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Dokumentenidentifikation DE69033440T2 21.06.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0674249
Titel Mischen oder Homogenisieren einer Flüssigkeit mit einem Gas und Messen des Durchflusses der Mischung
Anmelder Framo Engineering A/S, Sandsli, NO;
Norsk Hydro A/S, Oslo/Osló, NO
Erfinder Mohn, Frank, London SW20 OAY, GB;
Martin, Wallace William, N-5043 HOP, NO
Vertreter Wilhelms, Kilian & Partner, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69033440
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.05.1990
EP-Aktenzeichen 951089978
EP-Offenlegungsdatum 27.09.1995
EP date of grant 26.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2000
IPC-Hauptklasse G05D 11/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Zusammenmischen oder Homogenisieren einer Flüssigkeit und eines Gases und zum Messen des Durchflusses der Mischung.

Aus US-A-3 556 141 ist ein Vorrichtung bekannt, die eine mit einem Venturi- Rohr versehene Leitung umfaßt, durch das ein Wasserstrom fließt. Flüssiger Dünger wird in den Wasserstrom direkt stromabwärts des Venturi-Rohrs durch ein Dosierventil aus einem Behälter durch den Druckabfall aufgrund des Venturi-Rohrs eingespritzt.

Die Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Zusammenmischen oder Homogenisieren einer Flüssigkeit und eines Gases, wobei die Vorrichtung einen Behälter zum Aufnehmen einer Lache der Flüssigkeit darin und eines Körpers des Gases über der Lache, eine Öffnung in dem Behälter, die mit einer Ablaßrinne kommuniziert, eine Rohrleitung, die das Innere des Behälters mit der Ablaßrinne verbindet, eine Verengung in der Ablaßrinne, die als ein Venturi-Rohr zum Zusammenmischen von Flüssigkeit aus der Lache und des Gases von dem durch die Rinne abgegebenen Körper dient, und einen Durchflußmesser zum Messen des Durchflusses durch das Venturi-Rohr umfaßt.

Die Erfindung schafft ferner ein Verfahren zum Messen des Durchflusses einer Mischung oder Homogenisation der Flüssigkeit und des Gases, wobei das Verfahren umfaßt, eine Lache der Flüssigkeit in einem Behälter und einen Körper des Gases in dem Behälter über der Flüssigkeitslache zu bilden, das Gas aus dem Körper und die Flüssigkeit aus der Flüssigkeitslache in eine Ablaßrinne abzugeben, die zum Enthalten eines Venturi-Rohrs verengt ist, und den Durchfluß der Mischung oder Homogenisation aus Flüssigkeit und Gas durch das Venturi-Rohr durch Erfassung von Druckänderung an demselben zu messen.

Der Fluß in die Ablaßrinne kann durch Schwerkraft verursacht werden, wobei der Auslaß aus der Kammer dann in ihrem Boden angeordnet ist. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung kann nichtsdestoweniger aufgebaut sein, um direkt stromaufwärts einer geeigneten Pumpe oder eines Verstärkers angeordnet zu sein.

Vorzugsweise enthält die Vorrichtung Mittel, die darauf gerichtet sind, einen Füllstand der Flüssigkeit in dem Behälter oder der Kammer aufrechtzuerhalten. Die Erfindung kann dementsprechend gewährleisten, daß sich die oder jede Leitung, die eine Flüssigkeit oder ein Gas in das Venturi-Rohr befördert, anstatt durch die Öffnung, durch die Flüssigkeitslache in der Kammer erstreckt und mit Löchern oder Perforationen versehen ist. Die aus der Flüssigkeitslache abgezogenen Flüssigkeitsmenge nimmt daher als eine Funktion der Zunahme des Flüssigkeitsfüllstandes zu, wenn weitere der Perforationen untergetaucht werden.

Die Erfindung kann auf die Homogenisierung und/oder Messung einer Mischung von Öl, Wasser und Gas angewendet werden, und kann in einer geeigneten Form für Unterwasserverwendung ausgeführt werden. Die Erfindung schafft ferner eine Durchflußmeßpatrone, die eine für Unterwasserinstallation eingerichtete Drossel enthalten kann, wie durch Installation in einem Tonnenaufnahmegefäß, das mit einem Tannenbaum verbunden ist.

Die Erfindung kann daher ein Misch- und Meßsystem für ein Mehrphasenverfahren oder ein System bereitstellen, durch das zwei oder mehr Fluidmaterialien, das heißt Flüssigkeiten, Gase oder Dämpfe vermischt werden und durch das die vermischten Materialien bei Bedarf gemessen werden können.

Es wird offensichtlich sein, daß die Erfindung eine Vielzahl von Anwendungen insbesondere in der Ölindustrie aufweist, wo sie sowohl auf Chemikalieneinspeisung und Mischen als auch auf Verarbeitung von Rohöl an Land und ablandig angewendet werden kann. In ihrem Aspekt als eine Homogenisierungsvorrichtung ist sie besonders auf das Mischen oder die Homogenisation von Mischungen aus Gas und Öl anwendbar, die von Küsten- oder Unterwasserquellen extrahiert werden. Das aus solchen Quellen extrahierte Fluid kann bezüglich seiner Gas- und Flüssigkeitsbestandteile beträchtlich variieren. Es kann sowohl Slugs aus im wesentlichen unvermischter Flüssigkeit getrennt durch primär gasförmige Teile als auch Teile aufweisen, die mehr oder weniger homogen sind. Diese Unbeständigkeit der Beschaffenheit des extrahierten Materials macht es insbesondere durch Pumpausrüstung schwer zu handhaben.

Die Erfindung ist im folgenden weiter beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

Fig. 1 und 3 Schnittseitenansichten der Misch- oder Homogenisierungsvorrichtung gemäß einer in unserer gleichzeitig anhängigen Anmeldung Nr. 90907359.5 beanspruchten Erfindung, von der diese Anmeldung abgeteilt ist,

Fig. 2 ist eine Schnittseitenansicht einer Misch- oder Homogenisierungsvorrichtung gemäß dieser Erfindung.

Fig. 4 ist eine Seitenansicht teilweise im Schnitt eines Aufnahmegefäßes einer Unterwasserinstallation, in der eine Patrone aufgenommen ist, welche eine wie in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung enthält;

Fig. 5 eine Seitenansicht der Unterwasserinstallation ist, in der das Aufnahmegefäß angebracht ist; und

Fig. 6 eine Draufsicht in kleinerem Maßstab der Unterwasserinstallation ist.

Die Mischvorrichtung von Fig. 1 umfaßt einen aufrechten zylindrischen Behälter 10, dessen obere Endwand 11 mit einer mittigen Öffnung versehen ist, durch die ein Rohr 12 entlang der Behälterachse verläuft. Neben dem Rohr 12 kommuniziert eine aufrechte Einlaßrinne 14 mit dem Behälterinneren durch eine von der Achse versetzte zweite Öffnung in der oberen Endwand 11. Die untere Endwand 16 des Behälters weist einen mittigen Auslaß 17 auf, durch den der Behälter mit einem hohlen Ablaßformstück 20 kommuniziert, dessen Innenraum so geformt ist, daß es als ein Venturi-Rohr arbeitet. Das mittige Rohr 12 erstreckt sich mit Abstand durch den Auslaß 17, wobei sich sein offenes unteres Ende gerade innerhalb der Einrichtung 20 befindet.

Eine in den Behälter durch die Einlaßrinne 14 bei einer geeigneten Durchsatzrate eingefüllte Flüssigkeit bildet eine Lache 21, aus der die Flüssigkeit unter Schwerkraft durch den Auslaß 17 und das Ablaßformstück 20 fließt. Eine zweite Flüssigkeit oder ein Gas, die oder das durch das Rohr 12 zur Verfügung stehen, werden durch das Venturi-Rohr das Rohr entlang gezogen und so wirksam mit der durch die Rinne 14 eintretenden Flüssigkeit vermischt. Das Rohr 12 ist wenigstens über seinen unteren Bereich mit Löchern oder Perforationen 22 versehen, so daß die Flüssigkeit in der Lache 21 in das Venturi-Rohr sowohl durch das Rohr als auch durch den Auslaß 17 eintreten kann. Auf diese Weise wird ein Regulierungsmaß des Füllstands der Lache 21 dadurch erhalten, daß weitere Perforationen 22 für die abzulassende Flüssigkeit verfügbar werden, wenn der Füllstand der Lache ansteigt.

Die Vorrichtung von Fig. 1 ist daher zum Vermischen der Flüssigkeit aus einer ersten externen Quelle mit einer anderen Flüssigkeit oder einem Gas aus einer zweiten, anderen, externen Quelle vorgesehen. Die Vorrichtung umfaßt eine Vielzahl von Anwendungen wie für Chemikalieneinspeisung oder tropfenweisen Zuführung von Zusatzstoffen zu einer Flüssigkeit.

Die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtungsform ist zum Zusammenmischen von in einem einzigen hereinfließenden Fluidvorrat auftretenden Flüssig- und Gasphasen ausgeführt und arbeitet daher als ein Homogenisator. In der folgenden Beschreibung der Vorrichtung von Fig. 2 und 3 sind bereits in Fig. 1 verwendete Bezugsziffern erneut für gleiche oder ähnliche Teile verwendet.

Die Vorrichtung von Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen von Fig. 1 darin, daß die Fluidquelle für das mittige Rohr 12 den oberen Teil des Behälterinneren darstellt. Zu diesem Zweck erstreckt sich das mittige Rohr 12 nicht nach oben über die obere Endwand 11 hinaus, welche mit einer zweiten axial versetzten Öffnung 25 versehen ist. Ein Unterbehälter 26 in Form eines Zylinders mit kleinerer axialer Länge und kleinerem Durchmesser als der Hauptbehälter, durch den sich die Einlaßrinne 14 erstreckt, ist auf der oberen Endwand 11 angebracht und sowohl die Öffnung 25 als auch das Rohr 12 stehen mit demselben in Verbindung.

Die Flüssigphase einer mittels der Einlaßrinne 14 in den Behälter 10 eintretenden Mehrphasenfluidströmung neigt dazu, sich unter Schwerkraft von der Gasphase zu trennen, und bildet die Lache 21 in dem unteren Teil des Behälters. Die Gasphase besetzt den oberen Teil des Behälters über der Oberfläche der Flüssigkeitslache. Die Flüssigphase wird aus der Lache 21 durch das Ablaßformstück 20 unter Schwerkraft abgezogen, und die Wirkung des Venturi-Rohrs ist es, Gas aus dem oberen Teil des Behälters durch die Öffnung 25, den Unterbehälter 26 und das mittige Rohr 12 in das Venturi-Rohr zu ziehen. Die Flüssigphase wird folglich mit der Flüssigphase vermischt, so daß ein homogenisiertes oder im wesentlichen homogenisiertes Fluid in dem Ablaßformstück 20 erhalten wird. Wenn der in den Behälter eintretende Mehrphasenfluidstrom bereits homogen oder beinahe so ist, dann wird die Mischung durch das die Ablaßformstück sowohl mittels der Öffnung 17 als auch des Rohrs 12 abgelassen. ·

Der Leervolumenteil α des von dem Behälter 10 abgelassenen Fluids hängt von den Abmessungen des Venturi-Rohrs ab und kann unabhängig von der Gesamtdurchsatzrate QT, dem Flüssigkeitsfüllstand h in dem Behälter und dem Gesamtdruck p gemacht werden.

Unter der Annahme, daß sowohl etwas Flüssigkeit als auch etwas Gas in dem Behälter 10 vorhanden sind, wird der Gesamtdruckabfall für die durch ihn fließenden Gas- und Flüssigphasen gleich sein, und der Leervolumenanteil von dem Behälter kann aus der resultierenden Gleichung wie folgt erhalten werden:

wobei:

AT - die Querschnittfläche des Behälters ist,

AL - die Querschnittfläche der Flüssigkeit in dem Venturi-Rohr ist,

AG - die Querschnittfläche des Gases in dem Venturi-Rohr ist,

ξL - der Gesamtflüssigkeitsverlustkoeffizient ist;

ξG - der Gesamtgasverlustkoeffizient ist;

PL - die Flüssigkeitsdichte ist,

PG - die Gasdichte ist, und

g - Schwerkraft ist.

Unter Dauerdurchflußbedingungen wird der aus dem Behälter gezogene durchschnittliche Leervolumenanteil gleich dem durchschnittlichen Leervolumenanteil sein, der in ihn eintritt. Zum Sicherstellen, daß sowohl Flüssigkeit als auch Gas immer in dem Behälter vorhanden sind, ist es zweckdienlich, den abgezogenen Gasanteil zu verringern, wenn der Flüssigkeitsfüllstand zunimmt, und umgekehrt, und dies wird durch die Perforationen 22 in dem mittigen Rohr 12 erreicht.

Der perforierte Rohrteil 22 arbeitet auf diese Weise als ein integrierter Regler, der eine Variation des Leervolumenanteils ermöglicht. Eine jegliche gewünschte Mischeinheitcharakteristik kann durch eine geeignete Wahl von Abmessungen des Venturi-Rohrs und der Perforationen 25 in dem Rohrteil 22 erhalten werden.

Bei manchen Anwendungen der Vorrichtung von Fig. 2 kann es erwünscht sein, einen Fluidzusatz in den aus dem Formstück 210 ausgegebenen homogenisierten Strom einzuführen, und dies kann einfach mittels der in Form der in Fig. 3 gezeigten Vorrichtung erreicht werden.

Die Vorrichtung von Fig. 3 ähnelt derjenigen von Fig. 2, umfaßt jedoch zusätzlich ein Rohr 30, das koaxial mit Abstand innerhalb des Rohrs 12 aufgenommen wird. Das innere Rohr 30 erstreckt sich zu den unteren Ende des Rohrs 12 und kommuniziert an seinem oberen Ende mit einer Quelle des gewünschten flüssigen oder gasförmigen Zusatzes, welcher zusammen mit der Flüssigphase aus der Lache 21 und der Gasphase darüber in die Venturi- Einrichtung gezogen wird, um effektiv mit diesen Phasen zusammengemischt zu werden. Ein inneres Rohr so wie das Rohr 30 könnte der Vorrichtung der anderen Figuren hinzugefügt werden, wenn gewünscht ist, mehr als ein Fluid mit der durch die Einlaßrinne 14 zugeführten Flüssigkeit zu mischen.

Bei manchen Anwendungen der in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Vorrichtungsformen ist es erwünscht, eine Messung des durch die Vorrichtung hindurchgehenden Fluiddurchflusses vorzusehen, und die Vorrichtung kann mit einem stromabwärts vorgesehenen Durchflußmesser verbunden werden. Da jedoch jede Form der Vorrichtung ein Venturi-Rohr enthält, können Durchflußmesser der Art, die von dem in einem Venturi-Rohr erfolgenden Druckabfall abhängen, einfach bei der Mischvorrichtung integriert werden.

So befestigt das Formstück 20, wie schematisch nur in Fig. 2 gezeigt ist, obwohl jedoch auf die Vorrichtung von Fig. 1 und Fig. 3 anwendbar, axial beabstandete stromabwärts und stromabwärts angeordnete Drucksonden oder -meßgeräte 40 und 41, die Ausgangssignale liefern, welche ermittelten Fluiddruck darstellen. Das stromaufwärts angeordnete Meßgerät 40 ist am Eingang zu dem Venturi-Hals angeordnet und das Meßgerät 41 ist in dem Hals selbst angeordnet. Die Ausgangssignale des Meßgeräts werden einer Verarbeitungseinrichtung 50 zugeführt. Beabstandete stromaufwärts und stromabwärts angeordnete Temperatursensoren 45 und 46 werden auch durch das Formstück 20 an jeweiligen axialen Stellen entsprechend denjenigen der Druckmeßgeräte 40 und 41 getragen. Die ermittelte Temperatur darstellende Ausgangssignale werden von den Sensoren 45 und 46 der Verarbeitungseinrichtung 50 zugeführt. Die Ausgangssignale aus den Temperatursensoren 45 und 46 werden in der Verarbeitungseinrichtung 50 verwendet, welche Ausgangssignale zu einer Anzeige- und/oder Aufzeichnungseinrichtung 51 liefert, um Variationen in der Dichte aufgrund von Temperaturänderungen zu kompensieren.

Die durch das Formstück 20 fließende Mischung umfaßt sowohl Gas- als auch Flüssigphasen und der Massendurchsatz der getrennten Phasen kann durch die Verarbeitungseinrichtung 50 durch ihr von einem Dichtemesser 54 zugeführte Ausgangssignale berechnet werden, der von irgendeiner geeigneten Art, wie zum Beispiel ein Y-Strahlen- oder X-Strahlen-Dichtemesser sein kann. Die homogenisierte Beschaffenheit des Fluidstromes in dem Formstück 20 stellt ein genaues Ergebnis sicher.

Obwohl auf Fluiddurchfluß durch die Vorrichtung der Fig. 1, 2 und 3 unter Schwerkraft bezug genommen wurde, kann der Durchfluß durch einen stromabwärts angeordneten Verstärker 31 oder eine dort angeordnete Pumpe verstärkt oder ausgelöst werden, der/die schematisch nur in Fig. 3 gezeigt ist, jedoch auch auf die Vorrichtung von Fig. 1 oder Fig. 2 angewendet werden kann, und unter der Ablaß- oder Venturi-Einrichtung 20 angebracht ist.

Die vorliegende Erfindung findet Anwendung insbesondere aber nicht ausschließlich in der Ölindustrie. Zum Beispiel kann Rohöl, das aus einer Mischung von Gas, Öl und Wasser besteht, durch die Vorrichtung von Fig. 2 geführt werden. Zur Verwendung in Unterwasserinstallation kann die Vorrichtung wie in Fig. 4 gezeigt in eine Patrone 60 für Aufnahme in einem an der Installation angeordneten aufrechten Aufnahmegefäß 61 mit offenem Oberteil eingebaut werden. Das Aufnahmegefäß 61 kann wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt an einem Rahmen für einen Nebenproduktions-Tannenbaum 63, zweckdienlich an der gegenüberliegenden Seite des Tannenbaums von einem Steuermodul 62 angebracht werden, um ein Ausbalancieren des Rahmen zu unterstützen.

Die Patrone 60 weist obere, Zwischen- und untere Dichtungsmittel 64, 65 & 66 mit gleichem Durchmesser zum Abdichten eines unteren Teils des Aufnahmegefäßes 61 mit einheitlichem Innenquerschnitt auf. Die Dichtungsmittel werden durch Wasserdruck nach Eintritt der Patrone 61 in das Aufnahmegefäß aktiviert. Der Zwischenraum zwischen dem oberen und dem Zwischendichtungsmittel 64 und 65 begrenzt eine abgedichtete Eintrittskammer, in die Rohöl durch eine Rohrleitung 69 durch eine Öffnung in der Wand des Aufnahmegefäßes getragen wird. Aus der Eintrittskammer tritt das Rohöl in den Behälter 10 der Misch- oder Homogenisiervorrichtung, durch die es fließt, ein. Das untere Dichtungsmittel 66 begrenzt das untere Ende einer Ablaßkammer, in die das gemischte und gemessene Rohöl von dem unteren Ende des Formstücks 20 der Vorrichtung fließt und von wo es aus dem Aufnahmegefäß durch eine Öffnung in der Wand des Aufnahmegefäßes in die Rohrleitung 70 abgelassen wird.

Elektrische und hydraulische Energieverbindung zu der Patrone 60 wird durch Kupplungsanordnungen bewirkt, die eine in der Grundwand des Aufnahmegefäßes 61 ausgebildete Öffnung und einen Verbindungsstecker 72 aufweisen, der aus dem unteren Ende der Patrone vorsteht und in die Öffnung durch einen Einstechvorgang während Installierung der Patrone eingeführt wird. Über dem oberen Dichtungsmittel 64 weist die Patrone 60 einen Verbinder 74, durch den es mechanisch innerhalb eines oberen Teils des Aufnahmegefäßes mit größerem Durchmesser als demjenigen des unteren Teils verriegelt wird, und einen Laufhals 75 auf, durch den es während der Installierung in das Aufnahmegefäß abgesenkt und mittels eines zweckbestimmten Laufwerkzeugs aus ihm herausgehoben werden kann, wenn Entnahme erforderlich ist.

Elektrische und hydraulische Verbindungen mit der Patrone 61 werden mittels des Verbindungssteckers 72 und eines elektrischen/hydraulischen Signalintegrators 76 hergestellt, der unter dem untersten Dichtungsmittel 66 angeordnet ist. Die Patrone kann, wenn gewünscht, eine Drossel 80 enthalten, die stromaufwärts der Durchflußmessereinrichtung wie gezeigt oder stromabwärts derselben angeordnet sein kann, und zu der sowohl Verbindungen von dem Integrator 76 als auch zu der Durchflußmessereinrichtung verlaufen, außer wenn die Drossel ein mechanisch betätigtes Drosselventil aufweist. Steuer- und Informationssignale werden durch den Stecker 72 und den Integrator 76 zwischen der Patrone und dem Tannenbaum-Steuermodul 62 und durch eine Zentrale 81 für die Installation zu einem Kontrollzentrum geleitet.

Die Durchflußmesserpatrone 60 und das Aufnahmegefäß 61 sind stromabwärts des Tannenbaum-Flügelventils 63 angebracht, mit dem sie mittels einer Hartrohrflanschverbindung verbunden sind, so daß das Rohöl kontinuierlich von dem Baum durch ein Hauptventil und das Flügelventil mittels eines Durchflußbasisverbinders zu der Patrone und nach außen zu Transportrohrleitungen fließt.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Zusammenmischen oder Homogenisieren einer Flüssigkeit und eines Gases und zum Messen des Durchflusses der Mischung, wobei die Vorrichtung einen Behälter (10) zum Aufnehmen einer Lache (21) der Flüssigkeit darin und eines Körpers des Gases über der Lache, eine Öffnung (17) in dem Behälter, die mit einer Ablaßrinne (20) kommuniziert, eine Rohrleitung (12), die das Innere des Behälters mit der Ablaßrinne verbindet, eine Verengung in der Ablaßrinne, die als ein Venturi-Rohr zum Zusammenmischen der Flüssigkeit aus der Lache und des Gases von dem durch die Rinne abgebenden Körper dient, und einen Durchflußmesser zum Messen des Durchflusses durch das Venturi-Rohr durch Erfassen des Fluiddrucks umfaßt.

2. Vorrichtung wie in Anspruch 1 beansprucht, bei der die Rohrleitung (12) sowohl mit der Flüssigkeit als auch dem Gas kommuniziert.

3. Vorrichtung wie in Anspruch 2 beansprucht, bei der die Rohrleitung (12) mit der Flüssigkeit mittels Öffnungen kommuniziert, die entlang ihrer Länge beabstandet sind, so daß die in die Rohrleitung eintretende Flüssigkeitsmenge von dem Füllstand der Lache (21) abhängt.

4. Vorrichtung wie in Anspruch 1, 2 oder 3 beansprucht, bei der der Behälter einen gemeinsamen Einlaß (14) für die Flüssigkeit und das Gas aufweist.

5. Vorrichtung wie in irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche beansprucht, bei der der Durchflußmesser Drucksensoren (40, 41), die jeweils am Einlaß zu dem Venturi-Rohrhals und an dem Hals angeordnet sind, ein Verarbeitungsmittel (50) zum Verarbeiten der Sensorausgaben, und ein Anzeige- und/oder Aufnahmemittel (51) umfaßt, das auf die Ausgabe des Verarbeitungsmittels reagiert.

6. Vorrichtung wie in Anspruch 5 beansprucht, bei der der Durchflußmesser Sensoren (45, 46) umfaßt, die auf Fluidtemperatur an den Drucksensoren (40, 41) reagieren, und bei der das Verarbeitungsmittel (50) die Ausgaben der Temperatursensoren zum Kompensieren von temperaturabhängigen Dichteänderungen verwendet.

7. Vorrichtung wie in Anspruch 5 oder 6 beansprucht, bei der der Durchflußmesser einen Dichtemesser (54) umfaßt, und das Verarbeitungsmittel (50) auf die Ausgaben der Drucksensoren und des Dichtemessers reagiert, um den Massendurchsatz von Gas- und Flüssigphasen in dem Venturi-Rohr zu berechnen.

8. Vorrichtung wie in irgendeinem vorhergehenden Anspruch beansprucht, bei der die Ablaßrinnenöffnung (17) sich im unteren Bereich des Behälters (10) befindet.

9. Vorrichtung wie in irgendeinem vorhergehenden Anspruch beansprucht, bei der die Ablaßrinne (20) mit dem Einlaß einer Saugpumpe (31) stromabwärts der Verengung kommuniziert.

10. Unterwasserinstallation, die eine Vorrichtung wie in irgendeinem vorhergehenden Anspruch beansprucht zum Vermischen oder Homogenisieren von Rohöl und Gas enthält.

11. Unterwasserinstallation wie in Anspruch 10 beansprucht, bei der die Vorrichtung in einer Patrone (60) enthalten ist, die in einem Aufnahmegefäß (61) der Installation aufgenommen wird, in das die Patrone von Oberflächenausrüstung hineingelegt und aus dem sie wieder entnommen werden kann.

12. Unterwasserinstallation wie in Anspruch 11 beansprucht, die Dichtungsmittel (64, 65, 66) aufweist, welche zwischen der Patrone (60) und dem Aufnahmegefäß (61) aktiv sind, wobei die Dichtungsmittel eine Eintrittskammer und eine Auslaßkammer begrenzen, die mit einem Einlaß bzw. der Ablaßrinne der Vorrichtung kommunizieren.

13. Unterwasserinstallation wie in Anspruch 12 beansprucht, die Mittel zum Aktivieren der Dichtungsmittel durch hydraulischen Druck aufweist.

14. Unterwasserinstallation wie in Anspruch 11, 12 oder 13 beansprucht, die ein Mittel (74) zum Verriegeln der Patrone an dem Aufnahmegefäß nach Aufnahme darin umfaßt.

15. Unterwasserinstallation wie in Anspruch 11, 12, 13 oder 14 beansprucht, die elektrische und/oder hydraulische Verbindungsmittel (72, 76) zwischen der Patrone und der Unterwasserinstallation umfaßt, wobei die Verbindungsmittel so angeordnet sind, daß sie als ein Resultat einer Einstechinstallierung der Patrone in dem Aufnahmegefäß wirksam sind.

16. Verfahren zum Zusammenmischen oder Homogenisieren einer Flüssigkeit und eines Gases und zum Messen des Durchflusses einer Mischung oder Homogenisation der Flüssigkeit und des Gases, wobei das Verfahren umfaßt, eine Lache (21) der Flüssigkeit in einem Behälter (10) und einen Körper des Gases in dem Behälter über der Flüssigkeitslache zu bilden, das Gas aus dem Gaskörper und die Flüssigkeit aus der Flüssigkeitslache in eine Ablaßrinne (20) abzugeben, die zum Enthalten eines Venturi-Rohrs verengt ist, und den Durchfluß der Mischung oder Homogenisation aus Flüssigkeit und Gas durch das Venturi-Rohr durch Druckänderung an demselben zu erfassen.

17. Verfahren wie in Anspruch 16 beansprucht, das den Schritt umfaßt, wenigstens eine weitere Flüssigkeit oder ein weiteres Gas aus einer Quelle außerhalb des Behälters mit der Flüssigkeit und dem Gas an dem Venturi-Rohr zu vermischen.

18. Verfahren wie in Anspruch 16 oder 17 beansprucht, das umfaßt, die Fluiddurchflußmessung durch Erfassen von Temperaturänderung an dem Venturi-Rohr zu kompensieren.

19. Verfahren wie in Anspruch 16, 17 oder 18 beansprucht, das umfaßt, Massendurchsätze von Gas- und Flüssigphasen in dem Venturi-Rohr durch Dichtemessung an demselben zu bestimmen.

20. Verfahren wie in irgendeinem der Ansprüche 16 bis 19 beansprucht, das umfaßt, den Fluß von Flüssigkeit in die Lache hinein und aus derselben heraus zu so koordinieren, daß der Füllstand der Flüssigkeitslache aufrechterhalten wird.







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