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Dokumentenidentifikation DE69702378T2 18.01.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0841189
Titel Stabilisierung von IR-Farbstoffen für die Laser-Bildaufzeichnung
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Tutt, Lee William, Rochester, New York 14650-2201, US;
Burberry, Mitchell Stewart, Rochester, New York 14650-2201, US;
Underwood, Gary Marshall, Rochester, New York 14650-2201, US
Vertreter Lewandowsky, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 73342 Bad Ditzenbach
DE-Aktenzeichen 69702378
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.10.1997
EP-Aktenzeichen 972033229
EP-Offenlegungsdatum 13.05.1998
EP date of grant 28.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.01.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/40
IPC-Nebenklasse B41M 5/24   G03F 1/00   B41C 1/10   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft die Verwendung von IR-absorbierenden Farbstoffen für die Laser-Bildaufzeichnung und insbesondere das Gebiet der Laser-Farbstoffablation und der Übertragungs-Bildaufzeichnung für die Erzeugung von optischen Masken und monochromen Diapositiven, wie auf dem Gebiet der Bildjustierfilme, der medizinischen Bildaufzeichnung und der Druckplatten.

In den vergangenen Jahren sind thermische Übertragungssysteme entwickelt worden, um Drucke von Bildern herzustellen, die auf elektronischem Wege von einer Farbvideokamera erzeugt wurden. Nach einem Verfahren zur Herstellung solcher Drucke wird ein elektronisches Bild zunächst einer Farbtrennung durch Farbfilter unterworfen. Die entsprechend farbgetrennten Bilder werden dann in elektrische Signale überführt. Diese Signale werden dann dazu verwendet, um blaugrüne, purpurrote und gelbe elektrische Signale zu erzeugen. Diese Signale werden dann einem Thermodrucker zugeführt. Um den Druck zu erhalten, wird ein blaugrünes, purpurrotes oder gelbes Farbstoff-Donorelement gesichtsseitig mit einem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt gebracht. Die zwei werden dann zwischen einen Thermodruckerkopf und eine Druckwalze eingeführt. Ein Thermodruckerkopf vom Strichtyp wird dazu verwendet, um Wärme von der Rückseite des Farbstoff-Donorblattes zuzuführen. Der Thermodruckerkopf weist viele Heizelemente auf und wird in Folge entsprechend einem der blaugrünen, purpurroten oder gelben Signale aufgeheizt. Das Verfahren wird dann für die zwei anderen Farben wiederholt. Auf diese Weise wird eine harte Farbkopie erhalten, die dem Originalbild entspricht, das auf einem Schirm betrachtet wird. Weitere Details dieses Verfahrens sowie einer Vorrichtung zur Durchführung desselben finden sich in der US-A-4 621 271.

Ein anderes Verfahren, um auf thermischem Wege einen Druck unter Verwendung der oben beschriebenen elektronischen Signale zu erzeugen, besteht in der Verwendung eines Lasers anstelle eines Thermodruckerkopfes. In einem derartigen System enthält das Donorblatt ein Material, das stark bei der Wellenlänge des Lasers absorbiert. Wird der Donor bestrahlt, so wandelt dieses absorbierende Material Lichtenergie in thermische Energie um und überträgt die Wärme auf den Farbstoff in dessen unmittelbarer Umgebung, wodurch der Farbstoff auf seine Verdampfungstemperatur für die Übertragung auf den Empfänger erhitzt wird. Das absorbierende Material kann in einer Schicht unterhalb des Farbstoffes vorliegen und/oder es kann mit dem Farbstoff vermischt sein. Der Laserstrahl wird durch elektronische Signale moduliert, die repräsentativ für die Form und Farbe des Originalbildes sind, so daß jeder Farbstoff erhitzt wird unter Verflüchtigung lediglich in jenen Bereichen, in denen seine Gegenwart auf dem Empfänger erforderlich ist, um die Farbe des Originalgegenstandes zu rekonstruieren. Weitere Details dieses Verfahrens finden sich in der GB 2 083 726 A.

In einer ablativen Form der Bildaufzeichnung durch Einwirkung eines Laserstrahles wird in einem Element mit einer Farbschichtzusammensetzung mit einem Bildfarbstoff, einem infrarote Strahlung absorbierenden Material und einem Bindemittel, aufgetragen auf ein Substrat, ein Bild von der Farbstoffseite aufgezeichnet. Die Energie, die von dem Laser erzeugt wird, treibt mindestens den Bildfarbstoff an dem Punkt ab, wo der Laserstrahl auf das Element auftrift. Im Falle der ablativen Bildaufzeichnung führt die Laserstrahlung zu einer raschen lokalen Veränderung in der Bildaufzeichnungsschicht, wodurch das Material aus der Schicht ausgetrieben wird. Dies Verfahren unterscheidet sich von anderen Material-Übertragungstechniken, in denen eine gewisse chemische Veränderung (z. B. das Aufbrechen von Bindungen) anstatt einer vollständigen physikalischen Veränderung (z. B. Aufschmelzen, Verdampfen oder Sublimation) zu einer praktisch vollständigen Übertragung des Bildfarbstoffes anstatt einer teilweisen Übertragung führt. Die Eignung eines solchen ablativen Elementes wird weitestgehend bestimmt durch die Wirksamkeit, mit der der Bildaufzeichnungsfarbstoff bei der Laser-Exponierung entfernt werden kann. Der Transmissions-Dmin- Wert ist ein quantitatives Maß der Farbstoff-Entfernung: um so geringer sein Wert an dem Aufzeichnungspunkt ist, um so vollständiger ist die erzielte Farbstoffentfernung.

Die Laser-Farbstoff-Ablation eignet sich für die Herstellung von Masken für die graphische Industrie, wie z. B. für die Maskierung von Druckplatten, zur Herstellung von Druckschaltungen und zur Erzeugung von monochromen medizinischen Bildaufzeichnungs-Diapositiven. Diese Filme werden verwendet, um Licht für andere Materialien zu maskieren oder im Falle der medizinischen Bildaufzeichnung gegenüber dem Auge, weshalb sie einer langen Licht-Exponierung unterworfen werden. Die Photostabilität der Farbstoffe ist von primärer Bedeutung. Einige Farbstoffe, insbesondere blaugrüne Farbstoffe, haben eine Tendenz, in relativ kurzen Zeitspannen auszubleichen, und zwar selbst bei bescheidenen Belichtungen durch einen Lichttisch oder eine Lichtbox für die Betrachtung medizinischer Bilder. Dieses Ausbleichen durch Licht führt zu einer visuellen Aufhellung und zu einer Farbtonverschiebung in Richtung Gelb, wodurch die maskierenden Filme schwerer auszurichten sind und wodurch das Problem hervorgerufen wird, daß die Filme nicht länger für den Zweck geeignet sind, für den sie hergestellt wurden. Ferner hat in vielen Fällen der optimale IR-Farbstoff für eine Laser-Absorption eine geringe Photostabilität und seine Abbauprodukte können zu einem Abbau der sichtbaren Farbstoffe führen. Im Falle von Laser-Übertragungs-Anwendungen führt der Abbau der Laserabsorbierenden Farbstoffe vor der Bildaufzeichnung zu Empfindlichkeitsveränderungen in dem Bildaufzeichnungselement.

Die EP-A-0 755 801 offenbart den Zusatz einer Eisennitrosylverbindung zu dem Film, entweder in Form eines freien Salzes oder als Gegenion zu einem kationischen Farbstoff. Die EP-A- 0 755 801 stellt Stand der Technik gemäß Artikel 54(3)(4) EPC für die gekennzeichneten Staaten DE, FR und GB dar. Bezüglich dieser Klasse von Verbindungen besteht ein Problem deshalb, weil sie ein Metall enthalten und eine beschränkte Löslichkeit in einigen Lösungsmitteln aufweisen und/oder die Eigenschaften, z. B. die Viskosität, der Beschichtungslösungen beeinflussen. Es ist ein Ziel dieser Erfindung, eine allgemeinere Klasse von Verbindungen für die Verwendung zur Stabilisierung von sichtbaren und IR-Farbstoffen bereitzustellen.

Diese und andere Ziele werden gemäß dieser Erfindung erreicht, die betrifft ein mit einem Laser zu exponierendes thermisches Aufzeichnungselement mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet, mit einem Farbstoff, dispergiert in einem polymeren Bindemittel, wobei der Farbstoff umfaßt einen Laserlicht absorbierenden Farbstoff, der bei der Wellenlänge eines Lasers absorbiert, der zur Exponierung des Elementes verwendet wird, wobei die Farbstoffschicht ferner einen stabilisierenden IR-absorbierenden Farbstoff mit einem Absorptions- Wellenlängen-Maximum enthält, das ungefähr gleich ist oder länger im Vergleich zu dem des Laserlicht absorbierenden Farbstoffes.

Eine andere Ausführungsform der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines einfarbigen Ablationsbildes, bei dem mittels eines Lasers in Abwesenheit eines separaten Empfangselementes ein mit einem Laser zu exponierendes thermisches Aufzeichnungselement wie oben beschrieben bildweise exponiert wird, wobei die Laser-Exponierung durch die Farbstoffseite des Elementes erfolgt, wodurch die Farbstoffschicht bildweise erhitzt wird und sie ablatiert wird, und bei dem das ablatierte Material entfernt wird, unter Gewinnung eines Bildes in dem Laser-exponierten thermischen Aufzeichnungselement.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Laser-induzierten thermischen Farbstoff-Übertragungsbildes, bei dem:

a) das thermische Aufzeichnungselement wie oben beschrieben mit einem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt gebracht wird;

b) das thermische Aufzeichnungselement mittels eines Lasers bildweise erhitzt wird; und

c) ein Farbstoffbild auf das Farbstoff-Empfangselement übertragen wird, unter Erzeugung des Laser-induzierten thermischen Farbstoff-Übertragungsbildes.

Es wird angenommen, daß der Abbau eines Bildfarbstoffes oder eines Laserlicht absorbierenden Farbstoffes verursacht wird durch die Absorption von Strahlung, die direkt oder indirekt einen Abbau induziert. Wird ein Farbstoff von ungefähr der gleichen oder einer längeren Wellenlänge in relative Nähe zu einem Bildfarbstoff oder Laserlicht absorbierenden Farbstoff gebracht, so kann die Energie zu diesem Farbstoff von geringerem Energiezustand "runter-kanalisiert" werden. In dem typischen Fall eines IR-sensibilisierten Elementes ist der Farbstoff mit dem längsten Wellenlängen-Absorptions-Maximum die Komponente, die die Laserwellenlänge absorbiert. Energie, die durch Farbstoffe absorbiert wird, die bei kürzeren Wellenlängen absorbieren, kann auf den Farbstoff übertragen werden, der die längste Wellenlängen-Absorption aufweist, der dann einem Zerfall oder Abbau unterliegt oder einem Energieverlust durch interne Konversion (was zu einer Wärmeerzeugung führt). Oftmals wird dieser Farbstoff mit der längsten Wellenlängen-Absorption langsam geopfert, bis die Energie nicht länger auf irgendeinen verbleibenden Farbstoff übertragen werden kann, und dann beschleunigt sich der Abbau der Farbstoffe der kürzeren Wellenlängen. In vielen Fällen hat der Laserlicht absorbierende Farbstoff eine geringe Photostabilität und seine Abbauprodukte können zu einem Abbau der Farbstoffe führen, die bei kürzeren Wellenlängen absorbieren.

Im Falle dieser Erfindung wird ein stabilisierender IR-absorbierender Farbstoff mit einem Absorptions-Wellenlängen-Maximum annähernd gleich oder länger im Vergleich zu dem Maximum des Laserlicht absorbierenden Farbstoffes zu dem Laser-Bildaufzeichnungselement oder Aufzeichnungselement zugesetzt. Dieser zugesetzte Farbstoff hat gewöhnlich eine geringere oder vernachlässigbare Absorption bei der Laser-Wellenlänge aufgrund des verschobenen λmax. Vorzugsweise hat der stabilisierende IR- absorbierende Farbstoff ein Absorptions-Wellenlängen-Maximum, das mindestens um etwa 100 nm länger ist als das des Laserlicht absorbierenden Farbstoffes. Ist der stabilisierende IR-absorbierende Farbstoff besonders stabil, so werden die Farbstoffe mit kürzeren Wellenlängen über eine extrem lange Zeitspanne stabilisiert. In dem Falle, in dem der Farbstoff mit der langen Wellenlänge instabil ist, wird er geopfert, wodurch die Lebensdauer des thermischen Aufzeichnungselementes verlängert wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Menge des stabilisierenden IR-absorbierenden Farbstoffes beispielsweise bei etwa 0,01 g/m² bis etwa 0,500 g/m² liegen. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der Farbstoffschicht ferner ein Bildfarbstoff oder Pigment zugeordnet.

Im Falle einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat der stabilisierende IR-absorbierende Farbstoff die Formel:

worin R einzeln jeweils steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Methoxyethyl, Ethoxymethyl, Cyanomethyl usw.; oder eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe mit etwa 6 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Phenyl, Methoxyphenyl, Naphthyl usw.; und

X&supmin; steht für ein anionisches Gegenion, das mit dem IR-absorbierenden Farbstoff assoziiert ist, wie z. B. Hexafluoroantimonat (SbF&sub6;&supmin;) oder Tetrafluoroborat (BF&sub4;&supmin;).

Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform steht R jeweils für C&sub4;H&sub9;.

Zu Beispielen von IR-absorbierenden Farbstoffen, die im Rahmen der Erfindung verwendet werden können, gehören die folgenden Farbstoffe, die unten aufgelistet sind, wobei die in Klammern angegebenen Nummern der stabilisierenden IR-Farbstoffe (SIRs) sich auf die Katalog-Nr. der Firma Aldrich Chemical Co. (Milwaukee, WI) beziehen:

SIR 1 (42,413-7)
SIR 2 (42,531-1)
SIR 3 (42,598-2)
SIR 4 (20,093-2)
SIR 5 (40,610-4)
SIR 6 (40,513-2)
SIR 7 (40,516-7)
SIR 8 (40,514-0)
SIR 9 (40,515-9)
SIR 10
SIR 11

Die Farbstoffschicht des Aufzeichnungselementes der Erfindung kann ferner einen ultraviolettes Licht absorbierenden Farbstoff enthalten, wie z. B. ein Benzotriazol, ein substituiertes Dicyanobutadien, ein Aminodicyanobutadien oder eines der Materialien, die beschrieben werden in den Patent-Publikationen JP 58/62651; JP 57/38896; JP 57/132154; JP 61/109049; JP 58/17450 oder DE 31 39 156. Sie können in einer Menge von etwa 0,05 bis etwa 1,0 g/m² verwendet werden.

Die Aufzeichnungselemente dieser Erfindung können verwendet werden zur Gewinnung von medizinischen Bildern, reprographischen Masken, Druckmasken usw. Das erhaltene Bild kann ein positives oder negatives Bild sein. Das Verfahren der Erfindung kann entweder Bilder mit kontinuierlichem Ton (photographischartige) oder Halbtonbilder erzeugen.

Die Erfindung eignet sich insbesondere zur Herstellung von reprographischen Masken, die verwendet werden können im Verlagswesen und zur Herstellung von gedruckten Schaltungen. Die Masken werden über ein photosensitives Material gebracht, wie z. B. eine Druckplatte und einer Lichtquelle exponiert. Das photosensitive Material wird normalerweise lediglich durch bestimmte Wellenlängen aktiviert. Beispielsweise kann das photosensitive Material ein Polymer sein, das bei Exponierung mit ultraviolettem oder blauem Licht quervernetzt oder gehärtet wird, jedoch nicht durch rotes oder grünes Licht beeinflußt wird. Im Falle dieser photosensitiven Materialien muß die Maske, die dazu verwendet wird, um den Zutritt von Licht während der Exponierung zu blockieren, sämtliche Wellenlängen absorbieren, die das photosensitive Material in den Dmax-Bereichen aktivieren und wenig in den Dmin-Bereichen absorbieren. Im Falle von Druckplatten ist es infolgedessen wichtig, daß die Maske hohe blaue und UV- Dmax-Werte aufweist. Ist dies nicht der Fall, so ist die Druckplatte nicht entwickelbar zu Bereichen, die Druckfarbe aufnehmen und zu Bereichen, die dies nicht tun.

Bei Anwendung dieser Erfindung kann eine Maske erhalten werden, die eine vergrößerte Stabilität gegenüber Licht aufweist, und zwar zur Herstellung von vielen Druckplatten oder Schaltplatten oder Schaltkarten ohne Masken-Abbau.

Jedes beliebige polymere Material kann als Bindemittel in dem Aufzeichnungselement verwendet werden, das im Rahmen der Erfindung benutzt wird. Beispielsweise kann das polymere Material bestehen aus Cellulosederivaten, z. B. Cellulosenitrat, Celluloseacetathydrogenphthalat, Celluloseacetat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetatbutyrat, Cellulosetriacetat, einem Hydroxypropylcelluloseether, einem Ethylcelluloseether usw., Polycarbonaten; Polyurethanen; Polyestern; Poly(vinylacetat); Polystyrol; Poly(styrol-co-acrylonitril); einem Polysulfon; einem Poly(phenylenoxid); einem Poly(ethylenoxid); einem Poly- (vinylalkohol-co-acetal), wie z. B. Poly(vinylacetal), Poly(vinylalkohol-co-butyral) oder Poly(vinylbenzal); oder Mischungen oder Copolymeren hiervon. Das Bindemittel kann in ei ner Beschichtungsstärke von etwa 0,1 bis etwa 5 g/m² verwendet werden.

Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform hat das polymere Bindemittel, das in dem Aufzeichnungselement der Erfindung verwendet wird, ein Polystyrol-Äquivalent-Molekulargewicht von mindestens 100000, gemessen durch Größenausschluss-Chromatographie, wie sie beschrieben wird in der US-Patentschrift 5 330 876.

Falls erwünscht, kann in dem Laser-Aufzeichnungselement der Erfindung eine Trennschicht verwendet werden, wie sie beschrieben wird in der US-Patentschrift 5 459 017.

Um ein Laser-induziertes Farbstoffbild gemäß der Erfindung zu erhalten, wird vorzugsweise ein Infrarot-Diodenlaser verwendet, da er wesentliche Vorteile bietet bezüglich seiner geringen Größe, geringen Kosten, Stabilität, Zuverlässigkeit, Robustheit und Leichtigkeit der Modulation.

Das Aufzeichnungselement der Erfindung enthält ein infrarote Strahlung absorbierendes Material, wie z. B. infrarote Strahlung absorbierende Cyaninfarbstoffe, wie sie beschrieben werden in der U. S.-Patentschrift 4 973 572 oder andere Materialien, wie sie in den folgenden U. S.-Patentschriften beschrieben werden: 4 948 777; 4 950 640; 4 950 639; 4 948 776; 4 948 778; 4 942 141; 4 952 552; 5 036 040 und 4 912 083. Die Laserstrahlung wird dann in der Farbstoffschicht absorbiert und nach einem molekularen Prozeß in Wärme umgewandelt, der bekannt ist als interne Konversion. Dies bedeutet, daß der Aufbau einer geeigneten Farbstoffschicht nicht nur von dem Farbton, der Übertragbarkeit und Intensität irgendeines Bildfarbstoffes abhängt, sondern auch von der Fähigkeit der Farbstoffschicht, Strahlung zu absorbieren und diese in Wärme umzuwandeln. Wie hier verwendet, weist ein infrarote Strahlung absorbierender Farbstoff eine ins Gewicht fallende Licht-Absorption im Bereich zwischen etwa 700 nm und etwa 1200 nm auf. Im Falle einer Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Laser-Exponierung im Rahmen des Verfahrens der Erfindung durch die Farbstoffseite eines ablati ven Aufzeichnungselementes, wodurch es ermöglicht wird, daß dieses Verfahren ein Einblatt-Verfahren ist, d. h. es wird kein separates Empfangselement benötigt.

Laser, die im Rahmen der Erfindung verwendet werden können, sind im Handel erhältlich. Verwendet werden können beispielsweise das Lasermodell SDL-2420-H2 von der Firma Spectra Diode Labs oder das Lasermodell SLD 304 V/W von der Firma Sony Corp.

Die Farbstoffschicht des Aufzeichnungselementes der Erfindung kann auf den Träger durch Beschichtung aufgebracht oder hierauf aufgedruckt werden nach einer Drucktechnik, wie beispielsweise einem Gravure-Prozeß.

Jedes beliebige Material kann als Träger für das Aufzeichnungselement der Erfindung verwendet werden, vorausgesetzt, es ist dimensionsstabil und vermag der Wärme des Lasers zu widerstehen. Zu derartigen Materialien gehören Polyester, wie z. B. Poly(ethylennaphthalat); Polysulfone; Poly(ethylenterephthalat); Polyamide; Polycarbonate; Celluloseester; Fluorpolymere; Polyether; Polyacetale; Polyolefine und Polyimide. Der Träger weist im allgemeinen eine Dicke von etwa 5 bis etwa 200 um auf. Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform ist der Träger transparent.

Ein Thermodrucker, der einen Laser wie oben beschrieben verwendet, um ein Bild auf einem thermischen Druckmedium zu erzeugen, wird beschrieben und beansprucht in der U. S.-Patentschrift 5 168 288.

Zu Bildfarbstoffen, die für eine Ausführungsform der Erfindung geeignet sind, gehören beliebige der Farbstoffe, die beschrieben werden in den U. S.-Patentschriften 4 541 830; 4 698 651; 4 695 287; 4 701 439; 4 757 046; 4 743 582; 4 769 360 und 4 753 922. Die oben erwähnten Farbstoffe können einzeln oder in Kombination mit anderen Farbstoffen verwendet werden. Die Farbstoffe können in einer Beschichtungsstärke von etwa 0,05 bis etwa 1 g/m² verwendet werden und sind vorzugsweise hydrophob.

Die folgenden Beispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung.

Im folgenden werden die Strukturen der verschiedenen Materialien angegeben, die in den Beispielen verwendet werden:

Gelber Farbstoff
UV-Farbstoff
IR-Farbstoff 1 (Vergleich)
Gelber Farbstoff 1 (Curcumin)
Blaugrüner Farbstoff 1 (Sudan Black B)
Blaugrüner Farbstoff 2
Gelber Farbstoff 2
Laser IR-Farbstoff 1
Laser IR-Farbstoff 2
Laser IR-Farbstoff 3
Purpurrot-Farbstoff 1
Purpurrot-Farbstoff 2
Purpurrot Farbstoff 3
Orange-Farbstoff 1

Beispiel 1 Herstellung eines Aufzeichnungselementes

Auf einen 100 um starken Estar® Poly(ethylenterephthalat)- Träger wurde eine Bildschicht aufgetragen aus:

Komponente Abgeschiedene Menge

(g/m²)

Nitrocellulose, 1000-1500 Sek. 0,435

Gelber Farbstoff 1 0,134

Blaugrüner Farbstoff 1 0,237

Gelber Farbstoff 2 0,344

Laser-IR-Farbstoff 1 0,168

Stabilisierender IR(SIR)-Farbstoff 0,161

Eine Probe eines jeden Filmes wurde acht Stunden lang in eine Licht-Exponierungsvorrichtung eingebracht. Die Proben wurden derart angeordnet, daß eine Hälfte von ihnen vor Lichtzutritt geschützt war und eine Hälfte von ihnen mit 50 kLux simuliertem Sonnenlicht exponiert wurde. Das Ausbleichen des blaugrünen Farbstoffes wurde gemessen mit einem X-Rite®-Densitometer (Modell 820), wobei die Status A-Rot-Absorption gemessen wurde. Der Grad der Ausbleichung ist ausgedrückt in Form einer prozentualen Veränderung relativ zu den nicht exponierten Bereichen. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:

TABELLE 1

*λmax des Laser-IR-Farbstoffes lag bei 830 nm.

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß die SIR-Farbstoffe 4-9, die einen λmax-Wert aufweisen, der länger ist oder ungefähr gleich demjenigen des Laserlicht absorbierenden Farbstoffes, einen Stabilisierungseffekt ausüben, indem sie die blaugrünen Farbstoffe vor einem Photozerfall schützen. Liegt der λmax-Wert des SIR-Farbstoffes bei einer Wellenlänge, die wesentlich kürzer ist als der λmax-Wert des Laserfarbstoffes, so wird keine Stabilisierung erzielt.

Beispiel 2

Beispiel 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß der blaugrüne Farbstoff 2 anstelle des blaugrünen Farbstoffes 1 verwendet wurde und daß die abgeschiedene Menge 0,161 g/m² betrug. Es wurden die folgenden Ergebnisse erzielt:

TABELLE 2

*λmax des Laser-IR-Farbstoffes lag bei 830 nm

Die obigen Ergebnisse zeigen wiederum, daß die SIR-Farbstoffe 4, 5 und 7-11, die einen λmax-Wert aufweisen, der länger ist oder ungefähr gleich demjenigen des Laserlicht absorbierenden Farbstoffes, einen Stabilisierungseffekt ausüben, indem sie die blaugrünen Farbstoffe vor einem Photozerfall schützen. Liegt der λmax-Wert des SIR-Farbstoffes bei einer Wellenlänge, die wesentlich kürzer ist als der λmax-Wert des Laserfarbstoffes, so ergibt sich keine Stabilisierung. Die letzten zwei Reihen veranschaulichen, daß die Ausbleichung wesentlich abnimmt, wenn eine erhöhte Menge an SIR-Farbstoff zugesetzt wird.

Beispiel 3

Dieses Beispiel veranschaulicht eine Formulierung, die verwendet werden kann für eine monochrome medizinische Bildaufzeichnung (d. h. schwarz) und die eine Anzahl von Farbstoffen enthält.

Herstellung eines Aufzeichnungselementes

Auf einen 100 um starken Estar®-Träger wurden als Bildaufzeichnungsschicht aufgetragen:

Komponente Abgeschiedene Menge

(g/m²)

Nitrocellulose, 1000-1500 Sek. 0,538

Gelber Farbstoff 1 0,137

Purpurroter Farbstoff 1 0,032

Purpurroter Farbstoff 2 0,032

Purpurroter Farbstoff 3 0,100

Blaugrüner Farbstoff 2 0,228

Oranger Farbstoff 1 0,245

Laser-IR-Farbstoff 1 0,168

Stabilisierender IR(SIR)-Farbstoff 10 0,108

Dieses Element wurde wie das Element von Beispiel 1 getestet, wobei die Exponierung erfolgte mit 50 kLux hochintensivem Tageslicht (HID) mit den folgenden Ergebnissen:

TABELLE 3

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß die Stabilisierung gegenüber Lichtabbau selbst in Gegenwart einer Mischung von unterschiedlichen sichtbaren Farbstoffen auftritt.

Beispiel 4

Beispiel 2 wurde wiederholt mit anderen Laserlicht absorbierenden Farbstoffen, wie es unten gezeigt wird und mit dem SIR- Farbstoff in einer Menge von 0,161 g/m². Die Filme wurden expo niert und untersucht wie in Beispiel 1 beschrieben. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:

TABELLE 4

Die obigen Daten zeigen, daß eine Stabilisierung erfolgt für andere Wellenlängen-Laserlicht absorbierende Farbstoffe. Dieses Beispiel veranschaulicht ferner, daß die Stabilisierung es ermöglicht, Laserlicht absorbierende Farbstoff zu verwenden, die tatsächlich dazu tendieren, den Film zu destabilisieren, wenn sie nicht mit einem SIR-Farbstoff gepaart werden, d. h. Farbstoffe mit kürzeren Wellenlängen unterliegen einer Ausbleichung rascher, wenn kein Laserlicht absorbierender Farbstoff zugegen ist. Der Zusatz des Laserlicht absorbierenden Farbstoffes beschleunigt den Photoabbau des kurzwelligeren Farbstoffes. Die Verwendung eines SIR-Farbstoffes ermöglicht infolgedessen eine größere Freiheit in der Auswahl der Laserlicht absorbierenden Farbstoffe, da der Zusatz eines SIR-Farbstoffes die Lichtstabilität wesentlich verbessert.

Um mehr Informationen bezüglich der Ausbleichung eines jeden einzelnen Farbstoffes zu gewinnen, wurde das vollständige Spektrum von 1000 bis 400 nm der Filme von Beispiel 4 für die lichtexponierten nicht exponierten Bereiche gemessen. Die spektrale Absorption der Filme wurde gemessen unter Verwendung eines Spektrophotometers vom Typ Perkin Elmer Lambda 12. Die Ergebnisse sind dargestellt in Form der %-Ausbleichung bei ausgewählten Wellenlängen, wie in Tabelle 5 angegeben. Die 470 nm- Ausbleichung entspricht dem gelben Farbstoff 2, die rote 620 nm-Ausbleichung entspricht dem blaugrünen Farbstoff 2 (und korreliert gut mit der gemessenen Status A-Rotdichte) und die 830 nm-Ausbleichung entspricht dem Laser IR-Farbstoff. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:

TABELLE 5

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß der SIR-Farbstoff, der mit dieser Erfindung übereinstimmt, die gelben, blaugrünen und Laserlicht absorbierenden Farbstoffe stabilisiert (es tritt eine geringere Ausbleichung auf).


Anspruch[de]

1. Ein mit einem Laser zu exponierendes Aufzeichnungs-Element mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet, mit einem in einem polymeren Bindemittel dispergierten Farbstoff, wobei der Farbstoff ein Laser-Licht-absorbierender Farbstoff ist, der bei der Wellenlänge eines Lasers absorbiert, der zur Exponierung des Elementes verwendet wird, wobei die Farbstoffschicht ferner einen stabilisierenden, IR-absorbierenden Farbstoff mit einem Absorptions-Wellenlängen-Maximum aufweist, das ungefähr gleich ist oder länger als das Maximum des Laser- Licht absorbierenden Farbstoffes.

2. Element nach Anspruch 1, in dem der Farbstoffschicht ein Bild-Farbstoff oder Pigment zugeordnet ist.

3. Element nach Anspruch 1, in dem der stabilisierende, IR- absorbierende Farbstoff ein Absorptions-Wellenlängen-Maximum hat, das mindestens 100 nm länger ist als das des Laser-Lichtabsorbierenden Farbstoffes.

4. Element nach Anspruch 1, in dem der stabilisierende, IR- absorbierende Farbstoff die Formel aufweist:

worin:

R jeweils einzeln steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen; und

X&supmin; für ein anionisches Gegenion steht.

5. Verfahren zur Herstellung eines einfarbigen Ablations- Bildes, bei dem man:

a) ein thermisches Aufzeichnungs-Element mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet, mit einem in einem polymeren Bindemittel dispergierten Farbstoff, wobei der Farbstoff ein Laser-Licht-absorbierender Farbstoff ist, der bei der Wellenlänge des Lasers absorbiert, der zur Exponierung des Elementes verwendet wird, wobei die Farbstoffschicht ferner einen stabilisierenden- IR-absorbierenden Farbstoff mit einem Absorptions-Wellenlängen-Maximum aufweist, das ungefähr gleich ist oder länger als das Maximum des Laser-Licht absorbierenden Farbstoffes, bildweise mittels eines Lasers in Abwesenheit eines separaten Empfangselementes exponiert, wobei die Laser-Exponierung durch die Farbstoff-Seite des Elementes erfolgt, unter bildweiser Erhitzung der Farbstoffschicht und Bewirkung der Ablation derselben, und bei dem man

b) das ablattierte Material entfernt, unter Gewinnung eines Bildes in dem thermischen Aufzeichnungs-Element.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der Farbstoffschicht ferner ein Bild-Farbstoff oder Pigment zugeordnet ist.

7. Verfahren nach Anspruch 5, in dem der stabilisierende, IR- absorbierende Farbstoff ein Absorptions-Wellenlängen-Maximum aufweist, das mindestens 100 nm länger ist als das Maximum des Laser-Licht absorbierenden Farbstoffes.

8. Verfahren nach Anspruch 5, in dem der stabilisierende, IR- absorbierende Farbstoff die Formel aufweist:

worin:

R jeweils einzeln steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen; und

X&supmin; für ein anionisches Gegenion steht.

9. Verfahren zur Herstellung eines Mittels eines Laserinduzierten, thermischen Farbstoff-Übertragungsbildes, bei dem man:

a) ein thermisches Aufzeichnungs-Element mit einem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt bringt, wobei das thermische Aufzeichnungs-Element einen Träger aufweist, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet, mit einem in einem polymeren Bindemittel dispergierten Farbstoff, wobei der Farbstoff einen Laser-Lichtabsorbierenden Farbstoff umfaßt, der bei der Wellenlänge eines Lasers absorbiert, der zur Exponierung des Elementes verwendet wird, wobei die Farbstoffschicht ferner einen stabilisierenden IR-absorbierenden Farbstoff aufweist, der ein Absorptions-Wellenlängen-Maximum hat, das ungefähr gleich ist oder länger ist als das Maximum des Laser-Licht-absorbierenden Farbstoffes; bei dem man

b) das thermische Aufzeichnungs-Element mittels eines Lasers bildweise erhitzt; und bei dem man

c) ein Farbstoff-Bild auf das Farbstoff-Empfangselement überträgt, unter Erzeugung des mittels eines Lasers induzierten, thermischen Farbstoff-Übertragungsbildes.

10. Verfahren nach Anspruch 9, in dem der stabilisierende, IR- absorbierende Farbstoff die Formel aufweist:

worin:

R jeweils einzeln steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen; und

X&supmin; für ein anionisches Gegenion steht.







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