PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69328156T2 14.12.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0601202
Titel LICHTDURCHLÄSSIGE BAUTEILE UND METHODE ZUM REGULIEREN NATÜRLICHER LICHTMENGE UND NATÜRLICHER LICHTFLÄCHE DURCH VERWENDUNG DER LICHTDURCHLÄSSIGEN BAUTEILE
Anmelder Figla Co. Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder KANADA, Yoshimi, Minato-ku, Tokyo 105, JP;
DANMURA, Yoshikazu, Minato-ku, Tokyo 105, JP
Vertreter Frhr. von Schorlemer, R., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 34117 Kassel
DE-Aktenzeichen 69328156
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.06.1993
EP-Aktenzeichen 939135273
WO-Anmeldetag 16.06.1993
PCT-Aktenzeichen JP9300805
WO-Veröffentlichungsnummer 9325792
WO-Veröffentlichungsdatum 23.12.1993
EP-Offenlegungsdatum 15.06.1994
EP date of grant 22.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.12.2000
IPC-Hauptklasse E06B 9/24
IPC-Nebenklasse E06B 9/264   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft lichtdurchlässige Platten, die als Beleuchtungsfenster in den Öffnungen von Decken, Böden, Wänden usw. von allgemeinen Gebäuden verwendet werden. Im besonderen betrifft die vorliegende Erfindung in den Öffnungen fest zu installierende lichtdurchlässige Platten zum optischen Ändern des auf die Öffnungen einfallenden Sonnenlichts durch Brechung, Reflexion usw., um durch Einstellen der Menge und des Bereichs des sich im Verhältnis zum jährlichen und täglichen Verlauf der Sonnenbahn ändernden Sonnenlichts eine gewünschte natürliche Beleuchtung zu erhalten, wodurch die Wärme im Innenraum geregelt wird.

Die meisten der Öffnungen in den Decken, Wänden usw. von allgemeinen Gebäuden sind als Beleuchtungsfenster mit einer einzelnen Glasscheibe bzw. als Doppelglasfenster mit einer Luftschicht zwischen zwei Glasscheiben oder einer Glasscheibe, die mit einer Kunstharzschicht beschichtet ist usw. für die Innenbeleuchtung mit Hilfe von Sonnenlicht oder künstlicher Beleuchtung usw. ausgeführt. Zum Ausblenden von direktem Sonnenlicht bestimmte spezielle Beleuchtungsfenster werden in den Offenlegungsschriften der Bundesrepublik Deutschland Nr. 1683284, 1906990, 3138262, 3227118 usw. beschrieben. Diese Fenster sind Sonnenschutzeinrichtungen, die ein verbessertes Fresnelsches Prismensystem verwenden, bei dem es sich um eine Lamelle mit vielen rechtwinklig angeordneten Prismenstäben mit einer metallischen Schicht (verspiegelt) auf einigen optischen Flächen handelt, die als Mehrfachblöcke integriert gestaltet sind.

Insbesondere beschreiben die westdeutschen Offenlegungsschriften Nr. 3138262 und 3227118 ein verbessertes Verfahren zum Einführen von Streulicht, um direktes Sonnenlicht vollkommen auszublenden und die Innenraumbeleuchtung zu gewährleisten.

Ein derartiges ein Fresnelsches Prismensystem verwendendes Fenster trägt jedoch nicht zum Sichern eines angenehmen Temperaturbereichs in einem Innnenwohnraum bei. Grund dafür ist, daß das Ausblenden sämtlicher Sonnenstrahlen bedeutet, daß im Winter, wenn mehr Wärme benötigt wird, keine ausreichende Erwärmungswirkung erreicht werden kann, weil die vom Sonnenlicht erhaltene Wärme vom jährlichen und täglichen Verlauf der Sonnenbahn abhängt, d. h. jahreszeitlich und Tageszeitzonenbedingten Änderungen.

Die vorliegende Erfindung sieht eine lichtdurchlässige Platte gemäß Patentanspruch 1 vor.

Die erfindungsgemäße lichtdurchlässige Platte hat zwischen zwei lichtdurchlässigen Platten angeordnete lichtbrechende Säulen, wobei am Ende der Platten auf beiden Seiten Halter angeordnet sind. Einfallendes Licht kann daher durch Lichtbrechung, Reflexion usw. optisch geändert werden, ohne daß die optische Funktion an ungefähr der Mitte der Körper der lichtbrechenden Säulen beeinträchtigt wird. Des weiteren sind die Halter zum Ändern der Anordnung der lichtbrechenden Säulen vorteilhaft und verhindern [sic...*1] Bewegung, Spiel, Durchbiegung usw. Des weiteren kann, wenn zwischen den Haltern und den abgedichteten Rändern der Platten Abstände gebildet wurden, das thermische Ausdehnen und Zusammenziehen der lichtbrechenden Säulen in der axialen Richtung berücksichtigt werden, und die lichtbrechenden Säulen können immer in stabilem Zustand befestigt werden.

Im allgemeinen kann die vorliegende Erfindung die Wärmeunterschiede im. Innenraum, die durch das Sonnenlichtmuster der jeweiligen Jahreszeiten oder der jeweiligen Zeitzonen aufgrund des jährlichen bzw. täglichen Verlaufs der Sonnenbahn bewirkt werden, regulieren, indem das nachstehend beschriebene Lichtmengen- oder -bereichsregulierverfahren zum Regulieren in bezug auf den Unterschied des Höhenwinkels zum Azimutwinkel der Sonne verwendet wird. Die vorliegende Erfindung ist somit epochal und sehr bedeutend, da die lichtdurchlässige Platte ohne Einstellung fest installiert verwendet werden kann, um das wärmereiche Sommersonnenlicht zum Verhindern des Temperaturanstiegs im Innenraum abzufangen, um in Synergie mit der Wärmeisolierungswirkung der Mehrlagenplatte zum Energiesparen beizutragen, und um das Frühjahrs- und Herbst- oder Wintersonnenlicht, das eine relativ geringe Wärme hat, zum effektiven Nutzen der Wärme teilweise oder direkt: durchzulassen.

Im folgenden werden bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht, die die in Anspruch 1 genannte lichtdurchlässige Platte zeigt;

Fig. 2 bis 4 schematische Vorderansichten, die die in Anspruch 1 genannte lichtdurchlässige Platte zeigen;

Fig. 5 und 6 sind Prinzipskizzen, die die in der in Anspruch 1 genannten lichtdurchlässigen Platte verwendeten Halter darstellen; [sic...*2]

Fig. 7 eine Funktionsdarstellung, die ein Verfahren zum Regulieren der Lichtmenge zeigt;

Fig. 8 bis 12 sind Prinzipskizzen, die andere Beispiele des Lichts zeigen.

Die in den betreffenden Ansprüchen genannten lichtdurchlässigen Platten der vorliegenden Erfindung sind als hervorragende Wärmeisolierung, Schallisolierung usw. aufweisende Mehrlagenplatten mit einer Luftschicht zwischen zerei Glasscheiben aus Floatglas oder Profilglas oder zwei lichtdurchlässigen Kunstharzplatten usw. geformt, wie in den Fig. 1 bis 12 gezeigt. Die lichtdurchlässigen Platten der vorliegenden Erfindung können nicht nur als Beleuchtungsfenster in den Öffnungen der Decken, Böden, Wände usw. allgemeiner Gebäude effektiv eingesetzt werden, sondern auch als Frontplatten, wie beleuchtungsinstallierte [sic...*3] dekorative Wände allgemeiner Gebäude. Zum Einbauen einer lichtdurchlässigen Platte in einer Öffnung eines allgemeinen Gebäudes wird ein Rahmen usw. aus Metall usw. in die Öffnung eingebaut zum Installieren der lichtdurchlässigen Platte in ihn.

Fig. 1 bis 6 sind Prinzipskizzen zur Veranschaulichung der in Anspruch 1 genannten lichtdurchlässigen Platte 1. Die in Anspruch 1 genannte lichtdurchlässige Platte 1 besteht aus zwei lichtdurchlässigen Platten 1a und 1b und mehreren lichtbrechenden Säulen, die parallel zueinander zwischen den Platten 1a und 1b angeordnet sind, wie in den Fig. 1 bis 6 gezeigt, und die betreffenden lichtbrechenden Säulen 2 sind mit die betreffenden lichtbrechenden Säulen 2 tragenden Haltern 3 zwischen den Platten 1a und 1b mit den kurzen Teilen auf beiden Seiten am Ende des Körpers der lichtbrechenden Säulen 2 als getragene Stirnseiten befestigt, wie in der schematischen Vorderansicht von Fig. 2 gezeigt.

Die lichtbrechenden Säulen 2 sind durch Strangpressen aus einem Kunstharz, wie z. B. Acrylharz oder Polycarbonat, produzierte Säulen oder Pressglassäulen, und die in den Fig. 1 bis 6 dargestellten sind in Querschnittsform rechtwinklige Dreiecke. Die Halter 3 sind aus einem elastischen Kunstharz, wie z. B. Gummi, oder dem gleichen harten Kunstharz, wie dem für die lichtbrechenden Säulen 2 verwendeten, oder Metallteilen, wie z. B. Blattfedern, oder Dichtungen mit Flexibilität, wenn gehärtet, zwischen den zwei Platten 1a und 1b und den betreffenden lichtbrechenden Säulen 2 oder durch Kombinieren dieser Materialien gefertigt. In dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel berühren die flachen optischen Seiten der lichtbrechenden Säulen 2 eine der Platten 1a, und die Halter 3 sind so geformt, daß sie Säulenmontageteile zum Passen an die Spitzenwinkel der lichtbrechenden Säulen 2 haben, und sind zwischen den lichtbrechenden Säulen 2 am Ende ihres Körpers auf beiden Seiten und der Platte 1b eingefügt, um die lichtbrechenden Säulen 2 zwischen den beiden Platte 1a und 1b zu haltern.

Die Halter in den Fig. 1 bis 6 sind am Ende der betreffenden lichtbrechenden Säulen 2 auf beiden Seiten angeordnet, wie in der schematischen Vorderansicht von Fig. 2 gezeigt. Wenn die lichtdurchlässige Platte 1 der vorliegenden Erfindung in einer Öffnung eines Gebäudes installiert ist, wird das auf eine der Platten 1a fallende Sonnenlicht usw. daher durch Brechung, Reflexion usw. je nach dem Einfallwinkel nahezu im gesamten Bereich der Körper der lichtbrechenden Säulen 2 optisch geändert, und das optisch geänderte Licht wird durch die andere Platte 1b in den Innenraum durchgelassen. Die am Ende auf beiden Seiten angeordneten Halter 3 können zum Ermöglichen der optimalen Dekorgestaltung unter einem Metallrahmen versteckt werden.

Wenn die lichtdurchlässige Platte 1 der vorliegenden Erfindung in Gebrauch gehalten wird, staut sich die Wärme in den lichtbrechenden Säulen 2, je nach der Änderung der im Sonnenlicht enthaltenen Wärme, und die lichtbrechenden Säulen 2 können sich thermisch ausdehnen oder wölben. Dieser Unannehmlichkeit kann durch die in den Fig. 3 und 4 gezeigten Befestigungsmechanismen für die lichtbrechenden Säulen 2 begegnet werden.

Ein Befestigungsmechanismus zum Ausgleichen der thermischen Ausdehnung oder des thermischen Zusammenziehens der lichtbrechenden Säulen 2 in der Axialrichtung wird in der schematischen Vorderansicht von Fig. 3 gezeigt. Die Halter 3 befinden sich auf beiden Seiten am Ende der lichtbrechenden Säulen 2, wie in Fig. 2, und in diesem Fall befindet sich zwischen den Enden der lichtbrechenden Säulen 2 wenigstens auf einer Seite und der am Umfang der Platten 1a und 1b angeordneten Dichtung 1d ein Spalt 4. Das Vorhandensein des Spalts 4 verhindert, daß die Enden der lichtbrechenden Säulen 2 die Dichtung 1d berühren, wodurch die Dichtung 1d und die lichtbrechenden Säulen 2 durch die Belastung verformt würden, wenn sich die lichtbrechenden Säulen 2 in der Axialrichtung thermisch ausdehnen. [sic...*4]

Damit der Spalt 4 effektiver funktioniert, empfiehlt sich z. B., daß die Halter 3, die etwas schmäler als der durch die Dichtung 1d erreichte Abstand zwischen den Platten 1a und 1b sind, fest und in die Enden der lichtbrechenden Säulen integriert sind, so daß sich die Halter 3, wenn die lichtbrechenden Säulen 2 in der Axialrichtung ausgedehnt werden, im Spalt 4 in der Axialrichtung bewegen können.

Ein weiterer Befestigungsmechanismus zum Verhindern, daß die lichtbrechenden Säulen 2 von ihrem Eigengewicht oder von der Wärme in ihren Körpern gewölbt werden, ist in der schematischen Vorderansicht von Fig. 4 dargestellt. In diesem Beispiel ist ein dritter Halter 3 an der Mitte der lichtbrechenden Säulen 2 installiert, um das Wölben an der Mitte der Körper, wo Belastungen konzentriert werden, zu verhindern. Da der dritte Halter 3 nahezu als eine Gerade in der zu den lichtbrechenden Säulen 2 senkrechten Richtung installiert ist, sieht die lichtdurchlässige Platte in diesem Fall in Kombination mit den Haltern am Ende auf beiden Seiten oder dem die Halter 3 am Ende auf beiden Seiten versteckenden Rahmen wie ein Gitterwerk aus.

Fig. 5 ist eine Prinzipskizze, die die Struktur des Halters 3 beispielhaft veranschaulicht. Ein Element des Halters 3 dieses Beispiels ist nahezu ein Rechteck mit einer dem Abstand zwischen den Platten 1a und 1b nahezu gleichen Breite und mit einer richtigen Länge, um eine richtige Anzahl der lichtbrechenden Säulen 2 aufzunehmen, wie dargestellt, und hat Säulenmontageteile 3a, die im Querschnitt den Enden oder Körpern der betreffenden Säulen 2 nahezu gleichen. Wenn die aufeinanderfolgenden lichtbrechenden Säulen 2 formenmäßig den abgebildeten gleichen, sind die aufeinanderfolgenden Säulenmontageteile 3a der Form nach die gleichen, aber wenn die lichtbrechenden Säulen 2 der Form nach jeweils anders sind, müssen die Säulenmontageteile selbstverständlich so geformt sein, daß sie den jeweils anders geformten lichtbrechenden Säulen 2 entsprechen. Die Säulenmontageteile 3a sind Nuten oder durchgehende Löcher usw. Die als Nuten gebildeten Säulenmontageteile 3a dienen dazu, die lichtbrechenden Säulen 2 am Ende auf beiden Seiten zu halten, und die als durchgehende Löcher gebildeten Säulenmontageteile 3a dienen dazu, die lichtbrechenden Säulen 2 in der Mitte zu halten. Die Anzahl der Halter 3 wird je nach Arbeitseffizienz, Produktivität usw. richtig entschieden, wobei die Größe usw. der Platten 1a und 1b der lichtdurchlässigen Platte 1 in Betracht gezogen wird. Jedes Element des Halters 3 hat eine Verbindungsaussparung 3b und einen Verbindungsvorsprung 3b an beiden der Enden in der Längsrichtung. Eine richtige Anzahl der Elemente des Halters 3 wird durch die Verbindungsaussparungen und -vorsprünge 3b verbunden, um den Halter 3 zu bilden, und die lichtbrechenden Säulen 2 werden an ihrem Ende auf beiden Seiten oder an ihrem Ende auf beiden Seiten und an ihrer Mitte in die Säulenmontageteile 3a der Halter 3 gesteckt. Die betreffenden lichtbrechenden Säulen 2 werden dann zwischen den beiden Platten 1a und 1b angeordnet.

Wenn die lichtbrechenden Säulen 2 zwischen den beiden Platten 1a und 1b angeordnet sind, dann sind die Spalten zwischen dem Ende der lichtbrechenden Säulen 2 auf beiden Seiten und der Dichtung ld vorzugsweise beizubehalten. In diesem Fall können die Spalten 4 zum Ermöglichen der axialen Ausdehnung der lichtbrechenden Säulen 2 sehr leicht geformt werden, wenn [sic...*5] die Säulenmontageteile 3a der Halter 3, die am Ende der lichtbrechenden Säulen 2 auf beiden Seiten angeordnet sind, durchgehende Löcher sind. Ein weiteres anderes Beispiel des Halters 3 ist in der Prinzipskizze von Fig. 6 dargestellt. Der Halter 3 dieses Beispiels soll die beschwerliche Arbeit des Einfügens der querschnittsmäßig verschiedenen lichtbrechenden Säulen 2 vermeiden sowie das komplizierte Formen zum Bilden der Säulenmonteageteile 3a, die mit dem in Fig. 5 gezeigten Halter 3 unvermeidlich sind.

Der Halter 3 von Fig. 6 kann für die im Querschnitt trapezförmigen lichtbrechenden Säulen verwendet werden und besteht aus einer ersten Hälfte 3A und einer zweiten Hälfte 3B, die durch Teilen des Halters 3 in der Mitte in. Längsrichtung gebildet werden. Zusätzlich zu den oben erwähnten Wirkungen kann der Halter 3 dieser Struktur vorteilhaft zum Halten der lichtbrechenden Säulen 2 an der Mitte ihres Körpers verwendet werden.

Zum Montieren eines dieser Halter 3 kann eine richtige Anzahl der lichtbrechenden Säulen 2 mit einem Satz Elemente des Halters 3 zusammengebaut werden, um eine Einheit zu bilden, die dann mit anderen ähnlichen zusammengebauten Einheiten durch die Verbindungsaussparungen und -vorsprünge 3b verbunden werden, um die Montagearbeit erheblich zu vereinfachen.

Die in Fig. 7 dargestellten lichtbrechenden Säulen 2 sind völlige Reflexion zulassende rechtwinklige Prismen, die vorzugsweise für das Beleuchtungsregulierungsverfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.

Das Beispiel von Fig. 7 zeigt eine Struktur, in der die lichtdurchlässige Platte 1 schräg in einem Dachfenster installiert ist.

Die den Scheitelpunkten der lichtbrechenden Säulen 2 gegenüberliegenden Unterseiten, siehe Fig. 7, werden mit der Platte 1a der lichtdurchlässigen Platte 1 in Berührung gehalten. Diese lichtbrechenden Säulen 2 sind so angeordnet, daß das Sonnenlicht am Kulminationspunkt im Sommer, d. h. das Muster der Sonnenstrahlen S3 mit einem Einfallswinkel y zur horizontalen Ebene, senkrecht zu den den Scheitelpunkten der lichtbrechenden Säulen 2 gegenüberliegenden Unterseiten sein kann. In diesem Zustand werden die Wintersonnenstrahlen S1 mit einem Einfallswinkel von a zur horizontalen Ebene als gebrochenes Licht X1 positiv in den Innenraum eingelassen und die Frühjahrs- und Herbstsonnenstrahlen S mit einem Einfallswinkel von β zur horizontalen Ebene H werden teilweise als reflektiertes Licht Y2 abgefangen, während der Rest als gebrochenes Licht X2 durchgelassen wird.

Die Beispiele der Fig. 8 und 9 haben einen Lichtregelteil 6, der aus verschiedenen Elementen zusammengesetzt ist, die an der auf der Innenseite installierten Platte 1b angebracht sind.

Die lichtdurchlässige Platte in Fig. 8 hat als die Regelemente für das reflektierte Licht, die den Lichtregelteil 6 bilden, eine Gitterrasterblende oder Wabenrasterblende mit metallischen reflektierenden (verspiegelten) Seiten aus Aluminium usw. Wenn die lichtdurchlässige Platte 1 als Fenster in einer Decke usw. verwendet wird, wird das Muster der durch die lichtbrechenden Säulen 2 hindurchgelassenen Sonnenstrahlen S1 von den Lichtregelementen 6 reflektiert, wobei sie in Innenraumlicht T1 umgewandelt werden, das sich in der nahezu senkrechten Richtung zur Platte 1b der lichtdurchlässigen Platte 1 ausbreitet, um im Innenraum eine Soft-Atmosphäre entstehen zu lassen. Die den Lichtregelteil 6 bildenden Regelelemente für das reflektierte Licht können mit einem richtigen Mittel in einem richtigen Winkel angeordnet werden" In diesem Beispiel sind sie in der senkrechten Richtung zu der Platte 1b angeordnet, wobei sie zwischen der Platte 1b und einer Platte 1c gehalten werden.

Die lichtdurchlässige Platte 1 in Fig. 9 verwendet eine Glasscheibe als die an der Innenseite installierte Platte 1b, und an der Oberfläche der Platte 1b sind feine Wellen geformt, um den Lichtregelteil 6 mit einer nichtreflektierenden Oberfläche zu bilden. Wenn die lichtdurchlässige Platte 1 als ein Fenster in einer Decke usw. verwendet wird, dann wird das Muster der durch die lichtbrechenden Säulen 2 durchgelassenen Sonnenstrahlen S1 von dem Lichtregelteil 6 zu Innenlicht T1 zerstreut, um im Innenraum eine Soft-Atmosphäre entstehen zu lassen, wie die lichtdurchlässige Platte 1 in Fig. 8.

Wenn der Lichtregelteil 6 für die andere Platte 1a bereitgestellt wird, dann wird das Muster der auf die lichtdurchlässige Platte 1 einfallenden Sonnenstrahlen S1 bezüglich dem Einfallswinkel etwas verändert und durch die lichtbrechenden Säulen hindurchgelassen. In diesem Fall kann die gleiche Wirkung erzielt werden, wie sie erzielt wird, wenn der Lichtregelteil 6 für die Platte 1b bereitgestellt wird, und außerdem kann ein weicher dekorativer Soft-Effekt erzielt werden, da das reflektierte Licht von der Oberfläche geteilt ist. Der Lichtregelteil 6 in Beispiel 9 kann auch auf der Seite der lichtbrechenden Säulen der Platte 1a oder der Platte 1b angeordnet werden.

Bei dem Beispiel von Fig. 10 wurden auf den optischen Stirnseiten der lichtbrechenden Säulen 2 durch eine aufgedampfte Metallschicht, wie z. B. Aluminium, Reflektoren 7a gebildet. Die Reflektoren 7a bewirken die völlige Reflexion der Sonnenstrahlen S3 mit einem bestimmten Einfallswinkel als reflektiertes Licht Y3, um zu verhindern, daß das Sommersonnenlicht in den Innenraum einfallen kann, und andererseits werden die Wintersonnenstrahlen S1 und die Frühjahrs- und Herbstsonnenstrahlen S2 als gebrochenes Licht X1 bzw. X2 eingelassen.

Bei dem Beispiel in Fig. 11 wurden auf den optischen Stirnseiten der lichtbrechenden Säulen 2 Absorber 7b gebildet, um die Reflexion der Sonnenstrahlen S3 mit einem bestimmten Einfallswinkel zu verhindern. Die Absorber 7b können z. B. durch Formen einer dünnen Calciumfluoridschicht durch Verspiegeln der optischen Stirnseiten der lichtbrechenden Säulen 2 hergestellt werden. Da die Absorber 7b die Sonnenstrahlen S3 mit einem bestimmten Einfallswinkel schlucken, können die Sommersonnenstrahlen S3 abgefangen werden, und andererseits können die Wintersonnenstrahlen S1 und die Frühjahrs- und Herbstsonnenstrahlen S2 als gebrochenes Licht X1 bzw. X2 durchgelassen werden.

Bei dem Beispiel in Fig. 12 wurde der Druck in der Luftschicht über einen in der Dichtung 1d angeordneten Sauganschluß usw. reduziert. Unter reduziertem Druck wird die allgemeine Wärmeübergangszahl der Luft in der Luftschicht gesenkt, um die Wärmeisolationswirkung der lichtdurchlässigen Platte 1 zu verbessern. Die Platten 1a und 1b werden Dank der Dichtung 1d und der Halter 3, die an den Rändern bereitgestellt sind, und wenn die lichtdurchlässige Platte 1 eine große Fläche hat, auch Dank des Halters 3 und der lichtbrechenden Säulen 2, die an mittleren Teilen bereitgestellt sind, wirksam daran gehindert, durch den reduzierten Druck verformt zu werden.


Anspruch[de]

1. Lichtdurchlässige Platte zur Verwendung als ein Beleuchtungsfenster in einer Öffnung eines allgemeinen Gebäudes, die zwei lichtdurchlässige Platten (1a, 1b) und eine Mehrzahl von zwischen den genannten Platten parallel zueinander angeordneten lichtbrechenden Säulen (2) umfaßt, wobei die Säulen jeweils den Querschnitt eines rechtwinkligen Dreiecks haben und zwischen den genannten Platten mit Haltern (3) befestigt sind, die die betreffenden lichtbrechenden Säulen tragen, wobei die Halter kurze Teile an beiden Enden der Körper der lichtbrechenden Säulen tragen, so daß die längste Seite des genannten dreieckigen Querschnitts an eine der genannten lichtdurchlässigen Platten (1a) angrenzt.

2. Lichtdurchlässige Platte nach Anspruch 1, bei der die genannten Halter (3) elastisch sind.

3. Lichtdurchlässige Platte nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei der die genannten Halter aus dem gleichen Material wie die genannten lichtbrechenden Säulen sind.

4. Lichtdurchlässige Platte nach einem der vorangehenden Ansprüche, die des weiteren einen dritten Halter aufweist, der sich in einem Mittelteil der genannten lichtbrechenden Säulen befindet.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com