PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19928065A1 28.12.2000
Titel Fahrbare Bodenreinigungsmaschine
Anmelder Hako-Werke GmbH & Co, 23843 Bad Oldesloe, DE
Erfinder Bahde, Bernd, 22399 Hamburg, DE
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Anmeldedatum 14.06.1999
DE-Aktenzeichen 19928065
Offenlegungstag 28.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.2000
IPC-Hauptklasse A47L 11/24
IPC-Nebenklasse A47L 11/283   
Zusammenfassung Eine fahrbare Bodenreinigungsmaschine kann mit unterschiedlichen Reinigungswerkzeugen betrieben werden, die mit unterschiedlicher Drehzahl angetrieben werden können. Die Reinigungswerkzeuge sind lösbar an einer Aufnahmewelle befestigt, und im seitlichen Abstand und parallel zur Aufnahmewelle ist eine angetriebene Welle vorgesehen, die an ihrem freien Endbereich eine Verzahnung aufweist. Das eine Reinigungswerkzeug hat eine im montierten Zustand mit der Verzahnung der angetriebenen Welle kämmende Innenverzahnung und das andere Reinigungswerkzeug eine im montierten Zustand mit der Verzahnung der angetriebenen Welle kämmende Außenverzahnung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine fahrbare Bodenreinigungsmaschine mit einem Antrieb zum wahlweisen, drehenden Antreiben unterschiedlicher, jeweils an einer Aufnahmewelle lösbar befestigbarer Reinigungswerkzeuge mit unterschiedlicher Drehzahl.

Derartige Bodenreinigungsmaschinen sind bekannt, und bei ihnen hat das Reinigungswerkzeug häufig die Form einer im Betrieb um eine im wesentlichen lotrechte Achse drehbaren Bürste, also einer Tellerbürste, bzw. eines entsprechenden Pads, wobei bei einer Naßreinigung eine geringe Drehzahl und bei einem Poliervorgang eine hohe Drehzahl erwünscht ist. Diese unterschiedlichen Drehzahlen werden bei bekannten Maschinen durch Einsatz einer verhältnismäßig aufwendigen elektronischen Steuerung erreicht, oder es wird ein mechanisches Getriebe vorgesehen, das eine Umschaltung auf unterschiedliche Antriebsdrehzahlen ermöglicht. Auch ein derartiges Getriebe stellt einen erheblichen Kostenfaktor dar. Zusätzlich besteht sowohl bei dem Einsatz einer elektronischen Steuerung als auch bei der Verwendung eines entsprechend ausgebildeten Getriebes die Gefahr, daß die Bedienungsperson für ein montiertes Reinigungswerkzeug die falsche Drehzahl einstellt, was zu Schäden am Reinigungswerkzeug, an der Bodenreinigungsmaschine und auch an der Oberfläche des zu reinigenden Bodens führen kann.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine fahrbare Bodenreinigungsmaschine so auszubilden, daß sich auf einfache Weise unterschiedliche Reinigungswerkzeuge mit unterschiedlicher Drehzahl antreiben lassen und darüber hinaus sichergestellt ist, daß das jeweilige Reinigungswerkzeug nicht mit falscher Drehzahl betrieben wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Bodenreinigungsmaschine der eingangs Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß eine in seitlichem Abstand und parallel zur Aufnahmewelle angeordnete, angetriebene Welle an ihrem freien Endbereiche eine Verzahnung aufweist und daß das eine Reinigungswerkzeug eine im montierten Zustand mit der Verzahnung der angetriebenen Welle kämmende Innenverzahnung und das andere Reinigungswerkzeug eine im montierten Zustand mit der Verzahnung der angetriebenen Welle kämmende Außenverzahnung hat.

Bei der Montage des jeweiligen Reinigungswerkzeuges wird somit zwangsweise ein kämmender Eingriff zwischen der Verzahnung der Antriebswelle und der diesem Reinigungswerkzeug eigenen Verzahnung herbeigeführt und damit ein dem Reinigungswerkzeug zugeordnetes Untersetzungsverhältnis zwischen Drehzahl des Antriebsmotors und dem Reinigungswerkzeug erhalten, durch das das Reinigungswerkzeug mit der Drehzahl angetrieben wird, die für den mit ihm durchzuführenden Reinigungsvorgang vorgesehen ist. Das die Außenverzahnung aufweisende und daher mit höherer Drehzahl angetriebene Reinigungswerkzeug kann somit beispielsweise für einen Poliervorgang und das die Innenverzahnung aufweisende und daher mit niedriger Drehzahl angetriebene Reinigungswerkzeug beispielsweise für einen Naßreinigungsvorgang o. ä. benutzt werden. Auf diese Weise wird ein Betrieb mit falscher Drehzahl des Reinigungswerkzeugs sicher vermieden.

Die Reinigungswerkzeuge haben vorzugsweise die Form einer Tellerbürste und/oder eines tellerförmigen Pads, wobei an der Reinigungsmaschine auch zwei oder mehr derartige Reinigungswerkzeuge vorgesehen sein können, von denen jedes mit einer eine Verzahnung aufweisenden, angetriebenen Welle zusammenarbeitet. Es ist jedoch auch möglich, Walzenbürsten oder -pads so auszubilden, daß sie an einem Ende konzentrisch zu ihrer Drehachse entweder eine Innenverzahnung oder eine Außenverzahnung aufweisen, die im montierten Zustand der jeweiligen Walzenbürste mit der Verzahnung einer angetriebenen Welle kämmen, deren Drehachse parallel zur Drehachse der Walzenbürste und damit parallel zur Aufnahmewelle für diese verläuft.

Die angetriebene Welle ist vorzugsweise die Ausgangswelle eines Elektromotors mit integriertem Getriebe, so daß die angetriebene Welle mit einer gegenüber der Drehzahl des Elektromotors reduzierten Drehzahl angetrieben wird.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine fahrbare Bodenreinigungsmaschine.

Fig. 2 zeigt einen Teil der Bodenreinigungsmaschine aus Fig. 1 mit einer Tellerbürste mit Innenverzahnung.

Fig. 3 zeigt in einer Teildarstellung eine Draufsicht auf die Tellerbürste aus Fig. 2 und die mit ihrer Verzahnung kämmende Verzahnung der angetriebenen Welle.

Fig. 4 zeigt in einer Darstellung entsprechend Fig. 2 die Reinigungsmaschine mit einer Tellerbürste mit Außenverzahnung.

Fig. 5 zeigt in einer Darstellung entsprechend Fig. 3 die Bodenreinigungsmaschine aus Fig. 4.

Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht schematisch eine fahrbare, handgeführte Bodenreinigungsmaschine mit einem Rahmen 1, an dem hintere, in nicht dargestellter Weise von einem Motor angetriebene Räder 3 befestigt sind und auf dem sich das u. a. einen Tank für Reinigungsflüssigkeit und zugehörige Pumpen enthaltendes Fahrzeuggehäuse 2 befindet. Ein üblicher Führholm 5 ermöglicht der Bedienungsperson das Führen und Steuern der Reinigungsmaschine im Betrieb. An diesem Führholm ist ebenfalls in üblicher Weise schwenkbar ein in Fig. 1 angedeuteter Betätigungsholm 6 angeordnet, über den die Bedienungsperson Steuerfunktionen ausüben kann. Am hinteren Ende des Rahmens 1 ist zwischen einer dargestellten abgesenkten Position und einer mittels eines Zugseils 9 und eines Betätigungsarms 10 angehobenen Position bewegbar ein üblicher Saugfuß 8 gehaltert. Vom Saugfuß 8 führt ein üblicher Saugschlauch 7 zu einer der nicht dargestellten Pumpen, die im Betrieb über den Saugfuß 8 verbrauchte Reinigungsflüssigkeit vom zu reinigenden Boden aufnimmt und durch den Absaugschlauch 7 in einen Flüssigkeitstank im Gehäuse 2 zurückführt.

Im unteren vorderen Bereich der dargestellten Reinigungsmaschine ist mittig eine Bockrolle 4 frei schwenkbar an einer Achse 12 befestigt, die unverlagerbar gehaltert ist. Die Bockrolle 4 ist nach vorn und zu den Seiten von einer auch das Reinigungswerkzeug umgebenden, strichpunktiert angedeuteten Schutzabdeckung umgeben. Die Achse 12 erstreckt sich durch ein Trägerteil 11, das auf einem in der Höhe und nach hinten versetzten Abschnitt einen elektrischen Antriebsmotor 14 trägt, in dessen Gehäuse ein nicht dargestelltes Getriebe integriert ist, über das eine nach unten aus dem Motorgehäuse vorstehende Welle 15 angetrieben wird. Diese Welle erstreckt sich parallel zur und im Abstand von der Achse 12 und trägt an ihrem unteren Ende unverdrehbar eine Außenverzahnung 16.

Konzentrisch zur Achse 12 sind auf einer zylindrischen Außenfläche des Trägerteils 11 Lager befestigt, die drehbar ein eine Aufnahmewelle bildendes Kopplungsteil 13 für die lösbare Befestigung einer Tellerbürste 17 bzw. eines tellerförmigen Pads haltern. Dieses Kopplungsteil und die Art der Befestigung des Reinigungswerkzeuges an diesem kann gemäß DE 42 15 802 B ausgebildet sein.

Das Trägerteil 11 ist in üblicher, ebenfalls nicht dargestellter Weise durch entsprechende Betätigungselemente von der Bedienungsperson zwischen der in den Fig. 2 und 4 gezeigten angehobenen Stellung und einer abgesenkten Stellung bewegbar, in der die untere Fläche des Reinigungswerkzeugs, die im Fall der Reinigungsbürste 17 von den unteren Enden der Borsten 18 gebildet wird, in Berührung mit dem Boden steht, um einen Reinigungsvorgang durchzuführen.

Die in den Fig. 2 und 3 gezeigte Reinigungsbürste weist an ihrer Oberseite konzentrisch zur Drehachse eine Ringnut 19 auf, deren äußere Seitenwand die Form einer Innenverzahnung 20 hat, mit der die Verzahnung 16 der angetriebenen Welle 15 kämmt. Wird daher bei abgesenktem Trägerteil 11 die Bürste 17 vom Motor 14 drehend angetrieben, so dreht sie mit einer Drehzahl, die dem Untersetzungsverhältnis zwischen Verzahnung 16 und Innenverzahnung 20 entspricht. Diese Drehzahl ist verhältnismäßig gering, und die Bürste kann daher beispielsweise eine Naßreinigung durchführen.

In der Anordnung gemäß Fig. 4 und 5 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. 2 und 3 und entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen und zusätzlich mit "'" bezeichnet. Wie ohne weiteres zu erkennen ist, besteht der Unterschied zwischen den beiden Anordnungen nur in der Form der Reinigungsbürste, und in der Anordnung gemäß Fig. 4 und 5 ist die Reinigungsbürste 17 gemäß Fig. 2 und 3 durch eine Reinigungsbürste 17' ersetzt. Diese hat an ihrer Oberseite ein konzentrisch zur Drehachse der Reinigungsbürste angeordnete Außenverzahnung 20', deren Radius um den Durchmesser der Verzahnung 16 kleiner ist als der Radius der Innenverzahnung 20 der Reinigungsbürste 17. Wird daher die Reinigungsbürste 17' über die Verzahnung 16 vom Motor 14 angetrieben, dreht die Reinigungsbürste mit deutlich höherer Drehzahl als die Reinigungsbürste 17. Es läßt sich auf diese Weise beispielsweise ein Poliervorgang durchführen, wobei gegebenenfalls statt einer Reinigungsbürste auch ein Reinigungspad verwendet werden kann, das bezüglich der Außenverzahnung den gleichen Aufbau wie die Reinigungsbürste 17' hat, bei dem anstelle der Borsten 18' jedoch in üblicher Weise ein Reinigungspolster vorhanden ist.

Ein Vergleich der Fig. 2 und 3 mit den Fig. 4 und 5 läßt ohne weiteres erkennen, daß bei Verwendung einer unveränderten Reinigungsmaschine durch einfachen Austausch von Reinigungswerkzeugen ein Betrieb erreicht wird, bei dem das Reinigungswerkzeug wahlweise mit höherer und mit niedriger Geschwindigkeit dreht, wobei die Drehzahl durch das Vorsehen von Innenverzahnung oder Außenverzahnung an der Reinigungsbürste bestimmt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrbare Bodenreinigungsmaschine mit einem Antrieb (14) zum wahlweisen, drehenden Antreiben unterschiedlicher, jeweils an einer Aufnahmewelle (13) lösbar befestigbarer Reinigungswerkzeuge (17; 17') mit unterschiedlicher Drehzahl, dadurch gekennzeichnet, daß eine in seitlichem Abstand und parallel zur Aufnahmewelle (13) angeordnete, angetriebene Welle (15) an ihrem freien Endbereich eine Verzahnung (16) aufweist und daß das eine Reinigungswerkzeug (17) eine im montierten Zustand mit der Verzahnung (16) der angetriebenen Welle (15) kämmende Innenverzahnung (20) und das andere Reinigungswerkzeug (17') eine im montierten Zustand mit der Verzahnung (16) der angetriebenen Welle (15) kämmende Außenverzahnung (20') hat.
  2. 2. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungswerkzeuge (17; 17') die Form einer Tellerbürste und/oder eines tellerförmigen Pads haben.
  3. 3. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungserkzeuge die Form einer Walzenbürste und/oder eines walzenförmigen Pads haben.
  4. 4. Bodenreinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die angetriebene Welle (15) die Ausgangswelle eines Elektromotors (14) mit integriertem Getriebe ist.
  5. 5. Drehend antreibbares Reinigungswerkzeug für eine Bodenreinigungsmaschine gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem in Eingriff mit der zu reinigenden Fläche bringbaren Arbeitsbereich (18) und einem Halterungsbereich, der sich konzentrisch um die Drehachse erstreckt, gekennzeichnet durch eine im Halterungsbereich ausgebildete Innenverzahnung (20) für den kämmenden Eingriff mit der Verzahnung (16) der angetriebenen Welle (15) der Bodenreinigungsmaschine.
  6. 6. Drehend antreibbares Reinigungswerkzeug für eine Bodenreinigungsmaschine gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem in Eingriff mit der zu reinigenden Fläche bringbaren Arbeitsbereich (18') und einem Halterungsbereich, der sich konzentrisch um die Drehachse erstreckt, gekennzeichnet durch eine im Halterungsbereich ausgebildete Außenverzahnung (20') für den kämmenden Eingriff mit der Verzahnung (16) der angetriebenen Welle (15) der Bodenreinigungsmaschine.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com