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Dokumentenidentifikation DE19910812A1 14.09.2000
Titel Klappstuhl
Anmelder Brodmerkel, Markus, 64625 Bensheim, DE
Erfinder Brodmerkel, Markus, 64625 Bensheim, DE
DE-Anmeldedatum 11.03.1999
DE-Aktenzeichen 19910812
Offenlegungstag 14.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2000
IPC-Hauptklasse A47C 4/28
Zusammenfassung Klappstuhl mit einem/zwei Vorderbein/en (1), einem Vorderbeinbogen (1.0), einem Sitzplattenträger (4), einer darauf mittig befestigten Sitzplatte (5), einem Rückenlehnenträger (8), einer mittig darauf befestigten Rückenlehne (7), einem/zwei Hinterbein/en (2) und einem Hinterbeinbogen (2.0). Sitzplattenträger (4), Vorderbein/e (1), und Rückenlehnenträger (8) sind über eine erste Gelenkachse (3) schwenkbar miteinander verbunden, so daß Sitzplatte (5) und Rückenlehnen (7), die über zwei, in einem bestimmten Winkel (W) angeordnete, scharnierartige Gelenke (6) und (6'') an der Hinterkante derart schwenkbar miteinander verbunden sind, daß sie sich bei Aufklappen des Stuhles zu einer Sitzschale wölben. Gleichzeitig schwenkt der über die erste Gelenkachse (3) nach hinten herausragende Teil des Sitzplattenträgers (4) nach oben, wodurch er ein zweites Gelenkzapfenpaar (4.2) in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) des/der Hinterbeins/e (2) nach oben bewegt und dadurch das/die durch die zweite Gelenkachse (9) schwenkbar angebundene/n Hinterbein/e (2) nach hinten spreizt. Gleichzeitig gleitet das erste Gelenkzapfenpaar (1.2), das am Ende des/der über die erste Gelenkachse (3) herausragenden Vorderbeins/e (1) befestigt ist in dem ersten Führungsnutenpaar (2.2) nach unten, wodurch sich das/die Vorderbein/e abspreizt/en, so daß der Stuhl standsicher steht.

Beschreibung[de]

Aus federelastischer/reversibel bieg-/wölbbarer Sitz- und Rückenlehnenplatte und einem Klappgestell, bestehend aus Vorderbeinen, Hinterbeinen, Sitzplattenträger, Rückenplattenträger, Gelenken, Gelenkzapfen und Führungsnuten, aufgebauter Klappstuhl, der sehr flach zusammengeklappt werden kann und im aufgeklappten Zustand eine ergonomisch günstig gewölbte Sitz- und Rückenlehnenschale ausbildet.

Der Stand der Klappstuhltechnik basiert auf, aus Gelenk- und/oder Führungsnutmechaniken aufgebauten Klappgestellen, die eine Sitzplatte und Rückenlehne tragen, die entweder aus festen Materialen bestehen oder durch eine im aufgeklappten Zustand gespannte Stoffbespannung gebildet werden. Vorteil der Stoffbespannung ist, daß sie beim Zusammenklappen des Stuhles platzsparend verstaut werden kann.

Das Prinzip Sitzplatte und Rückenlehne aus festen Materialien herzustellen birgt den Nachteil, daß bei einer ergonomisch günstigen Ausformung von Sitzplatte und Rückenlehne, bei der Eigenschaft des Klappstuhles, sich möglichst flach zusammenlegen zu lassen, Kompromisse eingegangen werden müssen. Wurde beim Entwurf/Konstruktion auf möglichst kompakte Zusammenlegbarkeit des Stuhles Wert gelegt, leidet meist die Ergonomie und der Sitzkomfort des Stuhles darunter. Leicht im Vorteil sind hierbei Klappstuhlprinzipien, die mit einer Stoffbespannung von Sitz- und Rückenlehne arbeiten, da sie sich meist sehr kompakt zusammenlegen lassen und im aufgeklappten Zustand durch die Nachgiebigkeit/Elastizität des Stoffes sich dem Benutzer anpassen, wodurch der Sitzkomfort erhöht wird.

Nachteilig bei stoffbespannten Klappstühlen ist allerdings das im Laufe der Zeit erfolgende erschlaffen der Stoffbespannung, wodurch sich auch hier die Ergonomie des Stuhles verschlechtert.

Der Stand der Technik weist folgende Nachteile auf:

  • - schlechter Sitzkomfort bei kompakt zusammenlegbaren Klappstühlen
  • - größerer Platzbedarf im zusammengelegten Zustand bei Klappstühlen mit ergonomisch günstig ausgeformter Sitz- und Rückenlehnenfläche.

Die Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung ergibt sich aus der Aufhebung der vorgenannten Nachteile des Standes der Technik.

  • - Es soll ein Klappstuhl geschaffen werden, dessen Funktionsweise es ermöglicht, im aufgeklappten Zustand eine ergonomisch günstig geformte Sitz- und Rückenlehne zu bilden, die sich mit dem Gestell kompakt und platzsparend zusammenklappen lassen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Sitzplatte und Rückenlehne aus federelastischem Material bestehen,

daß Sitzplatte und Rückenlehne an der Hinterkante über zwei scharnierartige Gelenke, die in einem bestimmten Winkel zueinander angeordnet sind und Sitzplatte und Rückenlehne in einem gewissen Maße (Öffnen zur Sitzschale) gelenkig miteinander verbinden,

daß die Sitzplatte von einem Sitzplattenträger getragen wird, der über eine Gelenkachse schwenkbar mit einem Rückenlehnenträger, der die Rückenlehne trägt, verbunden ist,

daß eine durch Gelenk- und Führungsnuten gebildete Mechanik beim Aufklappen des Stuhles Vorder- und Hinterbeine derart spreizt, daß der Stuhl standsicher steht.

Weitere Details und alternative Lösungen sind aus der Beschreibung und den Patentansprüchen ersichtlich.

Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Klappstuhles im aufgeklappten Zustand mit Vorderbeinen, Hinterbeinen, Sitzplattenträger, Gelenken, Gelenkzapfen, Sitzplatte (gewölbt), Rückenplattenträger, Rückenlehne (gewölbt),

Fig. 2 eine schematische Seitenansicht gemäß Fig. 1, wobei der Stuhl in halb zusammengeklappter Position dargestellt ist und die Wölbung von Sitzplatte und Rückenlehne durch den Öffnungswinkel bedingt verringert ist,

Fig. 3 eine schematische Seitenansicht gemäß Fig. 1, wobei der Klappstuhl in vollständig zusammengeklappten Zustand abgebildet ist und Sitzplatte und Rückenlehne plan aneinander liegen,

Fig. 4 eine schematische Frontansicht des Klappstuhles im aufgeklappten Zustand mit gewölbter Sitzplatte und Rückenlehne und der für die Vergrößerung der Standfläche notwendigen Vorderbein- und Hinterbeinbögen

Fig. 5 eine schematische Detailansicht von der Seite, die insbesondere die in den Führungsnutenpaaren des Hinterbeines geführten Gelenkzapfenpaare und die zur Arretierung des zweiten Gelenkzapfenpaares am oberen Ende des unteren Führungsnutenpaares benötigte in/an dem Führungsnutenpaar entsprechend geformte und angebrachte Federpaar zeigt, in das die Gelenkzapfenpaare einrasten,

Fig. 6 eine schematische Detailansicht gemäß Fig. 5, wobei die Arretierung des zweiten Gelenkzapfenpaares durch einen schwenkbaren Federhaken erfolgt, die durch drücken des Druckknopfes wieder aufgehoben werden kann,

Fig. 7 eine schematische Detailansicht gemäß Fig. 5, wobei die Gelenkzapfenpaare drehbare Rollen/Räder/Walzen tragen, die in den Führungsnutenpaaren laufen und den Reibungswiderstand verringern,

Fig. 8 eine schematische Detailansicht gemäß Fig. 5, wobei die Gelenkzapfenpaare schwenkbar mit, gegen herausziehen gesicherten, Gleitschlittenpaaren verbunden sind, die in den Führungsnuten geführt werden und die Anlagefläche in den Führungsnuten vergrößern,

Fig. 9 eine schematische Detailansicht gemäß Fig. 5, wobei die Gelenkzapfenpaare schwenkbar mit, gegen herausziehen gesicherten, Rollschlittenpaaren verbunden sind, die in den Führungsnuten geführt werden,

Fig. 10 eine schematische Detailansicht gemäß Fig. 5, wobei die Gelenkzapfenpaare schwenkbar mit Gleithülsen/paaren verbunden sind, die in ihrem Profil derart geformt sind, daß sie das Hinterbeinprofil teilweise und/oder ganz umgreifen und so eine Führung entlang des/der Hinterbein/e ermöglichen, zudem ist ein Anschlag notwendig, der der ersten Gleithülse als unterer und der zweiten Gleithülse als oberer Anschlag dient, wobei die zweite Gleithülse in ihrer obersten Position an dem Federstift einrastet und durch hereindrücken des Federstiftes wieder gelöst werden kann.

Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Klappstuhles, bestehend aus Vorderbeinen (1), die über eine erste Gelenkachse (3) schwenkbar mit einem Sitzplattenträger (4) verbunden ist/sind. Am unteren Ende des/der Vorderbeine (1) befindet sich ein Vorderbeinbogen (1.0) der die Standfläche verbreitert. Das/die Vorderbein/e (1) ragt/ragen um etwa 1/5 ihrer Gesamtlänge über die erste Gelenkachse (3) nach hinten heraus und weisen an ihrem hinteren Ende ein erstes Verbindungsstück-Paar (1.1) auf, an denen ein erstes Gelenkzapfenpaar (1.1) angebracht ist. Das erste Verbindungsstück-paar (1.1) ist so befestigt und geformt, daß das erste Gelenkzapfenpaar (1.1) seitlich des/der Vorderbeins/e (1) so angebracht ist, daß das/die Vorderbein/e (1) und das/die Hinterbeine (2) im zusammengeklappten Zustand parallel nebeneinander liegen können. Der Sitzplattenträger (4) ragt ebenfalls nach hinten über die erste Gelenkachse (3) heraus und hat an seinem hinteren Ende ein zweites Verbindungsstück-paar (4.1), an denen ein zweites Gelenkzapfenpaar (4.2) derart angebracht ist, daß der Sitzplattenträger (4) im zusammengeklappten Zustand parallel zu dem/den Vorderbeinen (1) liegen kann. An der ersten Gelenkachse (3) ist ebenfalls schwenkbar ein Rückenlehnenträger (8) angebunden, der eine Rückenlehne (7) (gewölbt) trägt. Die Rückenlehne (7) ist an ihrer Unterkante über zwei scharnierartige Gelenke (6) und (6"), die in einem bestimmten Winkel (W) zueinander angeordnet sind, mit einer Sitzplatte (5) (gewölbt) in einem gewissen Maß (Öffnung zur Sitzschale) schwenkbar verbunden. Die Sitzplatte (5) wird von dem bereits beschriebenen Sitzplattenträger (4) getragen. Aufgrund dessen, daß Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) aus federelastischem/reversibel bieg-/wölbbarem Material bestehen und über die, in einem bestimmten Winkel (W) zueinander angeordneten, zwei scharnierartigen Gelenke (6) und (6")schwenkbar verbunden sind, bewirkt, daß sich beim Aufklappen des Stuhles Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) derart wölben, daß Sie eine bequeme Schalenform ausbilden. An dem Rückenlehnenträger (8) ist im unteren Bereich über eine zweite Gelenkachse (9) schwenkbar ein/zwei Hinterbeine (2) angebracht, das/die im oberen Bereich seitlich ein erstes Führungsnutenpaar (2.2) aufweist/en, in der das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) des/der Vorderbeins/e (1) geführt wird. Etwas darunter weist das/die Hinterbeine (2) ebenfalls seitlich ein zweites Führungsnutenpaar (2.1) auf, in der das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) geführt wird. Das untere Ende des ersten Führungsnutenpaares (2.2) dient als Anschlag für das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) und das obere Ende des zweiten Führungsnutenpaares (2.1) dient als Anschlag für das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2), so daß Sitzplattenträger (4) und Vorderbeine (1) in aufgeklappter Position arretiert sind und für eine gute Standfestigkeit des Stuhles sorgen. Die Standfestigkeit wird zusätzlich durch eine am unteren Ende des/der Hinterbeine (2) befindlichen Hinterbeinbogen (2.0) erhöht, der die Standfläche verbreitert.

Der beschriebene konstruktive Aufbau des Stuhles ermöglicht es, den Stuhl platzsparend zusammenzuklappen, indem man ihn mit der einen Hand an dem an der Sitzvorderkante befindlichen ersten Griff (10) und mit der anderen Hand an dem an der Rückenlehnenoberkante befindlichen zweiten Griff (11) anfaßt und Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) um die erste Gelenkachse (3) schwenkbar zusammenklappt. Hierbei bewegt sich der über die erste Gelenkachse (3) nach hinten herausragende Teil des Sitzplattenträgers (4) nach unten. Dadurch gleitet das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) in dem/den Hinterbeinen (2) nach unten und zieht das/die Hinterbeine (2) an das/die Vorderbeine (1) heran. Gleichzeitig gleitet das erste Gelenkzapfenpaar (1.2), das über das erste Verbindungsstückpaar (1.1) mit dem/den Vorderbeinen (1) verbunden ist, in dem ersten Führungsnutenpaar (2.2) des/der Hinterbeins/e (2) nach oben, wodurch das/die Vorderbeine (1) über die erste Gelenkachse (3) beweglich nach hinten geschwenkt wird/werden. Beim Zusammenklappen von Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7), die aus federelastischem Material bestehen, verflacht sich die Wölbung von Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) immer weiter, bis Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) im vollständig zusammengeklappten Zustand plan aufeinanderliegen. Auch Vorderbeine (1) und Hinterbeine (2) liegen im zusammengeklappten Zustand eng, parallel nebeneinander, so daß der Stuhl sehr flach ist.

Um der durch die Wölbung von Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) wirkenden Federkraft, die das Bestreben hat, den Stuhl (zumindest teilweise) wieder zusammenzuklappen, entgegenzuwirken, rastet das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) am oberen Ende des zweiten Führungsnutenpaares (2.1) in eine entsprechend geformte Feder (2.3) ein, die beim Vorbeigleiten des zweiten Gelenkzapfenpaares (4.2) kurz zurückfedert und aufgrund ihrer Formgebung das Zurückgleiten des zweiten Gelenkzapfenpaares (4.2) derart verhindert, daß diese Blockade nur durch ausüben eines größeren Druckes beim Zusammenklappen des Stuhles überwunden werden kann. (siehe Fig. 5) Die Arretierung des zweiten Gelenkzapfenpaares (4.2) kann alternativ auch über einen Federhaken (2.6) erfolgen, der über einen Druckknopf (2.7) über eine Federachse (2.8) schwenkbar entriegelt wird. (siehe Fig. 6)

Alternativ dazu können die ersten und zweiten Gelenkzapfenpaare (1.2) und (4.2) auch die Achsen von ersten und zweiten Rollenpaaren (1.3) und (4.3) bilden, die in den ersten und zweiten Führungsnutenpaaren (2.2) und (2.1) rollend geführt werden. (siehe Fig. 7)

Als weitere Möglichkeit kann das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) schwenkbar mit einem ersten Gleitschlittenpaar (1.4) verbunden sein, das gegen herausziehen gesichert, in dem ersten Führungsnutenpaar (2.2) geführt wird, und durch eine größere Anlagefläche an der Wandung des ersten Führungsnutenpaares (2.2) ein leichteres Entlanggleiten ermöglicht. Dem entsprechend ist auch das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) schwenkbar mit einem zweiten Gleitschlittenpaar (4.4) verbunden, das gegen herausziehen gesichert, in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) geführt wird. (siehe Fig. 8)

Eine Weiterentwicklung der vorangenannten Alternative ist es, daß das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) schwenkbar mit einem, gegen herausziehen gesicherten, ersten Rollschlittenpaar (1.5) verbunden ist, das auf Rollen gelagert in dem ersten Führungsnutenpaar (2.2) geführt wird, ebenso, wie das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) schwenkbar mit einem zweiten Rollschlittenpaar (4.5) verbunden ist, das in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) geführt wird. Durch die Rollen wird der Führungswiderstand in dem ersten und zweiten Führungsnutenpaar (2.2) und (2.1) verringert. (siehe Fig. 9)

Eine weitere alternative Lösungsmöglichkeit ist es, daß das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) schwenkbar mit einem das Profil des/der Hinterbeins/e (2) teilweise oder ganz umfassenden und gegen herausziehen gesicherten ersten Führungshülsen (1.6) verbunden ist/sind und daß das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) schwenkbar mit einer das Profil des/der Hinterbeins/e (2) teilweise oder ganz umfassenden, gegen herausziehen gesicherten, zweiten Gleithülsen (4.6) verbunden ist/sind, so daß das Führen des ersten und zweiten Gelenkzapfenpaares (1.2) und (4.2) an dem/den Hinterbeinen (2) ohne Führungsnuten gewährleistet wird. Hierzu ist ein Anschlag (2.4) an dem/den Hinterbeinen (2) befestigt, der der/den ersten Gleithülse/n (1.6) als unterer Anschlag und der/den zweiten Gleithülse/n (4.6) als oberer Anschlag dient. Um der bereits beschriebenen Tendenz des Stuhles im aufgeklappten Zustand durch die Federelastizität von Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) sich wieder zusammenzuklappen entgegenzuwirken, rastet die zweite Gleithülse (4.6) am oberen Anschlag (2.4) in einen Federstift (2.5) ein, indem dieser beim nach oben gleiten der zweiten Gleithülse (4.6) durch seinen schrägen Kopf nach innen gedrückt wird und sobald die zweite Gleithülse (4.6) mit ihrer für den Federstift (2.5) vorgesehenen Aussparung (4.7) dessen Höhe erreicht, federt der Federstift (2.5) bis zu seiner Normalstellung heraus und blockiert so mit der Ausformung seines Kopfes das nach unten gleiten der zweiten Gleithülse (4.6). Diese Blockade kann nur durch hereindrücken des Federstiftes (2.5) gelöst werden, so daß der Stuhl wieder zusammenklappbar ist. (siehe Fig. 10)

Bezugszeichenliste Klappstuhl 1 Vorderbein/e

1.0 Vorderbeinbogen

1.1 erstes Verbindungsstück-paar

1.2 erstes Gelenkzapfenpaar

1.3 erstes Rollenpaar

1.4 erstes Gleitschlittenpaar

1.5 erstes Rollschlittenpaar

1.6 erste Gleithülse/n

2 Hinterbein/e

2.0 Hinterbeinbogen

2.1 zweites Führungsnutenpaar

2.2 erstes Führungsnutenpaar

2.3 Federpaar

2.4 Anschlag

2.5 Federstift

2.6 Federhaken

2.7 Druckknopf

2.8 Federachse

3 erste Gelenkachse

4 Sitzplattenträger

4.1 zweites Verbindungsstück-paar

4.2 zweites Gelenkzapfenpaar

4.3 zweites Rollenpaar

4.4 zweites Gleitschlittenpaar

4.5 zweites Rollschlittenpaar

4.6 zweite Gleithülse/n

4.7 Aussparung

5 Sitzplatte

6 scharnierartiges Gelenk (links)

6'' scharnierartiges Gelenk (rechts)

7 Rückenlehne

8 Rückenlehnenträger

9 zweite Gelenkachse

10 erster Griff

11 zweiter Griff

W Winkel


Anspruch[de]
  1. 1. Aus Sitzplatte, Rückenlehne, Vorderbeinen und Hinterbeinen bestehender Klappstuhl, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Sitzplatte (5) aus federelastischem/reversibel bieg-/wölbbarem Material besteht,

    daß die Rückenlehne (7) aus federelastischem/reversibel bieg-/wölbbarem Material besteht,

    daß die Rückenlehne (7) an ihrer Unterkante in einem bestimmten Winkel (W) über zwei scharnierartige Gelenke (6) und (6") mit der Hinterkante der Sitzplatte (5) derart schwenkbar verbunden ist, daß sich Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) beim Aufklappen zu einem schalenförmigen Sitz wölben,

    daß die Sitzplatte (5) mittig auf einem Sitzplattenträger (4) befestigt ist, der über eine erste Gelenkachse (3) schwenkbar mit einem Rückenlehnenträger (8) verbunden ist, an dem mittig die Rückenlehne (7) angebracht ist,

    daß das/die Hinterbeine (2) über eine zweite Gelenkachse (9) schwenkbar mit dem Rückenlehnenträger (8) verbunden ist/sind,

    daß das/die Hinterbeine (2) seitlich ein erstes Führungsnutenpaar (2.2) aufweist/aufweisen, in der das erste Gelenkzapfenpaar (1.2), das über das erste Verbindungsstück-paar (1.1) mit dem/den Vorderbeinen (1) fest verbunden ist/sind, gegen herausziehen gesichert, geführt wird,

    daß das/die Vorderbeine (1) über eine erste Gelenkachse (3) schwenkbar mit dem Sitzplattenträger (4) verbunden ist/sind,

    daß das/die Hinterbeine (2) seitlich ein zweites Führungsnutenpaar (2.1) aufweist/aufweisen, in der das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2), das über das zweite Verbindungsstück-paar (4.1) mit dem Sitzplattenträger (4) fest verbunden ist, gegen herausziehen gesichert, geführt wird.
  2. 2. Klappstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar unter dem oberen Anschlag des zweiten Führungsnutenpaares (2.1) in/an dem zweiten Führungsnutenpaar (2.2) ein entsprechend geformtes Federpaar (2.3) sitzt, in das das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) in oberster Position einrastet und damit verhindert wird, daß das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) wieder nach unten gleiten kann, so daß der Klappstuhl in vollständig aufgeklappter Position arretiert wird, wobei die Arretierung durch einen verstärkten Druck beim zusammenklappen überwunden werden kann.
  3. 3. Klappstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich unmittelbar unter dem oberen Anschlag des zweiten Führungsnutenpaares (2.1) in/an dem zweiten Führungsnutenpaar (2.2) ein, um eine Federachse (2.8) schwenkbarer Federhaken (2.6) befindet, in den das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) in oberster Position einrastet und damit verhindert wird, daß das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) wieder nach unten gleiten kann, wobei die Lösung der Arretierung dadurch erfolgt, daß der Druckknopf (2.7) gedrückt wird, wodurch der Federhaken (2.6) beiseite schwenkt und so das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) wieder in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) nach unten gleiten kann.
  4. 4. Klappstuhl nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet,

    daß das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) mit einem auf ihm drehbaren ersten Rollenpaar (1.3) verbunden ist, das gegen herausziehen gesichert in dem ersten Führungsnutenpaar (2.1) geführt wird,

    daß das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) mit einem auf ihm drehbaren zweiten Rollenpaar (4.3) in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) geführt wird.
  5. 5. Klappstuhl nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet,

    daß das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) mit einem ersten Gleitschlittenpaar (1.4) schwenkbar verbunden ist, das, gegen herausziehen gesichert, in der ersten Führungsnut (2.2) geführt wird,

    daß das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) mit einem zweiten Gleitschlittenpaar (4.4) schwenkbar verbunden ist, das, gegen herausziehen gesichert, in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) geführt wird.
  6. 6. Klappstuhl nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet,

    daß das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) mit einem ersten Rollschlittenpaar (1.5) schwenkbar verbunden ist, das, gegen herausziehen gesichert, in dem ersten Führungsnutenpaar (2.2) geführt wird,

    daß das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) mit einem zweiten Rollschlittenpaar (4.5) schwenkbar verbünden ist, das, gegen herausziehen gesichert, in dem zweiten Führungsnutenpaar (2.1) geführt wird.
  7. 7. Klappstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß das erste Gelenkzapfenpaar (1.2) mit einer/zwei ersten Gleithülsen (1.6) schwenkbar verbunden ist/sind, die in ihrem Profil derart ausgebildet ist/sind, daß sie teilweise und/oder vollständig das/die Hinterbeine (2) umfaßt/umfassen, so daß sie längs des/der Hinterbeins/e (2), gegen herausrutschen gesichert, entlanggleiten kann/können und so die Führung des ersten Gelenkzapfenpaares (1.2) ermöglicht/ermöglichen,

    daß das zweite Gelenkzapfenpaar (4.2) mit einer/zwei zweiten Gleithülsen (4.6) verbunden ist/sind, die in ihrem Profil derart ausgebildet ist/sind, daß sie teilweise und/oder vollständig das/die Hinterbeine (2) umfaßt/umfassen, so daß sie längs des/der Hinterbeins/e (2), gegen herausrutschen gesichert, entlanggleiten kann/können und so die Führung des zweiten Gelenkzapfenpaares (4.2) ermöglicht/ermöglichen,

    daß durch einen Anschlag (2.4), der an dem/den Hinterbeinen (2) befestigt ist und der/den ersten Gleithülsen (1.6) als unterer und der/den zweiten Gleithülsen (4.6) als oberer Anschlag dient und somit das stabile Aufstellen des Stuhles gewährleistet.
  8. 8. Klappstuhl nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet,

    daß die zweiten Gleithülsen (4.6) mit einer Aussparung (4.7), im vollständig aufgeklappten Zustand des Stuhles und oberster Position der zweiten Gleithülsen (4.6), in einen Federstift (2.5) einrastet, der verhindert, daß die zweiten Gleithülsen (4.6) wieder nach unten gleiten kann/können, wodurch die Tendenz des Stuhles sich durch die Federspannung der gewölbten Sitzplatte (5) und Rückenlehne (7) wieder zusammenzuklappen unterbunden wird,

    daß die Blockade durch den Federstift (2.5), durch hereindrücken des Federstiftes (2.5), wieder aufgehoben werden kann.
  9. 9. Klappstuhl nach Anspruch 1-8, dadurch gekennzeichnet,

    daß das/die Vorderbeine (1) am unteren Ende einen Vorderbeinbogen (1.0) aufweisen, der die Standfläche verbreitert,

    daß das/die Hinterbeine (2) an unteren Ende einen Hinterbeinbogen (2.0) aufweisen, der die Standfläche verbreitert.
  10. 10. Klappstuhl nach Anspruch 1-9, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Sitzplatte (5) an ihrer Vorderkante einen ersten Griff (10) aufweist, um den Stuhl beim zusammenklappen besser anfassen zu können,

    daß die Rückenlehne (7) an ihrer Oberkante einen zweiten Griff (11) aufweist, um den Stuhl beim zusammenklappen besser anfassen zu können.






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