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Dokumentenidentifikation DE19649915C2 03.08.2000
Titel Zeichenschablone
Anmelder Ezer, Jochen, 51467 Bergisch Gladbach, DE
Erfinder Ezer, Jochen, 51467 Bergisch Gladbach, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow, Schmidt & Partner, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Anmeldedatum 02.12.1996
DE-Aktenzeichen 19649915
Offenlegungstag 04.06.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.08.2000
IPC-Hauptklasse B43L 13/20
IPC-Nebenklasse B43L 13/22   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zeichenschablone zur Führung eines Stiftes beim Zeichnen von Kreisbögen und/oder Kreisen, die einen flachen Schablonenkörper mit wenigstens einer runden Aussparung aufweist, in der eine Führungsscheibe angeordnet ist, die in unterschiedlichen Abständen vom Mittelpunkt der Aussparung Führungslöcher zum Führen des Stiftes beim Zeichnen aufweist.

Die Zeichenschablone wird zum Zeichnen eines Kreises auf die Zeichenfläche aufgelegt und der Stift in das Führungsloch gesteckt. Beim Drehen des Stiftes bewegt sich die Führungsscheibe innerhalb der Aussparung der Zeichenschablone und führt den im Führungsloch gehaltenen Stift auf einer kreisförmigen Bahn. Durch die unterschiedlichen Führungslöcher in der Führungsscheibe sind mehrere Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien zeichenbar. Der durch das Führungsloch geführte Stift kann nicht abrutschen und dabei von der Kreislinie abweichende Linien zeichnen. Durch das Auflegen der Zeichenschablone auf die Zeichenfläche wird diese nicht beschädigt.

Aus der DE 24 31 466 A1 ist eine gattungsgemäße Zeichenschablone bekannt. Die Führungsscheibe dieser Zeichenschablone ist mit einer Vielzahl von Führungslöchern versehen. Sie weist einen relativ großen Außendurchmesser auf, um sowohl kleine als auch große Kreise zeichnen zu können. Die Führungslöcher der Führungsscheibe sind entlang einer in dem Mittelpunkt der Führungsscheibe beginnenden und spiralförmig nach außen verlaufenden Linie angeordnet. Um einen Kreis mit einem kleinen Durchmesser zu zeichnen, wird ein Stift in ein nahe an dem Mittelpunkt der Führungsscheibe angeordnetes Führungsloch eingesteckt und die Führungsscheibe mit Hilfe des Stifts in eine Drehbewegung versetzt. Hierbei läßt sich die Führungsscheibe nur sehr schwer drehen. Über den Stift wird eine Kraft in die Führungsscheibe eingeleitet, die sich dadurch um ihren beziehungsweise den Mittelpunkt der Aussparung des Schablonenkörpers dreht. Der Abstand zwischen dem Stift und dem Mittelpunkt der Führungsscheibe bildet einen Hebelarm, an dem die von dem Stift eingeleitete Kraft wirkt. Hieraus ergibt sich ein Antriebsmoment für die Führungsscheibe. Diesem Antriebsmoment wirkt ein hemmendes Moment entgegen, das von der an der schmalen Umfangsfläche der Führungsscheibe wirkenden Reibkraft verursacht wird. Die Reibkraft, die durch die Reibung mit der schmalen Führungsfläche der Aussparung entsteht greift an einem Hebelarm an, der wesentlich größer ist als der Hebelarm des Antriebsmoments.

Die bekannte Konstruktion hat also den gravierenden Nachteil, daß eine Führungsscheibe mit relativ großem Außendurchmesser, die sich zum Zeichnen großer Kreise gut eignet, sich nur sehr schlecht zum Zeichnen kleiner Kreise eignet. Beim Zeichnen kleiner Kreise kommt es nachteiligerweise zu ruckartigen Bewegungen bei der Drehung der Führungsscheibe und zu unsauber gezeichneten Kreisen und Kreisbögen.

Eine weitere gattungsgemäße Zeichenschablone ist in der DE 24 26 204 A1 vorgeschlagen worden. Auch dieser Gegenstand weist eine Führungsscheibe auf, bei der sich für das Zeichnen kleiner Kreise die gleichen ungünstigen Hebelverhältnisse ergeben, wie bei dem Gegenstand der DE 24 31 466 A1.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Zeichenschablone zu schaffen, mit der sich sowohl sehr große als auch sehr kleine Kreise und/oder Kreisbögen einfach und mit geringem Kraftaufwand für die Drehbewegung der Führungsscheibe zeichnen lassen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Zeichenschablone dadurch gelöst, daß zur Führung des Stiftes eine mehrteilige Konstruktion mit wenigstens zwei ineinander angeordneten Führungsscheiben mit Führungslöchern vorgesehen ist, wobei die erste Führungsscheibe eine mittige Aussparung aufweist und die zweite Führungsscheibe drehbar in der Aussparung der ersten Führungsscheibe angeordnet ist. Bei einer Zeichenschablone, die sich sowohl zum Zeichnen sehr großer als auch sehr kleiner Kreise eignen soll, kann die Führungsscheibe aus vielen ineinander angeordneten Führungsscheiben zusammengesetzt sein. Dadurch ist gewährleistet, daß sich immer nur relativ geringe Differenzen zwischen den Längen der Hebelarme ergeben, an denen einerseits die Reibkraft der Führungsscheibe sowie andererseits die Antriebskraft des Stifts angreifen. Auf diese Weise sind ungünstige Hebelverhältnisse konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Durch eine zwei- oder mehrteilige Konstruktion von ineinander angeordneten Führungsscheiben ist es möglich, gleichmäßig ohne ruckartige Bewegung Kreise und Kreisbögen zu zeichnen.

In einer bevorzugten Weiterführung der Erfindung sind die Führungsscheiben einseitig in die entsprechende Aussparung einsetzbar sowie herausnehmbar (Anspruch 2). Hierdurch wird eine Handhabung der Zeichenschablone vereinfacht. Beim Abheben der Zeichenschablone von der Zeichenfläche werden mithin die eingelegten Führungsscheiben ebenfalls mit abgehoben. Weiterhin ist vorteilhaft, daß zunächst die Zeichenschablone auf der Zeichenfläche positioniert werden kann und anschließend daran die Führungsscheiben in die entsprechende Aussparung der Zeichenschablone einsetzbar sind.

In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind die Führungslöcher entlang einer durch den Mittelpunkt der Aussparung verlaufenden Strecke auf der Führungsscheibe angeordnet (Anspruch 3). Durch eine solche lineare Anordnung der Führungslöcher ist eine leichtere Auswahl des gewünschten Führungslochs möglich. Hierzu ist es auch möglich, die Führungslöcher durch Symbole oder Kenngrößen zu beschriften.

Zweckmäßigerweise sind die Führungslöcher auf jedem Teil der Strecke vom Mittelpunkt aus ungefähr äquidistant zueinander angeordnet (Anspruch 4). Hiermit wird die Handhabung der Zeichenschablone wesentlich vereinfacht. Entlang einer vom Mittelpunkt ausgehenden Strecke können in einem festen vorbestimmten Abstand die Führungslöcher für die weiteren Kreisbögen aufgefunden werden.

Bei der Gestaltung der Führungslöcher erweist es sich als vorteilhaft, daß der Durchmesser des Führungslochs sich zur unteren Seite hin verjüngt (Anspruch 5). Durch eine derartige Ausgestaltung der Führungslöcher wird beispielsweise beim Zeichnen mit Bleistift dem Stift ein besserer Halt gewährt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung entsprechend Anspruch 6 weist die Führungsscheibe im Mittelpunkt einen kreuzförmigen Schlitz auf. Mit einem derartigen kreuzförmigen Schlitz ist es möglich, die Führungsscheibe auf der Zeichenfläche zu positionieren und ggfs. auch zu fixieren.

Auf dem Schablonenkörper können entsprechend Anspruch 7 weitere runde Löcher zum Zeichnen von Kreisen angeordnet werden. Hierdurch entsteht eine weitere Möglichkeit, Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien zu zeichnen.

Vorteilhaft kann es sein, den Schablonenkörper und die Führungsscheiben aus transparentem Material auszubilden (Anspruch 8).

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zeichenschablone wird nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Zeichenschablone mit zwei Führungsscheiben in der Draufsicht,

Fig. 2 eine Zeichenschablone gemäß Fig. 1 im Querschnitt.

Fig. 1 zeigt eine Zeichenschablone mit einem flachen Schablonenkörper. Die Zeichenschablone weist eine kreisförmige Aussparung 1 auf, in der eine äußere runde Führungsscheibe 9 angeordnet ist. Die äußere runde Führungsscheibe 9 ist mit einer kreisförmigen mittigen Aussparung 10 versehen, in der eine innere Führungsscheibe 2 angeordnet ist. Hierbei kann die innere Führungsscheibe 2 unabhängig von der äußeren Führungsscheibe 9 gedreht werden.

Nach der in Fig. 2 gezeigten Schnittdarstellung der Zeichenschablone weist die Aussparung 1 des Schablonenkörpers eine Abschrägung 3 beziehungsweise eine schräge Innenfläche 3 auf. Mit der Abschrägung 3 wird beim Anheben der Zeichenschablone ein Herausfallen der Fürhungsscheibe 9 aus dem Schablonenkörper verhindert. Gleichermaßen weist die in der Führungsscheibe 9 vorgesehene kreisförmige mittige Aussparung 10 ebenfalls eine schräge Innenfläche 3 auf, mit der ein Herausfallen der Führungsscheibe 2 aus der Führungsscheibe 9 verhindert wird.

Entlang einer Strecke 4 auf den Führungsscheiben 2 und 9 sind die Führungslöcher 11 eingezeichnet. Bei der in Fig. 1 dargestellten Zeichenschablone sind die Führungslöcher 11 in gleichem Abstand zueinander auf beiden Seiten der Strecke 4 angeordnet. Zur Orientierung der beiden Führungsscheiben 2 und 9 gegeneinander können auf den Führungsscheiben 2, 9 und auf dem Schablonenkörper Markierungen angebracht werden.

Zusätzlich zu den beiden Führungsscheiben 2 und 9 sind auf der Zeichenschablone weitere runde Löcher beziehungsweise kreisförmige Aussparungen 7 und 8 vorgesehen. Als Radien für diese Aussparungen 7 und 8 können beispielsweise häufig beim Zeichnen benutzte Radien gewählt werden.

Die innere Führungsscheibe 2 weist in der Mitte zentriert eine Markierung 6 in Form eines kreuzförmigen Schlitzes auf. Dieser dient zur Positionierung der Zeichenschablone. Durch die Markierung 6 ist es beispielsweise möglich den Mittelpunkt der Führungsscheibe 2 exakt an eine in der Zeichnung markierte Stelle anzulegen.

Zur einfacheren Handhabung der Zeichenschablone können der Schablonenkörper und die Führungsscheiben 2 und 9 aus einem transparenten Material, insbesondere aus einem transparenten Kunststoff gefertigt sein. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn der Schablonenkörper mit einer Meßskala und anderen beim Erstellen von Zeichnungen hilfreichen Elementen, wie beispielsweise ausgestanzen Ziffern und Buchstaben zum Beschriften von Zeichnungen, versehen ist.

Die Führungsscheiben 2 und 9 können auch so in der Aussparung 1 beziehungsweise 10 gelagert werden, daß die Führungsscheiben 2 und 9 nicht die Zeichenfläche berühren. Hierdurch wird eine Beschädigung der Zeichnenfläche durch die sich drehenden Führungsscheiben 2 und 9 vermieden und ein Verschmieren von bereits gezeichneten Kreisbögen verhindert.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenschablone zur Führung eines Stiftes beim Zeichnen von Kreisbögen und/oder Kreisen, die einen flachen Schablonenkörper mit wenigstens einer runden Aussparung (1) aufweist, in der eine Führungsscheibe (9) angeordnet ist, die in unterschiedlichen Abständen vom Mittelpunkt der Aussparung (1) Führungslöcher (11) zum Führen des Stiftes beim Zeichnen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des Stiftes eine mehrteilige Konstruktion mit wenigstens zwei ineinander angeordneten Führungsscheiben (2, 9) mit Führungslöchern (11) vorgesehen ist, wobei die erste Führungsscheibe (9) eine mittige Aussparung (10) aufweist und die zweite Führungsscheibe (2) drehbar in der Aussparung (10) der ersten Führungsscheibe (9) angeordnet ist.
  2. 2. Zeichenschablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsscheiben (2, 9) einseitig in die entsprechende Aussparung (1, 10) einsetzbar sowie herausnehmbar sind.
  3. 3. Zeichenschablone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungslöcher (11) entlang einer durch den Mittelpunkt der Aussparung (1, 10) verlaufenden Strecke (4) auf der Führungsscheibe (2, 9) angeordnet sind.
  4. 4. Zeichenschablone nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungslöcher (11) auf jedem Teil der Strecke (4) vom Mittelpunkt aus in etwa äquidistant zueinander angeordnet sind.
  5. 5. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Führungslöcher (11) sich zur unteren Seite hin verjüngt.
  6. 6. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsscheibe (2) im Mittelpunkt einen kreuzförmigen Schlitz (6) zur Fixierung auf der Zeichenfläche aufweist.
  7. 7. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schablonenkörper weitere runde Löcher (7, 8) zum Zeichnen von Kreisen angeordnet sind.
  8. 8. Zeichenschablone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schablonenkörper und die Führungsscheiben (2, 9) aus transparentem Material sind.






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