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Dokumentenidentifikation DE19712158C2 08.06.2000
Titel Schmiervorrichtung zum Schmieren der Profilrohre einer Teleskopwelle
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Kretschmar, Horst, Dipl.-Ing., 51145 Köln, DE;
Langen, Hans Jürgen, Dr.-Ing., 50226 Frechen, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 22.03.1997
DE-Aktenzeichen 19712158
Offenlegungstag 01.10.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2000
IPC-Hauptklasse F16C 3/03
IPC-Nebenklasse F16C 1/24   F16N 11/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schmiervorrichtung zum Schmieren mindestens eines Gleitflächenabschnittes einer Teleskopwelle mit zwei ineinander gesteckten, zur Drehmomentübertragung dienenden und zueinander entlang einer Längsachse verstellbaren Profilrohren, nämlich einem äußeren Profilrohr und einem darin einsitzenden inneren Profilrohr, und mit einem dem inneren Profilrohr zugeordneten Schmierelement zur Weiterleitung von Schmiermittel an den zu schmierenden Gleitflächenabschnitt sowie eine Teleskopwelle mit einer solchen Schmiervorrichtung.

Eine solche Schmiervorrichtung ist in der DE 42 37 176 C1 beschrieben. Die Schmiervorrichtung umfaßt ein erstes Formstück, das in das der Gelenkgabel einer Kreuzgelenkwelle entfernte Ende eines inneren Profilrohres eingesetzt ist. Die beiden Enden des im wesentlichen sich quer zur Längsachse des Profilrohres erstreckenden Formstückes sitzen dabei in radial verlaufenden Bohrungen des inneren Profilrohres ein. Das erste Formstück weist eine Durchgangsbohrung auf, die zu diesen Bohrungen offen ist. Diese Bohrungen im inneren Profilrohr liegen den tragenden Flächenabschnitten des äußeren Profilrohres gegenüber, so daß die aufeinander gleitenden und an der Drehmomentübertragung beteiligten Tragflächenabschnitte von innerem und äußerem Profilrohr mit Schmiermittel von Zeit zu Zeit beim Abschmieren versorgt werden. Dies erfolgt mit Hilfe eines zweiten Profilstückes, das in das gabelseitige Ende des inneren Profilrohres eingesetzt ist, und dem zugeordneten Schmiernippel sowie einen beide verbindenden Schlauch. Das Abschmieren erfolgt periodisch durch den Benutzer. Von Nachteil ist hierbei jedoch, daß das Nachschmieren vergessen werden kann bzw. dann, wenn ein Abschmieren erfolgt, Schmiermittel in einer größeren Menge zugeführt wird, als dies für den jeweiligen Zustand erforderlich wäre.

In der DE-PS 918 007 ist eine Umlaufschmierung für eine Gelenkwelle für Kraftfahrzeuge beschrieben, wobei ein Füllraum und ein Pufferraum vorgesehen sind, welche durch ein Rückschlagventil miteinander verbunden sind, so daß während des Betriebes Öl aus dem Füllraum über die Keilverzahnung in den Pufferraum und dann wieder durch das Rückschlagventil in den Füllraum gelangen kann. Diese Bewegung soll durch die üblicherweise schräge Einbaulage der Gelenkwelle im Kraftfahrzeug begünstigt werden.

In der DE-GM 19 92 804 ist eine selbsttätige Schmiervorrichtung für Gelenkwellen beschrieben, wobei zwischen dem Ende eines in einer verzahnten Hülse mit einer Verzahnung einsitzenden Profilzapfens und einem in der Hülse einsitzenden Deckel ein Schmiermittelvolumen bevorratet ist, das durch einen in der Schiebehülse befindlichen Schmiernippel mit Schmiermittel aufgefüllt werden kann. Von der zu diesen Raum hinweisenden Stirnfläche des Schiebezapfens geht eine auf dessen Längsachse zentrierte Bohrung aus, die mit davon radial verlaufenden Bohrungen kommuniziert, die in der Außenfläche des Schiebezapfens enden. Bei der auftretenden Pumpbewegung, d. h. bei Verkleinerung des das Schmiermittel aufnehmenden Raumes, gelangt Schmiermittel über die Bohrungen in den Bereich zwischen den Verzahnungen von Schiebehülse und Schiebezapfen zu deren Schmierung.

Von Nachteil bei den Ausführungsformen, bei denen Schmiermittel durch Verkleinerung eines Schmiermittelvorratsraumes zwischen den an der Verschiebung teilnehmenden Partnern, nämlich dem Schiebezapfen und der Schiebehülse, erfolgt, ist, daß die Pumpbewegung einen erhöhten Druck aufbaut, der zu einer höheren Belastung der Lagerung der Gelenke führt. Solche Schmiervorrichtungen sind für den Einsatz bei Gelenkwellen, die bei Landmaschinen Verwendung finden, nicht geeignet. Bei solchen Maschinen ergeben sich hohe Stillstandszeiten wegen der nur saisonalen Benutzung der Geräte. Darüber hinaus sind größere Spiele zwischen den Schiebeprofilen vorgesehen, als dies bei Gelenkwellen der Fall ist, wie sie beispielsweise zum Antrieb von Kraftfahrzeugen dienen oder im Maschinenbau verwendet werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schmiervorrichtung für eine Teleskopwelle mit zwei ineinander gesteckten und zueinander entlang einer Längsachse verstellbaren Profilrohren zu schaffen, die eine Schmierung über einen langen Zeitraum gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Schmierelement ein Gehäuse und mindestens ein Schmierventil umfaßt, daß das Schmierventil einen zum Gleitflächenabschnitt des äußeren Profilrohres in Anlage bringbaren Stößel, welcher aus dem Gehäuse durch eine Ventilbohrung herausgeführt ist, einen dem Stößel zugehörigen Ventilkörper, der in dichtender Anlage zu einem Sitz des Gehäuses bringbar ist, und einen Leitkanal, durch den das Schmiermittel zum Gleitflächenabschnitt führbar ist, sowie eine den Ventilkörper beaufschlagende Feder aufweist, daß ein Reservoir, das das Schmierelement mit Schmiermittel versorgt, vorgesehen ist und daß das Reservoir und das Schmierelement vom inneren Profilrohr separiert sind.

Von Vorteil bei dieser Ausbildung ist, daß das Nachschmieren der Teleskopwelle mit zwei Profilrohren, die üblicherweise für den Antrieb von landwirtschaftlichen Geräten oder Arbeitsmaschinen verwendet wird, erst dann aktiviert wird, wenn die Profilrohre ineinandergesteckt werden, also eine Montage erfolgt. Solange diese Bauteile nicht ineinandergesteckt sind, kann auch kein Schmiermittel austreten.

In Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, den Leitkanal durch mindestens eine in dem Stößel angebrachte Nut oder alternativ durch einen zwischen der Außenfläche des Stößels und der Wandung der Ventilbohrung befindlichen Spalt darzustellen.

Bei der letzteren Ausführungsform ist von Vorteil, daß erst durch die Bewegung des inneren Profiles zum äußeren Profil in Verschieberichtung und ggf. zusätzlich in Umfangsrichtung im Spielbereich eine Relativbewegung zwischen der Bohrung und dem Stößel eintritt, die einen Pumpeffekt entstehen läßt, der geringe Mengen Fett austreten läßt.

Für eine Ausführungsform, bei der der Leitkanal durch eine Nut dargestellt ist, kann vorzugsweise eine Gestaltung derart getroffen werden, daß das Umfangsspiel zwischen dem inneren und äußeren Profilrohr genutzt wird, das Ventil zu öffnen, d. h. den Ventilkörper von seinem Sitz abzuheben.

Zur weiteren Konkretisierung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Reservoir in Form eines dem Gehäuse zugehörigen Gehäuseabschnittes dargestellt ist, welcher einen zum Innenraum des Gehäuses offenen Vorratsraum aufweist, welchem ein durch, ein Beaufschlagungsmittel beaufschlagter Kolben zugeordnet ist, die zusammen das im Vorratsraum befindliche Schmiermittel druckbeaufschlagen.

Dabei wird die Kraft des Beaufschlagungsmittels für den Kolben derart ausgelegt, daß für eine Ausführungsform, bei der zwischen der Außenfläche des Stößels und der Wandung der ihn aufnehmenden Ventilbohrung ein Spiel vorhanden ist, diese nicht ausreicht, Fett auszupressen, obwohl das Ventil an sich aufgrund des Einschiebens des inneren Profilrohres mit der Schmiervorrichtung in das äußere Profilrohr geöffnet ist. Im Falle der Nutzung des Umfangspiels zwischen den beiden Profilen zur Öffnung des Ventils kann die von dem Beaufschlagungsmittel erzeugte Kraft auf den Kolben so bemessen sein, daß immer dann, wenn Drehmoment anliegt, auch eine gewisse Menge an Schmiermittel austreten kann. Vorzugsweise ist das Beaufschlagungsmittel als Druckfeder gestaltet. Des weiteren ist vorgeschlagen, zur Füllung des Vorratsraumes mit Schmiermittel ein Füllventil vorzusehen. Alternativ ist vorgeschlagen, das Reservoir in Form einer vom Gehäuse getrennten Kartusche darzustellen. Gehäuse und Kartusche sind mit Anschlußmitteln zur Verbindung versehen. Die Kartusche ist also austauschbar.

Die Erfindung betrifft ferner eine Teleskopwelle mit einer Schmiervorrichtung nach der Erfindung, wobei der Stößel des Ventiles durch einen Durchbruch des inneren Profilrohres hindurchgeführt ist und über die Außenfläche des inneren Profilrohres auf die Innenfläche des äußeren Profilrohres vorsteht. In Ausgestaltung dieser Lösung ist für eine Teleskopwelle, bei der das innere Profilrohr und das äußere Profilrohr Profilabschnitte aufweisen, die zur Drehmomentübertragung für jede Drehrichtung separat aktive Gleitflächenabschnitte besitzen, vorgesehen, je Drehrichtung ein Ventil anzuordnen und den Überstand des Stößels über die Außenfläche so zu bemessen, daß er eine Größe annimmt, die zwischen größer Null und gleich bzw. kleiner der Hälfte der aus dem Drehspiel zwischen den beiden Profilrohren resultierenden Verstellung ist, wobei dieses Maß auch dem Öffnungsweg des Stößels bzw. Ventilkörpers entspricht.

Zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung und deren Verwendung bei einer Gelenkwelle für den Antrieb von bzw. für Antriebe in landwirtschaftlichen Geräten und Arbeitsmaschinen sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine landwirtschaftliche Gelenkwelle mit einer Schmiervorrichtung nach der Erfindung,

Fig. 2 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schmiervorrichtung und ihre Zuordnung einer ersten Ausführung einer Teleskopwelle mit Profilrohren im Längsschnitt,

Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 2,

Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Fig. 2, mit einer Schmiervorrichtung, bei der das Reservoir in Form einer Kartusche vorgesehen ist und eine Teleskopwelle vorgesehen ist, deren Profilrohre eingezogene Profilabschnitte mit zwei Flanken für die Drehmomentübertragung aufweisen, und je Flanke ein Ventil vorgesehen ist, und

Fig. 5 einen Querschnitt gemäß Schnittlinie V-V von Fig. 4.

Aus Fig. 1 ist eine Gelenkwelle ersichtlich, wie sie für den Antrieb von landwirtschaftlichen Geräten, beispielsweise zwischen der Zapfwelle eines Traktors und der Eingangswelle eines Gerätes angeordnet ist. Die Gelenkwelle umfaßt zwei Gelenke, nämlich die beiden Gelenke 1, 1'. Deren erste Gelenkgabeln 2, 2' dienen zum Anschluß an eine treibende bzw. anzutreibende Welle. Mit diesen ist jeweils eine zweite Gelenkgabel 3, 3' durch ein Zapfenkreuz 4, 4' gelenkig verbunden, so daß die Gelenkgabeln 2, 3; 2', 3' räumliche Abwinklungen zueinander ausführen können. Die beiden Gelenke 1, 1' sind durch eine Teleskopwelle 5 miteinander verbunden, welche ein äußeres Profilrohr 6 und ein inneres Profilrohr 7 umfaßt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das äußere Profilrohr 6 mit der zweiten Gelenkgabel 3' des Gelenkes 1' fest verbunden. Das innere Profilrohr 7 ist mit der zweiten Gelenkgabel 3 des Gelenkes 1 fest verbunden. Das innere Profilrohr 7 steckt in dem äußeren Profilrohr 6. Beide weisen im Querschnitt eine derartige Gestaltung auf, daß eine Drehmomentübertragung um die Längsachse 14 möglich ist, während sie in Richtung der Längsachse 14 ineinander verschiebbar sind, so daß eine Abstandsänderung zwischen den beiden Gelenken 1, 1' eintreten kann.

In der Fig. 1 ist die Gelenkwelle in der verkürzten Position dargestellt, d. h., daß die beiden Profilrohre 6, 7 weitestmöglich ineinander geschoben sind. Ferner weist die Gelenkwelle eine Schutzvorrichtung auf. Diese umfaßt ein auf der Gelenkgabel 3' des Gelenkes 1' durch das Lager 11' drehbar gelagertes äußeres Schutzrohr 8 und einen Schutztrichter 10', der das Gelenk 1' zumindest teilweise überdeckt. In das äußere Schutzrohr 8 ist ein inneres Schutzrohr 9 eingesteckt, welches über eine Lagerung 11 auf der Gelenkgabel 3 des Gelenkes 1 gelagert ist und ferner mit einem Schutztrichter 10 versehen ist, welcher das Gelenk 1 zumindest teilweise überdeckt. Diese Schutzvorrichtung ist mittels eines Haltemittels 12 in Form einer Kette an einem ortsfesten Teil eines Gerätes festlegbar, so daß sich dann, wenn die Gelenke 1, 1' mit der aus den beiden Profilrohren 6, 7 gebildeten Teleskopwelle 5 rotieren, die zur Schutzvorrichtung gehörenen Bauteile stillstehen. Hierdurch ist ein Berührungsschutz gegeben. Dies bedeutet, daß eine Bedienungsperson nicht an die rotierenden Bauteile gelangen kann.

Ferner ist angedeutet, daß von dem freien Ende des inneren Profilrohres 7 eine Schmiervorrichtung 13 in den Hohlraum 18 des inneren Profiles 7 eingeschoben ist und zu dessen Ende hin, d. h. an dem zum Gelenk 1' weisenden Ende hin angeordnet ist. Das äußere Profilrohr 6 und das innere Profilrohr 7 können zur Drehmomentübertragung entweder beispielsweise als sogenannte Zweirippenrohre gestaltet sein, bei dem zwei diametral angeordnete Ausformungen in Form von Rippen vorhanden sind, die ineinandergreifen, so daß Drehmoment zwischen beiden übertragen werden kann und eine Längsverschiebung der beiden zueinander entlang der Längsachse 14 möglich ist. Zur Drehmomentübertragung liegen die Flächenabschnitte im Bereich der Ausformungen aneinander. Dabei ist zwischen den Ausformungen von innerem Profilrohr 7 und äußerem Profilrohr 6 ein gewisses Funktionsspiel in Umfangsrichtung gegeben. Eine Ausführungsform der Schmiervorrichtung für solche als Zweirippenrohre gestaltete Profilrohre, mit nach außen gerichteten Ausformungen, ist anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert.

Alternativ ist auch eine Ausführungsform der beiden Profilrohre bekannt, bei der zwei Ausformungen, die diametral angeordnet sind, von der Außenfläche des ansonsten runden Rohres nach innen gerichtet sind und in Eingriff mit einer Nut sind, die ebenfalls durch eine nach innen gerichtete Einziehung im inneren Profilrohr gebildet ist. Bei einer solchen Ausführungsform ergeben sich definierte Flanken. Die für eine solche Gestaltung besonders geeignete Ausführungsform einer Schmiervorrichtung ist anhand der Fig. 4 und 5 erläutert.

Die Fig. 2 und 3 zeigen die Zuordnung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schmiervorrichtung 13 zu einer Teleskopwelle mit einem äußeren Profilrohr 6, daß zwei nach außen gerichtete Profilabschnitte 19 besitzt, mit welchen das innere Profilrohr 7 mit jeweils einem entsprechenden Profilabschnitt 20 in Eingriff ist. Hierdurch ist es möglich, daß zwischen beiden Profilrohren 6, 7 ein Drehmoment übertragen werden kann und das innere Profilrohr 7 zum äußeren Profilrohr 6 in Richtung der Längsachse 14 verstellbar ist. Die Schmiervorrichtung 13 ist in das Ende des inneren Profilrohres 7 eingesteckt. Das innere Profilrohr 7 weist im Bereich seiner Profilabschnitte 20 radial verlaufende Durchbrüche 39, 39' auf, die die Wandung des inneren Profilrohres 7 durchbrechen und den Hohlraum 18 des inneren Profilrohres 7, in welche die Schmiervorrichtung 13 eingesetzt ist, mit der Außenfläche des inneren Profilrohres 7 verbinden, so daß gegenüberliegend zu der Innenfläche des äußeren Profilrohres 6 im Bereich der Ausformungen 19 eine Öffnung gegeben ist, welche zur Zuführung von Schmiermittel aus der Schmiervorrichtung 13 heraus dient. Die auf der Außenfläche des inneren Profilrohres 7 gleitenden Flächenabschnitte 17, 17' werden im Betrieb geschmiert. Die Schmiervorrichtung 13 besteht aus einem Schmierelement 15 und einem Reservoir 16. Das Schmierelement 15 besitzt ein Gehäuse 25, in dem mit Abstand zueinander auf der Längsachse 14 versetzt zwei Ventilbohrungen 26, 26' quer zur Längsachse 14 angeordnet sind, wobei die eine Ventilbohrung 26 zum Flächenabschnitt 17' und die andere Ventilbohrung 26' zum Flächenabschnitt 17 ausgerichtet ist. Vom Innenraum 29 des Gehäuses 25 ausgehend sind in die beiden Ventilbohrungen 26, 26' jeweils ein Stößel 22, 22' eines Ventiles eingeführt. Diese tragen zum Innenraum 31 hin einen Ventilkörper 21, 21'. Die beiden Ventilkörper 21, 21' dichten jeweils gegenüber einer Sitzfläche 27, 27' ab. Sie werden zur Anlage an diese Sitzfläche 27, 27' jeweils durch eine Feder 23, 23' beaufschlagt, wobei jede Feder einerseits in einer Bohrung des Ventilkörpers 21, 21' einsitzt und andererseits auf einem Federhalter 24, 24' in Form eines Stiftes, der in die Wandung des Gehäuses 25 eingesetzt ist und aus dieser nach innen vorragt, geführt ist. Die Stößel 22, 22' ragen über die Außenfläche des Gehäuses 25 auf die Innenfläche des Profilabschnittes 19 des äußeren Profilrohres 6 vor. Der Außendurchmesser des Stößels 22, 22' ist geringer bemessen als der Durchmesser der Ventilbohrung 26, 26', so daß zwischen beiden ein Leitkanal 28, 28' gebildet ist, durch welchen Schmiermittel nach außen treten kann, wenn die Ventilkörper 21, 21' vom Sitz 27, 27' in Richtung auf den Innenraum 29 des Gehäuses 25 abgehoben sind, was der Fall ist, wenn das innere Profilrohr 7 mit der Schmiervorrichtung 13 in das äußere Profilrohr 6 eingeschoben ist. Um das Einschieben zu erleichtern, ist die Stirnfläche der beiden Stößel 22, 22' gerundet. Mit diesen Bereichen ragen sie durch die Durchbrüche 39, 39' im inneren Profilrohr 7 nach außen über dessen Außenfläche vor.

An das Gehäuse 25 des Schmierelementes 15 ist einstückig ein Gehäuseabschnitt 30 angeformt, dessen Bohrung 33 zylindrisch ausgebildet ist. Der Durchmesser der Bohrung 33 ist größer bemessen als der Durchlaß zwischen dem Vorratsraum 31 und dem Innenraum 29 des Schmierelementes 15, so daß die dadurch gebildete Stufe als Wegbegrenzung für einen Kolben 32 dient, der in der Bohrung 33 geführt ist und von einer Druckfeder 34 als Beaufschlagungsmittel in Richtung zu dem Innenraum 29 hin beaufschlagt ist. Die Druckfeder 34 stützt sich gegen ein Widerlager 35 in Form von beispielsweise eines oder mehrerer Stifte, die quer zur Längsachse 14 angeordnet sind, ab. An der dem Gehäuseabschnitt 30 entfernten Stirnfläche des Gehäuses 25 des Schmierelementes 15 ist ein Füllventil 36 angebracht. Dieses Füllventil 36 dient dazu, den Schmiermittelvorrat in dem Vorratsraum 31 aufzufüllen.

Die Fig. 4 und 5 zeigen eine zweite Ausführungsform einer Schmiervorrichtung 13' in Anwendung auf eine weitere Ausführungsform einer Teleskopwelle 5' mit dem äußeren Profilrohr 6' und dem inneren Profilrohr 7', welche Profilabschnitte 19', 20' besitzen, die in Form von nach innen auf die Längsachse 14' zu gerichtete Einziehungen dargestellt sind. Diese Einziehungen bilden seitlich Flanken, die je nach Drehrichtung bei Drehmomentübertragung zur Anlage zueinander kommen. Da je nach Drehrichtung jeweils nur ein Flankenpaar je Profilabschnitt 19', 20', von denen in Fig. 5 nur eines dargestellt ist, zur Anlage kommt, weist das Schmierelement 15' jeweils ein Ventil zur Schmierung eines Flankenpaares auf. Das Gehäuse 25' des Schmierelementes 15' ist der Innenkontur des inneren Profilrohres 7' angepaßt. Im Bereich zu den Flanken hin sind je Einziehung zwei Durchbrüche 39'', 39''' im inneren Profilrohr 7' vorgesehen. Durch diese Durchbrüche 39'', 39''' sind die Stößel 22'', 22''', die jeweils einen Ventilkörper 21'' bzw. 21''' tragen, hindurchgeführt. Die Stößel 22'', 22'' weisen zu den sie jeweils aufnehmenden Ventilbohrungen 26'', 26''' hin sich längs ihrer Stellachse erstreckende und bis zu den Ventilkörpern 21'', 21''' reichende Nuten als Leitkanäle 28'', 28''' auf. Die Stirnfläche der beiden Stößel 22'', 22''' ist dem Verlauf der Flanken des Profilabschnittes 20' des inneren Profilrohres 7' angepaßt. Die dadurch entstehende Abschrägung erfordert, daß die Stößel 22'', 22''' zusammen mit den Ventilkörpern 21'', 21''' undrehbar gehalten werden. Aus diesem Grunde ist im Bereich der Ventilbohrungen 26'', 26''' jeweils ein Vorsprung 42, 42' vorgesehen, der in eine ebenfalls parallel zur Stellachse der Stößel 22'', 22''' verlaufende Nut 41, 41' eingreift. Im Ruhezustand der Teleskopwelle 5', d. h. dann, wenn kein Drehmoment übertragen wird, ist ein Spiel zwischen den beiden Profilabschnitten 19', 20' von äußerem Profilrohr 6' und innerem Profilrohr 7' gegeben, das in Umfangsrichtung wirksam ist. In dieser Ruhestellung ragen die Stößel 22'', 22''' mit ihren Stirnflächen über die entsprechenden Flanken des Profilabschnittes 20' des inneren Profilrohres 7' in Richtung auf die gegenüberliegenden Flanken des Profilabschnittes 19' des äußeren Profilrohres 6' mit einem Überstand 40 vor, und die beiden Ventilkörper 21'', 21''' sitzen auf den Sitzflächen auf, so daß beide Ventile geschlossen sind und kein Schmiermittel aus dem Innenraum 29' des Gehäuses 25' des Schmierelementes der Schmiervorrichtung 13' nach außen dringen kann. Erfolgt eine Drehmomentbeaufschlagung in einer Drehrichtung, beispielsweise ausgehend von dem äußeren Profilrohr 6' auf das innere Profilrohr 7' im Uhrzeigersinn, so wird der Stößel 22''' beaufschlagt, bis die beiden Flanken der Profilabschnitte 19', 20' eng zur Anlage aneinander kommen. Dabei wird der Stößel 22''' um den Überstand 40 nach innen verstellt, und der Ventilkörper 21''' hebt vom Ventilsitz ab, so daß eine Verbindung zwischen dem Innenraum 29' über den Leitkanal 28''' nach außen in den Flächenabschnitt zwischen den beiden Profilabschnitten 19', 20' entsteht, durch die Schmiermittel aufgrund einer Druckbeaufschlagung nach außen gefördert werden kann. Das weitere Ventil der unbelasteten Flanken, dem der Stößel 22'' und der Ventilkörper 21'' zugehörig sind, bleibt geschlossen, so daß in diesem Bereich, der auch keiner reibenden Bewegung bei einer Längsverstellung der beiden Profilrohre 6', 7' entlang der Längsachse 14' unterliegt, keine Versorgung mit Schmiermittel erfolgt. Dies hat den Vorteil, daß nur dort gezielt Fett bzw. Schmiermittel austritt, wo eine Bewegung eintritt und eine Drehmomentübertragung erfolgt. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 und 5 ist das Reservoir 16' als separate Kartusche ausgebildet. Sie weist beispielsweise ein Außengewinde 38 auf, das mit einem Innengewinde 37 in einem Ansatz des Gehäuses 25' des Schmierelementes 15' dichtend aufgenommen ist. Beide Gewinde 37, 38 bilden zusammen die Anschlußmittel. Ist der Vorrat an Schmiermittel verbraucht, so kann die Kartusche ausgetauscht werden. Bezugszeichenliste 1, 1' Gelenk

2, 2' erste Gelenkgabel

3, 3' zweite Gelenkgabel

4, 4' Zapfenkreuz

5, 5' Teleskopwelle

6, 6' äußeres Profilrohr

7, 7' inneres Profilrohr

8 äußeres Schutzrohr

9 inneres Schutzrohr

10, 10' Schutztrichter

11, 11' Lager

12 Haltemittel

13, 13' Schmiervorrichtung

14, 14' Längsachse

15, 15' Schmierelement

16, 16' Reservoir

17, 17' Flächenabschnitt

18 Hohlraum des inneren Profilrohres

19, 19', 20, 20' Profilabschnitt

21, 21', 21'', 21''' Ventilkörper

22, 22', 22'', 22''' Stößel

23, 23' Feder

24, 24' Federhalter

25, 25' Gehäuse

26, 26', 26'', 26''' Ventilbohrung

27, 27' Sitz

28, 28', 28'', 28''' Leitkanal

29, 29' Innenraum des Schmierelementes

30 Gehäuseabschnitt

31 Vorratsraum

32 Kolben

33 Bohrung

34 Beaufschlagungsmittel/Druckfeder

35 Widerlager

36 Füllventil

37, 38 Anschlußmittel

39, 39', 39'', 39''' Durchbruch

40 Überstand

41', 41'' Nut

42, 42' Vorsprung


Anspruch[de]
  1. 1. Schmiervorrichtung (13, 13') zum Schmieren mindestens eines Gleitflächenabschnittes (17, 17') einer Teleskopwelle (5) mit zwei ineinander gesteckten, zur Drehmomentübertragung dienenden und zueinander entlang einer Längsachse (14, 14') verstellbaren Profilrohren (6, 6', 7, 7'), nämlich einem äußeren Profilrohr (6, 6') und einem darin einsitzenden inneren Profilrohr (7, 7'), und mit einem dem inneren Profilrohr (7, 7') zugeordneten Schmierelement (15, 15') zur Weiterleitung von Schmiermittel an den zu schmierenden Gleitflächenabschnitt (17, 17'), dadurch gekennzeichnet, daß das Schmierelement (15, 15') ein Gehäuse (25, 25') und mindestens ein Schmierventil umfaßt, daß das Schmierventil einen zum Gleitflächenabschnitt (17, 17') des äußeren Profilrohres (6, 6') in Anlage bringbaren Stößel (22, 22', 22'', 22'''), welcher aus dem Gehäuse (25, 25') durch eine Ventilbohrung (26, 26') herausgeführt ist, einen dem Stößel (22, 22', 22'', 22''') zugehörigen Ventilkörper (21, 21', 21'', 21'''), der in dichtender Anlage zu einem Sitz (27, 27') des Gehäuses (25, 25') bringbar ist und einen Leitkanal (28, 28', 28'', 28'''), durch den das Schmiermittel zum Gleitflächenabschnitt (17, 17') führbar ist, sowie eine den Ventilkörper (21, 21', 21'', 21''') beaufschlagende Feder (23, 23') aufweist, daß ein Reservoir (16, 16'), das das Schmierelement (15, 15') mit Schmiermittel versorgt, vorgesehen ist und daß das Reservoir (16, 16') und das Schmierelement (15, 15') vom inneren Profilrohr (7, 7') separiert sind.
  2. 2. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkanal (28, 28') durch einen zwischen der Außenfläche des Stößels (22, 22') und der Wandung der Ventilbohrung (26, 26') befindlichen Spalt dargestellt ist (Fig. 2 bis 4).
  3. 3. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkanal (28, 28', 28'', 28''') durch mindestens eine in dem Stößel (22', 22''') angebrachte Nut dargestellt ist (Fig. 5).
  4. 4. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reservoir (16) in Form eines dem Gehäuse (25, 25') zugehörigen Gehäuseabschnittes (30) dargestellt ist, welcher einen zum Innenraum (29) des Gehäuses (25, 25') offenen Vorratsraum (31) aufweist, welchem ein durch ein Beaufschlagungsmittel (34) beaufschlagter Kolben (32) zugeordnet ist, die zusammen das im Vorratsraum (31) befindliche Schmiermittel druckbeaufschlagen (Fig. 2 und 3).
  5. 5. Schmiervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Beaufschlagungsmittel (34) als Druckfeder gestaltet ist, welche den Kolben (32) beaufschlagt (Fig. 2 und 3).
  6. 6. Schmiervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Füllung des Vorratsraumes (31) mit Schmiermittel ein Füllventil (36) vorgesehen ist (Fig. 2).
  7. 7. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reservoir (16') in Form einer vom Gehäuse (25') getrennten Kartusche dargestellt ist, und daß das Gehäuse (25') und die Kartusche mit Anschlußmitteln (37, 38) zur Verbindung versehen sind (Fig. 4 und 5).
  8. 8. Teleskopwelle (5, 5'), insbesondere für Gelenkwellen zur Verwendung in Antrieben für bzw. zum Antrieb von landwirtschaftlichen Geräten und Arbeitsmaschinen, mit einem äußeren Profilrohr (6, 6') und einem darin entlang einer Längsachse (14) verstellbaren inneren Profilrohr (7, 7'), welche zur Drehmomentübertragung mit geformten Profilabschnitten (19, 20; 19', 20') versehen sind, die Gleitflächenabschnitte (17, 17') aufweisen, die bei Drehmomentübertragung zur Anlage kommen, mit einem Schmierelement (15, 15'), das in den Hohlraum (18) des inneren Profilrohres (7, 7') eingesetzt ist und über mindestens einen Durchbruch (39, 39', 39'', 39''') im inneren Profilrohr (7, 7'), welcher zur Innenfläche des äußeren Profilrohres (6, 6') offen ist, den Gleitflächenabschnitt (17, 17') mit Schmiermittel versorgt, gekennzeichnet durch eine Schmiervorrichtung (13, 13') nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stößel (22, 22', 22'', 22''') des Ventiles durch den Durchbruch (39, 39', 39'', 39''') des inneren Profilrohres (7, 7') hindurchgeführt ist und zumindest im unbelasteten Zustand der Profilrohre (6, 6', 7, 7') über die Außenfläche des inneren Profilrohres (7, 7') auf die Innenfläche des äußeren Profilrohres (6, 6') vorsteht.
  9. 9. Teleskopwelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Profilrohr (7') und das äußere Profilrohr (6') Profilabschnitte (19', 20') aufweisen, die je nach Drehrichtung separate Gleitflächenabschnitte zur Drehmomentübertragung besitzen, und daß je Drehrichtung und Profilabschnitt ein Ventil vorgesehen ist und der Überstand (40) der Stößel (22'', 22''') über die Außenfläche so bemessen ist, daß er eine Größe annimmt, die zwischen größer Null und gleich bzw. kleiner der Hälfte der aus dem Drehspiel zwischen den beiden Profilrohren (6', 7') resultierenden Verstellung ist, und dieses Maß auch dem Öffnungsweg des Stößels (22'', 22''') bzw. Ventilkörpers (21'', 21''') entspricht (Fig. 4 und 5).






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