PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19843139C2 20.07.2000
Titel Kegelrollenlager
Anmelder NSK Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Sato, Yukio, Fujisawa, Kanagawa, JP;
Takehara, Tetsu, Fujisawa, Kanagawa, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 21.09.1998
DE-Aktenzeichen 19843139
Offenlegungstag 08.04.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2000
IPC-Hauptklasse F16C 19/36

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kegelrollenlager gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige Kegelrollenlager werden in einer Antriebseinheit eines Walzwerks oder eines Schienenfahrzeugs verwendet. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Kegelrollenlager, das als Axiallager eines mit hoher Rotationsgeschwindigkeit arbeitenden Walzwerks, eines Ritzels einer Antriebseinheit eines Schienenfahrzeugs oder dergleichen verwendet wird.

Ein Kegelrollenlager der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der US 4,877,340 bekannt. Dieses Kegelrollenlager weist einen Innenring auf, der mit einem Abschnitt mit großem Durchmesser und einen Abschnitt mit kleinem Durchmesser ausgebildet ist. Eine große Halterippenoberfläche ist an dem Abschnitt mit großem Durchmesser ausgebildet, und eine kleine Halterippenoberfläche ist an dem Abschnitt mit kleinem Durchmesser ausgebildet. Eine kegelförmige äußere Lauffläche des Innenrings verbindet die Abschnitte mit großem bzw. kleinem Durchmesser miteinander. Rillenförmigen Aussparungen sind jeweils mit Aussparungshöhen zwischen der äußeren Lauffläche und der großen Halterippenoberfläche bzw. der kleinen Halterippenoberfläche ausgebildet. Ein Außenring des Kegelrollenlagers weist eine kegelförmigen inneren Lauffläche auf, die der äußeren Lauffläche zugewandt ist. In dem Kegelrollenlager sind mehrere kegelförmigen Rollen vorgesehen. Diese Rollen weisen jeweils eine großen Stirnfläche mit einem Stirnflächendurchmesser, eine kleinen Stirnfläche (34) und eine Rollfläche auf. Diese Rollfläche ist durch eine kegelförmige Umfangsfläche gebildet und verbindet die große Stirnfläche mit der kleine Stirnfläche. Eine Fase ist zwischen der großen Stirnfläche und der Rollfläche ausgebildet. Diese Fase weist eine vorgegebene Fasenhöhe in der großen Stirnfläche auf. Die kegelförmigen Rollen sind zwischen dem Innenring und dem Außenring angeordnet. Die Rollflächen der kegelförmigen Rollen sind mit der äußeren Lauffläche des Innenrings und mit der inneren Lauffläche des Außenrings in Kontakt. Die großen Stirnflächen der kegelförmigen Rollen ist jeweils an einer Kontaktposition in einer bestimmten Höhe bezüglich der äußeren Lauffläche des Innenrings mit der großen Halterippenoberfläche des Innenrings in Kontakt. Zum Halten der kegelförmigen Rollen ist eine Halteeinrichtung vorgesehen.

Herkömmliche Kegelrollenlager werden als Axiallager von Walzwerken, als Lager von Antriebseinheitritzeln von Schienenfahrzeugen und dergleichen verwendet.

Die Fig. 4 und 5 sind Ansichten zur Erläuterung eines Kontaktzustands zwischen einer großen Halterippenoberfläche 2a eines Innenrings 2 und der Stirnfläche 3a auf seiten des großen Durchmessers einer kegelförmigen Rolle 3 in einem Kegelrollenlager (diese Stirnfläche wird im folgenden große Stirnfläche 3a genannt). Wenn auf das Kegelrollenlager eine axiale Last wirkt (siehe den Pfeil Fa in Fig. 1), wird die Last teilweise auf die große Stirnfläche 3a der Rolle 3 und auf die große Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 ausgeübt. Im Ergebnis wird in einer Kontaktellipse 32 an einer Kontaktposition e0, an der die große Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 mit der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 in Kontakt ist, wie in Fig. 5 gezeigt ist, eine Druckverteilung erzeugt, wie sie in Fig. 6 gezeigt ist. In Fig. 6 bezeichnet a den großen Durchmesser der Kontaktellipse zwischen der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3, während b den kleinen Durchmesser der Kontaktellipse zwischen der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 bezeichnet.

Ferner besteht zwischen dem Innenring 2 und der Rolle 3 an der Kontaktposition e0, an der die große Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 mit der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 in Kontakt ist, eine Geschwindigkeitsdifferenz.

Unter der Annahme, daß in einer Ebene, in der eine Lauffläche (Laufbahn) des Innenrings 2 mit einer Rollfläche der Rolle 3 in Kontakt ist, kein Schlupf vorhanden ist, ist die Relativgeschwindigkeit Vi zwischen der Umfangsgeschwindigkeit X der Lauffläche des Innenrings 2 und der Umdrehungsgeschwindigkeit Y der Rolle 3 auf der Lauffläche des Innenrings 2 gleich der Umfangsrotationsgeschwindigkeit VR der Rollfläche der Rolle 3. Die Umfangsgeschwindigkeit Vi' der Kontaktposition e0 der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 ist jedoch größer als die Umfangsgeschwindigkeit VR' der Kontaktposition der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3, so daß ein in Fig. 7 durch VS dargestellter Schlupf erzeugt wird.

Es wird darauf hingewiesen, daß die obige Umfangsgeschwindigkeit X der Lauffläche des Innenrings 2, die Umdrehungsgeschwindigkeit Y der Rolle 3 auf der Lauffläche des Innenrings 2, die Relativgeschwindigkeit Vi zwischen der Umfangsgeschwindigkeit X und der Umdrehungsgeschwindigkeit Y, die Umfangsrotationsgeschwindigkeit VR der Rollfläche 35 der Rolle 3, die Umfangsgeschwindigkeit Vi' der Kontaktposition e0 der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2, die Umfangsgeschwindigkeit VR' der Kontaktposition der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 und die Schlupfgeschwindigkeit VS des Schlupfes die folgenden Gleichungen (1) bis (8) erfüllen:



X = ri . ωi (1)



Y = ri . ωi (2)



Vi = ri . (ωi - ωc) (3)



VR = rR . ωR (4)



Vi = VR (5)



Vi' = (ri + e) . (ωi - ωc) (6)



VR' = (ri + e) . ωR (7)



VS = Vi' - VR' (8)



wobei e0 einen Kontaktpunkt zwischen der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 bezeichnet; e eine Kontaktpositionshöhe bezeichnet; ri den Radius einer Lauffläche eines Abschnitts mit großem Durchmesser des Innenrings 2 bezeichnet; rR den Radius auf seiten des großen Durchmessers der Rolle 3 bezeichnet; ωi die Winkelgeschwindigkeit des Innenrings 2 bezeichnet; ωc die Umdrehungswinkelgeschwindigkeit der Rolle 3 bezeichnet; und ωR die Rotationswinkelgeschwindigkeit der Rolle 3 bezeichnet.

Wenn der Lagerdruck oder die Schlupfgeschwindigkeit an dieser Kontaktposition e0 zunehmen, kann an dieser Position je nach Schmierungszustand ein Fressen auftreten. Wenn an dieser Position ein Fressen auftritt, wird eine gleichmäßige Rotation des Lagers beeinträchtigt, was Schwierigkeiten für die gesamte mechanische Anordnung erzeugen kann. Zur Beseitigung dieses Problems sind Maßnahmen ergriffen worden, derart, daß die Schmierung verbessert wird, der Druck in der Kontaktebene reduziert wird oder die Schlupfgeschwindigkeit an der Kontaktposition e0 reduziert wird.

In dem herkömmlichen Kegelrollenlager ist jedoch entweder in der großen Rippe 21 des Innenrings 2 aufgrund einer rillenförmigen Aussparung 21a ein großer Raum erforderlich, wie in Fig. 8 gezeigt ist, oder an der großen Stirnfläche der Rolle 3 ist eine Fase C1 erforderlich, wie in Fig. 9 gezeigt ist. Falls daher die Fläche der Kontaktellipse 32 vergrößert wird, um den Lagerdruck auf einen geringen Wert zu reduzieren, wird eine untere Kontaktellipse 32 (auf seiten der Innenring-Umlaufbahn) an der Kontaktposition e0 in die rillenförmige Aussparung 21 der großen Verstärkungsrippe des Innenrings erweitert, so daß das Problem entsteht, daß an der Umfangskante der rillenförmigen Aussparung 21a eine Spitze des Lagerdrucks erzeugt wird oder daß, falls die Kontaktposition e0 an eine höhere Stelle verschoben wird, um die Erzeugung der Lagerdruckspitze zu verhindern, die Schlupfgeschwindigkeit VS ansteigt.

Weiterhin besteht zwischen der rillenförmigen Aussparung 21a der Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und der großen Halterippenoberfläche 2a eine Verbindung. Falls die Aussparung 21a sehr klein ist, wird an dieser Verbindungsstelle eine Beanspruchungskonzentration bewirkt. Daher muß die Aussparung 21a ausreichend groß sein, um die Festigkeit der großen Halterippenoberfläche 2a nicht zu verringern. Selbst wenn die Aussparung 21a der großen Verstärkungsrippe 2a des Innenrings 2 so klein wie möglich ist, steht die Kontaktellipse 32 dann, wenn die Fase C1 der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 unverändert bleibt, von der Fase C1 der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 in der gleichen Weise wie oben beschrieben vor, so daß an der Umfangskante der Fase der Rolle 3 eine Lagerdruckspitze erzeugt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kegelrollenlager der eingangs genannten Art zu schaffen, das eine geringe Fressneigung aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Kegelrollenlager nach Anspruch 1.

Dadurch wird auf vorteilhafte Weise ein Kegelrollenlager geschaffen bei dem die Aussparungshöhe f der Halterippenoberfläche des Innenrings und die Fase C1 der großen Stirnfläche jeder Rolle auf eine Größe reduziert sind, die innerhalb eines Bereichs liegen, in dem die Festigkeit nicht abgesenkt wird und das Kegelrollenlager funktionsfähig ist, wodurch die Höhe e zwischen einer Lauffläche des Innenrings und der Kontaktposition e0 zwischen der großen Halterippenoberfläche des Innenrings und der großen Stirnfläche der Rollen reduziert werden kann, wodurch die Schlupfgeschwindigkeit an der Kontaktposition e0 auf einen kleinen Wert reduziert wird. Dadurch kann die Fressneigung eines derartigen Kegelrollenlagers zwischen der großen Halterippenoberfläche und den Stirnflächen auf seiten des großen Durchmessers der kegelförmigen Rollen des Kegelrollenlagers besser vermindert werden.

Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung durch bevorzugte Ausführungsformen in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen näher beschrieben und erläutert. In diesen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 einen Teillängsschnitt einer ersten Ausführung eines Kegelrollenlagers;

Fig. 2 eine vergrößerte Längsschnittansicht eines Teils des Kegelrollenlagers nach Fig. 1;

Fig. 3 einen Graphen zur Erläuterung des Freßzeitpunkts eines Kegelrollenlagers in Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen der Aussparungshöhe f auf seiten der großen Halterippenoberfläche des Innenrings und der Fasenhöhe C1 der großen Stirnfläche jeder Rolle;

Fig. 4 die bereits erwähnte Ansicht zur Erläuterung eines Kontaktzustands zwischen der großen Halterippenoberfläche des Innenrings und der großen Stirnfläche jeder Rolle;

Fig. 5 die bereits erwähnte Ansicht ähnlich wie Fig. 4, in der eine einzige Rolle dargestellt ist;

Fig. 6 die bereits erwähnte Ansicht zur Erläuterung einer Lagerdruckverteilung in einer Kontaktellipse zwischen der großen Halterippenoberfläche des Innenrings und der großen Stirnfläche der Rolle;

Fig. 7 die bereits erwähnte Ansicht zur Erläuterung einer Schlupfgeschwindigkeit an einer Kontaktpunktposition e0;

Fig. 8 die bereits erwähnte Detailansicht einer rillenförmigen Aussparung in der großen Halterippenoberfläche des Innenrings;

Fig. 9 die bereits erwähnte erläuternde Darstellung der gesamten Rolle;

Fig. 10 eine detaillierte Ansicht eines Fasenabschnitts der großen Stirnfläche der Rolle; und

Fig. 11 einen Graphen zur Erläuterung des Freßzeitpunkts in Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen der Kontaktpositionshöhe e der großen Halterippenoberfläche des Innenrings und dem Durchmesser der großen Stirnfläche jeder Rolle.

Fig. 1 zeigt ein Kegelrollenlager gemäß einer Ausführung der Erfindung. In Fig. 1 besitzt das Kegelrollenlager einen Außenring 1, einen Innenring 2, mehrere Rollen 3, die zwischen den Außenring 1 und den Innenring 2 eingesetzt sind, sowie eine Halterung 4, die diese Rollen 3 hält.

Der Innenring 2 besitzt einen Abschnitt 21 mit großen Durchmesser und einen Abschnitt 23 mit kleinem Durchmesser. Der Abschnitt 21 mit großen Durchmesser ist mit einer großen Halterippenoberfläche 2a versehen, während der Abschnitt 23 mit kleinem Durchmesser mit einer kleinen Halterippenoberfläche 24 versehen ist. Zwischen der großen Halterippenoberfläche 2a und der kleinen Halterippenoberfläche 24 ist eine äußere Lauffläche, die einen Teil einer Kegelform bildet, vorgesehen. Zwischen den Oberflächen 2a und 24 der großen bzw. der kleinen Verstärkungsrippe 21 bzw. 23 und der äußeren Lauffläche sind rillenförmige Aussparungen 21a bzw. 26 vorgesehen.

Der Außenring 1 besitzt einen Abschnitt 11 mit großen Durchmesser und einen Abschnitt 12 mit kleinem Durchmesser. Eine innere Lauffläche, die einen Teil der Kegelform bildet, ist zwischen den Abschnitten 11 und 12 mit großem bzw. kleinem Durchmesser so vorgesehen, daß sie der äußeren Lauffläche des Innenrings 2 gegenüberliegt.

Jede der Rollen 3 besitzt eine Stirnfläche 3a mit großem Durchmesser (Stirnflächendurchmesser) und eine Stirnfläche 34 mit kleinem Durchmesser, wie in Fig. 9 gezeigt ist. Eine Rollfläche 35 ist eine kegelförmige Umfangsfläche, welche die große Stirnfläche 3a mit der kleinen Stirnfläche 34 verbindet und einen Teil der Kegelform bildet. Zwischen der Rollfläche 35 und der großen Stirnfläche 3a bzw. der kleinen Stirnfläche 34 sind Fasen 36 und 37 ausgebildet.

Die Größe (Höhe) der Fase in der großen Stirnfläche ist durch C1 gegeben, während die Größe (Höhe) der Fase in der Rollfläche auf seiten des großen Durchmessers durch C2 gegeben ist. Die Bemessung der Fasengröße (Fasenhöhe) C1 auf seiten des großen Durchmessers bildet ein Merkmal der Ausführungsform.

Die Rollen 3 sind mit ihren Rollflächen 35 mit der äußeren Lauffläche des Innenrings 2 in Kontakt. Wenn eine Axiallast Fa ausgeübt wird, wie in Fig. 1 gezeigt ist, sind gleichzeitig wenigstens die großen Stirnflächen 3a der Rollen 3 mit der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 in Kontakt.

Wenn in dieser Ausführung auf das Lager 1 eine Axiallast Fa ausgeübt wird, wie in Fig. 1 gezeigt ist, kann die Schlupfgeschwindigkeit auf einen niedrigen Wert reduziert werden, da eine Kontaktposition e0, an der die große Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 mit der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 in Kontakt ist, auf eine Position eingestellt ist, die 6 bis 9,5% des großen Durchmessers (Stirnflächendurchmesser) D1 der Rolle 3 beträgt.

Weiterhin ist die Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 auf einen kleinen Wert gesetzt, der 30 bis 60% der Kontaktpositionshöhe e der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 beträgt, ferner ist die Aussparungshöhe f der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings auf 75% oder weniger der Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 gesetzt. Daher ist die Beständigkeit gegenüber einem Fressen der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 stark verbessert. Weiterhin ist die untere Grenze der Aussparungshöhe f der großen Halterippenoberfläche 2a geeignet definiert, damit während des Betriebs keine Beanspruchungskonzentration erzeugt wird, durch die ein Schleifvorgang oder dergleichen bewirkt wird.

Es wird darauf hingewiesen, daß die Aussparungshöhe f der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 dann, wenn die Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 auf weniger als 30% der Kontaktpositionshöhe e der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 gesetzt ist, zu klein wird, um selbige zu bearbeiten. Falls weiterhin die Fasengröße C1 auf mehr als 60% gesetzt wird, besteht die Tendenz, daß der kurze Durchmesser b der Kontaktellipse 32 zwischen der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 von der Fase vorragt.

Fig. 3 ist ein Graph, der den Freßzeitpunkt in Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen der Aussparungshöhe f auf seiten der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und der Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 in einem Kegelrollenlager zeigt, wobei die Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 ungefähr 0,7 mm beträgt und auf ungefähr 40% der Kontaktpositionshöhe e der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 gesetzt ist. Wie in Fig. 3 gezeigt ist, beträgt der geeignete Wert der Aussparungshöhe f der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 des Lagers, in dem die Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3 auf 40% der Kontaktpositionshöhe e der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 gesetzt ist, nicht mehr als 75% der Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a der Rolle 3, so daß der Freßzeitpunkt auf einer Skala mit großem Maßstab hinausgeschoben wird. Daraus geht hervor, daß die Beständigkeit gegenüber einem Fressen verbessert wird.

Fig. 11 ist ein Graph, der den Freßzeitpunkt in Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen der Kontaktpositionshöhe e der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und dem Durchmesser der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 unter der Bedingung zeigt, daß das Verhältnis der Aussparungshöhe f der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 des Lagers und der Fasengröße C1 der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 auf 0,775 gesetzt ist. Wie aus Fig. 11 deutlich hervorgeht, ist die Höhe e der Kontaktposition, an der die große Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 und die große Stirnfläche 3a der Rollen 3 in Kontakt sind, gemessen von der äußeren Lauffläche des Innenrings 2, auf 6 bis 9,5%, vorzugsweise auf 6,5 bis 8,5% und stärker bevorzugt auf 7 bis 8% des Durchmessers der großen Stirnfläche 3a jeder der Rollen 3 gesetzt.

Gemäß der Ausführungsform ist die Kontaktposition e0 der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 mit der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 in Kontakt ist, auf einen niedrigen Wert gesetzt, ferner ist die Fase der großen Stirnfläche 3a jeder Rolle 3 auf einen kleinen Wert gesetzt, außerdem ist jedoch auch die Aussparungshöhe f der großen Halterippenoberfläche 2a des Innenrings 2 auf einen in bezug auf die Beständigkeit gegenüber einem Fressen optimalen Wert gesetzt. Daher wird die Schlupfgeschwindigkeit an der Kontaktposition e0 reduziert, ferner wird die Freßbeständigkeit in hohem Maß verbessert. Dadurch kann ein Kegelrollenlager mit hoher Zuverlässigkeit gegenüber einem Fressen erhalten werden.

Weiterhin ist das Kegelrollenlager der Ausführungsform sowohl für eine Rotationsgeschwindigkeit als auch für einen axialen Lastzustand, die beide einen entsprechenden herkömmlichen Grenzwert übersteigen, verwendbar.

Obwohl die Erfindung anhand zweckmäßiger Ausführungen beschrieben worden ist, kann der Fachmann selbstverständlich viele verschiedene Änderungen und Abwandlungen vornehmen, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen oder den Umfang der Erfindung zu verlassen, der durch die beigefügten Ansprüche definiert ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Kegelrollenlager mit:

    einem Innenring (2), der einen Abschnitt (21) mit großem Durchmesser und einen Abschnitt (23) mit kleinem Durchmesser aufweist, wobei eine große Halterippenoberfläche (2a) an dem Abschnitt (21) mit großem Durchmesser ausgebildet ist, eine kleine Halterippenoberfläche (24) an dem Abschnitt (23) mit kleinem Durchmesser ausgebildet ist, eine kegelförmige äußere Lauffläche des Innenrings (2) die Abschnitte (21, 23) mit großem bzw. kleinem Durchmesser miteinander verbindet, und rillenförmigen Aussparungen (21a, 26) jeweils mit Aussparungshöhen (f) zwischen der äußeren Lauffläche und der großen Halterippenoberfläche (2a) bzw. der kleinen Halterippenoberfläche (24) ausgebildet sind;

    einem Außenring (1), der eine kegelförmigen inneren Lauffläche aufweist, die der äußeren Lauffläche zugewandt ist;

    mehreren kegelförmigen Rollen (3), mit jeweils einer großen Stirnfläche (3a) mit einem Stirnflächendurchmesser (D1), einer kleinen Stirnfläche (34), einer Rollfläche (35), die durch eine kegelförmige Umfangsfläche gebildet ist und die große Stirnfläche (3a) und die kleine Stirnfläche (34) verbindet, und einer Fase (36), die zwischen der großen Stirnfläche (3a) und der Rollfläche (35) mit einer Fasenhöhe (C1) in der großen Stirnfläche (3a) ausgebildet ist, wobei die kegelförmigen Rollen (3) zwischen dem Innenring (2) und dem Außenring (1) angeordnet sind, die Rollflächen (35) mit der äußeren Lauffläche des Innenrings (2) und mit der inneren Lauffläche des Außenrings (1) in Kontakt sind, und die großen Stirnflächen (3a) jeweils an einer Kontaktposition (e0) in einer Höhe (e) bezüglich der äußeren Lauffläche des Innenrings (2) mit der großen Halterippenoberfläche (2a) des Innenrings (2) in Kontakt sind; und

    einer Halteeinrichtung (4) zum Halten der kegelförmigen Rollen (3),

    dadurch gekennzeichnet, daß

    die Höhe (e) der Kontaktposition (e0) der große Halterippenoberfläche (2a) des Innenrings (2) mit der große Stirnfläche (3a) der Rollen (3) 6 bis 9,5% des Stirnflächendurchmessers (D1) der großen Stirnfläche (3a) jeder der Rollen (3) ist,

    die Fasenhöhe (C1) der Fase (36), die in der großen Stirnfläche (3a) jeder der Rollen (3) ausgebildet ist, 30 bis 60% der Höhe (e) der Kontaktposition (e0) ist, und

    die Aussparungshöhe (f) der Aussparung (21a) in der großen Halterippenoberfläche (2a) des Innenrings (2) nicht mehr als 75% der Fasenhöhe (C1) der Fase (36) der großen Stirnfläche (3a) jeder der Rollen (3) beträgt.
  2. 2. Kegelrollenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (e) der Kontaktposition (e0) 6, 5 bis 8, 5% des Stirnflächendurchmessers (D1) der großen Stirnfläche (3a) jeder der Rollen (3) ist.
  3. 3. Kegelrollenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (e) der Kontaktposition (e0) 7 bis 8% des Stirnflächendurchmessers (D1) der großen Stirnfläche (3a) jeder der Rollen (3) ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com