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Dokumentenidentifikation DE69425264T2 30.11.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0717828
Titel LÜFTUNGSANORDNUNG MIT EINEM FILTER ZUR VERWENDUNG ALS SCHALLDÄMPFER, DURCHFLUSSREGLER UND FILTER
Anmelder P.O. Andersson Konstruktionsbyra AB, Solna, SE
Erfinder ANDERSSON, Otto, Per, S-161 55 Bromma, SE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 86199 Augsburg
DE-Aktenzeichen 69425264
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.09.1994
EP-Aktenzeichen 949278899
WO-Anmeldetag 08.09.1994
PCT-Aktenzeichen SE9400833
WO-Veröffentlichungsnummer 9508084
WO-Veröffentlichungsdatum 23.03.1995
EP-Offenlegungsdatum 26.06.1996
EP date of grant 12.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2000
IPC-Hauptklasse F24F 13/24
IPC-Nebenklasse F24F 13/28   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lüftungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Einrichtungen dieses Typs sind gewöhnlich mit Filtergehäusen versehen, welche in den Kanälen angeordnet sind und seitlich auswechselbare Filtereinheiten enthalten. Es werden dort Maßnahmen ergriffen, daß die Filter so geringe Druckabfälle wie möglich verursachen, um die Ventilatoren nicht unnötig zu belasten. Die Filtereinheiten haben deshalb komplizierte Konstruktionen mit großen Flächen trotz eines begrenzten Raumes, was zu Schwierigkeiten in der Verbindung mit Dichtungselementen führt, welche eine Tendenz aufweisen, die Luft ungefiltert umzulenken. Die Gehäuse sind auch Raum verbrauchend. Außerdem sind Drosselvorrichtungen in der Form von einstellbaren Ventilen in den Kanälen nötig. Die Montage dieser Ventile und ihre Einstellung, um die Luftströme in den Kanälen richtig auszubalancieren, ist eine ziemlich komplizierte und zeitraubende Tätigkeit.

Eine zentrale Luftklimatisiereinheit ist in der US-A-5 313 803 offenbart, bei welcher Filtervorrichtungen längs der Kanäle oder an den Luftauslaßöffnungen in einen Raum vorgesehen sind, welcher klimatisiert werden soll. Die Filtervorrichtungen sind so konstruiert und angeordnet, daß sie eine Schallsperre bilden d. h. ein schalldämpfendes oder schallblockierendes System, und aus diesem Grund erzeugen sie in dem Bereich vor den Filtervorrichtungen einen vorbestimmten statischen Druck, und die Filtervorrichtungen sind so konstruiert, daß sie einen Druckabfall von mindestens 50% und höchstens 80% des vorbestimmten statischen Drucks liefern. Herkömmliche Strömungssteuerelemente sind vorgesehen, um einen ausgeglichenen Luftstrom in den Kanälen zu erzielen, dessen Einstellung ziemlich kompliziert ist.

Das Ziel der Erfindung ist, eine Lüftungseinrichtung der anfangs erwähnten Art zu erzielen, bei welcher die oben erwähnten Nachteile beseitigt werden und welche besonders geeignet ist für Systeme mit extrem starkem Bedarf an Reinheit und Funktionsfähigkeit und als Folge einfache und ausreichende Inspektionsmöglichkeiten, wie zum Beispiel in Laborgebäuden und in von Tieren bewohnten Räumen.

Dies wurde gemäß der Erfindung erreicht, indem die Einrichtung die kennzeichnenden Merkmale, welche in Anspruch 1 definiert sind, erhielt.

Eine Lösung der Probleme mit Bezug auf den Ausgleich der Luftströme und des Dämpfens des normalerweise starken Lärms, welcher auftritt, wenn die Luft durch die Drosselvorrichtungen in herkömmlichen Einrichtungen strömt, wurde durch die Erfindung durch eine einfache Maßnahme erzielt, welche völlig entgegengesetzt ist zu anerkannten oder Standardregeln, nämlich die Installation von Filtern, welche einen inneren oder einen eingebauten Druckabfall haben von der Größe, welche die Installation von herkömmlichen Drosselvorrichtungen und folglich auch von herkömmlichen schalldämpfenden Vorrichtungen überflüssig macht. Es hat sich herausgestellt, daß die Luft geräuschlos durch die Filter strömt. Da die Filter in den Räumen an den Öffnungen für Ansaugluft und Abgangsluft angeordnet sind und besondere Drosselvorrichtungen und Schalldämpfungsvorrichtungen weggelassen werden, wird das Innere des Kanalssystems frei von Verschmutzung sowie von Vorrichtungen, welche den Luftstrom stören. Ferner werden verschiedene Räume voneinander durch die Filter getrennt, so daß zum Beispiel krankheitstragende Teilchen daran gehindert werden, sich zwischen verschiedenen Räumen auszubreiten, da die Filter normalerweise solch eine Qualität haben, daß krankheitstragende Teilchen die Filter nicht durchdringen können. Die Filter wirken auch als schalldämpfende Mittel zwischen verschiedenen Räumen. Das Plazieren der Filter erleichtert den wichtigen Austausch der Filter, welche aus feuerbeständigem Material hergestellt werden können, welches hohen Temperaturen widerstehen kann, ohne zerstört zu werden, zumindest unter den Temperaturzuständen, welche in Verbindung mit der Auslösung eines Sprinklersystems im Falle eines Feuers existieren.

Die Erfindung wird schneller offensichtlich aus der folgenden Beschreibung, wobei auf die beiliegende Zeichnung Bezug genommen wird, welche ein vereinfachtes Schema einer Lüftungseinrichtung in einem Gebäude zeigt.

Die Zeichnung offenbart ein Gebäude 1 mit einer Anzahl von Räumen 2. Ein gerader Kanal 4 für Zugangsluft hängt von der Decke eines Korridors 3 und ist mit einem Ventilator 5 verbunden, welcher mit einem herkömmlichen Filter 6 versehen ist. Parallel zum Kanal 4 gibt es einen Kanal 7 für Abgangsluft, welcher mit einem Ventilator 8 verbunden ist.

Je ein Abzweigkanal 9 vom Kanal 4 für Zugangsluft steht mit je einem der Räume in Verbindung, wobei die Abzweigkanäle je in einer Öffnung 10 enden, an welcher ein rohrförmiger Filter 11, welcher mit einem geschlossenen Ende 12 versehen ist, dichtend befestigt ist. Je ein Abzweigkanal 19 vom Kanal 7 für Abgangsluft steht mit je einem der Räume in Verbindung, wobei die Abzweigkanäle je in einem Abschnitt 19' enden, welcher einen geringfügig größeren Bereich hat als der Abzweigkanal 19 und eine Öffnung 20, an welcher ein rohrförmiger Filter 21 dichtend befestigt ist, welcher sich zu einem geschlossenen Ende 22 hin geringfügig verengt. Der Filter 21 erstreckt sich in den Abschnitt 19' längs hauptsächlich seiner gesamten Länge und wird durch ihn geschützt. Die Filter 11 andererseits sind in der freien Luft angeordnet, was möglich ist, da sie steif genug sind und die Kontamination innerhalb des Filters stattfindet. Wenn gewünscht, kann jedoch außerhalb des Filters ein Gehäuse befestigt sein als eine Verlängerung der Abzweigkanäle 9, welches eine geringfügig größere Fläche hat als die Abzweigkanäle 9.

Die Filtervorrichtungen 11 und 21 sind eine Art rohrförmiger Filtertaschen, welche einen inneren oder eingebauten Druckabfall von ungefähr 200 Pascal haben und welche so ausgelegt sind, daß sie die Durchdringung von kleinsten Teilchen verhindern. Filtervorrichtungen, welche einen geringfügig größeren oder kleineren Druckabfall haben, können zur Erzielung des richtigen Ausgleichs verwendet werden. Die Filtervorrichtungen sind leicht zu montieren. Das offene Ende ist am Endabschnitt eines Abzweigkanals 9 oder eines Abschnitts 19' befestigt, in welch letzterem Fall der Filter 21 in das Innere des Abschnitts 19' geschoben wird.

Die Erfindung ist natürlich nicht auf die dargestellte und oben beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern kann auf verschiedene Arten innerhalb des Umfangs der erfinderischen Idee, welche durch den Anspruch definiert wird, abgewandelt werden.


Anspruch[de]

1. Lüftungseinrichtung enthaltend Ventilatoren (5, 8) zur Verteilung von Zugangsluft zu verschiedenen Räumen (2) und Abgangsluft von diesen verschiedenen Räumen (2) in Abzweigkanälen (9, 19) und Mittel zum Ausgleich der Luftströme durch die Abzweigkanäle durch Drosselmittel, welche den Kanälen zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnungen (10) für die Zugangsluft und die Einlaßöffnung (20) für die Abgangsluft in allen separaten Räumen (2) mit leicht austauschbaren rohrförmigen Filtertaschen (11, 21) versehen sind, welche eingebaute Druckabfälle haben, um alle die Druckabfälle zu erzeugen, welche notwendig sind, um als Drosselmittel der Abzweigkanäle (9) der Zugangsluft und der Abzweigkanäle (19) der Abgangsluft der Einrichtung zu wirken, wobei die dickwandigen Filtertaschen auch als die zweite Dämpfungsvorrichtung der Einrichtung wirken.







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