PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19920050A1 09.11.2000
Titel Lüftungskanal mit Schalldämpfungselement
Anmelder Jacobs, Heinz-Josef, 33100 Paderborn, DE
Erfinder Jacobs, Heinz-Josef, 33100 Paderborn, DE
Vertreter Hanewinkel, L., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 33102 Paderborn
DE-Anmeldedatum 03.05.1999
DE-Aktenzeichen 19920050
Offenlegungstag 09.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.11.2000
IPC-Hauptklasse F24F 13/24
Zusammenfassung Ein Lüftungskanal (1) enthält mindestens ein sich in Strömungsrichtung (S) im Lüfungskanal (1) erstreckendes Schalldämpfungselement (10), welches quer zur Strömungsrichtung (S) einen eckigen ringförmigen Querschnitt aufweist und welches an allen Seiten zu den Lüftungskanalseitenwänden (2) oder zu benachbarten Schalldämpfungselementen (10) beabstandet im Lüftungskanal (1) angeordnet ist.
Zur Halterung des Schalldämpfungselements (10) sind kreuzweise zueinander im Abstand zu den Seitenwänden (2) des Lüftungskanals (1) Haltestreben (3) gespannt. Diese liegen parallel außen an den Außenwänden (16) des Schalldämpfungselements (10) und bilden einen Halterahmen (4), in dem das oder jedes Schalldämpfungselement (10) eingeschoben im Lüftungskanal (1) gehalten wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Lüftungskanal mit mindestens einem sich in Strömungsrichtung im Lüftungskanal erstreckenden Schalldämpfungselement, welches quer zur Strömungsrichtung einen eckigen, ringförmigen Querschnitt aufweist, und welches an allen Seiten zu den Lüftungskanalseitenwänden oder zu benachbarten Schalldämpfungselementen beabstandet im Lüftungskanal angeordnet ist.

Ein derartiger Lüftungskanal ist Gegenstand der deutschen Patentanmeldung 198 41 567.2, zu der die vorliegende Erfindung einen Zusatz bildet, der sich auf eine spezielle Aufhängung der erfindungsgemäßen Schalldämpfungselemente im Lüftungskanal bezieht. Es wird insoweit vollinhaltlich auf die 198 41 567.2 Bezug genommen, die in ihrer Gesamtheit als Teil der Offenbarung dieser Zusatzanmeldung anzusehen ist.

Die genannten Schalldämpfungselemente haben den Vorteil, daß bei einer geringeren Querschnittsfläche des Absorbermaterials die Absorberfläche, an der die Luft vorbeistreicht, erheblich größer ist als bei den sonst üblicherweise verwendeten Schalldämpfungselementen. Somit kann bei gleichem Luftdurchsatz auf einer geringeren Querschnittsfläche eine höhere Dämpfung erreicht werden.

Damit alle Absorberflächen gut genutzt werden können, soll das Schalldämpfungselement an allen Seiten zur Lüftungskanalwandung beabstandet um Lüftungskanal angeordnet sein.

Hierzu wird in der o. g. Schrift vorgeschlagen, die Schalldämpfungselemente mittels einer schienenförmigen Aufhängung in Längsrichtung einschiebbar im Lüftungskanal anzuordnen.

Insbesondere wird konkret vorgeschlagen, an der Außenwand des Lüftungskanals eine T-förmige Schiene anzubringen, welche in ein C-förmiges Aufhängeelement am Schalldämpfungsmodul eingreift. In ähnlicher Form können zwei benachbarte Schalldämpfungsmodule über eine Doppel-T-Schiene miteinander verkoppelt sein.

Alternativ wird vorgeschlagen, eine L-förmige Schiene zu verwenden, die in ein entsprechend im Querschnitt L-förmiges Aufhängeelement an der Außenwandung des Schalldämpfungselements eingreift.

Bei beiden Aufhängemethoden ist es notwendig, daß exakt passig zueinander am Schalldämpfungselement und an den Lüftungskanalseitenwänden die zueinandergehörigen Aufhängeelemente bzw. Schienen angeordnet werden. Es ist daher eine recht präzise Fertigung nötig. Darüber hinaus kann es unter ungünstigen Umständen vor Ort etwas umständlich sein, die Schalldämpfungselemente in die Schienen exakt einzuhängen.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Alternative zu diesen genannten Aufhängungsmethoden der Schalldämpfungselemente im Lüftungskanal zu schaffen, welche einfach und kostengünstig zu fertigen ist und bei der die Schalldämpfungsmodule auch unter schwierigen Bedingungen vor Ort leicht in den Lüftungskanal einschiebbar und aus dem Lüftungskanal entnehmbar sind.

Diese Aufgabe wird durch einen Lüftungskanal mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Demgemäß besteht die Haltekonstruktion aus kreuzweise zueinander im Lüftungskanal gespannten, im Abstand zu den Seitenwänden des Lüftungskanals parallel außen an den Außenwänden des Schalldämpfungselements anliegend verlaufenden Haltestreben. Diese Haltestreben bilden mindestens einen Halterahmen, wobei die Kreuzungspunkte der Haltestreben jeweils eine Ecke des Halterahmens bilden. In den jeweiligen Halterahmen wird ein Schalldämpfungselement einfach eingeschoben, wobei am Schalldämpfungselement keinerlei Halteelemente mehr benötigt werden.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel verlaufen alle Haltestreben von einer Seitenwand zu einer anderen Seitenwand des Lüftungskanals, d. h. jede der Haltestreben ist zwischen zwei Seitenwänden aufgespannt. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel verlaufen eine erste Sorte von Haltestreben nur in einer Richtung zwischen zwei Seitenwänden. Die quer dazu verlaufende zweite Sorte von Haltestreben verlaufen jeweils nur zwischen zwei benachbarten Haltestreben der ersten Sorte.

Vorzugsweise weiden im Lüftungskanal zur Halterung eines Schalldämpfungselements mindestens zwei Halterahmen in Strömungsrichtung in einem Abstand hintereinander angeordnet, so daß das Schalldämpfungselement zumindest in seinem vorderen Endbereich und in seinem hinteren Endbereich in einem Halterahmen gehalten wird.

Es ist möglich, durch vier entsprechend kreuzweise gespannte Haltestreben genau einen Halterahmen zu bilden. Alternativ ist es selbstverständlich auch möglich, durch eine entsprechend größere Anzahl von parallel gespannten Haltestreben mehrere nach Art einer Matrix in einer Ebene neben- und/oder übereinanderliegende Halterahmen zu bilden. So können z. B. mit acht Haltestreben, wobei jeweils vier parallel nebeneinander gespannt werden und die anderen vier kreuzweise dazu parallel zueinander gespannt werden, insgesamt vier in einer Ebene liegende Halterahmen gebildet werden.

Werden, wie oben beschrieben, nur in einer Richtung die Haltestreben zwischen den Seitenwänden verspannt und die quer dazu verlaufenden Haltestreben zwischen diesen erstgenannten Haltestreben, so ist es möglich, auch in einer Ebene mehrere Halterahmen unterschiedlicher Größe zu bilden, so daß nebeneinander im Lüftungskanal unterschiedlich dimensionierte Schalldämpfungselemente untergebracht werden können.

Bei einer besonders einfachen und stabilen Ausführungsform sind die Haltestreben von flachen Materialstreifen, z. B. aus Blech, gebildet, deren Seitenflächen flach an den Außenwänden des jeweiligen Schalldämpfungselements anliegen. Beim Einschieben werden die Schalldämpfungselemente durch die flachen Materialstreifen zwangsläufig passend geführt.

Eine hohe Stabilität läßt sich inbesondere dadurch erreichen, daß die streifenförmigen Haltestreben in ihren Kreuzungspunkten jeweils quer zu ihrer Längsrichtung halbseitig geschlitzt und zur Bildung einer Rahmenecke mit den Schlitzen wechselseitig ineinandergesteckt sind.

Bevorzugt werden die Haltestreben an ihren Enden an den Seitenwänden jeweils durch Nieten gehalten, die einen Nietenkopf und einen sich daran anschließenden Klemmabschnitt aufweisen. Die Nieten sind dabei jeweils durch Bohrungen in den Seitenwänden des Lüftungskanals mit ihrem Klemmabschnitt hineingesteckt und der Klemmabschnitt weist quer zur Einsteckrichtung endseitig einen Schlitz auf, in welchem die jeweilige Haltestrebe festgeklemmt ist.

Bei dem Aufbau, bei dem einige Mittelstreben nicht zwischen den Seitenwänden, sondern zwischen zwei senkrecht dazu verlaufenden Haltestreben gespannt werden, sind für diese kürzen Haltestreben- Abschnitte folgende Befestigungsmöglichkeiten denkbar. Zum einen können die Haltestreben-Abschnitte an ihren Enden ebenfalls mit Nieten in den durchgehenden Haltestreben gehalten werden. Die Haltestreben-Abschnitte können jedoch auch einfach über die durchgehenden Haltestreben hinaus geführt werden und dann durch entsprechend halbseitiges Schlitzen unter Bildung einer Rahmenecke, wie oben beschrieben, mit den durchgehenden Haltestreben verbunden sein. Dies ist die einfachere und daher bevorzugte Ausführungsform.

Die Erfindung wird im folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es stellen dar:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Lüftungskanals mit erfindungsgemäßen Halterahmen für ein Schalldämpfungselement,

Fig. 2 eine perspektivische Frontansicht eines erfindungsgemäßen, im Querschnitt quadratischen Schalldämpfungselements,

Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Schalldämpfungselement gemäß Fig. 2 (der Strömungsleitkopf in der linken und in der rechten Hälfte ist in unterschiedlichen Ausführungsformen dargestellt).

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Lüftungskanals gemäß Fig. 1, mit gestrichelt angedeuteter Lage des Schalldämpfungselements gemäß Fig. 2,

Fig. 5 eine Detailzeichnung einer Kreuzungsverbindung zwischen zwei Haltestreben,

Fig. 6 eine schematische Darstellung eines Lüftungskanals mit vier neben- und übereinander angeordneten Schalldämpfungselementen in der Frontansicht,

Fig. 7 eine detaillierte Seitenansicht einer Niet in einer Seitenwand des Lüftungskanals,

Fig. 8 eine schematische Darstellung eines Lüftungskanals mit mehreren neben- und übereinander angeordneten Schalldämpfungselementen in unterschiedlichen Dimensionen in der Frontansicht.

Wie aus den Figuren ersichtlich, weist ein im Lüftungskanal (1) sich in Strömungsrichtung (S) erstreckendes Schalldämpfungselement (10) quer zur Strömungsrichtung (S) einen eckigen ringförmigen Querschnitt auf, der gleichzeitig eine prozentuale Luftmenge aufnimmt und durchströmen läßt.

Das Schalldämpfungselement (10) ist hierbei von der Ringöffnung (11) aus radial nach außen mehrschichtig ausgebildet, wobei als innerste Schicht zunächst ein die Ringöffnung (11) begrenzender innerer Lochblechmantel (12) vorgesehen ist, an den sich radial nach außen eine innere Faserdämmschicht (13) anschließt. Daran grenzt eine mittlere Gesteinsdämmschicht (14) als Kernschicht an. Um diese Gesteinsdämmschicht (14) ist wiederum eine äußere Faserdämmschicht (15) gelegt, welche von einem das Schalldämpfungselement (10) nach außen begrenzenden äußeren Lochblechmantel (16) begrenzt ist.

Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen weisen die Schalldämpfungselemente (10) und die jeweilige Ringöffnung (11) koaxial ineinanderliegende quadratische Querschnitte auf, die vorzugsweise in Lüftungskanäle (1) mit rechteckigem Querschnitt eingesetzt werden. Prinzipiell können die Schalldämpfungselemente (10) und der Lüftungskanal (1) aber auch einen beliebigen anderen eckigen Querschnitt, z. B. einen parallelogramm-, trapezförmigen oder polygonen Querschnitt aufweisen.

Bei den Faserdämmschichten (12, 15) handelt es sich jeweils um unbrennbare Glasfasergewebeschichten. Diese Faserdämmschichten (12, 15) sind in erster Linie für die schalldämmende Wirkung verantwortlich.

Die Gesteinsschicht (14) besteht aus Lavagesteinskörnern mit einer Körnung von vorzugsweise zwischen 3 bis 6 mm.

Die Lochblechmäntel (12, 16) weisen im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Anteil der Lochfläche zu geschlossener Fläche von 40 : 60 auf.

Derartig schichtweise aufgebaute Schalldämpfungselemente (10) sind ausgesprochen leicht, montagefreundlich, nicht verletzbar und sehr formstabil, so daß sie auch in Längen bis etwa 3 m in einem Stück hergestellt werden können.

Anströmseitig weisen die Schalldämpfungselemente (10) einen Strömungsleitkopf (20) auf, welcher durch geeignete Mittel an dem Schalldämpfungselement (10) befestigt ist. Eine derartige Befestigung kann z. B. über Klammern, Blindnieten oder Schrauben erfolgen (nicht dargestellt).

Der Strömungsleitkopf (20) weist jeweils an seiner zum Schalldämpfungselement (10) weisenden Seite (27) ein dem Schalldämpfungselement (10) entsprechenden Querschnitt auf und läuft zu seinem anströmseitigen freien Ende (28) hin radial von außen zur Ringöffnung (11) konisch zu. Bei den in den Figuren dargestellten quadratischen Schalldämpfungselementen (10) weist der Strömungsleitkopf (20) eine äußere Form nach Art eines Klostergewölbes auf (s. Fig. 2).

Bei dem in Fig. 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Strömungsleitkopf (20) außenseitig einen geschlossenen Mantel (25) auf und zur Ringöffnung (11) hin einen Lochblechmantel (22). Der Strömungsleitkopf (20) ist hierbei mit einem ringförmigen Kern (23) aus einer Gesteinsschicht befüllt, welcher von einer Faserdämmschicht (24) ummantelt ist (Fig. 3, linke Seite). Alternativ kann der Strömungsleitkopf (20) auch hohl ausgebildet sein (Fig. 3, rechte Seite).

Ebenso kann der Strömungsleitkopf (20) auch komplett, d. h. außenseitig als auch zur Ringöffnung hin einen geschlossenen Mantel (25, 26) aufweisen (Fig. 3, rechte Seite), oder komplett einen Lochblechmantel (21, 22) aufweisen (Fig. 3, linke Seite).

Je nach Größe der Schalldämpfungselemente (10) und nach Größe des Lüftungskanals (1) kann in einem Lüftungskanal (1) nur ein Schalldämpfungselement (10) eingeschoben sein oder es können auch mehrere Schalldämpfungselemente (10) modulartig in Reihen und/oder Spalten parallel nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sein. Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit vier nebeneinander bzw. übereinander angeordneten Modulen in einem Lüftungskanal (1).

Bei einem einzigen Schalldämpfungselement (10) in einem Lüftungskanal (1) ist das Schalldämpfungselement (10) an allen Seiten zur Lüftungskanalwandung (2) beabstandet im Lüftungskanal (1) angeordnet. Befinden sich im Lüftungskanal (1) mehrere Schalldämpfungselemente (10) (Fig. 6), so ist der Abstand (c) benachbarter Schalldämpfungselemente (10) zueinander und der Abstand (d) zwischen den zur Lüftungskanalwandung (2) benachbarten Schalldämpfungselementen und der Lüftungskanalwandung (2) in etwa so groß wie das Kantenmaß (a) der Ringöffnung (11) der Schalldämpfungselemente (10).

Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Lüftungskanal (1) eine Kantenlänge von 840 mm auf und die äußere Kantenlänge eines Moduls entspricht 340 mm bei einer Kantenlänge (a) der Ringöffnung von ca. 100 mm. Somit beträgt der Abstand zwischen zwei Modulen jeweils 80 mm und der Abstand der Module zur Außenwandung (2) des Lüftungskanals (1) 40 mm. Ein optimaler Wert für die Kantenlänge (a) oder den Durchmesser der Ringöffnung (11) liegt erfahrungsgemäß zwischen 80, 100 oder 120 mm in Abhängigkeit der Luftmenge und der gewünschten Dämpfung.

Erfindungsgemäß sind zur Halterung der Schalldämpfungselemente (10) zwischen den Seitenwänden (2) des Lüftungskanals (1) kreuzweise Haltestreben (3) gespannt.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weisen diese Haltestreben (3) den o. g. gewünschten Abstand zu den Seitenwänden (2) des Lüftungskanals (1) auf und verlaufen parallel zu den jeweiligen Seitenwänden (2).

Die Haltestreben (3) sind aus flachen Blechstreifen (3) gebildet, deren Seitenflächen flach an den Außenwänden (16) des jeweiligen Schalldämpfungselements (10) anliegend. An den Kreuzungspunkten zweier quer zueinander verlaufenden Haltestreben (3) sind die Blechstreifen (3) jeweils quer zu ihrer Längsrichtung halbseitig geschlitzt und zur Bildung einer stabilen Rahmenecke mit den Schlitzen (6) wechselseitig ineinandergesteckt (siehe Fig. 5).

Diese flache Form hat den Vorteil, daß beim Einschieben der Schalldämpfungselemente (10) in einen Halterahmen (4) das Schalldämpfungselement (10) von den flachen Blechstreifen (3) geführt wird. Damit ein Schalldämpfungselement (10) im Lüftungskanal (1) sicher gehalten wird, befinden sich jeweils in einem Abstand (e) in Strömungsrichtung hintereinander Halterahmen (4) angeordnet. Auf diese Weise wird das Schalldämpfungselement (10) in regelmäßigen Abständen im Lüftungskanal (1) unterstützt.

Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich um Schalldämpfungsmodule (10) mit quadratischem Querschnitt.

Dementsprechend sind die Haltestreben (3) rechtwinklig zueinander gespannt. Selbstverständlich ist es aber prinzipiell möglich, die Haltestreben auch beliebig zwischen zwei Seitenwänden (2) des Lüftungskanals (1) zu spannen, wobei dies keineswegs zwangsläufig gegenüberliegende Seitenwände sein müssen. Auf diese Weise kann auch eine beliebige eckige Form des Halterahmens erzeugt werden, wie z. B. eine Trapezform, eine Parallelogrammform oder auch eine Polygonform.

Durch entsprechende Anzahl der Haltestreben (3) lassen sich auch in einer Ebene mehrere Halterahmen (4) nebeneinander oder übereinander bilden. In Fig. 6 sind acht Haltestreben (3) so angeordnet, daß sich insgesamt vier Halterahmen (4) für vier einzelne Schalldämpfungsmodule (10) ergeben.

Wie in Fig. 7 detailliert dargestellt, werden die Haltestreben (3) an ihren Enden (7) an den Seitenwänden (2) jeweils durch Nieten (30) gehalten. Diese Nieten (30) weisen einen Nietenkopf (31) und einen sich daran anschließenden Klemmabschnitt (32) auf. Unter dem Nietenkopf (31) zum Klemmabschnitt (32) hin kann sich ringsum eine Dichtung (36) erstrecken. Zum Befestigen der Haltestreben (3) wird eine Niet (30) durch eine Bohrung (8) in der Seitenwand (2) des Lüftungskanals (1) mit ihrem Klemmabschnitt (32) voraus hineingesteckt, bis die Dichtung (36) fest an der Außenseite der Seitenwand (2) anliegt. Der Klemmabschnitt (32) weist quer zur Einsteckrichtung (R) endseitig einen Schlitz (33) auf, in welchen die Haltestrebe (3) flach eingesteckt ist. Der Klemmabschnitt (32) weist vom Nietenkopf (31) zum freien Ende hin eine konische Form auf, so daß beim Einstecken der Niet (30) in die Bohrung (8) der Klemmabschnitt (32) zusammengepreßt wird und somit die Haltestrebe (3) in dem Schlitz (33) des Klemmabschnitts (32) festgeklemmt wird. Am Schlitzgrund ist der Schlitz (33) unter Bildung einer Rastnut (35) erweitert. Bei entsprechender Anpassung der Länge der Haltestreben (3), der Dicke der Seitenwände (2) des Lüftungskanals (1) sowie der Abmessungen der Niet (30) wölbt sich beim Einpressen der Niet(30) das äußerste Ende der sich im Schlitz (33) befindenden Haltestrebe etwas auf und in diese Rastnut (35) hinein, so daß ein noch festerer Halt gewährleistet ist.

Fig. 8 zeigt ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel, bei dem nur die senkrechten Haltestreben von einer Seitenwand (2) zur gegenüberliegenden Seitenwand (2) durchgezogen und dort mit Nieten (30) befestigt sind. Die senkrecht dazu verlaufenden, d. h. die waagerechten Haltestreben (3) erstrecken sich jeweils nur abschnittsweise zwischen zwei senkrechten Haltestreben (3). Die Verbindung zwischen den senkrechten Haltestreben (3) und den waagerechten Haltestreben (3) erfolgt dadurch, daß die waagerechten Haltestreben über die senkrechten Haltestreben am Ende etwas hinauslaufen und in der genannten Weise durch die halbseitige Schlitzung an den Kreuzungspunkten (5) und entsprechendes Ineinanderstecken festgehalten werden. Dieser Aufbau hat den Vorteil, daß beliebige unterschiedlich dimensionierte Schalldämpfungselemente (10) nebeneinander in den Lüftungskanal eingebracht werden können und somit jedes beliebige Verhältnis von freier Durchströmfläche und Anströmfläche der Schalldämpfungselemente (10) erzeugt werden kann.

Bestehende Lüftungskanäle sind mit derartigen Haltestreben (3) sehr einfach nachzurüsten.

Um eine zusätzliche Schalldämmung zu erreichen, kann auch die Außenwandung (2) des Lüftungskanals (1) selbst mit einer Dämmstoffschicht (4) versehen sein, welche auf die Blechwandung (3) des Lüftungskanals (1) aufkaschiert ist.

Zum Anbringen der Schalldämpfungselemente (10) im Lüftungskanal (1), können diese in größeren Längen als Meterware produziert und geliefert werden. Aufgrund der Stabilität der neuartigen Schalldämpfungselemente (Module) (10) ist es möglich, problemlos Längen von bis zu 3 m herzustellen; mit den bisherigen plattenförmigen Kulissen wurden allenfalls Längen von 1,5 m erreicht. Diese Schalldämpfungselemente (10) können dann vor Ort auf die gewünschte Länge gekürzt oder verlängert werden und bei Bedarf mit einem Strömungsleitkopf (20) versehen werden.

Die neuartigen Schalldämpfungselemente (10) können bei entsprechender Größe auch in einen normalen Lüftungskanal eingeschoben werden, so daß überhaupt kein Übergangsstück verwendet werden muß. Sie haben bei einer geringeren Querschnittsfläche eine erheblich größere Absorbtionsfläche und somit eine höhere schalldämpfende Wirkung als die bisherigen Kulissen. Ein gemäß Fig. 6 hergestelltes Ausführungsbeispiel mit den o. g. Maßen (Grundfläche 840 mm × 840 mm = 0,7 m2) ist bezüglich des Luftdurchsatzes in der Lage ein herkömmliches Schalldämpfungsstück mit einer Grundfläche von 1140 mm × 800 mm = 0,91 m2 zu ersetzen. Bei einer Länge der Schalldämpfungselemente in Strömungsrichtung von 1 m ergibt sich bei den bisherigen Elementen eine Absorberfläche von 6,4 m2, bei den neuartigen Dämpfungselementen dagegen eine Absorberfläche von 7,02 m2. D. h., daß bei insgesamt 22% weniger Grundfläche eine 10% höhere Absorbtionsfläche erreicht wird. Dies hat zur Folge, daß die Dämpfung von 30 dba bei den bisherigen Schalldämpfungselementen auf eine Dämpfung von 36 dba bei den neuartigen Schalldämpfungselementen ansteigt.

Das Schalldämpfungselement (10) ist an einem, in Einschieberichtung hinteren Längenende mit einer dem Strömungsleitkopf (20) entsprechenden Ausnehmung (Wölbung, Einbuchtung) ausgestattet, in die der Strömungsleitkopf (20) bei aneinandergereihten Schalldämpfungsmodulen (10) mindestens nahezu formschlüssig eingreift. Hierdurch wird eine saubere, passgenaue und strömungstechnisch günstige Verbindung aneinandergereihter Module bei Verlängerung erreicht.

Vorzugsweise ist eine geringe Anzahl von Dämpferelementen mit zueinander passenden, jedoch unterschiedlichen Abmessungen zur Auswahl für den Anwendungstechniker verfügbar gehalten. So können Außenabmessungen von 400 × 400 mm2, 400 × 300 mm2 und 300 × 300 mm2 vorgesehen sein, so daß in eine vorhandene Querschnittsform unterschiedliche Kombinationen dieser Elemente mit jeweils etwa gleichen Abständen zueinander und an den Wandungen eingebracht werden können und durch diese Auswahl die Dämpfung in einem gewissen Umfang bestimmt werden kann. Mehr kleinere Elemente erbringen durch die insgesamt größere Oberfläche eine höhere Dämpfung. Auch lassen sich die Bestückungen unterschiedlicher vorgegebener Querschnitte durch eine geeignete Kombination der Elemente verschiedener Abmessungen leicht festlegen, obwohl die Bevorratung und Produktion der wenigen Elementtypen recht einfach ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Lüftungskanal (1) mit mindestens einem sich in Strömungsrichtung (S) im Lüftungskanal (1) erstreckenden Schalldämpfungselement (10), welches quer zur Strömungsrichtung (S) einen eckigen ringförmigen Querschnitt aufweist und welches an allen Seiten zu den Lüftungskanalseitenwänden (2) oder zu benachbarten Schalldämpfungselementen (10) beabstandet im Lüftungskanal (1) angeordnet ist, gekennzeichnet durch kreuzweise zueinander gespannten, im Abstand zu den Seitenwänden (2) des Lüftungskanals (1) parallel außen an den Außenwänden (16) des Schalldämpfungselements (10) anliegend verlaufenden Haltestreben (3), welche mindestens einen Halterahmen (4) bilden, in dem das oder jedes Schalldämpfungselement (10) eingeschoben im Lüftungskanal (1) gehalten wird.
  2. 2. Lüftungskanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestreben (3) von einer Seitenwand (2) zu einer anderen Seitenwand (2) des Lüftungskanals (1) verlaufen.
  3. 3. Lüftungskanal nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens eine Haltestrebe (3), die von einer Seitenwand (2) zu einer weiteren Haltestrebe (3) oder zwischen zwei Haltestreben (3) verläuft.
  4. 4. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Lüftungskanal (1) zur Halterung des oder jedes Schalldämpfungselements (10) mindestens zwei Halterahmen (4) in Strömungsrichtung (S) in einem Abstand (e) hintereinander angeordnet sind.
  5. 5. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Lüftungskanal (1) in einer quer zur Strömungsrichtung (S) liegenden Ebene mehrere kreuzweise gespannte Haltestreben (3) derart angeordnet sind, daß sie mehrere in der Ebene neben- und/oder übereinander liegende Halterahmen (4) zum Einschieben von parallel verlaufende Schalldämpfungselementen (10) bilden.
  6. 6. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestreben (3) von flachen Materialstreifen gebildet sind, deren Seitenflächen flach an den Außenwänden (16) des jeweiligen Schalldämpfungselements (10) anliegen.
  7. 7. Lüftungskanal nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialstreifen aus Blech sind.
  8. 8. Lüftungskanal nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die streifenförmigen Haltestreben (3) in ihren Kreuzungspunkten (5) jeweils quer zu ihrer Längsrichtung halbseitig geschlitzt und zur Bildung einer Rahmenecke mit den Schlitzen (6) wechselseitig ineinandergesteckt sind.
  9. 9. Lüftungskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einige der Haltestreben (3) an ihren Enden (7) jeweils durch Nieten (30) gehalten werden, die einen Nietenkopf (31) und einen sich daran anschließenden Klemmabschnitt (32) aufweisen, wobei die Nieten (30) jeweils durch Bohrungen (8) in den Seitenwänden (2) des Lüftungskanals (1) oder in einer anderen Haltestrebe (3) mit ihrem Klemmabschnitt (32) hineingesteckt sind und der Klemmabschnitt (32) quer zur Einsteckrichtung (R) endseitig einen Schlitz (33) aufweist, in welchem die jeweilige Haltestrebe (3) festgeklemmt ist.
  10. 10. Lüftungskanal nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmabschnitt (32) vom Nietenkopf (31) zum freien Ende hin konisch zuläuft.
  11. 11. Lüftungskanal nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (33) im Klemmabschnitt (32) der Niet (31) am Schlitzgrund (34) unter Bildung einer Rastnut (35) erweitert ist.
  12. 12. Lüftungskanal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldämpfungselemente (10) teils einen quadratischen und teils einen rechteckigen Außenquerschnitt haben, wobei die Seiten der verschiedenen Quadrate den Seiten des Rechtecks entsprechen.
  13. 13. Lüftungskanal nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Rechteck ein Seitenverhältnis von etwa 3/4 hat.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com