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Dokumentenidentifikation DE69423736T2 16.11.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0673448
Titel Zubehörteil für ein Rohr zum Zuführen eines Faserbandes
Anmelder TNS Mills, Inc., Greenville, S.C., US
Erfinder TSUZUKI, Kiyohiro, Greenville, US
Vertreter Becker, Kurig, Straus, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69423736
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.09.1994
EP-Aktenzeichen 949299465
WO-Anmeldetag 30.09.1994
PCT-Aktenzeichen US9411056
WO-Veröffentlichungsnummer 9510647
WO-Veröffentlichungsdatum 20.04.1995
EP-Offenlegungsdatum 27.09.1995
EP date of grant 29.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2000
IPC-Hauptklasse D01H 13/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft allgemein die Textiltechnik und insbesonders ein Anschlußstück für ein Bandzuführrohr für das Spinnen von Textilfasern in Garnprodukte.

Verschiedene Anlagenaufbauten zur Herstellung von Textilgarnen zum schließlichen Weben oder Stricken in das gewünschte Gewebe haben bestanden.

Traditionell wurden zwei Techniken des Spinnens verwendet, beispielsweise Ringspinnen und Offen-End-Spinnen. Ein Beispiel des Offen-End-Spinnens wird in der US 4.939.895 von Raasch et al. beschrieben, die an W. Schlafhorst & Co. in Deutschland übertragen wurde. Wie in diesem speziellen Patent beschrieben wird, sind Behälter mit gewickelten Band gewöhnlich an eine Offen-End-Spinnvorrichtung angrenzend auf dem Boden positioniert und vertikal nach oben in die Offen-End-Spinnvorrichtung gebogen.

Ein Beispiel für eine Offen-End-Spinnvorrichtung ist die Autocoro 240, eine automatische Rotor-Spinn- und Wickelmaschine, die von W. Schlafhorst & Co. hergestellt und vertrieben wird.

In einer gewöhnlichen Anlagenanordnung ist eine mehrere Bandspulen tragende Vorspinnmaschine unmittelbar neben zugehörigen Ringspinnmaschinen positioniert. Obwohl die Anlagen unter Verwendung dieser Anordnung wirksam gearbeitet haben, ist es bekannt, daß die Errichtung der Spulen und der manuelle Wechsel der verbrauchten Spulen in der Vorspinnmaschine eine signifikante Menge an Zeit verbrauchen. Darüber hinaus beanspruchen Vorspinnmaschinen eine beträchtliche Bodenfläche. Deshalb besteht Bedarf zur Verbesserung der gesamten Anlagenbetriebe, die Ringspinnvorrichtungen verwenden.

Die US 3.448. 571 offenbart die Merkmale des Oberbegriffs des unabhängigen Anspruchs. Die US 3.469.385 offenbart eine Bandzuführvorrichtung mit einem Bruchabschnitt in Form von regulierenden Scheiben in der Rohrleitung, so daß die regulierenden Scheiben den offenen Raum eingrenzen, um den freien Durchgang des Bandes zu ermöglichen, und dadurch wird die Zuführgeschwindigkeit geregelt.

Es ist deshalb eine Aufgabe dieser Erfindung, eine neuartige Vorrichtung zur Zuführung eines Bandes zu einer Ringspinnvorrichtung bereitzustellen. Erfindungsgemäß wird ein einzelnes Anschlußstück bereitgestellt, welches für den Eingriff mit einem unteren Ende eines Bandzuführrohres geeignet ist, wie im Anspruch 1 definiert wird.

Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind mit den Ansprüchen 2 und 3 abgedeckt.

Fig. 1 der Zeichnungen erläutert einen erfindungsgemäßen Anlagenaufbau.

Fig. 2 der Zeichnungen erläutert schematisch die erfindungsgemäße Zuführung einer Ringspinnvorrichtung.

Fig. 3 der Zeichnungen ist eine Querschnittsansicht entlang der Linie 3-3 aus Fig. 1.

Fig. 4 der Zeichnungen ist eine seitliche Aufrissansicht, die ein erfindungsgemäß aufgebautes Anschlußstück eines Bandzuführrohres erläutert.

Eine Anlagengebäudevorrichtung zum Ringspinnen von Textilfasern in Garne wird durch Aufstellen der Ringspinnvorrichtungen im ersten Stockwerk eines mindestens dreistöckigen Anlagenaufbaus und durch Zuführung des Bandes zu den Spinnvorrichtungen wechselweise aus dem zweiten oder dritten Stockwerk der Anlageneinrichtung betrieben. Bandzuführrohre werden bereitgestellt, um das Band geeignet aus dem zweiten oder dritten Stockwerk zu den angrenzenden Ringspinnvorrichtungen zu lenken.

Die Fig. 1 der Zeichnungen erläutert allgemein einen Anlagenaufbau 1 mit einem ersten Stockwerk 3, einem zweiten Stockwerk 5 und einem dritten Stockwerk 7. Im ersten Stockwerk oder Erdgeschoß 3 sind herkömmliche erste und zweite Ringspinnvorrichtungen 11 und 13 aufgestellt.

Im zweiten Stockwerk 5 befinden sich mehrere mit 15 bezeichnete Behälter, die ein spiralförmiges Band 17 darin enthalten. Das Band 17 wird durch in der Textiltechnik bekannte Techniken zum Reinigen und Öffnen der Textilfasern, beispielsweise Baumwolle, gebildet.

Das dritte Stockwerk 7 enthält eine dem zweiten Stockwerk 5 vergleichbare Anordnung mit Behältern, beispielsweise 21, die ebenfalls ein darin gewickeltes Band 23 aufweisen.

Die erfindungsgemäße Anordnung der Verwendung von Bandbehältern im zweiten oder dritten Stockwerk ermöglicht es, daß der zweite und dritte Stockwerk sehr eng kontrollierte Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse aufweist, um ein genau konditioniertes Band für das Ringspinnverfahren zu haben. Dies wird durch die Verwendung von herkömmlichen Klimaanlagen 2 erreicht, die sich im zweiten oder dritten Stockwerk befinden. Das erste Stockwerk 3, in dem die Ringspinnvorrichtungen 11 und 13 untergebracht sind, wird auf einer unterschiedlichen Temperatur und Feuchtigkeit gehalten, die zum Spinnen geeigneter ist. Es wurde festgestellt, daß es sehr vorteilhaft ist, getrennt das Band auf einer optimal konditionierenden Temperatur zu halten, während bei einer unterschiedlichen jedoch optimalen Spinntemperatur und -feuchtigkeit gesponnen wird.

Der herkömmliche Behälter weist normalerweise eine maximale Größe von 0,508 m (20 Inch) mal 1,22 m (48 Inch) auf. Aber auch Behälter 15 mit 0,355 m (14 Inch) mal 1,27 m (50 Inch) können verwendet werden.

Bandzuführrohre 31 bzw. 33 erstrecken sich von dem zweiten Stockwerk 5 und dem dritten Stockwerk 7, um geeignet das Band in Richtung der Ringspinnvorrichtungen 11 und 13 zu lenken. Wie in Fig. 1 gezeigt wird, ist es ersichtlich, daß die Bandzuführrohre 31, 33 durch die Stockwerkaufbauten des zweiten und dritten Stockwerks 5 und 7 gehen. Die Bandzuführrohre 31, 33 können unmittelbar an einen Bandbehälter angrenzen oder sie können gerade oberhalb des geeigneten Stockwerkaufbaus abschließen.

Unter Bezugnahme auf Fig. 2 der Zeichnungen, welche mit größeren Detail hinsichtlich des Aufbaus des ersten Stockwerks gezeigt wird, ist es ersichtlich, daß die Bandzuführrohre 31, 33 sich jeweils vertikal nach unten erstrecken und mit Anschlußstücken 41 bzw. 43 versehen sind. Deshalb durchläuft das Band ein Bandzuführrohr und anschließend ein Anschlußstück, von dem das Band direkt zur Einlaßöffnung der Ringspinnvorrichtung geführt wird. Bei Verwendung dieses Aufbaus ist keine Modifikation der Ringspinnvorrichtung erforderlich und sie erhält im allgemeinen das Band in derselben Art und Weise, in der sie ein Band aufnehmen würde, wenn es direkt von einer Spule auf einer eng benachbarten Vorspinnmaschine hergeführt würde.

Das Bandzuführrohr ist im allgemeinen von glattem, hohlem Aufbau und vorzugsweise transparent, so daß die Bewegung des Bandes durch das Rohr visuell beobachtet werden kann. Es ist in dieser Erfindung kritisch, daß die Abwärtsbewegung des Bandes durch die Rohre ohne irgendeinem Bruch bzw. Abriß verläuft. Das Rohr muß einen hinreichenden Durchmesser besitzen, um es dem Band zu ermöglichen, in einer schlangenartigen Art ohne signifikantes Reiben an den Rohrwänden hinunter zu laufen. Die Rohrwände beinhalten auch ein Anti-Statik-Mittel, um einem Anhaften vorzubeugen, sollte ein Kontakt auftreten.

Unter Bezugnahme auf Fig. 3 der Zeichnungen weisen die Bandzuführrohre 31 bzw. 33 je ein dort durchlaufendes Band 17 und 23 auf. Die innere Oberfläche der Bandzuführrohre 31 und 33 soll sehr glatt sein, damit das durchlaufende Band nicht hakt. Ein Material, das die erforderlichen Eigenschaften der Glätte besitzt, ist im allgemeinen eine gespritzte Röhre, gebildet aus Polyvinylchlorid (PVC), welches die Art von Material ist, die normalerweise für Behälter für Getränke verwendet wird.

Fig. 4 erläutert ein typisches Bandrohranschlußstück im Detail, beispielsweise das Anschlußstück 41. Das Anschlußstück 41 beinhaltet einen Einlaßabschnitt 42, der über dem unteren Ende eines Bandzuführrohres 31 preßgepasst ist und sich vertikal davon erstreckt, einen Bremsabschnitt 44, welcher sich vertikal von dem Einlaßabschnitt 42 erstreckt, und einen Gleitabschnitt 46, welcher sich in einem stumpfen Winkel mit dem Bremsabschnitt 44 und folglich mit dem Bandzuführrohr 31 erstreckt. Eine Bremse 50 ist auf der äußeren Oberfläche des Bremsabschnitts 44 befestigt, um die Abwärtsbewegung eines Abschnitts des Bandes 17 temporär aufzuhalten, bis die Quetschwalzen 52 der Ringspinnvorrichtung 13 (Fig. 2) einen Zug auf den Abschnitt ausübt. Eine Abdeckung 54 ist auf der äußeren Oberfläche des Gleitabschnitts 46 aufklappbar angebracht, um eine periodische Inspektion eines straffen Abschnitts des Bandes 17 durchzuführen, unmittelbar bevor es die Quetschwalzen 52 durchläuft. Das Anschlußstück 41 ist vorzugsweise aus PVC aufgebaut und soll identische Eigenschaften besitzen, die vorstehend hinsichtlich der Bandzuführrohre 31, 33 diskutiert wurden, außer daß das Anschlußstück 41 vorzugsweise undurchsichtig ist.


Anspruch[de]

1. Einzelnes Anschlußstück (41), welches für den Eingriff mit einem unteren Ende eines Bandzuführrohres (31) geeignet ist, wobei ein Band (17) durch das Bandzuführrohr (31) von einem zweiten oder dritten Stockwerk zu einer Ringspinnvorrichtung (13) in einem ersten Stockwerk hindurchgeführt wird, und wobei das Anschlußstück aufweist:

einen Einlaß (42), welcher mit dem unteren Ende des Bandzuführrohres (31) direkt in Verbindung steht;

einen Bremsabschnitt (44), welcher sich direkt von dem Einlaß (42) nach unten erstreckt;

einen Gleitabschnitt (46), welcher sich in einem stumpfen Winkel erstreckt und unmittelbar an eine Spinnvorrichtung (13) angrenzend endet;

dadurch gekennzeichnet, daß sich der Bremsabschnitt (44) von dem Einlaß (42) vertikal nach unten erstreckt und eine vertikal orientierte stationäre Bremse (50) aufweist, um die Abwärtsbewegung eines Abschnitts des Bandes (17) durch das Bandzuführrohr (31) temporär aufzuhalten, bis die Ringspinnvorrichtung (13) einen Zug auf den Abschnitt (17) ausübt, und wobei der Gleitabschnitt (46) unmittelbar an ein unteres Ende der Bremse (50) und des Bremsabschnitts (44) angrenzt.

2. Einzelnes Anschlußstück (41) nach Anspruch 1, wobei das einzelne Anschlußstück (41) aus PVC aufgebaut ist.

3. Einzelnes Anschlußstück (41) nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Abdeckung (54) an einer äußeren Fläche des Gleitabschnitts (46) aufklappbar angebracht ist, um eine periodische Inspektion eines straffen Abschnitts des Bandes (17) durchzuführen, unmittelbar bevor es in eine Ringspinnvorrichtung (13) geführt wird.







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