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Dokumentenidentifikation DE69608555T2 14.09.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0820228
Titel VERFAHREN ZUM ANLOCKEN UND BEKÄMPFEN VON INSEKTEN
Anmelder Aventis Cropscience S.A., Lyon, FR
Erfinder DAVIDSON, Charles, Thomas, Durham, US;
WERNER, M., Georgina, Raleigh, US
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69608555
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.03.1996
EP-Aktenzeichen 969091305
WO-Anmeldetag 27.03.1996
PCT-Aktenzeichen EP9601334
WO-Veröffentlichungsnummer 9632014
WO-Veröffentlichungsdatum 17.10.1996
EP-Offenlegungsdatum 28.01.1998
EP date of grant 24.05.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2000
IPC-Hauptklasse A01N 47/02
IPC-Nebenklasse A01N 43/56   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Verfahren zum Anlocken und Bekämpfen von Insekten an Örtlichkeiten, an denen Kulturpflanzen, insbesondere Plantagen-Kulturpflanzen, wachsen, oder an Örtlichkeiten, an denen das Vorkommen von Insekten aus Gründen der Volksgesundheit unerwünscht ist.

Es sind viele insektizid wirksame Verbindungen bekannt, beispielsweise die in den internationalen Patentveröffentlichungen mit den Nrn. WO 87/03781, WO 93/06089 und WO 94/21606 und in den europäischen Patentveröffentlichungen 0 295 117, 0 500 209, 0 403 300, 0 385 809 und 0 679 650, der deutschen Patentveröffentlichung 19511269 und den US-Patenten 5 232 940 und 5 236 938 beschriebenen insektiziden Pyrazole.

Insbesondere werden in den europäischen Patentveröffentlichungen 0 295 117 und 0 500 209 N-Phenylpyrazole, wie die in der Erfindung verwendeten, offenbart, die sich zur Bekämpfung von Insektenschädlingen eignen.

Ein besonderes Problem, das bei der Bekämpfung von lästigen Insekten, insbesondere Insekten, die in privaten oder öffentlichen Häusern oder Gebäuden leben, auftritt, ist die Schwierigkeit, sämtliche Insekten zu erfassen und zu behandeln, und ein Verfahren zur Beseitigung der Insektenpopulation, insbesondere solcher Insekten, die durch die Behandlung nicht erfasst werden können oder aus irgendwelchen Gründen unbehandelt geblieben sind, ist sehr erwünscht.

Ein weiteres Problem bei der Beseitigung oder Verringerung einer Population lästiger Insekten besteht darin, daß die Insekten häufig das Vorhandensein von insektiziden Wirkstoffen spüren, so daß diese Wirkstoffe als Abschreckmittel oder Antifraßmittel für die Insekten wirken.

Bis heute besteht ein übliches Verfahren zur Bekämpfung einer großen Population von Insekten, insbesondere solchen, die von der direkten Behandlung nicht erfasst werden, in der Durchführung eines Programms, das aus Mehrfachbehandlungen oder der Mehrfachauslegung von Ködern, die insektizide Wirkstoffe enthalten, oder der Kombination von Lockstoffen mit insektiziden Wirkstoffen besteht.

Eine Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines vereinfachten und wirksamen Verfahrens zur Kontrolle oder Bekämpfung von Insekten.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines vereinfachten und wirksamen Verfahrens zur Kontrolle oder Bekämpfung von Insekten, bei dem den Insekten ein anlockender Wirkstoff, d. h. ein Lockstoff, angeboten wird.

Ein besonders vorteilhaftes Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines vereinfachten und wirksamen Verfahrens zur Kontrolle oder Bekämpfung von Insekten, bei dem den Insekten ein Lockstoff angeboten wird, der gleichzeitig insektizid wirksam ist.

Die Erfindung gibt somit die neue Verwendung einer Verbindung mit der folgenden Formel als Lockstoff für Insekten an:

in der:

R&sub1; CN oder Methyl ist,

R&sub2; -S(O)nR&sub3; ist,

R&sub3; Alkyl oder Halogenalkyl ist,

R&sub4; unter einem Wasserstoffatom, einem Halogenatom und einem Rest, bei dem es sich um -NR&sub5;R&sub6;, -S(O)mR&sub7;, Alkyl, Halogenalkyl, -OR&sub8; oder -N=C(R&sub9;)(R&sub1;&sub0;) handeln kann, ausgewählt ist,

R&sub5; und R&sub6; unabhängig voneinander unter einem Wasserstoffatom, Alkyl, Halogenalkyl, -C(O)Alkyl, -S(O)rCF&sub3; ausgewählt sind, oder R&sub5; und R&sub6; zusammen einen zweiwertigen Rest bilden, der durch ein oder mehrere Heteroatome unterbrochen sein kann,

R&sub7; unter Alkyl oder Halogenalkyl ausgewählt ist,

R&sub8; unter Alkyl, Halogenalkyl oder dem Wasserstoffatom ausgewählt ist,

R&sub9; unter dem Wasserstoffatom und Alkyl ausgewählt ist,

R&sub1;&sub0; unter Phenyl oder Heteroaryl, das gegebenenfalls mit einem oder mehreren Hydroxy, einem Halogenatom, -O-Alkyl, -S-Alkyl, Cyano oder Alkyl oder Kombinationen daraus substituiert ist, ausgewählt ist,

R&sub1;&sub1; und R&sub1;&sub2; unabhängig voneinander unter einem Halogenatom oder dem Wasserstoffatom ausgewählt sind,

R&sub1;&sub3; unter einem Halogenatom, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, S(O)qCF&sub3;, -SF&sub5; ausgewählt ist,

m, n, q, r unabhängig voneinander unter 0, 1 und 2 ausgewählt sind,

X unter dem Element Stickstoff und dem Rest C-R&sub1;&sub2; ausgewählt ist, mit der Maßgabe, daß dann, wenn R&sub1; Methyl ist, R&sub3; Halogenalkyl, R&sub4; NH&sub2;, R&sub1;&sub1; Cl, R&sub1;&sub3; CF&sub3; und X N ist.

Eine bevorzugte Gruppe von Verbindungen der Formel I sind solche, bei denen:

R&sub1; CN und/oder

R&sub3; Halogenalkyl und/oder

R&sub4; NH&sub2; ist und/oder

R&sub1;&sub1; und R&sub1;&sub2; unabhängig unter Halogen ausgewählt sind und/oder

R&sub1;&sub3; Halogenalkyl ist.

Besonders bevorzugt zur Verwendung nach der Erfindung ist das Insektizid 5-Amino-3-cyano-1-(2,6-dichlor-4-trifluormethyl)phenyl-4-trifluormethylsulfinylpyrazol. Diese Verbindung wird nachstehend mit Verbindung (A) bezeichnet.

In der obigen Beschreibung kann Alkyl eine verzweigte oder lineare Kette mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten. Halogen kann Fluor, Chlor, Brom oder Iod sein, vorzugsweise Fluor oder Chlor.

Die Herstellung von Verbindungen der Formel (I), die hier verwendet werden, kann nach einem beliebigen Verfahren erfolgen, das in den oben zitierten Patentschriften beschrieben wird, oder nach einem anderen Verfahren, das dem Fachmann auf dem Gebiet der chemischen Synthese geläufig ist.

Nach einem Aspekt stellt die Erfindung somit ein Verfahren zum Anlocken von Insekten zur Verfügung, wobei bei dem Verfahren den Insekten zur Aufnahme eine Verbindung der oben definierten Formel (I) in einer zum Anlocken wirksamen Menge angeboten wird.

Nach einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zum Anlocken und Abtöten von Insekten zur Verfügung, wobei bei dem Verfahren den Insekten zur Aufnahme eine Verbindung der oben definierten Formel (I) in einer sowohl als Lockstoff als auch als Insektizid wirksamen Menge angeboten wird.

Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Bekämpfung einer Insektenpopulation bereitgestellt, und zwar insbesondere von Insekten, die sich in öffentlichen oder privaten Unterbringungen oder Gebäuden oder Haushalten oder Häusern bewegen oder dort herumlaufen, d. h. Insekten, die in Gebäude eindringen oder diese bewohnen, bei dem eine als Lockstoff und Insektizid wirksame Menge einer Verbindung der oben definierten Formel (I) den zu bekämpfenden Insekten als Nahrung unter alternativer Nahrung oder Nahrungsmitteln, die sich in der Nähe befinden können, angeboten oder präsentiert wird.

Das Verfahren der Erfindung ist besonders vorteilhaft, weil es mehr Möglichkeiten und viel mehr Freiheiten bei der Auslegung des insektiziden Wirkstoffs bietet. Aufgrund der anlockenden Eigenschaften kann sich der insektizide Wirkstoff an einem beliebigen Platz befinden und nicht nur an dem speziellen betreffenden Platz, auf dem sich die Insekten bewegen oder ernähren.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur Bekämpfung einer Insektenpopulation an einer Örtlichkeit bereitgestellt, die sich in einem oder in der Nähe eines Bereichs befindet, in dem Nahrung aufbewahrt, zubereitet, angeboten oder verzehrt wird, wobei bei dem Verfahren den Insekten als alternative Nahrungsquelle eine Verbindung der oben definierten Formel (I) in einer sowohl als Lockstoff und als auch als Insektizid wirksamen Menge angeboten wird. Somit wird eine als Lockstoff und Insektizid wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) den Insekten vorzugsweise in einem oder in der Nähe eines Bereichs angeboten, in dem sich als praktische Folge des normalen Gebrauchs des Gebäudes oder der Unterbringung andere Nahrung befindet.

Der Wirkstoff der Formel (I) wird erfindungsgemäß vorzugsweise in Form eines Köders, bei dem es sich um einen festen, flüssigen oder gelförmigen Köder handeln kann, verwendet. Die Herstellung eines Köders ist dem Fachmann geläufig. Köder sind bereits in den oben geschriebenen Patentschriften beschrieben worden. Es ist nicht erforderlich, daß ein Lockstoff dem Wirkstoff der Formel (I) und dem Träger oder Verdünnungsmittel zur Herstellung des Köders zugefügt wird, da die Verbindung der Formel (I) sowohl als Lockstoff als auch als Insektizid wirkt.

Das Verfahren der Erfindung ist besonders als Verfahren zur Bekämpfung von Insektenpopulationen, wie Schaben, Ameisen oder dergleichen, insbesondere solchen, die zu den Familien Blatidae oder Formacidae gehören, geeignet. Die Behandlung von Schaben in einem Bereich, in dem deren Auftreten schädlich für die Volksgesundheit sein kann, d. h. in Häusern oder Gebäuden, ist ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung, und zwar insbesondere die Bekämpfung der sogenannten amerikanischen Schabe (Periplaneta americana), aber auch anderer Schaben, wie der deutschen Schabe (Blatella germanica).

Die Lockstoffzusammensetzungen oder Köder, die bei der Ausführung der Erfindung verwendbar sind, können den Insekten in verschiedenen Mengen angeboten oder präsentiert werden. Gewöhnlich ist es jedoch vorteilhaft, diese Lockstoffzusammensetzungen oder Köder, welche die Verbindung der Formel (I) enthalten, in einer geeigneten Form und in einer Menge von etwa 0,00001 g bis etwa 20 g Wirkstoff der Formel (I) auf 100 m², vorzugsweise etwa 0,001 g bis etwa 1 g auf 100 m², anzubieten.

Die Lockstoffzusammensetzungen, die in der Erfindung verwendet werden können, enthalten im allgemeinen etwa 0,0001 bis etwa 15% G/G Wirkstoff der Formel (I), vorzugsweise etwa 0,01 bis etwa 6% G/G. Diese Zusammensetzungen können in Form eines Feststoffs, z. B. als Stäube oder Granalien oder benetzbare Pulver, oder in Form einer Flüssigkeit, beispielsweise eines emulgierbaren Konzentrats oder einer richtigen Lösung, vorliegen.

Die Lockstoffzusammensetzungen können ferner ein beliebiges verträgliches oberflächenaktives Mittel und/oder Träger enthalten, und zwar vorzugsweise einen solchen, der unter Wirkstoffen ausgewählt ist, die von Insekten gefressen werden. Der Träger selber kann fest oder flüssig sein.

Die Verbindungen der Formel (I) können nacheinander oder im Gemisch angewendet werden, und zwar insbesondere in Form von Gemischen mit einem weiteren Pestizid, beispielsweise einem Insektizid, Akarizid oder Fungizid.

Die Lockstoffzusammensetzungen können durch einfaches Vermischen der Inhaltsstoffe hergestellt werden.

Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele veranschaulicht, die aber die Erfindung nicht beschränken oder einschränken sollen.

BEISPIELE

In einem großen Kreis, der sich in einer 1 m² großen Begrenzung befand, wurden verschiedene Nahrungsmittel und zwei Köder der Verbindung (A) entlang eines Kreisrandes mit einem Durchmesser von 75 cm verteilt. An sich diametral gegenüberliegenden Punkten des Kreises wurden gleiche Köderstücke angeordnet.

Dann wurden ausgewachsene Schaben (25 Männchen und 25 Weibchen) freigesetzt und sich 24 Stunden vor dem Beginn des Versuches verbergen gelassen. Sämtliche Versuche wurden in der Nacht unter Infrarotbeleuchtung durchgeführt. Mit jeder Art wurden drei Wiederholungen durchgeführt. Die Beobachtungen begannen 1 Stunde nach dem Abschalten der Beleuchtung in dem Labor. Die Anzahl an nach Futter suchenden Schaben an jedem Ort wurde in Intervallen von 10 Minuten über einen Zeitraums von 120 Minuten aufgezeichnet.

Beispiel 1

Als Insektizid wurde nur Verbindung (A) verwendet.

Bei den alternativen Nahrungsmitteln handelte es sich um: 2 Stücke Nagetierfutter, 2 Stücke Nagetiergelee und 2 Gefäße mit Wasser.

Die Anzahl der nach Nahrung suchenden deutschen Schaben, wobei die Nahrungssuche bis zu 3 Stunden dauerte, wurde bestimmt und kumulativ addiert.

62 Schaben liefen zur Verbindung (A), 43 zum Futter, 25 zum Gelee und 22 zum Wasser.

Beispiel 2

Nur Verbindung (A) wurde als Insektizid verwendet.

Bei den alternativen Nahrungsmitteln handelte es sich um: 2 Stücke Nagetierfutter, 2 Gefäße mit Öl und 2 Gefäße mit Wasser.

Die Anzahl der nach Nahrung suchenden deutschen Schaben, wobei die Nahrungssuche bis zu 3 Stunden dauerte, wurde bestimmt und kumulativ addiert.

68 Schaben liefen zur Verbindung (A), 25 zum Futter, 23 zum Öl und 14 zum Wasser.

Beispiel 3

Ein insektizider Köder enthielt Verbindung (A) und einer Hydramethylnon.

Bei den alternativen Nahrungsmitteln handelte es sich um: 2 Stücke Nagetierfutter, 2 Stücke Nagetiergelee, 2 Gefäße mit Wasser und ein 1 Stück Hydramethylnon.

Die Anzahl der nach Nahrung suchenden amerikanischen Schaben, wobei die Nahrungssuche bis zu 3 Stunden dauerte, wurde bestimmt und kumulativ addiert.

35 Schaben liefen zur Verbindung (A) (beträchtlich weniger zu dem anderen Insektizid), 17 zum Futter, 15 zum Gelee und 18 zum Wasser.

Die Erfindung ist hier zwar in Form von verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen beschrieben worden, jedoch ist dem Fachmann klar, daß zahlreiche Modifikationen, Ersetzungen, Weglassungen und Änderungen daran vorgenommen werden können, ohne ihren Kern zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Anlocken und Bekämpfen von Insekten, bei dem den Insekten zur Aufnahme eine wirksame Menge einer Verbindung der folgenden Formel angeboten wird:

in der:

R&sub1; CN oder Methyl ist,

R&sub2; -S(O)nR&sub3; ist,

R&sub3; Alkyl oder Halogenalkyl ist,

R&sub4; unter einem Wasserstoffatom, einem Halogenatom und einem Rest, bei dem es sich um -NR&sub5;R&sub6;, -S(O)mR&sub7;, Alkyl, Halogenalkyl, -ORs oder -N=C(R&sub9;)(R&sub1;&sub0;) handeln kann, ausgewählt ist,

R&sub5; und R&sub6; unabhängig voneinander unter einem Wasserstoffatom, Alkyl, Halogenalkyl, -C(O)Alkyl, -S(O)rCF&sub3; ausgewählt sind, oder R&sub5; und R&sub6; zusammen einen zweiwertigen Rest bilden, der durch ein oder mehrere Heteroatome unterbrochen sein kann,

R&sub7; unter Alkyl oder Halogenalkyl ausgewählt ist,

R&sub8; unter Alkyl, Halogenalkyl oder dem Wasserstoffatom ausgewählt ist,

R&sub9; unter dem Wasserstoffatom und Alkyl ausgewählt ist,

R&sub1;&sub0; unter Phenyl oder Heteroaryl, das gegebenenfalls mit einem oder mehreren Hydroxy, einem Halogenatom, -O-Alkyl, -S-Alkyl, Cyano oder Alkyl oder Kombinationen daraus substituiert ist, ausgewählt ist,

R&sub1;&sub1; und R&sub1;&sub2; unabhängig voneinander unter einem Halogenatom oder dem Wasserstoffatom ausgewählt sind,

R&sub1;&sub3; unter einem Halogenatom, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, S(O)qCF&sub3;, -SF&sub5; ausgewählt ist,

m, n, q, r unabhängig voneinander unter 0, 1 und 2 ausgewählt sind,

X unter dem Element Stickstoff und dem Rest C-R&sub1;&sub2; ausgewählt ist, mit der Maßgabe, daß dann, wenn R&sub1; Methyl ist, R&sub3; Halogenalkyl, R&sub4; NH&sub2;, R&sub1;&sub1; Cl, R&sub1;&sub3; CF&sub3; und X N ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Anlockeffekt sich durch die insektizid wirksame Verbindung der Formel (I) ergibt, die sich unter alternativen und sich in der Nähe befindlichen Nahrungsstoffen oder Nahrungsmitteln, die den Insekten ebenfalls schmecken, befindet.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Insekten die Wahl zwischen verschiedenen schmeckenden und sich in der Nähe befindlichen Nahrungsstoffen oder Nahrungsmitteln haben und bevorzugt zu dem Nahrungsmittel gelockt und geführt werden, das die insektizid wirksame Verbindung der Formel (I) enthält.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die insektizid wirksame Verbindung die Formel (I) hat, in der

R&sub1; CN und/oder

R&sub3; Halogenalkyl und/oder

R&sub4; NH&sub2; ist und/oder

R&sub1;&sub1; und R&sub1;&sub2; unabhängig voneinander Halogene sind und/oder

R&sub1;&sub3; Halogenalkyl ist.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verbindung der Formel (I) 5-Amino-3-cyano-1-(2,6-dichlor-4- trifluormethyl)phenyl-4-trifluormethylsulfinylpyrazol ist.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich eine Insektenpopulation in einem öffentlichen oder privaten Unterbringungsbereich, einem öffentlichen oder privaten Gebäude oder in einem öffentlichen oder privaten Haus befindet.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Insektenpopulation in einen öffentlichen oder privaten Unterbringungsbereich, ein öffentliches oder privates Gebäude oder ein öffentliches oder privates Haus eindringen oder darin wohnen kann.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei den zu bekämpfenden Insekten ein Lockstoff als Nahrungsmittel unter alternativen Nahrungsstoffen oder Nahrungsmitteln, die sich in der Nähe dazu befinden können, angeboten oder präsentiert wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich eine Insektenpopulation an einer Örtlichkeit befindet, die sich in der Nähe eines Bereichs zur Nahrungsaufbewahrung, -zubereitung, -darbietung oder -verzehr befindet.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Lockstoff in Form eines Köders, der fest, flüssig oder gelförmig sein kann, verwendet wird.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zu bekämpfenden Insekten zu den Familien Blatidae oder Formacidae gehören.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zu bekämpfenden Insekten amerikanische Schaben (Periplanipa americana) oder deutsche Schaben (Blatella germanica) sind.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Menge an Lockstoff 0,00001 g bis 20 g Wirkstoff der Formel (I) auf 100 m² beträgt.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Menge an Lockstoff 0,001 g bis 1 g auf 100 m² beträgt.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Lockstoff 0,0001 bis 15% G/G des Wirkstoffs der Formel (I), vorzugsweise 0,10 bis 6% G/G, enthält.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zusammensetzung des Lockstoffs ein Feststoff oder eine Flüssigkeit ist.

17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Lockstoff mit einem grenzflächenaktiven Mittel oder Träger gemischt oder vermischt wird.

18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Locksstoff mit einem anderen Pestizid gemischt oder vermischt wird.







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