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Dokumentenidentifikation EP1033091 12.10.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 1033091
Titel Lagergestell
Anmelder Leifheit AG, 56377 Nassau, DE
Erfinder Heitlinger, Karl-Leo, 73525 Schwäbisch Gmünd, DE
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 04.03.1999
EP-Aktenzeichen 991043324
EP-Offenlegungsdatum 06.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2000
IPC-Hauptklasse A47B 57/26
IPC-Nebenklasse A47B 57/54   A47B 47/05   

Beschreibung[de]

Lagergestelle der eingangs genannten Gattung werden benutzt, um möglichst schnell eine Ablage- oder Aufbewahrungshilfe zu benutzen, ohne dabei erhebliche Montagezeit zu benötigen. Die bekannten Regalsysteme des Standes der Technik erweisen sich jedoch teilweise als sehr instabil. Der Zusammenhalt zwischen den Fachböden und den Pfosten ist in der Regel nicht spielfrei gelöst, so daß sich das Gesamtregal als sehr nachgiebig darstellt.

Regale, die dieses Problem gelöst haben, wie z.B. das nach der DE 297 13 392 U 1, haben den Nachteil, daß sie recht schwierig aufzubauen sind. Ein weiterer Nachteil sind die erforderlichen Lochungen in den Pfosten, um die unterschiedlichen Höhen der Fachböden einstellen zu können.

Schließlich ist durch die DE 66 10 829 U 1 ein Lagergestell bekannt, dessen Fachböden von Rundpfosten getragen werden und über Vertiefungen in den Rundpfosten im Zusammenwirken mit konischen Klemmkeilen höhenverstellbar sind. Diese Ausführung erfordert einen vergleichsweise hohen Fertigungsaufwand und hat den weiteren Nachteil, daß ein Anbau weiterer Regale mit den Fachböden auf gleichem Niveau nicht möglich ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Lagergestell in steckbarer Ausführung zur Montage ohne jegliche Werkzeuge zu schaffen, das aus wenigen Einzelteilen besteht, niveaugleich angebaut werden kann und das insbesondere sehr einfach von einer Person montierbar ist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die Verwendung der Verbindungsbrücken zwischen zwei Tragpfosten ist eine sehr einfache Montage möglich. Es werden jeweils zwei Tragpfosten miteinander verbunden und dann die Fachböden eingelegt. Die Höhenarretierung als solches ist sehr einfach und besteht lediglich aus einem einzusetzenden Sperrteil pro Tragpfosten. In besonders einfacher Weise ist in der Ausführung der Tragpfosten als Rundpfosten dieses Sperrteil als Gummi-O-Ring ausgeführt. Dadurch ist es leicht über den Rundpfosten zu ziehen und hält sicher in den Vertiefungen. Da die Toleranzen zwischen Rundpfosten und Stufenbohrung in den Verbindungsbrücken, die Stufe entspricht dem Außendurchmesser des O-Ringes, sehr gering gewählt werden können, wird eine hohe Haltekraft erreicht. Besonders vorteilhaft ist die Möglichkeit, die Verbindungsbrücke als Kunststoffteil auszuführen. Dadurch können ästhetische Forderungen erfüllt werden bei gleichzeitiger Variantenvielfalt der Anbaumöglichkeiten.

Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen.

So bietet sich die Verbindungsbrücke als Kunststoffformteil, natürlich ist bei Bedarf auch ein Metallformteil möglich, an, durch einfache Aufnahmebohrungen Regalfächer auch mit Türen zu verschließen. In die Aufnahmenut können Seitenwände eingeschoben werden. Rückwände sind ebenfalls über die Aufnahmebohrungen zu befestigen. Die Halteleisten an den Verbindungbrücken können passungsmäßig so ausgeführt werden, daß die Fachböden mit ihrem senkrecht abgewinkelten Seitenteil klemmend eingesetzt werden, wodurch in Verbindung mit den Verbindungsbrücken eine hohe Steifigkeit erreicht wird.

Schließlich ermöglichen die Formteile (Kunststoff oder Metall) eine leichte Anpassung der Form der Durchbrüche an unterschiedliche Querschnitte der Tragpfosten. Diese sind natürlich in einfachster Ausführung als Rundpfosten ausgelegt. Um eine insgesamt höhere Verdrehsteifigkeit des gesamten Lagergestells zu erreichen, ist es zweckmäßig, die Tragpfosten mit einem vom Rundrohr abweichenden, eine Verdrehung verhindemden Querschnitt zu versehen. Dabei bieten sich sowohl ein Ovalrohr als auch ein Mehrkantrohr an. Eine einfache Verdrehsicherung wird durch die Abflachung bzw. eine gezielte Deformierung des Endbereiches des Tragpfostens, bevorzugt Rundpfostens, und einem formgleichen Durchbruch im Formteil erreicht. Somit kann das fertigungstechnisch leicht beherrschbare und optisch erwünschte Rundrohr bei dennoch ausreichender Verdrehsicherung eingesetzt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher dargestellt. Es zeigen:

Figur 1
eine perspektivische Gesamtansicht eines Lagergestells,
Figur 2
eine Ansicht gemäß II in Figur 1 auf einen Fachboden,
Figur 3
eine Ansicht nach Richtung III in Figur 2,
Figur 4
eine Ansicht gemäß Richtung IV in Figur 3,
Figur 5
eine Ansicht in Richtung V nach Figur 1 auf eine Verbindungsbrücke,
Figur 6
ein Schnitt gemäß der Linie VI - VI nach Figur 5,
Figur 7
eine Ansicht gemäß der Richtung VII in Figur 6 und
Figur 8
einen Schnitt gemäß der Linie VIII - VIII nach Figur 7.

Figur 1 zeigt perspektivisch ein Lagergestell mit vier Rundpfosten 1, die an den Schmalseiten über Verbindungsbrücken 2 verbunden sind und in die Fachböden 3 über Halteelemente 4 eingehängt sind.

Die Rundpfosten 1 sind mit zahlreichen Vertiefungen 5, im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Rillen ausgeführt, zur Festlegung der Höhenlage der Fachböden 3 versehen.

Das Lagergestell ist durch Hinzufügen von jeweils zwei Rundpfosten und einer Verbindungsbrücke beidseitig erweiterbar.

Die Verbindungsbrücken 2 haben endseitig jeweils einen Durchbruch bzw. eine Bohrung 6, die geringfügig größer als der Durchmesser eines Rundpfostens 1 bzw. dem Querschnitt eines Tragpfostens ist (Gleitpassung) und sie ist am unteren Ende mit einer Nut 7 versehen, in die ein O-Ring 8 eingelegt ist. Über diesen O-Ring 8, der in die Vertiefungen 5 der Rundpfosten 1 eingreift, erfolgt die Höhenarretierung der Fachböden 3.

An der Verbindungsbrücke 2 sind beidseitig Halteleisten 9, die durch einen Durchbruch 10 in der Verbindungsbrücke 2 gebildet werden. Diese Halteleisten 9 sind über Stege 11 mit dem Grundkörper 12 der Verbindungsbrücke verbunden.

Diese Halteleisten 9 tragen den Fachboden 3. Der Fachboden 3 ist an den Schmalseiten mit einer rechtwinkligen Abkantung 13 versehen, mittels derer sie nach Einschieben in den Durchbruch 10 von den Halteleisten 9 gehalten werden. Die Abkantungen 13 sind mit Aussparungen 14 versehen, die etwa bis zur halben Tiefe der Abkantung laufen und die die Stege 11, die ebenfalls bis zur halben Höhe der Verbindungsbrücke laufen, überbrücken.

Zur Versteifung sind die Fachböden an beiden Längsseiten mit Doppelfalzungen 15 versehen.

Zur Aufnahme eines Aussteifungskreuzes 16, zur Aufnahme einer nicht dargestellten Rückwand und zur Aufnahme der ebenfalls nicht dargestellten Türen, sind in der Verbindungsbrücke an allen vier Ecken Aufnahmebohrungen 17 vorgesehen.

Zur Aufnahme einer Seitenwand ist in der Verbindungsbrücke mittig eine Aufnahmenut 18 vorgesehen. Diese wird nach Unten von einem Verbindungssteg 19 begrenzt, die, im Querschnitt gesehen, die beiden U-förmigen Bereiche 20 der Verbindungsbrücke 2 miteinander verbindet.

Die Verbindungsbrücke 2 besteht somit aus zwei miteinander verbundenen U-Trägern 20, die beidseitig durch eine rohrähnliche Konstruktion begrenzt sind.


Anspruch[de]
  1. Lagergestell mit Tragpfosten (1), dazwischen angeordneten Fachböden (3) und Halteelemente, die diese mit den Tragpfosten (1) verbinden, wobei die Tragpfosten (1) in Abständen mit zahlreichen Vertiefungen (5) zur Festlegung der Höhenlage der Fachböden (3) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß mit Aufnahmen für die Fachböden versehenen Halteelemente (4) als Verbindungsbrücken (2) zweier Tragpfosten (1), die endseitig jeweils mit einem Durchbruch (6) in Gleitpassung zum Tragpfosten (1) versehen sind, ausgeführt sind, und daß der Durchbruch (6) die Aufnahme für mit den Vertiefungen (5) zusammenwirkenden Sperrteilen (8) zur Höhenarretierung der Fachböden (3) bildet.
  2. Lagergestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsbrücke (2) mit einer Halteleiste (9) zur Aufnahme der Fachböden (3) versehen ist.
  3. Lagergestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsbrücke (2) beidseitig mit je einer Halteleiste (9) versehen ist.
  4. Lagergestell nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsbrücken (2) zweiteilig ausgeführt sind.
  5. Lagergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Verbindungsbrücke (2) zumindest eine Aufnahmenut (18) und/oder zumindest eine Aufnahmebohrung (17) zur wahlweisen Halterung von Seiten-, Rückwänden, Türen und Versteifungen (16) vorgesehen ist.
  6. Lagergestell nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsbrücke (2) im Querschnitt in etwa rechteckig, gebildet aus zwei U-förmigen Bereichen, die mittig die Aufnahmenut (18) bilden und über einen Steg (19) verbunden sind, ausgeführt ist und in den Ecken hinter den Durchbrüchen (6) die Aufnahmebohrungen (17) vorgesehen sind.
  7. Lagergestell nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragpfosten am oberen Ende im Bereich der Verbindungsbrücke mit zumindest einer Abflachung versehen ist, und daß der Durchbruch in der Verbindungsbrücke dem Querschnitt des Tragpfostens im Bereich der Abflachung entspricht.






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