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Dokumentenidentifikation DE69510865T2 13.07.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0685836
Titel Verfahren und Gerät zur Vorverarbeitung eines akustischen Signals vor der Sprachcodierung
Anmelder Matra Nortel Communications, Quimper, FR
Erfinder Scott, Sophie, F-75015 Paris, FR;
Navarro, William, F-78140 Velizy Villacoublay, FR
Vertreter WINTER, BRANDL, FÜRNISS, HÜBNER, RÖSS, KAISER, POLTE, Partnerschaft, 85354 Freising
DE-Aktenzeichen 69510865
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 31.05.1995
EP-Aktenzeichen 954012613
EP-Offenlegungsdatum 06.12.1995
EP date of grant 21.07.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2000
IPC-Hauptklasse G10L 19/00
IPC-Nebenklasse G10L 9/14   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Vorverarbeitung von einer Sprachkodiereinrichtung zugeführten akustischen Signalen. Insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, wird diese verwendet, um die Leistungsfähigkeit von Sprachkodiereinrichtungen mit niedriger Datenrate zu verbessern.

Sprachkodiereinrichtungen mit niedriger Datenrate (typischerweise 5 kbit/s für eine Abtastfrequenz von 8 kHz) nach dem Stand der Technik sind besonders vorteilhaft bei Signalen mit Telefonspektrum einsetzbar (d. h. im Bereich von 300-3400 Hz und bei einer Vorverzerrung für die hohen Frequenzen). Diese Spektralkennlinien entsprechen dem IRS- Maß (Intermediate Reference System), das durch die CCITT in der Empfehlung P48 definiert ist. Dieses Maß wurde für Handapparate sowohl bezüglich dem Eingang (Mikrophon) als auch bezüglich dem Ausgang (Hörer) festgelegt.

Es tritt, jedoch immer häufiger der Fall ein, daß das Eingangssignal einer Sprachkodiereinrichtung ein "flacheres" Spektrum aufweist; das ist z. B. dann der Fall, wenn eine Freihandvorrichtung verwendet wird, bei der ein Mikrophon mit linearem Frequenzgang zum Einsatz gelangt. Herkömmliche Vocoder sind so gestaltet, daß diese von dem Eingang, mit dem diese arbeiten, unabhängig sind; sie verfügen auch nicht über Informationen bezüglich der Kennlinie dieses Eingangs. Wenn Mikrophone mit unterschiedlichen Kennlinien an den Vocoder angeschlossen werden können, oder allgemeiner ausgedrückt, wenn der Vocoder dazu in der Lage ist, akustische Signale mit unterschiedlichen Spektralkennlinien aufzunehmen, gibt es somit den Fall, in dem der Vocoder suboptimal Verwendung findet.

In diesem Zusammenhang ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Leistungsfähigkeit eines Vocoders zu verbessern, indem die Abhängigkeit des Vocoders von den Spektralkennlinien des für den Vocoder bestimmten Signals verringert wird.

Das Verfahren entsprechend der Erfindung weist die Schritte auf: Hochpaßfilterung des akustischen Eingangssignals, Vergleich der Energie des hochpaßgefilterten Signals mit der des nicht gefilterten Signals, um einen Zustand zu bestimmen, der ein erster Zustand, sein kann, für den die Energie des hochpaßgefilterten Signals größer als ein vorbestimmter Teil der Energie des nicht gefilterten Signals ist, und der ein zweiter Zustand sein kann, für den die Energie des hochpaßgefilterten Signals kleiner als der vorbestimmte Teil der Energie des nicht gefilterten Signals ist, und Anlegen des hochpaßgefilterten Signals, das einer Vorverzerrung der hohen Frequenzen unterzogen wurde, an den Eingang der Kodiereinrichtung, wenn sich das Signal in seinem zweiten Zustand befindet.

Der verwendete Hochpaßfilter ist typischerweise ein Filter mit steilem Sperrverhalten bei 400 Hz, wobei der vorbestimmte Energieanteil typischerweise bei 85 bis 95% liegt. Der erste Zustand des Signals entspricht den IRS- Kennlinien; der zweite Zustand entspricht einem flacheren Spektrum des akustischen Eingangssignals, das proportional mehr Energie bei niedrigen Frequenzen aufweist. Ein solches Signal mit flachem Spektrum wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren vorverarbeitet (Hochpaßfilterung und Vorverzerrung), um seine Spektralkennlinien an die des IRS-Maßes anzunähern. Die Verwendung einer Hochpaßfilterung zur Bestimmung des Signalzustands hat gegenüber der Tiefpaßfilterung den Vorteil, dass es möglich ist, das gefilterte Signal (nach der Vorverzerrung) an den Eingang des Vocoders anzulegen.

Vorzugsweise kann der bestimmte Zustand des Signals erst geändert werden, wenn das akustische Eingangssignal oder das hochpaßgefilterte Signal eine Energie hat, die größer als ein vorbestimmter Schwellwert ist. Allerdings ist im entgegengesetzten Fall (zum Beispiel bei Ruhe oder geringem Umgebungslärm) die Energie des Signals zu schwach, um seine Spektralkennlinien zuverlässig beurteilen zu können.

Wenn das akustische Signal in aufeinanderfolgenden Abschnitten digitalisiert wird, wird erfaßt, ob das sich im jeweiligen Abschnitt befindliche Signal in einer dem ersten Zustand entsprechenden ersten Situation oder in einer dem zweiten Zustand entsprechenden zweiten Situation befindet, und wird der Zustand des Signals auf der Grundlage der Situationen abschnittsweise bestimmt, wobei der bestimmte Zustand erst dann geändert wird, wenn mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte einen Signalzustand aufweisen, der sich von dem Signalzustand, der dem vorher bestimmten Zustand entspricht, unterscheidet. Dadurch wird eine Art Hysterese ermöglicht, die es gestattet, die schnellen Änderungen der spektralen Hüllkurve des Wortsignals zu berücksichtigen, die durch Umgebungslärm oder das Wort an sich (die Klangfarbe der Stimme ist nicht konstant) hervorgerufen werden. Auf diese Weise wird das Risiko der falschen Bestimmung des Signalzustands verringert, was zu einer besseren Qualität des kodierten Signals führt und verhindert, dass Ungleichmäßigkeiten bei der Klangfarbe, die durch unpassende Änderungen des bestimmten Zustands bedingt sein könnten, eingebracht werden.

Die Vorrichtung zur Vorverarbeitung entsprechend der Erfindung weist auf: einen Hochpaßfilter, der das akustische Eingangssignal aufnimmt, eine Einrichtung zur Berechnung der Energien, die jeweils in dem akustischen Signals und im Ausgangssignal des Hochpaßfilters enthalten sind, eine Einrichtung zum Vergleichen der berechneten Energien und ein Filter zur Vorverzerrung der hohen Frequenzen, dessen Eingang das Ausgangssignal des Hochpaßfilters aufnimmt und dessen Ausgang das an den Eingang der Kodiereinrichtung adressierte Signal liefert, wenn durch die Vergleichseinrichtung bestimmt wird, dass das Ausgangssignal des Hochpaßfilters weniger als einen vorbestimmten Teil der Energie des akustischen Signals aufweist.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die nachfolgende Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels deutlich, wobei dieses nicht begrenzend wirkt und wobei auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen:

Fig. 1 ein Diagramm darstellt, das die Kennlinie eines akustischen IRS-Signals und eines linearen Signals veranschaulicht,

Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur Vorverarbeitung entsprechend der Erfindung ist,

Fig. 3 ein detaillierteres Blockschaltbild der Vergleichseinrichtung der Vorrichtung nach Fig. 2 ist, und

Fig. 4 Steuerungsdiagramme zeigt, die die Art und Weise der Bestimmung des Zustands des Signals mittels der Einrichtungen aus Fig. 3 zeigen.

Die zwei Vollinien in Fig. 1 entsprechen dem Rahmen des IRS-Maßes, der in der Empfehlung R48 des CCITT für Mikrophone definiert ist. Es ist erkennbar, dass ein Signal von einem IRS-Mikrophon eine starke Dämpfung im niedrigen Teil des Spektrums (zwischen 0 und 300 Hz) erfährt, während bei den hohen Frequenzen eine relative Betonung auftritt. Vergleichsweise hat ein lineares Signal, das zum Beispiel von einer Freihandanordnung des Mikrophons geliefert wird, ein flacheres Spektrum, bei dem eben keine starke Dämpfung der niedrigen Frequenz auftritt (ein typisches Beispiel eines solchen Linearsignals wird durch eine gestrichelte Linie im Diagramm von Fig. 1 dargestellt).

Diese spektralen Eigenschaften werden in der in Fig. 2 schematisch dargestellten Vorrichtung 10 zur Vorverarbeitung entsprechend der Erfindung genutzt. Diese Vorrichtung verarbeitet das von einer akustischen Signalquelle gelieferte Eingangssignal und legt dieses an eine Wortkodiereinrichtung 12 an. Die Kodiereinrichtung 12 ist eine Kodiereinrichtung mit niedriger Datenrate, die für ein IRS-Eingangssignal optimiert wurde. Diese kann unter anderem eine Kodiereinrichtung mit linearer Vorhersage sein, die durch Vektoren mit regelmäßigen Impulsen (RP-CELP) erregt wird, wie es im Dokument EP-A-0 347 307 beschrieben ist. Die Kodiereinrichtung 12 hat von vornherein keine Informationen über die anliegende akustische Signalquelle.

In der Darstellung von Fig. 2 ist das akustische Eingangssignal SI das Ausgangssignal eines Mikrophons 13, das durch einen Analog-Digital-Wandler 14 verstärkt und digitalisiert wurde. Das Signal wird typischerweise mit einer Abtastfrequenz von 8 kHz digitalisiert und in die Form von aufeinanderfolgenden Abschnitten von 30 ms gebracht, wobei jeder 240 Abtastungen mit 16 Bits aufweist.

Die Vorrichtung 10 zur Vorverarbeitung weist ein Hochpaßfilter 16, der das akustische Eingangssignal SI aufnimmt und ein gefiltertes Signals SI' liefert, auf. Das Filter 16 ist typischerweise ein Digitalfilter vom Typ bi-quad, bei denen ein steile Sperrverhalten bei 40OHz auftritt. Die Energien E1 und E2, die in jedem Abschnitt des akustischen Eingangssignals SI und des gefilterten Signals SI' enthalten sind, werden durch zwei Einheiten 17, 18 berechnet, von denen jede die Summe der Quadrate der Abtastungen von jedem aufgenommenen Abschnitt bildet. Die berechneten Energien E1 und E2 werden einer Vergleichseinheit 20 zugeführt, die den Zustand des Signals in Form eines Bits Y bestimmt, das 0 ist, wenn bestimmt wird, dass das Signal vom IRS-Typ ist (Zustand YA), und 1 ist, wenn bestimmt wird, dass das Signal eher vom linearen Typ ist (Zustand YB).

Der Ausgang der Vorrichtung 10 zur Vorverarbeitung, der mit dem Eingang der Kodiereinrichtung 12 verbunden ist, wird durch einen Anschluß eines Wechselschalters 21 gebildet, dessen anderer Anschluß entsprechend dem Wert des Bits Y, das durch die Vergleichseinrichtung 20 erzeugt wird, an den Eingang des Hochpaßfilters 16 oder an den Ausgang des Filters 22 zur Vorverzerrung angeschlossen ist. Wenn Y = 0 ist (Zustand YA)' befindet sich der Wechselschalter 21 in der in Fig. 2 dargestellten Position und am Eingang der Kodiereinrichtung 12 liegt das akustische Eingangssignal SI an. In der anderen Position (Y = 1, Zustand YB) liegt der Ausgang des Filters 22 zur Vorverzerrung am Eingang der Kodiereinrichtung 12 an. Der Filter 22 zur Vorverzerrung nimmt das hochpaßgefilterte Signals SI' auf und wendet bei diesem eine Übertragungsfunktion in der Form H(z) = 1-β/z an, bei der β einen Vorverzerrungskoeffizienten bezeichnet, der typischerweise in der Größenordnung von 0,4 liegt. Somit wird das akustische Signal, wenn dieses vom linearen Typ ist, durch Hochpaßfilterung (Filter 16) und Vorverzerrung (Filter 22) umgewandelt, um an den Eingang der Kodiereinrichtung 12 mit Spektralkennlinien, die näher am IRS-Maß sind, angelegt zu werden.

In dem Fall, in dem der Hochpaßfilter 16 das Eingangssignal, wenn dieses IRS-Kennlinien aufweist, nur geringfügig beeinflußt, ist es ebenfalls möglich, der Kodiereinrichtung 12 das hochpaßgefilterte Signal SI' zuzuführen, wenn bestimmt wurde, daß sich das Signal im Zustand YA, der den IRS-Kennlinien entspricht, befindet. Eine Variante der Darstellung von Fig. 2 besteht darin, auf den Wechselschalter 21 zu verzichten und den Ausgang des Filters 22 zur Vorverzerrung direkt mit dem Eingang der Kodiereinrichtung 12 zu verbinden, sowie den Wert des Koeffizienten β im Filter 22 in Abhängigkeit vom Wert des Zustandsbits Y zu steuern (z. B. ist β = 0, wenn Y = 0 ist, und β = 0,4, wenn Y = 1 ist).

Die Vergleichseinheit 20 ist beispielsweise entsprechend Fig. 3 aufgebaut. Die Energie E1 vom jedem Abschnitt des Eingangssignals ST wird an den Eingang einer Schwellwertvergleichseinrichtung 25 angelegt, die ein Bit Z mit dem Wert 0 ausgibt, wenn die Energie E1 kleiner als eine vorbestimmte Energieschwelle ist, und ein Bit Z mit dem Wert 1 ausgibt, wenn die Energie E1 größer als der Schwellwert ist. Der Schwellwert für die Energie ist typischerweise in der Größenordnung von -38dB bezüglich der Sättigungsenergie des Signals. Die Vergleichseinrichtung 25 hat die Funktion, die Bestimmung des Zustands des Signals zu verhindern, wenn dieses zu wenig Energie aufweist, um für die Kennlinien der Quelle repräsentativ zu sein. In diesem Fall bleibt der bestimmte Zustand des Signals unverändert.

Die Energien E1 und E2 werden an eine digitale Divisionseinrichtung 26 angelegt, die das Verhältnis E2/E1 für jeden Abschnitt berechnet. Dieses Verhältnis E2/E1 wird an eine weitere Schwellwertvergleichseinrichtung 27 angelegt, die ein Bit X mit dem Wert 0 liefert, wenn das Verhältnis E2/E1 größer als ein vorbestimmter Schwellwert ist, und ein Bit X mit dem Wert 1 liefert, wenn das Verhältnis E2/E1 kleiner als der Schwellwert ist. Dieser Schwellwert bezüglich dem Verhältnis E2/E1 ist typischerweise in der Größenordnung von 0,93. Das Bit X präsentiert eine Situation des Signals im jeweiligen Abschnitt. Der Zustand X = 0 entspricht den IRS-Kennlinien des Eingangssignals (Zustand YA); der Zustand X = 1 entspricht den linearen Kennlinien (zustand YB). Zur Verhinderung von wiederholten und unpassenden Zustandsänderungen bei kurzfristigen Änderungen der vokalen Erregung, wird das Zustandsbit Y nicht direkt gleich dem Situationsbit X gestaltet, sondern ergibt sich dieses aus einer Verarbeitung aufeinanderfolgender Zustandsbits X durch eine Schaltung 29 zur Zustandsbestimmung.

Die Funktionsweise der Schaltung 29 zur Zustandsbestimmung ist in Fig. 4 dargestellt, in der das obere Steuerungsdiagramm ein Beispiel für den Verlauf des Bits X, das von der Vergleichseinrichtung 27 erzeugt wird, ist. Das Zustandsbit Y (unteres Steuerungsdiagramm) wird mit 0 initialisiert, da die IRS-Kennlinien am häufigsten auftreten. Eine Zählvariable V, die mit 0 initialisiert wurde, wird abschnittsweise berechnet. Die Variable V wird zu jedem Zeitpunkt, zu dem die Situation X des Signals in einem Abschnitt von der abweicht, die dem bestimmten Zustand Y entspricht (X = 1 und Y = 0 oder X = 0 und Y = 1), um eine Einheit inkrementiert. Im entgegengesetzten Fall (X = Y = 0 oder 1) wird die Variable V um zwei Einheiten dekrementiert, wenn diese sich von 0 und 1 unterscheidet; die Variable V wird um eine Einheit dekrementiert, wenn sie gleich 1 ist, und wird unverändert gelassen, wenn diese gleich 0 ist. Sobald die Variable V einen vorbestimmten Schwellwert erreicht (im betrachteten Beispiel 8), wird diese auf 0 zurückgesetzt und der Wert des Bits Y in der Weise geändert, dass die Zustandsänderung beim Signal bestimmt wird. Somit ist in dem in Fig. 4 dargestellten Beispiel das Signal bis zur Abschnittsnummer M im Zustand YA, zwischen den Abschnittsnummern M und N im Zustand YB (Änderung der Signalquelle) und dann ab der Abschnittsnummer N erneut im Zustand YA. Natürlich sind andere Möglichkeiten der Inkrementierung und Dekrementierung und andere Schwellwerte anwendbar.

Die vorstehende Zählweise kann beispielsweise mit der in Fig. 3 gezeigten Schaltung 29 erhalten werden. Diese Schaltung weist eine Zähleinrichtung 32 für vier Bits auf, wobei das Bit mit starker Wichtung dem Zustandsbit Y entspricht und die drei Bits mit schwacher Wichtung die Zählvariable V darstellen. Die Bits X und Y werden einem Eingang eines Exclusiv-ODER-Glieds 33 zugeführt, dessen Aus gang über ein UND-Glied 34 an den Inkrementierungseingang der Zähleinrichtung 32 angelegt ist. Der andere Eingang des UND-Glieds 34 nimmt das durch die Schwellwert-Vergleichseinrichtung 25 erzeugte Bit Z auf. Auf diese Weise wird die Variable V inkrementiert bis daß X ≠ Y und Z = 1 sind. Der invertierte Ausgang des Glieds 33 ist über ein anderes UND- Glied 35 an einen Dekrementierungseingang der Zähleinrichtung 32 angelegt. Die zwei anderen Eingänge des anderen UND-Gliedes 35 nehmen das von der Vergleichseinrichtung 25 erzeugte Bit Z bzw. den Ausgang eines ODER-Gliedes 36 mit drei Eingängen, das die drei Bits mit geringer Wichtung von der Zähleinrichtung 32 aufnimmt, auf. Die Zähleinrichtung 32 ist so angeordnet, daß diese die Impulse halbiert, die an ihrem Dekrementierungseingang aufgenommen werden, wenn ihr Bit mit geringster Wichtung 0 ist oder wenn zumindest eines der zwei folgenden Bits 1 ist, wie es durch das ODER- Glied 37 in Fig. 3 schematisch dargestellt ist. Somit wird die Zähleinrichtung 32 dekrementiert (um eine Einheit, wenn V = 1 ist, und um zwei Einheiten, wenn V > 1 ist), wenn X = Y und Z = 1 und V ≠ 0 sind, Wenn die Energie des Eingangssignals unzureichend ist, ist Z = 0; die Bestimmungsschaltung 29 wird nicht aktiviert, da die UND-Glieder 34, 35 verhindern, dass der Wert der Zähleinrichtung 32 verändert wird.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Vorverarbeitung eines akustischen Signals vor einer Sprachkodiereinrichtung (12), dadurch gekennzeichnet, daß das akustische Signal (SI) einer Hochpaß-Filterung unterzogen wird, die Energie (E2) des hochpaßgefilterten Signals (SI') mit der Energie (E1) des nicht gefilterten Signals verglichen wird, um einen Zustand (Y) des Signals zu bestimmen, der ein erster Zustand (YA) sein kann, bei dem die Energie des hochpaßgefilterten Signals höher als ein vorbestimmter Teil der Energie des nicht gefilterten Signals ist, oder ein zweiter Zustand (YB) sein kann, für den die Energie des hochpaßgefilterten Signals niedriger als der vorbestimmte Teil der Energie des nicht gefilterten Signals ist, und an den Eingang der Kodiereinrichtung (12) das hochpaßgefilterte Signal, das einer Vorverzerrung der hohen Frequenzen unterzogen wurde, angelegt wird, wenn sich das Signal in seinem zweiten Zustand befindet.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bestimmte Zustand des Signals nicht geändert wird, wenn das akustische Signal oder das hochpaßgefilterte Signal eine Energie hat, die niedriger als eine vorbestimmte Schwelle ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das akustische Signal (SI) in aufeinanderfolgenden Abschnitten digitalisiert wird, daß Abschnitt für Abschnitt erfaßt wird, ob sich das Signal in einer ersten Situation befindet, die einem ersten Zustand (YA) entspricht, für den die aus dem Abschnitt des hochpaßgefilterten Signals (SI') berechnete Energie größer als der vorbestimmte Teil der aus dem Abschnitt des nicht gefilterten Signals (SI) berechneten Energie (E1) ist, oder sich in einer zweiten Situation befindet, die der zweiten Situation (YB) entspricht, für die die aus dem Abschnitt des hochpaßgefilterten Signals berechnete Energie niedriger als der vorbestimmte Teil der aus dem Abschnitt des nicht gefilterten Signals berechneten Energie ist, und der Zustand (Y) des Signals auf der Grundlage der Situationen (X) Abschnitt für Abschnitt bestimmt wird, wobei der bestimmte Zustand erst geändert wird, nachdem mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte eine Situation des Signals anzeigen, die sich von der Situation, die dem zuvor bestimmten Zustand entspricht, unterscheidet.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zählvariable (V) inkrementiert wird, wenn die Situation (X) des Signals bei einem Abschnitt von der Situation, die dem bestimmten Zustand (Y) des Signals entspricht, abweicht, daß diese Zählvariable (V) außer in dem Fall, in dem die Variable Null ist, dekrementiert wird, wenn die Situation des Signals bei einem Abschnitt die Situation, die dem bestimmten Zustand des Signals entspricht, ist, und daß, wenn die Zählvariable (V) einen vorbestimmte Schwelle erreicht, diese auf Null zurückgesetzt wird und bestimmt wird, daß das Signal den Zustand geändert hat.

5. Vorrichtung (10) zur Vorverarbeitung eines akustischen Signals vor einer Sprachkodiereinrichtung (12), dadurch gekennzeichnet, daß diese aufweist

einen Hochpaßfilter (16), der das akustische Signal (SI) aufnimmt,

eine Einrichtung (17, 18) zur Berechnung der Energien (E1, E2), die jeweils in dem akustischen Signal (SI) und in dem Ausgangssignal (SI') des Hochpaßfilters enthalten sind,

eine Einrichtung (20) zum Vergleichen der berechneten Energien und einen Filter (22) zur Vorverzerrung der hohen Frequenzen, dessen Eingang das Ausgangssignal des Hochpaßfilters aufnimmt und dessen Ausgang das Signal, das an den Eingang der Kodiereinrichtung (12) angelegt ist, liefert, wenn die Vergleichseinrichtung (20) erkennt, daß das Aus gangssignal des Hochpaßfilters weniger als einen vorbestimmten Teil der Energie des akustischen Signals enthält.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das akustische Signal in aufeinanderfolgenden Abschnitt digitalisiert wird, wobei die Energien (E1, E2) für jeden Abschnitt durch die Berechnungseinrichtung (17, 18) berechnet werden und daß die Vergleichseinrichtung (20) eine Vergleichsanordnung (27) aufweist, die Abschnitt für Abschnitt in Abhängigkeit davon, ob das Verhältnis (E2/E1) zwischen der aus dem Ausgangssignal des Hochpaßfilters (16) berechneten Energie und der aus dem akustischen Signal (SI) berechneten Energie größer oder kleiner als ein vorbestimmter Wert ist, erfaßt, ob sich das Signal in einer ersten oder eine zweiten Situation befindet, und eine Einrichtung (29) aufweist, die einen Zustand (Y) des Signals aus einem ersten und einem zweiten Zustand (YY, YB) bestimmt, der jeweils der ersten und der zweiten Situation des Signals je Abschnitt entspricht, wobei diese Einrichtung (29) den bestimmten Zustand des Signals erst ändert, nachdem die Vergleichsanordnung (27) für mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte eine Situation des Signals anzeigt, die sich von der unterscheidet, die dem vorher bestimmten Zustand entspricht, und der Vorverzerrungsfilter (22) erst zum Filtern des an den Eingang der Kodiereinrichtung (12) angelegten Signals verwendet wird, wenn die Einrichtung (29) bestimmt hat, daß das Signal im zweiten Zustand ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (29) zur Bestimmung des Zustands des Signals eine Zähleinrichtung (32) aufweist, die nach jedem Abschnitt eine Zählvariable (V) berechnet,

indem diese inkrementiert wird, wenn die Vergleichsanordnung (27) eine Situation des Signals anzeigt, die sich von der unterscheidet, die dem bestimmten Zustand des Signals entspricht, und

indem diese außer in dem Fall, in dem die Zählvariable (V) Null ist, dekrementiert wird, wenn die Vergleichsanordnung (27) eine Situation des Signals anzeigt, die mit der Situation, die dem bestimmten Zustand des Signals entspricht, identisch ist, und

indem diese auf Null zurückgesetzt wird, wenn diese eine vorbestimmte Schwelle erreicht, wobei bei jedem Zurücksetzen der Zählvariable (V) auf Null der bestimmte Zustand (Y) des Signals geändert wird.

8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine weitere Vergleichsanordnung (25) aufweist, die die durch das akustische Signal oder das hochpaßgefilterte Signal berechnete Energie mit einer vorbestimmten Schwelle vergleicht, um die Einrichtung (29) zur Bestimmung des Zustands des Signals erst zu aktivieren, wenn die Schwelle überschritten ist.







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