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Dokumentenidentifikation DE69421501T2 06.07.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0655161
Titel VERDECKUNG VON VERLORENEN SIGNALFENSTERN
Anmelder Telefonaktiebolaget L M Ericsson (publ), Stockholm, SE
Erfinder TORBJÖRN, Wigren, Karl, S-754 32 Uppsala, SE;
ANDERS, Bergström, Rolf, S-431 60 Mölndal, SE
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69421501
Vertragsstaaten DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.06.1994
EP-Aktenzeichen 959019803
WO-Anmeldetag 02.06.1994
PCT-Aktenzeichen SE9400532
WO-Veröffentlichungsnummer 9429850
WO-Veröffentlichungsdatum 22.12.1994
EP-Offenlegungsdatum 31.05.1995
EP date of grant 03.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.07.2000
IPC-Hauptklasse G10L 19/00

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verdeckung von verlorenen Rahmen bzw. Signalfenstern in einem Kommunikationssystem, z. B. einem Funkkommunikationssystem, und insbesondere auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verbesserung der Dekodierung von Hintergrundgeräuschen bzw. Hintergrundtönen in einem solchen System.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Mittel zur Verbesserung der Codierung/Dekodierung von Hintergrundgeräuschen bzw. Hintergrundtönen, welche primär für digitale Zellulartelefon-Systeme gedacht wurden, sind in dem schwedischen Patentanmeldungen 93 00290-5 und 93 01798-6 beschrieben worden. Diese Mittel wurden primär entwickelt, um mit einer Situation umzugehen, bei der die Verbindung zwischen dem Sprachcodierer und dem Sprachdekodierer nahezu ideal ist, in dem Sinne, daß keine Rahmen verloren gehen, Jedoch beispielsweise in der amerikanischen digitalen Zellularnorm IS-54 wird der schnelle zugeordnete Steuerkanal (FACCH = Fast Associated Control Channel) dadurch errichtet, daß Sprachrahmen aus dem Verkehrskanal gestohlen werden (ein ähnlicher Kanal existiert in der europäischen GSM- Spezifikation). In einem solchen Fall kann es notwendig sein, die in den obigen schwedischen Patentanmeldungen beschriebenen Verfahren zu modifizieren. Eine ähnliche Situation tritt in einem paketvermittelten Netz auf, wenn Pakete (Rahmen) verloren gehen oder zu spät ankommen, um in Echtzeit für Spracherzeugung verwendet zu werden (die Pakete können zwischen dem Sender und Empfänger verschiedene Pfade nehmen).

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung und ein Verfahren, bei denen eine sogenannte Verdeckung verlorener Rahmen (lost frame concealment) auf das empfangene Signal angewendet wird, um die Sprachdekodierung robuster zu machen bzw. weniger empfindlich gegenüber verlorenen Rahmen.

Diese Aufgabe wird durch ein System und ein Verfahren in Übereinstimmung mit den angehängten Ansprüchen gelöst.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung kann zusammen mit ihren weiteren Aufgaben und Vorteilen am besten verstanden werden durch Bezugnahme auf die folgende Beschreibung, zusammengenommen mit der begleitenden Zeichnung, welche ein schematisches Blockdiagramm der relevanten Teile eines Empfängers in einem Funkkommunikationssystem ist, welches eine Vorrichtung in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung enthält.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGEN

Um den Betrieb der Erfindung zu verstehen, ist es nützlich, kurz den Betrieb einer typischen digitalen Zellularfunkverbindung zu betrachten, sowie typische Techniken zur Verdeckung verlorener Rahmen und auch die Algorithmen der oben erwähnten schwedischen Patentanmeldungen zu betrachten.

In einer Kommunikations-Verbindungsstrecke eines digitalen Zellulartelefon-Systems wird das akustische Signal erst digitalisiert und dann ein Sprachcodieralgorithmus angewendet (siehe z. B. B. S. Atal, V. Cuperman und A. Gersho, Herausgeber, "Adavances in Speech Coding", Kluwer Academic Publishers, 1991). Dieser Algorithmus komprimiert das Sprachsignal und transformiert es in eine Anzahl quantisierter Parameter (gewöhnlich in einer auf Rahmen beruhenden Weise). Die resultierenden Bits werden danach geschützt durch Hinzufügung von Codierredundanz, unter der Verwendung von Kanalcodiertechniken (siehe z. B. G. C. Clark und J. B. Cain, "Error Correction Coding for Digital Communication", Plenum Press, 1981). Der resultierende Bitstrom wird dann moduliert (siehe z. B. J. G. Proakis, "Digital Communication", 2. Auflage, McGraw-Hill, 1989) und übertragen, z. B. unter Verwendung von TDMA-Techniken (TDMA = Time Division Multiple Access, d. h. Zeitaufteilungs- Mehrfachzugriff). Einer möglichen Zeitdispersion oder Mehrweg-Dispersion kann begegnet werden durch verschiedene Entzerrungstechniken, z. B. Viterbi-Entzerrung oder Entscheidungsrückkopplungs-Entzerrung (siehe z. B. das obige Zitat von J. G. Proakis). Kanaldekodierung (siehe z. B. das obige Zitat von G. C. Clark und J. B. Cain) wird dann verwendet, um die Bits zu dekodieren, welche die quantisierten Parameter bilden, die der Sprachdekodierer benötigt, um das übertragene Sprachsignal zu rekonstruieren. Aus der obigen Diskussion wird klar, daß verlorene Rahmen das rekonstruierte Sprachsignal beeinflussen können, wodurch die Qualität jenes Signals verringert wird.

Beispielsweise in dem amerikanischen digitalen Zellularsystem in Übereinstimmung mit der Norm IS-54, würde ein für den FACCH gestohlener Rahmen zu einem verlorenen Sprachrahmen beim Sprachdekodierer im Empfänger führen. Der Sprachdekodierer löst dieses Problem durch "Auffüllen" mit geeigneter Information. Gewöhnlich wird die entsprechende Information aus dem vorangegangenen Rahmen verwendet, anstelle des verlorenen Rahmens. Wenn jedoch der Dekodierer Antiwirbelaktionen (anti-swirling actions) für Hintergrundgeräusche bzw. Hintergrundtöne vorsieht, wobei diese Aktionen unten weiter beschrieben werden, würde die Qualität des resultierenden Audiosignals nicht akzeptabel sein, wenn dieses Verfahren verwendet würde.

Unter Beachtung dieser Hintergrundinformation wird nun die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Die Zeichnung zeigt die Teile eines Empfängers in einem Mobilfunk-Kommunikationssystem, welche notwendig sind, um die vorliegende Erfindung zu beschreiben. Eine Antenne 10 empfängt das übertragene Signal und leitet es weiter an einen Demodulator 12. Der Demodulator 12 demoduliert das empfangene Signal und leitet es weiter an einen Entzerrer 13, z. B. einen Viterbi-Entzerrer, welcher das empfangene und demodulierte Signal in einen oder mehrere Bitströme umwandelt, welche an ein Entscheidungsmittel 14 weitergeleitet werden. Das Entscheidungsmittel 14 bestimmt, ob ein empfangener Rahmen Bits aus einem Verkehrskanal oder dem FACCH-Kanal enthält. Ein geeignetes Entscheidungsmittel wird in dem schwedischen Patent 9102611-2 beschrieben. Wenn der empfangene Rahmen Bits aus einem Verkehrskanal enthält, wird der Bitstrom an einen Kanaldekodierer 16 weitergegeben. Der Kanaldekodierer 16 wandelt den Bitstrom in einen Filterparameterstrom und einen Erregungsparameterstrom für die Sprachdekodierung um. Andererseits, wenn der empfangene Rahmen Bits aus dem FACCH enthält, wird der Bitstrom nicht an den Kanaldekodierer 16 weitergegeben. Stattdessen wird ein Verdeckungsmittel 18 von der Tatsache unterrichtet, daß der vorliegende Rahmen keine Sprachdaten enthält.

Der Empfänger enthält auch einen Sprachdetektor 20 (welcher auch als Sprachaktivitätsdetektor bzw. VAD, d. h. voice activity detector, bezeichnet wird). Ein geeigneter Sprachdetektor wird in WO 89/08910 der British Telecom PLC beschrieben. Der Sprachdetektor 20 bestimmt aus den Filter- und Erregungsparametern, ob der empfangene Rahmen vornehmlich Sprachtöne oder Hintergrundtöne enthält. Die Entscheidung des Sprachdetektors 20 kann an einen optionalen Signalunterscheider 22 weitergeleitet werden, welcher einige der Erregungsparameter verwendet, um zu bestimmen, ob empfangene Signale, welche Hintergrundtöne darstellen, stationär sind oder nicht. Wenn erklärt wird, daß ein Rahmen stationäre Hintergrundtöne enthält, steuert der Ausgang des Signalunterscheiders 22 einen Parametermodifizierer 24 so, daß dieser die empfangenen Filterparameter modifiziert. Diese Modifikation wird ausführlich in der schwedischen Patentanmeldung 9300290-5 beschrieben. Ferner wird die Stationaritätserfassung des Signalunterscheiders 22 und die Wechselwirkung zwischen dem Sprachdetektor 20, dem Signalunterscheider 22 und dem Parametermodifizierer 24 ausführlich in den schwedischen Patentanmeldungen 93 01798-6 und 93 03613-5 beschrieben. Die möglicherweise modifizierten Filterparameter (wenn ein empfangenes Signal stationäre Hintergrundtöne darstellt) und Erregungsparameter werden an einen Sprachdekodierer 26 weitergegeben, welcher auf der Ausgangsleitung 28 ein Audiosignal ausgibt.

Um die Fehlerverdeckungstechniken der vorliegenden Erfindung zu beschreiben, ist es notwendig, kurz die Auswirkung von verlorenen Rahmen (was auftritt, wenn FACCH-Rahmen Sprachrahmen ersetzen) auf die sogenannten Antiwirbel- Algorithmen zu beschreiben, welche in den obigen zwei schwedischen Patentanmeldungen beschrieben werden. Diese Auswirkungen können grob wie folgt aufgeteilt werden:

1. Der Sprachaktivitätsdetektor bzw. Sprachdetektor 20, welcher verwendet wird, um den Antiwirbelalgorithmus zu steuern, ist gewöhnlich adaptiv ("Voice Activity Detection", Empfehlung GSM 06.32, ETSI/GSM, 1991; WO 89/08910 der British Telecom PLC). Dies bedeutet, daß es Schwellwerte und entsprechende Zustände gibt, welche in dem Sprachaktivitätsdetektor intern automatisch aktualisiert werden, unter Verwendung entweder eines gemessenen Sprachsignals oder, bei Anwendung in dem Empfänger, wie es hier angenommen wird, unter Verwendung dekodierter Parameter aus dem Kanaldekodierer. Wenn es verlorene Rahmen gibt, müssen die erforderlichen Parameter in dem Empfänger erzeugt werden. Ein Weg, mit dieser Situation umzugehen, ist die Verwendung der gleichen Parameter wie in dem vorangegangenen Rahmen. Dies führt jedoch zu Schwellwerten oder inneren Zustandsvariablen, die nicht korrekt aktualisiert werden, was zu fehlerhaften Entscheidungen führen kann. Das Ergebnis wäre eine verringerte Qualität des rekonstruierten Audiosignals.

2. Der Sprackaktivitätsdetektor oder Sprachdetektor 20 bildet seine Sprach/Hintergrundton-Entscheidung unter Verwendung von eingehenden Filter- und Erregungs- Parametern, und auch von intern aktualisierten Zuständen, d. h. alten eingehenden Parametern und zusätzlicher a-priori-Information. Verlorene Rahmen können daher zu unmittelbar fehlerhaften Entscheidungen in dem Empfänger führen, was zu einer verringerten Qualität des rekonstruierten Audiosignals führt. Ferner, da die gegenwärtige Entscheidung auch von alten eingehenden Parametern abhängt, können verlorene Rahmen zukünftige Entscheidungen beeinflussen.

3. Der Signalunterscheider 22, welcher ein Teil des Systems in einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung sein kann, untersucht eingehende statistische Momente, vorzugsweise Energiewerte, welche die mittlere Signalenergie für jeden Rahmen beschreiben. Er muß eine große Zahl dieser Energien speichern, sowohl für den gegenwärtigen Rahmen als auch für ältere Rahmen, in einem oder mehreren Puffern (Details werden in der obigen schwedischen Patentanmeldung 93 01798-6 beschrieben). Sollte es Fehler geben bei diesen eingehenden Energien, werden auch diese Fehler in den Puffern gespeichert, was zu fehlerhaften Entscheidungen für eine beachtliche Zeit führt. Das Ergebnis wäre eine verringerte Qualität von rekonstruierten Hintergrundtonsignalen.

4. Die Aktionen, welche verwendet werden, um im Falle eines stationären Hintergrundtonsignals dem Wirbeln (swirling) zu begegnen, leiden auf verschiedene Weise, wenn eine fehlerhafte Entscheidung auftritt, die durch verlorene Rahmen verursacht wird. Eine Auswirkung ist, daß Sprache zerstört wird, wenn ein stationärer Hintergrundton fehlerhafterweise erfaßt wird und die Antiwirbel- Aktionen eingeleitet werden. Die umgekehrt fehlerhafte Entscheidung (Sprache, wenn tatsächlich ein stationärer Hintergrundton vorliegt) kann auch auftreten, und daher wird der Charakter des Hintergrundtons momentan verändert, was eine Belästigung sein kann. Ein wiederholtes Schalten zwischen Entscheidungen, die Sprache/stationäre Hintergrundtöne anzeigen, ist auch nicht wünschenswert, da Zeitkonstanten wirksam sind während des Übergangs zwischen den zwei Zuständen. Würde ein übermäßiges Schalten stattfinden, dann wäre dies sehr beunruhigend.

5. Die tatsächlichen Antiwirbel-Aktionen im Parametermodifizierer 24 (im wesentlichen spektrale Tiefpaßfilterung kombiniert mit Bandbreitenaufweitung, wie ausführlich beschrieben in der obigen schwedischen Patentanmeldung 93 00290-5), leiden unter dem Verlust von Rahmen. Eine Auswirkung tritt auf aufgrund von fehlerhaften Entscheidungen aus dem Sprachaktivitätsdetektor 20 oder aus dem Signalunterscheider 22. In diesen Fällen kann die Aktualisierung des Tiefpaßfilters eingeleitet werden oder abgeschaltet werden, was zu einer Abweichung führt im Vergleich zu dem Fall, bei dem keine Rahmen verloren wurden. Eine weitere Auswirkung tritt aufgrund von verlorenen Rahmen auf, die die Spektralinformation beeinflussen, welche die Tiefpaßfilter und die Bandbreitenaufweitung speist. Beide Wirkungen können zu Qualitätsverlusten führen.

6. Ein Postfilter des Sprachdekodierers 26 (wenn vorhanden) hat ähnliche Probleme wie oben in Abschnitt 5 beschrieben. Ferner, wenn der sogenannte spektrale Tilt (spektrale Neigung) in der Wahrnehmung sehr empfindlich ist, und da er durch den Antiwirbel-Algorithmus manipuliert werden kann, ergeben verlorene Rahmen eine wesentliche Qualitätsverringerung des rekonstruierten Sprachsignals.

7. Die oben beschriebenen Wirkungen können sich kombinieren und gegenseitig beeinflussen. Beispielsweise kann eine fehlerhafte Entscheidung in dem Sprachdetektor 20 zu einer Unterbrechung der Aktualisierung von Puffern des Signalunterscheiders 22 führen. Dies beeinflußt seinerseits den Signalunterscheider 22 für eine beachtliche Zeitperiode, was zu einer verringerten Qualität der Antiwirbel-Aktionen führt.

Aus der obigen Diskussion geht klar hervor, daß verlorene Rahmen zu einer inkorrekten Aktualisierung von inneren Variablen des Sprachdetektors 20, Signalunterscheiders 22, Parametermodifizierers 24 oder von Kombinationen aus diesen führen kann. In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung werden diese Probleme verringert oder ausgeschlossen, durch Modifikation des Aktualisierungsprozesses, wenn ein Rahmenverlust erfaßt wurde. Diese modifizierte Aktualisierung wird nun ausführlicher beschrieben.

Wenn ein verlorener Rahmen erfaßt wurde, kann das Verdeckungsmittel 18 den Betrieb des Aktualisierungsprozesses von entsprechenden inneren Zustandsvariablen in dem Sprachdetektor 20, Signalunterscheider 22 und Parametermodifizierer 24 jeweils steuern, wie durch die Steuerleitungen 30, 32 und 34 angegeben. Diese Modifikationen enthalten:

- Unterbrechung der Aktualisierung von inneren Zustandsvariablen (z. B. Schwellwerten) des Sprachdetektors 20, wenn ein Rahmenverlust erfaßt wird. Dies impliziert, daß die inneren Variablen des Sprachdetektors 20 verriegelt werden auf den gleichen Wert wie im vorangegangenen Rahmen, oder daß die Aktualisierung dieser Zustandsvariablen eingeschränkt wird (Zustandsvariablen können nur durch geringere Beträge als gewöhnlich aktualisiert werden).

- Eine weitere Aktion ist es, im Fall daß der Verlust eines Rahmens erfaßt wird, die Entscheidung im Sprachdetektor 20 auf die Entscheidung aus dem vorangegangenen Rahmen zu verriegeln.

- Wenn ein Rahmenverlust erfaßt wurde, kann die Aktualisierung der Puffer im Signalunterscheider 22 angehalten oder eingeschränkt werden.

- Eine weitere Möglichkeit ist die Verriegelung der Entscheidung des Signalunterscheiders 22 auf die Entscheidung des vorangegangenen Rahmens.

- Wenn ein Rahmenverlust erfaßt wurde, kann die Aktualisierung von internen Filterkoeffizienten des Parametermodifizierers 24, welche die Tiefpaßfilterung und/oder Bandbreitenausweitung steuern, angehalten oder eingeschränkt werden.

- Der spektrale Tilt bzw. die spektrale Neigung eines möglichen Postfilters kann verriegelt werden auf den Tilt bzw. die Neigung des vorangegangenen Rahmens.

Da unterschiedliche Parameter unterschiedliche Blöcke in der Zeichnung beeinflussen (Sprachdetektor 20, Signalunterscheider 22, Parametermodifizierer 24 und ein mögliches Postfilter), erkennt man, daß eine oder mehrere dieser Aktionen im Fall eines Rahmenverlustes durchgeführt werden können.

Bei der obigen Diskussion erkennt man auch, daß wenn ein Rahmenverlust über mehrere aufeinanderfolgende Rahmen anhält, innere Zustandsvariablen des Empfängers verriegelt werden auf (oder im wesentlichen verriegelt werden auf) Werte, die dem letzten empfangenen Rahmen entsprechen.

Diese Erfindung wurde beschrieben unter Bezugnahme auf ein auf Rahmen beruhendes Funkkommunikationssystem, bei welchem Rahmen manchmal aus dem Verkehrskanal "gestohlen" werden, um für andere Zwecke verwendet zu werden. Die gleichen Prinzipien können jedoch auch in Situationen angewendet werden, in welchen Rahmen aus anderen Gründen verloren gehen, zum Beispiel in einem paketvermittelten Netz, wo Pakete (diese können entweder als ganze Rahmen oder als Teile eines Rahmens angesehen werden) verschiedene Pfade zwischen Sender und Empfänger benutzen, und "verloren" gehen können, aufgrund einer verspäteten Ankunft oder aufgrund eines tatsächlichen Verlustes von Paketen während der Übertragung.

Eine bevorzugte Ausführung des Verfahrens in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird ausführlich veranschaulicht durch die zwei PASCAL-Programmodule im ANHANG.

Dem Fachmann ist klar, daß verschiedene Modifikationen und Veränderungen der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden können, ohne sich aus dem Schutzumfang zu bewegen, welcher durch die angehängten Ansprüche definiert wird.

ANHANG


Anspruch[de]

1. Ein auf Rahmen basierendes Funkkommunikationssystem, umfassend einen Empfänger, der eine Vorrichtung umfaßt zur Verdeckung der Auswirkungen von verlorenen Rahmen in einem Sprachdekodierer (26), welcher Sprachdekodierer von der Art mit Quellenfilter ist, und welche Vorrichtung Mittel (20, 22, 24) umfaßt zur Steuerung des Dekodierers, und die Mittel umfassen:

Mittel (14) zur Erfassung des Verlusts von Rahmen, und

Mittel (18) zur Verdeckung der Auswirkungen eines verlorenen Rahmens,

wobei das System dadurch gekennzeichnet wird, daß die Vorrichtung umfaßt:

einen Sprachaktivitätsdetektor (20), der mindestens einen Schwellwert für Sprachton/Hintergrundton- Entscheidungen umfaßt, wobei das Verdeckungsmittel (18) im Falle eines verlorenen Rahmens die Aktualisierung des Schwellwerts beschränkt.

2. Auf Rahmen beruhendes Funkkommunikationssystem, umfassend einen Empfänger, der eine Vorrichtung umfaßt zur Verdeckung der Auswirkungen von verlorenen Rahmen in einem Sprachdekodierer (26), welcher Sprachdekodierer von der Art mit Quellenfilter ist, und welche Vorrichtung Mittel (20, 22, 24) umfaßt zur Steuerung des Dekodierers, und die Mittel umfassen:

Mittel (14) zur Erfassung des Verlusts von Rahmen, und

Mittel (18) zur Verdeckung der Auswirkungen eines verlorenen Rahmens,

wobei das System dadurch gekennzeichnet wird, daß die Vorrichtung umfaßt:

einen Sprachaktivitätsdetektor (20), welcher Sprachton/Hintergrundton-Entscheidungen Rahmen für Rahmen durchführt, wobei das Verdeckungsmittel (18) die Aktualisierung der Sprachton/Hintergrundton- Entscheidung, die aus dem vorangegangenen Rahmen erhalten wird, im Fall eines verlorenen Rahmens unterbindet.

3. System nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Stationaritätsdetektor (22), der mit einem Ausgang des Sprachaktivitätsdetektors (20) verbunden ist, um zwischen stationären und nicht-stationären Hintergrundtönen zu unterscheiden, wobei der Stationaritätsdetektor mindestens einen Puffer enthält, der Abschätzungen von statistischen Momenten von jüngeren Rahmen enthält, die von Hintergrundtönen dominiert werden, um Stationaritätsentscheidungen zu treffen, wobei das Verdeckungsmittel die Aktualisierung des Puffers im Falle eines verlorenen Rahmens beschränkt.

4. System nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Stationaritätsdetektor (22), der mit einem Ausgang des Sprachaktivitätsdetektors (20) verbunden ist, zur Unterscheidung zwischen stationären und nicht- stationären Hintergrundtönen, wobei das Verdeckungsmittel (18) die Aktualisierung der Stationaritäts/Nichtstationaritäts-Entscheidung, die aus dem vorangegangenen Rahmen erhalten wird, im Falle eines verlorenen Rahmens unterbindet.

5. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel (24) zur Tiefpaß-Filterung von Filterdefinitionsparametern, wobei das Verdeckungsmittel (18) die Aktualisierung von Filterkoeffizienten des Tiefpaßfilterungs-Prozesses im Falle eines verlorenen Rahmens beschränkt.

6. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel (24) zur Bandbreitenaufweitung des durch die Filterdefinitionsparameter dargestellten Filters, wobei das Verdeckungsmittel (18) die Aktualisierung von Filterkoeffizienten im Falle eines verlorenen Rahmens beschränkt.

7. System nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch ein Postfilter zur Modifikation der Neigung des Spektrums des dekodierten Signals, wobei das Verdeckungsmittel (18) die Aktualisierung von Neigungsinformation im Falle eines verlorenen Rahmens beschränkt.

8. Verfahren zur Verdeckung der Auswirkungen von verlorenen Rahmen in einem Sprachdekodierer der Art mit Quellenfilter, in einem Empfänger in einem auf Rahmen beruhenden Funkkommunikationssystem, wobei das Verfahren enthält:

Erfassung des Verlusts von Rahmen, und

Verdeckung der Auswirkungen eines verlorenen Rahmens, wobei das Verfahren gekennzeichnet wird durch:

Sprachaktivitätserfassung, die mindestens einen Schwellwert für Sprachton/Hintergrundton-Entscheidungen umfaßt, und

Beschränkung der Aktualisierung des Schwellwerts im Falle eines verlorenen Rahmens.

9. Verfahren zur Verdeckung der Auswirkungen von verlorenen Rahmen in einem Sprachdekodierer der Art mit Quellenfilter, in einem Empfänger in einem auf Rahmen beruhenden Funkkommunikationssystem, wobei das Verfahren enthält:

Erfassung des Verlusts von Rahmen, und

Verdeckung der Auswirkungen eines verlorenen Rahmens,

wobei das Verfahren gekennzeichnet wird durch:

Sprachaktivitätserfassung auf der Grundlage der Durchführung von Sprachton/Hintergrundton-Entscheidungen Rahmen für Rahmen, und

Unterdrückung der Aktualisierung der Sprachton/Hintergrundton-Entscheidung, die aus dem vorangegangenen Rahmen erhalten wurde, im Falle eines verlorenen Rahmens.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei ein Stationaritätsdetektor (22) mit einem Ausgang eines Sprachaktivitätsdetektors (20) verbunden ist, zur Unterscheidung zwischen stationären und nicht stationären Hintergrundtönen, wobei der Stationaritätsdetektor mindestens einen Puffer enthält, der Abschätzungen von statistischen Momenten von jüngeren Rahmen enthält, die durch Hintergrundtöne dominiert wurden, um Stationaritätsentscheidungen zu machen, gekennzeichnet durch die Beschränkung der Aktualisierung des Puffers im Falle eines verlorenen Rahmens.

11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei ein Stationaritätsdetektor (22) mit einem Ausgang eines Sprachaktivitätsdetektors (20) verbunden ist, um zwischen stationären und nicht-stationären Hintergrundtönen zu unterscheiden, gekennzeichnet durch die Unterbindung der Aktualisierung der Stationaritäts/Nichtstationaritäts-Entscheidung, die aus dem vorangegangenen Rahmen erhalten wurde, im Falle eines verlorenen Rahmens.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, gekennzeichnet durch

Tiefpaßfilterung der Filterdefinitionsparameter, und

Beschränkung der Aktualisierung der Filterkoeffizienten des Tiefpaßfilterungsprozesses im Falle eines verlorenen Rahmens.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, gekennzeichnet durch:

Bandbreitenaufweitung eines durch Filterdefinitionsparameter dargestellten Filters, und

Beschränkung der Aktualisierung von Filterkoeffizienten im Falle eines verlorenen Rahmens.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch

Postfilterung zur Modifizierung der Neigung des Spektrums des dekodierten Signals, und

Beschränkung der Aktualisierung von Neigungsinformation im Falle eines verlorenen Rahmens.







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