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Dokumentenidentifikation DE69607920T2 17.08.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0773072
Titel Anordnung zum Befestigen eines Walzringes
Anmelder Danieli & C. Officine Meccaniche S.p.A., Buttrio, Udine, IT
Erfinder Faggiani, Eddy, 33100 Udine, IT;
Cattelani, Gino, 33100 Udine, IT;
Tomat, Ferruccio, 33100 Udine, IT
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69607920
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.10.1996
EP-Aktenzeichen 961166576
EP-Offenlegungsdatum 14.05.1997
EP date of grant 26.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.2000
IPC-Hauptklasse B21B 27/03

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Baugruppe zum Festklemmen eines Walzrings, wie sie in dem Hauptanspruch aufgeführt ist.

Die Baugruppe zum Festklemmen eines Walzrings gemäß der Erfindung wird beim Walzen eingesetzt, d. h., beim Festklemmen der Walzringe auf Ringtragewellen eines Walzgerüstes.

Bei Walzgerüsten nach dem Stand der Technik eines Typs, der Ringtragewellen enthält, die mit einem Walzring zusammenwirken, wird der Walzring normalerweise auf die jeweilige Welle aufgepaßt, indem in Reihe ein Labyrinth-Ring, der eine Innennut enthält, der Walzring, eine Kappe, die drehend auf den Walzring aufgeklemmt wird, und ein Abschlußflansch angeordnet werden, der mit einer Sicherungsschraube mit der Welle verbunden wird.

Das Festklemmen der Kappe an dem Walzring mit Drehung wird normalerweise durch Stirnkupplungselemente vom Einführ- und vom Aufnahmetyp gewährleistet, die jeweils an den einander gegenüberliegenden Flächen der Kappe und des Walzrings vorhanden sind.

Ein Abstandshalter wird zwischen den Walzring und die Kappe eingeführt, um das Vorhandensein eines Zwischenraums zwischen ihnen mit einer gewünschten Größe zu gewährleisten und so direkten Kontakt zwischen der Kappe und dem Walzring zu verhindern.

Dieser Abstandshalter wird in eine Paßbuchse eingepaßt, die mit dem Walzring und der Kappe zusammenwirkt.

Bei Klemmbaugruppen nach dem Stand der Technik wird der Abstandshalter mit einem Schraubengewinde an der Kappe festgeklemmt, wobei durch dieses Festklemmen eine Vielzahl von Problemen auftreten, über die Benutzer seit langem klagen.

Das heißt, wenn der Walzring nicht ordnungsgemäß installiert worden ist, wird der Abstandshalter beim Festklemmen und Losklemmen anormal belastet, so daß es zur Zerstörung des Schraubengewindes kommt, wodurch das System nicht wieder verwendet werden kann.

Die Anmelder habe die vorliegende Erfindung entworfen, getestet und ausgeführt, um die Mängel des Standes der Technik zu überwinden und weitere Vorteile zu erzielen.

Die vorliegende Erfindung ist im Hauptanspruch aufgeführt und charakterisiert, während die abhängigen Ansprüche Varianten der Idee der Hauptausführung beschreiben.

Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Baugruppe zum Festklemmen des Walzrings an der Ringtragewelle zu schaffen, wobei die Klemmbaugruppe die Probleme löst, die mit der nicht ordnungsgemäßen Installation und Bearbeitungsfehlern zusammenhängen.

Die Klemmbaugruppe gemäß der Erfindung gewährleistet stets das Vorhandensein eines erforderlichen Längszwischenraums zwischen dem Walzring und der Kappe, und verursacht, wenn dieser Zwischenraum nicht vorhanden ist, keinen Schaden, durch den das gesamte System für den weiteren Einsatz unbrauchbar würde.

Die Klemmbaugruppe gemäß der Erfindung sieht den Einsatz eines Abstandshalters mit einer zylindrischen Paßfläche vor, die mit der Kappe zusammenwirkt, und die die axiale Verschiebung des Abstandshalters über einen vorgegebenen und erforderlichen Hub ermöglicht, wobei dieser vorteilhafterweise einen Wert von einigen Millimetern hat.

Das Festklemmen zum Verhindern des zufälligen Lösens des Abstandshalters von der Kappe bei Bewegungen ohne den Walzring wird durch wenigstens zwei radiale Federn gewährleistet, die mit den Elementen verbunden sind, die Stirnkupplung der Kappe erzeugen und auf die Achse der Ringtragewelle zu vorstehen, wobei diese Federn mit Sicherungsschraubeneinrichtungen fest an der Kappe angebracht sind.

Der vorstehende Teil der Federn wirkt mit komplementären Aufnähmen zusammen, die an abgestimmter Position an der Außenfläche des Abstandshalters ausgearbeitet sind.

Darüber hinaus enthält die Klemmbaugruppe gemäß der Erfindung verschleißfeste Lagerungsringe zwischen dem Labyrinthring, der mit dem Walzring zusammenwirkt, und der Ringtragewelle, um Gleiten zu verhindern, durch das die Ringtragewelle beschädigt werden könnte, vor allem beim Beginn des Walzens eines neuen Strangs.

Die beigefügten Figuren dienen als nichteinschränkendes Beispiel und zeigen eine bevorzugte Ausführung der Erfindung wie folgt:

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Klemmbaugruppe gemäß der Erfindung, die auf eine Ringtragewelle aufgepaßt ist;

Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab die Einzelheit "A" in Fig. 1;

Fig. 3 zeigt einen Teillängsschnitt durch die Klemmbaugruppe in Fig. 1 an der Klemmeinrichtung zwischen dem Walzring und der Kappe;

Fig. 4 ist eine Ansicht der Klemmbaugruppe entlang der Linie B-B in Fig. 3 Fig. 5 ist eine dreidimensionale Darstellung des Walzrings und der Kappe in demontiertem Zustand.

Das Bezugszeichen 10 in den Figuren kennzeichnet einen Walzring, der mit einer Ringtragewelle 11 eines Walzgerüstes verbunden ist, das hier nicht dargestellt ist.

Der Walzring 10 wirkt mit einer Klemmbaugruppe 12 zusammen, die Längs- und Dreh- Festklemmen des Walzrings 10 an der Ringtragewelle 11 gewährleistet und die gleichzeitig leichte Installation/Demontage des Walzrings 10 ermöglicht.

Die Klemmbaugruppe 12 gemäß der Erfindung umfaßt einen Labyrinthring 13, der eine Innennut enthält, einen Abstandshalter 14, eine Kappe 15, einen Abschlußflansch 16, eine Sicherungsschraube 17, sowie eine konische Paßbuchse 18, die sowohl mit dem Walzring 10 als auch mit dem Abstandshalter 14 und der Kappe 15 zusammenwirkt.

Dabei wirkt der Labyrinthring 13 mit einem Verschleißverhinderungsabstandshalter 27 zusammen, der an einem Absatz 28 der Ringtragewelle 11 anliegt und zwischen dem Labyrinthring 13 und der Ringtragewelle 11 ein Lager 22 mit der Funktion eines Verschleißverhinderungsrings einschließt.

Der Abstandshalter 27 und das Lager 22 können auch so miteinander verbunden sein, daß sie einen Körper bilden.

Das Festklemmen der Kappe 15 an dem Walzring 10 mit Drehung wird durch Stirnkupplungs-Einführelemente 30 gewährleistet, die an der Oberfläche der Kappe 15 vorhanden sind und die mit komplementären Aufnahmeelementen 31 zusammenwirken, die an der gegenüberliegenden Fläche des Walzrings 10 vorhanden sind.

In diesem Fall umfaßt jedes der Stirnkupplungs-Einführelemente 30 und der komplementären Kupplungs-Aufnahmeelemente 31 zwei einander diametral gegenüberliegende Elemente, wie dies in Fig. 5 schematisch dargestellt ist.

Bei der Klemmbaugruppe 12 gemäß der Erfindung weist die Kappe 15 eine zylindrische Paßfläche 19 einschließlich einer vorderen Kontaktfläche 33 auf, die an dem Abstandshalter 14 anliegt.

Der Abstandshalter 14 enthält Dichtungen 34, die mit einer ersten Klammer 35 zusammenwirken, die mit der Ausrichtbuchse 18 zusammenwirkend in der Kappe 15 ausgearbeitet ist.

In einer zweiten Kammer 37, die in der Kappe 15 ausgearbeitet ist, ist des weiteren ein Kopf 36 der Ausrichtbuchs 18 aufgenommen, wobei auch dieser Kopf 36 mit entsprechenden Dichtungen 34 versehen ist.

Stifte 38 wirken mit dem Kopf 36 zusammen und klemmen die Ausrichtbuchse 18 mechanisch in der Klemmposition fest.

Eine erste Zuführleitung 39 wirkt mit der ersten Kammer 35 zusammen, während eine zweite Zuführleitung 32 mit der zweiten Kammer 37 zusammenwirkt.

Der Abstandshalter 14 enthält eine Anschlageinrichtung 40, die mit dem Walzring 10 zusammenwirkt.

Die Klemmbaugruppe 12 gemäß der Erfindung umfaßt des weiteren eine Drehverhinderungseinrichtung 20 zwischen der konischen Ausrichtbuchse 18 und der Kappe 15. In diesem Fall enthält die Drehverhinderungseinrichtung einen Zahn 21a, der mit der Innenfläche der konischen Ausrichtbuchse 18 verbunden ist, wobei dieser Zahn 21a mit einem komplementären Zahn 21b in Eingriff ist, der sich an einer koordinierten Position an der Kappe 15 befindet.

Um unbeabsichtigtes Abziehen bei Bewegungen ohne einen Walzring 10 zu verhindern, wird der Abstandshalter 14 in der Klemmbaugruppe 12 gemäß der Erfindung durch Federn 23, die in in den Stirnkupplungs-Aufnahmeelementen 30 herausgearbeiten Aufnahmen 24 positioniert sind und einen vorspringenden Teil 23a enthalten, der auf die Drehachse der Ringaufnahmewelle 11 zu gerichtet ist, an der Kappe 15 festgeklemmt.

Dieser vorstehende Teil 23a wirkt mit einer Aufnahme 25 mit komplementärer Form zusammen, die in dem Abstandshalter 14 ausgearbeitet ist, um das Klemmen in Umfangs richtung bei Hin- und Herbewegung zu gewährleisten, das Längsverschiebung des Abstandshalters 14 ermöglicht.

Jede Feder 23 ist mit der Kappe 15 über eine Befestigungsschraube 26 verbünden, die bei fehlerhafter Funktion oder beim Festklemmen bricht und so größeren Schaden verhindert.

Während der Installation bewirkt der Abstand zwischen der vorderen Anschlagfläche 33 und der Anschlageinrichtung 40, daß ein erster Längszwischenraum 29a mit einem erforderlichen Wert stets zwischen den einander gegenüberliegenden Flächen des Walzrings 10 und der Kappe 15 vorhanden ist, wobei des weiteren ein zweiter Zwischenraum 29b zwischen den Stirnkupplungselementen 30, 31 vorhanden ist.


Anspruch[de]

1. Baugruppe (12) zum Festklemmen eines Walzrings (10), der mit einer Ringtragewelle (11) eines Walzgerüstes verbunden ist, wobei die Klemmbaugruppe (12) einen Labyrinthring (13), eine Paßbuchse (18), eine Kappe (15), einen Abstandshalter (14), einen Abschlußflansch (16) und eine Sicherungsschraube (17) umfaßt, und Einrichtungen (30, 31), die Festklemmen mit Drehung durch Stirnkupplung ausführen, zwischen der Kappe (15) und dem Walzring (10) eingeschlossen sind, wobei die Baugruppe (12) dadurch gekennzeichnet ist, daß der Abstandshalter (14) eine vordere Anschlagfläche (33) gegenüber der Kappe (15) und eine Anschlageinrichtung (40) gegenüber dem Walzring (10) aufweist und mit der Kappe (15) mittels Federeinrichtungen (23) axial verbunden ist, wobei die Federeinrichtungen (23) mit Aufnahmen (25), die in dem Abstandshalter (14) vorhanden sind, in Längsrichtung gleitend zusammenwirken und der Abstandshalter (14) einen ersten Zwischenraum (29a) einer erforderlichen Breite zwischen den einander gegenüberliegenden Flächen der Kappe (15) und des Walzrings (10) sowie einen zweiten Zwischenraum (29b) zwischen den Einrichtungen (30, 31) bildet, die Festklemmen mit Drehung durch Stirnkupplung ausführen.

2. Baugruppe (12) nach Anspruch 1, die eine Drehverhinderungseinrichtung (20) zwischen der Paßbuchse (18) und der Kappe (15) umfaßt.

3. Baugruppe (12) nach Anspruch 2, wobei die Drehverhinderungseinrichtung (20) Umfangszähne (21a, 21b) umfaßt, die miteinander in Eingriff sind.

4. Baugruppe (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche, die wenigstens einen verschleißverhindernden Zwischen-Lagerring (22) umfaßt, der zwischen der Ringtragewelle (11) und dem Labyrinthring (23) angeordnet ist.

5. Baugruppe (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche, die einen Abstandshalter (27) zwischen dem Labyrinthring (13) und einem Absatz (28) der Ringtragewelle (11) umfaßt.

6. Baugruppe (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Abstandshalter (14) so aufgenommen ist, daß er in einer ersten Kammer (35) gleiten kann.

7. Baugruppe (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kopf (36) der Paßbuchse (18) in einer zweiten Kammer (37) aufgenommen ist.







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