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Dokumentenidentifikation DE69033399T2 08.06.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0423043
Titel Filteranlage für Schwimmbecken
Anmelder Desjoyaux, geb. Jandros, Catherine, La Fouillouse, FR;
Desjoyaux, Jean Louis, La Fouillouse, FR;
Desjoyaux, Pierre Louis, La Fouillouse, FR
Erfinder Desjoyaux, geb. Jandros, Catherine, La Fouillouse, FR;
Desjoyaux, Jean Louis, La Fouillouse, FR;
Desjoyaux, Pierre Louis, La Fouillouse, FR
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69033399
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 03.10.1990
EP-Aktenzeichen 904204286
EP-Offenlegungsdatum 17.04.1991
EP date of grant 22.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2000
IPC-Hauptklasse B01D 29/15
IPC-Nebenklasse B01D 29/23   B01D 29/27   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft im engeren Sinne die Filtration des Wassers von Schwimmbadbecken oder ähnlichen Produkten.

Im allgemeinen erfolgt die Filtration von Schwimmbadwasser mit einem Filtereinsatz, der in Verbindung mit dem Wasseransaug- und Wasserfördersystem angebracht ist. Der Einsatz wird meistens aus einem akkordeonartig vorgeformten und radial nach den Mantellinien eines Mittelzylinders angeordneten Polyesterraster hergestellt. Das Basisteil des Einsatzes steht insbesondere mit dem Ansaugsystem in Verbindung, um die Filtration des Wassers zu gewährleisten, das von außen kommend die Wände des Einsatzes durchqueren kann.

Obwohl die Ergebnisse hinsichtlich der Filtrationsqualität als solche als zufriedenstellend betrachtet werden können, weist dieser Filtertyp doch einige Nachteile auf. Der Einsatz verschmutzt nämlich relativ schnell und ist schwer zu reinigen. Große Schwierigkeiten bereitet angesichts des hohen Gewichts vor allem das Herausziehen des Einsatzes.

Man beachte auch, daß es bei Siebwasser, das den Einsatz von Spezialmitteln erfordert, um den Schmutz auf den Boden des Beckens zu bringen, mit dieser Art Filtereinsatz notwendig ist, den Schmutz ohne Durchlauf des Einsatzes direkt abzuleiten. Es werden daher nicht alle Teilchen zurückgehalten, und es kommt zu einer Verschmutzung.

Schließlich bilden diese Filtereinsätze eine kompakte Einheit, die relativ kostspielig ist und eine gewisse Anfälligkeit besitzt.

Wie angegeben, kann die Filtervorrichtung auch für Schwimmbadwasser eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, für eine natürliche Filterung der Flüssigkeit durch Schwerkraft und nicht unter Druck zu sorgen. Eine Filtration unter Druck erfordert nämlich spezifische Verfahrenseinrichtungen, die bei der ins Auge gefaßten Anwendung völlig unzweckmäßig wären. Zu nennen ist beispielsweise das US-Patent 4.818.398 über ein Filterelement, das in einer Halterung sitzt, die aufgrund der bei diesem Filtertyp sehr hohen Druckkräfte mit vielen Zubehörteilen und insbesondere mit einem vollkommen dicht aufsetzbaren Deckel ausgestattet sein muß.

Im engeren Sinne betrifft dieses Patent die Filtration des Sandes und der feinen Teilchen des Wassers, die in die unterirdischen mineralölhaltigen Bodenformationen gespritzt werden können, um das Öl zu verlagern. Es handelt sich demnach um einen Gebrauch unter sehr hohen Drücken. Das Filterelement besteht aus einem Lochzylinder mit einer zylinderförmigen gewebten Muffe. Das ankommende Wasser wird durch eine Hochdruck-Zuleitung gepumpt. Die Muffe ist nicht selbsttragend und muß in Anbetracht der auftretenden Drücke auf ihrer ganzen Fläche gehalten werden. Das Filtersystem ist daher bei sehr hohen Drücken an der Förderleitung der Pumpe angebracht.

Anzuführen wäre auch die Lehre des US-Patents 3.631.987 über eine Filtervorrichtung für das Wasser eines Schwimmbadbeckens. Diese Vorrichtung umfaßt eine Muffe, die aus mindestens einer Schicht eines Faservlies-Filzmaterials besteht. Die Muffe ist nicht selbsttragend und erfordert die Verwendung einer Halterung und eines Basisteils, das auf dem Boden eines Speicherbehälters aufliegt. Die Muffe besitzt eine an einem Ende offene zylindrische Form und sitzt unabnehmbar im Innern der Halterung. Der Boden des Speicherbehälters steht mit einem Wasserfördersystem in Verbindung. Das Wasser wird somit von der Pumpe gefördert, durchströmt einen ersten Filter und dann unter Druck die Muffe, weswegen die Halterung erforderlich ist. Das Filtersystem ist dementsprechend im Bereich der Förderleitung der Pumpe angebracht.

Um die Aufgabenstellung der Schwimmbadwasserfiltration auf natürliche Weise durch Schwerkraft in einfacher, wirksamer und rationeller Weise zu lösen, wurde eine Vorrichtung geplant und entwickelt, die den Merkmalen des Anspruchs 1 entspricht.

Nach dem Abnehmen von seiner Halterung kann der Filterkorb sehr einfach gewaschen werden. Vor allem kann der Filterkorb in besonders vorteilhafter Weise maschinell gewaschen werden.

Zur Lösung der Aufgabenstellung, die Filtrationsqualität weiter zu verbessern, besteht der Filterkorb aus mehreren Schichten eines Faservliesmaterials, wobei jede Schicht eine unterschiedliche Struktur und Textur besitzt, um verschiedenen Filtrationsgraden zu entsprechen.

Vorgesehen ist auch, daß die Schicht(en) des Filterkorbs eine Doppelwand bilden, die geeignet ist, eine oder mehrere Behandlungsmittel aufzunehmen.

Nachstehend wird die Erfindung mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Die Abb. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Realisierungsform des Filterartikels.

Die Abb. 2 ist eine schematische Schnittansicht eines Beispiels für die Anbringung des Artikels in einer Halterung, die mit einem Wasseransaug- und Wasserfördersystem verbunden ist.

Die Abb. 3 zeigt die Montage des Artikels in einem Beispiel für eine Filteranlage.

Die Abb. 4 und 5 zeigen verschiedene, keineswegs erschöpfende Realisierungsbeispiele des Filterartikels.

Die Abb. 6 und 7 veranschaulichen verschiedene Halte- und Positioniereinrichtungen des Artikels innerhalb seiner Halterung.

Die Abb. 8 ist eine Schnittansicht und zeigt die Anbringung des Artikels in seiner Halterung dergestalt, daß die Filtration koaxial direkt durch die Öffnung der Filtertasche erfolgt.

Die erfindungsgemäße Filtervorrichtung ist aus einem Artikel (1) gefertigt, der aus mindestens einer Schicht Faservliesmaterial mit Filtereigenschaften besteht. Vorteilhafterweise besteht der Artikel (1) aus einem Nadelfilz bekannter und zweckdienlicher Art, dessen Textur von der zu erzielenden Filtrationsqualität abhängig ist.

Der Filterartikel (1) ist passend in Kombination mit einer Halterung (2) angebracht, die mit der Ansaugleitung eines Ansaug- und Fördersystems (3) der Flüssigkeit, insbesondere von Wasser, verbunden ist, um die Unreinheiten und sonstigen im Wasser enthaltenen Partikel im Zuge des Durchstroms durch das Faservlies (1) zurückzuhalten.

Der Filterartikel (1) ist so ausgebildet, um eine Tasche bzw. einen Korb zu bilden, der an einem Ende (1a) offen und am entgegengesetzten Ende (1b) geschlossen ist.

Wie die Abb. 1 zeigt, hat die Filtertasche (1) die Form eines Kegelstumpfs, dessen Querschnitt in Richtung auf das geschlossene Ende (1b) abnimmt. Die Abb. 4, 5 und 6 zeigen weitere, keineswegs begrenzende Beispiele von Formen, die die Filtertasche (1) aufweisen kann.

Der Artikel kann auf jede bekannte und zweckmäßige Weise hergestellt werden, die geeignet ist, ihm eine rohrartige Form mit geschlossenem Ende zu verleihen.

Wie vor allem die Abb. 2 zeigt, ist die Filtertasche (1) innerhalb der Halterung (2) angeordnet, die insbesondere in Form eines schachtbildenden Zylinders ausgeführt ist. Der Boden (2a) dieses Zylinders (2) ist in bekannter Weise über einen Saugkorb (4) mit der Ansaugleitung des Wasseransaug- und Fördersystems (3) verbunden. Unabhängig von der Realisierungsform der Filtertasche ist letztere herausnehmbar im Innern der Halterung (2) angeordnet.

Der Korb (1) ist so im Innern des Haltezylinders (2) angebracht, daß die Filtration koaxial über die Mitte des Korbs erfolgt. Das Wasser fließt unmittelbar über das offene Ende (1a) des Korbes zu, wird dessen Filterkraft ausgesetzt und dann durch den Saugkorb (4) abgeleitet.

Bei dieser Filtrationsart wirkt das offene Ende des Korbes mit Positionier- und Rückhalteeinrichtungen (6) am tragenden Zylinder (2) zusammen. Die Filtertasche weist z. B. im Öffnungsbereich (1a) einen unmittelbar mitgeformten oder angesetzten Bund (6) auf, dir so ausgebildet ist, um auf dem oberen Außenrand der Halterung (2) aufliegen zu können. Vorteilhafterweise ist dieser Bund (6) mit zweckmäßigen Einrichtungen am Korb befestigt, um leicht demontierbar zu sein. Die Befestigung des Bundes (6) kann beispielsweise durch ein System selbstgreifender komplementärer Bänder erfolgen, das unter der Bezeichnung Klettverschluß bekannt ist. Die Befestigung ist aber auch mit einem Gurt denkbar.

Falls die Filtertasche eine zylindrische Form hat, besitzt der Auflagebund einen bestimmten Querschnitt, um die Wände der Tasche und der Halterung (1) in einem gleichbleibenden bzw. ungefähr gleichbleibenden Abstand zu halten und einen ringförmigen Raum (e) zu umgrenzen, damit die Qualitäten der Filtration nicht beeinträchtigt werden.

Der Artikel (1) kann vorteilhafterweise aus mehreren Schichten eines wie zuvor beschriebenen Faservliesmaterials, d. h. eines Nadelfilzes, bestehen. Außerdem kann jede Schicht eine unterschiedliche, verschiedenen Filtrationsgraden entsprechende Struktur besitzen. In einer anderen Realisierungsform können die Schicht(en) des Artikels eine Doppelwand bilden, um ein oder mehrere Behandlungsmittel aufzunehmen.

Aus der Beschreibung gehen die Vorteile eindeutig hervor. Hervorzuheben sind insbesondere:

- der geringe Selbstkostenpreis,

- die leichte Wartung des Filters in Anbetracht der Tatsache, daß ein Nadelfilz leicht gereinigt und insbesondere in der Maschine gewaschen werden kann,

- das leichte Einsetzen und Herausnehmen der Filtertasche in die und aus der Halterung,

- die Qualität und der Nutzgrad der erzielten Filtration, die auf natürliche Weise durch Schwerkraft erfolgt.


Anspruch[de]

2. - Filtrationsvorrichtung für das Wasser eines Schwimmbadbeckens mit einem Ansaug- und Fördersystem und einem Filter, dadurch gekennzeichnet, daß

- der Filter aus einem Korb (1) und einer schachtbildenden Halterung (2) besteht, deren Boden mit dem Ansaugsystem in Verbindung steht,

- der an einem Ende (1a) offene und am entgegengesetzten Ende (1b) geschlossene Korb aus mindestens einer Schicht Faservliesmaterial in Form eines Nadelfilzes mit Filterkapazitäten besteht,

- der Korb (1) die Form eines Kegelstumpfs hat, dessen Querschnitt in Richtung auf das geschlossene Ende (1b) abnimmt,

- der Korb (1) abnehmbar in einem Schacht (2) angebracht ist, um leicht waschbar zu sein, wobei das offene Ende des Korbes (1) mit Positionier- und Rückhalteeinrichtungen (6) im Verhältnis zum Schacht (2) zusammenwirkt,

- der Boden des Schachtes (2) mit dem Ansaugsystem verbunden ist, damit das ankommende Wasser direkt und auf natürlichem Wege durch Schwerkraft über das offene Ende (1a) des Korbs (1) vom Ansaug- und Fördersystem (3) in das Schwimmbadbecken abgeleitet werden kann, nachdem es der Filterkraft des Korbes (1) ausgesetzt wurde.







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