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Dokumentenidentifikation DE19741457C2 07.12.2000
Titel Mehrteiliger Unterfahrschutz
Anmelder Bär, Gerd, 74078 Heilbronn, DE
Erfinder Bär, Gerd, 74078 Heilbronn, DE
Vertreter Kohler Schmid + Partner, 70565 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 19.09.1997
DE-Aktenzeichen 19741457
Offenlegungstag 01.04.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.12.2000
IPC-Hauptklasse B60R 19/56
IPC-Nebenklasse B60R 19/42   B60P 1/44   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen mehrteiligen Unterfahrschutz für ein Fahrzeug mit einer Hubladebühne, wobei die einzelnen, in Längsrichtung des Fahrzeugs nach hinten stehenden Unterfahrschutzteile jeweils mit einer an einem quer zur Längsrichtung des Fahrzeugs verlaufenden Tragprofil der Hubladebühne befestigten Anschlußeinrichtung verbindbar sind, wobei jede Anschlußeinrichtung eine nach hinten stehende, senkrechte ebene Anlagefläche mit mindestens drei in Längsrichtung des Fahrzeugs in einer Reihe hintereinander angeordneten Befestigungslöchern und jedes Unterfahrschutzteil an seinem vorderen Ende eine ebene Außenfläche mit mindestens zwei Befestigungslöchern aufweist, welche sich mit denen der Anlagefläche in mindestens einer Längsposition des Unterfahrschutzteils zur Anlagefläche decken, und wobei die durch das hintere Ende des Unterfahrschutzteils verlaufende Längsmittelebene bezüglich der durch sein vorderes Ende verlaufenden Längsmittelebene versetzt ist.

Ein derartiger mehrteiliger Unterfahrschutz ist beispielsweise durch die DE 94 19 691 U1 bekanntgeworden.

Bekanntlich müssen Nutzfahrzeuge mit einem Unterfahrschutz ausgestattet sein, der gewisse Festigkeitsanforderungen erfüllen muß. Weiterhin darf die Unterkante des Unterfahrschutzes eine maximale Höhe zum Erdboden nicht überschreiten und darf auch ein bestimmter Abstand zwischen Hinterkante des Fahrzeugs und Hinterkante des Unterfahrschutzes nicht überschritten werden.

Bei Fahrzeugen mit Hubladebühnen am Heck ist die Einhaltung dieser Vorschriften nicht ganz unproblematisch, da die Hubmechanik der Hubladebühne bei der Hub- und Senkbewegung den Raum durchschneidet, der von einem festen Unterfahrschutzprofil gebildet werden soll. Meist ist der Unterfahrschutz daher dreigeteilt, und jedes Unterfahrschutzteil ist direkt mit einem Tragprofil der Hubladebühne verbunden, in den meisten Fällen sogar direkt dort angeschweißt. Allerdings sind zur Erzielung der notwendigen Anbaumöglichkeiten an den verschiedensten Fahrzeugverhältnissen verschiedene Armlängen und verschiedene Anbauwinkel des Hubwerks notwendig. Wenn der Unterfahrschutz daher an dem Tragprofil des Hubwerks angebracht sein soll, sind diese Anbauparameter jeweils nur mit großem Aufwand mit den genannten Unterfahrschutzvorschrift zu vereinbaren. Bei einem am Tragprofil fest angeschweißten Unterfahrschutz, der dadurch in einer festen Relation zur Armlänge steht, steht z. B. bei steilen Anbauwinkeln die Hinterkante des Unterfahrschutzes über die Hinterkante des Fahrzeugs hinaus. Diese Unterfahrschutzkonstruktion ist bezogen auf die Herstellkosten des einzelnen Produktes zwar günstig, erfordert aber sehr viele Varianten und steht daher der Wirtschaftlichkeit entgegen.

Der aus der eingangs genannten DE 94 19 691 U1 bekannte Unterfahrschutz wird mittels acht Schrauben an eine Anlagefläche angeschraubt, wobei die acht Schrauben in zwei waagerechten Reihen à vier Schrauben angeordnet sind. Das in Richtung auf diese Schraubverbindungen keilförmig zulaufende Unterfahrschutzteil ist in einer entsprechenden keilförmigen oder konischen Hülse geführt, damit bei einem Aufprall das Unterfahrschutzteil an die Hülse aufläuft und dabei durch Verformung des Unterfahrschutzteils bzw. der Hülse Aufprallenergie abgebaut wird. Dieser bekannte Unterfahrschutz läßt sich sinnvoll dazu nur in einer einzigen Längsposition zur Anschlagfläche anordnen.

Weiterhin ist aus dem Prospekt "Bär Standard Cargolift" der Firma Gerd Bär GmbH, Heilbronn, ein variabler Unterfahrschutz bekannt, der am Tragprofil (Tragrohr) der Hubladebühne anschraubbar ist. Dazu sind für jedes Unterfahrschutzteil am Tragprofil zwei kurze Laschen vorgesehen, zwischen denen das vordere Ende des Unterfahrschutzteils verschraubt wird. Die Höhe der Laschen ist größer als die Höhe des Unterfahrschutzteils, so daß dieses in zwei Höhenpositionen an den Laschen befestigt werden kann. Um möglichst alle Anwendungsfälle abdecken zu können, sind bei dem bekannten Unterfahrschutz vier Baugruppen (kurzer gerader Unterfahrschutz, langer gerader Unterfahrschutz, kurzer schräger Unterfahrschutz, langer schräger Unterfahrschutz) vorgesehen. Durch Verdrehen um 180°, d. h. durch ein Vertauschen der Unterfahrschutzteile von links nach rechts, sind mit den vier Baugruppen acht verschiedene Konfigurationen zu erzielen.

Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Unterfahrschutz der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß möglichst viele Anwendungsfälle mit möglichst einer einzigen Unterfahrschutz-Baugruppe abgedeckt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedes Unterfahrschutzteil mittels seiner mindestens zwei Befestigungslöcher in mindestens zwei Längspositionen zur Anlagefläche sowie jeweils auch gewendet an der Anlagefläche befestigbar ist.

Durch Wenden um 180°, d. h. durch ein Vertauschen des Unterfahrschutzteils von links nach rechts, können zwei unterschiedliche Unterfahrschutzhöhen erreicht werden, wobei durch längenversetzte Anordnung des Unterfahrschutzes jeweils zwei Längspositionen möglich sind. So kann der Unterfahrschutz in vier Positionen montiert werden.

Dieser erfindungsgemäße Unterfahrschutz kann längenvariabel am Tragrohr angeschraubt werden. Als Bausatz braucht für die Längenvariablität nur eine Baugruppe vorgesehen zu werden, verglichen mit vier bei dem bekannten Unterfahrschutz. Mit dieser Lösung wird der Unterfahrschutz nicht mehr wie seither in der Fabrik nach vorhergehender technischer Untersuchung angeschraubt, sondern lose als Bausatz mitgeliefert. Die Bestimmungen der Anbauparameter kann mit einer einfachen Entscheidungsmatrix, die als Ergebnis die entsprechende Armlänge beschreibt, vorgenommen werden. Der Fahrzeugbauer baut das Hubwerk nach den standardisierten Voraussetzungen an und schraubt dann selbst den Unterfahrschutz unter Einhaltung der Anbauvorschriften an.

Mit diesem Unterfahrschutz wird die Teilevielfalt auf das maximal mögliche Minimum, nämlich eine einheitliche Unterfahrschutzbaugruppe beschränkt. Vorzugsweise sind die Tragprofile aller Traglaststufen mit einheitlichen Anschlußeinrichtungen bzw. Anlageflächen ausgestattet.

Weiter erlaubt dieser Unterfahrschutz die fabrikmäßige Lackierung von Hubwerk und Unterfahrschutz. Dies ist ein sehr großer Vorteil für den Fahrzeugbauer, der sich die Lackierung der komplizierten und verwinkelten Hubmechanik nach der Montage sparen kann. Außerdem ist die fabrikmäßige Lackierung der Baugruppen von der Qualität her gegenüber der Lackierung nach der Montage unerreicht hoch.

Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung sind die Befestigungslöcher der Anlagefläche in zwei parallelen, vorzugsweise waagerechten Reihen mit je mindestens drei Befestigungslöchern angeordnet. Für besondere Ansprüche kann der Fahrzeugbauer auch beliebige Zwischenstellungen erzeugen, indem er zusätzliche Befestigungslöcher vorsieht.

Insbesondere wenn die Anlagefläche nur drei in einer Reihe hintereinander angeordnete Befestigungslöcher aufweist, müssen diese äquidistant angeordnet sein. Sind mehr Befestigungslöcher hintereinander angeordnet, müssen diese zumindest paarweise äquidistant entsprechend dem Lochabstand in der Außenfläche sein.

Im einfachsten Fall kann die Anschlußeinrichtung eine, gegebenenfalls noch mit anderen Teilen verbundene Anschlußplatte sein, oder die Anschlußeinrichtung ist selbsttragend ausgebildet, z. B. ein in Längsrichtung des Fahrzeugs nach hinten stehendes Winkelprofil, vorzugsweise ein C-Profil, dessen eine Innenseite dann die Anlagefläche bildet.

Für die Längenvariabilität reicht es aus, wenn sich das mit der Anschlußeinrichtung verbundene vordere Ende des Unterfahrschutzteils im wesentlichen waagerecht nach hinten erstreckt.

Wenn das Unterfahrschutzteil in Längsrichtung des Fahrzeugs schräg verläuft, z. B. nach unten geneigt ist, ermöglicht dies nicht nur eine horizontale und vertikale Variabilität, sondern erlaubt auch ein diagonales Anbauen eines Unterfahrschutzes.

In einer besonderen Weiterbildung dieser Ausführungsform ist jenseits der zumindest drei in einer Reihe hintereinander angeordneten Befestigungslöcher sowohl am vorderen Ende des Unterfahrschutzteils als auch an der Anlagefläche der Anschlußeinrichtung mindestens jeweils noch ein weiteres Befestigungsloch vorgesehen, wobei sich die weiteren Befestigungslöcher in einer Längsposition des Unterfahrschutzteils zur Anlagefläche decken. Da meist nur eine Lochreihe verwendet werden kann, muß das mindestens eine weitere Befestigungsloch nach Ausrichtung des Unterfahrschutzes vom Fahrzeugbauer noch gebohrt werden.

Das hintere Ende des Unterfahrschutzteils kann nach hinten am einfachsten durch ein U-Profil oder ein Mehrkantprofil (Vierkantprofil) abgeschlossen sein, wobei insbesondere bei nach unten geneigtem Unterfahrschutz aus optischen Gründen die Verwendung eines Rund- oder Sechskantprofils als Abschluß angebrachter erscheint.

Um bei Fahrzeugen mit untergekuppelter Deichsel auch im Alleinbetrieb den Unterfahrschutz vorschriftsmäßig darzustellen, ist das Unterfahrschutzteil zweiteilig, wobei das hintere Unterfahrschutzteil an dem mit der Anschlußeinrichtung verbundenen vorderen Unterfahrschutzteil schwenkbar gelagert ist und in zumindest einer Schwenkposition feststellbar ist. Damit wird ein hochklappbarer Unterfahrschutz geschaffen, der im Zugbetrieb die nötige Deichselfreiheit bietet.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines nach hinten stehenden erfindungsgemäßen Unterfahrschutzes, der am hinteren Ende eines Fahrzeugs mit einer Hubladebühne angeordnet ist;

Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Unterfahrschutzes;

Fig. 3 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Unterfahrschutzes, dessen freies hinteres Ende nach unten geneigt ist; und

Fig. 4 eine Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Unterfahrschutzes, dessen hinteres Unterfahrschutzteil schwenkbar gelagert ist.

In der Zeichnung ist mit 1 ein quer zur Längsrichtung eines Fahrzeugs verlaufendes Tragprofil (Tragrohr) einer Hubladebühne gezeigt. Am Tragprofil sind beidseitig jeweils drei in Längsrichtung des Fahrzeugs nach hinten (Pfeilrichtung 2) weisende Anschlußplatten 3, 4, 5 als Lagerstellen für eine Plattform tragende Tragarme 6, 7 vorgesehen, die und deren Schwenkachse 8 in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt sind.

Am Tragprofil 1 ist weiterhin ein nach hinten stehender Unterfahrschutz 10 angebracht, der dreiteilig aus einem mittleren Unterfahrschutzteil 11 und zwei äußeren Unterfahrschutzteilen 12 besteht. Jedes Unterfahrschutzteil 11, 12 ist durch einen nach hinten stehenden Träger 13, 14 gebildet, dessen hinterem Ende 13b, 14b mit einem quer zur Längsrichtung des Fahrzeugs verlaufenden Abschlußprofil 15, 16 abgeschlossen ist. Das vordere Ende 13a, 14a des Trägers 13, 14 ist am Tragprofil 1 über eine Anschlußeinrichtung 17, 18 mit einer ebenen Anlagefläche 17a, 18a befestigt, in der drei in Längsrichtung des Fahrzeugs hintereinander angeordnete Befestigungslöcher 19, 20 vorgesehen sind, wie durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die innere Anschlußeinrichtung 17 eine den Anschlußplatten 3, 4, 5 entsprechende senkrechte Platte, die über einen Verbindungssteg 21 mit der inneren Anschlußplatte 3 versteift ist, während die äußeren Anschlußeinrichtungen 18 durch ein nach außen offenes C-Profil gebildet sind.

Jedes Unterfahrschutzteil 11, 12 liegt an der Anlagefläche 17a, 18a mit einer ebenen Außenfläche 22, 23 seines vorderen Endes 13a, 14a an. In der Außenfläche 22, 23 sind zwei Befestigungslöcher 24, 25 vorgesehen, die sich in zwei Längspositionen des Unterfahrschutzteils 11, 12 zur Anschlußeinrichtung 17, 18 mit jeweils zwei der drei in der Anlagefläche 17a, 18a vorgesehenen Befestigungslöcher decken. Dazu entspricht der Abstand der beiden Befestigungslöcher 24, 25 dem äquidistanten Abstand benachbarter Befestigungslöcher 19, 20. Mittels Schraubverbindungen 26 (Fig. 2) durch die sich deckenden Befestigungslöcher ist das Unterfahrschutzteil 11, 12 mit seiner Anschlußeinrichtung 17, 18 verbindbar.

Wie die Fig. 2 zeigt, sind in der Anlagefläche 17a insgesamt sechs Befestigungslöcher 19 in zwei parallelen waagerechten Reihen mit je drei Befestigungslöchern und in der Außenfläche 22 insgesamt vier Befestigungslöcher 24 in ebenfalls zwei parallelen waagerechten Reihen angeordnet. In der ersten Längsposition (durchgezogene Linien) des Unterfahrschutzteils 11 decken sich die vier Befestigungslöcher 24 in der Außenfläche 22 mit den mittleren und rechten vier Befestigungslöchern 19 in der Anlagefläche 17a, und der Unterfahrschutz 11 weist gegenüber dem Tragprofil 1 eine Länge L auf. In der zweiten Längsposition (gestrichelte Linien) des Unterfahrschutzteils 11 decken sich die vier Befestigungslöcher 24 in der Außenfläche 22 mit den mittleren und linken vier Befestigungslöchern 19 in der Anlagefläche 17a, und das Unterfahrschutzteil 11 weist gegenüber dem Tragprofil 1 eine kürzere Länge L' auf. Die Längendifferenz L-L' entspricht dem waagerechten Abstand benachbarter Befestigungslöcher 19.

Die durch das hintere Ende 13b des Trägers 13 verlaufende Längsmittelebene 27 ist bezüglich der durch sein vorderes Ende 13a verlaufenden Längsmittelebene 28 bzw. bezüglich der Mitte des Tragprofils 1 um ein Maß A versetzt, so daß eine um 180° gedrehte Anordnung des Unterfahrschutzes 11 an seinem hinteren Ende zu einer Höhendifferenz von 2A führt.

Während bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 die Unterfahrschutzteile 11, 12 im wesentlich waagrecht nach hinten abstehen, zeigt Fig. 3 ein "diagonales" Unterfahrschutzteil 12', das hinten nach unten abgeneigt ist. Zur Verschraubung des Trägers 14' wird nur die untere Reihe von Befestigungslöchern 20 in der Anlagefläche 18a genutzt, wobei vom Fahrzeugbauer nach Ausrichtung des Unterfahrschutzteils 12' noch mindestens ein weiteres Befestigungsloch in Anlagefläche 18a und Außenfläche 23 gebohrt werden muß. Diese beiden weiteren Befestigungslöcher decken sich in einer Längsposition des Unterfahrschutzteils 12' zur Anlagefläche 18a, und der Träger 14' wird über eine weitere Schraubverbindung 29 festgeschraubt. Aus optischen Gründen ist das Abschlußprofil 16' ein Rundrohr.

Mit dem diagonalen Unterfahrschutzteil 12' kann der Abstand V der hinteren Unterkante des Unterfahrschutzteils 12' zum Erdboden 30 verringert bzw. ein vorgegebener Maximalabstand ausgenutzt werden.

Die Längen- und Höhenvariabilität des beschriebenen Unterfahrschutzes ermöglicht es insbesondere, bei anderen Armlängen AL und steileren Winkeln β des Tragarms 6 einer Hubladebühne den Unterfahrschutz so in Länge und Höhe zu orientieren, daß ein Minimalabstand H zwischen der Hinterkante des Unterfahrschutzes 12' und der hinteren Aufbaukante des Fahrzeugaufbaus nicht unterschritten wird. Diese Aufbaukante ist im Ausführungsbeispiel durch die schwenkbar am Tragarm 6 angelenkte hochgeklappte Plattform 31 definiert.

Bei Fahrzeugen mit untergekuppelter Deichsel 32 kann, um im Zugbetrieb die nötige Deichselfreiheit zu erzielen, ein klappbares Unterfahrschutzteil 33 (Fig. 4) verwendet werden. Dazu ist das Unterfahrschutzteil 33 zweiteilig ausgebildet, wobei das hintere Unterfahrschutzteil 34 an dem mit der Anschlußeinrichtung 18 über Schraubverbindungen verbundenen vorderen Unterfahrschutzteil 35 bei 36 schwenkbar (Pfeil 37) gelagert ist. In der gewünschten Schwenkstellung läßt sich das hintere Unterfahrschutzteil 34 über eins von mehreren vorgegebenen Befestigungslöchern 38 feststellen.

Bei allen gezeigten Ausführungsformen sind die Anlageflächen und die Lochmuster der Anschlußeinrichtungen vorzugsweise immer einheitlich, um eine hohe Variabilität sicherzustellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrteiliger Unterfahrschutz (10) für ein Fahrzeug mit einer Hubladebühne, wobei die einzelnen, in Längsrichtung des Fahrzeugs nach hinten (2) stehenden Unterfahrschutzteile (11; 12; 33) jeweils mit einer an einem quer zur Längsrichtung des Fahrzeugs verlaufenden Tragprofil (1) der Hubladebühne befestigten Anschlußeinrichtung (17; 18) verbindbar sind, wobei jede Anschlußeinrichtung (17; 18) eine nach hinten stehende, senkrechte ebene Anlagefläche (17a; 18a) mit mindestens drei in Längsrichtung des Fahrzeugs in einer Reihe hintereinander angeordneten Befestigungslöchern (19, 20) und jedes Unterfahrschutzteil (11; 12; 33) an seinem vorderen Ende (13a; 14a; 14a'; 35) eine ebene Außenfläche (22; 23) mit mindestens zwei Befestigungslöchern (24, 25) aufweist, welche sich mit denen der Anlagefläche (17a; 18a) in mindestens einer Längsposition des Unterfahrschutzteils (11; 12; 33) zur Anlagefläche (17a; 18a) decken, und wobei die durch das hintere Ende (13b; 14b; 34) des Unterfahrschutzteils (11; 12; 33) verlaufende Längsmittelebene (27) bezüglich der durch sein vorderes Ende (13a; 14a; 35) verlaufenden Längsmittelebene (28) versetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Unterfahrschutzteil (11; 12; 33) mittels seiner mindestens zwei Befestigungslöcher (24, 25) in mindestens zwei Längspositionen zur Anlagefläche (17a; 18a) sowie jeweils auch gewendet an der Anlagefläche (17a; 18a) befestigbar ist.
  2. 2. Unterfahrschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterfahrschutzteile (11, 12; 33) jeweils an die Anschlußeinrichtung (17, 18) anschraubbar sind.
  3. 3. Unterfahrschutz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungslöcher (19, 20) der ebenen Anlagefläche (17a, 18a) in einer waagerechten Reihe angeordnet sind.
  4. 4. Unterfahrschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungslöcher (19, 20) der Anlagefläche (17a, 18a) in zwei parallelen Reihen mit je mindestens drei Befestigungslöchern angeordnet sind.
  5. 5. Unterfahrschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Reihe hintereinander angeordneten Befestigungslöcher (19, 20) der Anlagefläche (17a, 18a) äquidistant angeordnet sind.
  6. 6. Unterfahrschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußeinrichtung (18) ein in Längsrichtung des Fahrzeugs nach hinten (2) stehendes Winkelprofil ist, dessen eine Innenseite die Anlagefläche (18a) bildet.
  7. 7. Unterfahrschutz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelprofil ein C-Profil ist.
  8. 8. Unterfahrschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das mit der Anschlußeinrichtung (17, 18) verbundene vordere Ende (13a, 14a) des Unterfahrschutzteils (11, 12) waagerecht nach hinten erstreckt.
  9. 9. Unterfahrschutz nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterfahrschutzteil (11; 12) in Längsrichtung des Fahrzeugs nach hinten (2) schräg verläuft.
  10. 10. Unterfahrschutz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jenseits der zumindest drei in einer Reihe hintereinander angeordneten Befestigungslöcher (19, 20) sowohl am vorderen Ende (13a; 14a) des Unterfahrschutzteils (11; 12) als auch an der Anlagefläche (17a; 18a) der Anschlußeinrichtung (17; 18) mindestens jeweils noch ein weiteres Befestigungsloch vorgesehen ist und daß sich die weiteren Befestigungslöcher in einer Längsposition des Unterfahrschutzteils (11; 12) zur Anlagefläche (17a; 18a) decken.
  11. 11. Unterfahrschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Ende (13b; 14b; 14b') des Unterfahrschutzteils (11; 12) nach hinten durch ein U-Profil, ein Mehrkantprofil oder ein Rundprofil abgeschlossen ist.
  12. 12. Unterfahrschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterfahrschutzteil (33) zweiteilig ist, wobei das hintere Unterfahrschutzteil (34) an dem mit der Anschlußeinrichtung (18) verbundenen vorderen Unterfahrschutzteil (35) schwenkbar gelagert ist und in zumindest einer Schwenkposition feststellbar ist.






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