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Dokumentenidentifikation DE69514175T2 24.08.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0700743
Titel Spannfutter
Anmelder Yukiwa Seiko K.K., Ojiya, Niigata, JP
Erfinder Sakamaki, Akira, c/o Yukiwa Seiko K.K., Ojiya-shi, Niigata-ken, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69514175
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 30.08.1995
EP-Aktenzeichen 951136233
EP-Offenlegungsdatum 13.03.1996
EP date of grant 29.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2000
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum festen Befestigen eines Werkzeugs an Ort und Stelle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK

Eine derartige Spannvorrichtung für ein festes Befestigen eines Werkzeugs wurde in der USP 5 215 317 vorgeschlagen (hierauf wird nachfolgend als herkömmliches Beispiel Bezug genommen).

Das herkömmliche Beispiel ist in Fig. 1 gezeigt, bei dem, wenn ein Mutterelement 54 durch Drehen einer Hülse 51 gedreht wird, eine jede Klaue vorwärtsbewegt wird, so dass der Durchmesser, der durch die Klauen 52 definiert wird, verengt wird, und die Klaue 52 in Berührung mit dem Werkzeug gebracht wird. Wenn das Mutterelement 54 nicht drehbar ist, und die Hülse weitergedreht wird, wird ein Ringelement 55 gedreht, um dadurch die Relativposition des Ringelements 55 und des Mutterelements 54 zu versetzen.

Wie in Fig. 2 gezeigt ist, sind vier Ausnehmungsabschnitte 53 in einer Ringform in einer vorderen Endfläche (d. h. in einer Endfläche auf der Seite des Mutterelements 54) des Ringelements 55 ausgebildet. Eine geneigte Oberfläche 53a ist an einer Bodenfläche eines jeden Ausnehmungsabschnitts 53 ausgebildet. Wie am besten in Fig. 3 gezeigt ist, ist die geneigte Oberfläche 53a geneigt ausgebildet (??).

Demzufolge wird durch Drehen der Hülse 51 und Vorwärtsbewegen einer jeden Klaue 52 zum Verengen eines Durchmessers, der durch die Klauen 52 definiert ist, die Klaue 52 in Kontakt mit dem Werkzeug gebracht, und das Mutterelement 54 wird undrehbar gehalten. Wenn die Hülse 51 derart weitergedreht wird, dass das Ringelement 55 gedreht wird, wird eine jede Kugel 56, die sich in Berührung mit der geneigten Oberfläche 53a befindet, gerollt und zur rechten Seite gemäß Fig. 3 angehoben, so dass das Mutterelement 54 durch die geneigte Oberfläche 53a nach vorne geschoben wird, so dass dadurch die Befestigung des Werkzeugs durch die Klauen 52 beschleunigt wird.

Als Ergebnis von intensiven und fortlaufenden Untersuchungen hat der Erfinder der vorliegenden Erfindung die folgenden Nachteile bezüglich des herkömmlichen Beispiels ermittelt.

Bei dem herkömmlichen Beispiel ist die Position einer jeden Kugel 56, die in einer Spur 57 angeordnet ist, nicht auf der geneigten Oberfläche 53 bestimmt, bis jede Klaue 52 zum Verengen des Durchmessers, der durch diese definiert ist, vorwärtsbewegt wird und in Berührung mit dem Werkzeug gebracht wird. Der Grund dafür liegt darin, dass in einer Axialrichtung des Mutterelements zwischen jeder Kugel 56 und dem Mutterelement 54, das der Kugel 56 gegenüberliegend angeordnet ist, infolge der Anwesenheit der geneigten Oberfläche 53 des Ausnehmungsabschnitts 53 ein Freiraum vorliegt. Insbesondere ist dieser Freiraum in dem Fall groß, dass die Kugel 56 an der niedrigsten Stelle der geneigten Oberfläche 53a oder in deren Umgebung angeordnet ist (natürlich ist der Freiraum in dem Fall maximal, dass die Kugel 56 an der niedrigsten Stelle angeordnet ist). Die Kugel 56 wird infolge der Anwesenheit des Freiraums in dem Zustand gehalten, dass sie frei in der Umfangsrichtung innerhalb des Ausnehmungsabschnitts 53 bewegt werden kann. Demzufolge besteht ein Zustand darin, dass die Kugel 56 nicht an irgendeiner Stelle der geneigten Oberfläche 53a befestigt ist. Die Instabilität der Position der Kugel 56 würde zu einem Problem dahingehend führen, dass in dem Fall, dass die Kugel 56 beispielsweise an der Position X gemäß Fig. 3 angeordnet ist, das Anhebeausmaß infolge des Rollens der Kugel 56 gering ist, so dass ein hinreichend verstärktes Befestigen nicht erhalten werden könnte.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Spannvorrichtung zu schaffen, die einen vereinfachten Aufbau aufweist und für eine maximale Roll-Reibwirkung und eine verringerte Gleitreibung sorgt.

Diese Aufgabe wird durch die Spannvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Spannvorrichtung geschaffen, bei der ein innen vorgesehenes Mutterelement durch Drehen einer Hülse gedreht wird, so dass Klauen, die mittels eines Gewindes mit dem Mutterelement in Eingriff sind, durch die Drehung des Mutterelements zum Verengen/Ausdehnen eines Durchmessers, der durch diese definiert ist, und zum Befestigen/Lösen eines Werkzeugs durch Druck voranbewegt/zurückgezogen werden, wobei ein Drehelement derart vorgesehen ist, dass es zu dem Mutterelement gerichtet ist; ein Satz einer geraden Anzahl von Rollelementen sind in einem Ausnehmungsabschnitt vorgesehen, der in dem Drehelement ausgebildet ist; die Rollelemente sind in dem Zustand vorgesehen, dass sich die Rollelemente in Berührung mit dem Mutterelement und einem Rollelement-Aufnahmeabschnitt zwischen einer vorbestimmten Fläche des Mutterelements und dem Rollelement-Aufnahmeabschnitt befinden, der derart vorgesehen ist, dass er zu der vorbestimmten Fläche des Mutterelements gerichtet ist; die vorbestimmte Fläche ist in eine geneigte Oberfläche ausgebildet; und die Rollelemente werden rollend entlang der geneigten Oberfläche durch Drehen des Drehelements angehoben, um dadurch das Mutterelement nach vorne zu drücken.

Vorzugsweise wird eine Anfangsstellung des Drehelements bezüglich des Mutterelements stets gleichbleibend gehalten, wenn das Mutterelement nicht drehbar ist, jedoch das Drehelement weiter gedreht wird, so dass eine Relativposition zwischen dem Mutterelement und dem Drehelement derart begonnen wird, dass sich diese bezüglich einander versetzen.

Es wird ferner bevorzugt, dass Ausnehmungsabschnitte in der Umgebung eines Endes der geneigten Oberfläche im Hinblick auf die Nach-oben-Bewegung zum Halten der Rollelemente an dieser Stelle ausgebildet sind.

Die Spannvorrichtung ist vorzugsweise ferner dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der Gestaltung, bei der die Anfangsstellung des Drehelements bezüglich des Mutterelements stets gleichbleibend gehalten wird, wenn das Mutterelement nicht drehbar ist, jedoch das Drehelement weiter gedreht wird, so dass die Relativstellung zwischen dem Mutterelement und dem Drehelement begonnen wird, bezüglich einander versetzt zu werden, das Mutterelement und das Drehelement in bezüglich einander entgegengesetzte Drehrichtungen vorgespannt sind, und Halteabschnitte zum Halten der Rollelemente an einer Anfangsstellung und einer Endstellung der geneigten Oberfläche vorgesehen sind.

Schließlich wird bevorzugt, dass die Spannvorrichtung eine durch Federn vorgespannte Einrichtung zum Vorspannen des Mutterelements und des Drehelements in die zueinander entgegengesetzten Drehrichtungen aufweist, wobei die Einrichtung eine Schraubenfeder und Halteelemente zum Halten der Rollelemente aufweist, wobei die Halteelemente Vorsprünge aufweisen.

Nachdem die Klauen zum Verengen eines Durchmessers, der durch diese definiert ist, vorwärtsbewegt wurden, und in Berührung mit dem Werkzeug gebracht wurden, so dass das Mutterelement nicht drehbar war, wird, wenn das Drehelement gedreht wird, die Relativposition zwischen dem Drehelement und dem Mutterelement versetzt, die Rollelemente werden rollend entlang der geneigten Oberfläche angehoben, und das Mutterelement wird nach vorne gedrückt, wodurch das Werkzeug durch die Klauen zunehmend befestigt wird.

Die Rollelemente sind in den Ausnehmungsabschnitten vorgesehen, die in dem Drehelement ausgebildet sind. Demzufolge werden die Rollelemente selbst nicht bewegt (gedreht). Da es sich hierbei nicht um das herkömmliche Beispiel handelt, bei dem das Element (das Ringelement 55) mit der geneigten Oberfläche 2a bewegt (gedreht wird) (vgl. Fig. 10A), ist es möglich, die Position (insbesondere die Anfangsposition) der Rollelemente bezüglich der geneigten Oberfläche durch ein drehendes Steuern des Drehelements auf eine vorbestimmte Stellung leicht einzustellen.

Gemäß einiger Aspekte der Erfindung werden, da die Ausnehmungsabschnitte in der Umgebung des Endes der geneigten Oberfläche im Hinblick auf die Nach-oben-Bewegung ausgebildet sind, wenn die Ringelemente in den Ausnehmungsabschnitten eingepasst und gehalten werden, die Rollelemente einer Reaktionskraft unterworfen, die von der geneigten Oberfläche aufgenommen wird. Demzufolge wird verhindert, dass das Ringelement sich infolge von Vibrationen oder ähnlichem löst.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

In den beigefügten Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine Darstellung eines teilweisen Querschnitts eines herkömmlichen Beispiels;

Fig. 2 eine seitliche Draufsicht eines Ringelements des herkömmlichen Beispiels;

Fig. 3 eine teilweise Vorderansicht eines wesentlichen Teils des Ringelements des herkömmlichen Beispiels;

Fig. 4 eine teilweise Querschnittsansicht einer Spannvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;

Fig. 5 eine vergrößerte Vorderansicht der Spannvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 6 eine seitliche Draufsicht eines Drehelements gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Mutterelements gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 8 eine Querschnittsansicht eines wesentlichen Teils der Spannvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 9A bis 9D eine Reihe von Ansichten in Betrieb der Spannvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 10A und 10B Darstellungen von Rollelementen gemäß dem herkömmlichen Beispiel und der vorliegenden Erfindung;

Fig. 11 eine perspektivische Ansicht zur Darstellung einer Spannvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform entsprechend Fig. 7;

Fig. 12 eine Querschnittsansicht eines wesentlichen Teils einer Spannvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform entsprechend Fig. 8; und

Fig. 13 eine vergrößerte Querschnittsansicht eines Ausnehmungsabschnitts gemäß der zweiten Ausführungsform.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Fig. 4 bis 9D zeigen eine erste Ausführungsform der Erfindung, und Fig. 11 bis 13 zeigen eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Drei Klauen 3 haben jeweils einen Außengewindeabschnitt 11 an ihrem Außenumfang und sind in einen Körper 10 eingeführt. Ein Mutterelement 2 mit einem Innengewindeabschnitt 12, der mit den Außengewindeabschnitten 11 in Eingriff kommen kann, ist in den Körper 10 eingepaßt. Eine Hülse 1 ist über den Außenumfang des Körpers 10 gepasst. Wie in Fig. 7 gezeigt ist, weist das Mutterelement 2 einen hinteren Seitenabschnitt 2b und einen vorderen Seitenabschnitt 2c auf. Vier Halteabschnitte 9(Vorsprünge 9') sind an einer Oberfläche des hinteren Seitenabschnitts 2b eines Grenzflansches 2d zwischen dem hinteren Seitenabschnitt 2b und dem vorderen Seitenabschnitt 2c ausgebildet. Eine geneigte Oberfläche 2a ist zwischen jeweils benachbarten Halteabschnitten 9 ausgebildet.

Wie in Fig. 6 gezeigt ist, ist ein ringförmiges Drehelement 7 an eine Stelle des hinteren Seitenabschnitts 2b des Mutterelements 2 angefügt. Das Drehelement 7 ist an die Hülse 1 durch eine geeignete Einrichtung (beispielsweise eine konvex/konkave Pass-Kupplungseinrichtung) befestigt, so dass beide Komponenten miteinander drehbar sind. (Im Übrigen ist es möglich, das Drehelement 7 und die Hülse 1 integral auszubilden.) Demzufolge wird, wenn die Hülse 1 gedreht wird, das Mutterelement 2 ebenso gedreht.

Vier Ausnehmungsabschnitte 7a sind bei einem konstanten Abstand an der Innenfläche des Drehelements 7 ausgebildet. Ein Paar von zylindrischen Rollen sind in einem Ausnehmungsabschnitt 7a als Rollelemente 5 angeordnet. Eines der Rollelemente 5 befindet sich in Kontakt mit der geneigten Oberfläche 2a des Mutterelements 2, und das andere Rollelement befindet sich in Kontakt mit einem Ringelement, das als ein Rollelement-Aufnahmeabschnitt 6 benutzt wird, der an den Körper 10 angefügt ist. Es ist selbstverständlich möglich, den Rollelement-Aufnahmeabschnitt 6 und den Körper 10 miteinander integral auszubilden.

Eine Schraubenfeder 14 ist um das Mutterelement 2 mit ihrem Ende fest an eine Öffnung befestigt, die in dem Mutterelement ausgebildet ist, und mit ihrem proximalen Ende fest an eine Öffnung befestigt angeordnet, die in dem Drehelement 2 ausgebildet ist.

Die Referenznummer 8 bezeichnet eine Öffnung mit Innengewinde, die verwendet wird, wenn die vorliegende Vorrichtung in einer elektrischen Bohrmaschine oder ähnlichem verwendet wird. Referenznummer 12 bezeichnet eine Griffhülse.

Die Betriebsweise der derart aufgebauten Vorrichtung wird nachfolgend beschrieben.

Wenn die Hülse 1 gedreht wird, wird das Drehelement 7 gedreht. Wenn das Drehelement 7 gedreht wird, wird auch das Mutterelement 2, das mit diesem durch die Schraubenfeder 14 verbunden ist, gedreht. Die Klauen 3 werden zum Verengen eines Durchmesser, der durch diese definiert ist, vorwärtsbewegt und in Kontakt mit dem Werkzeug 4 gebracht. Der Kontakt macht eine Drehung des Mutterelements unmöglich. Wenn die Hülse 1 weitergedreht wird, wird das Drehelement 7 gegen die Kraft der Schraubenfeder 14 gedreht, so dass die Versetzung der Relativposition zwischen dem Mutterelement 2 und dem Drehelement 7 begonnen wird. Demzufolge werden eine der Rollelemente, die in jedem Ausnehmungsabschnitt 7a des Drehelements 7 eingepasst sind (das linke Rollelement gemäß Fig. 8), rollend entlang der geneigten Oberfläche 2a des Mutterelements 2 (in einer Richtung nach oben gemäß Fig. 8) angehoben. Somit wird das Mutterelement 2 nach vorne gedrückt, so dass das Werkzeug 4 zunehmend durch die Klauen 3 befestigt wird. Die beiden Rollelemente bilden ein Paar, um eine maximale Rollreibwirkung zu erzeugen, und verringern die Gleitreibung so weit wie möglich. Es ist deshalb möglich, eine sehr wirksame Vorrichtung zur Verfügung zu stellen.

In dem Fall, dass die zunehmende Befestigung des Werkzeugs 4 gelöst wird, wenn die Hülse 1 rückwärts gedreht wird, wird das Drehelement 7 ebenso rückwärts gedreht. Die Rollelemente werden zurück zu ihrer Ausgangsstellung durch die Unterstützung der Federkraft der Schraubenfeder 14 zurückgeführt, so dass die verstärkte Befestigung des Werkzeugs 4 gelöst wird.

Die verstärkte Befestigung des Werkzeugs 4 wird nachfolgend im Einzelnen unter Bezugnahme auf die in Fig. 9A bis 9D erläutert.

Fig. 9A zeigt eine Ausgangsposition. Wenn das Drehelement 7 aus dem in Fig. 9A gezeigten Zustand gedreht wird (das heißt, die Drehung des Drehelements 7 bedeutet, dass das Drehelement 7 gemäß Fig. 9A nach unten bewegt wird), werden die Rollelemente rollend entlang der geneigten Oberfläche 2a angehoben, so dass sie die in Fig. 9B gezeigte Position erreichen, die den Zustand zeigt, dass das Werkzeug 4 zunehmend befestigt wird.

Wenn das Drehelement 7 aus der in Fig. 9B gezeigten Stellung rückwärts gedreht wird (aus Gründen der Erläuterung wird das Lösen der verstärkten Befestigung unter Bezugnahme auf Fig. 9B' erläutert), werden die Rollelemente entlang der geneigten Oberfläche 2a rollend heruntergebracht, so dass sie den in Fig. 9C gezeigten Zustand erreichen. Der in Fig. 9C gezeigte Zustand ist der Zustand, dass die verstärkte Befestigung gelöst wurde.

Bei dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel werden im Gegensatz zu dem herkömmlichen Beispiel, bei dem die Kugeln 56 nur indirekt in Berührung mit der geneigten Oberfläche 53a bewegt werden, die Rollelemente positiv in den Ausnehmungsabschnitten 7a des Drehelements 7 aufgenommen, so dass die Rollelemente selbst bewegt werden, und das Drehelement 7 und das Mutterelement 2 werden durch die Federkraft der Schraubenfeder 14 in die entgegengesetzte Richtung unter Federspannung vorgespannt, während der Drehbereich des Drehelements 7 durch die Vorsprünge 9' beschränkt ist. Demzufolge wird bei dieser Ausführungsform, auch wenn durch die geneigte Oberfläche 2a ein Freiraum erzeugt wird, die Anfangsstellung eines jeden Ringelements (das heißt die Relativposition zu der geneigten Oberfläche 2a) stets gleichbleibend gehalten. Im Ergebnis wird das Ausmaß der rollenden Anhebebewegung des Ringelements während der verstärkten Befestigung des Werkzeugs stets konstant gehalten. Somit besteht nicht die Gefahr eines Fehlers bei der verstärkten Befestigung wie bei dem Werkzeug gemäß dem herkömmlichen Beispiel.

Ebenso werden bei dieser Ausführungsform, da die Vorsprünge 9' an beiden Enden der geneigten Oberfläche 2a ausgebildet sind, in dem Fall, dass die verstärkte Befestigung des Werkzeugs 4, das verstärkt befestigt wurde, gelöst werden soll, die Vorsprünge 9' und die Rollelemente miteinander gehalten, so dass das Mutterelement 2 gewaltsam gedreht wird. (Das heißt, da das Mutterelement 2 gewaltsam gedreht wird, während die Rollelemente durch die Vorsprünge 9' gehalten werden, wenn das Drehelement 7 weiter nach oben gemäß Fig. 9C gedreht wird.) Die Klauen 3 können sanft zur Ausdehnung eines Durchmessers, der durch diese definiert ist, zurückgezogen werden, auch wenn die Klauen 3 in das Werkzeug 4 beißen sollten.

Auch besteht in dem Fall, dass sich die Klauen 3 in der maximalen Öffnungsstellung befinden, die Gefahr, dass die Außengewindeabschnitte 11 der Klauen 3 und der Innengewindeabschnitt 12 des Mutterelements 2 aneinanderhängen. In diesem Fall kann gemäß dieser Ausführungsform der Fehler überwunden werden. Es ist nämlich die maximale Öffnungsstellung der Klauen 3 in Fig. 9A gezeigt. Wenn die Hülse 1 in diesem Zustand gedreht wird, und das Drehelement 7 gedreht wird (das heißt das Drehelement 7 wird gemäß Fig. 9A nach unten bewegt) und wenn kein Haften auftritt, werden das Drehelement 7 und das Mutterelement 2 miteinander gedreht, und das Drehelement 7 wird gemäß Fig. 9A nach unten bewegt. Jedoch wird in diesem Fall, wenn ein Haften auftritt, das Mutterelement nicht nach unten bewegt, sondern es wird nur das Drehelement 7 nach unten bewegt, so dass es den in Fig. 9D gezeigten Zustand über den in Fig. 9B gezeigten Zustand erreicht. Die Rollelemente werden an den Vorsprüngen 9' gehalten, und das Mutterelement 2 wird gewaltsam gemäß Fig. 9 nach unten gedreht, um dadurch das Haften zu vermeiden.

Nachfolgend wird eine zweite Ausführungsform der Erfindung beschrieben.

Bei der zweiten Ausführungsform sind die Ausnehmungsabschnitte 15, in denen die Rollelemente 5 gehalten werden, in der Umgebung eines Endes der geneigten Oberfläche 2a des Mutterelements 2 im Hinblick auf die Nach- oben-Bewegung ausgebildet (vgl. Fig. 11, 12 und 13).

Bei der zweiten Ausführungsform wird, wenn die verstärkte Befestigung des Werkzeugs 4 durch die Drehbewegung der Rollelemente durchgeführt wird, da die Rollelemente in dem Ausnehmungsabschnitt 15 in der Umgebung des Endes der geneigten Oberfläche 2a im Hinblick auf die Nach-oben- Bewegung eingepasst sind, eine Reaktionskraft von der geneigten Oberfläche 2a auch auf die Rollelemente aufgebracht, um dadurch das Lösen der Rollelemente 7 zu verhindern, das durch Vibrationen oder ähnliches verursacht wird.

Die übrige Aufbau ist der Gleiche wie derjenige der ersten Ausführungsform.

Wie oben beschrieben, ist es gemäß der vorliegenden Erfindung möglich, eine Spannvorrichtung zu schaffen, die hinsichtlich einer stabilen Befestigung des Werkzeugs verbessert ist, da die Anfangsposition der Rollelemente stets durch die vorangehend beschriebene Struktur konstant gehalten wird.

Verschiedene Details der Erfindung können ohne Verlassen ihres Grundgedankens oder ihres Bereichs verändert werden. Ferner ist die vorangehende Beschreibung der Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung nur zum Zweck der Darstellung gedacht, und keinesfalls zum Zweck der Beschränkung der Erfindung, wie sie durch die beigefügten Ansprüche und deren Äquivalente definiert ist.


Anspruch[de]

1. Spannvorrichtung, bei der ein innen vorgesehenes Mutterelement (2) durch Drehen einer Hülse (1) gedreht wird, so dass Klauen (3), die mittels eines Gewindes mit dem Mutterelement (2) in Eingriff sind, durch die Drehung des Mutterelements (2) zum Verengen/Ausdehnen eines Durchmessers, der durch diese definiert ist, und zum Befestigen/Lösen eines Werkzeugs (4) durch Druck voranbewegt/zurückgezogen werden, wobei ein Drehelement (7) an der Hülse (1) vorgesehen ist, und derart vorgesehen ist, dass es zu dem Mutterelement (2) gerichtet ist, und wobei Rollelemente (5) in dem Zustand vorgesehen sind, dass sich die Rollelemente (5) in Berührung mit dem Mutterelement (2) und einem Rollelement-Aufnahmeabschnitt (6) befinden und zwischen einer vorbestimmten Fläche des Mutterelements (2) und dem Rollelement-Aufnahmeabschnitt (6) angeordnet sind, der derart vorgesehen ist, dass er zu der vorbestimmten Fläche des Mutterelements (2) gerichtet ist, und wobei die Rollelemente (5) sich rollend an einer geneigten Oberfläche (2a) durch Drehen des Drehelements (7) nach oben bewegen, so dass dadurch das Mutterelement (2) nach vorne gedrückt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass

- der Rollelement-Aufnahmeabschnitt (6) an einem Körper (10) vorgesehen ist, in den die Klauen (3) eingeführt sind,

- ein Satz einer geraden Anzahl von Rollelementen (5) in jedem von wenigstens einem Ausnehmungsabschnitt (7a) vorgesehen ist, der in dem Drehelement (7) vorgesehen ist, und

- die vorbestimmte Fläche des Mutterelements (2) in die geneigte Oberfläche (2a) ausgebildet ist.

2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anfangsstellung des Drehelements (7) bezüglich des Mutterelements (2) stets gleichbleibend gehalten wird, wenn das Mutterelement (2) nicht drehbar ist, jedoch das Drehelement (7) weiter gedreht wird, so dass eine Relativposition zwischen dem Mutterelement (2) und dem Drehelement (7) derart begonnen wird, dass sich diese bezüglich einander versetzen.

3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Ausnehmungsabschnitte (15) in der Umgebung eines Endes der geneigten Oberfläche (2a) im Hinblick auf die Nach- oben-Bewegung zum Halten der Rollelemente (5) an dieser Stelle ausgebildet sind.

4. Spannvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der Gestaltung, bei der die Anfangsstellung des Drehelements (7) bezüglich des Mutterelements (2) stets gleichbleibend gehalten wird, wenn das Mutterelement (2) nicht drehbar ist, jedoch das Drehelement (7) weiter gedreht wird, so dass die Relativstellung zwischen dem Mutterelement (2) und dem Drehelement (7) begonnen wird, bezüglich einander versetzt zu werden, das Mutterelement (2) und das Drehelement (7) in bezüglich einander entgegengesetzte Drehrichtungen vorgespannt sind, und Halteabschnitte (9) zum Halten der Rollelemente (5) an einer Anfangsstellung und einer Endstellung der geneigten Oberfläche (2a) vorgesehen sind.

5. Spannvorrichtung nach Anspruch 4, ferner dadurch gekennzeichnet, dass diese eine durch Federn vorgespannte Einrichtung zum Vorspannen des Mutterelements (2) und des Drehelements (7) in die zueinander entgegengesetzten Drehrichtungen aufweist, wobei die Einrichtung eine Schraubenfeder (14) und Halteelemente (9) zum Halten der Rollelemente (5) aufweist, wobei die Halteelemente (9) Vorsprünge (9') aufweisen.







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