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Dokumentenidentifikation DE19817314C2 30.11.2000
Titel Spindel, insbesondere Dreifachdraht-Zwirnspindel
Anmelder Volkmann GmbH & Co., 47804 Krefeld, DE
Erfinder Kroß, Stefan, 41751 Viersen, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Sroka, Dres. Feder, Sroka, 40545 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 18.04.1998
DE-Aktenzeichen 19817314
Offenlegungstag 21.10.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2000
IPC-Hauptklasse D01H 7/86

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spindel, enthaltend einen rotatorisch antreibbaren Spulenträger sowie einen insbesondere gegenläufig zum Spulenträger antreibbaren Zwirntopf, der einen radial verlaufenden Fadenleitkanal aufweist, eine mit dem Fadenleitkanal in Verbindung stehende, durch den Spulenträger geführte Spindelhohlachse sowie eine in der Verlängerung der Spindelhohlachse liegende Zentrieröse. Eine derartige auch als Dreifachdraht- Zwirnspindel bezeichnete Spindel ist z. B. in der DE 197 26 450 C1 beschrieben.

Bei einer in der DE-PS 191 066 beschriebenen Doppeldraht-Zwirnspindel ist ein längs der Spindelachse auf und abbewegbarer Fadenführer vorgesehen, der im wesentlichen als Fadenabzugsorgan wirksam ist, derart daß das von der Vorlagespule abgezogene Fadenstück stets eine rechtwinklige bzw. angenähert rechtwinklige Lage zur Spindelachse erhält, um einen möglichst störungsfreien Fadenabzug von der Vorlagespule zu gewährleisten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Spindel so zu gestalten, daß sie entweder als Dreifachdraht- bzw. Mehrfachdraht-Zwirnspindel oder als Fach- bzw. Spulspindel benutzt werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Spindel gekennzeichnet durch ein in den Spulenträger einfahrbares, auf- und abbewegbares Verlegeorgan für einen insbesondere von einem Spulengatter abgezogenen Fachfaden.

Mit einer derartigen Konstruktion besteht die Möglichkeit, die Spindel entweder als Mehrfachdraht- bzw. Dreifachdraht- Zwirnspindel oder als Fach- und Spulspindel zu betreiben, wobei es im letzteren Fall ausreicht, nur den Spulenträger und damit eine in den Spulenträger eingesetzte Fachspule in Rotation zu versetzen, auf der ein mittels des in den Zwirntopf eingetauchten, auf- und abbewegten Verlegeorgan ein Fachfaden verlegt wird.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt im Axialschnitt eine Spindel, die als Zwirnspindel mit dreifacher Drallerteilung ausgebildet ist;

Fig. 2 zeigt im Axialschnitt die gleiche Spindel wie in Fig. 1, die jedoch zur Fach- oder Spulspindel umfunktioniert ist.

Fig. 1 zeigt ein Lager- und Antriebsgehäuse 1 mit einem Boden 1.1 und einer an den Boden anschließenden zentralen Lagernabe 1.2. Auf der Oberseite des Gehäuses 1 befindet sich ein Gehäusedeckel 2, der eine weitere Lagernabe 2.1 aufweist.

In der Lagernabe 1.2 ist mittels Lagern 3 und 4 ein Spindelschaft 5 drehbar gelagert, an dessen unterem Ende ein in Richtung des Pfeiles f1 rotierend antreibbarer Spindelwirtel 6 befestigt ist. Der Spindelschaft 5 trägt an seinem oberen Ende den Zwirntopf 7, durch dessen Boden 7.1 ein radial verlaufender Fadenleitkanal 7.2 führt. An das innere Ende des Fadenleitkanals 7.2 schließt die in der Verlängerung des Spindelschaftes 5 liegende Spindelhohlachse 7.3 an, die gemäß Fig. 1 beispielsweise einstückig mit dem Zwirntopf 7 ausgebildet sein kann.

Ein Spulenträger 10, enthaltend einen Spulenträgerschutztopf 10.1 sowie einen Spulenträgerboden 10.2 ist mit einer an den Spulenträgerboden 10.2 angesetzten Spulenträgernabe 10.3 mittels der Lager 8 und 9 drehbar auf der Spindelhohlachse 7.3 gelagert.

Der Spulenträger 10 dient zur Aufnahme bzw. Lagerung einer Fach- bzw. Vorlagespule D, die mit ihrer Spulenhülse auf dem Spulenträgerboden 10.2 abgestellt ist.

In der Lagernabe 2.1 ist mittels Lagern 11 und 12 eine Hülse 13 drehbar gelagert, die an ihrem unteren Ende einen vorzugsweise entgegengesetzt zum Spindelwirtel 6 antreibbaren Wirtel 14 und an ihrem oberen Ende einen Flansch 15 trägt, in den sich entlang einer Kreisbahn erstreckende Mitnehmer-Magnete 18 eingesetzt sind. Diesen Magneten 18 liegen in den Spulenträgerboden 10.2 eingesetzte Gegenmagnete 19 gegenüber, die, bezogen auf die Mitnehmer Magnete 18, derart polarisiert sind, daß bei rotierendem Wirtel 14 auch der Spulenträger 10 in Rotation versetzt wird.

Bei rotierendem Zwirntopf 7 wird der Faden F von der Vorlagespule nach oben abgezogen und in die Spindelhohlachse 7.3 zuerst nach unten und dann durch den Fadenleitkanal 7.2 radial nach außen und dann wiederum entlang des Zwirntopfmantels 7.4 nach oben zu einer in der Verlängerung der Spindelhohlachse liegenden Fadenführeröse 23 geführt, von wo aus der Faden zu einem nicht dargestellten Aufwickelaggregat läuft. Der Zwirntopfmantel 7.4 ist an seinem oberen Ende mit einer die Fadenführung stabilisierenden Fadenführeröse 7.5 versehen.

Entsprechend dem Dreifachdraht-Zwirnprinzip wird der Wirtel 14 entgegengesetzt zum Spindelwirtel 6 in Rotation versetzt, wodurch der Spulenträger 10 und damit die Vorlagespule D ebenfalls in Drehung versetzt werden, wodurch für den durch die Fadenführeröse 23 abgezogenen Faden die dreifache Drallerteilung bewirkt wird.

In Fig. 2 ist mit ausreichendem Abstand oberhalb des Zwirntopfes 7 ein Verlegekopf 24 dargestellt, mit dem z. B. mittels eines Zahnritzeltriebes 25 ein Verlegerohr 26 einerseits in den Spulenträger 10 eingefahren und andererseits in Richtung der Pfeile f2 und f3 alternierend auf- und abwärts bewegt werden kann.

Bei der gemäß Fig. 2 in den Spulenträger 10 eingesetzten Spule handelt es sich um eine zu bewickelnde Fachspule D, auf der bei stillstehendem Zwirntopf 7 und rotierendem Spulenträger 10 ein beispielsweise von einem nicht dargestellten Spulengatter abgezogener Fachfaden b mittels des auf- und abbewegbaren Verlegerohres 26 verlegt wird.

Die Erfindung ermöglicht es damit, auf ein- und derselben Spindel z. B. in einem ersten Arbeitsgang eine Fachspule zu wickeln und anschließend in einem zweiten Arbeitsgang in der in Fig. 1 dargestellten Weise diesen Fachfaden von der Fach- oder Vorlagespule D abzuziehen und dem Dreifachdrahtprinzip entsprechend zu verzwirnen und in üblicher Weise zu einer Zwirnspule aufzuwickeln.


Anspruch[de]
  1. 1. Spindel, enthaltend einen rotatorisch antreibbaren Spulenträger (10) sowie einen insbesondere gegenläufig zum Spulenträger antreibbaren Zwirntopf (7), der einen radial verlaufenden Fadenleitkanal (7.2) aufweist, eine mit dem Fadenleitkanal in Verbindung stehende, durch den Spulenträger geführte Spindelhohlachse (7.3) sowie eine in der Verlängerung der Spindelhohlachse liegende Zentrieröse (23), gekennzeichnet durch ein bei stillstehendem Zwirntopf in den Spulenträger (10) einfahrbares, auf- und abbewegbares Verlegeorgan für einen insbesondere von einem Spulengatter abgezogenen Fachfaden.
  2. 2. Spindel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen oberhalb des Zwirntopfes (7) angeordneten Verlegekopf (24), dem ein in den Spulenträger (10) einfahrbares und in vertikaler Richtung auf- und abbewegbares Verlegerohr (26) zugeordnet ist.






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