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Dokumentenidentifikation DE69421383T2 08.06.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0687209
Titel ENTGRATWERKZEUG
Anmelder Goorsenberg Beheer B.V., Nijmegen, NL
Erfinder GOORSENBERG, Hendrikus, Wilhelmus, Johannes, NL-6551 DJ Weurt, NL
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69421383
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, LI, LU, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.02.1994
EP-Aktenzeichen 949085211
WO-Anmeldetag 21.02.1994
PCT-Aktenzeichen NL9400042
WO-Veröffentlichungsnummer 9420249
WO-Veröffentlichungsdatum 15.09.1994
EP-Offenlegungsdatum 20.12.1995
EP date of grant 27.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2000
IPC-Hauptklasse B23B 51/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Entgratwerkzeug mit einem Halter, von dem sich eine längliche Hülse erstreckt, einem Bearbeitungswerkzeug, das schwenkbar nahe einem freien Ende der Hülse angeordnet ist, in letzterer bewegbar ist und eine Bearbeitungsseite aufweist, einer Öffnung, die in der Wand der Hülse nahe deren freiem Ende hergestellt ist und durch eine Begrenzungskante begrenzt ist, und mit Steuermitteln, die mit dem Bearbeitungselement in der Hülse derart in Eingriff bringbar sind, daß sich das genannte Bearbeitungselement in einer ersten Position innerhalb des Umfangs der Hülse befindet und in einer zweiten Position mit seiner Bearbeitungsseite durch die genannte Öffnung zumindest teilweise außerhalb der Hülse hervorsteht, wobei die Abmessungen der genannten Öffnung in der Hülse und des Bearbeitungselements für eine enge Passung ausgelegt sind.

Ein Entgratwerkzeug dieser Art ist in dem US Patent 2,438,558 geoffenbart. Grate, die an Bearbeitungskanten während eines mechanischen Bearbeitungsvorgangs auftreten, wie bspw. dem Bohren von Löchern, können unter Verwendung eines Werkzeugs dieser Art entfernt werden.

Um bspw. Grate an den Rändern gebohrter Löcher zu entfernen, die in einem Hohlraum innerhalb eines Werkstücks oder Erzeugnisses enden, muß die längliche Hülse so weit in das gebohrte Loch eingeführt werden, daß sich das freie Ende der Hülse, wo das Bearbeitungselement nach außen hervorstehen kann, über das gebohrte Loch hinaus in den Hohlraum erstreckt. Das Bearbeitungselement wird dann nach außerhalb des Hülsenumfangs mit Hilfe der Steuervorrichtung bewegt und in dieser Position verriegelt.

Indem die längliche Hülse zurückgezogen wird, kann dann das Bearbeitungselement an dem Rand eingreifen, der entgratet werden soll, und befindet sich innerhalb des Werkstücks. Die Grate können dann wirksam entfernt werden, indem dann eine Zieh- und Drehbewegung auf die Hülse ausgeübt wird.

Nachdem die Grate entfernt worden sind, wird das Bearbeitungselement erneut mit Hilfe der Steuervorrichtung freigegeben, so daß das Element nach innerhalb des Hülsenumfangs zurückkehren kann und die Hülse aus dem betreffenden gebohrten Loch zurückgezogen werden kann. Die Hülse hat eine Doppelfunktion, d. h., die Einführung und den Rückzug des Bearbeitungselements in das und aus dem gebohrten Loch ohne Beschädigung dessen Wandung und eine stabile Halterung des Elements, so daß bspw. in dem Fall eines zylindrischen, gebohrten Lochs und einer Hülse der Rand des gebohrten Lochs, der entgratet werden soll, seine Kreisform beibehält.

Jedoch weist das bekannte Entgratwerkzeug den Nachteil auf, daß während der Bearbeitung abgeschabtes Material leicht durch die Öffnung in die Hülse eindringen kann, durch die das Bearbeitungselement nach außen hervorsteht, und sich in der Hülse anhäufen kann. Die Folge hiervon ist, daß das Bearbeitungselement nicht vollständig in seine erste Position in der Hülse zurückkehren kann und/oder dies nur mit Schwierigkeit ausführen kann, wobei die Gefahr einer unerwünschten Beschädigung der Wand des gebohrten Lochs während der Entfernung des Werkzeugs besteht.

Andere bekannte Ausführungsformen von Entgratwerkzeugen, wie sie bspw. in dem deutschen Patent 67,387, den US Patenten 2,404,027 und 3,540,325 und der deutschen Patentanmeldung 3,432,035 geoffenbart sind, weisen alle ebenso die Gefahr einer Behinderung des Bearbeitungselements durch abgetragenes Material auf, das sich in der Hülse um das Bearbeitungselement herum während der Verwendung ansammelt.

Die Tatsache, daß diese Werkzeuge heutzutage in der Praxis nicht oder kaum verwendet werden, und daß solche Grate normalerweise unter Verwendung einer Feile oder eines Stahlschabers entfernt werden, ist wahrscheinlich eine Folge dieses Nachteils. Die Verwendung einer Feile trägt die Gefahr, daß bspw. die Wand eines gebohrten Lochs oder andere Teile eines Werkstücks beschädigt werden können, wohingegen das Arbeiten mit einem Stahlschaber eine sehr zeitaufwendige Aufgabe sein kann, insbesondere, wenn die Kreuzung zweier gebohrter Löcher in einem Werkstück oder Erzeugnis entgratet wird. Des weiteren kann bspw. eine Feile zum Entgraten gebohrter Löcher nicht verwendet werden, die sich mittig innerhalb eines länglichen Rohrs oder einer Rohrleitung öffnen.

Die Zielsetzung, die der Erfindung zugrunde liegt ist, ein verbessertes Entgratwerkzeug zu schaffen, mit dem es möglich ist, während der Bearbeitungsvorgängen gebildete Grate wirksam zu entfernen, insbesondere an den Rändern gebohrter Löcher, die in einem Hohlraum innerhalb eines Werkstücks enden, ohne die Wand des gebohrten Lochs unabhängig von den Abmessungen oder der Form des Erzeugnisses zu beschädigen.

Das Entgratwerkzeug, das die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 umfaßt, ist entsprechend der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Position des Bearbeitungselements die Bearbeitungsseite des genannten Elements gegen die gegenüberliegende Begrenzungskante der Öffnung stößt und sie verschließt. Das messerförmige Element kann eine trapezförmige Form mit zwei parallelen Seiten und zumindest eine schräge Seite aufweisen und in der Hülse scharnierartig befestigt sein.

Der Konstruktion gemäß der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß eine unerwünschte Behinderung des Bearbeitungselements wirksam genau dort, wo das abgearbeitete Material erzeugt wird, d. h., auf der Bearbeitungsseite des Bearbeitungselements, durch geeignete Maßnahmen gegen das Eindringen von abgearbeitetem Material in die Hülse verhindert werden kann. Gemäß der Erfindung wird dies erreicht, indem die Bearbeitungsseite des Bearbeitungselements gegen den Begrenzungsrand der Öffnung in der Hülse während der Bearbeitung stößt, und sie in Kombination mit einer engen Passung zwischen dem Bearbeitungselement und der betreffenden Öffnung verschließt.

Es liegt auf der Hand, daß es eine Beziehung zwischen den Abmessungen des Bearbeitungselements und dem Durchmesser eines gebohrten Lochs gibt, das z. B. entgratet werden soll. Je kleiner der Querschnitt des gebohrten Lochs ist, umso feiner muß das Bearbeitungselement sein. Bearbeitungselemente, die für den Zweck der Erfindung geeignet sind, können bspw. in der Form eines Meißels oder eines Fräswerkzeugs für Schleifsteine sein.

Eine schlitzförmige Öffnung und ein messerartiges Bearbeitungselement dieser Art können so hergestellt werden, daß sie eng auf eine solche Weise zueinander passen, daß ein Eindringen und Anhäufen abgearbeiteten Materials in der Hülse auf eine unbeträchtliche Menge ohne die Gefahr einer Behinderung des Messers beschränkt werden kann, wenn das Messer in die erste Position in der Hülse zurückkehrt. Zusätzlich zu ihrer Schließwirkung liefert die schlitzförmige Öffnung auch eine angemessene Halterung für das (dünne) messerförmige Element während des Entgratens.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, bei der die Steuervorrichtung ein Element umfaßt, das in der Längsrichtung der Hülse bewegbar ist und an dem messerförmigen Element eingreifen kann, damit das Element um den Schwenkpunkt derart verschwenkt wird, daß die Schneidkante zumindest teilweise aus der Hülse hervorsteht, ist das messerförmige Element in der Nähe der schrägen Seite des Elements angelenkt, und das Element greift an der schrägen Seite des messerförmigen Elements an, um es in Richtung zu und gegen die gegenüberliegende Begrenzungskante zu verschwenken.

Das auf diese Weise konstruierte, messerförmige Element kann durch die schlitzförmige Öffnung in der Hülse nach außen verschwenkt werden, indem das Steuerelement in Richtung des freien Endes der Hülse bewegt wird, und kann in die Hülse wieder unter der Wirkung seines Eigengewichts zurückkehren.

Vorzugsweise hat das messerförmige Element die Form eines rechteckigen Trapezes mit einer langen Basisseite, die als Schneidkante ausgelegt ist, und einer gegenüberliegenden kurzen Basisseite aufweist, das bewegbare Steuerelement ein länglicher Stift ist, der so befestigt ist, daß er sich in der Hülse in deren Längsrichtung gleiten kann, ein Ende des genannten Stifts in der ersten Position des messerförmigen Elements an dessen schräger, aufrechter Seite in der Nähe der kurzen Basisseite eingreift, und die schräge, aufrechte Seite auf dem länglichen Stift in der zweiten Position des messerförmigen Elements ruht.

Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß das während der Verwendung des messerförmigen Elements ausgeübte Kraftmoment auf den Stift über die gesamte Haltelänge übertragen wird. Als Ergebnis kann das Entgratwerkzeug gemäß dieser Ausführungsform auch für äußere Anwendungen verwendet werden, wie bspw. zur Bearbeitung von sehr hartem Material.

Bei einer noch weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die aufrechte Seite des messerförmigen Elements, die sich der schrägen aufrechten Seite gegenüber befindet, auch als eine Schneidkante ausgelegt, insbesondere zum Entgraten gebohrter Löcher, die sich in eine andere Innenseite eines Werkstücks öffnen.

Bei Verwendung eines messerförmigen Elements, das auf diese Art konstruiert ist, ist es, indem das freie Ende der Hülse in ein weiteres gebohrtes Loch eingeführt wird, das dem gebohrten Loch gegenübersteht, in das die Hülse eingeführt worden ist, nämlich durch die Wirkung einer Drück- und Drehkraft an dem Werkzeug möglich, um einen an dem Rand des weiteren gebohrten Lochs gebildeten Grat abzuschneiden. Ein Schnitt zwischen einem gebohrten Loch und einem gebohrten Sackloch kann bspw. in diesem Zusammenhang betrachtet werden. Obgleich die Hülse durch das gebohrte Loch gehalten wird, in die sie eingesetzt worden ist, kann eine zusätzliche Haltewirkung, insbesondere in gebohrten Löchern mit relativ dünnen Wänden, erreicht werden, indem das messerförmige Element in der Hülse in einem gewissen Abstand von ihrem freien Ende entfernt angeordnet wird. Natürlich gibt es auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, Bearbeitungskanten an der Außenseite eines Werkstücks unter Verwendung dieser Ausführungsform der Erfindung zu entgraten.

Obgleich beim Obigen das Schwergewicht auf die Entfernung von Graten gelegt worden ist, kann das Werkzeug gemäß der Erfindung auch geeignet bspw. beim Senken der Kanten gebohrter Löcher verwendet werden, z. B. beim Einpassen von Schrauben oder Bolzen mit einem Senkkopf in diesen Löchern. In dem Fall eines durch die Wand eines Rohrs, einer Rohrleitung oder von Ähnlichem gebohrten Lochs, ist es auch möglich, das Werkzeug gemäß der Erfindung zu verwenden, diesen Rand des gebohrten Lochs zu senken der in dem Rohr oder in der Rohrleitung endet. Dies kann nur unzureichend oder überhaupt nicht bei Verwendung der auf dem Gebiet bekannten Einrichtungen, wie eines Stahlschabers, gemacht werden, und ist eine sehr zeitaufwendige Aufgabe. Eine Beschädigung der Wände eines gebohrten Lochs wird nahezu mit dem Entgratwerkzeug gemäß der Erfindung ausgeschlossen, vorausgesetzt, daß Werkzeug wird richtig verwendet.

Insbesondere ist bei Anwendungen, bei denen eine relativ große Werkstoffmenge abgetragen wird, wie beim Senken von Bohrrändern, die äußere Wand der Hülse einer noch anderen Ausführungsform der Erfindung über einen mit der Öffnung verbundenen Abschnitt mit einer Ausnehmung versehen, um während der Benutzung den abgetragenen Werkstoff zu sammeln.

Bei einer technisch relativ einfachen, jedoch stabilen Ausführungsform der Erfindung greift das andere Ende des länglichen Stifts an einer an dem Halter befestigten Gleitbuchse ein, damit bspw. der Stift in der Längsrichtung der Hülse von Hand bewegt werden kann.

Bei der bevorzugten Ausführungsform des Entgratwerkzeugs gemäß der Erfindung ist die Hülse mit zumindest einem darin befestigten Bearbeitungselement lösbar an dem Halter befestigt. Indem der Außendurchmesser der Hülse eng an den Durchmesser, z. B. des gebohrten Lochs, angepaßt wird, kann die erwünschte stabile Halterung des Entgratwerkzeugs stets erreicht werden, um Abweichungen von der Kreisform des Rands des betreffenden Lochers als Folge der Entgratung zu verhindern.

Bei der einfachsten Ausführungsform kann die Hülse lösbar an dem Halter durch eine Festsetzschraube befestigt werden. Eine schnelle Austauschbarkeit kann mittels einer Ausführungsform der Erfindung erreicht werden, bei der die Hülse mit einem gebohrten Loch versehen ist, in das ein bewegbares Verriegelungselement eingebracht ist, und der Halter eine Verriegelungsvertiefung aufweist, so daß, wenn die Hülse auf den Halter aufgebracht ist, das Verriegelungselement in die Verriegelungsvertiefung unter dem Einfluß der Gleitbuchse eingreift und die Hülse fest an dem Halter verriegelt, und wobei durch geeignetes Verschieben der Gleitbuchse das Verriegelungselement mit der Verriegelungsvertiefung außer Eingriff gebracht werden kann, um die Hülse von dem Halter zu entriegeln, wobei eine lösbare Verriegelung, die der Gleitbuchse ermöglicht, in die entriegelte Position verschoben zu werden, in dem Halter angebracht ist.

Die Hülsen können bei der betreffenden Ausführungsform schnell ohne die Verwendung zusätzlicher Werkzeuge, wie eines Schraubendrehers, ausgewechselt werden. Indem das messerförmige Element leicht austauschbar gemacht wird, wird gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, bei der das messerförmige Element mit einer schlitzförmigen Öffnung versehen ist, die in der schrägen, aufrechten Seite endet, und der Schwenkpunkt durch einen in der Hülse angebrachten Schaft gebildet ist, über den das messerförmige Element durch seine schlitzförmige Öffnung austauschbar befestigt wer den kann, ein universelles Entgratwerkzeug geschaffen, das leicht zu verwenden ist. Der Halter kann mit einem Griff entweder zum Halten des Werkzeugs von Hand oder zur Befestigung in einer Maschine ausgerüstet sein, bspw. dem Spannfutter einer Bohrmaschine.

Das Werkzeug gemäß der Erfindung kann zur Bearbeitung von Erzeugnissen verwendet werden, die aus Metall, Holz, Kunststoff und Ähnlichem hergestellt sind. Des weiteren können die Hülse, das messerförmige Element und der Halter als getrennte Bauteile hergestellt werden.

Die Erfindung ist ausführlicher unten unter Bezugnahme auf die Zeichnungen der zwei Ausführungsformen dargestellt.

Fig. 1 zeigt schematisch einen Teillängsschnitt des Entgratwerkzeugs gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung.

Fig. 2 zeigt schematisch den Querschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1.

Fig. 3 zeigt schematisch die Ansicht in Richtung zu dem freien Ende des Entgratwerkzeugs gemäß der Fig. 1.

Fig. 4 zeigt schematisch im Längsschnitt eine Einzelheit des Entgratwerkzeugs gemäß der Fig. 1, wobei das messerförmige Element nach außen hervorsteht.

Fig. 5 zeigt schematisch einen Teillängsschnitt des Entgratwerkzeugs gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.

In Fig. 1 ist das Entgratwerkzeug gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 angegeben. Das Werkzeug ist um einen Halter 2 herum in der Form einer Buchse 3 konstruiert, in der sich eine längliche Stange 4 erstreckt, die bspw. aus Kunststoff oder Metall hergestellt ist. Ein Griff 5, der in der Figur noch teilweise sichtbar ist, um das Entgratwerkzeug 1 von Hand zu halten, ist an einem Ende der Stange 4 befestigt. Eine längliche, zylindrische Hülse 7, die an beiden Enden offen ist, ist austauschbar mit dem Halter 2 an dem anderen Ende der Stange 4 mit Hilfe einer Feststellschraube 6 verbunden.

In der Hülse 7, von der in der Figur nur ein Teil gezeigt ist, ist ein messerförmiges Element 9 in der Form eines rechteckigen Trapezes nahe dem freien Ende 8 der Hülse angeordnet. Nahe der schrägen Seite 11 ist das messerförmige Element 9 in der Hülse 7 so befestigt, daß es um einen Schaft 10 herum verschwenkbar ist. Eine eng angepaßte, schlitzförmige Öffnung 15 befindet sich in der Wand der Hülse 7 und weist zu der langen Basisseite 12 des messerförmigen Elements 9. Bei der gezeigten Ausführungsform sind die lange Basisseite 12 und die gerade, aufrechte Seite 13 des messerförmigen Elements 9 beide als Schneidkanten konstruiert.

Von dem Halter 2 erstreckt sich auch ein länglicher Stift 16 in die Hülse 7, wobei ein Ende 17 des Stifts an der schrägen Seite 11 des messerförmigen Elements 9 in der Nähe seiner kurzen Basisseite 14 eingreifen kann. Der Stift 16 kann in der Hülse 7 in ihrer Längsrichtung mit Hilfe einer Gleitbuchse 19 verschoben werden, die mit den anderen Ende 18 des länglichen Stifts 16 verbunden ist, wobei das Ende 18 unter einem rechten Winkel umgebogen ist. Bei der gezeigten Ausführungsform hat die Gleitbuchse 19 einen dreieckigen Querschnitt, um bspw. die Gleitbuchse mit dem Daumen in der Längsrichtung des Halters 2 zu bewegen. Die Gleitbuchse 19 ist vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt und mit einer rutschfreien, gerippten Oberfläche versehen. Um die Bewegung der Gleitbuchse 19 zu begrenzen, ist ein Begrenzungsbolzen 20 in die Hülse geschraubt, wobei der Bolzen mit einer Nut 21 wechselwirkt, die in dem Umfang in dem Halter 2 gebildet ist. Man vergleiche auch Fig. 2.

Bei der in Fig. 3 gezeigten Ansicht in Richtung zu dem freien Ende 8 der Hülse 7 kann man sehen, daß in einem Abschnitt der Außenwand der Hülse 7, die mit dem Schlitz 15 verbunden ist, eine Ausnehmung 24 gebildet worden ist, indem ein Abschnitt der Wand der Hülse 7 entfernt wurde, der sich von dem Ende 8 bis über das messerförmige Element 9 hinaus erstreckt. Diese Ausnehmung 24 ist durch die Seitenwände 25, 26 und 27 begrenzt und dient dazu, abgetragenen Werkstoff zu sammeln, wenn das Entgratwerkzeug im Einsatz ist.

Fig. 1 zeigt das messerförmige Element 9 in seiner ersten Position, die sich innerhalb des Umfangs der Hülse 7 befindet. Indem der Stift 16 in Richtung des freien Endes 8 verschoben wird, wobei die Gleitbuchse 19 verwendet wird, schwenkt das messerförmige Element 9 um den Schaft 10 derart herum, daß die lange Basisseite 12 und die gerade, aufrechte Seite 13 von ihm teilweise durch den Schlitz unter spitzen Winkeln zu der Längsmittellinie der Hülse 7 nach außerhalb dessen Umfang hervorstehen, wie es in Fig. 4 gezeigt ist. Weil die schräge Seite 11 des messerförmigen Elements 9 an dem Stift 16 eingreift, wie es gezeigt ist, wird das messerförmige Element in dieser Position wirksam entgegen einem Zurückschwenken verriegelt, und das auf das messerförmige Element 9 ausgeübte Kraftmoment wird auf den Stift 16 über die gesamte Haltelänge übertragen. Wenn der Stift 16 in der Hülse 7 zurückgedrückt wird, kann das messerförmige Element 9 als Ergebnis seiner Trapezform erneut in seine erste Position innerhalb des Umfangs der Hülse 7 unter dem Einfluß seines Eigengewichts zurückschwenken.

Das Entgratwerkzeug 1 gemäß der Erfindung kann verwendet werden, Grate an Kanten beliebig geformter, gebohrter Löcher oder an anderen Kanten, die durch mechanische Bearbeitung gebildet sind, zu entfernen. Vorzugsweise wird das Werkzeug zum Entgraten kreisförmiger Ränder verwendet.

Zur Bearbeitung bearbeiteter Ränder, die in einem Hohlraum in einem Werkstück enden, wie ein Rand eines gebohrten Lochs, wird die Hülse 7 soweit in das gebohrte Loch eingesetzt, daß sich das freie Ende 8 einschließlich des messerförmigen Elements 9 über den Rand des gebohrten Lochs hinaus in den Hohlraum in dem Werkstück erstreckt. Indem nun die Gleitbuchse 19 in Richtung des freien Endes 8 der Hülse 7 bewegt wird, schwenkt das messerförmige Element aus seiner ersten Position innerhalb des Umfangs der Hülse 7 in seine zweite, nach außen hervorstehende Position, in die in Fig. 4 gezeigte Position. Wenn dann das gesamte Werkzeug 1 derart zurückgezogen wird, daß die Schneidkante oder lange gerade Seite 12 des messerförmigen Elements 9 gegen den Rand des betreffenden gebohrten Lochs in den Grat hineingezogen wird, kann letzterer mittels einer Drehbewegung durch die Wirkung der Zugkraft abgetragen werden. Während dieses Vorgangs liefert die Hülse 7 Stabilität, so daß die Kreisform des betreffenden gebohrten Lochrands nicht beeinträchtigt wird, bspw. nicht oval wird. Diese Gefahr besteht insbesondere, wenn relativ weicher Werkstoff bearbeitet wird.

Nach Abschluß der Entgratung wird der Stift 16 in die Hülse mittels der Gleitbuchse 19 zurückgezogen, wobei sich als Ergebnis davon das messerförmige Element 9 wieder zurück in die Hülse 7 verschwenkt, und das Werkzeug 1 aus dem betreffenden gebohrten Loch ohne Beschädigung dessen Wand herausbewegt werden kann.

Um Ränder von gebohrten Sacklöchern in einem Werkstück oder bearbeitete Ränder auf der Außenseite eines Erzeugnisses zu entgraten, kann das freie Ende 8 der Hülse 7 in das betreffende gebohrte Loch eingeführt werden, offensichtlich nachdem das messerförmige Element 9 zuerst nach außerhalb der Hülse 7 gebracht worden ist. Der betreffende Rand wird nun unter Verwendung des Werkzeugs 1 durch die Schneidkante oder die gerade, aufrechte Kante 13 unter der Wirkung einer Drückkraft und durch Drehung entgratet. Ränder gebohrter Löcher, die in andere innerhalb eines Werkstücks laufen oder sie schneiden, können auch ohne weiteres und wirksam auf diese Weise entgratet werden.

Wie es klar in Fig. 4 dargestellt ist, stößt die lange Basisseite 12 des messerförmigen Elements 9 in der zweiten Position, wobei die Basisseite als Schneidkante konstruiert ist, gegen die schmalen Begrenzungsrand 28 des Schlitzes 15 und verschließt ihn. Als Ergebnis der engen Passung zwischen der Öffnung des Schlitzes 15 und dem messerförmigen Element 9 wird das Eindringen und Ansammeln von abgetragenem Werkstoff innerhalb der Hülse 7 in dem Hohlraum 29 um das messerförmige Element 9 herum wirkungsvoll verhindert oder in einem solchen Ausmaß verringert, daß das messerförmige Element 9 nach dem Herausziehen des Stifts 16 nach innerhalb des Umfangs der Hülse 7 erneut zurückschwenken kann. Irgendwelcher abgetragener Werkstoff, der nach innerhalb der Hülse 7 von deren freien Ende 8 eingedrungen ist, bewirkt keine Behinderung für das messerförmige Element 9, das in die erste Position zurückschwenkt, weil als Ergebnis des Zurückziehens des Stifts 16 ein ausreichender Raum in der Hülse 7 zur Verteilung dieses Werkstoffs zur Verfügung steht, der übrigens nur eine unbedeutende Menge sein kann, weil der Hauptteil des Werkstoffs an der langen Basisseite oder der Schneidkante 12 freigesetzt wird, wo jedoch ein passender Verschluß gegenüber dem Eindringen von abgetragenem Werkstoff vorgesehen ist.

Eine enge Passung der Hülse 7 wird verlangt, um soweit wie möglich die Verformung der Ränder kreisförmiger, gebohrter Löcher zu verhindern. Bei einer praktischen Ausfüh rungsform des Entgratwerkzeugs sind Hülsen 7 mit Außendurchmessern versehen, die an die gebohrten Löcher angepaßt sind, die bearbeitet werden sollen. Bei Hülsen mit Durchmessern im Bereich von 2,5-3,5; 3,5-4, 5; 4,5-6, 6-8; 8-10; 10-12 und 12-15 mm sind Haller 2 mit Stangen 4 geeigneter Abmessung vorgesehen. Die in diesen Fällen verwendeten Messer variieren in der Dicke von 0,2 bis 3 mm. Natürlich sind andere Abmessungen auch möglich. Die Hülsen, einschließlich des darin eingepaßten, messerförmigen Elements, können austauschbar mit dem jeweiligen Halter 2 mittels der Feststellschraube 6 verbunden werden, wofür eine entsprechenden Hülse 7 mit einem Anschlag 22 versehen ist, und der Halter ist mit einem Anschlag 23 versehen, wobei die Anschläge aneinander eingreifen, wenn die Hülse in der eingepaßten Position ist.

Die Hülse 7 kann aus Kunststoff oder Metall hergestellt sein. Das messerförmige Element 9 ist aus Metall hergestellt, bspw. aus HSS oder PM Werkstoff, wobei dieses Material eine geringe Dicke ermöglicht, die notwendig ist, um Ränder gebohrter Löcher relativ kleinen Durchmessers zu entgraten.

Fig. 5 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Entgratwerkzeugs gemäß der Erfindung, das in seiner Gesamtheit durch das Bezugszeichen 30 bezeichnet ist. Bauteile, die in bezug auf die Konstruktion oder Funktion jenen des Entgratwerkzeugs 1 entsprechen, das in Fig. 1 dargestellt ist, sind mit den gleichen Bezugszeichen angegeben.

Eine sogenannte Schnelllösekopplung ist zum schnellen Austausch der Hülse 7 vorgesehen, wobei die Kopplung ein Durchgangsloch 31 umfaßt, das in der Hülse 7 nahe dem Ende hergestellt ist, das mit dem Halter 2 zu verbinden ist, wobei sich in dem Loch ein kugelförmiges Verriegelungselement 32 bewegen kann. Der Durchmesser der Kugel 32 ist größer als die Wanddicke der Hülse 7 an der Stelle des Lochs 31. Eine Verriegelungsvertiefung 33, die zu der Kugelform des Verriegelungskörpers 32 angepaßt ist, ist auf der Höhe, wo der Verriegelungskörper 32 eingreift, in der Stange 4 hergestellt, die fest mit dem Halter 2 verbunden ist.

Wenn der Halter 2 und die Hülse 7 zusammengebaut sind, wie es in Fig. 5 gezeigt ist, greift der Verriegelungskörper 32 unter der Wirkung der Gleitbuchse 34 in der Verriegelungsvertiefung 33 ein, wobei als Ergebnis davon die Hülse 7 fest an dem Halter 2 gehalten wird. Indem die Gleitbuchse 34 von dem Verriegelungskörper 32 fortgeschoben wird, kann der Verriegelungskörper 32 zur Trennung der Hülse 7 von dem Halter 2 mit der Verriegelungsvertiefung außer Eingriff gebracht werden. Um eine unerwünschte Verschiebung der Gleitbuchse 34 zu verhindern, ist eine lösbare Verriegelung in der Form eines Nippels 37 vorgesehen, der in dem Halter 2 hinter der Gleitbuchse 34 angebracht ist, wenn in Richtung des Griffs 5 betrachtet wird, wobei der Nippel 37 entgegen der Federkraft einer Druckfeder 36 gedrückt werden kann, die sich in einem Federsitz 35 befindet. In dem von Hand der Nippel 37 gedrückt wird, kann die Gleitbuchse 34 von dem Verriegelungselement 32 fort verschoben werden. Wenn die Gleitbuchse 34 in die Verriegelungsposition verschoben wird, wie es gezeigt ist, springt der Nippel 37 selbsttätig zurück, um die Gleitbuchse 34 erneut zu verriegeln. Die Stange 4 ist fest aber lösbar, an dem Halter 2 durch eine Schraube 41 befestigt, die in eine Vertiefung 42 in der Stange eingreift. Um eine Verdrehung der Stange 4 zu verhindern, ist ebenfalls ein Verriegelungsstift 43 vorgesehen, wie es in Fig. 5 gezeigt ist.

Damit das Bearbeitungselement leicht ausgetauscht werden kann, bspw. wenn es stumpf geworden ist, ist ein messerförmiges Element 39 mit einer schlitzförmigen Öffnung 40 versehen, die auf den Schaft 10 in der Hülse 7 paßt. Indem die Hülse 7 in der oben beschriebenen Weise entkoppelt wird, kann das messerförmige Element 39 durch die Öffnung oder den Schlitz 15 entfernt werden, und ein neues Messer kann eingesetzt werden. Es kann auch notwendig sein, das messerförmige Element zur Bearbeitung von Löchern unterschiedlichen Durchmessers auszutauschen, um einen geeigneten Spielwinkel zwischen dem Messer und dem Werkstück zu gewährleisten.

Um einen optimalen Verschluß gegenüber einem Eindringen von abgetragenem Werkstoff in die Hülse 7 um das messerförmige Element 39 herum vorzusehen, wird der schmale Begrenzungsrand der Öffnung 15, gegen den die lange Basisseite oder Schneidkante 12 des messerförmigen Elements 39 in seiner zweiten Position anliegt, um einen Verschluß zu bilden, so geformt, daß er schräg nach außen verläuft, wie es in Fig. 5 gezeigt ist.

Man erkennt, daß das Entgratwerkzeug gemäß der Erfindung ein feines, mechanisches Instrument mit ausgedehnten Anwendungsmöglichkeiten nicht nur zur Entgratung von Rändern gebohrter Löcher sondern auch zum Senken von Rändern ist. Für diesen Zweck können die spitzen Winkel, die die Schneidkanten des messerförmigen Elements 9,39 mit der Längsmittellinie der Hülse 7 bilden, wenn es erwünscht ist, von der bevorzugten Größe von 45º abweichen. Dies kann einerseits bspw. durch eine geeignet Wahl des Neigungswinkels der schrägen Seite 11 des messerförmigen Elements 9, 39 und/ oder dadurch erreicht werden, daß eine geeignete Form für das Messer ausgewählt wird. Für das Vorwärts- und Rückwärtssenken der gebohrten Lochränder wird das Werkzeug in der gleichen Weise wie beim Entgraten verwendet.

Für den Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet liegt es auf der Hand, daß die gezeigte, bevorzugte Ausführungsform auf vielfältige Weise abgeändert werden kann. In diesem Zusammenhang kann bspw. betrachtet werden, mehrere Bearbeitungselemente, die, wenn es erwünscht ist, voneinander verschieden sein können, in der Hülse anzuordnen, bspw. einander gegenüberstehend; eine Steuerungsvorrichtung, die eine Drehbewegung statt einer Gleitbewegung ausführen kann, um die Messer nach außerhalb der Hülse zu bewegen; zusätzliche Federeinrichtungen derart, daß das messerförmige Element in der Hülse durch Federdruck gehalten wird. Der Griff 5 kann bspw. auch als ein Stift zum Einspannen in das Spannfutter einer Bohrmaschine konstruiert sein, so daß das Werkzeug bspw. in einer Maschine für Entgratungs- oder Absenkvorgänge befestigt werden kann.


Anspruch[de]

1. Entgratwerkzeug mit einem Halter (2), von dem sich eine längliche Hülse (7) erstreckt, einem Bearbeitungswerkzeug (9; 39), das schwenkbar nahe einem freien Ende (8) der Hülse (7) angeordnet ist, in letzterer bewegbar ist und eine Bearbeitungsseite (12) aufweist, einer Öffnung (15), die in der Wand der Hülse (7) nahe deren freiem Ende (8) hergestellt ist und durch eine Begrenzungskante begrenzt ist, und mit Steuermitteln (16), die mit dem Bearbeitungselement (9; 39) in der Hülse (7) derart in Eingriff bringbar sind, daß sich das genannte Bearbeitungselement in einer ersten Position innerhalb des Umfangs der Hülse (7) befindet und in einer zweiten Position mit seiner Bearbeitungsseite (12) durch die genannte Öffnung (15) zumindest teilweise außerhalb der Hülse (7) hervorsteht, wobei die Abmessungen der genannten Öffnung (15) in der Hülse (7) und des Bearbeitungselements (9; 39) für eine enge Passung ausgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Position des Bearbeitungselements (9; 39) die Bearbeitungsseite (12) des genannten Elements gegen die gegenüberliegende Begrenzungskante (28; 38) der Öffnung (15) stößt und sie verschließt.

2. Entgratwerkzeug gemäß Anspruch 1, wobei das Bearbeitungselement ein messerförmiges Element mit zwei parallelen Seiten und zumindest einer schrägen Seite ist, und die Steuermittel ein Element (16) umfassen, das in der Längsrichtung der Hülse bewegbar ist und an dem messerförmigen Element (9; 39) eingreifen kann, um das genannte Element um den Schwenkpunkt (10) derart schräg zu stellen, daß die Schneidkante (12) zumindest teilweise aus der Hülse (7) hervorsteht, dadurch gekennzeichnet, daß das messerförmige Element (9; 39) in der Nähe der schrägen Seite (11) des genannten Elements schwenkbar angebracht ist, und daß das Element (16) an der genannten schrägen Seite (11) des messerförmigen Elements (9; 39) eingreift, um es zu der und gegen die gegenüberliegende Begrenzungskante (28; 38) schräg zu stellen.

3. Entgratwerkzeug gemäß Anspruch 2, wobei das messerförmige Element (9; 39) die Form eines rechteckigen Trapezes mit einer langen Basisseite (12), die als Schneidkante ausgelegt ist, und einer gegenüberliegenden kurzen Basisseite (14) aufweist, das bewegbare Steuerelement ein länglicher Stift (16) ist, der so befestigt ist, daß er sich in der Hülse (7) in deren Längsrichtung gleiten kann, ein Ende (17) des genannten Stifts (16) in der ersten Position des messerförmigen Elements (9; 39) an dessen schräger, aufrechter Seite (11) in der Nähe der kurzen Basisseite (14) eingreift, und die schräge, aufrechte Seite (11) auf dem länglichen Stift (16) in der zweiten Position des messerförmigen Elements (9; 39) ruht.

4. Entgratwerkzeug gemäß Anspruch 3, wobei eine aufrechte Seite (13) des messerförmigen Elements (9; 39), die sich der schrägen, aufrechten Seite (11) gegenüberliegend befindet, auch als Schneidkante konstruiert ist.

5. Entgratwerkzeug gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Außenwand der Hülse (7) über einen an die Öffnung (15) anschließenden Abschnitt mit einer Ausnehmung (24) versehen ist, um während der Verwendung abgetrenntes Material zu sammeln.

6. Entgratwerkzeug gemäß Anspruch 3, 4 oder 5, wobei das andere Ende (18) des länglichen Stifts (16) in eine Gleitbuchse (19; 34), die an dem Halter (2) angebracht ist, eingreift, um den Stift (16) in der Längsrichtung der Hülse (7) zu bewegen.

7. Entgratwerkzeug gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hülse (7) mit zumindest einem darin angebrachten Bearbeitungselement (9; 39) austauschbar an dem Halter (2) angebracht ist.

8. Entgratwerkzeug gemäß Anspruch 7, wenn von Anspruch 6 abhängig, wobei die Hülse (7) mit einem gebohrten Loch (31) versehen ist, in dem ein bewegbares Verriegelungselement (32) enthalten ist, und wobei der Halter (2) eine Verriegelungsausnehmung (33) derart aufweist, daß, wenn die Hülse (7) auf den Halter (2) gesetzt ist, das Verriegelungselement (32) in der genannten Verriegelungsausnehmung (33) unter dem Einfluß der Gleitbuchse (34) eingreift und die Hülse (7) fest mit dem Halter (2) verriegelt, und wobei durch geeignetes Verschieben der Gleithülse (34) das Verriegelungselement (32) außer Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung (33) gebracht werden kann, um die Hülse (7) an dem Halter (2) zu entriegeln, wobei eine lösbare Verriegelung (37), die der Gleitbuchse (34) ermöglicht, in die entriegelte Position verschoben werden zu können, an dem Halter (2) angebracht ist.

9. Entgratwerkzeug gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wenn von Anspruch 3 abhängig, wobei das messerförmige Element (39) mit einer schlitzförmigen Öffnung (40) versehen ist, in der genannten schrägen, aufrechten Seite (11) endet, und wobei der Schwenkpunkt durch einen Schaft (10) gebildet ist, der in der Hülse (7) angebracht ist, so daß es für das messerförmige Element (39) möglich ist, austauschbar über seine schlitzförmige Öffnung (40) auf dem Schaft (10) angebracht zu werden.







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