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Dokumentenidentifikation DE19854589A1 08.06.2000
Titel Betätigungsvorrichtung für eine Beschlagsvorrichtung eines Fensters einer Tür o. dgl.
Anmelder ROTO FRANK AG, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE
Erfinder Müllerbader, Siegfried, 70794 Filderstadt, DE
Vertreter Gleiss & Große, Patentanwaltskanzlei, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 26.11.1998
DE-Aktenzeichen 19854589
Offenlegungstag 08.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2000
IPC-Hauptklasse E05B 3/08
IPC-Nebenklasse E05C 9/00   E05B 53/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung für eine Beschlagsvorrichtung eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, mit einem eine erste Mehrkantausnehmung aufweisenden Betätigungselement, das mit dem einen Ende einer Betätigungswelle in Drehmitnahme steht, wobei das andere Ende der Betätigungswelle mit einer zweiten Mehrkantausnehmung an der Beschlagsvorrichtung zusammenwirkt, und wobei die Betätigungswelle an ihren beiden Enden einen Mehrkant aufweist, die sich dadurch auszeichnet, daß mindestens in eine der Mehrkantausnehmungen (20, 32), vorzugsweise in beide Mehrkantausnehmungen (20, 32), ein beziehungsweise jeweils ein Zwischenelement (26) drehfest eingesteckt ist, das gegenüber der beziehungsweise den Mehrkantausnehmungen (20, 32) eine in den Abmessungen größere Mehrkantaufnahme (25) aufweist, in die das entsprechende Ende (23, 24) der Betätigungswelle (22) drehfest eingesteckt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung für eine Beschlagsvorrichtung eines Fensters, einer Tür oder dergleichen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der EP 06 77 631 B1 ist eine derartige Betätigungsvorrichtung bekannt. Diese weist ein Betätigungselement auf, das als Handhabe beziehungsweise Betätigungsgriff ausgebildet ist und das zur Betätigung der Beschlagsvorrichtung dient. Die bekannte Beschlagsvorrichtung umfaßt ein Verschlußgetriebe, an das ein Treibstangensatz angekoppelt sein kann. Um eine Drehmomentübertragung von dem Betätigungselement zur Beschlagsvorrichtung zu ermöglichen, weist das Betätigungselement eine erste Mehrkantausnehmung auf, die mit dem einen Ende einer Betätigungswelle in Drehmitnahme steht. Das andere Ende der Betätigungswelle wirkt mit einer zweiten Mehrkantausnehmung an der Beschlagsvorrichtung zusammen. Die zweite Mehrkantausnehmung kann also am Getriebe ausgebildet sein. Die Enden der Betätigungswelle weisen einen Mehrkant auf. Somit kann über das Betätigungselement und die Betätigungswelle ein Drehmoment in die Beschlagsvorrichtung eingeleitet werden, damit das Fenster, die Tür oder dergleichen ver- beziehungsweise entriegelt werden kann. Das heißt, die Beschlagsvorrichtung kann beispielsweise in eine Verriegelungsstellung verbracht werden, die einer Schließstellung des Fensters zugeordnet ist. Außerdem kann die Beschlagsvorrichtung in eine Entriegelungsposition gebracht werden, die der Dreh- Öffnungsstellung des Fensters zugeordnet ist. Überdies kann die Beschlagsvorrichtung eine Teilentriegelungsstellung einnehmen, die einer Kipp-Öffnungsstellung des Fensters zugeordnet ist.

Nachteilig bei den bekannten Betätigungsvorrichtungen für eine Beschlagsvorrichtung ist, daß zwischen den Mehrkantausnehmungen und der Betätigungswelle ein großes Spiel vorliegt, so daß - wenn hohe Drehmomente übertragen werden sollen - eine Beschädigung der Mehrkantausnehmungen beziehungsweise der Betätigungswelle nicht ganz auszuschließen ist. Ferner ermöglicht ein zu großes Spiel keine exakte Bedienung, da die Griffstellung nicht der Beschlagsstellung entspricht.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Betätigungsvorrichtung für eine Beschlagsvorrichtung eines Fensters, einer Tür oder dergleichen anzugeben, die diesen Nachteil nicht aufweist.

Diese Aufgabe wird mit einer Betätigungsvorrichtung für eine Beschlagsvorrichtung eines Fensters, einer Tür oder dergleichen gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist. Die anspruchsgemäße Betätigungsvorrichtung weist ein Betätigungselement auf, welches eine erste Mehrkantausnehmung besitzt, die mit dem einen Ende einer Betätigungswelle in Drehmitnahme steht. Das andere Ende der Betätigungswelle wirkt mit einer zweiten Mehrkantausnehmung an der Beschlagsvorrichtung zusammen. Außerdem weist die Betätigungswelle an ihren beiden Enden einen Mehrkant auf, der in die Mehrkantausnehmungen eingreift. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß mindestens in eine der Mehrkantausnehmungen, vorzugsweise in beide Mehrkantausnehmungen, ein beziehungsweise jeweils ein Zwischenelement drehfest eingesteckt ist, das gegenüber der beziehungsweise den Mehrkantausnehmungen eine in den Abmessungen größere Mehrkantaufnahme aufweist, in die das entsprechende Ende der Betätigungswelle drehfest eingesteckt ist.

Üblicherweise wird bei der Montage die Beschlagsvorrichtung am Flügelrahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen befestigt. Durch einen Durchbruch im Flügelrahmen wird dann die Betätigungswelle mit ihrem einen Ende in die zweite Merkantausnehmung eingesteckt. Anschließend wird das Betätigungselement an der Sichtfläche am Flügelrahmen angebracht. Dabei wird das andere Ende der Betätigungswelle mit dem Betätigungselement drehfest verbunden. Um ein Einstecken der Enden der Betätigungswelle in die Mehrkantausnehmungen zu ermöglichen, kann im Stand der Technik keine besonders enge Passung gewählt werden. Somit liegt zwischen einer Mehrkantausnehmung und dem entsprechenden Ende der Betätigungswelle ein relativ großes Spiel vor. Bein Übertragen höherer Drehmomente kann es deshalb leicht zu Verformungen beziehungsweise Beschädigungen des Betätigungswellenendes beziehungsweise der Mehrkantausnehmung kommen. Diesen Nachteil vermeidet die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung. Mit dem erfindungsgemäßen Zwischenelement, welches vor der Montage der Beschlagsvorrichtung am Flügelrahmen in die zweite Mehrkantausnehmung an der Beschlagsvorrichtung und/oder in der ersten Mehrkantausnehmung am Betätigungselement eingesteckt werden kann, kann in vorteilhafter Weise zwischen der/den Mehrkantausnehmung(en) und dem/den Zwischenelement(en) eine besonders enge Passung gewählt werden. Darüber hinaus wäre es denkbar, das/die Zwischenelement(e) in der/den Mehrkantausnehmung(en) beispielsweise mit einem Steckbolzen zu fixieren oder einen Klemmsitz vorzusehen. Nachdem das Zwischenelement beispielsweise an der Beschlagsvorrichtung angeordnet ist, kann die Beschlagsvorrichtung in den Flügelrahmen eingesetzt und fixiert werden. Somit liegt die am Zwischenelement vorgesehene größere Mehrkantaufnahme für die Aufnahme des Betätigungswellenendes bereit. Da die im Zwischenelement vorgesehene Mehrkantaufnahme größere Abmessungen als die Mehrkantausnehmungen aufweist, liegt im Verhältnis gesehen ein kleineres Spiel vor. Das heißt, da die Kantenlänge der Mehrkantaufnahme gegenüber der der Mehrkantausnehmung größer beziehungsweise länger ausgebildet ist, liegt ein kleineres Spiel zwischen der Betätigungswelle und der Mehrkantaufnahme vor. Damit können aber auch höhere Drehmomente übertragen werden, da die Verkantung zwischen dem Mehrkant der Betätigungswelle und der Mehrkantaufnahme relativ gering ausfällt, so daß auch die Flächenpressung zwischen diesen beiden Elementen relativ gering ist.

Da zwischen der Mehrkantaufnahme im Zwischenelement und dem Mehrkant der Betätigungswelle ein geringeres Spiel vorliegt, ist auch der sogenannte Totweg geringer, bis es zu einer Drehmomentübertragung von dem Betätigungselement zur Beschlagsvorrichtung kommt.

Mit der erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung wird also eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Betätigungselement, der Betätigungswelle und der Beschlagsvorrichtung bereitgestellt, die - gegenüber dem standardmäßig vorgesehen Vierkant mit einer Kantenlänge von 6 mm - ein kleineres Spiel aufweist, so daß auch ein größeres Drehmoment übertragbar ist. Beispielsweise kann die Kantenlänge der Mehrkantaufnahme im Zwischenstück 9 mm betragen. Selbstverständlich können auch größere Kantenlängen bereitgestellt werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Mehrkant beziehungsweise die Mehrkante als Pendellager-Kopfstück beziehungsweise Pendellager-Kopfstücke ausgebildet sind.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Mehrkantaufnahme am Zwischenstück beziehungsweise an den Zwischenstücken als Pendellager-Steckaufnahme beziehungsweise Pendellager- Steckaufnahmen ausgebildet sind. Diese Ausgestaltung wird bevorzugt bei zweiflügeligen Fenstern mit einem Mittelholm verwendet, wobei der die Beschlagsvorrichtung tragende Flügel einen Überschlag aufweist, der - bei geschlossenen Flügeln - den benachbarten Flügelrahmenschenkel des anderen Flügelrahmens teilweise überdeckt. Somit wird am die Beschlagsvorrichtung aufweisenden Flügelrahmen ein verbreiterter Flügelrahmenschenkel mit dem Überschlag bereitgestellt. Um eine optisch ansprechende Ausgestaltung zu erzielen, wird das Betätigungselement am Flügelrahmen an der Rauminnenseite mittig angebracht, wodurch die Drehachsen der Beschlagsvorrichtung und des Betätigungselements nicht mehr fluchten. Da die Mehrkante als Pendellager- Kopfstücke und die Mehrkantaufnahmen am Zwischenstück als Pendellager-Steckaufnahmen ausgebildet sind, kann die Betätigungswelle dennoch ein Drehmoment übertragen, da die Mehrkante der Betätigungswelle in den Mehrkantaufnahmen am Zwischenstück pendelnd verschwenkt werden können. Somit kann der Achsversatz zwischen Betätigungselement und Beschlagsvorrichtung problemlos mit der Betätigungswelle ausgeglichen werden.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Zwischenelement als Einstecknuß ausgebildet. Das Zwischenelement kann somit leicht in die Mehrkantausnehmung an der Beschlagsvorrichtung und/oder dem Betätigungselement eingesetzt werden. Wie vorstehend erwähnt, ist es jedoch auch möglich, das Zwischenelement mit dem Betätigungselement beziehungsweise der Beschlagsvorrichtung fest zu verbinden, so daß zwischen Betätigungselement beziehungsweise Beschlagsvorrichtung und dem Zwischenelement kein Spiel bei einer Drehmomentübertragung vorliegt.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß zwischen den beiden Pendellager-Kopfstücken die Betätigungswelle im Durchmesser beziehungsweise in ihrer Querschnittsgestalt kleiner ausgebildet ist als die Querschnittsgestalt im Bereich der Pendellager-Kopfstücke. Damit wird der Schwenkbereich der Betätigungswelle in der Mehrkantaufnahme des Zwischenstücks vergrößert, so daß auch große Achsversätze zwischen Betätigungselement und Beschlagsvorrichtung ausgleichbar sind.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Drehachse des Zwischenelements mit der Drehachse des Betätigungselements beziehungsweise der Beschlagsvorrichtung fluchtend zusammenfällt.

In bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Mehrkant am Ende der Betätigungswelle als Vierkant und die Mehrkantaufnahme am Zwischenelement als Vierkantaufnahme ausgebildet ist. Vierkante lassen sich besonders einfach fertigen, so daß deren Herstellung auch preisgünstig ist.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Betätigungselement als Handhabe beziehungsweise Betätigungsgriff ausgebildet, der an der Rauminnenseite des Flügelrahmens an diesem angeordnet ist. Alternativ kann anstelle der Handhabe auch ein Motor, insbesondere Elektromotor, vorgesehen sein, so daß eine automatische Betätigung der Beschlagsvorrichtung möglich ist.

Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Beschlagsvorrichtung im Teilschnitt,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Zwischenelements,

Fig. 3 eine Draufsicht auf das Zwischenelement der Fig. 2,

Fig. 4 eine Schnittansicht des Zwischenelements entlang der Linie IV-IV in Fig. 3,

Fig. 5 eine Betätigungswelle,

Fig. 6 eine Stirnansicht der Betätigungswelle der Fig. 5, und

Fig. 7 eine Schnittdarstellung der Betätigungswelle entlang der Linie VII-VII in Fig. 5.

In Fig. 1 ist ein Fenster 1 ausschnittweise dargestellt, das hier beispielsweise als zweiflügeliges Fenster ausgebildet ist, wobei von jedem Flügel 2 und 3 lediglich der Mittelholm 4 beziehungsweise 5 des Flügelrahmens 6 beziehungsweise 7 dargestellt ist. Jeder Flügelrahmen 6 und 7 nimmt eine Fensterscheibe 8 beziehungsweise 9 auf.

Die Mittelholme 4 und 5 sind in Fig. 1 im Querschnitt dargestellt. Es ist ersichtlich, daß der linke Flügelrahmen 7 an seiner Außenseite 10 einen Überschlag 11 aufweist. Anstelle des Überschlags 11 kann auch ein Rahmenholm vorgesehen sein, der sich von der Oberseite des hier nicht dargestellten Blendrahmens zur Unterseite im wesentlichen senkrecht erstreckt.

An der Raumseite 12 weist der rechte Flügelrahmen 6 einen Flügelüberschlag 13 auf, der - bei geschlossenem Fenster - beide Mittelholme 4 und 5 teilweise überdeckt. Der Flügelüberschlag 13 ist mit einem Befestigungselement 14 an rechten Flügelrahmen 6 angebracht.

Zum Ver- und Entriegeln des Fensters ist am rechten Flügelrahmen 6 eine Betätigungsvorrichtung 15 vorgesehen, die ein Betätigungselement 16 aufweist. Das Betätigungselement 16 ist hier rein beispielhaft als Handhabe beziehungsweise Betätigungsgriff 17 ausgebildet. Der Betätigungsgriff 17 ist mit einer Rosette 18 am Flügelüberschlag 13 befestigt. Der Betätigungsgriff 17 nimmt eine Antriebsachse 19 drehfest auf, die die Rosette 18 und den Flügelüberschlag 13 durchgreift. Am Ende der Antriebsachse 19 ist eine Mehrkantausnehmung 20 ausgebildet, die insbesondere als Vierkantausnehmung 21 realisiert ist. Die Mehrkantausnehmung 20 weist gegenüber einer Mehrkantstandardausnehmung größere Abmessungen auf. Beispielsweise kann die Kantenlänge der Mehrkantausnehmung 20 9 mm betragen. In der Mehrkantausnehmung 20 ist eine Betätigungswelle 22 drehfest mit ihrem einen Ende 23 eingesteckt. An ihrem anderen Ende 24 greift die Betätigungswelle 22 in eine Mehrkantaufnahme 25 eines Zwischenelements 26 ein. Die Mehrkantaufnahme 25 ist bevorzugt als Vierkantaufnahme 27 ausgebildet. Das Zwischenelement 26 weist einen Mehrkant 28 auf, der in eine Beschlagsvorrichtung 29 eingesteckt ist, wobei in bevorzugter Ausführungsform die Beschlagsvorrichtung 29 ein Verschlußgetriebe 30 aufweist. Im Ritzel 31 des Verschlußgetriebes 30 greift der Mehrkant 28 des Zwischenelements 26 ein. Der Mehrkant 28 ist bevorzugt als Vierkant realisiert.

Der Mehrkant 28 des Zwischenelements 26 greift in eine Mehrkantausnehmung 32 am Verschlußgetriebe 30 beziehungsweise an der Beschlagsvorrichtung 29 ein.

Die Kantenlänge der Mehrkantaufnahme 25 am Zwischenelement 26 ist größer beziehungsweise länger als die Kantenlänge der Mehrkantausnehmung 32. Damit eine Drehmomentübertragung vom Betätigungselement 16 zur Beschlagsvorrichtung 29 möglich ist, sind die Enden 23 und 24 der Betätigungswelle 22 jeweils als Mehrkant 33 beziehungsweise 34 ausgebildet, wobei insbesondere ein Vierkant 35 vorgesehen ist. Der Mehrkant 33 beziehungsweise 34 der Betätigungswelle 22 ist in seinen Abmessungen größer ausgebildet als der Mehrkant 28 des Zwischenelements 26.

Im Ausführungsbeispiel in Fig. 1 ist die Antriebsachse 19 mit der Mehrkantausnehmung 20 ausgestattet, die eine größere Kantenlänge als die Mehrkantausnehmung 32 des Ritzels 31 aufweist. Gemäß einem hier nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist es jedoch auch möglich, am Ende einer Antriebsachse 19 ein Zwischenelement 26 vorzusehen, so daß das Ende 35 der Betätigungswelle 22 in die Mehrkantaufnahme 25 eingreift. Die Mehrkantausnehmung 20 weist dann dieselben Anmessungen auf wie die Mehrkantausnehmung 32.

Die Mehrkante 33 und 34 der Betätigungswelle 22 sind als Pendellager-Kopfstücke 36 beziehungsweise 37 ausgebildet. Die Mehrkantaufnahme 25 am Zwischenelement 26 und die Mehrkantausnehmung 20 an der Antriebsachse 19 sind als Pendellager- Steckaufnahmen 38 beziehungsweise 39 realisiert. Somit kann eine Drehmomentübertragung vom Betätigungselement 16 zur Beschlagsvorrichtung 29 erfolgen, wenn die Drehachse D1 des Betätigungselements 16 und die Drehachse D2 der Beschlagsvorrichtung 29 nicht fluchten, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Die Drehachse D3 der Betätigungswelle 22 schließt somit einen Winkel mit der Drehachse D1 beziehungsweise D2 ein. Es ist ersichtlich, daß die Drehachse des Zwischenelements 26 mit der Drehachse D2 der Beschlagsvorrichtung 29 fluchtend zusammenfällt.

In Fig. 2 ist das Zwischenelement 26 perspektivisch dargestellt. Gleiche Teile, die bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben wurden, sind mit denselben Bezugszeichen versehen, so daß auf deren nochmalige Beschreibung verzichtet wird. Am Endbereich 40 des Mehrkants 28 ist eine vorzugsweise umlaufende Nut 41 vorgesehen, in die ein Sicherungsring einlegbar ist. Mit dem hier nicht dargestellten Sicherungsring ist eine sichere Verbindung mit der Mehrkantausnehmung 32 am Ritzel 31 sichergestellt. Selbstverständlich kann auch eine andere Sicherung verwendet werden. Beispielsweise kann zwischen dem Mehrkant 28 und der Mehrkantausnehmung 32 ein Klemmsitz realisiert sein. Beispielsweise kann der Mehrkant 28 auch mit einem Steckbolzen in der Mehrkantausnehmung 32 gesichert sein. Bevorzugt ist das Zwischenelement 26 jedoch als Einstecknuß 26' realisiert, die beispielsweise mit dem oben erwähnten Sicherungsring versehen sein kann.

In Fig. 2 ist dargestellt, daß die Mehrkantaufnahme 25 in ihrem Mündungsbereich 42 abgeschrägte Flächen 43 aufweist. Die so gebildeten Schrägen 44 weisen vorzugsweise eine Kontur auf, die Mantelteilflächen eines gedachten Kegels bilden, dessen Kegelspitze innerhalb der Mehrkantaufnahme 25 liegt. Jede Seitenwandung S der Mehrkantaufnahme 25 weist also - ausgehend vom Boden 45 - einen senkrecht liegenden Teil 45' und einen schräg nach außen verlaufenden Teil 45'' auf. Im Bereich des Bodens 45 können die Übergangskanten zu den Seitenwandungen S einen einen Radius R aufweisenden Übergang 46 (Fig. 4) aufweisen. Im übrigen sind gleiche Teile in den Fig. 2 bis 4 mit denselben Bezugszeichen versehen.

In Fig. 5 ist die Betätigungswelle 22 dargestellt. Gleiche Teile wie in Fig. 1 sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Es ist ersichtlich, daß die Betätigungswelle 22 zwischen ihren beiden Pendellager-Kopfstücken 36 und 37 im Durchmesser beziehungsweise in ihrer Querschnittsgestalt kleiner ausgebildet ist als die Querschnittsgestalt im Bereich der Pendellager-Kopfstücke 36, 37. Die Pendellager-Kopfstücke sind - wie vorstehend erwähnt - als Vierkant 35 realisiert, wobei die Pendellager- Kopfstücke drei Bereiche aufweisen, auf die im folgenden näher eingegangen wird. Ausgehend von einer Stirnseite 47 verläuft jedes Pendellager-Kopfstück mit Stirnflächen 48 (Fig. 6) nach Art eines Pyramidenstumpfs, wobei die Oberseite des Pyramidenstumpfs mit der Stirnseite 47 zusammenfällt.

An die Stirnflächen 48 schließt sich jeweils eine Fläche 50 an, wobei die Flächen 50 die Mantelflächen eines Quaders darstellen. Das heißt, die Flächen 50 liegen jeweils in einer Ebene, die im wesentlichen parallel zur Längserstreckung der Betätigungswelle 22 liegt. Jede Ebene schließt mit einer benachbarten Ebene einen rechten Winkel ein. An die Flächen 50 schließen sich wieder schräg verlaufende Stumpfflächen 51 an, die in ihrem weiteren Verlauf auf der Mantelfläche 52 der Betätigungswelle 22 enden. Ausgehend von der Stirnseite 47 erweitert sich also jedes Pendellager-Kopfstück 36 beziehungsweise 37 mit den Stirnflächen 48, um dann im Bereich der Flächen 50 einen konstanten Querschnitt aufzuweisen, um schließlich im Bereich der Stumpfflächen 51 im Querschnitt wieder abzunehmen. Die Stirnflächen 48 weisen vorzugsweise einen Winkel α zu einer gedachten Waagrechten auf, der etwa 25° betragen kann. Die Stumpfflächen 51 schließen vorzugsweise einen Winkel β mit einer Senkrechten ein, der etwa 25° betragen kann. An den Kantenübergängen zwischen einer Fläche 50 und den daran angrenzenden Stirn- und/oder Stumpfflächen 48, 51 kann eine Abrundung vorgesehen sein. Eine Abrundung kann auch an Berührungskanten zweier Flächen 50 vorgesehen sein.

Die Pendellager-Kopfstücke 36 und 37 sowie die Pendellager-Steckaufnahmen 38 und 39 sind also so aufeinander abgestimmt, daß ein größtmöglicher Schwenkbereich zwischen der Betätigungswelle 22 und den Zwischenelementen 26 vorliegt. Insbesondere sind die Pendellager-Kopfstücke 36 und 37 und die Pendellager-Steckaufnahmen 38 und 39 so aufeinander abgestimmt, daß bei keinem Schwenkwinkel innerhalb des Schwenkbereichs der Betätigungswelle 22 eine Hemmung der Schwenkbewegung eintritt, die durch aufeinandertreffende Kanten hervorgerufen werden würde.

In Fig. 5 ist die Betätigungswelle 22 aus drei Teilen gebildet, das heißt, die Pendellager-Kopfstücke 36 und 37 sind jeweils am Ende eines Wellenstücks 49 der Betätigungswelle 22 angeordnet. Selbstverständlich kann die Betätigungswelle 22 auch einstückig realisiert sein, insbesondere aus einem Vollmaterial geschlagen sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Betätigungsvorrichtung für eine Beschlagsvorrichtung eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, mit einem eine erste Mehrkantausnehmung aufweisenden Betätigungselement, das mit dem einen Ende einer Betätigungswelle in Drehmitnahme steht, wobei das andere Ende der Betätigungswelle mit einer zweiten Mehrkantausnehmung an der Beschlagsvorrichtung zusammenwirkt, und wobei die Betätigungswelle an ihren beiden Enden einen Mehrkant aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens in eine der Mehrkantausnehmungen (20, 32), ein Zwischenelement (26) drehfest eingesteckt ist, das gegenüber der Mehrkantausnehmung (20, 32) eine in den Abmessungen größere Mehrkantaufnahme (25) aufweist, in die das entsprechende Ende (23, 24) der Betätigungswelle (22) drehfest eingesteckt ist.
  2. 2. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in beide Mehrkantausnehmungen (20, 32) jeweils ein derartiges Zwischenelement (26) drehfest eingesteckt ist.
  3. 3. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrkant (33, 34) beziehungsweise die Mehrkante (33, 34) als Pendellager-Kopfstück (36, 37) beziehungsweise als Pendellager-Kopfstücke (36, 37) ausgebildet sind.
  4. 4. Betätigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrkantaufnahme (25) beziehungsweise Mehrkantaufnahmen (25) als Pendellager-Steckaufnahme (38, 39) beziehungsweise Pendellager-Steckaufnahmen (38, 39) ausgebildet sind.
  5. 5. Betätigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenelement (26) als Einstecknuß (26') ausgebildet ist.
  6. 6. Betätigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Pendellager-Kopfstücken (36, 37) die Betätigungswelle (22) im Durchmesser beziehungsweise in ihrer Querschnittsgestalt kleiner ausgebildet ist als die Querschnittsgestalt im Bereich der Pendellager-Kopfstücke (36, 37).
  7. 7. Betätigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse des Zwischenelements (26) mit der Drehachse des Betätigungselements (16) beziehungsweise Beschlagsvorrichtung (29) fluchtend zusammenfällt.
  8. 8. Betätigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrkant (33, 34) als Vierkant (35) und die Mehrkantaufnahme (25) als Vierkantaufnahme (27) ausgebildet ist.
  9. 9. Betätigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (16) als Handhabe (17) ausgebildet ist.






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