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Dokumentenidentifikation DE19906156A1 07.09.2000
Titel Vakuumschalter mit mindestens einer Vakuumschaltkammer
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Giere, Stefan, 10587 Berlin, DE;
Knoblauch, Hartmut, Dr., 13583 Berlin, DE;
Lehmann, Volker, 14929 Treuenbrietzen, DE;
Marin, Heiner, 14055 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 10.02.1999
DE-Aktenzeichen 19906156
Offenlegungstag 07.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.2000
IPC-Hauptklasse H01H 33/42
Zusammenfassung Bei einem Vakuumschalter mit mindestens einer Vakuumschaltkammer (1, 33, 34), in deren Vakuumraum (2, 47, 48) eine Schaltstrecke (3, 49, 50) vorgesehen ist, die einen feststehenden Schaltkontakt (8, 51, 52) und einen antreibbaren Schaltkontakt (10, 57, 58) aufweist, dessen Kontaktstange (11, 59, 60) einerseits elektrisch leitend mit dem dem antreibbaren Schaltkontakt (10, 57, 58) zugeordneten elektrischen Anschluß (16, 73, 74) des Vakuumschalters und andererseits über eine Antriebsstange (12, 36, 37) gelenkig mit einer Antriebskurbel (14, 38) in Verbindung steht, liegt der Ankopplungspunkt (19, 61, 62) der Antriebsstange (12, 36, 37) an der Kontaktstange (11, 59, 60) sowohl in der Ein- als auch in der Ausschaltstellung innerhalb des Raums (20, 63, 64), der durch die Kontur des Gehäuses (4, 39, 40) der Vakuumschaltkammer (1, 33, 34) begrenzt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Vakuumschalter mit mindestens einer Vakuumschaltkammer, die einen durch einen Isolierzylinder einen Boden und einen Deckel begrenzten Vakuumraum besitzt, in dem eine Schaltstrecke vorgesehen ist, die einen feststehenden Schaltkontakt aufweist und einen antreibbaren, in der Einschaltstellung unter der Kraft einer Kontaktdruckfeder stehenden Schaltkontakt, dessen Kontaktstange einerseits elektrisch leitend mit dem dem antreibbaren Schaltkontakt zugeordneten elektrischen Anschluß des Vakuumschalters und andererseits über eine Antriebsstange gelenkig mit einer Antriebskurbel) in Verbindung steht.

Ein derartiger Vakuumschalter geht hinsichtlich der Ausbildung der Vakuumschaltkammer und einer im Vakuumraum der Vakuumschaltkammer angeordneten Schaltstrecke im wesentlichen aus der EP 0 387 635 A1 hervor. Während der feststehende Schaltkontakt der Schaltstrecke über eine Kontaktstange und den Deckel der Vakuumschaltkammer mit einem ersten elektrischen Anschluß elektrisch leitend in Verbindung steht, ist die dem antreibbaren Schaltkontakt der Schaltstrecke zugeordnete Kontaktstange einerseits elektrisch leitend mit dem zweiten elektrischen Anschluß verbunden und steht andererseits mit der Antriebsstange in Verbindung. Außerhalb der Vakuumschaltkammer ist die Antriebsstange mit dem einen Hebel eines doppelarmigen Hebels verbunden, dessen zweiter Hebel mit dem Schalterantrieb in Verbindung steht. Das bedeutet, daß ein derartig ausgebildeter Vakuumschalter ausgehend von den außerhalb der Vakuumschaltkammer angeordneten Antriebselementen und dem von diesen beanspruchten Bewegungsraum bei einem Schaltvorgang einen relativ großen umbauten Raum für seine Aufstellung in einer elektrischen Schaltanlage erfordert.

Einen relativ großen umbauten Raum beansprucht auch der Schalterantrieb für einen Hochspannungsleistungsschalter nach der DE 29 49 753 A1. Bei diesem Schalterantrieb ist auf einer Drehwelle eine Antriebskurbel fest gelagert angeordnet, mit der eine Pleuelstange gelenkig in Verbindung steht. Innerhalb eines außerhalb der Schaltkammer angeordneten Gehäuses ist die Pleuelstange ebenfalls gelenkig mit der Kontaktstange verbunden. Um bei einem Schaltvorgang eine ungehinderte Bewegung der Pleuelstange innerhalb des Gehäuses zu ermöglichen, ergibt sich für dieses eine große Breite, insbesondere aber auch eine große Länge. Beide Größen gehen somit in das Volumen des erforderlichen umbauten Raumes des Hochspannungsleistungsschalters und somit bei Anwendung des Schalterantriebes bei einem Vakuumschalter auch in dessen umbauten Raum mit ein. Besitzt der Vakuumschalter zwei auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Vakuumschaltkammern, so verdoppelt sich der umbaute Raum des Vakuumschalters um die Breite, insbesondere aber auch um die Länge des zusätzlichen Gehäuses.

Wird schließlich noch die Anordnung von Kontaktdruckfedern zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit von Vakuumschaltern berücksichtigt - eine Variante einer Anordnung einer Kontaktdruckfeder bei einem Vakuumschalter geht beispielsweise aus der DE 38 15 805 A1 hervor -, so hat auch die Anordnung von Kontaktdruckfedern Auswirkungen auf eine Vergrößerung des umbauten Raumes von Vakuumschaltern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vakuumschalter entsprechend dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, durch den der Platzbedarf für die der Übertragung dienenden Antriebselemente zwischen dem Schalterantrieb und der dem antreibbaren Schaltkontakt zugeordneten Kontaktstange reduziert wird, so daß gleichzeitig der für die Aufstellung des Vakuumschalters in einer elektrischen Schaltanlage benötigte Raum, unabhängig davon, ob dieser eine Vakuumschaltkammer oder zwei axial hintereinanderliegende Vakuumschaltkammern besitzt, verringert wird.

Erfindungsgemäß wird dieses dadurch erreicht, daß der Ankopplungspunkt der Antriebsstange an der Kontaktstange sowohl in der Ein- als auch in der Ausschaltstellung innerhalb des Raumes liegt, der durch die Kontur des aus dem Isolierzylinder, dem Boden und dem Deckel bestehenden Gehäuses der Vakuumschaltkammer begrenzt ist.

Unter der Kontur wird in diesem Zusammenhang der gedachte, das Gehäuse umschließende Zylinder mit zueinander parallelen Stirnflächen verstanden, die im wesentlichen durch den Boden und den Deckel des Gehäuses bestimmt sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausbildung des Vakuumschalters ist der Ankopplungspunkt zumindest im Einschaltzustand innerhalb eines die Kontaktstange unter Zwischenführung von Kontaktelementen umschließenden Hohlzylinders einer die Kontaktstange aufnehmenden, in die Vakuumschaltkammer hineinragenden, mit ihrem Boden in Verbindung stehenden Führung vorgesehen, die auf ihrer der Antriebskurbel zugerichteten Seite einen durch eine zylindrische Erweitung gebildeten Hohlraum besitzt, der die Antriebsstange aufnimmt.

In Abhängigkeit vom inneren Durchmesser des Hohlzylinders der Führung und des Durchmessers der Antriebsstange kann der Ankopplungspunkt selbstverständlich auch derart angeordnet sein, daß dieser sich zumindest auch noch während der ersten Phase des Ausschaltvorganges innerhalb des Hohlzylinders der Führung befindet. Dabei wird die Anordnung des Ankopplungspunktes im wesentlichen immer dadurch bestimmt, daß sichergestellt ist, daß sich die Antriebsstange während eines Schaltvorganges ungehindert in der zylindrischen Erweiterung der Führung, aber auch zumindest teilweise in deren Hohlzylinder, bewegen kann.

In dem die Erfindung vorsieht, den Ankopplungspunkt der Antriebsstange an die Kontaktstange sowohl in der Ein- als auch in der Ausschaltstellung in den Raum hinein zu verlagern, der durch das aus dem Isolierzylinder, dem Boden und dem Deckel bestehende Gehäuse der Vakuumschaltkammer begrenzt ist, sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß auch die Drehwelle des Schalterantriebes, auf der die Antriebskurbel festgelagert ist, unmittelbar im Bereich des Bodens der Vakuumschaltkammer angeordnet werden kann. Das aber bedeutet, daß sich der benötigte und umbaute Raum für die Anordnung der Antriebselemente des Schalterantriebes reduziert.

Um weiterhin auf die Reduzierung des umbauten Raumes bei dem erfindungsgemäßen ausgebildeten Vakuumschalter Einfluß zu nehmen, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der antreibbare Schaltkontakt in axialer Richtung in einen die Kontaktfläche aufweisenden Teil und in einer mit der Kontaktstange starr in Verbindung stehenden Teil unterteilt und innerhalb eines durch die Teilung des antreibbaren Schaltkontaktes gebildeten Spaltes ist die Kontaktdruckfeder angeordnet.

Dabei kann der die Kontaktfläche aufweisende Teil des antreibbaren Schaltkontaktes vorteilhaft über an seinem Umfang gleichmäßig verteilt angeordnete Führungsbolzen mit dem mit der Kontaktstange starr in Verbindung stehenden Teil des antreibbaren Schaltkontaktes verbunden sein. Diese Führungsbolzen können gleichzeitig auch der Stromübertragung zwischen beiden Teilen des antreibbaren Schaltkontaktes dienen. Der antreibbare Schaltkontakt ist an die Anordnung von Führungsbolzen jedoch nicht gebunden. Es kann auch jede andere Ausbildung zur Anwendung kommen, die geeignet ist, eine Führung des die Kontaktfläche aufweisenden Teiles des antreibbaren Schaltkontaktes bei gleichzeitiger Stromübertragung zwischen beiden Teilen dieses Schaltkontaktes zu übernehmen.

Analog zur Unterteilung des antreibbaren Schaltkontaktes kann aber auch die Kontaktstange des feststehenden Schaltkontaktes in axialer Richtung unter Bildung eines Spaltes unterteilt sein, der dann die Kontaktdruckfeder aufnimmt.

Ausgehend von der erfindungsgemäßen Anordnung des Ankopplungspunktes der Antriebsstange an der Kontaktstange innerhalb des Raumes der Vakuumschaltkammer, der durch den Isolierzylinder, den Boden und durch den Deckel begrenzt ist, kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung des Vakuumschalters der durch die Erfindung beabsichtigte reduzierte Platzbedarf für die Antriebselemente zwischen dem Schalterantrieb und der dem antreibbaren Schaltkontakt zugeordneten Kontaktstange auch erreicht werden, indem die Kontaktstange rohrförmig ausgebildet und axial verschiebbar unter Zwischenfügung von Kontaktelementen innerhalb eines in den Vakuumraum hineinragenden, mit dem Boden der Vakuumschaltkammer in Verbindung stehenden Führungsrohres angeordnet ist und in ihrem Innenraum den Ankopplungspuhkt aufnimmt, derart, daß die Antriebsstange unabhängig von ihrer jeweiligen Lage während eines Schaltvorganges sowohl innerhalb der rohrförmig ausgebildeten Kontaktstange als auch innerhalb des Führungsrohres beweglich ist.

Dabei ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Ankopplungspunkt an einem innerhalb der rohrförmig ausgebildeten Kontaktstange axial verschiebbar angeordneten Kolben vorgesehen, wobei zwischen diesem und dem antreibbaren Schaltkontakt die Kontaktdruckfeder angeordnet ist, die durch den Kolben bei einem Einschaltvorgang spannbar ist. Das schließt nicht aus, daß der Ankopplungspunkt aber auch unmittelbar an der dem antreibbaren Schaltkontakt zugeordneten Kontaktstange angeordnet sein kann.

Besteht der Vakuumschalter aus zwei axial hintereinanderliegenden Vakuumschaltkammern, so ist die jeweils einer Vakuumschaltkammer zugeordnete Antriebsstange vorteilhaft über eine für beide Antriebsstangen gemeinsame Ivitriebskurbel mit der Drehwelle des Schalterantriebes verbunden.

Unabhängig davon, ob der Vakuumschalter eine Vakuumschaltkammer oder zwei axial hintereinanderliegende Vakuumschaltkammern besitzt, bildet in der Einschaltstellung die Antriebsstange, die vorteilhaft eine Isolierstange ist, gemeinsam mit der Antriebskurbel eine den Kontaktdruck erzeugende, verklinkbare Kniehebelanordnung.

Die Erfindung wird anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.

In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 den Schnitt eines Vakuumschalters,

Fig. 2 den Schnitt eines Vakuumschalters mit zwei axial hintereinanderliegenden Vakuumschaltkammern mit einer auf der Antriebsseite gegenüber der Vakuumschaltkammer nach Fig. 1 veränderten Ausführung und

Fig. 3 eine Teilansicht einer Vakuumschaltkammer des Vakuumschalters nach Fig. 2 in vergrößerter Darstellung.

Die Fig. 1 zeigt einen Vakuumschalter, der eine Vakuumschaltkammer 1 besitzt, die in ihrem Vakuumraum 2 eine Schaltstrecke aufnimmt. Das Gehäuse 4 der Vakuumschaltkammer 1 besteht aus einem Isolierzylinder 5, der stirnseitig durch den Deckel 6 und den Boden 7 begrenzt ist. Die Schaltstrecke 3 weist einen feststehenden Schaltkontakt 8, dessen Kontaktstange 9 galvanisch mit dem Deckel des Gehäuses verbunden ist, sowie einen antreibbaren Schaltkontakt 10 auf. Betätigt wird dieser bei einem Schaltvorgang, dadurch daß die den antreibbaren Schaltkontakt 10 tragende Kontaktstange 11 mit einer Antriebsstange 12 in Form einer Isolierstange in Verbindung steht, die gelenkig mit einer auf einer Drehwelle 13 des nicht weiter dargestellten Schalterantriebes fest gelagerten Antriebskurbel 14 verbunden ist. Während sowohl der Deckel 6 als auch der Boden 7 des Gehäuses 4 jeweils einen elektrischen Anschluß 15, 16 besitzen, ist innerhalb des Vakuumraumes 2 im Bereich der Schaltkontakte 8, 10 ein Kondensator 17 (Dampfschirm) vorgesehen, der der Aufnahme von Metalldämpfen bei Schaltvorgängen dient. Ein vakuumdichter Abschluß des Vakuumraumes 7 erfolgt durch den Metallfaltenbalg 18.

Damit zwecks Reduzierung des Platzbedarfs für die Anordnung der Antriebselemente des Schalterantriebes und damit auch des Platzbedarfs des Vakuumschalters die Drehwelle 13 in unmittelbarer Nähe des Bodens 7 der Vakuumschaltkammer 1angeordnet werden kann, ist, wie weiterhin aus der Fig. 1 hervorgeht, der Ankopplungspunkt 19 der Antriebsstange 12 an die Kontaktstange 11 sowohl in der Ein- als auch in der Ausschaltstellung innerhalb der Kontur des Raumes 20 angeordnet, der durch das Gehäuse 4 der Vakuumschaltkammer 1 begrenzt ist. Dabei wird die Kontaktstange 11 unter Zwischenfügung von Kontaktelementen 21 von einem die Kontaktstange 11 umschließenden Hohlzylinder 22 aufgenommen. Dieser gehört zu einer in die Vakuumschaltkammer 1 hineinragenden, mit dem Boden 7 in Verbindung stehenden Führung 23. Auf ihrer dem Boden 7 zugerichteten Seite besitzt die Führung 23 einen durch eine zylindrische Erweiterung 24 gebildeten Hohlraum 25, der bei der Durchführung eines Schaltvorganges eine ungehinderte Bewegung der Antriebsstange 12 gewährleistet. Der innerhalb der Kontur des Gehäuses 4 der Vakuumschaltkammer 1 angeordnete Ankopplungspunkt 19 sollte sich dabei zumindest im Einschaltzustand innerhalb des Hohlzylinders 22 der Führung 23 befinden. Es besteht aber die Möglichkeit, den Ankopplungspunkt 19 zumindest in der ersten Phase während eines Ausschaltvorganges in den Hohlzylinder 22 hinein zu verlagern.

Aus der Fig. 1 ist aber auch ersichtlich, daß der antreibbare Schaltkontakt 10 in axialer Richtung in einen die Kontaktfläche 26 aufweisenden Teil 27 und in einen mit der Kontaktstange 11 starr in Verbindung stehenden Teil 28 unterteilt ist. Innerhalb des durch die Teilung gebildeten Spaltes 29 ist eine Kontaktdruckfeder 30 angeordnet. Beide Teile 27, 28 des antreibbaren Schaltkontaktes 10 stehen über gleichmäßig am Umfang verteilt angeordnete Führungsbolzen 31 miteinander in Verbindung, die gleichzeitig der Stromübertragung dienen.

Der Vakuumschalter nach Fig. 2 besteht aus zwei auf einer gemeinsamen Achse 32 axial hintereinander liegenden Vakuumschaltkammern 33, 34, die auf einem nicht weiter dargestellten Stützisolator angeordnet sind. Während oberhalb der Achse 32 der Vakuumschalter in der Einschaltstellung dargestellt ist, ist der Vakuumschalter unterhalb der Achse 32 in der Ausschaltstellung gezeigt. Zwischen beiden Vakuumschaltkammern 33, 34 ist die Drehwelle 35 eines ebenfalls nicht weiter dargestellten Schalterantriebes angeordnet, wobei auf der Drehwelle 35 eine für beide Antriebsstangen 36, 37 der Vakuumschaltkammern 33, 34 gemeinsame Antriebskurbel 38 fest gelagert ist.

Jeder der beiden Vakuumschaltkammern 33, 34, deren Gehäuse 39, 49 aus einem Isolierzylinder 41, 42 besteht, der stirnseitig durch einen Deckel 43, 44 sowie durch einen Boden 45, 46 begrenzt ist, nimmt innerhalb ihres Vakuumraumes 47, 48 eine Schaltstrecke 49, 50 auf. Zu jeder Schaltstrecke 49, 50 gehört ein feststehender Schaltkontakt 51, 52, dessen zugehörige Kontaktstange 43, 44 galvanisch und vakuumdicht mit dem Deckel 43, 44 verbunden ist, der mit einem elektrischen Anschluß 55, 56 versehen ist, sowie ein antreibbarer Schaltkontakt 57, 58. Die den antreibbaren Schaltkontakt 57, 58 tragende Kontaktstange 59, 60 steht, wie auch aus Fig. 3 hervorgeht, über einen Ankopplungspunkt 61, 62, der sich sowohl in der Ein- als auch in der Ausschaltstellung in dem Raum 63, 64 des Gehäuses 39, 40 befindet, mit der Antriebsstange 36, 37, die eine Isolierstange ist, in Verbindung. Während im Bereich der Schaltkontakte 51, 57 und 52, 58 ein Kondensatschirm 65, 66 (Metalldampfschirm) vorgesehen ist, erfolgt ein vakuumdichter Abschluß des Vakuumraumes 47, 48 im Bereich der Kontaktstange 59, 60 über einen Metallfaltenbalg 67, 68.

Wie die Fig. 2 zeigt und wie aus Fig. 5 bezogen auf die Vakuumschaltkammer 33 hervorgeht, die den antreibbaren Schaltkontakt 57 in der Ausschaltstellung zeigt, ist die Kontaktstange 59, 60 der antreibbaren Schaltkontakte 57, 58 rohrförmig ausgebildet und unter Zwischenführung von Kontaktelementen 69, 70 axial verschiebbar innerhalb eines in den Vakuumraum 47, 48 hineinragenden Führungsrohres 71, 72 angeordnet. Während bei einem Vakuumschalter mit einer Vakuumschaltkammer 33 oder 34 das Führungsrohr 71 oder 72 mit dem Boden 45 oder 46 der Vakuumschaltkammer 33 oder 34 in Verbindung steht, wobei dann auch der Boden 45 oder 46 den dem antreibbaren Schaltkontakt 57 oder 56 zugeordneten, hier nur angedeuteten elektrischen Anschluß 73 oder 74 trägt, steht bei dem Vakuumschalter nach Fig. 2 jedes Führungsrohr 71, 72 mit dem Flansch 75, 76 eines Gehäuses 77 in Verbindung. Dieses nimmt in dem Innenraum 78 die Antriebselemente des Schalterantriebes, so die Drehwelle 35 und die Antriebskurbel 38 auf und dient zur Stromübertragung zwischen den beiden antreibbaren Schaltkontakten 57, 58 der beiden Vakuumschaltkammern 33, 34.

Wie weiterhin aus Fig. 2 hervorgeht - siehe auch Fig. 3 -, nimmt die rohrförmig ausgebildete Kontaktstange 59, 60 in ihrem Innenraum 79, 80 den Ankopplungspunkt 61, 62 auf. Dabei ist der Ankopplungspunkt 61, 62 an einem innerhalb der rohrförmig ausgebildeten Kontaktstange 59, 60 axial verschiebbar angeordneten Kolben 81, 82 vorgesehen, und zwischen diesem und dem antreibbaren Schaltkontakt 57, 58 ist eine Kontaktdruckfeder 83, 84 angeordnet, die durch den Kolben 81, 82 bei einem Einschaltvorgang spannbar ist. Ein Anschlag 85 am inneren Umfang der rohrförmig ausgebildeten Kontaktstange 59, 60 begrenzt den Weg des axial verschiebbaren Kolbens 81, 82 in Ausschaltrichtung. Durch die Anordnung des Ankopplungspunktes 61, 62 an dem Kolben 81, 82 wird erreicht, daß die Antriebsstange 36, 37 unabhängig von ihrer jeweiligen Lage während eines Schaltvorganges nicht nur innerhalb des Führungsrohres 71, sondern auch im Innenraum 79, 80 der rohrförmige ausgebildeten Kontaktstange 59, 60 ungehindert beweglich ist, so daß die Drehwelle 35 mit der Antriebskurbel 38 in unmittelbarer Nähe der Vakuumschaltkammern 33, 34 angeordnet werden kann. Außerdem ergibt sich der Vorteil, daß unmittelbar am antreibbaren Schaltkontakt 57, 58 eine bei einem Einschaltvorgang spannbare Kontaktdruckfeder 83, 84 eingesetzt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Vakuumschalter mit mindestens einer Vakuumschaltkammer (1, 33, 34), die einen durch einen Isolierzylinder (5, 41, 42), einen Boden (7, 45, 46) und einen Deckel (6, 43, 44) begrenzten Vakuumraum (2, 47, 48) besitzt, in dem eine Schaltstrecke (3, 49, 50) vorgesehen ist, die einen feststehenden Schaltkontakt (8, 51, 52) aufweist und einen antreibbaren, in der Einschaltstellung unter der Kraft einer Kontaktdruckfeder (30,83, 84) stehenden Schaltkontakt (10, 57, 58), dessen Kontaktstange (11, 59, 60) einerseits elektrisch leitend mit dem dem antreibbaren Schaltkontakt (10,57, 58) zugeordneten elektrischen Anschluß (16, 73, 74) des Vakuumschalters und andererseits über eine Antriebsstange (12, 36, 37) gelenkig mit einer Antriebskurbel (14, 38) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankopplungspunkt (19, 61, 62) der Antriebsstange (12, 36, 37) an der Kontaktstange (11, 59, 60) sowohl in der Ein- als auch in der Ausschaltstellung innerhalb des Raumes (20,63, 64) liegt, der durch die Kontur des aus dem Isolierzylinder (5, 41, 42), dem Boden (7, 45, 46) und dem Deckel (6, 43, 44) bestehenden Gehäuses (4, 39, 40) der Vakuumschaltkammer (1, 33, 34) begrenzt ist.
  2. 2. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankopplungspunkt (19) zumindest im Einschaltzustand innerhalb eines die Kontaktstange (11) unter Zwischenführung von Kontaktelementen (21) umschließenden Hohlzylinders (22) einer die Kontaktstange (11) aufnehmenden, in die Vakuumschaltkammer (1) hineinragenden, mit ihrem Boden (7) in Verbindung stehenden Führung (23) vorgesehen ist, die auf ihrer der Antriebskurbel (14) zugerichteten Seite einen durch eine zylindrische Erweitung (24) gebildeten Hohlraum (25) besitzt, der die Antriebsstange (12) aufnimmt.
  3. 3. Vakuumschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der antreibbare Schaltkontakt (10) in axialer Richtung in einen die Kontaktfläche (26) aufweisenden Teil (27) und in einen mit der Kontaktstange (11) starr in Verbindung stehenden Teil (28) unterteilt ist, und daß innerhalb eines durch die Teilung des antreibbaren Schaltkontaktes (10) gebildeten Spaltes (29) die Kontaktdruckfeder (30) angeordnet ist.
  4. 4. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstange (59, 60) rohrförmig ausgebildet und axial verschiebbar unter Zwischenfügung von Kontaktelementen (69, 70) innerhalb eines in den Vakuumraum (47, 48) hineinragenden, mit dem Boden (45, 46) der Vakuumschaltkammer (33, 34) in Verbindung stehenden Führungsrohres (71, 72) angeordnet ist und in ihrem Innenraum (79, 80) den Ankopplungspunkt (61, 62) aufnimmt, derart, daß die Antriebsstange (36, 37) unabhängig von ihrer jeweiligen Lage während eines Schaltvorganges sowohl innerhalb der rohrförmig ausgebildeten Kontaktstange (59, 60) als auch des Führungsrohres (71, 72) beweglich ist.
  5. 5. Vakuumschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankopplungspunkt (61, 62) an einem innerhalb der rohrförmig ausgebildeten Kontaktstange (59, 60) axial verschiebbar angeordneten Kolben (81, 82) vorgesehen ist, und daß zwischen diesem und dem antreibbaren Schaltkontakt (57, 58) die Kontaktdruckfeder (83, 84) angeordnet ist, die durch den Kolben (81, 82) bei einem Einschaltvorgang spannbar ist.
  6. 6. Vakuumschalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei zwei axial hintereinanderliegenden Vakuumschaltkammern (33, 34) die jeweils einer Vakuumschaltkammer (33, 34) zugeordnete Antriebsstange (36, 37) über eine für beide Antriebsstangen (36, 37) gemeinsame Antriebskurbel (38) mit der Drehwelle (35) des Schalterantriebes in Verbindung steht.
  7. 7. Vakuumschalter nach einem oder mehreren Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Einschaltstellung die Antriebsstange (12, 36, 37) gemeinsam mit der Antriebskurbel (14, 38) eine den Kontaktdruck erzeugende, verklinkbare Kniehebelanordnung bildet.
  8. 8. Vakuumschalter nach einem oder mehreren Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsstange (12, 36, 37) eine Isolierstange ist.






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