;

Fig. 6 ist eine Rückansicht des Gehäuses in Fig. 4, das durch ein offenes Ende eines Griffabschnittes des Gehäuses betrachtet wird;

Fig. 7 in eine Ansicht des Gehäuses in Fig. 4, die der Ansicht in Fig. 5 gegenüberliegt;

Fig. 8 ist eine Ansicht, die sich entlang der Geraden 8- 8 in Fig. 7 ergibt;

Fig. 9 ist eine Ansicht, die sich entlang der Linie 9-9 in Fig. 7 ergibt;

Fig. 10 ist eine Vorderansicht eines freigelegten axialen Endes eines Nockens zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung;

Fig. 11 ist eine Seitenansicht des Nockens in Fig. 10;

Fig. 12 ist eine Seitenansicht des Nockens in Fig. 10, die von einer Seite gezeigt ist, die jener in Fig. 11 gegenüberliegt;

Fig. 13 ist eine Darstellung eines Nockens in Fig. 11, der um 90º gegenüber der Darstellung in Fig. 11 gedreht ist und teilweise im Aufriß dargestellt ist;

Fig. 14 ist eine rückwärtige Draufsicht auf den Nocken in Fig. 10, der von einer Seite gezeigt ist, die jener in Fig. 10 gegenüberliegt;

Fig. 15 ist eine perspektivische Darstellung eines Verriegelungsstiftes zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung;

Fig. 16 ist eine Ansicht eines axialen Endes des Verriegelungsstiftes in Fig. 15;

Fig. 17 ist eine Seiten-Draufsicht auf den Stift in Fig. 15;

Fig. 18 entspricht der Darstellung in Fig. 17 bei Drehung um 90º;

Fig. 19 ist eine perspektivische Darstellung eines Verschlußriegels zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung;

Fig. 20 ist eine Darstellung eines inneren Endes des Verschlußriegels in Fig. 19;

Fig. 21 ist eine Draufsicht von oben auf den Verschlußriegel in Fig. 19; und

Fig. 22 ist eine Darstellung, die entlang der Linie 22-22 in Fig. 21 entstanden ist.

IV. BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Unter Bezugnahme auf die verschiedenen Zeichnungen, in denen dieselben Elemente durchgängig dieselben Bezugszeichen aufweisen, wird nun die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert. Zunächst wird auf Fig. 2 Bezug genommen; unter den einzelnen Elementen des verriegelbaren Griffs 100 befinden sich ein Gehäuse 10, ein Nocken 12, ein Verschlußriegel 14, ein Verriegelungsstift 16, eine Stellschraube 18, ein Haltestift 20, eine Verdrehungsfeder 22 und eine Druckfeder 24. Jedes dieser Elemente wird einzeln besprochen. Um den Griff 100 an einer Tür abzudichten, sind eine Unterlegscheibe 300 und ein O-Ring 302 vorgesehen.

Das Gehäuse 10 (in Fig. 4 bis 9 einzeln gezeigt) weist einen tonnenförmigen Abschnitt 26 und Griff- oder Klinkenabschnitte 28 auf. Der tonnenförmige Abschnitt 26 ist im Grunde genommen zylindrisch ausgebildet und weist eine Zylinderachse X-X auf. Der Griffabschnitt 28 erstreckt sich radial von dem tonnenförmige Abschnitt 26. Ein axiales Ende 26a des tonnenförmigen Abschnitts 26 ist mit einem Anschlußmittel 30 (beispielsweise einem weiblich ausgebildeten Gewindebohrloch) versehen, um das Gehäuse 10 an einen Klinkenmechanismus einer Tür anzuschließen. Man wird verstehen, daß die Anschlußmittel 30, die Türklinkenmechanismen und dergleichen allgemein bekannt sind und derart funktionieren, daß bei Drehung des Griffes 10 um die axiale Erstreckung X-X sich der Klinkenmechanismus aus einer Verriegelungsposition in eine Freigabeposition bewegt, um zuzulassen, daß die Tür in ihrem Rahmen aufgestoßen wird.

Der tonnenförmige Abschnitt 26 weist eine Innenkammer 32 auf, die sich in dem tonnenförmigen Abschnitt 26 in Längsrichtung erstreckt. Die Kammer 32 ist zur Aufnahme des Nockens 12 derart bemessen, daß die Innenflächen der Kammer 32 und die Außenflächen des Nockens 12 komplementär bemessen und gestaltet sind, so daß der Nocken 12 um seine Achse X-X drehbar ist, wenn er in der Kammer 32 angeordnet ist.

Der Nocken 12 (einzeln in den Fig. 10 bis 14 gezeigt) weist ein zur Betätigung durch den Benutzer vorgesehenes zylindrisches Ende 40 auf, dessen Durchmesser im Grunde genommen demjenigen der Kammer 32 entspricht. Ausgehend vom Ende 40 erstreckt sich axial ein Mittelabschnitt 42 geringeren Durchmessers. Ausgehend von dem Mittelabschnitt 42 erstreckt sich axial ein entferntes Ende 44 noch geringeren Durchmessers.

Das entfernte Ende 44 endet an einer axialen Stirnfläche 46. Von der axialen Stirnfläche 46 erstreckt sich eine Nockenwelle 48, die in der Form eines zylindrischen Stifts ausgebildet ist, dessen Zylinderachse Y-Y parallel versetzt zu der Achse X-X des Nockens 12 verläuft. Im entfernten Endabschnitt 44 ist benachbart zum axialen Ende 46 eine Winkelführungsrille 50 ausgebildet.

Wie am besten in den Fig. 8 und 9 zu sehen ist, weist die Kammer 32 ein Ende 32a großen Durchmessers auf, das zu der Außenseite des tonnenförmigen Abschnitts 26 benachbart ist, und einen Abschnitt 32b verringerten Durchmessers. Der Durchmesser des Abschnitts 32b entspricht etwa dem Durchmesser des entfernten Endes 44. In ähnlicher Weise entspricht der Durchmesser des Abschnitts 32a der Kammer 32 näherungsweise dem Durchmesser des zylindrischen Endes 40 des Nockens 12.

Eine Rille oder Schlitz 52 ist in der axialen Stirnfläche 54 des zylindrischen Endes 40 des Nockens 12 ausgebildet. Wenn der Nocken 12 in der Kammer 32 gelagert ist, sind die axiale Stirnfläche 54 und der Schlitz 52 einem Benutzer zugewandt.

Der Verriegelungsstift 16 (separat in Fig. 15 bis 18 gezeigt) ist im Grunde genommen zylindrisch ausgebildet. Ein Schlitz 56 ist durch eine Seite des Stifts 16 geführt.

Der tonnenförmige Abschnitt 26 des Gehäuses weist eine Querbohrung 58 auf, die sich durch den tonnenförmigen Abschnitt 26 im Abschlußende der Kammer 32 erstreckt (siehe Fig. 9). Die Bohrung 58 erstreckt sich allgemein transversal zur Achse X-X des Nockens 12.

Der Stift 16 und die Bohrung 58 sind gegenseitig zur verschiebbaren Aufnahme des Stiftes 16 in der Bohrung 58 bemessen. Darum ist der Stift 16 in einer Richtung verschiebbar, die parallel zu seiner Zylinderachse und quer zu Achse X-X des Nockens 12 liegt.

Der Stift 16 und die Bohrung 58 sind zur Aufnahme der Nockenwelle 48 in dem Schlitz 56 angeordnet. Weil die Nockenwelle 48 in dem Nocken 12 exzentrisch gelagert ist, verursacht die Nockenwelle 48 (im Schlitz 56 mitgeführt), wenn sich der Nocken 12 um seine Achse X-X dreht, eine Bewegung des Verriegelungsstifts 16 entlang eines geraden Weges parallel zu der axialen Erstreckung des Verriegelungsstifts 16.

Der Verriegelungsstift 16 weist ein Verriegelungsende 16a auf. Das Ende 16a ragt über den tonnenförmigen Abschnitt 26 hervor, wenn der Stift 16a sich wie in Fig. 3 dargestellt in einer Verriegelungsposition befindet. Eine Drehung des Nockens 12 entgegen dem Uhrzeigersinn (Pfeil A in Fig. 3) führt dazu, daß der Stift 16 sich in der Fig. 3 nach links bewegt. Im Ergebnis zieht sich das Ende 16a in das Gehäuse 10 zurück.

Wenn der Verriegelungsgriff 100 an einer Tür gelagert ist, kann die Tür mit einer Ausnehmung versehen sein, um den Stift 16 aufzunehmen, wenn der Stift 16 sich in der Verriegelungsstellung befindet. Wenn der Stift 16 sich in der Verriegelungsstellung befindet, ist der Türgriff dementsprechend an einer Drehung um die Achse X-X aufgrund des Einwirkens des Stiftes 16 auf das Material der Tür gehindert. Wenn der Stift 16 im Wege einer Drehung des Nockens 12 zurückgezogen wird, ist der Stift 16 im tonnenförmigen Abschnitt 26 zurückgenommen und erlaubt bezüglich der Tür eine Drehung des Griffes 100 um die Achse X-X. Wenn der Stift 16 zurückgezogen ist, kann dementsprechend der Griff gedreht werden, um einen Riegel zu betätigen und dadurch ein Öffnen der Tür zuzulassen. Der Stift 16 wird vom Benutzer in die Freigabestellung gedreht, indem irgendein geeignetes Werkzeug (Schraubendreher, Münze oder dergleichen) in den Schlitz 52 eingeführt wird und der Nocken 12 in einer Richtung A entgegen dem Uhrzeigersinn um die Achse X-X gedreht wird.

Der Nocken 12 ist mittels einer Verdrehungsfeder 22 derart vorgespannt, daß er zu einer Drehung im Uhrzeigersinn (gemäß Fig. 3) neigt. Die Verdrehungsfeder 22 weist ein erstes Ende 60 auf, das in einer Tasche 62 (Fig. 12) aufgenommen ist, die im großen zylindrischen Endabschnitt 40 des Nockens 12 ausgebildet ist. Ein zweites Ende der Verdrehungsfeder 22 ist in einer Tasche 66 (Fig. 8) aufgenommen, die im tonnenförmigen Abschnitt 26 des Gehäuses ausgebildet ist.

Die Feder 22 treibt den Nocken 12 zu einer Drehung im Uhrzeigersinn, wodurch der Stift 16 in seine Verriegelungsstellung getrieben wird. Ein Benutzer, der ein geeignetes Werkzeug in den Schlitz 52 einführt, hebt die Vorspannung der Verdrehungsfeder 22 auf und treibt den Nocken 12 zu einer Drehung in einer Richtung A entgegen dem Uhrzeigersinn, was den Stift 16 dazu veranlaßt, sich zurückzuziehen. Der Nocken 12 ist mit einem Stopper 68 versehen, der gegen die Oberfläche 70 (Fig. 8) des Gehäuseabschnitts 26 wirkt, um die Drehung des Nockens 12 auf eine Drehung von maximal 90º zu beschränken. Der Schlitz 56, der in dem Stift 16 ausgebildet ist, und die Nockenwelle 48 sind gegenseitig derart bemessen und angeordnet, daß eine Drehung des Nockens 12 um 90º zu einer vollen Umdrehung und einem vollen Zurückziehen des Stiftes 16 aus der Verriegelungsstellung in die Freigabestellung führt.

Der Verschlußriegel 14 (einzeln in Fig. 19 bis 22 gezeigt) ist vorgesehen, um den Nocken 12 in seiner bevorzugten Stellung mittels des Stiftes 16 in der Verriegelungsposition zu blockieren. Der Riegel 14 ist so bemessen, daß er in einer Tasche 81 (Fig. 8), die im Griffabschnitt 28 ausgebildet ist, aufgenommen werden kann. Ein radial äußeres Ende 28a des Griffabschnitts 28 ist derart geöffnet, daß der Riegel 14 in der Tasche 81 zu dem Nocken 12 hin- und von dem Nocken 12 weggleiten kann (nämlich in einer Richtung, die allgemein radial zur Achse X-X verläuft).

Ein inneres Ende 80a des Riegels 14 ist mit einem hervorragenden Stift 82 ausgebildet. Der entfernte Endabschnitt 44 des Nockens 12 ist mit einer Bohrung 84 ausgebildet, die sich durch denselben erstreckt und zur Aufnahme des Stiftes 82 bemessen ist. Die Bohrung 84 ist zur Aufnahme des Stiftes 82 angeordnet, wenn der Nocken 12 und der Stift 16 sich in der Verriegelungsstellung befinden. Ferner verbindet eine Bohrung 85 (Fig. 8) im Griff 10 die Tasche 81 der Kammer 32b verringerten Durchmessers. Die Bohrung 85 ist auf die Bohrung 84 ausgerichtet, wenn der Nocken 12 sich in der Verriegelungsstellung befindet.

Wenn der Nocken 12 und der Stift 16 sich in der Verriegelungsstellung befinden, kann der Verschlußriegel 14 in Richtung des Nockens 12 mittels des Stiftes 82, der in der Bohrung 84 aufgenommen wird, bewegt werden. Wenn der Stift 82 in dieser Weise aufgenommen ist, verhindert er ein weitere Drehung des Nockens 12 um seine Achse X-X. Daher hindert der Verschlußriegel 14, wenn der Stift 82 in der Bohrung 84 aufgenommmen ist, den Verriegelungsstift 16 an einer Bewegung aus der Verriegelungsstellung, weil der Stift 82 einen Benutzer daran hindert, ein Werkzeug in den Schlitz 52 einzuführen und den Nocken 12 zu drehen.

Ein äußeres Ende 80b des Verschlußriegels 14 ist mit einem Schlitz 88 versehen, der sich durch den Verschlußriegel 14 erstreckt. Ferner ist das Gehäuse 10 auf einander gegenüberliegenden Seiten des Griffabschnitts 28 mit ausgerichteten Löchern 90 versehen, wobei die Löcher 90 auf den Schlitz 88 ausgerichtet sind, wenn der Verschlußriegel 14 derart angeordnet ist, daß der Stift 82 in der Bohrung 84 aufgenommen ist. Es folgt, daß jegliche geeignete Verriegelungseinrichtung (wie etwa ein Vorhängeschloss oder der gleichen) durch die Löcher 90 und den Schlitz 88 geführt werden kann, um den Verschlußriegel 14 in einer Verriegelungsstellung zu blockieren, wodurch der Nocken 12 an einer Drehung gehindert wird und den Verriegelungsstift 16 in einer Verriegelungsposition zurückhält.

Der Verschlußriegel 14 ist mit einer Druckfeder 24 versehen, die den Stift 82 aus der Bohrung 84 treibt. Die Druckfeder 24 ist in einer Ausnehmung 94 (Fig. 22) aufgenommen, die im Verschlußriegel 14 ausgebildet ist. Ein Ende der Feder 24 wirkt gegen das Material des Verschlußriegels 14 und ein gegenüberliegendes Ende der Feder 24 wirkt gegen das Material einer Trennwand 95 (Fig. 8) zwischen der Tasche 81 und der Kammer 32. Die Feder 24 ist ausgerichtet, um den Verschlußriegel 14 radial von dem Nocken 12 wegzutreiben.

Eine Gewindestellschraube 18 ist zur Führung durch eine Gewindebohrung 19, die im Gehäuse 10 ausgebildet ist, vorgesehen. Die Stellschraube 18 wird in der Führungsrille 50 des Nockens 12 aufgenommen. Die Stellschraube 18 hindert dementsprechend den Nocken 12 an einer axialen Bewegung innerhalb des tonnenförmigen Abschnitts 26 des Gehäuses 10.

Der Haltestift 20 ist in ein Loch 21 (Fig. 7) im Griffabschnitt 28 press-eingepasst und wird von einer sich länglich erstreckenden Rille 23 (Fig. 22), die in dem Verschlußriegel 14 ausgebildet ist, aufgenommen. Der Stift 20 liegt einer Fläche 25 in der Rille 23 gegenüber, um den Verschlußriegel 14 an einer Bewegung aus dem offenen Ende 28a des Griffabschnitts 28 über die in Fig. 3 gezeigte Position hinaus zu hindern.

Anhand der vorgenommenem Beschreibung wird man bemerken, das der verriegelbare Griff 100 der vorliegenden Erfindung an einer Tür fixiert und mittels Befestigungsmitteln 30 an einem Klinkenmechanismus einer Tür befestigt werden kann. Eine Drehung des Griffes 100 um die Achse X-X wird dem Klinkenmechanismus zu einer derartigen Bewegung treiben, daß ein Öffnen der Tür möglich ist.

Stift 16 ist gewöhnlicherweise in eine Verriegelungsstellung derartig vorgespannt, daß der Griff 100 nicht um die Achse X-X drehbar ist, sofern nicht ein Benutzer ein Werkzeug in den Schlitz 52 einführt und den Nocken 12 zu einer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn treibt, um so den Stift 16 zurückzuziehen.

Wenn sich der Stift in der Verriegelungsstellung befindet, kann der Verschlußriegel 14 gegen die Vorspannung der Kompressionsfeder 24 bewegt werden, um das Stiftende 82 in die Bohrung 84 einzuführen und dadurch eine Drehung des Nockens 12 zu verhindern. Der Verschlußriegel 14 kann in dieser Position mittels eines Vorhängeschlosses oder einer anderen geeigneten Verriegelungseinrichtung, die durch die ausgerichteten Löcher 90 und den Schlitz 88 geführt ist, festgestellt werden. Derart blockiert, verhindert der verriegelbare Griff 100 unbefugten Zutritt zum Schrank oder dergleichen.

Die vorstehende Beschreibung erläutert einen verriegelbaren Griff, der einfach zu gebrauchen, einfach herzustellen und robust und haltbar ist. Nachdem somit gezeigt ist, wie die Ziele der Erfindung auf eine bevorzugte Weise erreicht wurden, wird man verstehen, daß ein Fachmann ohne weiteres auf Änderungen und Äquivalente der offenbarten Ideen kommen wird. Dementsprechend ist beabsichtigt, daß sich der Schutzumfang der anliegenden Ansprüche auf solche Modifikationen und Äquivalente erstreckt.


Anspruch[de]

1. Verriegelbarer Griff (100) für eine Zugangstür, mit einem Gehäuse (10), das eine Axialrichtung und einen radial angeformten Handgriff (28) aufweist, in dem ein länglicher Hohlraum (81) geformt ist;

einem Verriegelungsstift (16), der im Gehäuse (10) gelagert und im wesentlichen quer zu der Axialrichtung zwischen einer Stift-Verriegelungsstellung und einer Stift- Freigabestellung beweglich ist, wobei der Stift (16) ein Verriegelungsende aufweist, das in der Stift-Verriegelungsstellung über das Gehäuse (10) hinaus nach außen ragt, und in der Stift-Freigabestellung zum Gehäuse (10) hin zurückgezogen ist;

einem Nocken (12), der an dem Gehäuse (10) befestigt und zwischen einer Nocken-Verriegelungsstellung und einer Nocken-Freigabestellung beweglich ist und der mit dem Verriegelungsstift (16) in Berührung steht, damit der Nocken (12) den Verriegelungsstift (16) dazu bringt, daß er zwischen die Stift-Verriegelungsstellung und die Stift-Freigabestellung rückt, wenn der Nocken (12) zwischen die Nocken- Verriegelungsstellung und die Nocken-Freigabestellung bewegt wird; und

einem Verschlußriegel (14), der an dem Gehäuse (10) befestigt ist und zwischen einer Riegel-Verschlußstellung, in welcher der Verschlußriegel (14) mit dem Nocken (12) im Eingriff steht, und einer Riegel-Freigabestellung beweglich ist, in welcher der Verschlußriegel (14) von dem Nocken (12) abgelöst ist, wobei der Verschlußriegel (14) die Bewegung des Nockens (12) aus der Nocken-Verriegelungsstellung durch Eingriff mit dem Nocken (12) einschränkt, wenn sich der Verschlußriegel (14) in der Riegel-Verschlußstellung befindet;

dadurch gekennzeichnet,

daß der Nocken (12)zwischen der Verriegelungs- und der Freigabestellung beweglich ist, indem ein Schlüssel oder ein Werkzeug in eine axiale Auffläche (54) des Nockens (12) eingesetzt wird,

daß der Handgriffabschnitt (28) quer ausgerichtete Löcher (90) aufweist, daß der Verschlußriegel (14) eine Ausnehmung (94) zur Aufnahme einer Druckfeder (24) beinhaltet, die den Verschlußriegel (14) von dem Nocken (12) wegtreibt, und daß der Verschlußriegel (14) ferner beinhaltet:

eine länglich ausgebildete Nut (23) zur Aufnahme eines Haltestiftes (20), der an dem Gehäuse (10) befestigt ist, um den Verschlußriegel (14) daran zu hindern, sich aus einem offenen Ende des länglichen Hohlraums (81) herauszubewegen, und einen Schlitz (88), der auf die ausgerichteten Löcher (90) einstellbar ist, die in dem Handgriff (28) ausgebildet sind, wenn sich der Verschlußriegel (14) in der Riegel- Verschlußstellung befindet.

2. Verriegelbarer Griff (100) nach Anspruch 1 mit ersten Vorspannungsmitteln (22) zum Vorspannen des Nockens (12) in die Nockenverschlußstellung.

3. Verriegelbarer Griff (100) nach Anspruch 1, wobei:

der Nocken (12) eine Bohrung (84) aufweist und der Verschlußriegel (14) in dem länglichen Hohlraum (81) verschiebbar aufgenommen wird;

und der Verschlußriegel (14) mit einem vorstehenden Stift (82) versehen ist, der hiervon vorsteht und in die Bohrung (84) des Nockens (12) in der Riegelverschlußstellung und in der Nockenverschlußstellung hineinragt, wodurch die Bewegung des Nockens (12) eingeschränkt wird, wobei der vorstehende Stift (82) aus der Bohrung (84) des Nockens (12) in der Riegelfreigabestellung zurückgezogen wird.

4. Verriegelbarer Griff (100) nach Anspruch 3, wobei der Nocken (12) in das Gehäuse (10) um eine Drehachse drehbar eingesetzt ist, eine Nockenwelle (48) an einem axialen Ende des Nockens (12) befestigt und an dieses in eine Richtung angeformt ist, die im wesentlichen parallel und beabstandet zu der Drehachse verläuft, einen Schlitz (56), der in dem Verriegelungsstift (16) ausgebildet und zur Aufnahme der Nockenwelle (48) so bemessen ist, daß der Nocken (12) den Stift (16) zu einer geradlinigen Bewegung in Antwort auf eine Drehbewegung des Nockens (12) um die Drehachse treibt.







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