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Dokumentenidentifikation DE69231352T2 28.12.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0520771
Titel Verbesserter Antrieb für Gewindebohrgerät
Anmelder Tapmatic Corp., Irvine, Calif., US
Erfinder Johnson, Allan S., Newport Beach, California 92660, US
Vertreter Rehberg und Kollegen, 37085 Göttingen
DE-Aktenzeichen 69231352
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.06.1992
EP-Aktenzeichen 923058051
EP-Offenlegungsdatum 30.12.1992
EP date of grant 16.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.2000
IPC-Hauptklasse B23B 31/08
IPC-Nebenklasse B23G 1/46   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Anwendungsgebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein selbsttätig umgekehrbares Gewindebohrgerät mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1, wie es aus der US-A-3,037,393 bekannt ist. Als Anwendungsgebiet der Erfindung gilt dasjenige der Antriebselemente bei selbsttätig umgekehrbaren Gewindebohrgeräten. Solche Geräte sind Werkzeuge, die Gewindebohrer aufnehmen, um damit mit Gewinde versehene Löcher zu formen. Sie werden von einem externen Antrieb angetrieben, wie beispielsweise eine Antriebsmaschine. Der Antrieb wird von einem beweglichen Körper des Gewindebohrgeräts auf ein Teil übertragen, welches den Gewindebohrer trägt. Das Gewindebohrgerät weist Mittel auf, um die Drehrichtung des Gewindebohrers umzukehren.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Ein ähnlicher Stand der Technik, der auf den gleichen Erfinder zurückgeht, wird durch die US-Patente 3,397,588; 3,472,347; 3,717,892; 3,946,844; 3,999,642; 4,014,421; 4,029,429; 4,067,424 und 5,011,344 repräsentiert.

Die oben erwähnten Patente beziehen sich neben anderen Dingen auf Kupplungsanordnungen in Gewindebohrgeräten, die dem vorwärtsantrieb wie auch dem Rückwärtsantrieb zugeordnet sind. Bekannte Gewindebohrgeräte liegen vielfältig und in verschiedenen Ausbildungen vor. Sie bilden einen relativ weit fort geschrittenen Stand der Technik. Kürzlich hat sich jedoch ein Bedürfnis nach einer Verbesserung der Gewindebohrgeräte ergeben, weil an solchen Gewindebohrgeräten hohe Drehgeschwindigkeiten angewendet wurden. Das Bedürfnis für eine Verbesserung an solchen Gewindebohrgeräten, die schnell angetrieben werden, ist bei selbsttätig umkehrbaren Gewindebohrgeräten besonders ausgebildet. Dies bezieht sich insbesondere auf solche Gewindebohrgeräte, bei denen eine selbsttätige Drehrichtungsumkehr des Gewindebohrers beim Herausführen aus einem mit Gewinde versehenen Loch auftritt.

Eine gemeinsame Vorrichtung zum Antreiben eines Antriebsteils an einem Gewindebohrgerät bekannter Art weist Antriebskugeln auf. Bei einem Kugelantrieb schlägt ein Antriebsteil mit Antriebskugeln, die in ihm gehalten oder dem Antriebselement zugeordnet sind, an einem Gegenanschlag oder ähnlichen Element an, um den Antrieb, entweder vorwärts oder rückwärts, auf einen Halter mit Gewindebohrer in Form einer Spindel zu übertragen.

Bei vorhandenen Kugelübertragungseinrichtungen, insbesondere wenn hohe Drehzahlen Anwendung finden, kommen die Kugeln und verschiedene Gegenanschläge und Keile aneinander in Anlage, wie es für die Übertragung eines Drehantriebes notwendig ist. Dabei treten Schläge und Vibrationen auf, außerdem ein erheblicher Verschleiß an den Maschinenelementen.

Die oben erwähnte US-A-3,037,393 beschreibt ein selbsttätig umgekehrbares Gewindebohrgerät mit einem Antriebsteil, das mit einem Drehantrieb verbindbar ist. Das Gewindebohrgerät weist ein treibendes Teil, ein angetriebenes Teil, Übertragungselemente zum Übertragen des Antriebes zwischen diesen Teilen einschließlich Kupplungselementen auf. Es sind Teile zum Übertragen des Drehmomentes in der umgekehrten Richtung zwischen diesen Komponenten vorgesehen, einschließlich Teilen eines Rückwärtsantriebes, die mit dem angetriebenen Teil verbindbar sind, um die Drehrichtung des angetriebenen Teils umzukehren. Eines dieser Kupplungsteile kann axial relativ zu diesen Komponenten aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung verschoben werden. In der ersten Stellung, in der es mit dem antreibenden Teil verbunden ist, wird Drehmoment zwischen diesen Komponenten direkt übertragen. In einer zweiten Stellung wird Drehmoment über ein Umkehrteil in der entgegengesetzten Drehrichtung übertragen. Dieses axial bewegliche Kupplungsteil ist so ausgebildet, daß es in einer der beiden Stellungen verbleibt, bis ein federnd nachgiebiges Teil auf das Kupplungsteil infolge der Relativbewegung der Teile zueinander einwirkt und eine hinreichend große Kraft aufgetreten ist, damit das Kupplungsteil in die andere Position überspringt.

Das Bedürfnis an Antrieben von Gewindebohrgeräten, die für große Leistungen ausgebildet sind, ist in besonderer Weise bei CNC- Anwendungen vorherrschend. Beim CNC-Einsatz spielt die Zeit eine besondere Rolle, die benötigt wird, um den Gewindebohrer aus einem mit Gewinde versehenen Loch herauszuführen. Dabei kommt es insbesondere darauf an, daß über die CNC-Ansteuerung eine computergesteuerte Übermittlung der Antriebskraft von einem Gewindeloch zu dem nächsten stattfindet. Bei solchen Einsätzen spielt das zeitliche Herausführen eines früher benutzten Gewindebohrers aus einem Loch eine große Rolle.

Somit hat ein lange bestehendes Bedürfnis bei einem Antrieb eines Gewindebohrgerätes mit Antriebskugeln darin bestanden, die Schläge und den Verschleiß an den Antriebs- und Kupplungselementen zu minimieren, insbesondere bei Anwendung hoher Drehzahlen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung ergibt sich aus den Ansprüchen.

Bei einem selbsttätig umkehrbaren Gewindebohrgerät wird eine Verbesserung mit einem Antriebsteil, das mit einem Drehantrieb verbindbar ist, durch folgende Merkmale erreicht:

Ein Übertragungsteil, das mit dem Antriebsteil verbindbar ist und mindestens eine Antriebskugel aufweist, wobei das Übertragungsteil mit mindestens einem der Antriebskugel zugeordneten Schlitz versehen ist. Dabei weist der Schlitz eine schiefe Ebene auf, die so geneigt angeordnet ist, daß bei Angriff des Antriebsteils an der mindestens einen Antriebskugel die Antriebskugel nach aufwärts in Richtung auf den Drehantrieb gedrückt wird, wodurch das Anschlagen des Antriebsteils an dem Übertragungsteil gedämpft wird. En sich radial erstreckendes Teil an einem Halter für den Gewindebohrer kann einen kleineren Krümmungsradius als der Krümmungsradius des Kontaktteils des Übertragungsteils aufweisen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 zeigt eine etwas vereinfachte Seitenansicht eines Gewindebohrgeräts nach der vorliegenden Erfindung mit einem Drehantrieb;

Fig. 2 ist ein etwas vereinfachter Schnitt durch ein Gewindebohrgerät in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 3 ist ein Querschnitt gemäß der Linie A-A, der eine Antriebsanordnung nach der Erfindung verdeutlicht;

Fig. 4 ist eine Detaildarstellung einer erfindungsgemäßen Antriebsanordnung; und

Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht eines Teils einer erfindungsgemäßen Antriebsanordnung.

Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung mit ihrer bevorzugten Arbeitsweise

In Fig. 1 ist ein Gewindebohrgerät 10 verdeutlicht, welches mit einem Drehantrieb in Form eines Antriebsteiles 12 verbunden ist. An einer Seite des Gehäuses 16 des Gewindebohrgerätes 10 ist eine Haltestange 14 (nur teilweise dargestellt) vorgesehen und in bekannter Weise mit dem Antriebsteil 12 verbunden, so daß damit eine Drehbewegung des Gehäuses 16 des Gewindebohrgerätes 10 verhindert werden kann.

Eine Spindel 18 erstreckt sich aus dem Gehäuse 16 heraus. An ihrem oberen Ende erstreckt sich die Spindel 18 bis zu dem Antriebsteil 12. Am unteren Ende der Spindel 18 ist ein Gewindebohrer 20 eingesetzt. Der Gewindebohrer 20 ist mit Gewinde versehen, so daß mit ihm Gewinde aufweisende Löcher in Werkstücke (nicht dargestellt) eingebracht werden können, einschließlich einer zentralen Bohrung (nicht dargestellt).

Im Gegensatz zu dem drehfest stationär gehaltenen Gehäuse 16 besitzt das Gewindebohrgerät 10 ein bewegliches Teil 22, welches mit dem Antriebsteil 12 verbunden ist, so daß eine Drehbewegung bis in den Gewindebohrer 20 übertragen werden kann, wie dies weiter unten genauer beschrieben wird.

Wie in den Fig. 2 bis 5 einschließlich dargestellt, bildet der bewegliche Teil 22 des Gewindebohrgerätes 10 eine zentrale Bohrung 24 in der Spindel 18. In der zentralen Bohrung 24 ist ein Einsatz 29 mit einer Leitung 26 vorgesehen. Am unteren Ende des Umfangs der Leitung 26 ist eine nachgiebige Buchse 27 angeordnet. Der Einsatz 26 bildet eine Leitung für die Durchführung eines Kühlmittels durch den Gewindebohrer 20, um den Gewindebohrer einerseits zu kühlen und andererseits Abfall in Form von Spänen o. dgl. von dem Werkstück zu entfernen. Die nachgiebige Buchse 27 dient der Ermöglichung einer Axialbewegung der Leitung 26 in Verbindung mit einer axialen Bewegung des beweglichen Teils 22 bei dem Eintritt einer Verschiebung zwischen dem Vorwärts- und dem Rückwärtsantrieb, wie dies weiter unten noch genauer beschrieben wird.

In dem Gehäuse 16 ist ein Vorwärtsantriebselement 30 vorgesehen, welches im wesentlichen ringförmige Gestalt aufweist und eine zentrale Bohrung 38 bildet und in das Gehäuse 16 paßt. Das Vorwärtsantriebselement 30 trägt an seiner radialen Innenwandung mindestens einen Keil 36 für den Vorwärtsantrieb. Der Keil 36 für den Vorwärtsantrieb ist mit einem neutralen Schulterbereich 37 verbunden, der axial nach unten anschließend angeordnet ist (d. h. in Richtung auf das untere Ende der Spindel 18, in der der Gewindebohrer 20 gehalten ist).

Radial nach innen von dem Vorwärtsantriebselement 30 ist ein Übertragungsmittel in Form einer Buchse 40 vorgesehen, so daß so der Vorwärtsantrieb sichergestellt ist. Die Buchse 40 hat im wesentlichen ringförmige Gestalt mit einer zentralen Bohrung 42. Von dem Umfang der inneren Wandung der Buchse 40 steht radial nach innen ein inneres Antriebselement 44 vor. Das Übertragungsteil 40 weist an seinem Umfang mindestens zwei Schlitze 46, 48 auf, die zur Aufnahme von Antriebskugeln 32 bzw. 33 vorgesehen sind, die sich in den Schlitzen bewegen können. Während des Vorwärtsantriebes ist der Keil 36 an der Antriebskugel 32 in Anlage.

Die Schlitze 46 bzw. 48 weisen im wesentlichen elipsenartige Gestalt auf. In anderen Worten können die Schlitze 46 und 48 auch als rhombische Trapezoide bezeichnet werden, die gegenüberliegende Seiten besitzen, die im wesentlichen parallel verlaufen. Die Schlitze sind anstatt mit Scheitelpunkten mit Spitzen und schiefen Winkeln versehen. Sie besitzen an ihren Enden, dort wo sich die Scheitelpunkte befinden würden, eine bogenförmige Gestaltung. Im unteren Bereich des Schlitzes 46 ist eine erste schiefe Ebene 50 und eine zweite schiefe Ebene 52 gebildet. Bei der gezeigten Ausbildung des Schlitzes 46 ist die entgegengesetzte Seite zu der schiefen Ebene 50 im wesentlichen parallel zu der schiefen Ebene 50 ausgebildet und trägt das Bezugszeichen 54. In ähnlicher Weise ist auch die gegenüberliegende Seite der schiefen Ebene 52 parallel angeordnet und trägt das Bezugszeichen 56.

In dem Gehäuse 16 ist auch ein Rückwärtsantriebselement 58 vorgesehen. Der innere Umfang des Rückwärtsantriebselementes 58 bildet oben einen neutralen Bereich in Form einer Schulter 60. An den neutralen Bereich 60 schließt sich axial nach unten ein Antriebselement 62 für den Rückwärtsantrieb an. Das Rückwärtsantriebselement 58 besitzt eine zentrale Bohrung 64 und weist im übrigen im wesentlichen ringförmige Gestalt auf.

Das innere Antriebselement 44 der Antriebsbuchse 40 besitzt eine im wesentlichen bogenförmige Kontaktfläche 66. An die Kontaktfläche 66 schließt sich ein im wesentlichen bogenförmig verlaufender Zwischenbereich 68 an, der dann in eine zweite Kontaktfläche 70 übergeht, die in der gleichen Weise ausgebildet ist wie die erste Kontaktfläche 66. Das Innere des Antriebselementes 44 mit der sich radial nach innen erstreckenden Keilwand 44 und die Antriebsspindel, die benachbart dazu angeordnet ist, bilden zwei Schlitze 72, 74.

Die Spindel 18 weist einen Schlitz 76 auf, in dem mindestens ein Bolzen 78 vorgesehen ist, der sich im wesentlichen axial erstreckt. Der Bolzen 78 besitzt im wesentlichen zylindrische Gestalt mit einem im wesentlichen zylindrischen Querschnitt. Entsprechend einem bevorzugten Merkmal der Erfindung kann der Krümmungsradius der Kontaktflächen 66, 70 an dem Antriebselement 44 größer sein als der Krümmungsradius des Bolzens 78. Bei besonderen Anwendungen können die Krümmungsradien der Kontaktflächen 66, 70 um 10-25% größer sein als der Krümmungsradius des Bolzens 78.

Die Spindel 18 hat an ihrem unteren Ende einen verdickten Bereich 80. Am unteren Ende 80 der Spindel 18 sind mit Gewinde versehene Bohrungen 82, 84 vorgesehen. In den Bohrungen 82, 84 sind Schrauben 86, 88 eingesetzt, deren Enden in Hülsen in den Seitenwandungen eines Halters 90 für den Gewindebohrer passen (nur teilweise dargestellt), so daß der Gewindebohrer damit an der Spindel 18 befestigt ist.

Eine Schnellwechseleinrichtung 92 ist am Ende des Halters 90 für den Gewindebohrer vorgesehen und ermöglicht einen problemlosen Wechsel eines Gewindebohrers zu einem anderen (nicht dargestellt). Die Schnellwechseleinrichtung 92 weist ein Ringteil 94 und in diesem eine Feder 96 auf.

In der Seitenwandung des Halters 90 des Gewindebohrers befinden sich nahe seinem Ende gegenüberliegend angeordnete Bohrungen 98, 100, die für radiale Zapfen 102, 104 bestimmt sind, die von dem Ringteil 94 festgehalten werden.

Im Einsatz wird der Drehantrieb von dem Antriebsteil 12 auf das Vorwärtsantriebselement 32 und das Rückwärtsantriebselement 58 übertragen, die mit dem beweglichen Teil 22 über bekannte Mittel (nicht dargestellt) in dem Gewindebohrgerät 10 in Verbindung stehen. Dem Rückwärtsantriebselement 58 ist ein bekanntes Getriebe (nicht dargestellt) zugeordnet, wie es in der parallelen Anmeldung 07/330,752, angemeldet am 30. März 1989, und der damit verbundenen Nachfolgeanmeldung mit der Anmeldungsnummer 07/715,343, angemeldet am 14. Juni 1991, des gleichen Erfinders wie die vorliegende Anmeldung beschrieben ist. Auf diese Anmeldungen wird Bezug genommen.

Während des Vorwärtsantriebes ist der Keil 36 des Vorwärtsantriebselementes 32 mit den Antriebskugeln 32, 33 der Antriebsbuchse 40 in Anlage, wie dies aus Fig. 3 erkennbar ist. Bei dieser Anlage treffen der Keil 36 und die Antriebskugeln 32, 33 aufeinander. Gemäß der vorliegenden Erfindung und infolge der elipsenartigen Ausbildung der Schlitze 46 und 48 treten dabei geringere Schläge und ein geringerer Verschleiß auf im Vergleich zu bekannten Einrichtungen. Bei dem Anschlagen werden die Antriebskugeln 32, 33 von den schiefen Ebenen 50 und 52 beeinflußt, wodurch ein verzögertes oder gedämpftes Anschlagen zwischen dem Keil 36 und den Antriebskugeln 32, 33 eintritt. Infolge der Ausbildung des Schlitzes 46 ist das Anschlagen in der beschriebenen Weise bezüglich beider Richtungen so angepaßt.

Wenn der Keil 36 mit den Antriebskugeln 32, 33, wie oben beschrieben, in Kontakt kommt, wird das Übertragungselement 40 in Vorwärtsdrehrichtung mitgenommen, so daß in der Folge der innere Keil 44 gegen den Zapfen 78 der Spindel 18 gedrückt wird. Infolge des größeren Krummungsradiusses der Kontaktflächen 66, 70 des Übertragungselementes 40 im Vergleich zu dem Krümmungsradius der Zapfen 78 gestaltet sich das Anschlagen zwischen dem inneren Keil 44 und seiner Kontaktfläche bei 66, 70 mit dem Zapfen 78 weniger abrupt und heftig, verglichen mit einer Ausführungsform, bei der die Krümmungsradien übereinstimmen. Zusätzlich ist der Kontakt zwischen den Oberflächen 66, 70 linienförmig, im Gegensatz zu einem Punktkontakt, so daß die Kräfte verteilt und die Schläge unter Verschleiß reduziert werden. Auf diese Weise werden übermäßige Schläge und Verschleiß des Keils 44 des Übertragungselementes wie auch an den Zapfen 78 vermieden.

Während des Gewindebohrens mit dem Antriebsteil 12 gelangt Kühlmittel durch die Leitung 26. Wenn das Loch mit dem Gewindegang in der vorgesehenen Tiefe fertiggestellt ist und der Gewindebohrer aus dem Loch herausgeführt werden soll, wird die Gewindebohreinrichtung 10 über das Antriebsteil 12 angehoben zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Gewindebohrer ganz in dem Loch eingebettet, und das Herausziehen des Gewindebohrers geschieht durch die Umkehr der Richtung des Drehantriebs.

Wenn die Gewindebohreinrichtung angehoben wird, bleibt zunächst die Spindel 18 mit dem Gewindebohrer 20 in der Bohrung und das Vorwärtsantriebselement 32 und das Rückwärtsantriebselement 58 bewegen sich axial nach oben, und zwar relativ zu der Spindel 18 und dem Gewindebohrer 20.

In der Folge dieser axialen Aufwärtsbewegung gelangen die Antriebskugeln 32, 33 über den neutralen Bereich der Schultern 37, 60, bis das Rückwärtsantriebselement 58 und der Rückwärtskeil 64 an den Antriebskugeln 32, 33 in Antriebskontakt kommen, so daß sich in der Folge die Spindel 18 und damit der Gewindebohrer 20 in umgekehrter Drehrichtung drehen, so daß der Gewindebohrer 20 aus der Bohrung herausgedreht wird. Genau wie bei dem Vorwärtsantrieb wird auch hier der Kontakt infolge der besonderen Gestaltung der Schlitze 46 und 48 gedämpft. Dies geschieht infolge der zylindrischen Gestaltung der Zapfen 78 und der größeren Krümmungsradien der Kontaktflächen 66, 70 im Vergleich zu den Krümmungsradien der Zapfen 78.

Aus diesen Gründen wurden Gewindebohrgeräte mit Antriebskugeln beschrieben, die sich durch reduzierte Schläge und verringerten Verschleiß an den Antriebsteilen auszeichnen, so daß damit die Effektivität und Langlebigkeit der Einrichtung verbessert ist.


Anspruch[de]

1. Selbsttätig umkehrbares Gewindebohrgerät mit einem Antriebsteil (12), das mit einem Drehantrieb verbindbar ist und folgende Merkmale aufweist:

ein Übertragungsteil (40), das mit dem Antriebsteil (12) verbindbar ist und mindestens eine Antriebskugel (32, 33) aufweist, wobei das Übertragungsteil (40) mit mindestens einem der Antriebskugel (32, 33) zugeordneten Schlitz (46, 48) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz eine schiefe Ebene (50, 52) aufweist, die so geneigt angeordnet ist, daß bei Angriff des Antriebsteils (12) an der mindestens einen Antriebskugel (32 33) die Antriebskugel (32, 33) nach aufwärts in Richtung auf den Drehantrieb gedrückt wird, wodurch das Anschlagen des Antriebsteils (12) an dem Übertragungsteil (40) gedämpft wird.

2. Ein Gewindebohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich einen Halter (90) zur Aufnahme eines Gewindebohrers (20) mit einem axial ausladenden Element aufweist, das mindestens ein sich im wesentlichen radial erstreckendes Teil (78) zum Angriff an Anschlägen (66, 70) trägt, die an dem Übertragungsteil (40) vorgesehen sind.

3. Ein Gewindebohrgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das sich im wesentlichen radial erstreckendes Teil (78) mindestens einen Zapfen (102, 104) aufweist, der mindestens einen Bereich zum Kontakt mit dem Übertragungsteil (40) hat, wobei der Übertragungsteil (40) mindestens ein Antriebselement (44) für die Anlage des mindestens einen Zapfens (78) des Halters aufweist, wobei der Bereich des mindestens einen Zapfens (78) für den Kontakt an dem Antriebselement mit einem Krümmungsradius bogenförmig ausgebildet ist und wobei das Antriebselement (44) mit einem größeren Krümmungsradius als der Krümmungsradius des mindestens einen Zapfens (102, 104) bogenförmig ausgebildet ist, so daß das Anschlagen des mindestens einen Zapfens (102, 104) an dem mindestens einen Antriebselement (44) gedämpft wird und Schläge und Verschleiß an dem mindestens einen Antriebselement (44) und dem mindestens einen Zapfen (102, 104) reduziert werden.

4. Ein Gewindebohrgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius des Antriebselements (44) in einem Bereich von 10 bis 25% größer ist als der Krümmungsradius des mindestens einen Zapfens (102, 104).

5. Ein Gewindebohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsteil (12) ein Vorwärtsantriebselement (30) und ein Rückwärtsantriebselement (58) aufweist und daß diese Antriebselemente (30, 58) gegenüber dem Übertragungsteil (40) und dem Halter (90) axialbeweglich angeordnet sind, um die Drehrichtung des Halters umzukehren.

6. Ein Gewindebohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsteil (12), der die mindestens eine Antriebskugel (32 33) aufweist, ellipsenartige Form besitzt.







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