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Dokumentenidentifikation DE19915250A1 05.10.2000
Titel Lagerung für einen Antriebsmotor
Anmelder W. Schlafhorst AG & Co, 41061 Mönchengladbach, DE
Erfinder Spitzer, Michael, 41352 Korschenbroich, DE
DE-Anmeldedatum 03.04.1999
DE-Aktenzeichen 19915250
Offenlegungstag 05.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.2000
IPC-Hauptklasse D01H 4/12
IPC-Nebenklasse D01H 1/20   F16M 1/04   H02K 7/10   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Lagerung für einen Antriebsmotor, insbesondere für eine Unterdruckquelle einer Textilmaschine, mit einer den Antriebsmotor abstützenden Aufnahme, die innerhalb eines den Antriebsmotor aufnehmenden Maschinenendgestells angeordnet ist.
Erfindungsgemäß weist die Aufnahme (28) Führungsabschnitte (30, 32) auf, die während der Montage des Antriebsmotors (18) eine exakte Positionierung des Antriebsmotors sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Ebene gewährleisten, wobei der Führungsabschnitt (32) zumindest während der Montage (Demontage) eine zusätzliche Abstützung eines am Antriebsmotor (18) angeordneten Montageflansches (40) übernimmt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerung für einen Antriebsmotor, insbesondere für eine Unterdruckquelle einer Textilmaschine, mit einer den Antriebsmotor abstützenden Aufnahme, die innerhalb eines den Antriebsmotor aufnehmenden Maschinenendgestells angeordnet ist.

Textilmaschinen, beispielsweise Offenend-Spinnmaschinen, benötigen für einen ordnungsgemäßen Spinnbetrieb einen definierten Unterdruck. Es ist daher bekannt, derartige Textilmaschinen mit einer maschineneigenen Sauganlage auszustatten.

Mittels dieser Sauganlagen wird dabei sowohl der an den Spinnvorrichtungen benötigte Unterdruck bereitgestellt, ein die Textilmaschinen bedienendes Serviceaggregat mit Unterdruck versorgt als auch die während des Spinnbetriebes anfallenden Verunreinigungen abgesaugt.

Um bei diesen relativ großen Textilmaschinen über die gesamte Länge der Maschine einen ausreichend großen Unterdruck bereitstellen zu können, ist eine entsprechend dimensionierte Unterdruckquelle notwendig, die in der Regel in einem endseitigen Maschinengestell der Textilmaschine angeordnet ist. Die Unterdruckquelle umfaßt üblicherweise ein Tangentiallüfterrad, das durch einen Elektromotor angetrieben ist. Bekannt ist dabei, den Elektromotor auf einer entsprechenden Aufnahme innerhalb des Maschinenendgestelles zu lagern. Da innerhalb derartiger Maschinenendgestelle noch weitere Antriebskomponenten angeordnet sind, ist der Antriebsmotor der Sauganlage relativ schwer zugängig, so daß sich insbesondere Wartungs- und/oder Reparaturarbeiten am Elektromotor oder am Lüfterrad recht schwierig gestalten. Das heißt, der Elektromotor muß bei jeder Wartung zumindest teilweise aus dem Maschinengestell entfernt werden. Aufgrund der relativ beengten Platzverhältnisse ist dabei der Einsatz von externen Hilfsmitteln, wie beispielsweise Seilzügen oder dergleichen, kaum oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich.

In der DD 203 081 und der DE 32 42 790 A1 ist bereits vorgeschlagen worden, Antriebsmotoren in Textilmaschinen auf einer schwenkbar angeordneten Lagerplatte anzuordnen. Hierdurch soll in einfacher Weise ein Herausschwenken des Antriebsmotors aus dem Maschinengestell möglich sein. Bei den bekannten Lösungen ist jedoch nachteilig, daß aufgrund des notwendigen Verschwenkweges ein relativ großer Einbauraum vorzuhalten ist. Ferner betreffen die bekannten Anordnungen Antriebe für Tangentialriemen, das heißt, die Antriebswelle dieser Antriebsmotoren ist senkrecht zur Längserstreckung der Textilmaschine angeordnet. Somit kommt eine Übernahme dieser verschwenkbar gelagerten Trägerplatte auf axial ausgerichtete Antriebsmotoren nicht in Betracht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagerung der gattungsgemäßen Art zu schaffen, mittels der in einfacher Weise eine Handhabung des Antriebsmotors der Sauganlage möglich ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Lagerung mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, daß die Aufnahme für den Antriebsmotor Führungsabschnitte aufweist, die automatisch für eine Ausrichtung eines am Antriebsmotor befestigten Montageflansches sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Ebene sowie eine Abstützung des Motors über dieses Flanschelement sorgen, wird die Montage und die Demontage des Motors erheblich vereinfacht.

Durch die quasi Selbstjustierung des Antriebsmotors, läßt sich in einfacher Weise ein horizontales Bewegen des Antriebsmotors innerhalb des Maschinenendgestelles realisieren, ohne daß ein zusätzlicher Freiraum für die Verlagerung des Antriebsmotors notwendig ist. Die zusätzliche Abstützung des Montageflansches auf einem Führungsabschnitt der Aufnahme ermöglicht es, den Antriebsmotor ohne großen Kraftaufwand zu verlagern, da lediglich eine die Abstützkraft überwindende Kraft aufzubringen ist, während eine das Gewicht des Antriebsmotors zusätzlich eliminierende Kraft nicht notwendig ist.

Vorteilhafterweise ist durch die Führungsabschnitte bereits eine so exakte Positionierung gegeben, daß relativ komplizierte, eine relativ große Haltekraft erfordernde Handhabungseinrichtungen zum Ausrichten des Antriebsmotors nicht notwendig sind. Die Führungsabschnitte der erfindungsgemäßen Aufnahme gestatten durch einfaches horizontales Verlagern eine Überführung des Antriebsmotors in seine bestimmungsgemäße Betriebsposition beziehungsweise in eine Wartungsposition oder dergleichen.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß einer der Führungsabschnitte wenigstens eine Gleitbahn umfaßt, entlang der der Antriebsmotor während der Montage (Demontage) verlagerbar ist, wobei die Gleitbahn insbesondere zwei im wesentlichen parallel zu einer Antriebswelle des Antriebsmotors sich erstreckende Gleitschienen aufweist, die eine im wesentlichen linienförmige (kleinflächige) Führung des am Antriebsmotor angeordneten Flanschelementes übernehmen. Durch eine derartige Ausgestaltung wird erreicht, daß eine besonders gute selbstjustierte Montage des Antriebsmotors gewährleistet ist. Die relativ kleinflächigen Auflageflächen zwischen den Gleitschienen und dem Antriebsmotor gestatten eine besonders gute und exakte Führung während der Montage bzw. der Demontage.

In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Gleitflächen der Gleitschienen auf koaxial zur Antriebswelle verlaufenden Teilkreislinien liegen, die mit einer korrespondierenden, koaxial verlaufenden Umfangsfläche eines Montageflansches des Antriebsmotors zusammenfallen. Durch eine derartige Gestaltung wird insbesondere eine im wesentlichen linienförmige Abstützung des Antriebsmotors an den aneinanderliegenden Flächen der Umfangsfläche des Montageflansches und den zwei Gleitflächen erreicht. Hiermit ergibt sich quasi eine Dreipunktauflage für den Antriebsmotor. Das heißt, die Antriebseinrichtung ist einerseits über den Standfuß des Elektromotors und andererseits über den Montageflansch auf den Gleitflächen abgestützt. Ein Verkanten des Antriebsmotors während der Montage (Demontage) ist auf diese Weise weitestgehend ausgeschlossen. Insbesondere, wenn die Gleitschienen und somit die Gleitflächen in einem Winkelbereich von 30° bis 90° angeordnet sind, dessen Winkelhalbierende von einer Senkrechten (lotrecht) durch die Antriebswelle verlaufenden Radialen gebildet ist, wird eine exakte, selbstjustierende Abstützung des Antriebsmotors, hier insbesondere des Montageflansches des Antriebsmotors, auf den Gleitschienen erreicht. Ein zwischen den Gleitschienen aufgrund derer Anordnung in dem Winkelbereich verbleibender Freiraum kann somit gleichzeitig für die Bewegungsfreiheit des Montageflansches genutzt werden. Durch die gleichmäßige Abstützung des Montageflansches beidseitig einer Senkrechten läßt sich eine besonders gute Abstützung erzielen, die ein einfaches horizontales Bewegen des Antriebsmotors, der auf seiner Antriebswelle das Lüfterrad der Unterdruckquelle trägt, gestattet.

Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.

Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 schematisch eine Schnittdarstellung durch das Maschinenendgestell einer Offenend-Spinnmaschine,

Fig. 2 eine Seitenansicht des Antriebsmotors mit Montageflansch und Lüfterrad,

Fig. 2a eine Detailansicht des Montageflansches,

Fig. 3 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Aufnahme für den Antriebsmotor, teilweise im Schnitt,

Fig. 4 einen Querschnitt durch einen ersten Führungsabschnitt der Aufnahme,

Fig. 5 einen Querschnitt durch einen zweiten Führungsabschnitt der Aufnahme und

Fig. 6 eine Draufsicht auf die Aufnahme.

Fig. 1 zeigt ein endseitiges Maschinengestell 10 einer Textilmaschine, beispielsweise einer Kreuzspulen herstellenden Rotorspinnmaschine. Aufbau und Wirkungsweise derartiger Textilmaschinen sind allgemein bekannt, so daß im Rahmen der vorliegenden Beschreibung hierauf nicht näher eingegangen werden soll.

Innerhalb des Maschinenendgestelles 10 sind verschiedene Antriebsaggregate der Textilmaschine, beispielsweise die Antriebseinheiten 12 für die zahlreichen (nicht dargestellten) Offenend-Spinnvorrichtungen, eine Antriebseinrichtung 76 für die Kreuzspulenabtransporteinrichtung 14 sowie eine insgesamt mit 16 bezeichnete Sauganlage angeordnet.

Die Sauganlage 16 verfügt über eine Unterdruckquelle, mittels der sowohl die zahlreichen Spinnvorrichtungen als auch zusätzliche Serviceaggregate und die Schmutzentsorgungseinrichtungen der Textilmaschine mit dem benötigten Unterdruck versorgt werden.

Die Sauganlage 16 umfaßt unter anderem einen Antriebsmotor 18, der in noch zu erläuternder Weise an einem Gebläsegehäuse 20 festgelegt ist. Auf einer Antriebswelle 22 des Antriebsmotors 18 ist drehfest ein Lüfterrad 24 befestigt, dessen Ansaugöffnung 26in einen Ansaugtrichter 28 des Gebläsegehäuses 20 übergeht. Über den Ansaugtrichter 28 ist das Gebläsegehäuse 20 an eine vorgeschaltete, lediglich schematisch angedeutete Filtereinrichtung 68 angeschlossen.

Der Antriebsmotor 18 ist auf einer Aufnahme 28 abgestützt, die innerhalb des Maschinenendgestells 10 fest angeordnet ist. Die Aufnahme 28 ist beispielsweise mit dem Maschinengestell 10 verschraubt, verschweißt oder auf andere geeignete Art und Weise verbunden. Gegebenenfalls können zwischen Aufnahme 28 und Maschinengestell 10 Schwingungsdämpfungselemente angeordnet sein.

Die Aufnahme 28 verfügt über einen ersten Führungsabschnitt 30 und einen zweiten Führungsabschnitt 32. Der erste Führungsabschnitt 30 nimmt, wenigstens teilweise, einen Standfuß 34 des Antriebsmotors 18 auf, wobei im Montagezustand (Betriebszustand) der Standfuß 34 auf dem Führungsabschnitt 30, vorzugsweise durch Schraubverbindungen, festgelegt ist.

Der Antriebsmotor 18 umfaßt ferner einen Anschlußflansch 36, der von einem Flanschelement 38 und einem Montageflansch 40 gebildet ist. Das Flanschelement 38 bildet dabei vorzugsweise ein Teil des Gehäuses des Antriebsmotors 18. An das erste Flanschelement 38 ist über Schraubverbindungen 42 der Montageflansch 40 angeschlossen.

Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, weist der Montageflansch 40 dabei einen deutlich größeren Durchmesser auf, als das Flanschelement 38. Der hierdurch entstehende Überstand des zweiten Flanschelementes 40 dient der Befestigung des Antriebsmotors 18 an dem Gebläsegehäuse 20.

Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Antriebsmotors 18 mit auf dessen Antriebswelle 22 drehfest angeordnetem Lüfterrad 24. Wie ersichtlich ist der im Durchmesser deutlich größere Montageflansch 40 über Verbindungselemente 42 mit dem Flanschelement 38 des Antriebsmotors 18 verbunden.

Am Montageflansch 40 ist außerdem lösbar eine Arretiereinrichtung 44 angeordnet, die in zwei unterschiedlichen Einbaulagen festlegbar ist.

In der in Fig. 2 angedeuteten Einbaulage ist die Arretiereinrichtung 44 dabei außer Funktion.

In der um 180° gedrehten Einbaulage gemäß Fig. 2a faßt der Bolzen 70 der Arretiereinrichtung 44 in eine Bohrung 72 des Lüfterrades 24 und legt damit das Lüfterrad 24 gegen Drehung fest. Bei derartig arretiertem Lüfterrad kann die in der Antriebswelle 22 des Antriebsmotors 18 angeordnete, zentrale Befestigungsschraube 74 leicht gelöst und das Lüfterrad 24 im Bedarfsfall problemlos von der Antriebswelle 22 gezogen werden.

Fig. 3 zeigt in einer Detailansicht die Aufnahme 28 für den hier nicht dargestellten Antriebsmotor 18. Gleiche Teile wie in Fig. 1 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen und nicht nochmals erläutert.

Wie dargestellt, weist die Aufnahme 28 einen ersten Führungsabschnitt 30 und einen zweiten Führungsabschnitt 32 auf. Der erste Führungsabschnitt 30 wird von einer tischförmigen Platte 46 gebildet, in die Bohrungen 48 eingebracht sind. In Fig. 5 ist eine Schnittdarstellung entlang der Linie V-V gemäß Fig. 3 gezeigt. Hierbei ist der Antriebsmotor 18 mit dargestellt. Anhand der Schnittdarstellung V-V wird deutlich, daß der Antriebsmotor 18 mit seinem Standfuß 34 auf der tischförmigen Platte 46 aufliegt. Der Standfuß 34 besitzt Bohrungen 50, die im Montagezustand (Betriebsposition) des Antriebsmotors 18 mit den Bohrungen 48 fluchten. Die Bohrungen 48, 50 dienen der Aufnahme hier nicht dargestellter Verbindungsmittel, beispielsweise Gewindeschrauben.

In Fig. 3 wird weiter deutlich, daß der zweite Führungsabschnitt 32 der Aufnahme 28 unter Ausbildung einer Stufe 52 versetzt zu der tischförmigen Platte 46 verläuft. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist die Höhe der Stufe 52 hierbei bezüglich des Durchmessers D des Montageflansches 40 derart angepaßt, daß, wie die Schnittdarstellung entsprechend der Linie IV-IV in Fig. 3 zeigt, bei auf der tischförmigen Platte 46 aufliegendem Standfuß 34 des Antriebsmotors 18, der Außenumfang 54 des Montageflansches 40 an beziehungsweise auf dem Führungsabschnitt 32 aufliegt.

Der Führungsabschnitt 32 wird von einer Gleitbahn 56 gebildet, die von zwei sich parallel erstreckenden Gleitschienen 58 gebildet ist. Die Gleitschienen 58 bilden dabei Gleitflächen 60, die auf koaxial zur Antriebsachse 22 verlaufenden Teilkreislinien TK verlaufen. Die Gleitflächen 60 erstrecken sich vorzugsweise über einen Winkel β, der zwischen 5° und 15°, insbesondere 10°, beträgt. Die Koaxiale zur Antriebswelle 22, auf der die Gleitflächen 60 verlaufen, fällt exakt mit der Umfangsfläche 54 des Montageflansches 40 zusammen.

Wie in Fig. 4 dargestellt, liegt hierdurch der Montageflansch 40 im wesentlichen linienförmig auf den Gleitschienen 58 auf. Die von den Gleitschienen 58 gebildete Gleitbahn 56 erstreckt sich über einen Winkelbereich α, der beispielsweise zwischen 30° und 90°, insbesondere zirka 60°, beträgt. Eine Winkelhalbierende 62 des Winkelbereiches α fällt mit einer Senkrechten (lotrecht) durch die Antriebswelle 22 verlaufenden Radialen zusammen.

Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf die Aufnahme 28, wobei nochmals die Unterteilung in den Führungsabschnitt 30, der im wesentlichen von der tischförmigen Platte 46 gebildet wird, und in den Führungsabschnitt 32, der von den Gleitschienen 58 mit ihren Gleitflächen 60 gebildet wird, deutlich wird. Entsprechend der Wahl des Winkelbereiches α und der Wahl der Winkel β, unter denen sich die Gleitflächen 60 erstrecken, ist zwischen und unter den Gleitschienen 58 ein Freiraum 64 gegeben, in den der Montageflansch 40 zum Teil eingreift.

Durch die anhand der Fig. 1 bis 6 erläuterte Ausbildung der Aufnahme 28 wird in einfacher Weise eine Montage beziehungsweise Demontage des Antriebsmotors 18 möglich.

Bei der Montage muß der Antriebsmotor 18 beispielsweise axial in Richtung auf das Gebläsegehäuse 20 verlagert werden. Der Antriebsmotor 18, an dessen Flanschelement 38 über Schraubenbolzen 70 bereits der Montageflansch 40 angeschlossen ist und dessen Antriebswelle 22 das Lüfterrad 24 trägt, stützt sich dabei einerseits mit seinem Standfuß 34 auf der tischförmigen Platte 46 ab, während gleichzeitig der Montageflansch 40 mit seinem Außenumfang 54 partiell auf den Gleitflächen 60 der Aufnahme 28 aufliegt. Hierdurch wird nahezu eine Dreipunktlagerung erzielt, die verhindert, daß der Antriebsmotor 18 während des Verschiebens verkantet. Durch Anordnung der Gleitschienen 58 wird gleichzeitig während des Bewegens (Verschiebens) des Antriebsmotors 18 eine Führung realisiert, die eine selbstjustierende Montage gestattet, das heißt, sowohl die Ansaugöffnung 26 des Lüfterrades 24 als auch das Bohrungsbild (Schraubenbolzen 66) des Montageflansches 40 sind bezüglich ihrer korrespondierenden Bauteile (Ansaugtrichter 28) des Gebläsegehäuses 20 bzw. Anschlußbohrungsbild 77 des Gebläsegehäuses 20 bereits so exakt positioniert, daß das Festlegen des Motors 18 am Gebläsegehäuse 20 ohne weitere aufwendige Positionierbewegungen des Antriebsmotors 18 erfolgen kann.

Bei einer Demontage des Antriebsmotors 18, beispielsweise zu Wartungs- und/oder Reparaturzwecken, kann dieser nach Lösen der Verbindungsschrauben 66 (Fig. 4), mit denen der Montageflansch 40 an das Gebläsegehäuse 20 angeschlossen ist, und der Verbindungsschrauben, mit denen der Standfuß 34 mit der Platte 46 verbunden ist, zumindest teilweise, axial aus dem Maschinenendgestell 12 herausbewegt werden. Der Antriebsmotor 18 ist dabei sicher über den Standfuß 34 auf der Platte 46 und den Montageflansch 40 auf den Gleitschienen 58 abgestützt.


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerung für einen Antriebsmotor, insbesondere für eine Unterdruckquelle einer Textilmaschine, mit einer den Antriebsmotor abstützenden Aufnahme, die innerhalb eines den Antriebsmotor aufnehmenden Maschinenendgestells angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (28) Führungsabschnitte (30, 32) aufweist, durch die der Antriebsmotor (18) während der Montage wenigstens sowohl bezüglich der horizontalen als auch bezüglich der vertikalen Ebene exakt geführt ist, wobei der Führungsabschnitt (32) zumindest während der Montage (Demontage) eine zusätzliche Abstützung eines am Antriebsmotor (18) angeordneten Montageflansches (40) übernimmt.
  2. 2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsabschnitt (32) wenigstens eine Gleitbahn (56) umfaßt, entlang der der Montageflansch (40) während der Montage (Demontage) des Antriebsmotors (18) verlagerbar ist.
  3. 3. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbahn (56) zwei im wesentlichen parallel zu einer Antriebswelle (22) des Antriebsmotors (18) sich erstreckende Gleitschienen (58) aufweist, die eine im wesentlichen linienförmige Führung des am Antriebsmotor (18) festgelegten Montageflansches (40) übernehmen.
  4. 4. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächen (60) der Gleitschienen (58) auf koaxial zur Antriebswelle (22) verlaufenden Teilkreislinien (TK) liegen, die mit auf einer korrespondierenden Koaxialen verlaufenden Umfangsfläche (54) des Montageflansches (40) des Antriebsmotors (18) zusammenfallen.
  5. 5. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschienen (58) in einem Winkelbereich (α) von 30° bis 90°, vorzugsweise zirka 60°, angeordnet sind, dessen Winkelhalbierende (62) von einer Senkrechten (lotrecht) durch die Antriebswelle (22) verlaufenden Radialen gebildet ist.
  6. 6. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächen (60) sich über einen Winkel (β) von 5° bis 15°, insbesondere zirka 10°, erstrecken.
  7. 7. Lagerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Führungsabschnitt (30) eine tischförmige Platte (46) umfaßt, auf der ein in das Gehäuse des Antriebsmotors (18) integrierter Standfuß (34) abgestützt ist.
  8. 8. Lagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (46) und der Standfuß (34) Bohrungen (48, 50) aufweisen, die in Betriebsposition des Antriebsmotors (18) fluchten und der Aufnahme von Verbindungsmitteln dienen.






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