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Dokumentenidentifikation DE19946089A1 07.09.2000
Titel Spinnmaschine mit Verdichtungseinrichtung
Anmelder Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur, CH
Erfinder Malina, Ludek, Kloten, CH
Vertreter Dr. Weiss, Weiss & Brecht, 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 25.09.1999
DE-Aktenzeichen 19946089
Offenlegungstag 07.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.2000
IPC-Hauptklasse D01H 5/72
IPC-Nebenklasse D01H 5/26   D01H 13/04   
Zusammenfassung In einer Spinnmaschine mit einer Verdichtungseinrichtung, die aus einem Siebkörper (20) und einem damit zusammenarbeitenden Saugeinsatz (10) besteht, wird Fasermaterial (30) über den Siebkörper (20) im Bereich eines Saugschlitzes (12) des Saugeinsatzes geführt. Die Oberfläche des Saugeinsatzes (10) ist in einem Randbereich um den Saugschlitz (12) herum entlang eines Schlitzrandes (13) erhöht, so dass im Randbereich (13) der Abstand zwischen dem Saugeinsatz (10) und dem Siebkörper (20) besonders gering ist. Dadurch können Verschmutzungen, welche durch die Perforation (24) in den Saugeinsatz (10) geleitet werden sollen, nicht in den Spalt zwischen dem Saugeinsatz (10) und dem Siebkörper (20) gelangen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spinnmaschine nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.

Bevorzugt wird eine Verdichtungseinrichtung im Anschluss an ein Streckwerk beispielsweise in einer Ringspinnmaschine angeordnet, wobei der Siebkörper auf der Ausgangswalze des Streckwerks sitzt. Im Betrieb von Spinnmaschinen nach dem Oberbegriff können sich Probleme durch Schmutzablagerungen zwischen dem Siebkörper und dem Saugeinsatz einstellen, beispielsweise durch Verstopfungen in der Perforation oder durch unzulässigen Verschleiss, wenn durch Schmutzablagerungen die Lage des Saugeinsatzes gegenüber dem Siebkörper verändert wird.

Dementsprechend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Spinnmaschine mit einer Verdichtungseinrichtung so weiterzuentwickeln, dass Schmutzablagerungen von vornherein unterbunden sind.

Diese Aufgabe wird durch eine Spinnmaschine mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der schematischen Figur im einzelnen erläutert.

Ein Siebkörper 20, der auf einer Siebfläche 22 eine Perforation 24 aufweist, ist knapp über einem wenigstens z. T. kreiszylindrischen Saugeinsatz 10 gehalten, in dem sich ein Saugschlitz 12 im Bereich der Perforation 24 befindet. Der Saugschlitz 12 ist durch einen Schlitzrand 13 begrenzt, um welchen herum sich ein Randbereich 14 erstreckt. Bevorzugt ist der Randbereich 14 gegenüber der umliegenden Oberfläche des Saugeinsatzes 10 etwas erhöht, bevorzugt zwischen 2/100 und 1/10 mm, so dass der Randbereich 14 näher an dem Siebkörper 20 angeordnet ist, als die übrigen Bereiche des Saugeinsatzes 10.

Bevorzugt ist der Siebkörper 20 eine rotationssymmetrische, in einem schmalen Bereich perforierte Trommel, welche drehfest mit einer Welle 21 verbunden ist. Der Saugeinsatz 10 wird im Inneren des Siebkörpers 20 durch einen Halter 16 gehalten, welcher Teil einer Absaugeinrichtung sein kann, die an eine Unterdruckquelle angeschlossen ist. Der Saugeinsatz 10 ist wenigstens zum Teil kreiszylindrisch ausgebildet, so dass er mit seiner dem Siebkörper 20 zugewandten Oberfläche nahe an der Innenseite des Siebkörpers 20 liegt. Da der Randbereich 14 gegenüber den übrigen Bereichen des Saugeinsatzes erhöht ist, ist der Abstand zwischen dem Siebkörper 20 und dem Saugeinsatz 10 im Randbereich 14 besonders gering. Es ist vorteilhaft, den Saugeinsatz aus Kunststoff auszuführen, und die Erhöhung im Randbereich 14 so zu wählen, dass der Saugeinsatz 10 nach der Montage im Siebkörper 20 im Randbereich 14 einzulaufen ist. Damit wird erreicht, dass der Spalt zwischen dem Randbereich 14 des Saugeinsatzes 10 und dem Siebkörper 20 äusserst gering ist, so dass sich der Saugeinsatz 10 und der Siebkörper 20, welcher über den Saugeinsatz 10 wegbewegt wird, mehr oder weniger ständig berühren können. Bei einer rotationssymmetrischen Anordnung ist es zweckmässig, den Saugeinsatz 10 mittels Wälzlagern im Siebkörper 20 zu lagern, so dass die relative Lage des Saugeinsatzes zum Siebkörper ständig erhalten bleibt. Die Erhöhung im Randbereich 14 bewirkt, dass Partikel eines Fasermaterials 30, welches über die Siebfläche 22 geführt wird, und durch die Durchbrüche oder Löcher der Perforation in das Innere des Siebkörpers 20 gelangen, nur in den Saugschlitz 12 des Saugeinsatzes 10, nicht aber zwischen den Siebkörper 20 und den Saugeinsatz 10 gelangen können, wo sich sonst Ansammlungen von Fasermaterial bilden könnten oder die Perforation wenigstens teilweise zugelegt werden könnte.

Es ist zweckmässig, die Perforation 24 nicht wesentlich breiter als den Saugschlitz 12 auszuführen. Gemäss der Figur liegt der Schlitzrand 13 im linken unteren Bereich des Saugschlitzes 12 gerade über den äussersten Durchbrüchen der Perforation 14, ebenso im oberen rechten Bereich. Somit liegt der Schlitzrand 13 mindestens teilweise hinter den äussersten Durchbrüchen im Siebkörper 20. Die Perforation 24, insbesondere aus kreisrunden nebeneinanderliegenden Löchern bestehend, ist in Laufrichtung L des Fasermaterials bandförmig am Siebkörper 20 angeordnet. Sie überragt den Saugschlitz in einer Richtung quer zur Laufrichtung L des Fasermaterials 30 nicht oder nur unwesentlich. Der Halter 16 ist bevorzugt rohrförmig ausgebildet. Zwischen dem Saugeinsatz 10, soweit er mit dem Siebkörper 20 zusammenarbeitet, und dem Halter 16 befindet sich ein Bereich 11 mit einer Querschnittsschwächung, so dass sich der Saugeinsatz 10 vom Halter lösen kann, falls sich trotz der erwähnten Massnahmen gegen Schmutzablagerungen dennoch so viel Schmutz ansammeln kann, dass zwischen der bewegten Siebfläche 22 und dem Saugeinsatz 10 eine unzulässig hohe Reibung herrscht. Legende 10 Saugeinsatz

11 Bereich

12 Saugschlitz

13 Schlitzrand

14 Randbereich

16 Halter

20 Siebkörper

21 Welle

22 Siebfläche

24 Perforation

30 Fasermaterial

L Laufrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Spinnmaschine mit einer Verdichtungseinrichtung, mit einem Siebkörper (20) und einem damit zusammenarbeitenden Saugeinsatz (10), wobei Fasermaterial (30) über den Siebkörper (20) im Bereich eines Saugschlitzes (12) des Saugeinsatzes (10) führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Saugeinsatzes (10) wenigstens z. T. kreiszylindrisch ausgbildet ist und in einem Randbereich (14) um den Saugschlitz (12) herum entlang eines Schlitzrandes (13) gegenüber der umliegenden Oberfläche des Saugeinsatzes (10) etwas erhöht ist, bevorzugt zwischen 2/100 und 1/10 mm.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Perforation (24) im Siebkörper (20) aus insbesondere kreisrunden nebeneinanderliegenden Löchern besteht, welche in Laufrichtung L des Fasermaterials (30) bandförmig an dem Siebkörper (20) angeordnet sind, wobei die Perforation (24) im Bereich einer Siebfläche (22) liegt.
  3. 3. Maschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitzrand (13) des Saugschlitzes (12) mindestens teilweise hinter den äussersten Durchbrüchen in dem Siebkörper (20) liegt.
  4. 4. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugeinsatz (10) an einen Halter (16) angeschlossen ist, der rohrförmig ausgebildet ist und mit einer Unterdruckquelle verbunden ist.
  5. 5. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugeinsatz (10) einen Bereich (11) mit einer Querschnittsschwächung aufweist, welcher zwischen dem Saugeinsatz (10) und einem Halter (16) liegt.
  6. 6. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebkörper (20) rotationssymmetrisch ist und mit einer Welle (21) verbunden ist.
  7. 7. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebkörper (20) wenigstens teilweise knapp über dem Saugeinsatz (10), insbesondere über dem Saugschlitz (12) geführt ist.
  8. 8. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Perforation (24) des Siebkörpers in einer Richtung quer zur Laufrichtung L des Fasermaterials (30) den Saugschlitz (12) nicht oder nur unwesentlich überragt.
  9. 9. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich (14) des Saugeinsatzes (10) in Kontakt mit der dem Fasermaterial (30) abgewandten Seite des Siebkörpers (20) oder in geringem Abstand zu diesem liegt.






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