PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69607207T2 02.11.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0866894
Titel UMDRUCKVERFAHREN UND APPARAT
Anmelder Elfglade Ltd., Richmond, Surrey, GB
Erfinder MARSH, Leslie, Peter, Whitstable, Kent CT5 1HX, GB
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69607207
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.12.1996
EP-Aktenzeichen 969411107
WO-Anmeldetag 02.12.1996
PCT-Aktenzeichen GB9602979
WO-Veröffentlichungsnummer 9720101
WO-Veröffentlichungsdatum 05.06.1997
EP-Offenlegungsdatum 30.09.1998
EP date of grant 15.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.2000
IPC-Hauptklasse D06P 5/00
IPC-Nebenklasse B41M 5/035   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Umdrucken und auf Vorrichtungen, einschließlich Abziehbildern, zur Verwendung in einem solchen Verfahren.

In einem Umdruckverfahren wird ein Abziehbild, das ein übertragbares Material oder "Transfer"-Material trägt, in unmittelbare Nähe oder in Kontakt mit der Oberfläche eines Rezeptors gebracht und Bedingungen unterworfen, bei denen sich das Transfermaterial von dem Abziehbild zu dem Rezeptor bewegt. In den meisten dieser Verfahren wird das Transfer-Material, wenn es zu dem Rezeptor gewandert ist, permanent daran gebunden. Abziehbilder können hergestellt werden durch Drucken oder anderweitiges Ablagern des gewählten Transfermaterials auf einem geeigneten Substrat, in einem Muster, das, wenn sich das Transfermaterial zu dem Rezeptor bewegt, auf dem Rezeptor spiegelbildlich reproduziert wird.

Eine besondere Form des Umdruckens, die als Sublimationsumdrucken bekannt ist, wird verwendet um textile Stoffe, insbesondere solche, die synthetische Fasern (wie Polyester-, Polyamid-, Akryl-, Triacetat- und Acetatfasern) aufweisen, mit farbigen Farbstoffen zu färben. In solchen Verfahren wird das textile Gewebe mit einem Sublimationsabziehbild bei einer erhöhten Temperatur, von normalerweise zwischen 200 und 220ºC, in Kontakt gebracht, wobei das Sublimationsabziehbild ein Papiersubstrat umfaßt, welches ein Design trägt, das unter Verwendung einer Tinte, die mit einer Sublimationsfarbe beladen ist, bedruckt wurde, und die Farbe dazu gebracht wird zu sublimieren und sich von dem Papiersubstrat zu dem Textil zu bewegen, wo sie absorbiert wird und den Stoff mit einem Spiegelbild des Designs, das ursprünglich auf dem Abziehbild gedruckt war, färbt. Sublimationsabziehbilder können solide Blöcke von Selbstfarben tragen und ein einzelnes Abziehbild kann eine einzige Farbe tragen.

Sublimationsumdrucken ist besonders geeignet zum Färben von Polyestern. Die Technik weist jedoch leider einige Nachteile auf, insbesondere, wenn sie dazu verwendet wird große Stoffgewebe, wie solche, die als Oberfläche eines Spieltisches oder dergleichen verwendet werden, zu färben. Wenn große Sublimationsabziehbilder gedruckt werden, ist es schwierig sicherzustellen, daß die Tinten, die mit Farbstoff beladen sind und einzeln auf das Transfersubstrat aufgebracht werden müssen, in den vorgesehenen Bereichen bleiben (Register halten) und keine ungewünschten Überlappungsbereiche oder Lücken zwischen benachbarten, mit Tinte versehenen, Bereichen gebildet werden. Wenn zwei Tinten unterschiedlicher Farbe auf einem Abziehbild überlappen, ist das Ergebnis ein Verfärbungsstreifen zwischen benachbarten korrekt gefärbten Bereichen auf dem fertigen Tuch. Eine Lücke zwischen den Tinten auf einem Abziehbild resultiert in einem weißen Streifen auf dem fertigen Stoff.

Um Sublimationsabziehbilder herzustellen, können Tinten, die mit Sublimationsfarbe beladen sind, unter Verwendung herkömmlicher Drucktechniken, einschließlich derer, die Gebrauch von Trommel- oder Walzen-Druckpressen machen, auf ein geeignetes Papiersubstrat gedruckt werden. Durch Verwendung solcher Pressen kann zwar eine genauere Registrierung der mit Tinte versehenen Bereichen erzielt werden, die Auswahl der Muster, jedoch, die in dieser Weise hergestellt werden können, ist durch den Trommel- oder Walzenumfang, der selten mehr als 60,96 cm (24 inches) beträgt, begrenzt. Wenn folglich Gewebe, unter Verwendung von Sublimationsabziehbildern, die auf eine Walzenpresse gedruckt sind, mit einem Muster gefärbt werden soll, das einen Wiederholungsabstand (Rapport) von mehr als 60,96 cm (24 inches) hat, muß eine Vielzahl verschiedener solcher Abziehbilder gedruckt und aneinander anliegend zusammengefügt werden, bevor das resultierende größere Sublimationsabziehbild zum Färben des Stoffes verwendet werden kann. Leider kann jedoch jeder Streifen des Klebebandes, das verwendet werden muß um angrenzende Sublimationsabziehbilder zu verbinden, eine Verfärbung in dem gefärbten Gewebe verursachen und jede Lücke zwischen benachbarten Sublimationsabziehbildern resultiert in einem weißen Streifen auf dem bedruckten Stoff.

Diese Schwierigkeiten können nicht durch bewußtes Überlappen der Ränder benachbarter Sublimationsabziehbilder behoben werden, da die Papiersubstrate der Abziehbilder porös gegenüber Sublimationsfarben sind und daher eine Farbe von einem äußeren Abziehbild eines Paares überlappender Abziehbilder während des Umdruckprozesses zu dem Gewebe hindurch dringen, sich mit der Farbe des inneren Abziehbildes vermischen und den Stoff verfärben wird. Es wurden Anstrengungen unternommen dieses Problem durch Bildung von Sublimationsabziehbildern aus dickeren Papiersubstraten zu lösen. Diese Anstrengungen haben jedoch zu Mißerfolgen geführt. Sowohl FR-A-244 8596 als auch DE-A-31 43 128 beschreiben Verfahren zur Herstellung eines Abziehbildes, in dem eine Sublimationstinte oder -farbe auf ein Papiersubstrat aufgebracht wird und dann mit einem Muster überdruckt wird, das aus Barrierenmaterial gebildet ist, welches gegenüber Tinte oder Farbe undurchlässig ist. Folglich ist die Tinte oder die Farbe in den Abziehbildern, die in diesen Dokumenten beschrieben werden, sandwichartig zwischen dem Papiersubstrat und einer darauf gedruckten Barrierenschicht angeordnet und ist daher nicht daran gehindert während des Druckens durch das Substrat hindurch zu dringen.

Die vorgenannten Schwierigkeiten sind von besonderer Bedeutung, wenn Sublimationsdrucktechniken angewendet werden um Stoffe, wie solches, die zur Bildung der Oberfläche eines Spieltisches und dergleichen verwendet werden, mit Mustern mit Rapports zu bedrucken, die länger sind als der Umfang der Walzen, die üblicherweise in Walzenpressen eingesetzt werden, die zum Drucken von Sublimationsabziehbildern verwendet werden. Bis jetzt wurden solche Stoffe unter Verwendung einer komplexen und anspruchsvollen Technik bedruckt, in der das Stoffgewebe zunächst mit einer Hintergrundfarbe gefärbt wird, diese Farbe dann aus den Bereichen des Stoffes, die in einer anderen Farbe oder anderen Farben gefärbt werden sollen gebleicht wird, und die gebleichten Bereiche dann mit jeder der gewünschten weiteren Farben bedruckt werden.

Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Umdrucken auf ein Rezeptorsubstrat geschaffen, wobei das Verfahren umfaßt das wenigstens teilweise Bedecken eines ersten Abziehbildes mit Barrierenmittel, das zwischen dem ersten Abziehbild und dem Rezeptorsubstrat angeordnet wird, wobei dort, wo das Barrierenmittel das Abziehbild auf diese Weise bedeckt, Transfermaterial im wesentlichen daran gehindert wird, von dem ersten Abziehbild auf das Rezeptorsubstrat übertragen zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Abziehbild, umfassend ein Substrat, das gegenüber Transfermaterial von dem ersten Abziehbild undurchlässig ist, das Barrierenmaterial bereitstellt.

Folglich kann der Bleich-Schritt der bisher praktizierten Techniken vermieden werden. Auch ist Transfermaterial vom ersten Abziehbild durch das Barrierenmittel daran gehindert durch das zweite Abziehbild hindurchzudringen und sich mit Transfermaterial von dem zweiten Abziehbild auf dem Rezeptorsubstrat zu vermischen. Durch diese Verfahren können daher Abziehbilder überlappt werden ohne irgendeine Verfärbung in dem gefärbten Tuch zu verursachen, wodurch es folglich möglich ist Stoffe, die exakt mit Mustern, die lange Rapports aufweisen, wie solche, die als Oberfläche von Spieltischen und dergleichen verwendet werden, gefärbt werden müssen, durch Umdrucken zu färben.

Weiterhin kann gemäß der Erfindung Barrierenmittel auf der Oberfläche eines ersten Abziehbildes, der einen einzigen Block von Transfermaterial trägt, angeordnet sein, um in dem Transfermaterial, das auf das Rezeptorsubstrat übertragen wird, ein Muster zu erzeugen.

Ein kleineres zweites Abziehbild mit einem gleichermaßen dimensionierten Barrierenmittel kann innerhalb der Grenzen eines größeren ersten Abziehbildes angeordnet werden und dort, wo Material von dem zweiten Abziehbild übertragen wird, wird Transfermaterial von dem ersten Abziehbild nicht zu dem Rezeptorsubstrat übertragen. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße Methode verwendet werden um mehrfarbige Muster mit Rapports zu erzeugen, die den Umfang von üblicherweise in Walzenpressen, die zum Drucken von Sublimationsabziehbildern verwendet werden, überschreiten. Dieser Aspekt der Erfindung ist folglich besonders von Nutzen für das Bedrucken von Stoffen mit mehrfarbigen Mustern, die lange Rapports besitzen, wie solche, die verwendet werden um die Oberflächen von Spieltischen und dergleichen zu bilden.

In einer Ausführungsform ist das zweite Abziehbild wenigstens teilweise mit weiterem Barrierenmittel, das zwischen dem zweiten Abziehbild und dem Rezeptorsubstrat angeordnet wird, bedeckt, wobei dort, wo das weitere Barrierenmittel ein Abziehbild abdeckt, Transfermaterial davon im wesentlichen daran gehindert wird auf das Rezeptorsubstrat übertragen zu werden. Vorzugsweise sind ein erstes Abziehbild und eine Vielzahl zweiter Abziehbilder oder weiterer Barrierenmittel sandwichartig so angeordnet, daß dort, wo ein zweites Abziehbild oder weiteres Barrierenmittel ein Abziehbild bedeckt, Transfermaterial davon im wesentlichen daran gehindert ist zu dem Rezeptorsubstrat übertragen zu werden.

In bevorzugten Ausführungsformen ist ein absorbierendes Auffangmittel zwischen dem Barrierenmittel oder dem weiteren Barrierenmittel und dem oder den davon bedeckten Abziehbildern angeordnet, um Transfermaterial, das durch das Barrieremittel daran gehindert wurde zu dem Rezeptorsubstrat übertragen zu werden, zu absorbieren. Ein Vorteil dieser Anordnung ist, daß Transfermaterial, das von einem bedeckten Abziehbild während des Umdruckens freigegeben wird, absorbiert wird und daran gehindert wird um das Barrierenmittel herum auszulaufen und in Kontakt mit dem Rezeptorsubstrat zu treten.

Vorzugsweise sind das erste und das zweite Abziehbild und, sofern vorhanden, das weitere Barrierenmittel sandwichartig in einem laminierten Abziehbild angeordnet und Letzteres wird zum Umdrucken des Rezeptorsubstrates verwendet.

Das oder jedes zweite Abziehbild kann ein Substrat umfassen, das eine erste Beschichtung trägt, die das Substrat gegenüber Transfermaterial vom ersten Abziehbild undurchlässig macht. Vorzugsweise umfaßt das absorbierende Auffangmittel eine absorbierende Beschichtung, die auf das Substrat des zweiten Abziehbildes aufgebracht ist, wobei die absorbierende Beschichtung Transfermaterial absorbieren kann, das durch die erste Beschichtung daran gehindert wurde zu dem Rezeptorsubstrat übertragen zu werden, und die erste Beschichtung ist sandwichartig zwischen dem Substrat und der absorbierenden Beschichtung angeordnet.

In einer Ausführungsform umfassen das Barrierenmittel oder die erste Beschichtung eine Metallfolie, vorzugsweise Aluminiumfolie. Alternativ kann das Barrierenmittel oder die erste Beschichtung einen Film aus Kunststoffmaterial umfassen, der vorzugsweise Temperaturen von bis zu 220ºC standhalten kann, ohne sich zu verzerren.

In bevorzugten Ausführungsformen, sind das oder jedes Abziehbild Sublimationsabziehbilder und das Transfermaterial ist eine Sublimationstinte, -farbstoff oder dergleichen. Vorzugsweise umfassen das oder jedes Abziehbild ein Substrat, das eine Sublimationstinte, -farbstoff oder dergleichen trägt, und mindestens ein Abziehbild kann ein Substrat umfassen, das eine Vielzahl von verschiedenen Sublimationstinten, -farbstoffen oder ähnlichen Materialien trägt.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen umfaßt das oder jedes Abziehbild ein Papier oder ähnliches Substrat und die erste Beschichtung kann aus Harz mit schlechten Sublimationsfarb- oder -tintenfreigabeeigenschaften gebildet sein und ist vorzugsweise ein Phenolharz. Das Phenolharz hat vorzugsweise einen Schmelzpunkt von höher als 130ºC, bevorzugt über 138ºC und besonders bevorzugt von 150ºC oder höher. Das Harz kann durch die Zugabe von einem Klebrigmacher modifiziert sein und besonders bevorzugt ist das Phenolharz ein mit Kolophonium modifiziertes Phenolharz. Das Phenolharz sollte so gewählt sein, daß es Blasenbildung widersteht, wenn es auf eine Temperatur im Bereich von 200-220ºC erwärmt wird.

Wenn eine absorbierende Beschichtung vorliegt ist diese vorzugsweise aus einem Polyesterharz gebildet. Das bevorzugte Rezeptorsubstrat ist ein Textilmaterial, das vorzugsweise synthetische Fasern, wie Polyester-, Polyamid-, Akryl- Triacetat- oder Acetatfasern, beinhaltet und besonders bevorzugt Polyesterfasern umfaßt.

Das Abziehbild oder die Abziehbilder können durch Drucken, vorzugsweise Lithographie-, Flexodruck- (Anilindruck-) oder Siebdruckverfahren unter Verwendung üblicher Ausstattung, einschließlich Walzendruckpressen, hergestellt werden. In Ausführungsformen können mindestens zwei zweite Abziehbilder das erste Abziehbild überlappen.

In einem zweiten Aspekt schafft die vorliegende Erfindung einen Blätterartikel zur Verwendung in einem Umdruckverfahren, der ein beschichtetes Papier- oder ähnlich poröses Substrat umfaßt, wobei eine erste auf das Substrat aufgebrachte Beschichtung das Substrat undurchlässig gegenüber einem Transfermaterial macht, wenn der Blätterartikel in einem Umdruckverfahren zwischen einem Abziehbild und einem Rezeptorsubstrat verwendet wird, und eine Beschichtung von absorbierendem Material, zum Absorbieren von Transfermaterial auf der ersten Beschichtung gebildet ist.

Durch Einschließen eines porösen Substrates, sind Blätterartikel gemäß diesem Aspekt der Erfindung in der Lage Tinten, Farbstoffe und ähnliche Materialien der Art, wie sie bei der Herstellung von Abziehbildern verwendet werden, die bei Umdruckprozessen eingesetzt werden, aufzunehmen und zu tragen. Daher können solche Artikel nicht nur unmittelbar als Barrierenmittel in Umdruckverfahren gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung verwendet werden, sondern, sobald sie mit geeigneter Tinte, Farbstoff oder ähnlichen Materialien beschichtet sind (vorzugsweise auf der der ersten Beschichtung gegenüberliegenden Seite des Artikel), sind sie auch als Abziehbilder in solchen Verfahren verwendbar. Ein Blätterartikel kann, so verwendet, gemäß der Erfindung als eine Kombination aus Abziehbild und Barrierenmittel fungieren, in dem das Barrierenmittel automatisch so dimensioniert ist, daß es nur den Teil eines benachbarten Abziehbildes bedeckt, der davon überlappt wird.

In bevorzugten Ausführungsformen umfaßt die erste Beschichtung ein Material, das undurchlässig gegenüber dem Durchtritt von Sublimationstinte, -farbstoff und dergleichen ist. Vorzugsweise umfaßt die erste Beschichtung ein Harz mit schlechten Sublimationstinte- oder -farbstoffreigabeeigenschaften und ist vorzugsweise ein Phenolharz mit den im Vorstehenden diskutierten Eigenschaften. Das absorbierende Material ist vorzugsweise ein Polyesterharz.

In bevorzugten Ausführungsformen trägt das Substrat des Blätterartikels ein Transfermaterial. Die erste und die absorbierende Beschichtung sind vorzugsweise auf einer ersten Seite des Substrates gebildet und das Transfermaterial ist auf gegenüberliegenden Seite des Substrates aufgebracht. Das Transfermaterial ist in bevorzugten Ausführungsformen eine Sublimationstinte, -farbstoff oder dergleichen.

In besonders bevorzugten Ausführungsformen ist der Blätterartikel so ausgelegt, daß er zur Verwendung als Barrierenmittel, kombiniertes Barrierenmittel und absorbierendes Auffangmittel oder als ein zweites Abziehbild in einem Umdruckverfahren gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung geeignet ist.

In einem dritten Aspekt bezieht sich die Erfindung auf ein Abziehbild zur Verwendung in einem Umdruckverfahren, das ein Blättersubstrat umfaßt, welches ein Transfermaterial trägt, wobei das Transfermaterial so ausgewählt ist, daß es im flüssigen Zustand auf ein Rezeptorsubstrat übertragbar ist, und das Blättersubstrat undurchlässig gegenüber dem Transfermaterial ist, eine undurchlässige Beschichtung auf der ersten Seite des Blätterartikels gebildet ist und das Transfermaterial auf der gegenüberliegenden Seite des Blättersubstrates getragen wird.

Vorteilhaft kann ein solches Abziehbild als kombiniertes Barrierenmittel und zweites Abziehbild in einem Verfahren des Umdruckens gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung eingesetzt werden. Das Abziehbild schafft, wenn es so verwendet wird, ein Barrierenmittel, das vorzugsweise immer so dimensioniert ist, daß es nur den Teil eines benachbarten ersten Abziehbildes bedeckt, der davon bedeckt ist.

In Ausführungsformen, ist das Transfermaterial eine Sublimationstinte, -farbstoff oder ein ähnliches Material und vorzugsweise ist das Substrat des Abziehbildes ein Blätterartikel gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung. In diesem Fall ist es bevorzugt, daß die absorbierende und die undurchlässige Beschichtung auf einer ersten Seite des Substrates gebildet sind und das Transfermaterial auf der gegenüberliegenden Seite des Substrates getragen wird.

In einem weiteren Aspekt schafft die vorliegende Erfindung ein laminiertes Abziehbild, das ein Laminat des ersten und zweiten Abziehbildes umfaßt, wobei das zweite Abziehbild ein Substrat umfaßt, das undurchlässig gegenüber Transfermaterial vom ersten Abziehbild ist. Solche laminierte Abziehbilder sind für die Verwendung in einem Verfahren gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung geeignet. Vorzugsweise trägt das Substrat eine Beschichtung, die das Substrat undurchlässig gegenüber Transfermaterial macht. In einer bevorzugten Ausführungsform trägt das Substrat eine weitere Beschichtung zum Absorbieren des Transfermaterials.

Spezielle Ausführungsformen der Erfindung werden nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen beschrieben:

Fig. 1 ist eine Schnittdarstellung der Verwendung eines Laminates von zwei herkömmlichen Papiersublimationsabziehbildern;

Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung der Verwendung eines Laminates von Sublimationsabziehbildern gemäß der Erfindung;

Fig. 3 ist eine Schnittdarstellung der Verwendung eines zweiten Laminates von Sublimationsabziehbildern gemäß der Erfindung;

Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung der Verwendung eines dritten Laminates von Sublimationsabziehbildern gemäß der Erfindung;

Fig. 5 ist eine Schnittdarstellung eines Sublimationsabziehbildes gemäß der Erfindung.

In allen Fig. 1-5 sind die Dicke der Abziehbilder, der Beschichtungen und der textilen Artikel zur leichteren Erkennbarkeit übertrieben dargestellt.

Wie oben dargelegt wird Sublimationsumdrucken zum Färben von textilen Geweben, vorzugsweise von Geweben auf Polyesterbasis, mit farbigen Farben verwendet.

In solchen Verfahren wird bei einer erhöhten Temperatur ein textiles Gewebe mit einem Abziehbild in Kontakt gebracht, das ein Design trägt, das unter Verwendung von mit Sublimationsfarbe beladener Tinte, gedruckt wurde, und die Farbe oder Farben werden dazu gebracht zu sublimieren und von dem Abziehbild zu dem Gewebe zu wandern, um so das Gewebe zu färben.

Kleinere Gewebebahnen können unter Verwendung von Flachdruck- Wärmeübertragungspressen bedruckt werden, in denen die Gewebebahn auf einem Flachbett oder einer Platte plaziert wird, ein zuvor hergestelltes Sublimationsabziehbild dann oben auf das Gewebe plaziert wird und ein Presskissen auf das Abziehbild herunter gelassen wird, wodurch das Gewebe sandwichartig zwischen dem Abziehbild und der Platte eingeschlossen wird. Die Presse wird auf eine Temperatur von etwa 210ºC erwärmt und die Farbe, die von dem Abziehbild getragen wird, wird dazu gebracht zu sublimieren und in das Tuch zu wandern, so daß das Letztere mit einem Spiegelbild des Designs, das ursprünglich auf dem Abziehbild gedruckt war, gefärbt wird. Geeignete Wärmeübertragungspressen schließen die von Hix Corporation in 1201E 27th Street Pittsburg, KS 66762, Vereinigte Staaten von Amerika, unter deren Marke Hix Premier, hergestellten ein. Andere schließen die ein, die unter der Marke BETA von A. Adkins & Sons Limited, in Park Works, Park Road, South Wigston, Leicester LEIS 4QD, England erhältlich sind.

Größere oder kontinuierliche Gewebebahnen können durch Verwendung von Wärmeübertragungs-Druckmaschinen des Walzen-Typs gefärbt werden, in denen ein Abziehbild, das eine Papierbahn, welche mit Tinte, die mit Sublimationsfarbe beladen ist, bedruckt ist, umfaßt, mit einem Tuchgewebe sandwichartig angeordnet wird und um eine erwärmte Walze oder Trommel geführt wird, wobei das Abziehbild zwischen der Walze und dem Gewebe sandwichartig eingeschlossen ist. Wenn das Abziehbild und das Gewebe über die beheizte Walze passieren, wird die durch das Abziehbild getragene Farbe dazu gebracht zu sublimieren und in das Tuch zu wandern und dieses zu färben. Dafür geeigneten Textilumdruckmaschinen schließen die von Bates Textile Machine Co. (Leicestershire) Limited, Harding Street, Leicester, LE1 4DH, England, hergestellten und vertriebenen Maschinen ein. Solche Maschinen umfassen die Model- Nummern MTP 36, MTP 66, BTP 72, BTP 80, STP 80 und HTP 80.

In allen diesen Verfahren wird die Farbe dazu gebracht an das Gewebe im Register übertragen zu werden oder dorthinein zu wandern, um so ein Spiegelbild des Bildes, das ursprünglich durch das Abziehbild getragen wurde, in dem Gewebe zu erzeugen.

Sublimationsabziehbilder selber werden durch konventionelle Drucktechniken, einschließlich Lithographie-, Flexographie- und Siebdruckverfahren, hergestellt, wobei Tinten, die Sublimationstransferfarben umfassen, auf eine geeignete Papierbahn gedruckt werden. Geeignete Sublimationstransferfarben sind erhältlich von Holiday Dyes & Chemicals Limited, PO Box B22, Leeds Road, Huddersfield, HD2 1UH, England und sind unter anderem Sublaprint Yellow 70069, Disperse Yellow 54; Sublaprint Red 70011, Disperse Red 60; Sublaprint Blue 70032, Disperse Blue 359; Sublaprint Orange 70040, Disperse Orange 25; und Sublaprint Black 70065. Zur Herstellung einer Tinte, die für den Lithographiedruck geeignet ist, sollte die gewählte Farbe mit einem Alkyd-Lack und einem schnellbindenden Lithographielack gemischt werden und die resultierende Mischung sollte auf eine maximale Partikelgröße von 5 um in einem Walzenmahlwerk, einer Kugel- oder einer Stabmühle gemahlen werden. Ein geeigneter Alkyd-Lack ist Terlon 3 und ein geeigneter Lithographielack ist LU2913, die beide erhältlich sind von Lawter International Ltd., in Murdock Road, Bicester, Oxfordshire OX6 7PN, England. Diese konzentrierte Tinte kann mit einem Lack, der aus einem Ethylcellulose-Harz, das in einem Kohlenwasserstoff- Lösungsmittel gelöst ist, das vorzugsweise, um die Verwendung in der Siebdrucktechnik zu ermöglichen, auch eine oberflächenaktive Substanz beinhaltet verdünnt werden. Geeignete Ethylcellulose-Harze schließen die unter der eingetragenen Marke AQUALON, einschließlich der Klassen EHEC und N7 von Aqualon (UK) Ltd. oder Hercules Resins Ltd., in Langby Road, Pendlebury, Salford M6 6JU, England, erhältlichen ein. Geeignete Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel schließen ShellSol A, ShellSol R und Cyclohexanone, die alle von Hays Chemical Distribution Ltd., in King Street, Garston, Liverpool L19 8EG, England, erhältlich sind, ein. Geeignete oberflächenaktive Substanzen schließen solche Silikonverbindungen, die herkömmlicherweise zur Unterstützung der Reibechtheit im Siebdruck verwendet werden, ein. Geeignete Papierbahnen zur Bildung von Sublimationsabziehbildern schließen solche ein, die unter der Marke Huntsman Velvet von Robert Horne erhältlich sind, wobei die bevorzugten Klassen 90 und 100 gsm sind.

Wenn zwei benachbarte herkömmliche Sublimationsabziehbilder überlappen, oder ein Versuch gemacht wird großflächige Designs durch Bildung eines Laminates aus zwei oder mehr konventionellen Papierabziehbildern herzustellen, werden die Bereiche des Gewebes, die, wenn das Gewebe bedruckt ist, im Register mit überlappenden Abziehbildern waren, eine Mischung aus den Farben, die von den Abziehbildern im Überlappungsbereich getragen wurden, erhalten. Fig. 1 zeigt das Ergebnis des Bedruckens eines Gewebes 10 mit einem Laminat aus einem ersten (äußeren) 11 und einem zweiten (inneren) 12 konventionellen Papiersublimationsabziehbild, in einer Wärmeübertragungspresse. In Fig. 1 und in den sich daran anschließenden Darstellungen werden die auf die Abziehbilder gedruckten und in das Gewebe gefärbten Farben gemäß dem folgenden Schema bezeichnet:

Bezugsnummer Farbe

1 keine Farbe (Weiß)

2 Rot

3 Schwarz

4 Violett

5 Gelb

6 Grün

7 Blau

8 Orange

9 Braun

Folglich kann Fig. 1 entnommen werden, daß, wenn das äußere Abziehbild 11 (wie es auf das Gewebe in der Presse aufgebracht wird) gelbfarbig 5 ist und das innere Abziehbild 12 farblos ist, das Gewebe 10 gelb 5 gefärbt wird; wohingegen, wenn das innere Abziehbild 11 rot 2 gedruckt ist und das äußere Abziehbild 12 gelb 5 und grün 6 gedruckt ist, wird das Gewebe 10 orange 8 bzw. braun 9 gefärbt. Wenn das innere Abziehbild 12 eine violette Farbe 4 trägt und das äußere Abziehbild 11 eine gelbe Farbe 5 trägt wird das Gewebe als Resultat dessen, daß die violette Farbe 4 mit der gelben Farbe 5 verunreinigt wird, grün gefärbt.

In einer ersten Ausführungsform der Erfindung, wie in Fig. 2 dargestellt, sind die ersten und zweiten Abziehbilder 13 und 14 in einer konventionellen Art hergestellt, durch Aufdrucken von Sublimationsfarben, die Tinten der durch die Nummern angegebenen Farben tragen, auf Papiergewebe. Eine Aluminiumfolie 15 wird dann auf die unbedruckte Rückseite des zweiten Abziehbildes 14 aufbracht, unter Verwendung eines Klebemittels (z. B. 3 M Spray Mount), das Temperaturen über 220ºC standhalten kann. Die laminierte Folie 15 und das zweite Abziehbild 14 können dann in die erforderliche Form geschnitten und dann an der bedruckten Oberfläche des ersten bedruckten Abziehbildes 13 unter Verwendung des gleichen Klebemittels befestigt werden, um ein laminiertes Abziehbild, in dem die Aluminiumfolie 15 sandwichartig zwischen dem ersten und zweiten Abziehbild 13 und 14 angeordnet ist, zu erzeugen. Das erste Abziehbild 13 ist größer als das zweite Abziehbild 14 und wenn diese, wie zuvor beschrieben, zusammengesetzt werden, bedecken das zweite Abziehbild 14 und die Folie 15 nur teilweise das erste Abziehbild 13.

Das vollständige laminierte Abziehbild, wie in Fig. 2 gezeigt, kann eingesetzt werden um Gewebe unter Verwendung einer Flachdruck-Wärmeübertragungspresse zu bedrucken. Das Bild, das durch das erste Abziehbild 13 geliefert wird, sollte relativ klein sein und vorzugsweise quer nicht mehr als 3-4 inch betragen, um jegliche Schwierigkeiten, die als Resultat einer Ausdehnung der Folie 15 während des Druckprozesses auftreten können, zu vermeiden. Wenn die Abziehbilder 13 und 14 in dieser Weise auf das Gewebe aufgebracht werden, werden sie ein Gewebe 16 wie in Fig. 2 gezeigt färben, d. h. die Farben, die von dem zweiten Abziehbild 14 getragen werden, werden im Register auf dem Gewebe 16 produziert, wobei die Farbe, die von dem ersten Abziehbild 13 getragen wird, nur dort zu dem Gewebe 16 wandert, wo es nicht von dem zweiten Abziehbild 14 und der Folie 15 bedeckt ist.

Natürlich ist das Verfahren nicht auf die in Fig. 2 gezeigten Farben und Abziehbild- Dimensionen beschränkt oder auf ein Laminat von nur zwei Abziehbildern und einer Folie. Andersfarbige Farben können eingesetzt werden und zusätzliche Abziehbilder und Folien können mit dem ersten und zweiten Abziehbild 13 und 14 und der Folie 15 zusammen laminiert werden.

In einer zweiten Anordnung gemäß der Erfindung kann die Aluminiumfolie 15 durch ein Kunststoffmaterial ersetzt werden, das 220ºC standhalten kann ohne sich zu verzerren, wie MELLINEX (von I. C. I. erhältlich). Der Vorteil dieser Anordnung ist, daß der Kunststoff-Film mehrmals wieder verwendet werden kann.

Fig. 3 zeigt ein laminiertes Abziehbild, in dem ein Blatt Mellinex 17 sandwichartig zwischen einem ersten Papierabziehbild 18 und einem zweiten Papierabziehbild 19 angeordnet ist, die beide mit Sublimationstinten bedruckt sind, die Farbstoffe der angegebenen Farben tragen, wobei ein zweites Mellinex Blatt 20, wie dargestellt, an die Oberfläche des zweiten Abziehbildes 19 gebunden ist. Das resultierende laminierte Abziehbild kann auf einer Flachdruck-Wärmeübertragungspresse verwendet werden und wird, wenn es so verwendet wird, ein Gewebetuch 21 mit den in Fig. 3 gezeigten Farben färben. Die Mellinex Blätter 17 und 20 sind mit 3M Spray Mount an die Papierabziehbilder 17 und 19 gebunden.

Eine dritte Ausführungsform der Erfindung betrifft die Verwendung von vorbeschichtetem Papier, zur Bildung eines Sublimationsabziehbildes. Zur Herstellung von Sublimationsabziehbildern geeignetes Papier wird zunächst mit einer Phenolharzlösung, oder einer Lösung eines modifizierten Phenolharzes, die in einem Lösungsmittel, das aliphatische Kohlenwasserstoffe und ein langsam verdunstendes Keton umfaßt, gelöst ist, entweder durch Siebdruck oder durch Walzenbeschichtung beschichtet. Die Beschichtung wird durch ein 90T Mesh aufgebracht, um eine Dicke von 25-30 um zu erzeugen, und wird dann durch Aufblasen erwärmter Luft getrocknet. Das eingesetzte Phenolharz wird so ausgewählt, daß es Temperaturen über 200ºC und vorzugsweise 220ºC ohne Blasenbildung standhalten kann. Es ist wichtig, daß keine Weichmacher in der Beschichtung vorhanden sind, da anderenfalls die Schärfe jedes resultierenden Bildes beeinflusst werden kann. Das Harz sollte auch eine sehr schlechte Sublimationsfarbfreigabefähigkeit besitzen, da es sich gezeigt hat, daß es diese Eigenschaft ist, die Farbpenetration durch das Papier verhindert. Ein mit Kolophonium modifiziertes Phenolharz, das für die Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet ist, ist Mitchanol 32, erhältlich von Mitchanol International Ltd., in Hallowfield Way, Church Road, Mitcham, Surrey CR4 3YE, England.

Sobald diese Beschichtung getrocknet ist, wird eine zweite Beschichtung, dieses mal ein, wie von Coates Screen Inks erhältliches, Polyesterharz, auf die gleiche Seite des Papiers aufgebracht, wie das Phenolharz. Diese zweite Beschichtung dient als ein absorbierendes Auffangmittel für Farbe, die von einem anliegenden Sublimationsabziehbild freigesetzt wird, wenn das beschichtete Papier verwendet wird um ein solches Abziehbild in einem Sublimationsumdruckprozeß zu bedecken.

Papier, das in der vorgenannten Weise beschichtet wurde, kann mit Tinten, die mit Sublimationstransferfarben beladen sind, bedruckt werden, um Abziehbilder zu schaffen, in denen die Beschichtungen integrierte Barrieren und absorbierende Auffangschichten bilden. Die Tinten, die Sublimationsfarben enthalten, sollten jedoch auf die unbeschichtete Seite des Papiergewebes gedruckt werden. Die Anordnung der Beschichtungen und gedruckten Tinten sollte wie in Fig. 5 gezeigt sein, in der das Papiergewebe mit 22 bezeichnet ist, die Sublimationsfarbe mit 23, die Beschichtung aus Phenolharz mit 24 und die Polyesterbeschichtung mit 25.

Abziehbilder der in Fig. 5 gezeigten Art oder unbedruckte Papierblätter, die mit Harzen in der vorgenannten Weise beschichtet wurden, können verwendet werden, um laminierte Sublimationsabziehbilder zu erzeugen. Eine beispielhafte Anordnung ist in Fig. 4 gezeigt, in der zwei zweite Abziehbilder 28 und 27, die wie in Fig. 5 gezeigt gebildet sind, auf Form geschnitten und zusammen mit einem unbedruckten Blatt von mit Harz beschichtetem Papier 30, das keine Sublimationsfarbe trägt, an ein erstes Abziehbild 29 gebunden sind. Das erste Abziehbild 29 muß nicht selber auf beschichtetes Papier gedruckt sein, obwohl diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist. Das resultierende laminierte Abziehbild kann entweder in einer Flachdruck- Wärmeübergangsdruckmaschine oder eine Wärmeübergangsdruckmaschine des Walzen-Typs verwendet werden um ein Bild auf einem Gewebe 30, wie in Fig. 4 gezeigt, zu erzeugen.

Es ist bevorzugt, daß alle Farben, zur Herstellung der Tinte, die verwendet wird um das Sublimationsabziehbild zu drucken, "C"-Rating besitzen sollten, d. h. in der Lage sein sollten durch eine einzelne Papierlage zu penetrieren.

Die zuletzt beschriebene Methode kann benutzt werden, um Muster mit Rapports, die weit über den Umfang der Walzen, die verwendet werden, um irgendeines der eingesetzten Abziehbilder zu drucken, hinausgeht, zu erzeugen, durch entsprechendes Drucken und Zuschneiden der zweiten Abziehbilder und deren Verbinden mit einem ersten Abziehbild, das, wie in Fig. 4 gezeigt, mit einer Blockfarbe bedruckt ist.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Umdrucken auf ein Rezeptorsubstrat, umfassend das wenigstens teilweise Bedecken eines ersten Abziehbildes mit einem Barrierenmittel, das zwischen dem ersten Abziehbild und dem Rezeptorsubstrat angeordnet wird, wobei dort, wo das Barrierenmittel das erste Abziehbild auf diese Weise bedeckt, Transfermaterial im wesentlichen daran gehindert wird, von dem ersten Abziehbild auf das Rezeptorsubstrat übertragen zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Abziehbild, bestehend aus einem Substrat, das gegenüber Transfermaterial von dem ersten Abziehbild undurchlässig ist, das Barrierenmittel bereitstellt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, umfassend das wenigstens teilweise Bedecken des zweiten Abziehbildes mit weiterem Barrierenmittel, das zwischen dem zweiten Abziehbild und dem Rezeptorsubstrat angeordnet wird, wobei dort, wo das weitere Barrierenmittel ein Abziehbild bedeckt, Transfermaterial davon im wesentlichen daran gehindert wird, auf das Rezeptorsubstrat übertragen zu werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem sich ein absorbierendes Auffangmittel zwischen dem Barrierenmittel oder dem weiteren Barrierenmittel und dem/den davon bedeckten Abziehbild oder Abziehbildern befindet, um Transfermaterial zu absorbieren, das von dem genannten Barrierenmittel daran gehindert wurde, auf das Rezeptorsubstrat übertragen zu werden.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das erste Abziehbild, das zweite Abziehbild und, sofern vorhanden, das weitere Barrierenmittel sandwichartig in einem laminierten Abziehbild angeordnet sind, wobei Letzteres zum Umdrucken des Rezeptorsubstrats verwendet wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das absorbierende Auffangmittel einstückig mit dem zweiten Abziehbild ausgebildet ist.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem das zweite Abziehbild aus einem Substrat besteht oder dieses umfaßt, das eine erste Beschichtung trägt, die das Substrat gegenüber Transfermaterial von dem ersten Abziehbild undurchlässig macht.

7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das zweite Abziehbild ein Blätterartikel oder ein Abziehbild ist.

8. Verfahren nach Anspruch 5 und Anspruch 6, bei dem das absorbierende Auffangmittel eine auf das Substrat des zweiten Abziehbildes aufgebrachte absorbierende Beschichtung umfaßt, um Transfermaterial zu absorbieren, das von der ersten Beschichtung daran gehindert wird, auf den Rezeptor übertragen zu werden.

9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die erste Beschichtung sandwichartig zwischen dem Substrat und der absorbierenden Beschichtung angeordnet ist.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem das Barrierenmittel oder die erste Beschichtung Metallfolie, vorzugsweise Aluminiumfolie, oder einen Film aus Kunststoffmaterial umfaßt, die/das vorzugsweise Temperaturen von bis zu 220ºC standhalten kann, ohne zu verzerren.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem das erste und/oder das zweite Abziehbild ein Sublimationsabziehbild ist, bestehend aus einem Substrat, das eine Sublimationstinte, -farbe oder dergleichen trägt.

12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem wenigstens ein Abziehbild ein Substrat umfaßt, das eine Mehrzahl verschiedener Sublimationstinten, - farben oder ähnliche Materialien trägt.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei dem jedes Abziehbild ein Papier oder ein ähnliches Substrat umfaßt.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei dem die erste Beschichtung aus einem Harz mit schlechten Sublimationsfarb- oder - tintenfreigabeeigenschaften, vorzugsweise Phenolharz, gebildet wird.

15. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem die absorbierende Beschichtung aus einem Polyesterharz gebildet wird.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem das Rezeptorsubstrat ein Textilmaterial ist und vorzugsweise Polyesterfasern umfaßt.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei dem das/die Abziehbild(er) per Druck hergestellt wird/werden, vorzugsweise durch Lithographie-, Flexodruck- oder Siebdruckverfahren.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei dem ein erstes Abziehbild und eine Mehrzahl von zweiten Abziehbildern sandwichartig angeordnet werden, so daß dort, wo das Barrierenmittel ein Abziehbild bedeckt, Transfermaterial davon im wesentlichen daran gehindert wird, zum Rezeptorsubstrat übertragen zu werden.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, bei dem wenigstens zwei zweite Abziehbilder das erste Abziehbild bedecken.

20. Blätterartikel zur Verwendung in einem Verfahren zum Umdrucken nach einem der Ansprüche 1 bis 19, umfassend ein beschichtetes Papier oder ein ähnliches poröses Substrat, wobei eine erste auf das Substrat aufgebrachte Beschichtung das Substrat gegenüber einem Transfermaterial undurchlässig macht, wenn der Blätterartikel in einem Umdruckverfahren zwischen einem Abziehbild und einem Rezeptorsubstrat verwendet wird, und eine Beschichtung aus absorbierendem Material zum Absorbieren von Transfermaterial auf der ersten Beschichtung ausgebildet ist.

21. Blätterartikel nach Anspruch 20, bei dem die erste Beschichtung ein Material umfaßt, das gegenüber dem Durchfluß von Sublimationstinte, - farbe oder dergleichen undurchlässig ist.

22. Blätterartikel nach Anspruch 21, bei dem die erste Beschichtung ein Harz mit schlechten Sublimationstinten- oder -farbfreigabeeigenschaften umfaßt und vorzugsweise ein Phenolharz ist.

23. Blätterartikel nach einem der Ansprüche 20 bis 22, bei dem das absorbierende Material ein Polyesterharz ist.

24. Blätterartikel nach einem der Anspüche 20 bis 23, bei dem das Substrat ein Transfermaterial trägt.

25. Blätterartikel nach Anspruch 24, bei dem die erste Beschichtung und die absorbierende Beschichtung auf eine erste Seite des Substrats aufgetragen wurden und das Transfermaterial auf die gegenüberliegende Seite des Substrates aufgebracht wird.

26. Blätterartikel nach Anspruch 24 oder 25, bei dem das Transfermaterial eine Sublimationstinte, -farbe oder dergleichen ist.

27. Abziehbild zur Verwendung in einem Umdruckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, umfassend ein Blättersubstrat, das ein Transfermaterial trägt, wobei das Transfermaterial so ausgewählt wird, daß es zu einem Rezeptorsubstrat in einem Fluidzustand übertragbar ist, und das Blättersubstrat gegenüber dem Transfermaterial undurchlässig ist, eine undurchlässige Beschichtung auf einer ersten Seite des Blättersubstrats ausgebildet wird und das Transfermaterial auf der gegenüberliegenden Seite des Blättersubstrats getragen wird.

28. Abziehbild nach Anspruch 27, bei dem das Transfermaterial so ausgewählt wird, daß es als Sublimat und vorzugsweise als Sublimationstinte, -farbe oder ähnliches Material übertragbar ist.

29. Abziehbild nach Anspruch 27 oder Anspruch 28, bei dem das Substrat ein Blätterartikel nach einem der Ansprüche 20 bis 23 ist.

30. Abziehbild nach Anspruch 29, bei dem absorbierende und undurchlässige Beschichtungen auf einer ersten Seite des Substrats ausgebildet werden und das Transfermaterial auf der gegenüberliegenden Seite des Substrats getragen wird.

31. Laminiertes Abziehbild, geeignet zur Verwendung in einem Verfahren nach Anspruch 1, umfassend ein Laminat aus einem ersten und einem zweiten Abziehbild, wobei das zweite Abziehbild ein gegenüber Transfermaterial von dem ersten Abziehbild undurchlässiges Substrat ist.

32. Laminiertes Abziehbild nach Anspruch 31, umfassend ein Substrat, das eine Beschichtung trägt, die das Substrat gegenüber Transfermaterial undurchlässig macht, und zur Verwendung in einem Verfahren nach Anspruch 6 geeignet ist.

33. Laminiertes Abziehbild nach Anspruch 32, bei dem das Substrat eine weitere Beschichtung zum Absorbieren von Transfermaterial trägt und das Abziehbild zur Verwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 19 geeignet ist.

34. Laminiertes Abziehbild nach Anspruch 31, bei dem das zweite Abziehbild einen Blätterartikel nach einem der Ansprüche 20 bis 26 oder ein Abziehbild nach einem der Ansprüche 27 bis 30 umfaßt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com