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Dokumentenidentifikation EP1056602 11.01.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 1056602
Titel VERWENDUNG EINES WÄRMEEMPFINDLICHEN AUFZEICHNUNGSMATERIALS ALS ETIKETT
Anmelder Mitsubishi HiTec Paper Flensburg GmbH, 24941 Flensburg, DE
Erfinder WAGNER, Wolfgang, D-24943 Flensburg, DE;
BERNDT, Jutta, D-24941 Jarplund, DE;
GERECHT, Bernd, D-49086 Osnabrück, DE
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 13.02.1999
EP-Aktenzeichen 999131634
WO-Anmeldetag 13.02.1999
PCT-Aktenzeichen EP9900964
WO-Veröffentlichungsnummer 9942298
WO-Veröffentlichungsdatum 26.08.1999
EP-Offenlegungsdatum 06.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.01.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/40

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials, bestehend aus einem Schichtträger, einer auf der Vorderseite des Schichtträgers angeordneten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht, enthaltend einen Farbstoffvoriäufer und einen Farbakzeptor, der bei Kontakt mit dem Farbstoffvorläufer einer Farbbildungsreaktion unterliegt, einer zwischen Schichtträger und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht angeordneten Zwischenschicht und einer die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht abdeckenden mittels aktinischer Strahlung gehärteten Schutzschicht.

Ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial der vorstehend angegebenen Art ist aus der DE-C-33 12 716 bekannt. Die dort angegebene Schutzschicht dient der Einschränkung schädlicher Einflüsse, die durch Wasser, Weichmacher, Öle oder organische Lösungsmittel auf das Aufzeichnungsmaterial einwirken und die Beständigkeit der Bilddichte beeinträchtigen.

Gemäß der DE-A-39 35 070 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer glänzenden Oberfläche vorgeschlagen, das eine durch aktinische Strahlung gehärtete Schutzschicht aufweist, die ein ausgezeichnetes Anpassungsvermögen an den Thermokopf ohne Verursachung von Druckausfällen zeigen soll.

Aus der DE-C-40 12 185 ist ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial bekannt, das eine über der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht angeordnete Schutzschicht und eine Rückseitenbeschichtung aufweist, die beide mittels Elektronenstrahlen ausgehärtet sind. Zwischen Trägermaterial und Aufzeichnungsschicht ist zusätzlich eine ebenfalls mittels Elektronenstrahlen ausgehärtete Zwischenschicht aus vernetzen Polymeren angeordnet Mit dieser Zwischenschicht soll der Einfluß des Trägermaterials auf die Farbbildungsreaktion und den Kontrast des entstehenden Bildes gegenüber dem Bildhintergrund eingeschränkt werden.

Die DE-A-42 25 419 offenbart ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Deckschicht, die ein durch ionisierbare Strahlung härtbares Harz aufweist, wobei in der Deckschicht ein Silikon - Oberflächenaktivmittel und Mikrokugeln von niedrig molekularem Olefinpolymerharz vorliegen. Das bekannte wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial soll als Aufkleber, z B, in einer vollautomatischen Etikettiermaschine, eingesetzt werden, wobei einerseits eine Verschmutzung des Aufzeichnungskopfes durch Bestandteile der Deckschicht zu vermeiden ist, andererseits aber eine einwandfreie Bedruckbarkeit gewährleistet bleiben soll.

Ein Verfahren zur Herstellung einer wärmeempfindlichen Schicht sowie einer auf die wärmeempfindliche Schicht aufzubringenden Schutzschicht aus der Mischung eines mit Elektronenstrahlen vemetzbaren wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Bindemittels und einem durch Elektronenstrahlen härtbaren Prepolymeren oder Monomeren ist aus der EP-B-0 159 659 bekannt Es wird angegeben, daß eine bessere Beständigkeit gegen Wasser oder Feuchtigkeit im Vergleich zu den konventionellen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien erzielt werden soll. Dazu wird die Verwendung von Polysiloxanverbindungen vorgeschlagen.

Der vorstehend diskutierte Stand der Technik zeigt, daß die bisher bekannten Schutzschichten vorwiegend zur Verbesserung der Chemikalienbeständigkeit, Wasserfestigkeit oder Weichmacherfestigkeit dienen sollen. Andererseits sind auch Vorschläge bekannt, wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien als Etikett einzusetzen. Solche Vorschläge sind bekannt aus der US-A-4 717 709 und der EP-A-0 373 903. Diese Vorschläge zielen darauf ab, die wärmeempfindlichen Etiketten auf Releasepapier anzuordnen, so daß sie auf Rollen aufgewickelt und als Rolle einem Thermodrucker vorgelegt werden können. Die Verwendung von Releasepapieren verteuert das Produkt insgesamt und ist daher nachteilig.

Aus der EP-A-0 780 241 ist auch ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial bekannt, in dessen Schutzschicht eine Silikonkomponente enthalten ist. Mit diesem Vorschlag soll ein besseres Verhalten des Aufzeichnungsmaterials am Thermokopf erzielt und die sogenannte Schleierbildung vermindert werden.

Aus der nicht vorveröffentlichten DE-A-197 57 589 ist ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial bekannt, das zwei auf die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht aufgebrachte Zwischenschichten aufweist, nämlich eine Sperrschicht und eine auf der Sperrschicht vorgesehene Ablöseschicht, wobei die Ablöseschicht hauptsächlich aus silikonhaltigen Verbindungen besteht.

Die WO 97/07985 A1 offenbart ein wämeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer rückseitigen Klebeschicht und einer die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht abdeckenden, mittels ultravioletter Strahlung oder Elektronenstrahl vernetzten Schutzschicht Die bekannte Schutzschicht enthält neben einer festen aus (Poly)tetrafluorethylen bestehenden ersten Komponente eine zweite aus Silikon bestehende flüssige Komponente, die eine Matrix zur Einbettung der ersten Komponente bildet Andere als aus Silikon bestehende zweite Komponenten werden nicht offenbart. Wird das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial auf eine Rolle aufgewickelt, stehen rückseitige Klebeschicht und Schutzschicht in Kontakt. Das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial nach der WO 97/07985 A1 soll eine matte, beschreibbare Oberfläche aufweisen, die keinen zu starken Verschleiß des Thermokopfes bewirkt, nur gering an der Klebeschicht haftet und den Thermokopf auf mechanische Weise reinigt Flexo - und Offsetdruckverfahren werden explizit nur für das Bedrucken vor Auftrag der Schutzschicht angesprochen. Die erfindungsgemäße Verwendung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials mit einer von silikonhaltigen Verbindungen freien Schutzschicht als im Offset - oder Flexodruck zu bedruckendes Etikettenmaterial ist aus der WO 97/07985 A1 nicht bekannt

Die US - A - 4 833 116 hat die Verbesserung der Aufzeichnungsqualität sowie der Stabilität des aufgezeichneten Bildes zum Ziel. Im eigentlichen Sinn betrifft diese Schrift ein für das Videoprint - Verfahren vorgesehenes Aufzeichnungsmaterial. Hinsichtlich einer Verwendung des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials im Offset - oder Flexodruck findet sich ebenso wenig eine Offenbarung wie zur Aufwicklung des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials auf eine Rolle. Eine auf der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht auf Basis eines wässrigen Harzes zu bildende Zwischenlage wird mit einer durch Elektronenstrahlen härtbaren Schutzschicht überzogen, der ein feines Silikonpulver zugesetzt wird.

Die EP - A - 0764 548 sieht zur Abdeckung der rückseitig auf einem wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterial aufgebrachten Klebeschicht ein zum einmaligen Gebrauch bestimmtes Papierblatt (disposible sheet) aus neutralem Papier vor. Das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial ist zur Verwendung als Etikett bestimmt Die Verwendung eines auf Rolle gewickelten Aufzeichnungsmaterials im Offset - oder Flexodruck - ohne ein die Klebeschicht abdeckendes Papierblatt - ist aus dieser Schrift nicht bekannt

Wärmeempfindliche Aufzeichnungspapiere, deren Schutzschicht eine Silikonkomponente enthält, sind auch bereits ohne zusätzliche Verwendung von Releasepapier zur Herstellung von von Rollen abwickelbaren Etiketten eingesetzt worden. Durch den Silikonzusatz soll dabei ein Verkleben der rückseitigen Klebeschicht mit der Schutzschicht vermieden werden. Hier entsteht der Nachteil, daß durch den Silikonzusatz die Bedruckbarkeit im Flexo - und Offsetdruck beeinträchtigt wird.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen und ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer auf seiner Rückseite angebrachten Selbstklebeschicht zur Verfügung zu stellen, das in Rollenform einem Thermodrucker zugeführt wird, wobei auf den Einsatz eines Releasepapiers oder auf einen Silikonzusatz in der Schutzschicht verzichtet wird, so daß auch eine befriedigende Bedruckbarkeit im FIexo - und Offsetdruck gewährleistet ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial zu verwenden, das umfaßt

  • a) einen Schichtträger, auf dessen Vorderseite eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht angeordnet ist, die einen Farbstoffvorläufer und einen Farbakzeptor enthält, der bei Kontakt mit dem Farbstoffvorläufer einer Farbbildungsreaktion unterliegt,
  • b) eine zwischen Schichtträger und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht angeordnete Zwischenschicht,
  • c) eine die wärmeempfindliche Aulzeichnungsschicht abdeckende und mittels aktinischer Strahlung gehärtete von silikonhaitigen Verbindungen freie Schutzschicht, sowie
  • d) eine auf der Rückseite des Schichtträgers angeordnete Selbstklebeschicht,
  • e) als auf Rolle aufwickelbares und im Offset - oder Flexodruckverfahren zu bedruckendes Etikettenmaterial, bei dem in der Rolle die Selbstklebeschicht mit der Schutzschicht in Kontakt steht.

Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß bei genügender Aushärtung der Schutzschicht ein Verkleben der Selbstklebeschicht mit der Schutzschicht nicht erfolgt, daß femer ein einwandfrei verlaufender Druckvorgang auf einem Thermodrucker möglich ist und Rückstände der Selbstklebeschicht auf der Deckschicht, mit der die Selbstklebeschicht auf der Rolle in Kontakt steht, nicht in nennenswertem und den Druckvorgang beeinträchtigendem Umfang auftreten.

Unter dem in Ansprüchen und Beschreibung verwendeten Begriff "aktinische Strahlung" sind UV - oder ionisierende Strahlungen, wie Elektronenstrahlen, zu verstehen. Sofern die Deckschicht mittels UV-Strahlen gehärtet werden soll, müssen die zur Herstellung der Deckschicht verwendeten Monomeren bzw. Prepolymeren in bekannter Weise Zusätze von Initiatoren enthalten. Durch Elektronenstrahlhärtung konnte eine über ihren Querschnitt besonders gleichmäßig ausgebildete, d. h. ausgehärtete, Deckschicht erzielt werden.

Erfindungsgemäß wird die Ausbildung der Deckschicht mit einer Flächenmasse im Bereich von 0,5 bis 3,5 g/m2 bevorzugt

Es wird bevorzugt, daß die in der Schutzschicht vorliegende und mittels aktinischer Strahlung ausgehärtete Harzkomponente aus den Monomeren oder Prepotymeren von Acrylat und/oder Methacrylat gebildet ist.

Neben den bereits bei der Härtung der Deckschicht mittels UV-Strahlen erforderlichen Fotoinitiatoren können in der Deckschicht in untergeordneter Menge Pigmente und Vernetzungshilfsmittel vorliegen; in jedem Fall ist die Deckschicht jedoch frei von silikonhaltigen Verbindungen.

Unter dem in Beschreibung und Patentansprüchen angegebenen Offsetdruckverfahren ist das Naßoffsetdruckverfahren zu verstehen.


Anspruch[de]
  1. Verwendung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials, bestehend aus:
    • a) einem Schichtträger, auf dessen Vorderseite eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht angeordnet ist, die einen Farbstoffvorläufer und einen Farbakzeptor enthält, der bei Kontakt mit dem Farbstoffvorläufer einer Farbbildungsreaktion unterliegt,
    • b) einer zwischen Schichtträger und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht angeordneten Zwischenschicht,
    • c) einer die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht abdeckenden und mittels aktinischer Strahlung gehärteten von silikonhaltigen Verbindungen freien Schutzschicht, sowie
    • d) einer auf der Rückseite des Schichtträgers angeordneten Selbstklebeschicht,
    • e) als auf Rolle aufwickelbares und im Offset-oder Flexodruckverfahren zu bedruckendes Etikettenmaterial, bei dem in der Rolle die Selbstkiebeschicht mit der Schutzschicht in Kontakt steht.
  2. Verwendung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials nach Anspruch 1 mit einer Schutzschicht, deren mittels aktinischer Strahlung ausgehärtete Harzkomponente aus den Monomeren oder Prepolymeren von Acrylat und/oder Methacrylat gebildet ist.
Anspruch[en]
  1. Use of a heat-sensitive recording material consisting of:
    • a) a layer support, on the front face of which there is arranged a heat-sensitive recording layer comprising a colour precursor and a colour acceptor that, on contact with the colour precursor, is subject to a colour-formation reaction,
    • b) an intermediate layer arranged between the layer support and the heat-sensitive recording layer,
    • c) a protective layer, free of silicone-containing compounds, that covers the heat-sensitive recording layer and is cured by means of actinic radiation, and also
    • d) a self-adhesive layer arranged on the back of the layer support,
    • e) as a label material that can be wound onto a roll and is to be printed in the offset or flexographic printing process, the self-adhesive layer being in contact with the protective layer in the roll.
  2. Use of a heat-sensitive recording material according to claim 1 having a protective layer of which the resin component, which is cured by means of actinic radiation, is formed from acrylate and/or methacrylate monomers or prepolymers.
Anspruch[fr]
  1. Utilisation d'un matériau d'enregistrement thermosensible, constitué
    • a) d'un support de couche sur le recto duquel est disposé une couche d'enregistrement thermosensible contenant un précurseur de colorant et un accepteur de couleur qui, lorsqu'il vient en contact avec le précurseur de colorant, subit une réaction colorée,
    • b) une couche intermédiaire disposée entre le support de couche et la couche d'enregistrement thermosensible,
    • c) une couche de protection, exempte de composés siliconés, recouvrant la couche d'enregistrement thermosensible et durcie au moyen d'un rayonnement actinique, ainsi que
    • d) une couche autocollante disposée au verso du support de couche,
    • e) en tant que matériau pour étiquettes, susceptible d'être enroulé sur un rouleau et d'être imprimé par un procédé d'impression offset ou par flexographie, la couche autocollante étant, dans le rouleau, en contact direct avec la couche de protection.
  2. Utilisation d'un matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 1, comportant une couche de protection dont le composant de résine, durci par rayonnement actinique, est obtenu à partir de monomères ou prépolymères acryliques et/ou méthacryliques.






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