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Dokumentenidentifikation DE69515291T2 30.11.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0732067
Titel Gegossene Schuhsohle, die Luft von der Innenseite des Schuhes wegnehmen und an der Ferse herausdrücken kann
Anmelder Petris S.p.A., Monte San Giusto, Macerata, IT
Erfinder Petracci, Alfonso, I-Monte San Giusto (MC), IT
Vertreter Patentanwälte Reichel und Reichel, 60322 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 69515291
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, GR, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.12.1995
EP-Aktenzeichen 958305179
EP-Offenlegungsdatum 18.09.1996
EP date of grant 01.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2000
IPC-Hauptklasse A43B 7/06

Beschreibung[de]

Eine preßgeformte Schuhsohle gemäß des Oberbegriffs von Anspruch 1 ist aus dem Dokument FR-A-2 684 525 bekannt.

Die vorliegende Patentanmeldung für eine industrielle Erfindung betrifft eine preßgeformte Schuhsohle, die Luft von der Innenseite des Schuhs ansaugen kann, um dem Fuß eine Atmung in effizienter und vorteilhafter Weise zu ermöglichen.

Der vorliegende Gegenstand ist in der konkreten Absicht entworfen worden, den Komfort geschlossener Schuhe zu erhöhen, welche in der Regel dem Fuß keine ausreichende Atmung ermöglichen.

Es ist in der Tat bekannt, daß der Fuß innerhalb eines geschlossenen Schuhs nicht ausreichend belüftet werden kann, dahin gehend, daß in Fällen übermäßiger Transpiration die Haut zunehmend empfindlicher wird, oft soweit gehend, daß sich das Aussehen der Haut ändert.

Die erfindungsgemäße Sohle ist, abgesehen von der Tatsache daß sie wie eine preßgeformte Sohle herkömmlicher Art aussieht, in der Lage, Luft von der Innenseite des Schuhs anzusaugen und sie mittels eines Entlüftungskanals, welcher sich längs selbiger Sohle erstreckt und an einem am Absatz angeordneten Luftabzugsloch endet, nach außen zu abzugeben.

Die Saugwirkung wird mittels eines Kissens erreicht, welches sich elastisch verformt und welches in einer Aufnahme- und Pumpkammer auf dem Boden der Sohle angeordnet ist; dieses Kissen wird als Ergebnis der konstanten Druckwirkung, die beim Laufen durch den Fußballen ausgeübt wird, wiederholten Kontraktionen ausgesetzt sein.

Dieses Kissen führt praktisch eine effektive Pumpwirkung in der Art aus, wie sie von einem einfachen Kolben erzeugt wird, wodurch periodisch ein Luftzug erzeugt wird, welcher durch die Innenseite des Schuhs von dem Absatz zu den Zehen führt, von wo die eingesaugte Luft in die darunter befindliche Sohle fließt, wobei sie sich entlang deren Längskanal in entgegengesetzter Richtung bewegt, bis sie das zuvor genannte Luftabzugsloch erreicht, das an der Rückseite des Absatzes angeordnet ist.

Die Öffnung dieses Kanals wird durch ein Einwegventil gesperrt, welches die Luft auf ihrem Weg zum Absatz durchläßt, aber auch verhindert, daß diese Luft zurück zu den Zehen fließt.

Genauer gesagt wird, wenn das zuvor genannte Kissen durch den Fuß zusammengedrückt wird, die in der darunterliegenden Kammer enthaltene Luft ausreichend komprimiert, um das Einwegventil zu öffnen und durch dieses zu treten; wenn durch den Fuß kein Körpergewicht auf das Kissen wirkt, wird dieses wegen seiner Elastizität und entgegen seiner vorhergehenden Lage wieder nach oben drücken, wodurch in der Kammer unter ihm ein geringer Hohlraum entsteht.

Dieser Hohlraum bewirkt, daß Luft ausschließlich aus dem Innenraum des Schuhs zurückgeholt wird, weil das Einwegventil verhindert, daß die Außenluft zurückgezogen wird und in die Saugkammer fließt.

Die elastische Verformung des Kissens, welche absolut notwendig ist, um die gerade beschriebene Pumpwirkung zu erzielen, bildet indirekt eine weiche Auflagefläche für den Fuß und ermöglicht ein Absorbieren des Aufpralls des Fußballens auf der Erde.

Zur klareren Darstellung fährt die Beschreibung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen fort, welche zu veranschaulichenden und nicht einschränkenden Zwecken wiedergegeben sind, wobei:

Fig. 1 eine perspektivische und auseinandergezogene Zeichnung der verschiedenen Komponenten der erfindungsgemäßen Sohle zeigt;

Fig. 2 die Ansicht von oben der erfindungsgemäßen Sohle ist;

Fig. 3 die perspektivische Wiedergabe eines unterteilten Abschnitts des Kissens ist;

Fig. 4 der Querschnitt der Sohle längs der Ebene IV-IV aus Fig. 2 ist;

Fig. 5 die Paß- und die Hygieneinnensohle zeigt, die in Kombination mit der erfindungsgemäßen Sohle benutzt werden sollen.

Bezugnehmend auf die zuvor angeführten Figuren wird die fragliche Sohle 1 durch Preßformung erzeugt und weist eine leere Kammer 2 auf dem Boden und ein Netz starrer Rippen 3 in der Mitte und am Absatz auf.

Genauer gesagt ist dieses Netz in Längsrichtung von einem mittigen Kanal 4 durchkreuzt, welcher die Kammer mit einem ringförmigen Hohlraum 5 im Bereich des Absatzes 6 verbindet. Dieser ringförmige Hohlraum 5 ist mittels einiger Luftabzugslöcher 7 an der Hinterseite des Absatzes mit der Außenseite verbunden.

An der Mündung 4a des Kanals 4 befindet sich ein Einwegventil 8 herkömmlicher Art, welches gestattet, daß Luft von der Kammer 2 in den ringförmigen Hohlraum 5 fließt, aber nicht in entgegengesetzter Richtung.

Die Kammer 2 nimmt genau ein formgepreßtes Kissen 9 auf, welches an seiner Unterseite eine Reihe umgekehrter Kuppeln 9a aufweist, welche effektiv eine Stütze für das Kissen 9 bilden, welches auf dem Boden der Kammer 2 genau auf der Spitze dieser Kuppeln 9 ruht.

Die elastische Verformung der Kuppeln 9a unter Druck ermöglicht, daß das Kissen 9 die zuvor beschriebene Pumpwirkung ausübt.

An der Oberseite des Kissens 9 befindet sich ein Netz aus Oberflächenrillen 9b, die während des Preßformens gebildet werden, welche sich sternförmig von einem jeden Kuppelhohlraum 9a zu den Hohlräumen der unmittelbar umgebenden Kuppeln 9 erstrecken.

Auf dem Boden der Rillen 9b sind durchgehende Löcher 10 vorgesehen, welche die zuvor genannte Kammer 2 mit der Innenseite des Schuhs oberhalb des Kissens 9 verbinden.

Es sollte angemerkt werden, daß die Paßinnensohle 11 und die Hygieneinnensohle 12, die in Kombination mit der erfindungsgemäßen Sohle 1 genutzt werden sollen, wie in Fig. 5 dargestellt eine dicht gepackte Menge durchgehender Löcher 11a und 11b auf dem Boden aufweisen sollten, durch welche die im Innern des Schuhs enthaltene Luft fließen kann, die selbstverständlich durch die Löcher 10 des Kissens 9 in der Kammer 2 tritt.


Anspruch[de]

1. Preßgeformte Schuhsohle mit der Fähigkeit, die Luft aus dem Schuhinnenraum anzusaugen und nach außen abzugeben, bestehend aus einer preßgeformten Sohle (1), die auf ihrem Fußbett eine Kammer (2) aufweist, welche mittels eines Längskanals (4) mit einem ringförmigen Hohlraum (5) verbunden ist, der sich im Bereich des Absatzes (6) befindet; wobei vorgesehen ist, daß sich in der Kammer (2) ein genau eingepaßtes, preßgeformtes Kissen (9) befindet; wobei die Sohle dadurch gekennzeichnet ist, daß der Längskanal durch ein Ventil (8) verschlossen und der ringförmige Hohlraum mit dem Außenraum mittels einigen Luftabzugslöchern (7) verbunden ist, die sich auf der Rückseite des Absatzes (6) befinden, wobei die Sohle in der Lage ist, die Luft über den Absatz nach außen abzugeben; besagtes Kissen weist auf seiner Unterseite eine Reihe von umgekehrten Kuppeln (9a) und auf seiner Oberseite ein Netz von Rillen (9b) auf, die sich sternförmig vom einem jeden Kuppelhohlraum (9a) zu den Hohlräumen der umliegenden Kuppeln (9) erstrecken; wobei außerdem vorgesehen ist, daß auf dem Boden der besagten Rillen (9b) durchgehende Löcher (10) angebracht sind.







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