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Dokumentenidentifikation DE19831113C2 17.08.2000
Titel Zeichenhilfe
Anmelder Wilke, Hans, 33378 Rheda-Wiedenbrück, DE
Erfinder Wilke, Hans, 33378 Rheda-Wiedenbrück, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 11.07.1998
DE-Aktenzeichen 19831113
Offenlegungstag 15.04.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.2000
IPC-Hauptklasse B43L 13/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zeichenhilfe mit einem plattenförmigen Element und mindestens einer flächigen, auf das plattenförmige Element auflegbaren Schablone, die an den einander zugewandten Flächen mit regelmäßig angeordneten, ineinandergreifenden Raststrukturen versehen sind, die dazu ausgebildet sind, die Schablone in einem vorgegebenen Raster in mehreren durch Parallelverschiebung auseinander hervorgehenden Positionen zu halten.

Es sind Zeichenschablonen bekannt, die eine oder mehrere Zeichenkonturen mit verschiedenen Formen oder Abmessungen aufweisen und das Zeichnen von einfachen geometrischen Figuren wie Rechtecken, Dreiecken, Kreisen und dergleichen erleichtern. Ein Nachteil dieser Schablonen besteht jedoch darin, daß die Zeichenkonturen als solche nicht variabel sind, so daß für jede einzelne geometrische Form eine separate Zeichenkontur benötigt wird.

Andererseits sind Zeichenhilfen zum Zeichnen von Rechtecken bekannt, die nicht als Schablone ausgebildet sind, sondern die Form einer Folie haben, die in ihrer Oberfläche ein feinmaschiges Gitter aus rechtwinklig zueinander verlaufenden Nuten aufweist. Das Zeichenblatt wird auf die Folie aufgelegt und mit der Spitze des Zeichenstiftes etwas eingedrückt, so daß der Zeichenstift in einer der Nuten der Folie geführt wird. Auf diese Weise lassen sich Rechtecke mit verschiedenen Formen und Abmessungen zeichnen. Ein Nachteil besteht jedoch darin, daß das Papier bei dem Zeichenvorgang eine relativ starke Prägung erhält und daß die Linien relativ ungleichmäßig sind, da sie an den Stellen, an denen sich die Nuten kreuzen, etwas verzittert werden.

Aus DE 81 01 781 U1 ist eine Zeichenhilfe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, bei der eine Schablone auf einer Unterlage für das Zeichenpapier verschiebar ist und die Unterlage und die Schablone ein regelmäßiges Raster von ineinandergreifenden Nasen und Vertiefungen aufweisen, so daß sie in definierten Positionen miteinander verrastbar sind. Nachteilig ist dabei, daß das Papier zwischen der Unterlage und der Schablone eingelegt werden muß.

Aus DE-PS 4 54 920 ist eine Zeichenhilfe in der Form zweier L-förmiger Lineale bekannt, deren Schenkel verschiebbar an einander geführt sind und die sich zu einem verstellbaren Rechteck ergänzen. Hier sind jedoch die Schiebeführungen relativ aufwendig in der Herstellung, und es besteht keine Möglichkeit, die beiden Lineale stabil in ihrer Relativposition zu fixieren.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach herstellbare, schablonenartig auf das Papier auflegbare Zeichenhilfe zu schaffen, bei der sich die Form der Zeichenkontur variieren läßt und die besonders zum Zeichnen von parallelen Linien geeignet ist.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Zeichenhilfe dadurch gelöst, daß auch das plattenförmige Element eine Schablone ist, daß mindestens eine der Schablonen eine Zeichenkontur (14) aufweist, die ein gerades Lineal bildet, daß die beiden Schablonen jeweils einen L-förmigem Grundriß haben und jeweils auf der Fläche beider Schenkel mit den Raststrukturen versehen sind, die als parallel zu dem Lineal verlaufende Riffelungen ausgebildet sind.

Die Schablonen lassen sich in Längsrichtung der ineinandergreifenden Riffelungen stufenlos und in der dazu rechtwinkligen Richtung quasi-stufenlos, nämlich im Raster der Riffellungen, gegeneinander verschieben, werden jedoch in jeder Rastposition, in der die Riffelungen miteinander in Eingriff stehen, in derselben Winkellage relativ zueinander gehalten.

Das Rastermaß entspricht entsprechend Anspruch 4 vorzugsweise einer gebräuchlichen Längeneinheit, beispielsweise einem Millimeter.

Zum Zeichnen von geschlossenen Konturen, wie beispielsweise Rechtecken, ist es entsprechend Anspruch 3 besonders zweckmäßig, daß die beiden Schablonen jeweils eine L-förmige Gestalt haben, so daß sie die geschlossenen Konturen umschließen und sich mit ihren beiden, jeweils mit Raststrukturen versehenen Schenkeln überlappen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Gegenstandes nach Anspruch 1 ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 2.

Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 zwei einzelne Schablonen, die zusammen eine erfindungsgemäße Zeichenhilfe bilden;

Fig. 2 die Zeichenhilfe nach Fig. 1 in einer Gebrauchsstellung; und

Fig. 3 einen vergrößerten schematischen Teilschnitt durch die Schablonen.

In Fig. 1 erkennt man zwei Schablonen 10, 12, die einen identischen, L-förmigen Grundriß aufweisen und beide durch relativ dünne Platten oder Folien aus vorzugsweise transparentem Kunststoffmaterial gebildet werden. Jede Schablone 10, 12 bildet auf der Innenseite ihres L-förmigen Grundrisses eine Zeichenkontur 14, die im gezeigten Beispiel aus zwei rechtwinklig zueinander angeordneten, jeweils mit einer Skalierung 16 versehenen Linealen 18, 20 besteht.

Die Schablone 10 weist auf der Oberseite ihres längeren und schmaleren Schenkels 22 eine Riffelung 24 und auf der Oberseite ihres kürzeren und breiteren Schenkels 26 eine Riffelung 28 auf. Beide Riffelungen 24 und 28 verlaufen parallel zu dem Lineal 18. Die Schablone 12 weist an ihrer Unterseite auf der Fläche des kürzeren Schenkels 26 eine zu der Riffelung 24 komplementäre Riffelung 30 und auf der Fläche ihres längeren Schenkels 22 eine zu der Riffelung 28 komplementäre Riffelung 32 auf. Außerdem weist jede Schablone 10, 12 im Scheitelbereich ihrer beiden Schenkel auf der Oberseite einen Handgriff 34 in der Form einer wulstartigen Verdickung auf.

Wenn die Schablone 12 in der in Fig. 2 gezeigten Weise auf die Schablone 10 aufgelegt wird, so daß die Enden der Schenkel der beiden Schablonen 10, 12 einander überlappen, greifen die zueinander komplementären Riffelungen 24, 30 und 28, 32 ineinander, so daß die beiden Schablonen 10, 12 stabil in einer Konfiguration gehalten werden, in der ihre Lineale 18, 20 ein Rechteck begrenzen. In Längsrichtung der Riffelungen 24, 30, 28, 32 lassen sich die beiden Schablonen 10, 12 dann unter Beibehaltung ihrer Winkellage stufenlos gegeneinander verschieben, so daß die Form des Rechtecks variiert werden kann. In der dazu senkrechten Richtung ist eine quasi-stufenlose Verschiebung entsprechend dem Rastermaß der Riffelungen 24, 30, 28, 32 möglich.

Gemäß Fig. 3 sind die Riffelungen 24, 30, 28, 32 als zueinander komplementäre Sägezahnprofile mit abwechselnden Rippen 36 und Nuten 38 ausgebildet. Anstelle eines Sägezahnprofils können jedoch auch dreieckige oder trapezförmige Profile mit symmetrischen Flanken vorgesehen sein. Der Abstand zwischen zwei benachbarten Rippen 36 beträgt einen Millimeter, so daß sich die Breite des von den Linealen eingeschlossenen Rechtecks in Millimeterschritten variieren läßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenhilfe mit einem plattenförmigen Element und mindestens einer flächigen, auf das plattenförmige Element auflegbaren Schablone (12), die an den einander zugewandten Flächen mit regelmäßig angeordneten, ineinandergreifenden Raststrukturen (24, 28, 30, 32) versehen sind, die dazu ausgebildet sind, die Schablone in einem vorgegebenen Raster in mehreren durch Parallelverschiebung auseinander hervorgehenden Positionen zu halten, dadurch gekennzeichnet, daß auch das plattenförmige Element eine Schablone (10) ist, daß mindestens eine der Schablonen (10, 12) eine Zeichenkontur (14) aufweist, die ein gerades Lineal (18) bildet, daß die beiden Schablonen (10, 12) jeweils einen L-förmigen Grundriß haben und jeweils auf der Fläche beider Schenkel (22, 26) mit den Raststrukturen (24, 28, 30, 32) versehen sind, die als parallel zu dem Lineal (18) verlaufende Riffelungen (24, 28, 30, 32) ausgebildet sind.
  2. 2. Zeichenhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schablonen (10, 12) jeweils ein zu den Riffelungen (24, 28, 30, 32) paralleles Lineal (18) bilden.
  3. 3. Zeichenhilfe nach Anspruch, 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Schablonen (10, 12) zwei rechtwinklig zueinander orientierte Lineale (18, 20) bildet.
  4. 4. Zeichenhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen zwei benachbarten Rippen (36) der Riffelungen (24, 28, 30, 32) ein Millimeter beträgt.






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