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Dokumentenidentifikation DE19926343A1 14.12.2000
Titel Isolierverglasung
Anmelder Riedl, Franz, 84051 Essenbach, DE
Erfinder Riedl, Franz, 84051 Essenbach, DE
DE-Anmeldedatum 09.06.1999
DE-Aktenzeichen 19926343
Offenlegungstag 14.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.12.2000
IPC-Hauptklasse E06B 9/24
IPC-Nebenklasse E06B 3/66   G02F 1/133   F24J 2/00   
Zusammenfassung Bisher verwendete Isolierglasfenster verhindern lediglich einen Wärmeverlust bei beheizten Räumen. Das neue Bauteil vereint in einem Gehäuse Fenster, Solarkollektor und Heizkörper. Eine integrierte, stufenlos regelbare Abdunkelungsvorrichtung ersetzt zudem Rollo und Rollokasten.
Eine mit einer LCD Flüssigkristallschicht beschichtete Scheibe polarisiert bei einer angelegten Spannung das einfallende Licht und ermöglicht so eine stufenlose Abdunkelung. Eine anliegende transparente Flüssigkeitsschicht, welche einen Zu- und Ablauf aufweist und mit dem Heizungssystem verbunden ist, ermöglicht eine Nutzung der anfallenden Solarwärme. Nach außen gegen Wärmeverlust isolierend kann das Fenster bei kühler Witterung als Heizkörper genutzt werden.
Das Fenstermodul eignet sich zum Einbau in allen Wohnhäusern, Bürogebäuden und Wintergärten.

Beschreibung[de]

Die heute verwendeten Isolierverglasungen sind meistens nur mit Rollos abzudunkeln. Das erfordert einen separaten Rollokasten mit, Rollos und Antriebsmechanismus. Eine stufenlose Abdunkelung ist nicht möglich.

Der im Patentanspruch angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Isolierverglasung mit integrierter, stufenloser Abdunkelmöglichkeit zu schaffen, so daß die Verwendung der anstrengend zu betätigenden und mechanischen, verschleißanfälligen Komponenten entfällt.

Dieses Problem wird mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß mit einem leicht zu bedienendem Drehregler gleichzeitig alle Fenster eines Raumes stufenlos regelbar abzudunkeln sind und die Verwendung der mechanisch aufwendigen Rollos entfällt. Die LCD Flüssigkristallabdunkelung ist verschleißfrei. Die stufenlose Abdunkelung verhindert bei Sonneneinstrahlung eine Aufheizung des Raumes und spart Kosten für Klimatisierungsgeräte.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch 2 angegeben. Die Polarisierung des Lichts in der LCD Flüssigkristallschicht bewirkt bei angelegter Spannung/ Abdunkelung einen Temperaturanstieg. Kühlung ist notwendig, die Abwärme wäre ungenutzt. Dieses Problem ist mit den in Patentanspruch 2 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Die erreichten Vorteile bestehen darin, daß die im Fenster bei Abdunkelung auftretende Wärme zuverlässig abgeführt wird, und die so gewonnene Wärmeenergie nutzbar gemacht wird. Das Fenster ist somit gleichzeitig Solarkollektor. Der Nutzer kann auf einfache Weise entscheiden, ob er den Raum ganz oder teilweise aufhellt, oder die auftreffende Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung nutzt.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch 3 angegeben. Der im Patentanspruch 3 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, im Isolierglasfenster Solarkollektor nach Patentanspruch 2 und Heizkörper zu kombinieren.

Dieses Problem ist mit den in Patentanspruch 3 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Der erreichte Vorteil besteht darin, daß im Raum die Heizkörperinstallation entfällt, ebenso eine zusätzliche Rohrverlegung zum Heizungsraum. Das Fenster kann somit als Solarkollektor und als Heizkörper eingesetzt werden. In der Funktion als Heizkörper bewirkt die darübergelagerte LCD Flüssigkristallschicht bei Abdunkelung ein Entweichen von Strahlungswärme/Infrarotlicht nach außen, die Vakuum- oder Gasschicht verhindert den Wärmeverlust durch Wärmekonvektion.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch 3 angegeben. Ein Fenster nach Patentanspruch 2 benötigt mindestens 2 Rohranschlüsse und 2 Kabel zur Stromversorgung, soll aber zu öffnen oder zu kippen sein. Eine flexible Kabelverbindung könnte durch vielfaches Öffnen und Schließen des Fensters vorzeitig verschleißen. Dieses Problem wird mit den in Patentanspruch 3 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Eine Ausführung nach Patentanspruch 3 ermöglicht es, das Fenster bei einer Ausführung mit links- oder rechtsangeschlagenen Anschlüssen zu öffnen oder bei mittigem Anschlag zu kippen. Eine Verbindung mit elektrischen Anschlüssen kann entfallen, da bei einer Ausführung der Zulauf und Ablaufrohre in Metall diese gleichzeitig als Stromleiter verwendet werden können. Eine Ausführung dieser Verbindungsrohre mit Drehgelenken an den Anschlagspunkten zum Fenster ermöglicht ein nahezu verschleißfreies Öffnen und Schließen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen möglichen Schichtenaufbau des Fensters im Schnittbild.

Dabei ist 1 Äußere Glasscheibe

2 Vakuum oder Isolierglaszwischenraum

3 Mittlere Glasscheibe.

4 LCD Flüssigkristallschicht

5 Flüssiges Wärmetransportmedium (z. B. Wasser)

6 Innere Glasscheibe


Anspruch[de]
  1. 1. Isolierverglasung, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Scheiben Schichten von LCD Flüssigkristallen angebracht sind und diese mit einem im Raum zentral angebrachten Spannungsregler verbunden sind, so daß das Anlegen einer Spannung an die LCD Flüssigkristallschichten ein Abdunkeln der Scheibe bewirkt und dieses Abdunkeln mit dem Spannungsregler stufenlos regelbar ist.
  2. 2. Isolierverglasung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Verglasung eine Isolierschicht aufweist, welche an die LCD Flüssigkristallschicht angrenzt und mit einer transparenten, zur Kühlung, Isolierung, Wärmeaufnahme und Wärmeabtransport geeigneten Flüssigkeit, z. B. Wasser, gefüllt ist, und

    daß diese Isolierschicht einen Zulauf unten und einen thermostatisch regelbaren Ablauf oben aufweist, welche mit dem Heizungs- und Warmwasserbereitungssystem verbunden sind, so daß die bei Abdunkelung gewinnbare Solarwärme in das Haussystem eingespeist wird.
  3. 3. Isolierverglasung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungsanschlüsse der Verglasung so mit dem Heizungssystem verbunden sind, daß das Fenster regelbar als Heizkörper fungiert, wobei der durchfluteten Schicht zur Hausaußenseite die LCD Flüssigkristallschicht vorgelagert ist, welche in diesem Fall ein Entweichen von Strahlungswärme verhindert, und wobei über der LCD Schicht zur Hausaußenseite eine Isolierschicht mit Vakuum oder transparentem Gas schlechter Wärmeleitfähigkeit folgt, welche ein Entweichen von Konvektionswärme verhindert.
  4. 4. Isolierverglasung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet,

    daß das Isolierglasfenster an zwei Punkten (Zulauf und Ablauf) gelagert ist und somit zu öffnen oder zu kippen bleibt, und

    daß bei einer Ausführung der Zulauf und Ablaufrohre in Metall diese gleichzeitig den elektrischen Anschluß der LCD Flüssigkristallschichten ausführen können.






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