Warning: fopen(111data/log202005281717.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Elektrochrome Vorrichtung mit Nanoteilchen und UV-Absorber in der Schutzschicht - Dokument DE19905797A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19905797A1 17.08.2000
Titel Elektrochrome Vorrichtung mit Nanoteilchen und UV-Absorber in der Schutzschicht
Anmelder Bayer AG, 51373 Leverkusen, DE
Erfinder Berneth, Horst, Dipl.-Chem. Dr., 51373 Leverkusen, DE;
Hoheisel, Werner, Dipl.-Phys. Dr., 51061 Köln, DE;
Neigl, Ralf, Dipl.-Phys. Dr., 51373 Leverkusen, DE;
Womelsdorf, Herrmann, Dipl.-Chem. Dr., 51375 Leverkusen, DE
DE-Anmeldedatum 12.02.1999
DE-Aktenzeichen 19905797
Offenlegungstag 17.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.2000
IPC-Hauptklasse G02F 1/153
IPC-Nebenklasse C09K 9/00   G09F 9/30   E06B 9/24   
Zusammenfassung Eine elektrochrome Vorrichtung, die eine Beschichtung trägt, die mindestens einen UV-Absorber und Nanoteilchen enthält, ist effektiv gegen Zerstörung durch UV-Licht geschützt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine UV-geschützte elektrochrome Vorrichtung.

Elektrochrome Vorrichtungen sind bereits bekannt, beispielsweise aus D. Theis in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Vol. A 8, S. 622, Verlag Chemie 1987 und WO-A 94/23333. Man unterscheidet zwei Grundtypen:

Typ 1: vollflächige elektrochrome Vorrichtung.

Typ 2: elektrochrome Anzeigevorrichtungen mit strukturierten Elektroden.

Typ 1 findet beispielsweise bei elektrisch abdunkelbaren Fensterscheiben oder elektrisch abblendbaren Autospiegeln Anwendung. Solche Vorrichtungen sind beispielsweise aus US-A-4 902 108 bekannt.

Typ 2 findet bei Segment- und Matrixanzeigen Verwendung. Solche Anzeigevorrichtungen sind beispielsweise in der Deutschen Patentanmeldung P 196 31 728 vorgeschlagen worden. Derartige Vorrichtungen können transmissiv oder bei Verspiegelung reflektiv betrachtet werden.

In WO-A 94/23333 werden elektrochrome Materialien verschiedener Bauweise gegenübergestellt, die aber nicht als Anzeigevorrichtungen verwendet werden:

Bauweise a:

Die elektrochromen Substanzen liegen als Film oder Schicht fest auf den Elektroden (vgl. Ullmann, s.o.).

Bauweise b:

Die elektrochromen Substanzen werden beim Redoxprozeß auf den Elektroden als Schicht abgeschieden (vgl. Ullmann, s.o.).

Bauweise c:

Die elektrochromen Substanzen bleiben permanent in Lösung.

Für Bauweise a) ist als elektrochromes Material das Paar Wolframoxid/ Palladiumhydrid das bekannteste.

Für Bauweise b) sind Viologene als elektrochrome Substanzen beschrieben worden. Diese Vorrichtungen sind nicht selbstlöschend, das erzeugte Bild bleibt also nach dem Abschalten des Stromes bestehen und kann nur durch Umpolen der Spannung wieder gelöscht werden. Solche Vorrichtungen sind nicht besonders beständig und erlauben keine hohe Zahl an Schaltzyklen.

Zudem sind insbesondere solche mit Wolframoxid/Palladiumhydrid aufgebauten Zellen wegen der Lichtstreuung an diesen elektrochromen Schichten nicht im durchfallenden Licht zu betreiben, sondern lediglich reflektiv.

Aus Elektrokhimiya 13, 32-37 (1977), 13, 404-408, 14, 319-322 (1978), US-A 4 902 108 und US-A 5 140 455 ist ein elektrochromes System dieser letztgenannten Bauweise c) bekannt. In einer elektrochromen Zelle, die aus leitfähig beschichteten Glasplatten aufgebaut ist, ist eine Lösung eines Paares elektrochromer Substanzen in einem inerten Lösungsmittel enthalten.

Als Paar von elektrochromen Substanzen wird je eine elektrochemisch reversibel reduzierbare und eine reversibel oxidierbare Substanz verwendet. Beide sind im Grundzustand farblos oder nur schwach gefärbt. Unter Einfluß einer elektrischen Spannung wird die eine Substanz reduziert, die andere oxidiert, wobei beide farbig werden. Nach Abschalten der Spannung bildet sich bei beiden Substanzen der Grundzustand wieder zurück, wobei Entfärbung bzw. Farbaufhellung auftritt.



Aus US-A 4 902 108 ist bekannt, daß solche Paare von Redoxsubstanzen geeignet sind, bei denen die reduzierbare Substanz wenigstens zwei chemisch reversible Reduktionswellen im Cyclischen Voltammogramm und die oxidierbare Substanz entsprechend wenigstens zwei chemisch reversible Oxidationswellen besitzt.

Für solche elektrochromen Zellen der Bauweise c sind verschiedene Anwendungen beschrieben worden. So können sie beispielsweise als Automobilrückspiegel ausgebildet sein, der bei Nachtfahrt durch Anlegen einer Spannung abgedunkelt werden kann und somit das Blenden durch Scheinwerfer nachfolgender Fahrzeuge verhindert (vgl. z. B. US-A 3 280 701, US-A 4 902 108, EP-A 0 435 689). Weiterhin können solche Zellen auch in Fensterscheiben oder Auto-Sonnendächern eingesetzt werden, wo sie nach Anlegen einer Spannung das Sonnenlicht abdunkeln. Ebenfalls beschrieben ist die Anwendung solcher Vorrichtungen als elektrochrome Anzeigevorrichtungen, beispielsweise in Segment- oder Matrix-Displays mit strukturierten Elektroden (Deutsche Patentanmeldung P 196 31 728).

Die elektrochromen Zellen bestehen normalerweise aus einem Paar Glasplatten, von denen im Falle des Autospiegels eine verspiegelt ist. Eine Seite dieser Scheiben ist mit einer lichtdurchlässigen, elektrisch leitfähigen Schicht, beispielsweise Indium- Zinn-Oxid (ITO), flächig beschichtet, wobei im Falle der Anzeigevorrichtungen diese leitfähige Beschichtung in elektrisch voneinander getrennte Segmente aufgeteilt ist, die einzeln kontaktiert sind. Aus diesen Scheiben wird nun eine Zelle aufgebaut, indem sie mit ihrer einander zugewandten elektrisch leitfähig beschichteten Seite über einen Dichtungsring zu einer Zelle verbunden werden. In diese Zelle wird nun über eine Öffnung eine elektrochrome Flüssigkeit eingefüllt und die Zelle dicht verschlossen. Über die ITO-Schichten werden die beiden Scheiben mit einer Spannungsquelle verbunden.

Die vorstehend beschriebenen elektrochromen Vorrichtungen zeigen in der Regel eine Empfindlichkeit gegenüber Licht, insbesondere UV-Licht. Es sind deshalb beispielsweise in US-A 5 280 380 elektrochrome Vorrichtungen beschrieben, die UV- Absorber enthalten. Es sind auch elektrochrome Autospiegel beschrieben worden, die solche Absorber in einer Splitterschutz-Beschichtung enthalten (US-A 5 073 012).

Als UV-Lichtabsorber werden bisher meist organische Verbindungen verwendet, die in dem relevanten Wellenlängenbereich eine molekulare Absorptionsbande aufweisen und nicht im sichtbaren Spektralbereich absorbieren. Nachteilig bei diesen Verbindungen ist, daß sie in teilweise hohen Konzentrationen in der elektrochromen Lösung oder in einer Polymerschicht, die auf eine der beiden Platten aufgebracht ist, gelöst sein müssen. Häufig ist die Löslichkeit in diesen Medien aber begrenzt und folglich auch die Wirksamkeit des UV-Absorbers. Weiterhin können sie unter Lichteinwirkung ausbleichen und/oder aus dem polymeren Substrat ausdampfen oder ausgewaschen werden.

Es ist auch bekannt, daß anorganische Festkörpermaterialien UV-Licht absorbieren können.

Diese anorganischen Partikel können je nach deren Größe und Wahl des Materials Bereiche des schädlichen UV-Lichtes absorbieren und/oder streuen. Dabei ist die Absorption der Streuung von Licht vorzuziehen, da insbesondere bei einer Einarbeitung der Partikel in das zu schützende Material gestreute Photonen dieses weiterhin schädigen können. Weiter führt ein zu großer Streuanteil des Lichts zu einer Trübung des zu schützenden Materials. Aus Absorption and Scattering of Light by Small Particles, C.F. Bohren, D.R. Huffman, S. 93 bis 104 und 130 bis 141, 1983 ist bekannt, daß mit abnehmender Größe der Partikel deren Absorptionsvermögen von Licht höher ist als deren Fähigkeit, Licht zu streuen. Für einen transparenten UV- Lichtabsorber sind also nur sehr kleine Partikel geeignet. Um auch Farblosigkeit des UV-Lichtabsorbers zu gewährleisten, muß das Material der Partikel eine Absorptionskante im Wellenlängenbereich zwischen etwa 300 nm und 400 nm besitzen. Nach WO-A 93/06164 eignen sich für eine solche Wirkung Materialien mit einer Bandlücke zwischen 2,8 eV und 4,1 eV, was einem Wellenlängenbereich zwischen 303 nm und 445 nm entspricht. Für diesen Anwendungszweck werden aus dieser Materialklasse u. a. bereits. TiO2, ZnO, CeO2, SiC eingesetzt, siehe beispielsweise WO-A 93/06164, WO-A 95/09895 und WO-A 92/21315.

Nachteilig bei solchen Nanoteilchen, insbesondere bei solchen, die in einfachen technischen Prozessen hergestellt werden sollen, ist, daß ihre Absorptionskante nicht beliebig eingestellt werden kann. So lassen sich folglich nicht in einfacher Weise Nanoteilchen bereitstellen, die auf das Absorptionsverhalten der elektrochromen Substanzen optimal eingestellt sind.

Es bestand folglich die Aufgabe, einen UV-Schutz elektrochromer Zellen bereitzustellen, dre die im Stand der Technik bekannten Nachteile nicht aufweist.

Es wurde nun gefunden, daß die oben beschriebenen elektrochromen Vorrichtungen durch eine Kombination aus anorganischen Nanopartikeln mit organischen UV- Absorbern effektiv gegen Zerstörung durch UV-Licht geschützt werden können.

Gegenstand der Erfindung ist demnach eine elektrochrome Vorrichtung, die eine Beschichtung trägt, die mindestens einen UV-Absorber und Nanoteilchen enthält.

Solche Beschichtungen bieten einen an die Eigenschaften der elektrochromen Substanzen optimal anpaßbaren UV-Schutz. Die Kombination führt zu einer Verstärkung des UV-Schutzes und zu einer Verbesserung seiner Lichtbeständigkeit.

Gegenstand der Erfindung ist vorzugsweise eine elektrochrome Vorrichtung, bestehend aus einem Paar Glas- oder Kunststoffplatten oder Kunststoffolien, von denen mindestens eine Platte oder Folie, vorzugsweise beide Platten oder Folien auf jeweils einer Seite mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung versehen sind, von denen wenigstens eine Platte oder Folie und ihre leitfähige Beschichtung transparent sind, von denen die andere verspiegelt sein kann und von denen wenigstens bei einer der beiden Platten oder Folien die elektrisch leitfähige Schicht in getrennte, einzeln kontaktierte Flächensegmente aufgeteilt sein kann, wobei die Platten oder Folien über einen Dichtungsring auf den Seiten ihrer leitfähigen Beschichtung zusammengefügt sind, und das Volumen, gebildet aus den beiden Platten oder Folien und dem Dichtungsring, mit einem elektrochromen Medium gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der beiden Platten oder Folien eine Beschichtung trägt, die mindestens einen UV-Absorber und Nanoteilchen enthält.

In einer besonderen Ausführungsform handelt es sich bei dem UV-Absorber um einen organischen UV-Absorber. In einer besonderen Ausführungsform handelt es sich bei den Nanoteilchen um anorganische Nanoteilchen.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind elektrochrome Vorrichtungen, in denen wenigstens eine der beiden leitfähigen Schichten mit einer elektrochromen Schicht überzogen ist, sowie elektrochrome Vorrichtungen, in denen das elektrochrome Medium eine elektrochrome Lösung darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrochrome Vorrichtung eine Beschichtung trägt, die mindestens einen UV- Absorber und Nanoteilchen enthält.

Geeignete Nanoteilchen sind solche auf Basis SiC, AlSi, Ag, Fe2O3, Fe3O4, TiO2, ZnO, GaP, CeO2, ZnS, SnO2, SiyGe1-y, WxMo1-x O3, NiO, Bi2O3, In2O3, HfO2, BaTiO3, CaTiO3, Ge, AlP, GaN, worin 0,7 ≤ y < 1 und 0 ≤ x ≤ 1 sind.

Im Sinne der Erfindung besonders geeignete Nanoteilchen sind die aus der oben genannten Literatur und den Patentanmeldungen bekannten Materialien auf Basis Ag, TiO2, ZnO, CeO2, SiC, AlSi, Fe2O3, Fe3O4, WxMo1-xO3, BaTiO3, CaTiO3 oder Mischungen davon.

Eine Trübung durch die UV-Absorber-Partikel ist für eine elektrochrome Vorrichtung nicht akzeptabel, da bei den verschiedenen genannten Anwendungsgebieten wie Autospiegel oder Anzeigevorrichtung eine hohe Transmission des Lichts sowie insbesondere eine scharfe Abbildung gefordert wird. Radikalbildende Partikel sind insbesondere dann unbrauchbar, wenn sich diese Partikel in der elektrochromen Lösung befinden. Eine Wechselwirkung mit den in der Regel radikalischen oder radikalionischen, durch Elektrodenraktion gebildeten OX1 und RED2 würde in das oben aufgeführte Gleichgewicht eingreifen und zu ungewünschten Farbveränderungen und/oder zu unzureichender Farblöschung nach Abschalten der Spannung führen. Besonders bevorzugt sind Nanoteilchen mit einem mittleren Durchmesser von kleiner als 500 nm, bevorzugt von kleiner als 100 nm, besonders bevorzugt von kleiner als 50 nm, ganz besonders bevorzugt von kleiner als 20 nm.

Besonders bevorzugt sind Nanoteilchen aus Silber. Sie zeigen ein Absorptionsmaximum, das durch die Wahl des umgebenden Mediums und dessen Brechungsindex ε verschoben werden. Z. B. liegt das Maximum bei 395 nm bei ε = 1.33, bei 408 nm bei ε = 1.45, bei 422 nm bei ε = 1.55. Somit läßt sich das Absorptionsverhalten durch die Wahl der Beschichtung der elektrochromen Vorrichtung den jeweiligen Erfordernissen anpassen.

Ebenfalls besonders bevorzugt sind Nanoteilchen, die überwiegend Partikel aus Silicium und/oder aus festen Verbindungen enthalten, in denen Silicium im stöchiometrischen Überschuß vorliegt. Vorteilhaft ist ein mittlerer Durchmesser von kleiner als 120 nm. Sie verfügen über vorteilhafte Eigenschaften, wie hohe Transparenz im sichtbaren Spektralbereich bei niedrigeren Partikelkonzentrationen, hohe Stabilität an Luft, hohe Umwelt- und Bioverträglichkeit und vollständige Abwesenheit von photokatalytischen Aktivitäten sowie das Herausfiltern von Licht im UVA- und UVB- Bereich mit hoher Effizienz.

Unter mittlerem Durchmesser ist das Maximum der Anzahlverteilung zu verstehen.

Bei elementarem Silicium handelt es sich um amorphes oder kristallines Silicium, . bevorzugt um kristallines Silicium. Die Größe der Siliciumpartikel liegt vorzugsweise zwischen 1 nm und 120 nm, besonders bevorzugt zwischen 1 nm und 70 nm, ganz besonders bevorzugt zwischen 10 nm und 50 nm. Vorzugsweise weisen diese Partikel eine Größenverteilung mit einer maximalen Halbwertsbreite von 40 nm auf. Siliciumpartikel mit diesem mittleren Durchmesser werden vorzugsweise mittels Gasphasenreaktion (CVR) nach dem im US-A 5 472 477 beschriebenen Verfahren hergestellt. Ebenfalls möglich ist die Herstellung gemäß J. Phys. Chem., 97, S. 1224 bis 1230 (1973), J. Vac. Sci. Technol. A10, S. 1048 (1992) sowie Int. J. Heat Mass Transfer 31, S. 2236 (1988).

Unter den Begriff feste Verbindungen fallen bei Raumtemperatur feste Verbindungen, wie z. B. Silicide, CaSi2 und/oder BaSi2. Unter den Begriff Verbindungen in denen Silicium in stöchiometrischem Überschuß vorliegt, fallen vorzugsweise Verbindungen der Formel SixZ1-x mit 0,5 < x ≤ 1, bevorzugt 0,7 < x ≤ 1 und Z = C, N, O, Ge, Ca, Ba und Sr. Die Anwesenheit anderer Materialien verschiebt die energetische Lage der Absorptionskante in gewissen Grenzen und modifiziert die Form der Kante. Als feste Verbindungen sind hierbei SixC1-x oder SixGe1-x bevorzugt.

Bevorzugt sind Nanoteilchen aus allen bisher beschriebenen Materialien, die kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind. Unter nahezu kugelförmig sind beispielsweise Ellipsoide zu verstehen mit einem Achsenverhältnis von 1 : 4, vorzugsweise 1 : 2.

Ebenfalls bevorzugt sind Nanoteilchen aus allen bisher beschriebenen Materialien, die eine Kern-Hüllenstruktur aufweisen. Die Hülle kann organisch modifiziert sein.

Die Hülle besteht beispielsweise aus einem Oxid des Materials des Nanoteilchens. Sie kann aber auch aus einem anderen Material bestehen, das im Sichtbaren transparent ist und dessen Brechungsindex dem des Nanoteilchens ähnlich ist. Die Dicke einer Oxidschicht kann beispielsweise zwischen 1 und 300 nm betragen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die Nanoteilchen eine Kern-Hüllenstruktur auf, beispielsweise bei festen Verbindungen, in denen Silicium im stöchiometrischen Überschuß vorliegt. Bevorzugt ist dabei, daß dieser aus einem Kern aus Titannitrid und einer Hülle aus Silicium besteht, wobei der Silicium- Volumenanteil mindestens 30% je Partikel ist.

Der mittlere Durchmesser der Partikel aller bisher beschriebenen Arten ist vorzugsweise kleiner als 120 nm, besonders bevorzugt kleiner als 100 nm, ganz besonders bevorzugt kleiner 50 nm ist. Diese weisen vorzugsweise eine Teilchengrößenverteilung mit einer maximalen Halbwertsbreite von 40 nm, vorzugsweise 30 nm, besonders bevorzugt 20 nm, auf.

Die Herstellung der festen Verbindungen, inklusive derer mit Kern-Hüllen-Struktur kann z. B. durch eine thermische Zersetzung eines Silicium-enthaltenden Gases, wie z. B. Silanen, Organosilanen oder SiCl4, durchgeführt werden, so daß ein Aerosol entsteht (siehe J. Phys. Chem., 97, S. 1224 bis 1230 (1973), J. Vac. Sci. Technol. A10, 5.1048 (1992). Durch Beimischungen weiterer Gase, die beispielsweise Germanium oder Kohlenstoff enthalten, resultieren entsprechend stöchiometrisch zusammengesetzte Verbindungen. Im Fall von festen Verbindungen mit einer Kern- Hüllen-Struktur wird zunächst der Kern mittels der zuvor beschriebenen Verfahren hergestellt und anschließend mittels Zersetzung oder Reaktion in der Gasphase entsprechend zusammengesetzter Gase, wie z. B. SiH4 oder SiCl4 zusammen mit H2, die Hülle aufgebracht. Die thermische Zersetzung kann in einem Gasphasenreaktor; bevorzugt in einem CVR (Chemical Vapor Reaktion)-Reaktor, oder auch durch Laserabsorption (siehe Int. J. Heat Mass Transfer, 31, S. 2239 (1988) stattfinden. Die thermische Zersetzung von Gasen eignet sich besonders zur Herstellung kristalliner Partikel. Ebenfalls möglich ist die Herstellung über ein PECVD (Plasma Enhanced Chemical Vapor Deposition)-Verfahren (siehe J. Vac. Sci. Technol., A10, S. 1048 (1992)). Im letzten Verfahren entstehen amorphe Partikel, die durch eine thermische Nachbehandlung kristallinisiert werden können (siehe Nanostructured Materials, Vol. 6, S. 493 bis 496 (1995)).

Die Nanoteilchen können auch in Form von Agglomeraten vorliegen. Im Fall des Siliciums unterscheiden sich die optischen Eigenschaften der Agglomerate von denen der Primärpartikel, da sich durch die elektromagnetische Wechselwirkung der Partikel untereinander neue Absorptionskanäle bilden, die teilweise auch im sichtbaren Spektralbereich liegen.

Die Primärpartikel der Nanoteilchen können auch von einer Oxidschicht umgeben sein. Dadurch wird ein direkter Kontakt der Primärpartikel und somit deren Agglomeration verhindert. Die Dicke der Oxidschicht beträgt vorzugsweise 1 nm bis 300 nm, besonders bevorzugt 10 bis 100 nm. Vorteilhafte Oxidschichten sind solche, deren Brechungsindex im sichtbaren Spektralbereich sehr ähnliche Werte hat wie die vor der UV-Strahlung zu schützenden Medien, wie z. B.: Polycarbonat, Polyurethan, organische Lösungen wie das elektrochrome Medium. Dadurch verringert sich die lichtstreuende Wirkung und die Matrix bleibt transparent. Diese Oxidschicht kann z. B. durch Zudosierung von Sauerstoff in den CVR-Reaktor nach der Herstellung der Partikel erfolgen.

In einer bevorzugten Ausführungsform versteht man unter den Nanoteilchen eine Mischung, die zusätzlich Partikel, beispielsweise aus Oxiden und/oder Nitriden von Metallen, die im roten Spektralbereich von 600 nm < λ < 700 nm stärker absorbieren als im blaugrünen Spektralbereich von 400 nm < λ < 550 nm. Als solche Zusätze sind Partikel aus Titannitrid mit einem mittleren Durchmesser von 1 nm bis 400 nm, bevorzugt 10 nm bis 120 nm oder Agglomerate aus diesen Titannitrid-Primärpartikeln bevorzugt. Deren Herstellung kann z. B. gemäß US-A 5 472 477 erfolgen. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält der UV-Lichtabsorber neben Silicium-Partikeln auch TiN-Partikel mit einem mittleren Durchmesser von 10 bis 120 nm. Diese Mischungwirkt sehr effektiv im UVA-Bereich und gewährleistet gleichzeitig eine Farbneutralität bei hoher Transparenz. Ebenfalls bevorzugt sind Zusätze in Form von Partikeln aus Aluminium-Natrium-Silikaten (Ultramarine Pigmente), z. B. erhältlich bei der Firma Nubiola S. A., unter der Bezeichnung Nubix® Pigmente. Weiterhin können sie als Zusätze Eisen(III)hexacyanoferrat(II) enthalten.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden als Nanoteilchen vorzugsweise eine Mischung aus den Silizium enthaltenden Partikeln und aus Partikeln der folgenden Gruppe eingesetzt: Siliciumcarbid und/oder Oxiden der Metalle Titan, Cer, Wolfram, Zink, Zinn sowie Eisen. Durch solche Mischungen läßt sich die Absorptionskante insbesondere deren Steilheit manipulieren. Die Partikelgröße der zugemischten Partikel liegt vorzugsweise zwischen 1 nm und 200 nm. Auch diese sind u. a. nach dem in US-A 5 472 477 beschriebenen Verfahren erhältlich.

Als organische UV-Absorber können z. B. solche auf Basis von substituierten Benzophenonen oder Zimtsäureestern eingesetzt werden, wie sie beispielsweise aus US-A 5 280 380 und US-A 5 073 012 bekannt sind.

Bevorzugt sind solche organische UV-Absorber ausgewählt aus den Formeln





enthält,

worin

R101 für gegebenenfalls verzweigtes C1- bis C20-Alkyl steht,

R102 für Wasserstoff, Cyano oder COOR1 steht,

R103, R104 und R106 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1- bis C12-Alkyl oder C1- bis C12-Alkoxy stehen,

R105 für Wasserstoff, C1- bis C12-Alkyl, C1- bis C12-Alkoxy oder Hydroxy steht,

R107 für Wasserstoff oder C1- bis C12-Alkyl steht,

R108 für Wasserstoff steht oder

R107 gemeinsam mit R108 eine C2- oder C3-Brücke bilden, die bis zu 3 C1- bis C4- Alkylreste tragen kann und

n und m unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 3 stehen.

Bevorzugt sind solche UV-Absorber ausgewählt aus den Formeln (CC), (CCI) und (CCII),

worin

R101 für gegebenenfalls verzweigtes C1- bis C20-Alkyl steht,

R102 für Wasserstoff oder Cyano steht,

R103, R104 und R106 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C1- bis C12-Alkoxy stehen,

R105 für C1- bis C12-Alkoxy oder Hydroxy steht,

R107 und R108 für Wasserstofstehen oder

R107 zusammen mit R108 für -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH2-C(CH3)2- stehen und

n und m unabhängig voneinander für 1 oder 2 stehen.

Besonders bevorzugt sind solche UV-Absorber ausgewählt aus den Formeln (CC), (CCI) und (CCII),

worin

R101 für Methyl, Ethyl, 1- oder 2-Propyl, 1- oder 2-Butyl, 1-Hexyl, 2-Ethyl-1- hexyl, 1-Octyl oder 1-Dodecyl steht,

R102 für Wasserstoff oder Cyano steht,

R103, R104 und R106 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Hexoxy oder Octoxy stehen,

R105 für Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Hexoxy, Octoxy oder Hydroxy steht,

R107 und R108 für Wasserstoff stehen oder

R107 zusammen mit R108 für -CH2-C(CH3)2- stehen und

n und m unabhängig voneinander für 1 oder 2 stehen.

Ganz besonders bevorzugt handelt es sich um einen UV-Absorber der Formel (CC),

worin

R101 für Ethyl oder 2-Ethyl-1-hexyl steht,

R102 für Wasserstoff steht und

R103 für m- und/oder p-ständiges Methoxy oder Ethoxy steht,

R107 und R108 für Wasserstoff stehen oder

R107 zusammen mit R108 für -CH2-C(CH3)2- stehen und

n und m unabhängig voneinander für 1 oder 2 stehen,

oder um einen UV-Absorber der Formel (CCI),

worin

R101 für Ethyl oder 2-Ethyl-1-hexyl steht,

R102 für Cyano steht,

R103 und R104 für Wasserstoff stehen und

n und m für 1 stehen,

oder um einen UV-Absorber der Formel (CCII),

worin

R105 für Methoxy, Ethoxy, Octoxy oder Hydroxy steht und

R106 für Wasserstoff steht,

oder eine Mischung der UV-Absorber der Formeln (CC) und (CCI) oder eine Mischung der UV-Absorber (CC) und (CCII) oder eine Mischung der UV-Absorber (CCI) und (CCII) oder eine Mischung der UV-Absorber (CC) und (CCI) und (CCII),

worin die Reste die oben angegebene Bedeutung besitzen.

In ganz besonderem Maße bevorzugt ist ein UV-Absorber der Formel





oder ein UV-Absorber der Formel





oder einen UV-Absorber der Formel





oder einen UV-Absorber der Formel





oder eine Mischung der UV-Absorber der Formeln (CCIII) und (CCV) oder eine Mischung der UV-Absorber der Formeln (CCV) und (CCVI) oder eine Mischung der UV-Absorber der Formeln (CCIII) und (CCVI) oder eine Mischung der Formeln (CCIV) und (CCV) oder eine Mischung der Formeln (CCIV) und (CCVI) enthält.

Als weitere UV-Absorber kommen zur fallweisen Verstärkung des UV-Schutzes beispielsweise folgende UV-Absorber in Frage: Beispiele sind UVINUL®° 3000 (2,4- Dihydroxybenzophenon, BASF), Tinuvin® 571 (2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-6-dodecyl- 4-methylphenol, Ciba), Cyasorb 24TM (2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon, American Cyanamid Company.

Die Nanoteilchen und UV-Absorber sind in einer Beschichtung enthalten, die in der Regel auf beide Platten oder Folien der elektrochromen Vorrichtung aufgebracht sind, mindestens aber auf der dem Licht zugewandten Platte oder Folie.

Diese Beschichtungen sind in der Regel auf der Außenseite der elektrochromen Vorrichtung angebracht, d. h. auf der Seite der Platten oder Folien, die nicht leitfähig beschichtet sind.

Geeignete Beschichtungsmaterialien sind alle transparenten, auf den Platten oder Folien gut haftenden Materialien, wie Kunststoffe oder Lacke, beispielsweise Polyurethane, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyacrylate, Polymethacrylate, Polyester, Polyamid, Polyacrylnitril, oder entsprechende Misch- oder Copolymerisate, usw. Diese Beschichtungsmaterialien können jedoch auch Folien sein, die mittels Klebern auf die Platten oder Folien aufgebracht werden. Die Beschichtungsmaterialien haben eine Dicke von 0,1 bis 500 µm. Die UV-Absorber der Formeln (CC) bis (CCVI) werden im Konzentrationsbereich bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 25 Gew.-% in den Beschichtungsmaterialien eingesetzt.

Die Nanoteilchen werden in den Beschichtungsmaterialien dispergiert eingesetzt. Sie werden im Konzentrationsbereich von 0,001 bis 30, vorzugsweise 0,01 bis 10 Atom- % eingesetzt.

Die Einarbeitung der Nanoteilchen in solche Materialien kann nach gängigen Methoden erfolgen, beispielsweise gemäß WO-A 95/09 895, WO-A 92/21 315, EP-A 0 628 303.

Die Beschichtungsmaterialien können aber auch zusätzlich andere Lichtschutzmaterialien wie Quencher oder Radikalfänger enthalten, wie sie im Kunststoftbereich üblich sind, beispielsweise UVINUL® 4049H (BASF), UVINUL® 405OH (BASF).

Bevorzugt sind solche erfindungsgemäßen UV-geschützten elektrochromen Vorrichtungen, in denen

  • a) die reduzierbare Substanz mindestens eine, vorzugsweise wenigstens zwei chemisch reversible Reduktionswellen im cyclischen Voltammogramm und die oxidierbare Substanz entsprechend mindestens eine, vorzugsweise wenigstens zwei chemisch reversible Oxidationswellen besitzen, oder
  • b) die reduzierbare Substanz und die oxidierbare Substanz über eine Brücke B kovalent aneinander gebunden sind, oder
  • c) als reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz solche ausgewählt sind, bei denen der reversible Übergang zwischen der oxidierbaren Form und der reduzierbaren Form oder umgekehrt mit dem Bruch bzw. dem Aufbau einer σ- Bindung verbunden ist, oder
  • d) die reduzierbare Substanz und/oder die oxidierbare Substanz Metallsalze oder Metallkomplexe sind von solchen Metallen, die in mindestens zwei Oxidationsstufen existieren, oder
  • e) die reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz Oligo- und Polymere sind, die mindestens eines der genannten Redoxsysteme, aber auch Paare solcher Redoxsysteme, wie sie unter a) bis d) definiert sind, enthalten, oder
  • f) als reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz Mischungen der in a) bis e) beschriebenen Substanzen eingesetzt werden, vorausgesetzt diese Mischungen enthalten mindestens ein reduzierbares und mindestens ein oxidierbares Redoxsystem.

Durch Auswahl der elektrochromen Verbindungen RED1 und OX2 und/oder Mischungen davon lassen sich beliebige monochrome Farbtöne einstellen. Für eine polychrome Farbdarstellung können zwei oder mehrere solcher elektrochromer Vorrichtungen flächig aufeinander gelegt werden, wobei jede dieser Vorrichtungen einen anderen Farbton erzeugen kann. Vorzugsweise wird ein solcher Stapel so aufgebaut, daß die sich berührenden Vorrichtungen eine lichtdurchlässige Platte gemeinsam haben, die dann auch auf beiden Seiten leitfähig beschichtet ist und je nach Ausführung in Segmente unterteilt ist. Beispielsweise besteht dann ein Stapel aus drei elektrochromen Vorrichtungen aus mindestens vier Platten. Durch Einschalten von Segmenten in verschiedenen dieser gestapelten Vorrichtungen lassen sich mehrfarbige Anzeigen realisieren. Werden hintereinander liegende Segmente verschiedener solcher Vorrichtungen eingeschaltet, erhält man Mischfarben. So lassen sich im Rahmen einer Trichromie beliebige Farben darstellen, also beispielsweise bunte Bilder.

Im Sinne der Erfindung geeignete OX2 und RED1 sind solche Substanzen, die bei ihrer Reduktion bzw. Oxidation an der Kathode bzw. Anode in dem genannten Lösungsmittel Produkte RED2 und OX1 liefern, die keine chemische Folgereaktion eingehen, sondern komplett wieder zu OX2 und RED1 oxidiert bzw. reduziert werden können.

Vorzugsweise besitzen die elektrochromen Verbindungen RED1 oder OX2 in ihrem entsprechenden geschalteten, farbigen Zustand OX1 bzw. RED2 neben der eigentlichen, für die Funktion der elektrochromen Vorrichtung wichtigen starken Absorption im sichtbaren Teil des Lichtspektrums eine weitere starke Absorption im Bereich 350 bis 450 nm, also im Übergangsbereich vom ultravioletten zum violetten und blauen Licht.

Geeignete reduzierbare Substanzen OX2 sind beispielsweise

















worin

R2 bis R5, R8, R9, R16 bis R19 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12- Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten oder

R4; R5 bzw. R8; R9 gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3-Brücke bilden können,

R6, R7 und R22 bis R25 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1,- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro oder C1- bis C4-Alkoxycarbonyl bedeuten oder

R22; R23 und/oder R24; R25 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden können,

R10; R11, R10; R13, R12; R13 und R14; R15 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke bedeuten,

R20 und R21 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-C6- bis C10-Aryl bedeuten,

R26 und R27 Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,

R69 bis R74, R80 und R81 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1- bis C6-Alkyl bedeuten oder

R69; R12, R70; R13, R73; R90 und/oder R74; R81 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden,

E1 und E2 unabhängig voneinander O, S. NR1 oder C(CH3)2 bedeuten oder

E1 und E2 gemeinsam eine -N-(CH2)2-N-Brücke bilden,

R1 C,- bis C18-Alkyl, C2- bis C12-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C1- bis C15- Aralkyl, C6 bis C10-Aryl bedeutet,

Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH) =CH-, -CCl=CH-, -C~C-, -CH=N-N=CH-, -C(CH3) = N-N = C(CH3)- oder -CCl = N-N = CCl- bedeutet,

Z2 -(CH2)- oder -CH2-C6H4-CH2- bedeutet,

r eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet,

R94 und R95 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Cyano bedeuten,

R101 bis R105 unabhängig voneinander C6- bis C10-Aryl oder einen ggf. benzanellierten aromatischen oder quasiaromatischen fünf oder sechsgliedrigen heterocyclischen Ring bedeuten,

R107, R109, R113 und R114 unabhängig voneinander einen Rest der Formeln (CV) bis (CVII)





bedeuten,

R108, R115 und R116 unabhängig voneinander C6 bis C10-Aryl oder einen Rest der Formel (CV) bedeuten,

R110 bis R112, R117 und R118 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, Halogen oder Cyano bedeuten,

E101 und E102 unabhängig voneinander O, S oder N-R119 bedeuten,

R119 und R122 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C8-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C1- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,

R106, R120, R121, R123 und R124 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder C1- bis C4-Alkoxycarbonyl bedeuten oder

R120, R121 bzw. R123, R124 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden und

X- ein unter den Bedingungen redox-inertes Anion bedeutet.

Geeignete oxidierbare Substanzen RED1 sind beispielsweise



















worin

R28 bis R31, R34, R35, R35, R39, R46, R53 und R54 unabhängig voneinander C1- bis C18- Alkyl, C2- bis C12-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,

R32, R33, R36, R37, R40, R41, R42 bis R45, R47, R48, R49 bis R52 und R55 bis R58 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl, C6- bis C10-Aryl bedeuten

und

R57 und R58 zusätzlich einen aromatischen oder quasiaromatischen fünf oder sechsgliedrigen heterocyclischen Ring, der gegebenenfalls benzanneliert ist, bedeuten und R48 zusätzlich NR75R76 bedeutet oder

R49; R50 und/oder R51; R52 eine -(CH2)3-, -(CH2)4-, -(CH2)5- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden,

Z3 eine direkte Bindung, eine -CH=CH- oder -N=N-Brücke bedeutet,

=Z4= eine direkte Doppelbindung, eine =CH-CH= oder =N-N= -Brücke bedeutet,

E3 bis E5, E10 und E11 unabhängig voneinander O, S, NR59 oder C(CH3)2 bedeuten und

E5 zusätzlich C=O oder SO2 bedeutet,

E3 und E4 unabhängig voneinander zusätzlich -CH=CH- bedeuten können,

E6 bis E9 unabhängig voneinander S, Se oder NR59 bedeuten,

R59, R75 und R76 unabhängig voneinander C1- bis C12-Alkyl, C2- bis C8-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl bedeuten,

und

R75 zusätzlich Wasserstoff bedeutet oder R75 und R76 in der Bedeutung von NR75R76 gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring bedeuten, der gegebenenfalls weitere Heteroatome enthält,

R61 bis R68 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1 - bis C6-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Cyan, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten und

R61; R62 und R67; R68 unabhängig voneinander zusätzlich eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden oder

R62; R63, R64; R65 und R66; R67 eine -O-CH2CH2-O- oder -O-CH2CH2CH2-O-Brücke bilden,

v eine ganze Zahl zwischen 0 und 100 bedeutet,

R82, R83, R88 und R89 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,

R84 bis R87 und R90 bis R93 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1- bis C6-Alkyl bedeuten oder

R84; R86, R85; R87, R90; R92 und/oder R91; R93 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden.

Ebenfalls geeignet als RED1 sind Anionen wie z. B. I-, I-3, Br-, SCN-.

Über eine Brücke B verknüpfte, gegebenenfalls oligo- oder polymere Redoxsysteme sind beispielsweise solche der Formel



Y-[-(-B-Z-)a(-B-Y-)b-]c-B-Z (L),



worin

Y und Z unabhängig voneinander für einen Rest OX2 oder RED1 stehen, wobei vorzugsweise mindestens ein Y für OX2 und mindestens ein Z für RED1 steht,

wobei

OX2 für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redoxsystems steht, und

RED1 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystems steht,

B für ein Brückenglied steht,

c für eine ganze Zahl von 0 bis 1000 steht, und

a und b unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 100 stehen.

Vorzugsweise ist (a+b).c ≤ 10.000.

Hierbei ist unter reversibel elektrochemisch reduzierbar oder oxidierbar gemeint, daß die Elektronenübertragung ohne oder auch mit Änderung des σ-Gerüsts erfolgen kann ganz im Sinne der oben genannten Definition der erfindungsgemäßen OX2 und RED1.

Insbesondere sind mit den elektrochromen Verbindungen der Formel (L) solche der Formeln



OX2-B-RED1 (La),



OX2-B-RED1-B-OX2 (Lb),



RED1-B-OX2-B-RED1 (Lc),



OX2-(B-RED1-B-OX2)d-B-RED1 (Ld),



OX2-(B-OX2)e-B-OX2 (Le) oder



RED1-(B-RED1)e-B-RED1 (Lf)



gemeint,

worin

OX2, RED1 und B die oben angegebene Bedeutung haben,

d für eine ganze Zahl von 1 bis 5 steht und

e für eine ganze Zahl von 0 bis 5 steht.

Mit OX2 und RED1 in den Formeln (L) und (La) bis (Lf) sind insbesondere Reste der oben beschriebenen Redoxsysteme der Formeln (I) bis (X), (CI) bis (CIV) und (XX) bis (XXXIII) gemeint, wobei die Bindung zum Brückenglied B über einen der Reste R2 bis R19, R22 bis R27, R28 bis R58, R61, R62, R67, R68, R83, R88, R122 oder im Falle, daß einer der Reste E1 oder E2 für NR1 oder einer der Reste E3 bis E11 für NR59 oder einer der Reste E101 bis E102 für NR119 steht, über R1, R59 bzw. R119 erfolgt und die genannten Reste dann für eine direkte Bindung stehen, und

B für eine Brücke der Formeln -(CH2)n- oder [Y1S(CH2)m-Y2]o(CH2)p Y3q- steht, die durch C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Halogen oder Phenyl substituiert sein kann,

Y1 bis Y3 unabhängig voneinander für O, S, NR60, COO, CONH, NHCONH, Cyclopentandiyl, Cyclohexandiyl, Phenylen oder Naphthylen stehen,

R60 C1- bis C6-Alkyl, C2- bis C6-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15 -Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeutet,

n eine ganze Zahl von 1 bis 12 bedeutet,

m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 8 bedeuten,

o eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet und

q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 bedeuten.

In ganz besonderem Maße sind mit OX2 und RED1 in den Formeln (L) und (La) bis (Lf) Reste der oben beschriebenen Redoxsysteme der Formeln (I), (V), (XX), (XXII), (XXIII), (XXV), (XXVI) und (XXXIII) gemeint.

Beispiele sind gemäß Formel (La)





gemäß Formel (Lb)





gemäß Formel (Lc)









gemäß Formel (Le)





gemäß Formel (Lf)





worin

m für eine ganze Zahl von 1 bis 5 steht,

u für 0 oder 1 steht und

die anderen Reste die oben angegebene Bedeutung besitzen.

In einem anderen Typ oligo- oder polymerer Systeme können die Gruppierungen OX2 und/oder RED1 auch beispielsweise als Seitenketten an einer Hauptgruppe, beispielsweise einem Poly(meth)acrylat, Silikon, Polycarbonat, Polyurethan, Polyharnstoff, Polyester, Polyamid, Cellulose oder anderen oligo- oder polymeren Systemen angebunden sein.

Beispiele für Metallsalze oder Metallkomplexe, die als OX2 oder RED1 eingesetzt werden können, sind Fe3+/2+, Ni3+/2+, Co3+/2+, Cu2+/+, [Fe(CN)6]3-/4-, Fe4[Fe(CN)6]30/4-, [Co(CN)]3-/4-, [Fe(Cyclopentadienyl)2]0/+, Lu(Pc)2+bis 2- (Pc = Phthalocyanin), Fe[Fe(CN)6]0/1-.

Als Gegenionen für Metallionen und kationische Komplexe kommen alle redoxinerten Anionen X, wie sie später noch genauer beschrieben werden, in Frage, als Gegenionen der anionischen Komplexe alle redox-inerten Kationen M'+ in Frage, beispielsweise Alkalimetalle oder quaternierte Ammoniumsalze wie Na+, K+, N(CH3)4a+, N(C4H9)4+, C6H5CH2N(CH3)3+ und andere.

Ebenfalls bevorzugt ist eine elektrochrome Vorrichtung, die Mischungen der oben allgemein und bevorzugt genannten elektrochromen Substanzen enthält. Beispiele für solche Mischungen sind (I) + (CI) + (XXVI), (I) + (IV) + (XXII), (La) + (I) + (XXVI), (La) + (CI), (LIX) + (LXL), ohne daß dadurch irgendeine Einschränkung ausgedrückt werden soll.

Die Mischungsverhältnisse sind in weiten Grenzen variabel. Sie erlauben die Optimierung eines gewünschten Farbtons oder Schwärzegrades und/oder die Optimierung der gewünschten Dynamik der Vorrichtung.

In den oben genannten Substituentenbedeutungen sind Alkylreste, auch abgewandelte, beispielsweise Alkoxy- oder Aralkylreste, vorzugsweise solche mit 1 bis 12 C-Atomen, insbesondere mit 1 bis 8 C-Atomen, sofern nichts anderes angegeben ist. Sie können geradkettig oder verzweigt sein und gegebenenfalls weitere Substituenten tragen wie C1- bis C4-Alkoxy, Fluor, Chlor, Hydroxy, Cyano, C1- bis C4 Alkoxycarbonyl oder COOH.

Unter Cycloalkylresten werden vorzugsweise solche mit 3 bis 7 C-Atomen, insbesondere mit 5 oder 6 C-Atomen verstanden.

Alkenylreste sind vorzugsweise solche mit 2 bis 8 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen.

Arylreste, auch solche in Aralkylresten, sind Phenyl oder Naphthylreste, insbesondere Phenylreste. Sie können durch 1 bis 3 der folgenden Reste substituiert sein: C1- bis C6-Alkyl, C1- bis C6-Alkoxy, Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Hydroxy, C1- bis C6 Alkoxycarbonyl oder Nitro. Zwei benachbarte Reste können auch einen Ring bilden.

Unter gegebenenfalls benzanellierten aromatischen oder quasiaromatischen fünf- oder sechsgliedrigen heterocyclischen Ringen werden insbesondere Imidazol, Benzimidazol, Oxazol, Benzoxazol, Thiazol, Benzthiazol, Indol, Pyrazol, Triazol, Thiophen, Isothiazol, Benzisothiazol, 1,3,4- oder 1,2,4-Thiadiazol, Pyridin, Chinolin, Pyrimidin und Pyrazin verstanden. Sie können durch 1 bis 3 der folgenden Reste substituiert sein: C1- bis C6-Alkyl, C1- bis C6-Alkoxy, Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Hydroxy, Mono- oder Di-C1- bis C6-alkylamino, C1- bis C6-Alkoxycarbonyl, C1- bis C6-Alkylsulfonyl, C1- bis C6- Alkanoylamino, Phenyl oder Naphthyl. Zwei benachbarte Reste können auch einen Ring bilden.

Die elektrochromen Substanzen sind entweder bekannt (Topics in Current Chemistry, Vol. 92, S. 1-44, (1980), Angew. Chem. 90, 927 (1978), Adv. Mater. 3, 225, (1991), DE-OS 3.917.323, J. Am. Chem. Soc. 117, 8528 (1995), J.C.S. Perkin II 1990, 1777, DE-OS 4.435.211, EP-A 476.456, EP-A 476.457, DE-OS 4.007.08, J. Org. Chem. 57, 1849 (1992) und J. Am. Chem. Soc. 99, 6120, 6122 (1977) oder lassen sich analog herstellen. Die Verbindungen der Formel (L) sind ebenfalls bekannt (WO 97/30134) oder lassen sich aus an sich bekannten Bausteinen beispielsweise nach folgendem Schema synthetisieren:





Synthetisch bedingte Ionen wie Bromid werden im Anschluß gegen redox-inerte Ionen ausgetauscht.

Besonders bevorzugt sind die elektrochromen Verbindungen der Formeln (I), (II), (III), (IV), (V), (XXII), (XXIII), (XXVI), (XXVII), (XXXI), (XXXII), (XXXIII), sowie die mindestens eine dieser Formeln als OX2 bzw. RED1 enthaltenden überbrückten Verbindungen der Formel (L).

Bei dieser Auswahl und ebenfalls bei den anschließend aufgeführten besonderen und herausragenden Auswahlen an elektrochromen Verbindungen muß stets sichergestellt sein, daß das elektrochrome Medium mindestens ein OX2 und mindestens ein RED1 enthält. Wenn beispielsweise OX2 = Formel (I) ist, dann muß das elektrochrome Medium auch ein RED1 enthalten, vorzugsweise aus der Auswahl der bevorzugten RED, der Formeln (XXII), (XXIII), (XXVI), (XXVII), (XXXI), (XXXI), und (XXXIII), aber auch aus der oben allgemein aufgeführten Auswahl der RED1 der Formeln (XX) bis (XXXIII) sowie der oben erwähnten, als RED1 geeigneten Metallsalze, -komplexe oder Anionen X. Dies gilt analog auch für die bevorzugten und besonders bevorzugten RED1.

Ganz besonders bevorzugt sind die elektrochromen Verbindungen der Formeln (I), (IV), (V), (XXII), (XXIII), (XXVII), (XXXIII),

worin

R2, R3, R8 und R9 unabhängig voneinander Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenyl, 2-Methylphenyl oder 2,6- Dimethylphenyl bedeuten oder

R8 und R9 gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3-Brücke bilden,

R10 bis R15 Wasserstoff bedeuten,

R69 bis R73, R80 und R81 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Methyl bedeuten oder

R12; R69, R13; R70, R73; R80 und/oder R74; R81 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden,

Z1 eine direkte Bindung oder -CH=CH- bedeutet,

X- ein unter den Bedingungen redox-inertes Anion bedeutet,

R34, R35, R38, R39, P88 und R89 unabhängig voneinander Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl oder Phenyl bedeuten,

R36 und R37 Wasserstoff bedeuten,

Z3 eine direkte Bindung oder eine -CH=CH-Brücke bedeutet,

Z4 eine direkte Doppelbindung bedeutet,

R40 und R41 gleich sind und Wasserstoff oder Methyl bedeuten,

E3 und E4 gleich sind und S, N-R59 oder C(CH3)2 bedeuten,

E6 bis E9 gleich sind und S bedeuten,

R49 bis R52 unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl, Cyano oder Methoxycarbonyl bedeuten oder

R49; R50 und/oder R51; R52 eine -(CH2)3- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden,

R90 bis R93 Wasserstoff bedeuten oder

R90; R92 und/oder R91; R93 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden und

R59 Methyl, Ethyl, Propyl oder Butyl bedeutet,

sowie die mindestens eine dieser Formeln als OX2 bzw. RED1 enthaltenden überbrückten Verbindungen der Formel (L), insbesondere der Formel (La),

wobei

B-(CH2)n- bedeutet und

n eine ganze Zahl von 3 bis 6 bedeutet.

Im Sinne der Erfindung ganz herausragend geeignet sind die elektrochromen Verbindungen der Formel (I),

worin

R2 und R3 gleich sind und Methyl, Ethyl, Butyl, Heptyl oder Phenylpropyl bedeuten,

R12 bis R15 und R69 bis R72 Wasserstoff bedeuten,

Z1 eine direkte Bindung bedeutet und

X- ein redoxinertes Anion oder I- bedeutet.

Im Sinne der Erfindung ebenfalls ganz herausragend geeignet sind die elektrochromen Verbindungen der Formel (La),

worin

OX2 für einen Rest der Formel (I) steht,

RED1 für einen Rest der Formel (XXVI) steht und

B für -(CH2)n- steht,

wobei

n eine ganze Zahl von 3 bis 6 bedeutet,

R2 und R46 eine direkte Bindung zu B bedeuten,

R3, R12 bis R15, R69 bis R72, Z1 und X- die oben angegebene herausragende Bedeutung besitzen,

R47 und R48 Wasserstoff bedeuten,

E5 NR59 bedeutet und

R59 Methyl, Ethyl, Butyl, Heptyl, Phenylpropyl oder Phenyl bedeutet.

Die erfindungsgemäße UV-geschützte elektrochrome Vorrichtung enthält in ihrem elektrochromen Medium vorzugsweise mindestens ein Lösungsmittel, in dem die elektrochromen Substanzen, gegebenenfalls ein Leitsalz und gegebenenfalls weitere Zusätze gelöst sind. Das Lösungsmittel kann auch gelförmig verdickt sein, beispielsweise durch Polyelektrolyte, poröse Feststoffe oder Nanopartikel mit großer aktiver Oberfläche.

Geeignete Lösungsmittel sind alle unter den gewählten Spannungen redox-inerten Lösungsmittel, die keine Elektrophile oder Nukleophile abspalten können oder selber als ausreichend starke Elektrophile oder Nukleophile reagieren und so mit den farbigen Radikalionen reagieren könnten. Beispiele sind Propylencarbonat, γ -Butyrolacton, Acetonitril, Propionitril, Benzonitril, Glutaronitril, Methylglutarnitril, 3,3'- Oxydipropionitril, Hydroxypropionitril, Dimethylformamid, N-Methylpyrrolidon, Sulfolan, 3-Methylsulfolan oder Mischungen davon. Bevorzugt sind Propylencarbonat, Benzonitril und Mischungen untereinander oder mit Glutaronitril oder 3-Methylsulfolan. Insbesondere bevorzugt ist Propylencarbonat. Ebenfalls insbesondere bevorzugt ist Benzonitril.

Die elektrochrome Lösung kann mindestens ein inertes Leitsalz enthalten. Insbesondere wenn wenigstens eine der Substanzen des Redoxpaares RED1/OX2 ionischer Natur ist, kann auf den Zusatz eines Leitsalzes verzichtet werden.

Als inertes Leitsalz sind Lithium-, Natrium- und Tetraalkylammoniumsalze geeignet, insbesondere letztere. Die Alkylgruppen können zwischen 1 und 18 C-Atome aufweisen und gleich oder verschieden sein. Bevorzugt ist Tetrabutylammonium. Als Anionen zu diesen Salzen, aber auch als Anionen K in den Formeln (I) bis (VI), (CI), (CII) und (CV) bis (CVII) und in den Metallsalzen kommen alle redox-inerten, farblosen Anionen in Frage.

Beispiele sind Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Tetramethoxyborat, Tetrapropoxyborat, Tetraphenoxyborat, Perchlorat, Chlorid, Nitrat, Sulfat, Phosphat, Methansulfonat, Ethansulfonat, Tetradecansulfonat, Pentadecansulfonat, Trifluormethansulfonat, Perfluorbutansulfonat, Perfluoroctansulfonat, Benzolsulfonat, Chlorbenzolsulfonat, Toluolsulfonat, Butylbenzolsulfonat, tert. Butylbenzolsulfonat, Dodecylbenzolsulfonat, Trifluormethylbenzolsulfonat, Hexafluorophosphat, Hexafluoroarsenat, Hexafluorosilicat, 7,8- oder 7,9-Dicarbonido- undecaborat(-1) oder (-2), die gegebenenfalls an den B- und/oder C-Atomen durch eine oder zwei Methyl-, Ethyl-, Butyl- oder Phenyl-Gruppen substituiert sind, Dodecahydro-dicarbadodecaborat(-2) oder B-Methyl-C-phenyl-dodecahydro-dicarbadodecaborat(-1).

Ebenfalls geeignet, auch als Anionen X in den Formeln (I) bis (VI), (C1), (CII) und (CV) bis (CVII) und in den Metallsalzen, sind die oben erwähnten Anionen, die auch die Rolle eines RED1 übernehmen können, beispielsweise I-, I-3.

Die Leitsalze werden vorzugsweise im Bereich 0 bis 1 mol/l eingesetzt.

Als weitere Zusätze können Verdicker eingesetzt werden, um die Viskosität der elektroaktiven Lösung zu steuern. Das kann Bedeutung haben zur Vermeidung von Segretation, d. h. der Bildung von streifiger oder fleckiger Farbbildung bei längerem Betrieb der elektrochromen Vorrichtung im eingeschalteten Zustand, und zur Steuerung der Ausbleichgeschwindigkeit nach Abschalten des Stroms.

Als Verdicker eignen sich alle für diesen Zweck üblichen Verbindungen wie z. B. Polyacrylat, Polymethacrylat (Luctite L®), Polycarbonat oder Polyurethan.

Als weitere Zusätze für die elektrochrome Lösung kommen zur fallweise Verstärkung des Schutzes vor UV-Licht (< 350 nm) UV-Absorber in Frage. Beispiele sind UVINUL® 3000 (2,4-Dihydroxybenzophenon, BASF), SANDUVOR® 3035 (2- Hydroxy-4-n-octyloxybenzophenon, Clariant), Tinuvin® 571 (2-(2H-Benzotriazol-2- yl)-6-dodecyl-4-methylphenol, Ciba), Cyasorb 24TM (2,2' -Dihydroxy-4-methoxybenzophenon, American Cyanamid Company), UVINUL® 3035 (Ethyl-2-cyano-3,3- diphenylacrylat, BASF), UVINUL® 3039 (2-Ethylhexyl-2-cyano-3, 3-diphenylacrylat, BASF), UVINUL&copy; 3088 (2-Ethylhexyl-p-methoxycinnamat, BASF), CHIMASSORB&copy; 90 (2-Hydioxy-4-methoxybenzophenon, Ciba).

Bevorzugt sind die vier Letztgenannten. Ebenfalls bevorzugt sind Mischungen von UV-Absorbern, beispielsweise der vier Letztgenannten. Besonders bevorzugt ist die Mischung aus UVINUL® 3039 und CHIMASSORB® 90. Ebenfalls geeignet sind die oben beschriebenen UV-Absorber der Formeln (CC) bis (CCVI).

Die UV-Absorber werden im Bereich 0.01 bis 2 mol/l, vorzugsweise 0,04 bis 1 mol/l eingesetzt.

Die elektrochrome Lösung enthält die elektrochromen Substanzen OX2 und RED1, insbesondere die der Formeln (I) bis (X), (XX) bis (XXXIII), (CI) bis (CIV) und (L) jeweils in einer Konzentration von mindestens 10-4 mol/l, vorzugsweise 0,001 bis 0,5 mol/l. Die Gesamtkonzentration aller enthaltenen elektrochromen Substanzen liegt vorzugsweise unter 1 mol/l.

Zum Betrieb der erfindungsgemäßen elektrochromen Vorrichtung wird ein konstanter, gepulster oder in seiner Amplitude sich verändernder, beispielsweise sich sinusförmig verändernder, Gleichstrom benutzt. Die Spannung hängt ab von der gewünschten Farbtiefe, insbesondere aber von den Reduktions- bzw. Oxidationspotentialen der verwendeten OX2 und RED1. Solche Potentiale können beispielsweise aus Topics in Current Chemistry, Volume 92, S. 1-44, (1980) oder Angew. Chem. 90, 927 (1978) oder der dort zitierten Literatur entnommen werden. Die Differenz ihrer Potentiale ist ein Richtwert für die erforderliche Spannung, jedoch kann die elektrochrome Vorrichtung bereits bei niedrigerer oder auch mit höherer Spannung betrieben werden. In vielen Fällen, z. B. bei Verwendung von OX2 = Formel (I) oder (V) und REDJ = Formel (XX), (XXII), (XXVI) oder (XXVII) oder deren Verknüpfung über eine Brücke gemäß Formel (L), insbesondere Formel (La) bis (Ld), liegt diese zum Betrieb nötige Potentialdifferenz ≤ 1 V. Solche elektrochromen Vorrichtungen können deshalb in einfacher Weise mit dem Strom aus photovoltaischen Siliciumzellen versorgt werden.

Wird die Spannung abgeschaltet, geht die erfindungsgemäße elektrochrome Vorrichtung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Diese Löschung kann erheblich beschleunigt werden, wenn die kontaktierten Segmente bzw. Platten kurzgeschlossen werden. Auch durch mehrmaliges Umpolen der Spannung, gegebenenfalls auch bei gleichzeitiger Erniedrigung der Spannung, kann die Anzeige sehr rasch gelöscht werden.

Durch Variation der Schichtdicke der elektrochromen Vorrichtung, der Viskosität der elektrochromen Lösung und/oder der Diffusions- oder Driftfähigkeit der elektrochromen Substanzen lassen sich die Einschalt- und Ausschaltzeiten der Anzeigevorrichtung in weiten Grenzen beeinflussen. So zeigen beispielsweise dünne Schichten kürzere Schaltzeiten als dicke. Es lassen sich also schnell und langsam schaltbare Vorrichtungen bauen und so den jeweiligen Einsatzzwecken optimal anpassen.

Bei langsamen Vorrichtungen, insbesondere Anzeigevorrichtungen, kann zur Aufrechterhaltung der angezeigten Information im eingeschalteten Zustand ein Stromspar- oder Refresh-Mode benutzt werden. Nach Aufbau der anzuzeigenden Information beispielsweise durch konstante oder sich mit hoher Frequenz verändernder oder gepulster Gleichspannung ausreichender Höhe wird auf gepulste oder sich verändernde Gleichspannung niedriger Frequenz umgeschaltet, wobei während der Phasen, in denen die Spannung Null beträgt, die Kontaktierung der Segmente nicht kurzgeschlossen wird. Diese niedrige Frequenz kann beispielsweise im Bereich von 1 Hz oder niedriger liegen, wobei die Dauer der Einschalt- und Ausschaltphasen nicht gleichlang zu sein brauchen, sondern beispielsweise die Ausschaltphasen deutlich länger sein können. Da sich während der Strompausen im nicht kurzgeschlossenen Zustand die Farbtiefe der angezeigten Information nur langsam abbaut, genügen relativ kurz Stromimpulse, um diese Verluste in der anschließenden Refresh-Phase wieder auszugleichen. Man erhält so ein flackerfreies Bild mit nahezu konstanter Farbtiefe, für dessen Aufrechterhaltung aber nur ein Bruchteil des Stromes benötigt wird, der bei permanentem Stromfluß anfallen würde.

Spezielle Ausführungsformen der obengenannten Typen 1 und 2 können beispielsweise die folgenden sein, die ebenfalls Gegenstand der Erfindung sind, wenn sie durch eine Schtuzschicht vor UV-Licht geschützt sind, die Nanoteilchen und UV- Absorber enthält.

Typ 1: (unverspiegelt) aus dem Bereich Lichtschutz/Lichtfilter: Fensterscheiben für Gebäude, Straßenfahrzeuge, Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Dachverglasungen, Autosonnendächer, Verglasung von Gewächshäusern und Wintergärten, Lichtfilter beliebiger Art;

aus dem Bereich Sicherheit/Geheimhaltung: Trennscheiben für Raumteiler, beispielsweise in Büros, Straßenfahrzeugen, Flugzeugen, Eisenbahnen, Sichtschutzscheiben, beispielsweise an Bankschaltern, Türverglasungen, Scheiben für Motorrad- oder Pilotenhelme;

aus dem Bereich Design: Verglasung von Backöfen, Mikrowellengeräten, anderen Haushaltsgeräten, Möbeln.

Aus dem Bereich Anzeigen: analoge Spannungsanzeigen, als Batterietester, Tankanzeigen, Temperaturanzeigen, usw.

Typ 1: (verspiegelt)

Spiegel jeglicher Art, beispielsweise für Straßenfahrzeuge, Eisenbahnen, insbesondere plane, spärische, asphärische Spiegel und Kombinationen daraus, beispielsweise spärisch/asphärisch, Spiegelverglasung in Möbeln.

Typ 2

Anzeigevorrichtungen jeglicher Art, beispielsweisse Segment- oder Matrixanzeigen, beispielsweise für Uhren, Computer, Elektrogeräte, Elektronikgeräte wie Radios, Verstärker, Fernseher, CD-Player, Zielanzeige in Bussen und Zügen, Abfahrts- oder Abfluganzeigen in Bahnhöfen und Flughäfen, Flachbildschirme, alle Anwendungen, die unter Typ 1 und 2 genannt sind, die mindestens eine schaltbare, statische oder variable Anzeigevorrichtung enthalten, beispielsweise Trennscheiben, die Anzeigen wie "Bitte nicht stören", "Schalter nicht besetzt" enthalten, beispielsweise Auto- Spiegel, die Anzeigen beliebiger Art enthalten, wie Anzeige der Temperatur, Störungen im Fahrzeug, beispielsweise Öltemperatur, offene Türen, Zeit, Himmelsrichtung.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrochrome Vorrichtung, bestehend aus einem Paar Glas- oder Kunststoffplatten oder Kunststoffolien, von denen mindestens eine Platte oder Folie, vorzugsweise beide Platten oder Folien auf jeweils einer Seite mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung versehen sind, von denen wenigstens eine Platte oder Folie und ihre leitfähige Beschichtung transparent sind, von denen die andere verspiegelt sein kann und von denen wenigstens bei einer der beiden Platten oder Folien die elektrisch leitfähige Schicht in getrennte, einzeln kontaktierte Flächensegmente aufgeteilt sein kann, wobei die Platten oder Folien über einen Dichtungsring auf den Seiten ihrer leitfähigen Beschichtung zusammengefügt sind, und das Volumen, gebildet aus den beiden Platten oder Folien und dem Dichtungsring, mit einem elektrochromen Medium gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der beiden Platten oder Folien eine Beschichtung trägt, die mindestens einen UV- Absorber und Nanoteilchen enthält.
  2. 2. Elektrochrome Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung einen organischen UV-Absorber enthält.
  3. 3. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung einen organischen UV- Absorber und anorganische Nanoteilchen enthält.
  4. 4. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absorptionskante der Nanoteilchen kürzerwellig liegt als die langweilige Absorptionsflanke des UV-Absorbers liegt.
  5. 5. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es sich dabei um eine Anzeigevorrichtung handelt.
  6. 6. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es sich dabei um einen Spiegel handelt.
  7. 7. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es sich dabei um ein Fenster handelt.
  8. 8. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung aus einem organischen Polymeren besteht.
  9. 9. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrochrome Medium mindestens ein Paar von Redoxsubstanzen enthält, von denen eine reduzierbar und die andere oxidierbar ist, wobei beide farblos oder nur schwach gefärbt sind und nach Anlegen einer Spannung an die elektrochrome Vorrichtung die eine Substanz reduziert und die andere oxidiert wird, wobei wenigstens eine farbig wird und nach Abschalten der Spannung sich die beiden ursprünglichen Redoxsubstanzen wieder zurückbilden und die elektrochrome Vorrichtung sich entfärbt.
  10. 10. Elektrochrome Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet daß
    1. a) die reduzierbare Substanz mindestens eine, vorzugsweise wenigstens zwei chemisch reversible Reduktionswellen im cyclischen Voltammogramm und die oxidierbare Substanz entsprechend mindestens eine, vorzugsweise wenigstens zwei chemisch reversible Oxidationswellen besitzen, oder
    2. b) die reduzierbare Substanz und die oxidierbare Substanz über eine Brücke B kovalent aneinander gebunden sind, oder
    3. c) als reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz solche ausgewählt sind, bei denen der reversible Übergang zwischen der oxidierbaren Form und der reduzierbaren Form oder umgekehrt mit dem Bruch bzw. dem Aufbau einer σ-Bindung verbunden ist, oder
    4. d) die reduzierbare Substanz und/oder die oxidierbare Substanz Metallsalze oder Metallkomplexe sind von solchen Metallen, die in mindestens zwei Oxidationsstufen existieren, oder
    5. e) die reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz Oligo- und Polymere sind, die mindestens eines der genannten Redoxsysteme, aber auch Paare solcher Redoxsysteme, wie sie unter a) bis d) definiert sind, enthalten, oder
    6. f) als reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz Mischungen der in a) bis e) beschriebenen Substanzen eingesetzt werden, vorausgesetzt diese Mischungen enthalten mindestens ein reduzierbares und mindestens ein oxidierbares Redoxsystem.
  11. 11. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als organischer UV-Absorber mindestens einer der Formeln





    verwendet wird,

    worin

    R101 für gegebenenfalls verzweigtes C1- bis C20-Alkyl steht,

    R102 für Wasserstoff, Cyano oder COOR1 steht,

    R103, R104 und R106 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1- bis C19-Alkyl oder C1- bis C12-Alkoxy stehen,

    R105 für Wasserstoff, C1- bis C12-Alkyl, C1- bis C12-Alkoxy oder Hydroxy steht,

    R107 für Wasserstoff oder C1- bis C12-Alkyl steht,

    R108 für Wasserstoff steht oder

    R107 gemeinsam mit R108 eine C2- oder C3-Brücke bilden, die bis zu 3 C1- bis C4-Alkylreste tragen kann und

    n und m unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 3 stehen.
  12. 12. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die anorganischen Nanoteilchen solche auf Basis SiC, AlSi, Ag, Fe2O3, Fe3O4, TiO2, ZnO, GaP, CeO2, ZnS, SnO2, Si Ge, WxMo1-xO3, NiO, Bi2O3, In2O3, HfO2, BaTiO3, CaTiO3, Ge, AlP, GaN, worin 0,7 ≤ y < 1 und 0 ≤ x ≤ 1 sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com