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Dokumentenidentifikation DE19921587A1 07.12.2000
Titel Verfahren zum Ansteuern eines Weichenlagemelders
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Ennulat, Dietrich, Dipl.-Ing., 38120 Braunschweig, DE;
Saremba, Steffen, Dipl.-Ing., 03172 Guben, DE
DE-Anmeldedatum 05.05.1999
DE-Aktenzeichen 19921587
Offenlegungstag 07.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.12.2000
IPC-Hauptklasse B61L 5/18
IPC-Nebenklasse B61L 7/10   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ansteuern eines einer Weiche (15) zugeordneten Weichenlagemelders (20), der mindestens eine die Weichenzungenendlage der Weiche anzeigende Weichenlage-Leuchteinrichtung (25) und mindestens eine die Betriebsfähigkeit der Weiche (15) anzeigende Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung (30) aufweist, bei dem bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) der Weichenlagemelder (20) derart angesteuert wird, daß die Weichenzungenendlage durch die Weichenlage-Leuchteinrichtung (25) angezeigt wird und die Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung (30) blinkt.
Um zu erreichen, daß eine gestörte, aber schienenfahrzeugseitig befahrbare Weiche als solche erkennbar ist, wird bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) der Weichenlagemelder (20) derart angesteuert, daß die Weichenlage-Leuchteinrichtung Dauerlicht anzeigt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ansteuern eines einer Weiche zugeordneten Weichenlagemelders, der mindestens eine die Weichenzungenendlage der Weiche anzeigende Weichenlage-Leuchteinrichtung und mindestens eine die Betriebsfähigkeit der Weiche anzeigende Ordnungsmeldungs- Leuchteinrichtung aufweist, bei dem bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche der Weichenlagemelder derart angesteuert wird, daß die Weichenzungenendlage durch die Weichenlage-Leuchteinrichtung angezeigt wird und die Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung blinkt. Unter einer Störung der Weiche werden dabei alle möglichen Störungen der Weiche verstanden, also beispielsweise auch solche Störungen, die der Weichenantriebssteuerung oder gestörten Bedienelementen der Weiche zuzuordnen sind.

Ein derartiges Verfahren läßt sich einem in Fachkreisen bekannten Lastenheft der Deutschen Bahn AG mit dem Titel " Betriebliches Lastenheft für elektrisch ortsgestellte Weichen (EOW)" aus dem Jahre 1996 entnehmen. In dem Lastenheft ist nämlich angegeben, daß bei einer elektrisch ortsgestellten Weiche im Falle einer nicht weiter spezifizierten Weichenstörung der zugeordnete Weichenlagemelder mit seiner Weichenlage-Leuchteinrichtung, im Lastenheft Weichenlagemelder WL genannt, und mit seiner Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung, im Lastenheft Weichenordnungsmelder WO genannt, blinken soll; die blinkende Weichenlage-Leuchteinrichtung zeigt dabei die eingestellte beziehungsweise gestörte Weichenzungenendlage der Weiche an. Diese Ansteuerung des Weichenlagemelders ist identisch mit der Ansteuerung des Weichenlagemelders beim Umstellen der Weichenzunge von einer Endlage in die jeweils andere Endlage; denn auch beim Umstellen der Weiche sollen gemäß den Vorschriften in dem genannten Lastenheft beide Leuchteinrichtungen blinken. Zusammengefaßt läßt sich bei dem vorbekannten Ansteuerverfahren anhand der Anzeige des Weichenlagemelders also nicht feststellen, ob die Weichenzunge im Störungsfall eine definierte Endlage erreicht hat oder nicht, da das Signalbild des Weichenlagemelders beim Umstellen der Weiche und bei gestörter Weiche identisch ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Ansteuern eines Weichenlagemelders anzugeben, bei dem eine gestörte, aber schienenfahrzeugseitig befahrbare Weiche als solche erkennbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche der Weichenlagemelder derart angesteuert wird, daß die Weichenlage-Leuchteinrichtung Dauerlicht anzeigt.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, daß bei diesem erkennbar ist, daß die Weiche trotz der aufgetretenen Störung eine definierte Weichenzungenendlage erreicht hat und somit befahrbar ist; dies wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren konkret nämlich dadurch erreicht, daß bei eingestellter Weichenzungenendlage die beiden Leuchteinrichtungen unterschiedliche Lichtsignale erzeugen, wodurch sich das vom Weichenlagemelder erzeugte Signalbild im Störungsfall bei definierter Weichenzungenendlage deutlich von dem im eingangs genannten Lastenheft angegebenen bekannten Signalbild beim Umstellen der Weiche unterscheidet. Beim Einsatz des erfindungsgemäßen Ansteuerverfahrens ist es also im Unterschied zum vorbekannten Ansteuerverfahren möglich, daß gestörte Weichen befahren werden können, wenn die Weichenzunge eine definierte Weichenzungenendlage erreicht hat, da dies vom Weichenlagemelder angezeigt wird.

Die genannte Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß auch dadurch gelöst, daß bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche der Weichenlagemelder derart angesteuert wird, daß die beiden Leuchteinrichtungen zeitlich versetzt blinken.

Diese Lösung der Aufgabe entspricht der erstgenannten Lösung in der erfinderischen Idee, daß sich die Lichtsignale der Weichenlage-Leuchteinrichtung und der Ordnungsmeldungs- Leuchteinrichtung unterscheiden müssen, damit erkennbar ist, das die Weiche trotz der aufgetretenen Störung eine definierte Weichenzungenendlage erreicht hat und somit befahrbar ist; dies wird bei diesem zweitgenannten erfindungsgemäßen Verfahren konkret nämlich dadurch erreicht, daß bei eingestellter Weichenzungenendlage die beiden Leuchteinrichtungen zeitlich versetzt blinken, wodurch sich das vom Weichenlagemelder im Störungsfall erzeugte Signalbild deutlich von dem im eingangs genannten Lastenheft angegebenen bekannten Signalbild beim Umstellen der Weiche unterscheidet. Beim Einsatz des zweitgenannten erfindungsgemäßen Ansteuerverfahrens ist es also ebenso wie beim erstgenannten erfindungsgemäßen Verfahren im Unterschied zum vorbekannten Ansteuerverfahren möglich, daß gestörte Weichen befahren werden können, wenn die Weichenzunge eine definierte Weichenzungenendlage erreicht hat, da dies vom Weichenlagemelder angezeigt wird.

Besonders gut erkennbar ist das Signalbild des Weichenlagemelders, wenn bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche der Weichenlagemelder derart angesteuert wird, daß sich die Dunkelphasen des Lichts der beiden Leuchteinrichtungen zeitlich überschneiden, da bei einem solchen Ansteuerverfahren das zeitlich versetzte Blinken besonders deutlich sichtbar ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser Weiterbildung des zweitgenannten erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß mit diesem auch angezeigt wird, ob es zu einer Aderberührung zwischen den Ansteuerleitungen der Weichenlage-Leuchteinrichtung und der Ordnungsmeldungs- Leuchteinrichtung gekommen ist, weil nämlich im Falle einer solchen Aderberührung die beiden Leuchteinrichtungen im Takt, also nicht mehr zeitversetzt blinken würden; ein Blinken der beiden Leuchteinrichtungen im Takt zeigt also an, daß die Weiche umläuft, wie eingangs beschrieben, und deshalb nicht mehr befahren werden darf oder daß der Weichenlagemelder in seiner Funktion gestört ist, weil eine Aderberührung zwischen den Ansteuerleitungen des Weichenlagemelders aufgetreten ist, und die Weiche deshalb nicht mehr befahren werden darf; es ist also bei dieser Weiterbildung des zweitgenannten erfindungsgemäßen Verfahrens deutlich erkennbar, daß die Weiche aus Sicherheitsgründen nicht mehr befahren werden darf, weil nämlich nicht mehr sichergestellt ist, daß die Weiche tatsächlich eine definierte Weichenzungenendlage erreicht hat.

Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Steuereinrichtung zum Ansteuern eines einer Weiche zugeordneten Weichenlagemelders, der mindestens eine die Weichenzungenlage der Weiche anzeigende Weichenlage-Leuchteinrichtung und mindestens eine die Betriebsfähigkeit der Weiche anzeigende Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung aufweist, wobei die Steuereinrichtung derart beschaffen ist, daß sie bei eingestellter Weichenzungenendlage im Falle einer ihr gemeldeten Störung der Weiche den Weichenlagemelder derart ansteuert, daß die Weichenlage- Leuchteinrichtung die der Steuereinrichtung gemeldete Weichenzungenendlage anzeigt und die Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung blinkt.

Eine derartige Steuereinrichtung läßt sich ebenfalls dem eingangs angegebenen Lastenheft entnehmen.

Der Erfindung liegt bezüglich einer derartigen Steuereinrichtung die Aufgabe zugrunde, eine Steuereinrichtung anzugeben, bei der Störungen der Weiche in der Weise angezeigt werden, daß eine gestörte, aber befahrbare Weiche als solche erkennbar ist.

Lösungen für diese Aufgabe sind in den Ansprüchen angegeben; die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläuterten Vorteile gelten für die erfindungsgemäße Steuereinrichtungen in entsprechender Weise.

Zur Erläuterung der Erfindung zeigen

Fig. 1 und 3 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung, die zum Durchführen der erfindungsgemäßen Verfahren geeignet ist und

Fig. 2 ein Flußdiagramm, gemäß dem die erfindungsgemäße Steuereinrichtung zum Durchführen des zweitgenannten erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise arbeiten kann.

Die Fig. 1 zeigt eine Steuereinrichtung 10 zum Ansteuern eines einer Weiche 15 zugeordneten Weichenlagemelders 20 der mindestens eine die Weichenzungenendlage der Weiche 15 anzeigende Weichenlage-Leuchteinrichtung 25 und mindestens eine die Betriebsfähigkeit der Weiche anzeigende Ordnungsmeldungs- Leuchteinrichtung 30 aufweist.

Gemäß der Fig. 1 ist die Steuereinrichtung 10 mit ihrem einen Eingang E10A mit einem Ausgang A35A eines Weichenlagemelders 35 und mit ihrem weiteren Eingang E10B mit einem weiteren Ausgang A35B des Weichenlagemelders 35 verbunden; dieser Weichenlagemelder 35 ist der Weiche 15 zugeordnet und ermittelt die jeweils erreichte Weichenzungenendlage der Weiche 15 und überträgt die Weichenzungenendlage - nachfolgend kurz als Weichenlage bezeichnet - angebende Steuersignale SWR und SWL zur Steuereinrichtung 10. An einem zusätzlichen Eingang E10C ist der Steuereinrichtung 10 ein Störungssensor 40 vorgeordnet, der eine Störung beispielsweise eines in der Fig. 1 nicht dargestellten Weichenantriebs der Weiche 15 feststellt und ein die Störung angegebenes Störungssignal SS an die Steuereinrichtung 10 abgibt. Anstelle des Weichenanbtriebs- Störungssensors 40 kann auch ein Sensor eingesetzt werden, der einen Fehler der Weichenantriebssteuerung, der Weichenfreimeldung oder der Bedienelemente meldet, mit denen das Umstellen der Weiche ausgelöst wird.

An ihren Ausgängen A10A, A10B und A10C ist der Steuereinrichtung 10 der Weichenlagemelder 20 mit seinen Eingängen E20A, E20B sowie E20C über Ansteuerleitungen 45, 46 und 47 nachgeordnet, und zwar in der Weise, daß der eine Ausgang A10A der Steuereinrichtung 10 mit dem einen Eingang E20A des Weichenlagemelders 20, ein zweiter Ausgang A10B der Steuereinrichtung 10 mit einem zweiten Eingang E20B des Weichenlagemelders 20 und ein dritter Ausgang A10C der Steuereinrichtung 10 mit einem dritten Eingang E20C des Weichenlagemelders 20 verbunden ist.

Zum Signalisieren der Weichenzungenendlage weist die Weichenlage-Leuchteinrichtung 25 ein Leuchtelement 60 zum Anzeigen der Weichenzungenendlage "links" und ein weiteres Leuchtelement 65 zum Anzeigen der Weichenzungenendlage "rechts" auf.

Die Arbeitsweise der Steuereinrichtung 10 soll beispielhaft nun anhand des in der Fig. 2 dargestellten Flußdiagramms erläutert werden. Zunächst liest die Steuereinrichtung 10 den Störungssensor 40 und den Weichenlagenmelder 35 aus (Schritt 100); dabei wird im folgenden davon ausgegangen, daß der Störungssensor 40 im Falle einer Störung der Weiche 15 ein binäres Störungssignal SS mit einer logischen "1" und im Falle des nicht Vorliegens einer Weichenstörung ein Störungssignal SS mit einer logischen "0" erzeugt und an die Steuereinrichtung 10 überträgt. Den Weichenlagemelder 35 betreffend wird davon ausgegangen, daß dieser bei einer Weichenzungenendlage in der Position "rechts" ein binäres Steuersignal SWR mit einer logischen "1" und ein weiteres binäres Steuersignal SWL mit einer logischen "0" erzeugt; im Falle einer Weichenzungenendlage in der Position "links" soll dann entsprechend das eine Steuersignal SWR eine logische "0" und das weitere Steuersignal SWL eine logische "1" aufweisen. Ist keine definierte Weichenzungenendlage erreicht so weisen beide Steuersignale SWR und SWL jeweils eine logische "0" auf. Der Weichenlagemelder 35 kann beispielsweise durch zwei an der Weiche angebrachte Schalter gebildet werden, die im Falle einer erreichten Weichenzungenendlage durch die Weichenzunge betätigt werden. Der Störungssensor 40 kann beispielsweise ein im Weichenantrieb der Weiche 15 angebrachter Sensor sein, mit dem die Funktionstüchtigkeit des Weichenantriebs festgestellt und gemeldet wird.

Nachdem die Steuereinrichtung 10 das Störungssignal SS und die beiden Steuersignale SWR und SWL erfragt hat, werden diese ausgewertet:

Im Falle einer Störung (SS = 1) bei Weichenzungenendlage in der Position "links" (SWL = 1) wird der Weichenlagemelder 20 derart angesteuert, daß das in Fig. 1 dargestellte eine Leuchtelement 60 der Weichenlage-Leuchteinrichtung 25 und die Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung 30 abwechselnd blinken, wobei zwischen "Leuchtphasen" (Schritte 110 und 115) " Dunkelphasen" (Schritte 120 und 125) liegen sollen. Hierfür wir von der Steuereinrichtung 10 im Schritt 110 eine Spannung USL = U0 = 220 V am Eingang E20A des Weichenlagemelders 20 erzeugt, mit der das Leuchtelement 60 aktiviert wird. Diese " Leuchtphase" dauert eine Zeitspanne von t = t0 = 0,4 Sekunden. Anschließend (Schritt 120) werden beide Leuchteinrichtungen, das heißt also das eine Leuchtelement 60 und die Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung 30 abgeschaltet; diese "Dunkelphase" dauert wiederum eine Zeitspanne von t = t0 = 0,4 Sekunden.

Nach dieser Dunkelphase wird nun die Ordnungsmeldungs- Leuchteinrichtung 30 für eine Zeitspanne von t = t0 = 0,4 Sekunden eingeschaltet, indem der zusätzliche Eingang E20C des Weichenlagemelders 20 mit der Spannung US0 = U0 = 220 V beaufschlagt wird; die Weichenlage-Leuchteinrichtung 25 ist dabei deaktiviert. Dieser Leuchtphase schließt sich dann wieder eine Dunkelphase an (Schritt 125).

Im Falle einer Störung (SS = 1) bei erreichter Weichenzungenendlage in der Position "rechts" (Schritt 130) arbeitet die Steuerung 10 in entsprechender Weise; selbstverständlich wird bei der Weichenlage-Leuchteinrichtung 25 dann durch Anlegen einer Spannung USR = U0 = 220 V am weiteren Eingang E20B des Weichenlagemelders 20 das weitere Leuchtelement 65 statt des einen Leuchtelementes 60 aktiviert, da die Weichenzungenendlage "rechts" signalisiert werden soll.

Im Falle einer Störung (SS = 1) ohne definierte Weichenzungenendlage, was durch die Steuersignale SWR = 0 und SWL = 0 gemeldet wird (Schritt 135), soll nur die Ordnungsmeldungs- Leuchteinrichtung blinken, was durch Erzeugen der Spannung US0 = U0 = 220 V am zusätzlichen Eingang E20C des Weichenlagemelders 20 erreicht wird (Schritte 140 und 145).

Falls keine Störung vorliegt (SS = 0), wird der Weichenlagemelder 20 in üblicher Form angesteuert, wie dies in der Fachwelt bekannt ist bzw. von den Bahnbetrieben vorgegeben wird.

Fig. 3 zeigt den Aufbau der Steuereinrichtung 10 im Detail. Eingangsseitig weist diese einen Microcomputer 200 auf, der mit den drei Eingängen E10A, E10B und E10C der Steuereinrichtung 10 in Verbindung steht; konkret ist ein Eingang E200A des Microcomputers 200 mit dem einen Eingang E10A der Steuereinrichtung 10, ein weiterer E200B des Microcomputers 200 mit dem weiteren Eingang E10B der Steuereinrichtung 10 und ein zusätzlicher Eingang E200C des Microcomputers 200 mit dem zusätzlichen Eingang E10C der Steuereinrichtung 10 verbunden.

Der Microcomputer 200 weist einen Ausgang A200 auf, an dem eine Prozeßausgabe-Einrichtung 210 über eine Busleitung 215 angeschlossen ist; die Prozeßausgabe-Einrichtung 210 ist ausgangsseitig mit den drei Ausgängen A10A, A10B und A10C der Steuereinrichtung verbunden.

Der Microcomputer 200 ist beispielsweise entsprechend dem Flußdiagramm gemäß Fig. 2 programmiert und steuert über die Busleitung 215 die Prozeßausgabe-Einrichtung 210 derart an, daß diese an den Ausgängen A10A, A10B und A10C der Steuereinrichtung 10 die zur Ansteuerung des Weichenlagemelders 20erforderlichen Ausgangsspannungen USL, USR und US0 erzeugt. Die Prozeßausgabe-Einrichtung 210 kann beispielsweise durch Relais gebildet sein, die bei Aktivierung durch den Mikrocomputer 200 Netzspannung von 220 V an den jeweiligen Ausgang der Steuereinrichtung 10 durchschalten.

Wie sich insbesondere der Fig. 2 entnehmen läßt, kann eine Aderberührung zwischen den Ansteuerleitungen 45, 46 oder 47 beim Weichenlagemelder 20 niemals zu einem Signalbild führen, das eine nicht befahrbare Weiche 15 als befahrbar kennzeichnet; denn im Falle einer Aderberührung beispielsweise zwischen den Ansteuerleitungen 45 und 47 kann es lediglich zu einem gleichzeitigen Blinken des einen Leuchtelements 60 und der Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung 30 kommen, was - wie bereits erläutert - eine umlaufende und damit nicht befahrbare Weiche kennzeichnen würde.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Ansteuern eines einer Weiche (15) zugeordneten Weichenlagemelders (20), der mindestens eine die Weichenzungenendlage der Weiche anzeigende Weichenlage-Leuchteinrichtung (25) und mindestens eine die Betriebsfähigkeit der Weiche (15) anzeigende Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung (30) aufweist, bei dem
    1. - bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) der Weichenlagemelder (20) derart angesteuert wird, daß
    2. - die Weichenzungenendlage durch die Weichenlage- Leuchteinrichtung (25) angezeigt wird und
    3. - die Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung (30) blinkt, dadurch gekennzeichnet, daß
    4. - bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) der Weichenlagemelder (20) derart angesteuert wird, daß die Weichenlage-Leuchteinrichtung (25) Dauerlicht anzeigt.
  2. 2. Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) der Weichenlagemelder (20) derart angesteuert wird, daß
    2. - die beiden Leuchteinrichtungen (25, 30) zeitlich versetzt blinken.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) der Weichenlagemelder (20) derart angesteuert wird, daß sich die Dunkelphasen des Lichts der beiden Leuchteinrichtungen (25, 30) zeitlich überschneiden.
  4. 4. Steuereinrichtung (10) zum Ansteuern eines einer Weiche (15) zugeordneten Weichenlagemelders (20), der mindestens eine die Weichenzungenendlage der Weiche (15) anzeigende Weichenlage-Leuchteinrichtung (25) und mindestens eine die Betriebsfähigkeit der Weiche anzeigende Ordnungsmeldungs- Leuchteinrichtung (30) aufweist, wobei die Steuereinrichtung (10) derart beschaffen ist, daß sie im Falle einer ihr gemeldeten Störung der Weiche (15) den Weichenlagemelder (20) derart ansteuert, daß
    1. - die Weichenlage-Leuchteinrichtung (25) die der Steuereinrichtung (10) gemeldete Weichenzungenendlage anzeigt und
    2. - die Ordnungsmeldungs-Leuchteinrichtung (30) blinkt,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (10) derart beschaffen ist, daß sie bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) den Weichenlagemelder (20) derart ansteuert, daß die Weichenlage-Leuchteinrichtung (25) Dauerlicht anzeigt.
  5. 5. Steuereinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (10) derart beschaffen ist, daß sie bei Weichenzungenendlage im Falle einer Störung der Weiche (15) den Weichenlagemelder (20) derart ansteuert, daß
    1. - die beiden Leuchteinrichtungen (25, 30) zeitlich versetzt blinken.
  6. 6. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Steuereinrichtung (10) derart ausgestaltet ist, daß sich die Dunkelphasen des Lichts der beiden blinkenden Leuchteinrichtungen (25, 30) zeitlich überschneiden.






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